Karoline Arn

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Wenn wir uns gut sind

Wenn wir uns gut sind

 (1)
Erschienen am 01.10.2007
Müetis Kapital

Müetis Kapital

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Erschienen am 01.10.2007

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Rezension zu "Wenn wir uns gut sind" von Karoline Arn

Rezension zu "Wenn wir uns gut sind" von Karoline Arn
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

Untertitel:
Ruth Seiler-Schwab - ds Müeti vom Schlössli Ins


Ruth Seiler-Schwab hatte kein einfaches Leben - aber sie wusste genau, was sie wollte. Schon früh konnte sie melken, eine Sensation im Bauerndorf: ein kleines Mädchen, das Kühe melkt. Was aber auch damit zusammenhing, dass sie ihrem Vater zeigen wollte, zu was Mädchen fähig sind. Sie hatte lauter Schwestern.
Bauer werden wollte sie, dies zu einer Zeit, als diese Ausbildung nur den Männern vorbehalten war. Durch Heirat hätte sie höchstens Bäuerin werden können. Sie entschied sich deshalb für eine Gärtnerlehre in der Westschweiz.
Immer aber befasste sie sich mit den Problemen der Kleinbauern. So kam sie erstmals mit den Genossen, mit den Kommunisten in Berührung. Sie war fundamentalem jedoch immer abgeneigt, entsprechend distanzierte sie sich nach dem Krieg vom Kommunismus. Längst waren sie und ihr Mann jedoch schon "fichiert". Die Bundesanwaltschaft hat in den Zeiten des kalten Krieges von unzähligen Menschen Akten angelegt. Seilers - Ruth hat ihren Mann wegen der Kleinbauernfrage kennen gelernt - hatten wegen ihren Kontakten erhebliche Probleme. Erst vor einigen Jahren, als Ruth Seiler-Schwab Einblick in die Akten nahm, wurde ihr bewusst, wieso ihr Mann immer wieder die Stelle verlor. Mal war es ein Mitarbeiter, der ihn denunzierte, mal eine Behördenstelle, die ihn der Bundesanwaltschaft meldete oder/und diese nahm direkt mit den Arbeitgebern Kontakt auf.

1953 entschloss sich das Ehepaar, eine Heimschule im Seeland zu gründen. Für Ruth Seiler-Schwab war es eine Heimkehr, ist sie doch im Seeland aufgewachsen. In Ins entstand nun die "Schlössli-Schule", eine anthroposophisch geführte Schule, die vierte Steiner-Schule in der Schweiz, die erste auf dem Land.

Das "Schlössli", das war Ruth. Ihr Mann war oft unterwegs, war auch ein Freigeist (der auch gerne auf der anderen Seite des Zauns "graste". Man sei schliesslich nicht der Besitz des anderen…), sie musste derweil den Betrieb aufrecht erhalten. Sie zweifelte, aber verzweifelte nie ganz. Sie und ihr Mann schrieben sich viele Briefe, seit jeher schon. Diese und Tagebucheinträge fanden im Buch Platz und sind sehr gut in die Texte von Karoline Arn integriert.

Man erfährt viel über eine starke Frau, die ihrer Zeit weit voraus, aber keine Feministin im eigentlichen Sinne war. Eine warmherzige Frau voller Liebe, die einige Schicksalsschläge auszuhalten hatte und die viele Entwicklungen durchmachte.

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