Karoline Cvancara Am Tiefpunkt genial

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Inhaltsangabe zu „Am Tiefpunkt genial“ von Karoline Cvancara

Paul, Anfang dreißig, Buchhändler aus Leidenschaft, notorischer Leser und begeisterter Jazzfreak, ist soweit zufrieden mit sich und seinem Leben, bis Freundin Stefanie sich ohne jede Vorwarnung wegen eines anderen von heute auf morgen von ihm trennt. Obendrein ist der andere einer aus Pauls Freundeskreis … Wenig später verkündet sein Chef, dass er die Buchhandlung aufgrund mangelnden Umsatzes zusperren muss. Nun gerät Pauls Welt endgültig ins Wanken, er verliert immer mehr den Boden unter seinen Füßen und stürzt in eine existenzielle Krise. Mit viel Wein, Zigaretten und Musik verkriecht er sich in seine vier Wände und droht im Selbstmitleid zu ertrinken, bis es ihm nach und nach gelingt, seine Misere als Chance zu begreifen und sich ihm unerwartete Perspektiven eröffnen. Doch zunächst bleibt es dem Protagonisten nicht erspart, sich der Auseinandersetzung mit sich selbst und damit einhergehenden, bisweilen unbequemen Fragen zu stellen: Welche Rolle spielen Freundschaften und Beziehungen? Was heißt, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen? Ist es wirklich unumgänglich, Entscheidungen zu treffen? Ab wann beginnt das sogenannte Erwachsenwerden? Aber geht es darum überhaupt? „Am Tiefpunkt genial“ erzählt über das Scheitern und mögliche Neuanfänge, über die Loslösung aus alten Mustern und vermeintlichen Sicherheiten und darüber, wie befreiend es ist, zu sich selber stehen zu können.

realistischer, flotter Roamn

— SaintGermain
SaintGermain

Ein tolles Buch über das Leben und seine Begleiterscheinungen!

— Diana182
Diana182

Flott geschriebene Sinnsuche, die Mut macht, Neues zu wagen - und dabei auch noch mit tollen Musiktipps versorgt wird!

— Bernadette35
Bernadette35

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    Am Tiefpunkt genial
    SharonBaker

    SharonBaker

    30. January 2017 um 15:21

    Paul fühlt sich wohl in seinem Leben, er hat es nach seinem Geschmack perfekt eingerichtet. Er arbeitet in einer Buchhandlung, weil er selber gern liest, und hat eine Freundin, die ihr eigenes Leben hat und ihn seine Freiheiten lässt. So kann er rauchen, lesen und seiner Liebe zur Musik nachhängen. Bis er nach einem Konzertbesuch aufwacht und seine Freundin ihn mitteilt, dass sie ihn verlässt. Das allein haut ihn schon um, aber die Tatsache, dass sie ihn für einen seiner Freunde verlässt, macht alles noch viel schlimmer. Wie soll Paul jetzt nur damit umgehen? Und als ob das nicht schon schwer zu bewältigen wäre, eröffnet ihm sein Chef, dass er den Buchladen aufgeben möchte. Paul stürzt in eine tiefe Krise, aus Frust, Selbstmitleid und Wut. Diese versucht er mit Zigaretten, Alkohol und Musik zu bewältigen. Aber reicht das? Wie kann man ihn das antun? Wird er es schaffen, aus dieser Sinnkrise herauszukommen? Und ist nicht jedes Ende, ein neuer Anfang? So recht wusste ich nicht, was mich bei diesem Roman erwarten würde. Immerhin hat ja so jeder seine Probleme und gerade die Sorgen in Liebe und Job, sind für alle nicht ganz unbekannt. Also was soll mir Paul da Neues berichten und kann mich seine Geschichte erreichen? Waren für mich wirklich ganz wichtige Fragen, aber nicht zu dem Zeitpunkt, wo ich das Buch in den Händen hatte, sondern später, denn seine Geschichte hat mich in einem Moment hart getroffen, als ich selber um meinen Arbeitsplatz und neue Perspektiven bangen musste.Paul ist Einzelkind und statt Jura zu studieren und in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, merkt er schnell, das ihm sein Studienjob in der Buchhandlung mehr erfüllt und er von Aushilfe zum Angestellten wechselt. So kann er seiner Leidenschaft zu Büchern frönen und bequem sich der anderen, nämlich der Musik, widmen. Eine schöne Wohnung, jede Menge Platten und ganz viel Freizeit, was wünscht man sich mehr im Leben. Sogar die Freundin passt zu Pauls Lebensstil, jeder lebt seine Interessen aus, alles bleibt schön oberflächlich, ja nicht zu viel reininterpretieren und schon gar nicht irgendwelche Kraft für sinnfreie Diskussionen opfern. Immerhin möchte man doch einfach nur bequem Leben. Tja, und dann wird es in Pauls Leben schnell ungemütlich. Freundin an Freund verloren und die Existenz steht auf dem Spiel. Aber statt zu kämpfen, ertrinkt er lieber in Selbstmitleid. Paul ist ein sympathischer Träumer, der nicht gern über sich nachdenkt und sich lieber über gute Bücher und Jazzmusik identifiziert und darin hat er auf jeden Fall Geschmack.Für mich war diese Geschichte allerdings auch ein Spiegel unserer heutigen Generation. Da ist wohl Paul keine Ausnahme, wie sehen die heutigen beruflichen Ambitionen aus, entweder man hat die Überflieger oder die, die einen Job suchen, der ihnen viel Freizeit beschert. So wie Paul, denn so wirklich hat er sich über seinen Beruf nie Gedanken gemacht, es hat sich viel mehr ergeben. Die Frage, was möchte er im Leben erreichen, was würde ihn glücklich machen, ist er erfolgreich aus dem Weg gegangen und Freundinnen, die ihm zu nahe gekommen sind, wurden mit erfunden Gründen vom tiefer graben abgehalten. Aber nun muss er sich neu orientieren, allen Fragen, die er immer gemieden hat, stellen und einen Weg zum eigenen Glück finden. Sprich sich selbst finden.Karoline Cvancara findet hier ehrliche und tiefgründige Worte. Am Anfang leidet man mit Paul mit, man möchte ihn helfen und gern unter die Arme greifen, aber dann kommt ein Punkt, wo man ihn einfach nur in den Allerwertesten treten möchte. Das macht sie so geschickt, dass man beim Lesen auch über sich selbst nachdenkt. Wie würde man selber reagieren, ist dieses verkriechen und jammern wirklich nur bei Paul so? Ich glaube, in vielen Situationen habe ich mich auch so gesehen und das hat mich ein bisschen erschreckt und beunruhigt, gerade was das Problem mit dem Arbeitsplatz angeht, diese Gefühle konnte ich gerade selbst genau nachempfinden, Schock, Wut, Traurigkeit, Selbstmitleid und ein bisschen Hoffnungslosigkeit, das direkt zu lesen, war hart und hat mich kalt erwischt, aber es hat auch gezeigt, man ist nicht allein damit und es findet sich immer eine Lösung. Somit ist der Spiegel, der hier aufgezeigt wird zwar schon schockierend, aber auch gleichzeitig Mut machend, denn es ist nie zu spät für einen neuen Anfang. Ich mochte diese Geschichte wirklich sehr, denn auch wenn sie für mich in der Situation nicht einfach war, war sie auch sehr zeittreffend und aufbauend. Paul, der sich öffnet und seine Welt neu gestaltet, dieses Motto, es ist nie zu spät, sehr gut gewählt in unserer modernen Welt mehr als passend. Dazu noch die gut gewählten Worte der Autorin und die ganze stimmungsvolle Musik von Pauls Sammlung, gaben dem Buch den perfekten Rahmen. Für jeden, der mehr im Leben will und einen kleinen Tritt braucht.

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  • Leserunde zu "Am Tiefpunkt genial" von Karoline Cvancara

    Am Tiefpunkt genial
    Ina74

    Ina74

    Liebe Leserinnen, liebe Leser, ich möchte Euch herzlich zur Leserunde meines Romans „Am Tiefpunkt genial“ einladen. Der Verlag verlost 7 Exemplare und ich bin schon sehr gespannt auf Euer Feedback zu meinem Buch. Ich freue mich, von Euch zu hören. Viel Spaß beim Lesen und bis bald! Karoline Cvancara „Als erstes kam eine unglaubliche Wut in mir hoch, wobei ich mir nicht sicher war, ob sie sich nur gegen Helmut richtete oder auch gegen den Rest der Welt, der sich gegen mich verschworen zu haben schien. Ich war froh, auf der Straße zu sein. Hier war ich wenigstens ungestört und konnte mich ganz den Gefühlen hingeben, die mich überfielen. Ich war gleichzeitig unglaublich wütend und hatte auch Angst, Angst vor der Zukunft, Angst, den Boden unter den Füßen zu verlieren.“ Mit Anfang dreißig hat es sich Paul in seinem Leben bequem eingerichtet. Sein Kosmos ist bestimmt von seiner Leidenschaft für Jazz, der Arbeit in einer kleinen Buchhandlung und seinen Freunden. Als seine Freundin Stefanie ihn wegen eines Mannes aus diesem Freundeskreis verlässt, trifft ihn dies aus heiterem Himmel, noch mehr aber verunsichert ihn, dass knapp danach sein Chef und Eigentümer der Buchhandlung sich dazu entschließt, das Geschäft zu schließen. Paul driftet in eine massive Krise, zieht sich in seine Wohnung zu Musik, Zigaretten und Alkohol zurück. Ohne Erfolg versuchen seine Freunde, ihn aus seiner Depression herauszureißen. Bernhard, ein Freund, überredet ihn zu einem Besuch im Stammlokal, wo es zu einer Begegnung mit Markus kommt, der ihm die Freundin ausgespannt hat. Klarissa, eine Freundin, wird zu einer wichtigen Gesprächspartnerin.

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    • 63
  • realistischer, flotter Roman

    Am Tiefpunkt genial
    SaintGermain

    SaintGermain

    23. May 2016 um 10:28

    Paul, Anfang dreißig, Buchhändler aus Leidenschaft, notorischer Leser und begeisterter Jazzfreak, ist soweit zufrieden mit sich und seinem Leben, bis Freundin Stefanie sich ohne jede Vorwarnung wegen eines anderen von heute auf morgen von ihm trennt. Obendrein ist der andere einer aus Pauls Freundeskreis … Wenig später verkündet sein Chef, dass er die Buchhandlung aufgrund mangelnden Umsatzes zusperren muss. Nun gerät Pauls Welt endgültig ins Wanken, er verliert immer mehr den Boden unter seinen Füßen und stürzt in eine existenzielle Krise. Mit viel Wein, Zigaretten und Musik verkriecht er sich in seine vier Wände und droht im Selbstmitleid zu ertrinken, bis es ihm nach und nach gelingt, seine Misere als Chance zu begreifen und sich ihm unerwartete Perspektiven eröffnen. Doch zunächst bleibt es dem Protagonisten nicht erspart, sich der Auseinandersetzung mit sich selbst und damit einhergehenden, bisweilen unbequemen Fragen zu stellen: Welche Rolle spielen Freundschaften und Beziehungen? Was heißt, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen? Ist es wirklich unumgänglich, Entscheidungen zu treffen? Ab wann beginnt das sogenannte Erwachsenwerden? Aber geht es darum überhaupt? „Am Tiefpunkt genial“ erzählt über das Scheitern und mögliche Neuanfänge, über die Loslösung aus alten Mustern und vermeintlichen Sicherheiten und darüber, wie befreiend es ist, zu sich selber stehen zu können. Das Cover des Buches ist Ausschnitt eines Bildes. Da es Zigaretten zeigt ist es sehr passend zu dem Buch, denn raucht Paul, der Hauptprotagonist, einige Stangen Zigaretten. Paul, der immer versucht sich vor Verantwortung zu drücken, beginnt auf einmal nach und nach ihm wichtige Sachen zu verlieren - zuerst seine Freundin, dann auch noch seine geliebte Arbeit. Er kommt dabei in eine Depression, wo er nur noch raucht, Alkohol trinkt, Bücher liest und Musik hört. Nach und nach holen ihn aber Freunde daraus raus. Die Geschichte ist flott beschrieben; ich konnte das Buch innerhalb von kurzer Zeit lesen. Der Schreibstil ist sehr gut, die Hauptprotagonisten sind sehr gut beschrieben, sodass man sich gut in die Geschichte einfühlen kann. Insgesamt war die Story jetzt nicht der Überhammer oder die Überraschung - das Ende war irgendwie vorausschaubar, trotzdem gefiel es mir sehr gut. 4,5 Sterne

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  • Am Tiefpunkt genial - Ein sehr realistischer Roman

    Am Tiefpunkt genial
    Diana182

    Diana182

    17. March 2016 um 14:33

    Das Cover zeigt einen Ausschnitt eines Gemäldes. Es ist für diese Geschichte wirklich passend gewählt und zieht direkt Blicke an. Was würde man hier für eine Geschichte vorfinden? Der Klappentext gibt Aufschluss:Paul, Anfang dreißig, Buchhändler aus Leidenschaft, notorischer Leser und begeisterter Jazzfreak, ist soweit zufrieden mit sich und seinem Leben, bis Freundin Stefanie sich ohne jede Vorwarnung wegen eines anderen von heute auf morgen von ihm trennt. Obendrein ist der andere einer aus Pauls Freundeskreis … Wenig später verkündet sein Chef, dass er die Buchhandlung aufgrund mangelnden Umsatzes zusperren muss. Nun gerät Pauls Welt endgültig ins Wanken, er verliert immer mehr den Boden unter seinen Füßen und stürzt in eine existenzielle Krise. Mit viel Wein, Zigaretten und Musik verkriecht er sich in seine vier Wände und droht im Selbstmitleid zu ertrinken, bis es ihm nach und nach gelingt, seine Misere als Chance zu begreifen und sich ihm unerwartete Perspektiven eröffnen. Doch zunächst bleibt es dem Protagonisten nicht erspart, sich der Auseinandersetzung mit sich selbst und damit einhergehenden, bisweilen unbequemen Fragen zu stellen: Welche Rolle spielen Freundschaften und Beziehungen? Was heißt, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen? Ist es wirklich unumgänglich, Entscheidungen zu treffen? Ab wann beginnt das sogenannte Erwachsenwerden? Aber geht es darum überhaupt? „Am Tiefpunkt genial“ erzählt über das Scheitern und mögliche Neuanfänge, über die Loslösung aus alten Mustern und vermeintlichen Sicherheiten und darüber, wie befreiend es ist, zu sich selber stehen zu können. Nun zu meiner Meinung:Sie mögen schöne, realistische Geschichten, welche direkt aus dem Leben gegriffen sein könnten? Dann kommt dieses Buch genau richtig. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, welcher sich hier sehr gut verfolgen lässt. Der Hauptcharakter Paul wird hier so gut gezeichnet, als würde er tatsächlich existieren. Vielleicht macht er das auch. Denn solch einen „Paul“ wird sicherlich ein jeder von uns kennen. Oder sich vielleicht sogar selbst darin wiederfinden. Viel zu gutmütig und einfach zu nett für diese Welt. Aber eben sehr sympathisch und liebenswürdig! Dieses Buch ist ein wundervolles Beispiel dafür, dass im Leben nicht immer alles nach Plan verläuft oder ein Unglück in manchen Fällen selten alleine kommt. Dennoch ist jeder Tiefpunkt eine gute Chance, einen Neuanfang zu wagen, welcher in manchen Fällen auch zu einer deutlichen Verbesserung führen kann! Mein Fazit:Ein sehr gelungenes Buch über das Leben, welches nicht immer nach Plan läuft und viele Überraschungen parat hat.

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  • Mehr als ein Beziehungsroman... eine flott geschriebene Sinnsuche, die Mut macht, Neues zu wagen

    Am Tiefpunkt genial
    Bernadette35

    Bernadette35

    07. March 2016 um 20:25

    Irgendwie checkt er's nicht, der Paul. Dabei hätte es seine Freundin Stephanie nicht klarer ausdrücken können: "Warum unternehmen wir nicht öfter etwas mit Markus? Es war gestern ein wirklich lustiger Abend." Doch Paul ist viel zu gutmütig, um drohendes rechtzeitig Unheil zu erkennen - ein ist eher der sympathische Träumer, der sich gern in seiner umfangreichen Plattensammlung verkriecht und sicher nicht "seine Freundin mit Argusaugen überwacht". Und schon ist es passiert - seine Partnerin ist mit seinem Freund Markus durchgebrannt.  Völlig perplex zieht sich Paul an seinen letzten Zufluchtsort zurück: Die Buchhandlung, in der er arbeitet, in eine Arbeit, die ihm wenigstens wirklich Spaß macht, und in der er nicht nur Bücher, sondern auch seine Gedanken ordnen kann. Doch die nächste Katastrophe lässt nicht lange auf sich warten: Sein Chef eröffnet ihm, dass er in wenigen Monaten zusperren wird - für immer. Ohne Freundin, Job und Geld ist der endgültige Tiefpunkt erreicht und jetzt checkt er's zwar, jetzt packt er's aber nicht mehr. Er versinkt in Melancholie, Selbstmitleid und seine obligatorischen Zigaretten. Gäbe es da nicht seine Ex Klarissa, die er dereinst verlassen hat, deren Rat er aber immer noch sucht. Und sie gibt ihn ihm gerne, denn sie hat etwas Großes mit ihm vor... "Am Tiefpunkt genial" ist nicht nur die Geschichte einer missglückten Liebe oder eines Absturzes in die Depression; es ist auch die Geschichte eines Ahnungslosen, der dennoch ungern aufgibt. Das wirklich Besondere ist der authentische Blick in eine männliche Seele, wohlgemerkt geschrieben von einer Frau. Und die Geschichte einer Figur - m.E. eine tolle Leistung der Autorin, die es von anderen Büchern abhebt - die sich immer weiter öffnet, je länger die Geschichte dauert. Ist der Hauptdarsteller zunächst eher skizzenhaft gezeichnet - nicht nur nicht selbtbewusst, sondern auch sich seiner Selbst nicht bewusst - so gewinnt die Figur immer mehr an Tiefe, je mehr sie als Person an Tiefeneinsicht gewinnt. Am Schluss versteht man ihn schon viel besser, so wie er sich selbst... Dabei hilft ihm Klarissa mit ihrer schonungslosen Ehrlichkeit, ein rasanter Autodiebstahl und auch eine gänzlich neue, wirklich geniale Idee, durch die plötzlich alles neuen Sinn bekommt... Fazit: Flott geschriebene, tiefsinnige Unterhaltung für Traurige, Verzweifelte, Hoffende, Liebende, Musikliebhaber und Freunde der Höhenstraße; für ein verregnetes Wochenende, an dem man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte. Und durch Paul auch noch mit perfekten Musiktipps versorgt wird :-)

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  • Ein cooles Buch über einen Mitt-Dreißiger in der Sinnkrise seines Lebens

    Am Tiefpunkt genial
    Afeni75

    Afeni75

    11. February 2016 um 20:40

    Ich habe Paul, die Hauptfigur, sofort ins Herz geschlossen. Ein Buch für alle, die gerne in die Gedankenwelten anderer Menschen eintauchen.