Karsten Knight (Wildefire) By Knight, Karsten (Author) Hardcover on 26-Jul-2011

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Inhaltsangabe zu „(Wildefire) By Knight, Karsten (Author) Hardcover on 26-Jul-2011“ von Karsten Knight

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    (Wildefire) By Knight, Karsten (Author) Hardcover on 26-Jul-2011

    serpent

    23. March 2012 um 14:19

    Inhalt Die Schulzeit mag einigen wie die schwierigste Zeit im Leben vorkommen. Prüfungen, Blamagen, das erste gebrochene Herz. Doch Ashline, kurz Ash, hat tatsächlich riesengroße Probleme. Als ihr Freund sie betrügt, gerät sie mit dem anderen Mädchen in Streit. Die Situation spitzt sich zu, als unerwartet Ashs große Schwester auftaucht. Denn Eve, die vor einiger Zeit die Schule geschmissen hat und seitdem umherstromert, ist eine Garantie für Ärger. Der Streit auf dem Schulgelände kann nach einigen blauen Flecken zwar noch einmal gelöst werden, doch nur, um am Abend bei Ash zu Hause fortgeführt zu werden. Und da eskaliert die Situation erneut, als Eve sich einmischt – dieses Mal mit fatalen Folgen. Einige Monate später findet Ash sich auf einer abgelegenen Privatschule wieder. Sie möchte vergessen, welche seltsamen Vorkommnisse damals geschahen und welche Konsequenzen Eves Handeln nach sich ziehen. Doch die Einöde ist keinesfalls so langweilig, wie es den Anschein hat. Als Ash und ihre Freunde die Entführung einer blinden Mitschülerin verhindern, erschließt sich ihnen plötzlich eine ganz neue Welt: sie erfahren, dass sie Götter mit besonderen Fähigkeiten sind und dass eine mysteriöse Macht gefährlich für sie werden kann. Zwischen diesen neuen, aufregenden Erkenntnissen müssen sie sich nun entscheiden, auf wessen Seite sie kämpfen werden: der von Ashs gemeingefährlicher Schwester oder von einem Unbekannten? Bewertung Karsten Knights „Wildefire“ klingt spannend – kann man doch so viel aus dem mythischen Götterthema herausholen. Doch leider bleibt er viel zu distanziert, als dass der Leser Feuer für die Vulkangöttin fangen könnte. Das beginnt bereits damit, dass alle Charaktere stereotyp oder undurchsichtig bleiben. Ashline selber wird als rechts unerbittlich und rachsüchtig eingeführt. Ihr Benehmen erinnert mehr an einen raufenden Jungen, als ein Mädchen. Danach jedoch wandelt sie sich in eine hilfsbereite Persönlichkeit, die nett, lustig und liebenswürdig daher kommt. Sollen die Stimmungsschwankungen ihr Temperament wiederspiegeln? Es wirkt zu widersprüchlich und anstrengend. Hinzu kommt, dass sie auf ein entlegenes Internat flieht, um ein erlebtes Trauma zu vergessen und sich dennoch dort ganz normal in den Alltag eingliedert. Ihre Sorgen und Gedanken bleiben dem Leser verborgen – stattdessen flirtet sie sich schlagkräftig durch eine Bar, wird zum Tennisass und scheint ihre große Schwester völlig vergessen zu haben. Eve hingegen symbolisiert das gesamte Buch über das Böse, den Unruhestifter. Sie hat die Schule geschmissen, schließt sich einer merkwürdigen Gruppierung an, macht nichts als Ärger und – na klar – fährt Motorrad. Selbst in den Momenten, in denen sie versucht auf ihre kleine Schwester zu zugehen, nimmt man ihr das nicht ab. Übrigens genau so wenig, wie Ash ihr das abnimmt, bis Eve wieder in ihr altes Muster verfällt. Die anderen Charaktere kamen mir bis zum Schluss fremd vor. Wer war noch einmal wer? Keiner der anderen Götter (und Göttinnen) bekommt ein richtiges Profil. Es gibt eine Art blindes Orakel, einen gutaussehenden blonden Gott und natürlich sorgt die Stillste der Truppe für eine unangenehme Überraschung. Die Liebesgeschichte zwischen dem Parkranger und Ash erschließt sich mir auch nicht ganz. Er sieht sie das erste Mal und sofort läuft er ihr hinterher. Sie lässt ihn noch etwas zappeln und dann – wer hätte das gedacht? – nimmt alles den typischen Lauf. Nein, so richtig wollen die Charaktere einfach nicht überzeugen, die Karsten Knight hier aufs Papier gebannt hat. Tut es denn wenigstens die Geschichte? Leider auch nicht, denn durch unlogisches Verhalten, zu wenig Erklärungen und eine am Schluss ins Lächerliche abdriftende Erkenntnis können einfach nicht begeistert. Kolossal gestört hat meiner Meinung dabei, dass der Autor scheinbar krampfhaft versucht die Handlung weiterhin im Rahmen des Internats zu halten. Aber welcher Jugendliche würde schon, nachdem er festgestellt hat, dass er ein Gott ist, wirklich Sätze wie „Ach, ich konzentriere mich dieses Jahr erst einmal auf die Schule und schaue dann nächstes Jahr weiter, was das bedeutet“, von sich geben? Warum teilt Ash ihren Freunden neuste Erkenntnisse nie sofort mit sondern wartet unendlich lange, bis zufällig und nebenbei die Sprache darauf kommt? Warum forschen die Jugendlichen nicht mehr über ihre Situation nach? Als Leser empfindet man das mit der Zeit als ärgerlich, weil die Handlung krampfhaft gebremst und konstruiert wirkt. Ein wenig gibt es dennoch zu lachen. Wer am Schluss, nach der neusten Enthüllung, einmal google anschmeißt und etwas nachliest, wird sich köstlich darüber amüsieren, was Ash sich da doch für einen netten Freund angelacht hat. Alles in allem war „Wildefire“ trotz des wunderschönen Covers eine einzige, große Enttäuschung. Zwei Sterne gibt es für die ausbaufähige Idee, die tatsächlich etwas an X-Men mit mythologischen Figuren erinnert. Aber Charaktere und Handlungsverlauf führen ansonsten eher zu einer ernüchternden Abkühlung, als zu einer flammenden Liebe für dieses Buch.

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