Vilm - Die Eingeborenen

von Karsten Kruschel 
4,4 Sterne bei30 Bewertungen
Vilm - Die Eingeborenen
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gorgophols avatar

Sehr gute Fortsetzung. Steht Teil 1 in nichts nach.

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Inhaltsangabe zu "Vilm - Die Eingeborenen"

So hatten sich das die Retter an Bord der Armorica nicht vorgestellt: Statt sich evakuieren zu lassen, fordern die Schiffbrüchigen der Vilm van der Oosterbrijk, dass ihr Planet als unabhängige Welt anerkannt wird. Damit lösen sie eine diplomatische Krise aus, denn der wenig attraktive Regenplanet weckt unerklärbare Begehrlichkeiten: beim Flottenkommando auf Atibon Legba, der Goldenen Bruderschaft, den Päpsten von Vatikan, bei Versicherungskonzernen und Journalisten. Die Vilmer, deren ganzer Reichtum aus einer riesigen Schutthalde besteht, scheinen all dem hilflos ausgeliefert. Aber sie bringen ihre Widersacher immer wieder ins Grübeln, nicht zuletzt über die Frage, ob Vilmer überhaupt noch Menschen sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783938065549
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:226 Seiten
Verlag:Wurdack Verlag
Erscheinungsdatum:01.06.2009
Teil 2 der Reihe "Vilm"

Rezensionen und Bewertungen

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    bücherelfes avatar
    bücherelfevor 6 Jahren
    Rezension zu "Vilm - Die Eingeborenen" von Karsten Kruschel

    Mit diesem zweiteiligen Werk habe ich einen ersten Ausflug in die Welt des SciFi gewagt und damit gleich einen Volltreffer gelandet. Karsten Kruschel hat mich in fremde Welten entführt und mit seiner bildhaften Sprache mitten auf dem Regenplaneten abgesetzt. Mehr kann man sich von einem Buch nicht wünschen.

    Zwanzig Jahre nach der Bruchlandung auf dem Regenplaneten werden die Schiffbrüchigen entdeckt. Aber nicht alle wollen gerettet werden. Nur wenige nehmen das Angebot des Rettungsschiffs, Armorica, den Regenplaneten zu verlassen, an. Im Gegenteil; die Eingeborenen fordern höchst selbstbewusst, dass ihr Planet vom Planetenverband als eigenständig anerkannt und respektiert wird. Aber unbekannte Welten haben die Mächtigen schon immer fasziniert und Begehrlichkeiten geweckt. Und wer sagt denn, dass die Vilmer mit ihrem eigentümlichen Verhalten überhaupt als menschlich zu bezeichnen sind....

    Fazit: Faszinierend. Absolute Leseempfehlung auch für Sci-Fi-Neulinge. Ich werde dann mal die Suchscheinwerfer nach weiteren Sci-Fi-Perlen auswerfen. Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.

    Kommentare: 2
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    ralluss avatar
    rallusvor 6 Jahren
    Rezension zu "Vilm - Die Eingeborenen" von Karsten Kruschel

    Nach der friedlichen "Besitznahme" bzw. Verschmelzung der geborenen Siedler auf Vilm entsteht so etwas wie eine neue Rasse.
    Als Symbiose kann man diese neuen Lebewesen nicht sehen, witzig mit -A und -J gekennzeichnet, der menschliche und der "fellige" Teil, möchten diese auch als eine unabhängige, eigenständige Regierung gelten.
    Doch die Menschen treten als Erretter und Trampel auf, die sich einen Kehrricht um die gewachsenen Welt auf Vilm scheren.
    Seitenhiebe auf solche selbsternannten Retter in unserer realen Welt kann sich Kruschel nicht verkneifen, auch das unvermeindliche Erschliessen als Touristenparadies scheitert witzig - der zuständige Reporter wird buchstäblich im Regen stehen gelassen.
    Im zweiten Band wird auch der Absturz des Sternenkreuzers aufgeklärt, wir bekommen es mit einer geheimnisvollen Bruderschaft und einer Päbstin zu tun und der unkonventionellen Administration von Vilm.
    Auch hier merkt man dem Roman nicht an, dass er aus älteren und neueren Einzelepisoden besteht, Kruschel hat eine lebendige, erfrischende Art zu schreiben.
    Nicht ganz die Eindringlichkeit des ersten Bandes, deswegen hier knapp an der Häöchstnote vorbei, aber wer Lust an frischer Science Fiction aus deutschem Lande hat - Voliá hier ist sie!

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    ntavs avatar
    ntavvor 7 Jahren
    Rezension zu "Vilm - Die Eingeborenen" von Karsten Kruschel

    Die ersten Sätze

    Hatte das alles nicht mit She Tsi begonnen, dem kleinen stillen Chinesen?
    (Band 1. Der Regenplanet)

    Eine Runde von Kapitänen saß beisammen, an einem geräumigen Sechsertisch, von dessen Sitzplätzen einer sorgsam freigehalten wurde.
    (Band 2. Die Eingeborenen)

    Inhalt

    Nachdem das riesige Raumschiff aus unbekannten Gründen auf einen Planeten abgestürzt ist, auf dem es andauernd regnet, müssen sich die Überlebenden irgendwie arrangieren. Ihre Versuche, um Hilfe zu rufen, scheitern (zunächst scheint es so …)
    Aus den Resten des „Weltenkreuzers“, die wie ein Gebirge aus Schrott auf der Oberfläche liegen, holen sie alles irgendwie Verwertbare heraus … sie versuchen, sich an das miese Wetter zu gewöhnen, was nicht allen gelingt. Sie errichten Siedlungen und finden es irgendwann überflüssig, auf Rettung zu hoffen. Der Planet Vilm mit seiner eigenartigen Fauna und Flora wird allmählich zu ihrer Heimat … für die Kinder der Gestrandeten ist er es von Anfang an. Sie kennen nichts anderes und schließen Kontakt zu einer einheimischen Lebensform. Sie werden zu etwas, das nicht mehr ganz menschlich ist …

    Ein Weltraumlotse, der nicht mehr lange zu leben hat, entdeckt schließlich den jahrzehntealten Hilferuf. Als auf Vilm endlich Rettungstruppen eintreffen, will sich aber kaum jemand retten lassen … Die Vilmer müssen sich politisch gegen die Fremdbestimmung durchsetzen und tun es auf durchaus schlitzohrige Weise. Sie treten selbstbewußt als neues Volk in einem Kosmos voller seltsamer Völker auf, die alle mal Menschen waren, sich aber auf seltsame Art entwickelt haben. Die Vilmer empfangen Touristen und behandeln sie so, wie sie es verdienen … und am Ende begreifen sie, dass sie mit genau jenen Leuten Bündnisse geschlossen haben, die seinerzeit den Absturz verursachten. Politik, zähneknirschend ertragen.

    Fazit

    Die beiden Bücher bilden gemeinsam einen Roman, der aus selbstständigen Erzählungen bzw. Kapiteln zusammengesetzt ist. Keine Hauptpersonen, keine durchgehenden Handlungsstränge. Der Planet selbst ist der Protagonist der beiden Bücher … und all die Erzählungen sind auf vielfache Weise miteinander verbunden.
    Es macht Spaß, die Querverbindungen zu entdecken – wenn etwa ein ganz düsteres Kapitel, in dem Schiffbrüchige mit einem schrottreifen Fluggerät aufsteigen, um einen Hilferuf abzusetzen, später aufgegriffen wird, als der Lotse den Ruf wider Erwarten auffängt… und nochmals ganz am Ende, als das Wrack desselben Flugzeugs unter seltsamen Umständen aufgefunden wird.
    Die Nachricht, die ein Raumfahrer während des Absturzes praktisch im Moment seines Todes absetzt, langt am Ende des Romans doch noch an… Jahrzehnte verspätet.

    Die Figuren machen dramatische Entwicklungen durch: Aus der snobistischen Eliza wird eine tapfere Frau, als sie ihren Arm einbüßt, um die Überlebenden zu retten… später eine taffe Eingeborene.
    Der starrsinnige Knabe Will mausert sich zum Regierungschef. Und die Kinder auf Vilm entwickeln sich zu seltsamen, faszinierenden Wesen, die vertraut und doch fremd wirken.
    Insgesamt sind die beiden Bücher (unbedingt zusammen lesen) eine Fernsehserie ohne Bilder … die Dinge, die geschehen, haben im Hintergrund alle mehr oder weniger miteinander zu tun … die Bilder dazu macht sich LeserIn selbst …
    … so man es ertragen kann, auch mal eine ungewohnte, mosaik-ähnliche Erzählstruktur zu entschlüsseln, in der trockene Erklärungen absolute Mangelware sind. Stattdessen malt der Autor starke Bilder… Kopfkino halt.

    Gesamteindruck

    5 Sterne: Spannende, originelle, intelligente Unterhaltung mit Tiefgang und Suchtpotential.
    (… die offen bleibenden Rätsel im Hintergrund sind ein geschickter Schachzug, denn LeserIn wie meinereiner denkt noch lange darüber nach, was es mit den Päpstinnen auf sich hat… mit der goldenen Bruderschaft, den Karnesen und dem epsilonischen Raumschiff… der Strahlung, die Leute versteinern läßt… und den Regendrachen.)
    … ausgezeichnet mit dem Deutschen Science Fiction Preis als bester Roman.

    Kommentare: 1
    18
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    gorgophols avatar
    gorgopholvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr gute Fortsetzung. Steht Teil 1 in nichts nach.
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    B
    Bookwolfvor 3 Monaten
    Mayjunes avatar
    Mayjunevor 2 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    M
    mach1vor 3 Jahren
    easydays avatar
    easydayvor 4 Jahren
    E
    exilkiwivor 4 Jahren

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