Karoline Arn Wenn wir uns gut sind

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Inhaltsangabe zu „Wenn wir uns gut sind“ von Karoline Arn

Die Heimschule Schlössli Ins bietet seit über 50 Jahren 'schwierigen' Kindern und Jugendlichen eine Heimat. Zusammen mit ihrem Mann Rudolf gründete Ruth Seiler-Schwab, 'ds Müeti', 1953 die auf anthroposophischer Grundlage geführte Schule und leitete sie 20 Jahre.
1919 als Bauerntochter geboren, blieb Ruth Seiler eng mit der Natur und der Landwirtschaft verbunden, was sie aber nicht daran hinderte, sich während des Krieges der kommunistischen Bewegung anzuschliessen. Nach dem Krieg wandte sie sich vom Kommunismus ab und fand über ihren Mann Zugang zu Rudolf Steiners Anthroposophie.
In ihrer Biografie stellt Karoline Arn, die Ruth Seiler-Schwab seit mehreren Jahren kennt und Einblick in Tagebücher und Briefe hat, eine Frau vor, die engagiert das 20. Jahrhundert erlebt hat, den Zweiten Weltkrieg, den Kalten Krieg, die Reformpädagogik, aber auch den Kampf gegen Kinderlähmung und das Ringen um freie Liebesbeziehungen.

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  • Rezension zu "Wenn wir uns gut sind" von Karoline Arn

    Wenn wir uns gut sind

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. August 2009 um 21:23

    Untertitel: Ruth Seiler-Schwab - ds Müeti vom Schlössli Ins Ruth Seiler-Schwab hatte kein einfaches Leben - aber sie wusste genau, was sie wollte. Schon früh konnte sie melken, eine Sensation im Bauerndorf: ein kleines Mädchen, das Kühe melkt. Was aber auch damit zusammenhing, dass sie ihrem Vater zeigen wollte, zu was Mädchen fähig sind. Sie hatte lauter Schwestern. Bauer werden wollte sie, dies zu einer Zeit, als diese Ausbildung nur den Männern vorbehalten war. Durch Heirat hätte sie höchstens Bäuerin werden können. Sie entschied sich deshalb für eine Gärtnerlehre in der Westschweiz. Immer aber befasste sie sich mit den Problemen der Kleinbauern. So kam sie erstmals mit den Genossen, mit den Kommunisten in Berührung. Sie war fundamentalem jedoch immer abgeneigt, entsprechend distanzierte sie sich nach dem Krieg vom Kommunismus. Längst waren sie und ihr Mann jedoch schon "fichiert". Die Bundesanwaltschaft hat in den Zeiten des kalten Krieges von unzähligen Menschen Akten angelegt. Seilers - Ruth hat ihren Mann wegen der Kleinbauernfrage kennen gelernt - hatten wegen ihren Kontakten erhebliche Probleme. Erst vor einigen Jahren, als Ruth Seiler-Schwab Einblick in die Akten nahm, wurde ihr bewusst, wieso ihr Mann immer wieder die Stelle verlor. Mal war es ein Mitarbeiter, der ihn denunzierte, mal eine Behördenstelle, die ihn der Bundesanwaltschaft meldete oder/und diese nahm direkt mit den Arbeitgebern Kontakt auf. 1953 entschloss sich das Ehepaar, eine Heimschule im Seeland zu gründen. Für Ruth Seiler-Schwab war es eine Heimkehr, ist sie doch im Seeland aufgewachsen. In Ins entstand nun die "Schlössli-Schule", eine anthroposophisch geführte Schule, die vierte Steiner-Schule in der Schweiz, die erste auf dem Land. Das "Schlössli", das war Ruth. Ihr Mann war oft unterwegs, war auch ein Freigeist (der auch gerne auf der anderen Seite des Zauns "graste". Man sei schliesslich nicht der Besitz des anderen…), sie musste derweil den Betrieb aufrecht erhalten. Sie zweifelte, aber verzweifelte nie ganz. Sie und ihr Mann schrieben sich viele Briefe, seit jeher schon. Diese und Tagebucheinträge fanden im Buch Platz und sind sehr gut in die Texte von Karoline Arn integriert. Man erfährt viel über eine starke Frau, die ihrer Zeit weit voraus, aber keine Feministin im eigentlichen Sinne war. Eine warmherzige Frau voller Liebe, die einige Schicksalsschläge auszuhalten hatte und die viele Entwicklungen durchmachte.

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