Karsten Kruschel Vilm - Der Regenplanet

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Inhaltsangabe zu „Vilm - Der Regenplanet“ von Karsten Kruschel

Eigentlich hatten sich die Siedler an Bord der VILM VAN DER OOSTERBRIJK das ganz anders vorgestellt. Doch anstatt sie wohlbehalten zu einer entfernten Kolonialwelt zu bringen, war der Weltenkreuzer auf einen namenlosen Planeten gekracht, auf dem es nur eines im Überfluss zu geben schien: Regen. Die wenigen Überlebenden improvisieren zwischen Schrott und Schlamm eine Zivilisation, der nicht nur Kaffee fehlt. Der Regenplanet scheint nur auf sie gewartet zu haben - allerdings nicht, um sich erobern zu lassen.

Sehr andersartig aber noch nicht restlos überzeugt. Bin auf den zweiten Band gespannt...

— Mayjune
Mayjune

Anders!

— laraelaina
laraelaina

Intelligent und spannend.

— gorgophol
gorgophol

Na geht doch, seit langem endlich wieder Bücher die man nicht aus der Hand legen kann ....

— Gwynifer
Gwynifer

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  • Ein etwas anderer Scifi!

    Vilm - Der Regenplanet
    laraelaina

    laraelaina

    06. May 2015 um 19:18

    Ich habe alle Bände aus dieser Serie gelesen. Hat mir sehr gut gefallen. Die Vilmer Kinder sind mir richtig ans Herz gewachsen und auch der tropfnasse Planet. Sehr schön geschrieben.

  • Rezension zu "Die Haarteppichknüpfer" von Andreas Eschbach

    Die Haarteppichknüpfer
    Sieben

    Sieben

    Nunja... Nachdem ich meinen Erstkontakt mit Eschbach durch "Eine unberührte Welt", der Sammlung seiner Kurzgeschichten, hatte, die auch eine Geschichte aus dem "Haarteppichknüpfer"-Universum enthält, dachte ich mir, ich versuche es doch auch einfach mal mit diesem Roman. Ich stehe auf Science-Fiction und bin zudem immer höchst erfreut über unerwartete Enden, und da ein solches hier in vielen Rezensionen angekündigt wurde - was sollte also schon schief gehen? Jetzt kenne ich die Antwort: Es kann schief gehen, wenn man über 300 Seiten auf den Knaller wartet, der sich dann am Ende als Rohrkrepierer herausstellt... Zunächst: Das Buch gestaltet sich in gewisser Weise ebenfalls als Kurzgeschichtensammlung, oder vielleicht mehr als eine Art Episodenroman. Jedes Kapitel bietet eine in sich abgeschlossene Geschichte mit eigenen Figuren, wobei die Kapitel übergreifend immer wieder Berührungspunkte haben, was ansich eine ziemlich geniale Idee ist. Eben dieses Prinzip liebe ich auch in Episodenfilmen, in denen scheinbar einzelne Schicksale am Ende verknüpft werden. Viele dieser Geschichten waren auch durchaus interessant und spannend. Erst gegen Ende wurde das Lesen anstregender, wohl auch, weil ich mehr und mehr darauf wartete, nun endlich zu erfahren, was es mit alldem aufsich hat. Man muss wirklich bis etwa 30 Seiten vor Schluss warten, um hinter das Geheimnis zu kommen. Bis dahin fiel es mir auch immer schwerer, mir die vielen komplizierten, da fremdartigen, Namen zu merken und nicht durcheinander zu werfen. Irgendwo hier las ich, diesen Roman als Science-Fiction zu bezeichnen, wäre, als nenne man einen Regenwurm ein Säugetier. Das stimmt in gewisser Weise schon. Natürlich ist die gesamte Handlung weit in der Zukunft angesiedelt (oder vielleicht auch weit in der Vergangenheit? Wer weiß das schon...), und es kommen auch Raumschiffe und Raumstationen vor. Viele Kapitel handeln aber eben auch von einfachen Menschen auf einfachen Planeten mit einfachen Kulturen. Das ist recht weit weg von Science-Fiction und man fährt sicher besser, wenn man sich im Vorhinein nicht auf eine Space-Opera einstellt (hier täuscht auch die Amazon Produktbeschreibung, in der der Eindruck erweckt wird, schon im zweiten Kapitel wäre von einem Raumschiff die Rede. Tatsächlich taucht dieses Raumschiff aber erst im sechsten Kapitel auf Seite 86 erstmals auf. Bis dahin befindet man sich ausschließlich auf dem einfachen Paleneten mit den einfachen Leuten...und so weiter.). Normalerweise warte ich mit dem Schreiben einer Rezension erst mal einige Zeit, bis sich der Eindruck gesetzt hat und man eventuell eine andere Perspektive auf das gelesene bekommt. Doch dass ich das Buch zugeklappt habe ist nun gerade erst eine halbe Stunde her. Ich bin allerdings so enttäuscht über die Auflösung (die ich hier natürlich trotzdem nicht verraten werde), dass ich mein Empfinden direkt in Worte fassen wollte. Ich habe auf einen Knaller gewartet, auf einen Wow-Effekt, der ein leicht überdurchschnittliches Buch zu einer Genialität aufwertet. Doch das Ende war für mich so unspektakulär, so fad, so banal, dass es den Roman schon fast eher zu einem leicht unterdurchschnittlichen abwertet. Die Erklärung für das alles ist verrückt und "haar"sträubend, das ja, sie ist auch schlüssig und beantwortet alle offenen Fragen aber es hat in mir keinerlei Emotionen ausgelöst. Ich saß da und dachte bloß "Aha. Und das war es jetzt?". Wirklich sehr schade. Fast schon zum Glück muss man sagen, dass der Roman nur 318 Seiten hat und so relativ schnell gelesen war. Wohlwollend gebe ich noch drei Sterne für teils sehr gute Einzelgeschichten mit einer Erzählsprache, die absolut zum Geschehen passte. Handwerklich sehr gut - auf emotionaler Ebene leider sehr enttäuschend.

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    • 3
  • Rezension zu "Vilm - Der Regenplanet" von Karsten Kruschel

    Vilm - Der Regenplanet
    bücherelfe

    bücherelfe

    12. March 2013 um 11:15

    Mit "Vilm - der Regenplanet" habe ich einen ersten Ausflug in die Welt des SciFi gewagt und damit gleich einen Volltreffer gelandet. Karsten Kruschel hat mich in fremde Welten entführt und mit seiner bildhaften Sprache mitten auf dem Regenplaneten abgesetzt. Mehr kann man sich von einem Buch nicht wünschen. Aber erst einmal zum Inhalt: Die Menschheit beschränkt sich nicht mehr nur auf den Planeten Erde. Inzwischen reisen sie mit Hilfe von Sternenschiffen und siedeln sich auf verschiedensten Planeten an. Eines dieser Schiffe ist die „Vilm van der Oosterbrijk“. An Bord herrscht eine Zweiklassengesellschaft. Die normalen Passagiere und die abgehobenen Zentralier. Nur letztere wissen, wie das Schiff zu bedienen ist. Bis zum Tag X, an dem die „Vilm van Oosterbrijk“ verrückt spielt und auf den nächstgelegenen Planeten stürzt. Es sind nur wenige Menschen, die den Absturz überleben. Sie landen in einer seltsamen dauerverregneten Welt. Die Hoffnung auf Rettung schwindet bald, also wird höchst kreativ versucht, aus den Trümmern des Schiffs Brauchbares für das Leben im Regen zu finden. Es bleibt nichts anderes, als sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Der Regenplanet mit seiner eigentümlichen Flora und Fauna ist nun mal ihr neues Zuhause. Unter den Gestrandeten befinden sich auch Kinder. Dass eines nach dem anderen von einer Art Diphterie befallen wird, sorgt für Angst und Schrecken. Die medizinische Versorgung auf dem Regenplaneten ist recht begrenzt. Aber die Kinder überleben nicht nur sondern sie verändern sich. Es entstehen symbiotische Beziehungen mit den sogenannten Eingesichtern. Eine Evolution im Schnelltempo in einem eigentümlichen Ökosystem, das beim Lesen fast körperlich spürbar ist. In „Vilm – der Regenplanet“ werden die Schweinwerfer kapitelweise auf einzelne Protagonisten gerichtet. Mit dieser Erzählweise schafft es Karsten Kruschel, dass die Leserschaft den Personen recht nah auf den Pelz rückt. Fazit: Faszinierend. Absolute Leseempfehlung auch für Sci-Fi-Neulinge.

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  • Rezension zu "Vilm - Der Regenplanet" von Karsten Kruschel

    Vilm - Der Regenplanet
    rallus

    rallus

    Auf Vilm regnet es. Andauernd. Wie die Eskimos haben auch die "Eingeborenen" (dort geborenen) von Vilm viele verschiedenen Wörter für Regen. Die Schiffbrüchigen von Vilm dagegen haben Schnupfen, Schuppenflechten und Sehnsucht nach Sonne Sand und Trockenheit. Doch halt ganz so unvermittelt wird der Leser nicht in die Regenwelt gestossen. Karsten Kruschel baut langsam und behutsam seine Geschichte auf, beginnend mit dem unglaublichen Absturz des mehrere Kilometer durchmessenden Weltenkreuzers VILM VAN DER OOSTERBRIJK (dessen Namen für den Planten herhalten musste) Die Gestrandeten durchsuchen das gefährliche Wrack des Sternenschiffs, welches immer wieder durch den Regen und die Schwerkraft in kleinere Einheiten zerbricht. Rettung ist 1500 Lichtjahre entfernt und aussichtslos, so langsam beinnen sich die Geretteten auf der Welt zurecht zu finden, gerade die Kinder und Geborenen sind diejenigen die sich am besten zurecht finden. Unbelastet gehen diese auf die vollkommen unterschiedliche Flora und Fauna des Planten zu und erzielen verblüffende Ergebnisse. Vilm - Der Regenplanet ist ein Episodenroman, dabei verzahnen sich die einzelnen Teile perfekt zu einem Ganzen, geben, trotz der wechselnden Handlungsfiguren, ein stimmungsvolles Bild der Katastrophe und der Anpassungsschwierigkeiten wieder. Kruschel gibt von jeder Figur die Träume, Verzweiflung und Gedanken wieder, jeder aus seiner Sicht, die technische Zentralierin, sowie auch die Siedler die sich eine Welt erträumt haben die sie bewirtschaften können. Der Roman ist ungemein dicht geschrieben, stellenweise erinnert er mich an die Marschroniken von Bradbury, ohne dessen sanfte Wortwucht zu erreichen, aber dennoch schafft Kruschel eine ungezwungene Intensität die das Buch zu einem originellen, spannenden und gefühlvollen - ja, Spaß macht. Die nur knapp 219 Seiten sind gefühlte 600, so viel Ausdruck verpackt er in seine Geschichte. Zu recht mit dem Science Fiction Preis 2010 ausgezeichnet und zum Glück mit einer Fortsetzung. Vilm - Die Eingeborenen, demnächst mehr dazu!

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    • 4
    rallus

    rallus

    21. August 2012 um 10:34
  • Rezension zu "Vilm - Der Regenplanet" von Karsten Kruschel

    Vilm - Der Regenplanet
    ntav

    ntav

    11. October 2011 um 15:57

    Die ersten Sätze Hatte das alles nicht mit She Tsi begonnen, dem kleinen stillen Chinesen? (Band 1. Der Regenplanet) Eine Runde von Kapitänen saß beisammen, an einem geräumigen Sechsertisch, von dessen Sitzplätzen einer sorgsam freigehalten wurde. (Band 2. Die Eingeborenen) Inhalt Nachdem das riesige Raumschiff aus unbekannten Gründen auf einen Planeten abgestürzt ist, auf dem es andauernd regnet, müssen sich die Überlebenden irgendwie arrangieren. Ihre Versuche, um Hilfe zu rufen, scheitern (zunächst scheint es so …) Aus den Resten des „Weltenkreuzers“, die wie ein Gebirge aus Schrott auf der Oberfläche liegen, holen sie alles irgendwie Verwertbare heraus … sie versuchen, sich an das miese Wetter zu gewöhnen, was nicht allen gelingt. Sie errichten Siedlungen und finden es irgendwann überflüssig, auf Rettung zu hoffen. Der Planet Vilm mit seiner eigenartigen Fauna und Flora wird allmählich zu ihrer Heimat … für die Kinder der Gestrandeten ist er es von Anfang an. Sie kennen nichts anderes und schließen Kontakt zu einer einheimischen Lebensform. Sie werden zu etwas, das nicht mehr ganz menschlich ist … Ein Weltraumlotse, der nicht mehr lange zu leben hat, entdeckt schließlich den jahrzehntealten Hilferuf. Als auf Vilm endlich Rettungstruppen eintreffen, will sich aber kaum jemand retten lassen … Die Vilmer müssen sich politisch gegen die Fremdbestimmung durchsetzen und tun es auf durchaus schlitzohrige Weise. Sie treten selbstbewußt als neues Volk in einem Kosmos voller seltsamer Völker auf, die alle mal Menschen waren, sich aber auf seltsame Art entwickelt haben. Die Vilmer empfangen Touristen und behandeln sie so, wie sie es verdienen … und am Ende begreifen sie, dass sie mit genau jenen Leuten Bündnisse geschlossen haben, die seinerzeit den Absturz verursachten. Politik, zähneknirschend ertragen. Fazit Die beiden Bücher bilden gemeinsam einen Roman, der aus selbstständigen Erzählungen bzw. Kapiteln zusammengesetzt ist. Keine Hauptpersonen, keine durchgehenden Handlungsstränge. Der Planet selbst ist der Protagonist der beiden Bücher … und all die Erzählungen sind auf vielfache Weise miteinander verbunden. Es macht Spaß, die Querverbindungen zu entdecken – wenn etwa ein ganz düsteres Kapitel, in dem Schiffbrüchige mit einem schrottreifen Fluggerät aufsteigen, um einen Hilferuf abzusetzen, später aufgegriffen wird, als der Lotse den Ruf wider Erwarten auffängt… und nochmals ganz am Ende, als das Wrack desselben Flugzeugs unter seltsamen Umständen aufgefunden wird. Die Nachricht, die ein Raumfahrer während des Absturzes praktisch im Moment seines Todes absetzt, langt am Ende des Romans doch noch an… Jahrzehnte verspätet. Die Figuren machen dramatische Entwicklungen durch: Aus der snobistischen Eliza wird eine tapfere Frau, als sie ihren Arm einbüßt, um die Überlebenden zu retten… später eine taffe Eingeborene. Der starrsinnige Knabe Will mausert sich zum Regierungschef. Und die Kinder auf Vilm entwickeln sich zu seltsamen, faszinierenden Wesen, die vertraut und doch fremd wirken. Insgesamt sind die beiden Bücher (unbedingt zusammen lesen) eine Fernsehserie ohne Bilder … die Dinge, die geschehen, haben im Hintergrund alle mehr oder weniger miteinander zu tun … die Bilder dazu macht sich LeserIn selbst … … so man es ertragen kann, auch mal eine ungewohnte, mosaik-ähnliche Erzählstruktur zu entschlüsseln, in der trockene Erklärungen absolute Mangelware sind. Stattdessen malt der Autor starke Bilder… Kopfkino halt. Gesamteindruck 5 Sterne: Spannende, originelle, intelligente Unterhaltung mit Tiefgang und Suchtpotential. (… die offen bleibenden Rätsel im Hintergrund sind ein geschickter Schachzug, denn LeserIn wie meinereiner denkt noch lange darüber nach, was es mit den Päpstinnen auf sich hat… mit der goldenen Bruderschaft, den Karnesen und dem epsilonischen Raumschiff… der Strahlung, die Leute versteinern läßt… und den Regendrachen.) … ausgezeichnet mit dem Deutschen Science Fiction Preis als bester Roman.

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  • Rezension zu "Vilm - Der Regenplanet" von Karsten Kruschel

    Vilm - Der Regenplanet
    Niniji

    Niniji

    Regen, Regen, nichts als Regen... Der Weltenkreuzer Vilm van der Oosterbrijk ist unterwegs einen neuen Planeten zu besiedeln. Die Chance bekommen die Siedler dann auch, aber nicht wie vorgesehen auf dem angepeilten Planeten, sondern der Weltenkreuzer stürzt auf einem Planeten ab, auf dem es immerzu regnet. Dort müssen sich die Siedler so gut es geht einrichten. Das Buch ist spotlightmäßig aufgebaut. Es springt pro Kapitel von Person(en) zu Person(en), deren aktuelle Situation genauer beleuchtet wird. Mit unter vergehen zwischen den Kapiteln schon mal mehrere Jahre. Mit seinen knapp über 200 Seiten ist es nicht gerade dick und die Kapitel sind relativ kurz. Warum nicht gleich Teil 1 und 2 in einem Band herausgekommen sind, ist mir unverständlich... Andererseits kann so der Verlag gleich zweimal 12,95€ einstreichen -.- Auf dem Einband steht: "Ausgezeichnet mit dem deutschen Science Fiction Preis 2010". Hm...naja, da kommen mir so Gedanken wie: vielleicht in Ermangelung weiterer Bewerber??? Man kann es lesen, es hat auch die ein oder andere gute Sci-Fi Idee umgesetzt, aber vom Hocker hat es mich nicht gerissen. Mich hat es z.B. gestört, dass die Geschichte recht oberflächlich war. Andere sehen vielleicht in dem fehlenden Tiefgang gerade den Reiz, aber mir hat was gefehlt. Allerdings werde ich Teil 2 "Vilm - Die Eingeborenen" noch lesen, um zu wissen wie es weitergeht.

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