Karsten Harms Marc zeichnet schwarz-weiß

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Inhaltsangabe zu „Marc zeichnet schwarz-weiß“ von Karsten Harms

Engel oder Teufel? Liebe oder Triebe? Vitalität oder Selbstmitleid? Marc schwankt zwischen Extremen und versucht dabei stets, sich selbst treu zu bleiben. Seine Mitmenschen, ob mit guten oder schlechten Absichten, sind dabei nicht immer hilfreich: sei es der überhebliche Chef, dessen herablassenden Tadel Marc sich nicht länger gefallen lassen will – woraufhin er prompt gefeuert wird; sei es die Exfreundin, die statt Mitgefühl nur Vorwürfe zu bieten hat oder die spannende neue Bekanntschaft, die Marc dermaßen verwirrt, dass er kaum wagt, ihren Brief zu öffnen. Am Ende einer ereignisreichen Woche findet er sich in einer psychiatrischen Klinik wieder und rekapituliert, was ihn und die Welt an diesen Punkt gebracht hat.

Gesellschaftskritisch, mahnend und sehr philosophisch. Ein Buch fernab der Masse für rege Diskussionen. Mal was ganz intensiv Neues!

— Floh

mal ein völlig anderes Buch, das so ganz ohne Helden auskommt...

— Marjuvin

Sind wir nicht alle ein bisschen Marc?

— esposa1969

Ein faszinierend gesellschaftskritisches Buch

— le_papillon_curieux

Marc blickt über den gesellschaftlichen Tellerrand und lässt uns daran teilhaben. Und das auf unschlagbare Art und Weise. Sehr genial !

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein super gelungenes Buch! Endlich Jemand, der wichtige Themen anspricht und auf den Punkt bringt. Witzig, emotional, tiefgründig...genial!

— schokobon

Ein tolles Buch! Ich habe selten einen Protagonisten erlebt, der mir so sehr unter die Haut gegangen ist! Absolut empfehlenswert!!!

— Matze_72

Marc ist ein sehr schwieriger und anstrengender Charakter, mit einigen Widersprüchen und Wiederholungen, der nur "schwarz-weiß" sieht. ;)

— Maerchentraum

Bereits der Prolog macht Lust auf mehr! Endlich wieder ein Buch, das zu Beginn Neugier auf den Protagonisten und dessen Erlebnisse weckt.

— Sanderica

Habe schon lange keinen Roman mehr gelesen der so gut ist wie dieser!ich glaube der Roman hat so ziemlich alle Emotionen hervohervorgerufen!

— Tanja1980

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  • Es gibt kein Grau. Die Gedanken des Misanthropen Marc und seine Ausdrucksweise!

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    Floh

    Mit dem deutschen Ausnahme-Autor Karsten Harms habe ich für mich eine Neuentdeckung gemacht. Aufmerksam wurde ich auf dem Autor und sein gesellschaftskritisches Buch „Marc zeichnet schwarz-weiß“ durch eine kleine Lesekostprobe, versandt vom Verlag. Mich hat diese Leseprobe sofort neugierig auf das Buch, die besondere Umsetzung, die Zeichnungen und vor allem die weitreichende gesellschaftskritische und philosophische Thematik gemacht. Karsten Harms hat eine Sprachmelodie, die lange in meinem Kopf nachklingt und einen sehr bewegenden, melodramatischen und tiefgründigen, jedoch auch mit Zynismus und Galgenhumor geprägten Roman sonderbar untermalt. Erschienen im MEDU / WENZ Verlag (http://www.wenz-verlag.de/index.php/de/) Inhalt: "Engel oder Teufel? Liebe oder Triebe? Vitalität oder Selbstmitleid? Marc schwankt zwischen Extremen und versucht dabei stets, sich selbst treu zu bleiben. Seine Mitmenschen, ob mit guten oder schlechten Absichten, sind dabei nicht immer hilfreich: sei es der überhebliche Chef, dessen herablassenden Tadel Marc sich nicht länger gefallen lassen will – woraufhin er prompt gefeuert wird; sei es die Exfreundin, die statt Mitgefühl nur Vorwürfe zu bieten hat oder die spannende neue Bekanntschaft, die Marc dermaßen verwirrt, dass er kaum wagt, ihren Brief zu öffnen. Am Ende einer ereignisreichen Woche findet er sich in einer psychiatrischen Klinik wieder und rekapituliert, was ihn und die Welt an diesen Punkt gebracht hat." Handlung: Wir Leser dürfen den 35 jährigen Marc und seine Gedanken begleiten. Marc scheint fest im Leben zu stehen, er hat einen Job und seine große Liebe. Doch beides verliert er auf rasante Weise und erlebt einen radikalen Cut in seinem Leben. Binnen einer einzigen Woche agiert sich Marc in eine Lebenskrise, verliert seinen Job und seine Liebe und landet schlussendlich in der Psychiatrie. Und das nur, weil er so sein wollte wie er ist, ohne Rücksicht und Empathie, ohne sich zu Verstellen und ohne Heucheleien. Doch den Grat des gesellschaftlich akzeptablen hat er da überschritten… Gesellschaftskritisch werden Probleme der heutigen Zeit aufgegriffen und in den Gedanken und Zeichnungen von Marcs Seelenleben reflektiert. Drogen, Sucht, die Finanzkrise, den Druck im Arbeitsleben, die Integration von Migranten… werden nicht geliefert. Der Autor lässt Marc in einem langen Monolog, ein Problem anreißen, dann aber auch schnell dem nächsten sich zu wenden. Beim Lesen hatte ich immer wieder Mühe, allem zu folgen und nicht mit meinen eigenen Gedanken abzudriften. Der Autor lässt Marc in einem langen Monolog über all die diskutablen Themen der Gesellschaft sinnieren und den Leser Raum für eigene Auseinandersetzungen mit bestimmten Themen. , ein Problem anreißen, dann aber auch schnell dem nächsten sich zu wenden. Beim Lesen hatte ich immer wieder Mühe, allem zu folgen und nicht mit meinen eigenen Gedanken abzudriften. Schreibstil: Meines Erachtens nach ist die Geschichte aber vor allem eines: Richtig gut geschrieben. Mit dem Autor Karsten Harms erlebt man schriftstellerisches Geschick und grandiose Einzigartigkeit von der ersten Seite an! Sein Stil besitzt eine ganz einzigartige Note, an die man sich zunächst gewöhnen muss. Autor Harms zeigt seinen Lesern ein offenes Bild gesellschaftlicher und philosophischer Gedanken und die Auswirkungen des impulsiven Handelns und Tuns. Neben der Schwarzweißmalerei, in der das Schwarz jedoch dominiert, zeigt der Autor auch einen besonderen Humor. Dieser Humor könnte beinahe als Rabenschwarz oder Galgenhumor betitelt werden und ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Dennoch auf gewisse Weise tiefgründig, melancholisch gewürzt und mit einer Emotionsgewalt, die die Haut und Sinnesorgane benetzt. Lesen mit jeder Faser, wenn man das Geschehen auf sich wirken lässt. Karsten Harms hat eine Art, die sicherlich nicht jedem direkt zugänglich ist, aber man sollte es als neugieriger Leser ruhig versuchen und wird vielleicht mit einem unvergesslich polarisierenden Roman belohnt. Der Autor hat Talent und Wiedererkennungswert, zwar nicht für die große Leserschaft, aber für ein gewissen Publikum sicherlich! Charaktere: Hauptprotagonist in diesem Werk ist natürlich Marc. Marc ist Mitte 30, er ist Misanthrop und hat zu allem Möglichen eine Meinung. Und diese Meinung polarisiert, denn Marc beugt sich keinen Kompromissen, schwarz oder weiß: Entweder ist der Leser mit Marc einer Meinung oder eben nicht. Marc nimmt den Leser mit auf eine Reise, nicht nur an verschiedene Orte, sondern auch an seinen Gedanken. Diese Gedanken sind, wie der Titel bereits andeutet, entweder schwarz oder weiß. Graustufen kennt Marc nicht und hat zu allem und jedem Phänomen unserer Gesellschaft eine Meinung. So richtig warm bin ich mit Marc nicht geworden. Zwar spricht er mir mit vielen seiner Gedanken und Erlebnisse aus der Seele und ich kann vieles nur unterschreiben, jedoch ist er für mich einfach zu negativ und zu schwarzmalend. Hier bekomme ich beinahe schlechte Laune. Solch einen Menschen möchte ich im realen Leben nicht um mich haben, das scheint auch der Grund, warum sich Marc so rasant in die Lebenskrise gestürzt hat. Er zeigt keine offenen Türen und später kaum noch Empathie, er nennt es Ehrlichkeit. Aber seine Ehrlichkeit ist wenig sozial. Interessant finde ich jedoch, wie Marc das Leben sieht und wahrnimmt und in seinen Zeichnungen greifbar macht. Marc habe ich voller Wut erlebt, leider hat sich mir nicht erschlossen, warum Marc so wütend ist. Und alles Schwarze mit einer verkorksten Kindheit und einem realistischen Blick auf die Gegenwart zu entschuldigen, ist mir zu banal. Marc grübelt und stellt alles im Leben in Frage, sicherlich kein schlechter Charakterzug, vor allem in einer oberflächlich lebenden Gesellschaft, jedoch erweckt Marc öfter bei mir den Eindruck, nicht wirklich erwachsen geworden zu sein, zwar zeigt er auch keine unbekümmerte kindliche Weltanschauung, hat aber arge Probleme sich in der Gesellschaft einzufinden, so dass ich fast Mitleid empfinde. Schauplätze: Die einzelnen Schauplätze sind auf wenige Kulissen beschränkt. Im Fokus stehen hier das Leben und die kreisenden Gedanken von Marc und seiner Art sich mitzuteilen. Auch der Leser begibt sich, dank der detaillierten und sehr nah differenzierten Formulierungen des Autors Karsten Harms zusammen in das Leben von Marc. Von humorig, sarkastisch, ironisch, faszinierend, bis traurig, melancholisch, poetisch und gefühlvoll zu dramatisch, befangen und befreit. Karsten Harms hat ein Händchen für bildhafte Darstellung. Karsten Harms gelingt es in seinem Debütroman den Faden nie zu verlieren und gekonnt Nebenschauplätze einzuweben und doch wieder am eigentlichen Geschehen weiterzuerzählen. Meinung: Entweder-oder, Für oder wider, schwarz oder weiß… so wird es den meisten Lesern auch mit den Empfindungen und Meinungen zum Roman ergehen. ...reicht von absolut fasziniert, völlig begeistert, total angetan bis unzufrieden und zwiespältig. Der Autor hat einen tollen und einzigartigen Stil, keine Frage. Dennoch ist dieses Buch ein schwieriges Werk. Man wird es entweder Lieben, oder sich langweilen. Ich wollte das Buch so gerne mögen, da ich hohe Erwartungen an dem Autor hatte. Mir gefallen auch viele seiner Künste, aber dennoch hat mit etwas gefehlt, etwas was dieses Buch wirklich unvergessen werden lässt. Dennoch muss ich loben, dass ich hier einen Autor gefunden habe, der mit einer Novität glänzt und mich mit einer sehr eigenen und einzigartigen Note sehr überrascht hat. Seine Idee zum Buch ist etwas ganz außergewöhnliches und nahezu künstlerisch. Kritikpunkte: Der Autor wechselt in seinen Monologen durch Marc sehr schnell von einem Thema zum nächsten. Hier merkt man die misanthropische Einstellung von Marc. Er hat seine Meinung, die in Stein gemeißelt zu sein scheint und wo es kein Grau für ihn gibt. Entweder malt er es schwarz oder er empfindet es als weiß. Hier finde ich die Auseinandersetzungen und Demonstrationen etwas zu starr und unberührbar. Das macht für mich Marc zu einem Charakter, den ich nur sehr schwer verstehen und gutheißen kann. Schwierig finde ich zudem den leichtfüßigen Umgang mit Drogen, Tabletten und Alkohol in der Geschichte, hier greift Marc sehr unreflektiert und selbstverständlich Flasche und zu Medikamenten. Cover / Buch: Das Cover ist für dieses Buch äußerst gelungen, ein kleiner Teufel und ein kleiner Engel buhlen um die Aufmerksamkeit eines Mannes. Natürlich ist das Bild schwarz-weiß zweigeteilt. Und tatsächlich setzt sich das auch im Buch durch Marcs Gedanken fort. Sehr gelungen finde ich neben dem Cover auch die ähnlich gehaltenen Skizzen im Buch. Treffend und prägnant werden die geschilderten Gedankengänge durch einige wenige Striche auf den Punkt gebracht und lockern das Gelesene immer wieder auf Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Das Cover ist stimmig zum besonderen Inhalt des Romans. Der Autor: "Karsten Harms, gebürtiger Berliner und studierter Molekularbiologe, schreibt seit vielen Jahren Kurzgeschichten, stets mit einer gesunden Portion Ironie und Bissigkeit. „Marc zeichnet schwarz-weiß“, ein polarisierender, gesellschaftskritischer Roman, ist seine erste literarische Publikation. Der Autor lebt und arbeitet heute im Rheinhessischen." Fazit: Es ist sicherlich kein Werk für Jedermann, aber wer etwas ganz neuartiges probieren möchte, der sollte dieses Werk unbedingt kennenlernen. Ein Leseerlebnis mit Höhen und Tiefen. Verdiente 3,5 Sterne für dieses beeindruckende und seltsame Buch! Trotz meiner Bedenken und Kritik, bin ich noch immer voller Freude, dieses Buch gelesen und kennengelernt zu haben.

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    • 6

    clary999

    11. August 2015 um 19:35
    peedee schreibt Deine ausführliche Rezi gefällt mir - Herzchen dafür. Ein früherer Arbeitskollege hat einmal zu mir gesagt: "Es gibt nicht nur Schwarz und Weiss, es gibt auch noch ganz viel Grau". Für mich ...

    Finde ich auch! Der Spruch hat viel Wahres! Deshalb kein Buch für mich. Die Rezi ist aber sehr gut!

  • Leserunde zu "Marc zeichnet schwarz-weiß" von Karsten Harms

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    Wenz_Verlag

    Es werden 15 Teilnehmer für die Leserunde zu dem bebilderten Roman „Marc zeichnet schwarz-weiß“ gesucht: Wenn Du Lust hast, aktiv in den polarisierenden und gesellschaftskritischen Roman rund um die Geschichte des ausgebrannten Versicherungsangestellten und Hobby-Zeichners Marc einzutauchen, dann bewirb Dich gleich und erhalte ein Freiexemplar des Titels „Marc zeichnet schwarz-weiß“ von Karsten Harms. Der Autor freut sich auf einen regen Austausch mit euch, ist für Fragen und Anregungen offen und wird persönlich auf eure Beiträge eingehen. Engel oder Teufel? Liebe oder Triebe? Vitalität oder Selbstmitleid? Marc schwankt zwischen Extremen und versucht dabei stets, sich selbst treu zu bleiben. Seine Mitmenschen, ob mit guten oder schlechten Absichten, sind dabei nicht immer hilfreich: sei es der überhebliche Chef, dessen herablassenden Tadel Marc sich nicht länger gefallen lassen will – woraufhin er prompt gefeuert wird; sei es die Exfreundin, die statt Mitgefühl nur Vorwürfe zu bieten hat oder die spannende neue Bekanntschaft, die Marc dermaßen verwirrt, dass er kaum wagt, ihren Brief zu öffnen. Am Ende einer ereignisreichen Woche findet er sich in einer psychiatrischen Klinik wieder und rekapituliert, was ihn und die Welt and diesen Punkt gebracht hat. Wir wünschen allen Bewerbern und Bewerberinnen, die sich über ein Freiexemplar von „Marc zeichnet schwarz-weiß“ freuen würden, viel Glück! Der Autor Karsten Harms und Verlagsmitarbeiterinnen werden die Leserunde begleiten und sich gerne mit Euch austauschen. → Hier geht es zur Leseprobe von "Mark zeichnet schwarz-weiß" Wenn Ihr eines von 15 Exemplaren gewinnen und demnach aktiv an der Leserunde teilnehmen möchtet, antwortet einfach auf folgende Frage: Was ist für euch an der Buchgestaltung wichtig? Lasst Ihr euch davon beim Kauf eines neuen Buches beeinflussen? Bitte beachten: Stellt eure Bewerbungen unter der Rubrik "Bewerbung/Ich möchte mitlesen" ein, sonst könnte es etwas chaotisch werden, wenn sich viele Teilnehmer melden. Danke! Teilnahme nur aus Deutschland möglich! Eure Bewerbungen können bis einschließlich 20. Juli 2014 eingereicht werden. Die gesamte Leserunde läuft bis 15.08.2014.

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    • 266
  • Marc zeichnet schwarz-weiß

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    Blaustern

    03. December 2014 um 12:09

    Marc sitzt mit seinen 35 Jahren in der Psychiatrie. So weit hat ihn das Leben gebracht. Er verlor seinen Job und seine Liebe. Und das alles nur, weil er er selbst sein wollte, ohne sich zu verstellen. Dass das nicht einfach ist in unserer Gesellschaft, wo alle nur belogen werden wollen, spürt er nun am eigenen Körper. Spontan entscheidet er aus dem Gefühl heraus, wobei es bei ihm nur schwarz oder weiß gibt, Extreme und nichts dazwischen. So sitzt er nun in der Psychiatrie und analysiert den Lauf seines Lebens, besonders den der letzten Woche, die ihn dazu gebracht hat, dort zu landen, wo er nun ist. Dabei kommt unsere Gesellschaft nicht gut weg, er spricht Tatsachen aus, die keiner hören will und zweifelt dann doch wieder an sich selbst. Er denkt über seine eigene Situation nach und zeichnet dazu auch in schwarz (mit Bleistift) auf weiß seine Extremgedanken, die gut ins Buch passen. Marc erzählt hier in der Ich-Form, so gesehen kann man sich ganz in seine Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen. Doch so wie auch die Gedanken springen, kommt man hier vom Hundertsten ins Tausendste und von einem Thema zum anderen innerhalb kürzester Abschnitte, und man erkennt das Wirre an Marcs Gedanken und seine innere Zerrissenheit. Leider wiederholt sich so auch einiges, aber das sind halt die Gedanken und machen es authentisch, und seine pessimistische Grundeinstellung spiegelt auch die Kritik an unserer Gesellschaft wider. Ich habe das Buch zweimal gelesen, um seine Gedanken besser filtern zu können, und eines ist sicher, dieses Buch bleibt noch lange im Gedächtnis, da man auch hinterher noch viel darüber nachdenkt.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Schwierig und anstrengend

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    Maerchentraum

    Cover: Das Cover hat mich auf den ersten Blick nicht sonderlich angesprochen, nach dem Lesen des Buches empfinde ich es allerdings als passend. Marc sieht oft alles schwarz-weiß und auch das Bild von Marc mit dem Engel und dem Teufel auf seinen Schultern, wurde im Buch behandelt. Inhalt: Ich muss sagen, dass ich das Buch als sehr schwierig und anstrengend empfand, da es einen doch sehr runterzieht und depressiv machen kann. Während des Lesens des Buches hat man da Gefühl eine graue Wolke über sich fliegen zu haben. Gerade am Anfang des Buches, bei dem man deswegen erst eine Eingewöhnungsphase braucht, um reinzukommen. Handlung gibt es eigentlich nicht viel im Buch. Es dreht sich hauptsächlich um die negativen, anstrengenden und zum Teil auch gesellschaftskritischen Gedankengänge des Hauptprotagonisten. Sympathie mit ihm kann deswegen kaum aufgebaut werden. Stattdessen geht er einem doch sehr auf die Nerven. Zumindest erging er mir so. Es wird zwar auf viele Themen hingewiesen, die auch einen wahren Kern haben, so zum Beispiel, der Magerwahn im Mode- und Unterhaltungsbusiness, oder auch dass viele Menschen nicht auf sich achtgeben und sich hübsch machen und pflegen. Auch geht Marc auf Themen, wie die Finanzkrise, oder das Bildungssystem ein. Allerdings gibt es auch Themen, die sich widersprechen, oder auch wiederholen. Zwei Beispiele, was die Wiederholungen angeht, wären das Thema Alkohol und das Thema Mann-Frau. Man könnte meinen, dass Marc denkt, das Wissen der Welt gepachtet zu haben. So spart er nicht an Provokationen. Besonders beim Thema Mann-Frau, bei dem es sogar zu Aussagen kam, die wie folgt lauteten: "Die Frau ist nur dafür da dem Mann zu helfen" -mehr nicht.. Hallo oO Ohne Frauen wären Männer aber ganz schlecht dran. Überhaupt gingen mir seine Meinungen zum Thema Mann und Frau total auf die Nerven. Genauso dieses verlogene, sich über Alkohol aufzuregen, aber selbst "ständig" besoffen zu sein. Und das sage ich als Alkohol"gegnerin". Es geht einfach ums Prinzip, dass man sich nicht über Sachen aufregt, wenn man es selber nicht besser macht. Zum Thema Wiederholungen. Das würde mich ja nicht so stören, wenn es nicht jedesmal seitenweise behandelt werden würde. Das war dann etwas im Buch, das mich doch etwas gestört hat. Das seine Gedanken sehr stark und sehr lange abschweifen und von der Handlung wegführen, doch plötzlich ist man wieder in der Handlung drin. Die Wechsel sind da sehr stark, da Marc einfach sehr, seeeehr viel nachdenkt. Warum er letztendlich in der Psychiatrie gelandet ist? Vielleicht, weil es ihm einfach zu viel war. Alles in seinem Leben. Aber die Handlungen der Woche waren dann doch nicht so schlimm, dass sie ihn da hätten hintreiben müssen. ;) Vielleicht waren es einfach zu viele Gedankengänge, was bei Debütbüchern ja öfter vorkommt. Außerdem finde ich es schwierig Leute ernst zu nehmen, die nicht verstehen, dass eben nicht alles schwarz, oder weiß ist und ständig etwas kritisieren, ohne selbst als gutes Beispiel voranzugehen. Fazit: Ein doch sehr anstrengender Roman, der zwischendurch auf gesellschaftliche Themen hinweist, dem es aber etwas an Leichtigkeit fehlt. Gerade deswegen kann es einen schnell runterziehen. Gerade Marcs Gedanken gingen mir sehr oft, sehr auf die Nerven. Nicht, weil sie schlecht waren, sondern eher weil er in einer negativen Schleife gefangen war. Ein bisschen Farbe könnte Marc gut vertragen. :) Dennoch ist dem Autoren mit diesem Buch etwas entstanden, das polarisieren wird. :) Trotzallem muss ich sagen, dass es im Leben kein schwarz und weiß gibt und ich es gefährlich finde, wenn Menschen zu extrem auf etwas fokussiert sind. Es ist wichtiger den Menschen aufzuzeigen, dass es eben nicht alles schwarz oder weiß ist, auch wenn das zum denken anregen kann. :)

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    • 6

    Maerchentraum

    07. November 2014 um 00:05
  • mal ein völlig anderes Buch, das so ganz ohne Helden auskommt...

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    Marjuvin

    14. September 2014 um 16:40

    Klappentext: Engel oder Teufel? Liebe oder Triebe? Vitalität oder Selbstmitleid? Marc schwankt zwischen Extremen und versucht dabei stets, sich selbst treu zu bleiben. Seine Mitmenschen, ob mit guten oder schlechten Absichten, sind dabei nicht immer hilfreich: sei es der überhebliche Chef, dessen herablassenden Tadel Marc sich nicht länger gefallen lassen will – woraufhin er prompt gefeuert wird; sei es die Exfreundin, die statt Mitgefühl nur Vorwürfe zu bieten hat, oder die spannende neue Bekanntschaft, die Marc dermaßen verwirrt, dass er kaum wagt, ihren Brief zu öffnen. Am Ende einer ereignisreichen Woche findet er sich in einer psychiatrischen Klinik wieder und rekapituliert, was ihn und die Welt an diesen Punkt gebracht hat. Rezension: Eines ist klar, Marc zeichnet zwar schwarz/weiss, aber er sieht eindeutig mehr schwarz als weiss. Ich fand das Buch erfrischend anders, auch durch die tatsächlich treffenden Illustrationen. Die Geschichte lebt nicht von der eigentlichen Handlung, man muss sich darauf einlassen, sich von Marcs Gedankengängen forttreiben zu lassen. Gesellschaftskritisch? Und wie! Das hat ja noch nie wirklich geschadet. Marc ist bissig, klug und so überhaupt nicht der klassische Romanheld. Man könnte ihm ja öfters mal zustimmen, wenn man ihn nicht ohrfeigen möchte. Ich meine Meinung in manchen Dingen widergespiegelt, wenn Marc über die globalen Zusammenhänge, Weltwirtschaft, Kapitalismus und Politik grübelt, schweiften meine Gedanken schon mal auch ab. Diese Themen sind zwar allgegenwärtig und allzeit aktuell, dennoch fühle ich mich dahingehend übersättigt (ich habe vielleicht schon zu viel darüber gelesen). Marc ist der Sklave seiner selbst und auch ein Getriebener. Einerseits möchte er kein Sklave sein, keiner, der die Klischees bedient und tut es ja am Ende doch. Er wirft den Frauen vor berechnend und oberflächlich zu sein, ist es aber selbst. Er wirft der Politik vor, nur Fehler aufzuzeigen, aber nicht an Lösungen zu arbeiten, aber genau das mach er im Grunde - natürlich im Kleineren - ebenfalls.   Fazit: Lesenswert, aber nichts zum Lesen für Zwischendurch. Lässt man sich drauf ein, kann man wunderbar über das Gelesene nachdenken, sinnieren und den ein oder anderen Gewinn daraus ziehen. 4 Sterne von mir!

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  • Geniale Gesellschaftskritik mit schönen Illustrationen

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    Sabrinaslesetraeume

    10. September 2014 um 22:10

    Marc ist 35, hat gerade seinen Job verloren und auch in Liebesangelegenheit, ist er eher ein Desaster. Aber das wird sich nun auch nicht mehr so schnell ändern, denn Marc sitzt in der Psychiatrie. In einer Selbstreflexion analysiert und zeichnet er die Dinge seines Lebens, insbesondere der letzten Woche auf, welche ihn soweit gebracht haben, dass er sich nun hier findet. Ein Buch voller Ironie, Gesellschaftskritik, Selbstzweifel und Wahrheiten, die keiner wahrhaben will. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich würde es auch ein zweites Mal lesen, aber nun von Anfang an. Das Cover ist eigentlich sehr aussagekräftig, es zeigt Marc mit einem Engel und einem Teufel auf der Schulter und repräsentiert damit die innere Zerrisenheit in der sich Marc immer wieder befindet. Auch der Titel ist treffend gewählt, denn bei Marc gibt es nur schwarz-weiß Denken. Jegliche andere Schattierungen sind abgeschafft. Er ist als Protagonist durchaus sympathisch und man kann sich schon allein durch die Ich-Erzählweise gut in ihn hineinversetzen. Das Buch liest sich aber dadurch, dass es als innerer Monolog von Marc gestaltet ist, zwar flüssig, aber eben nicht geradlinig und mit einer forlaufenden Handlung, sondern es springt wie eben auch echte Gedankengänge immer wieder hin und her, schweift von einem Thema ab, kommt dann vom hundersten ins tausendste, um am Ende wieder am Anfang zu sein. Die Illustrationen, welche nach der Handlung, durch den Protagonisten selbst gezeichnet werden, stellen einzelne Schlüsselszenen aus seinen Gedanken dar und sind mit Bleistift - ebenfalls passend zum Titel - in schwarzweiss gezeichnet. Sie sind gut gemacht und bilden eine schöne Untermalung. Außerdem finden sich immer wieder Teile aus Liedtexten und Zitaten bekannter Persönlichkeiten in seinen Gedankengängen wieder, welche auch ein Stückweit zeigen, dass er mit seiner sehr  gesellschaftskritischen und teils sehr ironischen Denkweise nicht alleine ist. Nachteilig ist - wohl auch durch den Stil bedingt -, dass es immer mal wieder zu Widerholungen kommt und manche Formulierungen überstrapaziert werden. Insgesamt ist es ein Buch, welches man Menschen empfehlen kann, welche bereit sind auch mal einen kritischen Blick auf die Gesellschaft zu werfen und zu erkennen, dass vieles einfach nicht so ist wie es scheint. Von mir gibts dafür 4,5 von 5 Punkte.

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  • Marc blickt durch.

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    le_papillon_curieux

    Das Buch ist der Knaller. Ich habe selten so viel gelacht und nachgedacht. Der Marc ist ja ein lustiger Vogel. Mit seiner Gesllschaftskritik liegt der Protagonist Marc ja gar nicht so falsch. Aber er stellt ja einfach alles in Frage. Oft habe ich mir vorgestellt, mit ihm aneinanderzugeraten, das wäre bestimmt interessant, nur die Frage stellt sich, würde ich den denn auch wieder los? Durch den Lesestil kann man sich so dermaßen gut in die Hauptperson hineinversetzen, dass man ihn als besten Freund zu kennen glaubt. Nur das mit seinen Beziehungen, das läuft ja ziemlich schief, kein Wunder bei seiner Einstellung. Als Leser möchte man oft in seinen Gedankenfluss eingreifen und ihn wachrütteln. Das gilt auch bei Gesprächen mit seinen “Freundinnen”. Oft erscheint er in seinem Gedankenwirrwarr etwas oder sehr gedankenverloren. Aber das macht ihn bzw. das Buch aus. Stets bleibt er gesellschaftskritisch und diskutiert dies teils in Monologen aus. Irgendwann nervt es, aber so ist Marc und das ist ganz einfach KLASSE: Ein großartiges Buch, das ich meinem Bekanntenkreis sehr empfohlen habe. Aber eins ist sicher, ich werde es noch mal lesen. Ein gr0ßartiger, einfühlsamer Roman in einem grandiosen fesselnden, amüsanten Schreibstil. Dazu möchte ich Dir gratulieren. Es ist wirklich einzigartig!!! Ich hoffe, wir erfahren sehr bald, was Marc denn so nach seiner Entlassung treibt!

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    • 2

    Buchstabenliebhaberin

    09. September 2014 um 18:55
  • Darum mag ich Marc

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    esposa1969

    01. September 2014 um 12:14

    Liebe Leser, an dieser Leserunde zu einem sehr außergewöhnlich (ehrlichen) Buch durfte ich teilnehmen: == Marc zeichnet schwarz-weiß == Autor: Karsten Harms == Buchrückentext: == Engel oder Teufel? Liebe oder Triebe? Vitalität oder Selbstmitleid? Marc schwankt zwischen Extremen und versucht dabei stets, sich selbst treu zu bleiben. Seine Mitmenschen, ob mit guten oder schlechten Absichten, sind dabei nicht immer hilfreich: sei es der überhebliche Chef, dessen herablassenden Tadel Marc sich nicht länger gefallen lassen will – woraufhin er prompt gefeuert wird; sei es die Exfreundin, die statt Mitgefühl nur Vorwürfe zu bieten hat oder die spannende neue Bekanntschaft, die Marc dermaßen verwirrt, dass er kaum wagt, ihren Brief zu öffnen. Am Ende einer ereignisreichen Woche findet er sich in einer psychiatrischen Klinik wieder und rekapituliert, was ihn und die Welt an diesen Punkt gebracht hat. == Das Cover: == Das Cover zeigt genau, das wofür Marc steht: Für Gegensätze. Das Engelchen auf seiner Schulter rät ihm dies zu tun, das Teufelchen auf der anderen Schulter rät ihm jenes zu tun.. Und so ist Marc innerlich zerrissen, wie Dr Jekyll & Mr Hyde. Das Engelchen steht für die weiße/helle Seite in Marc, das Teufelchen für die schwarze/ dunkle Seite. Treffender kann ein Cover kaum gestaltet sein. == Leseeindruck: == In diesem Roman lernen wir Marc kennen, Marc, der alles andere, als alltäglich ist, Marc, der polarisiert. Aber das soll er auch und das möchte der Autor auch: Polarisieren. Marc ist sehr speziell,denn Marc lebt nach Extremen. Aber sind wir nicht alle ein bisschen Marc? Leben oder Sterben? Glücklich oder Unglücklich? Schwarz oder weiß? Himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt? Oftmals liegt zwischen den Gegensätzen nur ein ganz schmaler Grat. Das einzig Beständige in seinem Leben, ist seine Unbeständigkeit. Aber dafür mag ich Marc, weil er eben nicht nach Schema F lebt, sondern so lebt, dass er in jedem einzelnen Moment seines Lebens so entscheidet, wie er eben gerade fühlt. Man soll Spontaneität stets spontan ausleben, und das tut Marc. Kein Verstellen, kein sich hinter einer Maske verstecken, kein Fähnlein im Winde sein … Nur sich selbst sein, immer einfach nur Marc sein. Mir gefällt sehr gut, dass das Buch aus der Ich-Perspektive verfasst ist, so kann man sich in den Ich-Erzähler hinein denken, gerade wenn man selbst ein wenig wie Marc ist und sind wir mal ehrlich: Sind wir nicht alle ein bisschen Marc? Die Erlebnisse des Marc wirken sehr authentisch, fast aus einem alltäglichen (Marc-)leben gerissen. Wie schnell einem andere verurteilen können, wie schnell man durch das Raster "Normalsein" rutscht, das können wir hier erlesen und und selbst zum Nachdenken anregen. Insgesamt begleiten wir Marc eine knappe Woche lang, von Montag bis Freitag zzgl. Pro- und Epilog, in der viele geschieht, in der wir Marc kennenlernen und - die Ehrlichen unter uns - sich mit ihm auch identifizieren. Auf insgesamt 514 Seiten, angereichert mit Zeichnungen, die teilweise ebenso extrem sind, wie Marc selbst, lesen wir, was uns allen passieren kann … ein wenig wie Marc werden, wen an das nicht bereits schon ist. Insgesamt habe ich mich bestens unterhalten gefühlt und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen! Vielen Dank! by esposa1969

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  • Philosophische Abhandlung über das Leben

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    minori

    16. August 2014 um 07:32

    Marc, Mitte 30 und mit beiden Beinen fest im Leben verankert, verliert seinen Job und schlittert in eine Lebenskrise. Der Leser begleitet Marc eine Woche, an deren Ende die Hauptfigur in der Psychiatrie landet und erfährt viel aus Marcs Gedankenwelt und Gefühlen. Das Cover ist für dieses Buch äußerst gelungen, ein kleiner Teufel und ein kleiner Engel buhlen um die Aufmerksamkeit eines Mannes. Natürlich ist das Bild schwarz-weiß zweigeteilt. Und tatsächlich setzt sich das auch im Buch fort: Marc nimmt den Leser mit auf eine Reise, nicht nur an verschiedene Orte, sondern auch an seinen Gedanken. Diese Gedanken sind, wie der Titel bereits andeutet, entweder schwarz oder weiß. Graustufen kennt Marc nicht und hat zu allem und jedem Phänomen unser Gesellschaft eine Meinung. Der Verlag kündigt dieses Buch als „gesellschaftskritischen Roman“ an, und Marc hat zu allem Möglichen eine Meinung. Und diese Meinung polarisiert: Entweder ist der Leser mit Marc einer Meinung, oder er nervt gewaltig. So richtig warm bin ich mit Marc nicht geworden. Zwar spricht er mir mit vielen seiner Gedanken und Erlebnisse aus der Seele und ich kann vieles nur unterschreiben, jedoch ist er für mich einfach zu negativ und zu schwarzmalend. Immer wieder suchte ich Dinge, die auch Marc gefallen und ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubern – vergeblich. Marc habe ich voller Wut erlebt, leider hat sich mir nicht erschlossen, warum Marc so wütend ist. Und alles Schwarze mit einer verkorksten Kindheit und einem realistischen Blick auf die Gegenwart zu entschuldigen, ist mir zu banal. Marc grübelt und stellt alles im Leben in Frage, sicherlich kein schlechter Charakterzug, vor allem in einer oberflächlich lebenden Gesellschaft, jedoch erweckt Marc öfter bei mir den Eindruck, nicht wirklich erwachsen geworden zu sein. Gesellschaftskritisch werden Probleme der heutigen Zeit aufgegriffen, Lösungen für die Finanzkrise, den Druck im Arbeitsleben, die Integration von Migranten etc werden nicht geliefert. Der Autor lässt Marc in einem langen Monolog, ein Problem anreißen, dann aber auch schnell dem nächsten sich zu wenden. Beim Lesen hatte ich immer wieder Mühe, allem zu folgen und nicht mit meinen eigenen Gedanken abzudriften. Sehr gelungen finde ich neben dem Cover auch die im ähnlich gehaltenen Skizzen im Buch. Treffend und prägnant werden die geschilderten Gedankengängen durch einige wenige Striche auf den Punkt gebracht und lockern das Gelesene immer wieder auf. Schwierig finde ich den Umgang mit Drogen (Tabletten und Alkohol) in der Geschichte. Zwar kann jetzt gesagt werden, dass sind halt Probleme unserer Zeit, aber Marc greift mir einfach zu unreflektiert zur Flasche und zu Medikamenten. Meines Erachtens nach ist die Geschichte aber vor allem eines: Richtig gut geschrieben. Karsten Harms gelingt es in seinem Debütroman den Faden nie zu verlieren und gekonnt Nebenschauplätze einzuweben und doch wieder am eigentlichen Geschehen weiterzuerzählen. Die Geschichte lässt sich trotzt aller negativen Gefühle meinerseits flüssig und rund lesen. Detailreich schildert der Autor Plätze und Wahrnehmungen, die ein Eintauchen sehr leicht machen. Für Leser, die gerne und ausführlich über gesellschaftliche Probleme und Themen diskutieren, ist dieser Roman bestimmt das Richtige.

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  • ein gesellschaftskritischer Roman der provoziert und polarisiert

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    JDaizy

    „Marc zeichnet schwarz – weiß“ ist der Debütroman von Karsten Harms. Er beinhaltet eine scharfe Portion Gesellschaftskritik, verbunden mit schwarzen Humor und Ironie, die wahrscheinlich nicht bei jedem Leser „gut ankommen“ wird. Bei einem bin ich mir jedoch sicher: dieser Roman soll und wird polarisieren. Genau wie sein Titel es schon andeutet, gibt es zwei Seiten: eine schwarze und eine weiße. Und nichts dazwischen. Entweder man mag Marc oder man mag ihn nicht. Marc, ist Mitte 30 und steckt in einer Lebenskrise. Er hat gerade seine Arbeit verloren und landet nach einer „Aktion im Bahnhof“ in der Psychiatrie. Im Verlauf der Geschichte erfährt man, wie es dazu gekommen ist UND, was natürlich viel wichtiger ist, man bekommt tiefe Einblicke in seine Gedanken- und Gefühlswelt. Für mich ist Marc eine Person, mit der ich im ganzen Buch nicht warm werden konnte. Immer dann, wenn ich kleine positive Dinge an ihm entdecken konnte, schob der Autor eine heftige Szene nach, die jeden Anflug von Sympathie sofort wieder zerstörte. Marc erschien mir in seinen Gedanken gefangen. Er grübelt viel und stellt alles in Frage. Gesellschaftskritisch hat der Autor vorrangige Probleme der heutigen Zeit aufgegriffen und zur Diskussion gestellt: den Leistungsdruck in der Arbeitswelt, die Fremdbestimmung der eigenen Person, die gescheiterte Integration von Ausländern, die Finanzkrise, die Nachwirkungen des 2. Weltkrieges und die Ost – West – Debatte zum Beispiel. In vielen Punkten musste ich ihm kopfnickend zustimmen, den in den Grundzügen von Marcs Gedankengängen steckt viel Wahrheit; für mich aber auch jede Menge Klischee. Ein Mensch wie Marc, der in sich zerrissen ist, der genau das Gegenteil von dem tut, was er denkt und alles in Frage stellt?! Bildet das unsere Gesellschaft ab? Oder ist Marc einer der Wenigen, die Nachdenken und sich nicht instrumentalisieren lassen? Die Antwort darauf bleibt jedem selbst überlassen. Besonders gut hat mir die Stelle im Buch gefallen, bei der Marc träumt er sei eine Marionette. Er ist eingesperrt in einer Kiste und abhängig von „seinem“ Puppenspieler, der ihn nur dann nach draußen lässt, wenn er es für richtig hält. Und auch dann hängt er an seinen Fäden und muss machen, was ihm gesagt wird. Gesellschaftskritisch wird auch hier hinterfragt, wie abhängig wir sind und was unser Leben auszeichnet? Ist unser Schicksal in dieser Gesellschaft vorbestimmt oder können wir ausbrechen? Und wo liegt der Sinn des Lebens? Diese Frage stellt sich auch das Cover, welches ich sehr gut umgesetzt finde. Schwarz und weiß, Engel und Teufel, Wahrheit und Lüge, Liebe oder Triebe. Das alles liegt nah beieinander und es ist meist eine Frage der Sichtweise, der Perspektive aus dem man eine Sache betrachtet. Obwohl sich das Buch flüssig und gut lesen lässt, hat es mich nicht wirklich gefangen nehmen können. Ich glaube, dass es an der Figurenentwicklung von Marc lag, der für mich einfach zu zerrissen, zu ambivalent, zu manisch – depressiv war. Auch den Umgang mit Drogen und dem Alkohol im Buch finde ich etwas problematisch. Fazit: Ein gesellschaftskritischer, polarisierender Roman, der für mich mehr schwarz als weiß malt; der keine neuen Ansichten aufgreift, gegebene Probleme aber klar und offen thematisiert. Für Leser mit philosophischer, gesellschaftskritischer Vorliebe definitiv empfehlenswert.

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    • 2
  • Genial polarisierend

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. August 2014 um 14:17

    Meine Meinung: Im Zusammenhang mit diesem Roman fällt immer wieder ein Wort: Polarisieren. Und genauso verhält es sich auch! Man kann zu dem Protagonisten letztendlich stehen wie man will; aber ich bin mir sehr sicher, den Leser gedanklich beschäftigen und bewegen wird Marc noch eine ganze Weile. Und genau DAS hat der Autor ja auch beabsichtigt. Karsten Harms ist es in meinen Augen sehr brillant und köstlich gelungen, anhand des sehr ambivalent denkenden und genauso handelnden Marc ein zeitgenössisches Spiegelbild unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Die vermeintlich immer dümmer und ignoranter werdende Gesellschaft auf der einen Seite und auf der anderen Seite ein ... über den Tellerrand blickender ... Mensch wie Marc, der all diese Missstände sehr klar wahrnimmt und reflektiert, aber sich dennoch im Alltäglichen schwer tut damit, seinem eigenen Weg treu zu bleiben. Der Autor arbeitet bewusst viel mit Übertreibungen, lässt seine Romanfigur in schier rasender Geschwindigkeit die unterschiedlichsten Gedankengänge und Situationen absolvieren und bringt dadurch den Leser gehörig ins Kopfnicken, oder eben Kopfschütteln. Je nachdem, was man selbst von dem jeweiligen Thema denkt und hält. Marc ist mir beim Lesen relativ schnell ans Herz gewachsen und sympathisch geworden. Er wirkte auf mich, in all seiner an den Tag gelegten ambivalenten Zwiespältigkeit, dennoch jederzeit authentisch und echt. Nie bekam ich das Gefühl vermittelt, dass er seinem jeweiligen Gegenüber - oder gar sich selber - Theater vorspielen würde. Was die Einen ihm als pessimistische Dauerschwarzmalerei ankreiden würden, bezeichne ich als völlig realistisches Erkennen und Aufzeigen von sozialen Missständen unserer Gesellschaft. Für die Einen mag er psychisch krank sein …. immerhin weiß man ja von Beginn an, dass er am Ende der geschilderten Woche in einer psychiatrischen Einrichtung landen wird …. für mich ist er lediglich das Synonym für die Zwiespältigkeit, die Unsicherheit, die Verlorenheit auf der Suche nach uns selbst und unserem ganz eigenen, persönlichen Weg, die uns alle phasenweise innewohnt und beschäftigt. Marc zeigt - auf der ihm sehr typischen Art und Weise - den Weg auf, Richtung eigenen Tellerrand. Er motiviert und läd ein, den Blick zu erheben, sich seine eigenen Gedanken zu machen und nicht immer alles 1:1 als „normal“ und gegeben hinzunehmen, was einem da so alltäglich präsentiert wird. Nicht zuletzt wird das Buch durch die vielen eingestreuten Zitate und Zeichnungen bereichert und war mir ein unendlicher Fundus menschlicher Verhaltensmuster. Lesegenuss vom Feinsten!

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  • Leserunde zu "Marc zeichnet schwarz-weiß" von Karsten Harms

    Marc zeichnet schwarz-weiß

    bernd99

    Für mich entscheidend bei der spontanen Wahl eines Buches ist in erster Linie das Cover. Es muss eben anders als die anderen sein, um mich zum Lesen der Beschreibung und final zum Lauf zu animieren. Das ist Karsten Harms und dem Verlag gelungen. Ich freue mich auf Das Buch.....

    • 2
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