Tilo

Cover des Buches Tilo (ISBN:9783926623232)
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Inhaltsangabe zu "Tilo"

Karsten Jacobi, Jahrgang 71, legt hier seine erste Erzählung vor. Die Binnenperspektive bietet die Möglichkeit eines fast ethnologischen Einblicks in die Lebenswelt der Bewohner einer unwirtlichen Plattenbausiedlung am Rande unserer Städte. Leseprobe: ...Schmerzen! Irgend jemand hat Tilos Kopf zwischen einen Schraubstock gespannt. So kommt es ihm jedenfalls vor, als er am nächsten Morgen in seinem Zimmer aufwacht. Wie er dahin gekommen ist, oder was überhaupt passiert ist, weiß er nicht. Über jeden halbwegs vernünftigen Gedanken legt sich unverzüglich ein dunkler Schleier aus stechendem Schmerz. Es ist halt ein völlig normaler Morgen nach einer durchgemachten Nacht, in der man versuchte, ein Ohnmachtsgefühl mit Alkohol wegzuspülen. Gerade im selben Moment, als Tilo versucht in den Schlaf zurückzufinden, stürmt seine Mutter ins Zimmer und schreit ihn an: "Aufstehen Du Arsch! In zehn Minuten ist Deine Fresse aus der Wohnung verschwunden, ist das klar?" "Verpiß Dich!" "Du wirst Dich hier verpissen. Ich will Dich hier nicht mehr sehen." In dem Moment kommt der Fremde ins Zimmer, den Tilo bereits kennenlernte. Fred muß er wohl heißen, denn Tilos Mutter sagt zu ihm: "Schmeiß ihn raus, den kleinen Ficker, Fred!" Fred ist ein stämmiger Kerl, der bestimmt nicht vor Gewalt zurückschreckt. "He Kleiner, Du hast es gehört", sagt er nur, als er sich vor Tilos Bett aufbaut. "Dreckschüppengesicht! Warum gehst Du nicht meine Mutter ficken?!" antwortet Tilo scheinbar unbeeindruckt von Freds kargem Wortschatz. Das hätte er jedoch besser nicht gesagt, denn kaum hat er seinen Satz beendet, da fühlt er bereits die mächtige Faust des riesigen Fremden in seinem Gesicht. Beim ersten Schlag hört Tilo nur einen dumpfen Knall, verspürt aber keinen Schmerz. Beim zweiten merkt er, wie sein linkes Auge anschwillt, und das Zimmer beginnt sich zu drehen. Den dritten Schlag bekommt er nicht mehr mit, denn da ist er bereits seiner Sinne beraubt. Fred packt den wehrlosen Körper und schleppt ihn ins Treppenhaus, wo er ihn einfach wegwirft wie einen Müllsack. Die Mutter nimmt Tilos wenige Kleidungsstücke und wirft sie ihm hinterher. Der blutende Junge wird keines Blickes mehr gewürdigt. Es scheint sogar, als habe seine Mutter ihn bereits vergessen, noch bevor sie die Wohnungstür zuschlägt...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783926623232
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:AL.BE.CH.

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