Karsten Kruschel Vilm - Die Eingeborenen

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Inhaltsangabe zu „Vilm - Die Eingeborenen“ von Karsten Kruschel

So hatten sich das die Retter an Bord der Armorica nicht vorgestellt: Statt sich evakuieren zu lassen, fordern die Schiffbrüchigen der Vilm van der Oosterbrijk, dass ihr Planet als unabhängige Welt anerkannt wird. Damit lösen sie eine diplomatische Krise aus, denn der wenig attraktive Regenplanet weckt unerklärbare Begehrlichkeiten: beim Flottenkommando auf Atibon Legba, der Goldenen Bruderschaft, den Päpsten von Vatikan, bei Versicherungskonzernen und Journalisten. Die Vilmer, deren ganzer Reichtum aus einer riesigen Schutthalde besteht, scheinen all dem hilflos ausgeliefert. Aber sie bringen ihre Widersacher immer wieder ins Grübeln, nicht zuletzt über die Frage, ob Vilmer überhaupt noch Menschen sind.

Sehr gute Fortsetzung. Steht Teil 1 in nichts nach.

— gorgophol
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Es geht nahtlos und spannend weiter, endlich wieder gut unterhalten!

— Gwynifer
Gwynifer

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Meine Gedanken muss ich erstmal in eine Rezension bringen.

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  • Rezension zu "Vilm - Die Eingeborenen" von Karsten Kruschel

    Vilm - Die Eingeborenen
    ntav

    ntav

    Die ersten Sätze Hatte das alles nicht mit She Tsi begonnen, dem kleinen stillen Chinesen? (Band 1. Der Regenplanet) Eine Runde von Kapitänen saß beisammen, an einem geräumigen Sechsertisch, von dessen Sitzplätzen einer sorgsam freigehalten wurde. (Band 2. Die Eingeborenen) Inhalt Nachdem das riesige Raumschiff aus unbekannten Gründen auf einen Planeten abgestürzt ist, auf dem es andauernd regnet, müssen sich die Überlebenden irgendwie arrangieren. Ihre Versuche, um Hilfe zu rufen, scheitern (zunächst scheint es so …) Aus den Resten des „Weltenkreuzers“, die wie ein Gebirge aus Schrott auf der Oberfläche liegen, holen sie alles irgendwie Verwertbare heraus … sie versuchen, sich an das miese Wetter zu gewöhnen, was nicht allen gelingt. Sie errichten Siedlungen und finden es irgendwann überflüssig, auf Rettung zu hoffen. Der Planet Vilm mit seiner eigenartigen Fauna und Flora wird allmählich zu ihrer Heimat … für die Kinder der Gestrandeten ist er es von Anfang an. Sie kennen nichts anderes und schließen Kontakt zu einer einheimischen Lebensform. Sie werden zu etwas, das nicht mehr ganz menschlich ist … Ein Weltraumlotse, der nicht mehr lange zu leben hat, entdeckt schließlich den jahrzehntealten Hilferuf. Als auf Vilm endlich Rettungstruppen eintreffen, will sich aber kaum jemand retten lassen … Die Vilmer müssen sich politisch gegen die Fremdbestimmung durchsetzen und tun es auf durchaus schlitzohrige Weise. Sie treten selbstbewußt als neues Volk in einem Kosmos voller seltsamer Völker auf, die alle mal Menschen waren, sich aber auf seltsame Art entwickelt haben. Die Vilmer empfangen Touristen und behandeln sie so, wie sie es verdienen … und am Ende begreifen sie, dass sie mit genau jenen Leuten Bündnisse geschlossen haben, die seinerzeit den Absturz verursachten. Politik, zähneknirschend ertragen. Fazit Die beiden Bücher bilden gemeinsam einen Roman, der aus selbstständigen Erzählungen bzw. Kapiteln zusammengesetzt ist. Keine Hauptpersonen, keine durchgehenden Handlungsstränge. Der Planet selbst ist der Protagonist der beiden Bücher … und all die Erzählungen sind auf vielfache Weise miteinander verbunden. Es macht Spaß, die Querverbindungen zu entdecken – wenn etwa ein ganz düsteres Kapitel, in dem Schiffbrüchige mit einem schrottreifen Fluggerät aufsteigen, um einen Hilferuf abzusetzen, später aufgegriffen wird, als der Lotse den Ruf wider Erwarten auffängt… und nochmals ganz am Ende, als das Wrack desselben Flugzeugs unter seltsamen Umständen aufgefunden wird. Die Nachricht, die ein Raumfahrer während des Absturzes praktisch im Moment seines Todes absetzt, langt am Ende des Romans doch noch an… Jahrzehnte verspätet. Die Figuren machen dramatische Entwicklungen durch: Aus der snobistischen Eliza wird eine tapfere Frau, als sie ihren Arm einbüßt, um die Überlebenden zu retten… später eine taffe Eingeborene. Der starrsinnige Knabe Will mausert sich zum Regierungschef. Und die Kinder auf Vilm entwickeln sich zu seltsamen, faszinierenden Wesen, die vertraut und doch fremd wirken. Insgesamt sind die beiden Bücher (unbedingt zusammen lesen) eine Fernsehserie ohne Bilder … die Dinge, die geschehen, haben im Hintergrund alle mehr oder weniger miteinander zu tun … die Bilder dazu macht sich LeserIn selbst … … so man es ertragen kann, auch mal eine ungewohnte, mosaik-ähnliche Erzählstruktur zu entschlüsseln, in der trockene Erklärungen absolute Mangelware sind. Stattdessen malt der Autor starke Bilder… Kopfkino halt. Gesamteindruck 5 Sterne: Spannende, originelle, intelligente Unterhaltung mit Tiefgang und Suchtpotential. (… die offen bleibenden Rätsel im Hintergrund sind ein geschickter Schachzug, denn LeserIn wie meinereiner denkt noch lange darüber nach, was es mit den Päpstinnen auf sich hat… mit der goldenen Bruderschaft, den Karnesen und dem epsilonischen Raumschiff… der Strahlung, die Leute versteinern läßt… und den Regendrachen.) … ausgezeichnet mit dem Deutschen Science Fiction Preis als bester Roman.

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    • 2
    velociraptor2000

    velociraptor2000

    20. November 2013 um 16:15
  • Rezension zu "Vilm - Die Eingeborenen" von Karsten Kruschel

    Vilm - Die Eingeborenen
    bücherelfe

    bücherelfe

    Mit diesem zweiteiligen Werk habe ich einen ersten Ausflug in die Welt des SciFi gewagt und damit gleich einen Volltreffer gelandet. Karsten Kruschel hat mich in fremde Welten entführt und mit seiner bildhaften Sprache mitten auf dem Regenplaneten abgesetzt. Mehr kann man sich von einem Buch nicht wünschen. Zwanzig Jahre nach der Bruchlandung auf dem Regenplaneten werden die Schiffbrüchigen entdeckt. Aber nicht alle wollen gerettet werden. Nur wenige nehmen das Angebot des Rettungsschiffs, Armorica, den Regenplaneten zu verlassen, an. Im Gegenteil; die Eingeborenen fordern höchst selbstbewusst, dass ihr Planet vom Planetenverband als eigenständig anerkannt und respektiert wird. Aber unbekannte Welten haben die Mächtigen schon immer fasziniert und Begehrlichkeiten geweckt. Und wer sagt denn, dass die Vilmer mit ihrem eigentümlichen Verhalten überhaupt als menschlich zu bezeichnen sind.... Fazit: Faszinierend. Absolute Leseempfehlung auch für Sci-Fi-Neulinge. Ich werde dann mal die Suchscheinwerfer nach weiteren Sci-Fi-Perlen auswerfen. Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.

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    • 3
    BeateBausKiel

    BeateBausKiel

    17. November 2013 um 00:45
  • Rezension zu "Die Haarteppichknüpfer" von Andreas Eschbach

    Die Haarteppichknüpfer
    Sieben

    Sieben

    Nunja... Nachdem ich meinen Erstkontakt mit Eschbach durch "Eine unberührte Welt", der Sammlung seiner Kurzgeschichten, hatte, die auch eine Geschichte aus dem "Haarteppichknüpfer"-Universum enthält, dachte ich mir, ich versuche es doch auch einfach mal mit diesem Roman. Ich stehe auf Science-Fiction und bin zudem immer höchst erfreut über unerwartete Enden, und da ein solches hier in vielen Rezensionen angekündigt wurde - was sollte also schon schief gehen? Jetzt kenne ich die Antwort: Es kann schief gehen, wenn man über 300 Seiten auf den Knaller wartet, der sich dann am Ende als Rohrkrepierer herausstellt... Zunächst: Das Buch gestaltet sich in gewisser Weise ebenfalls als Kurzgeschichtensammlung, oder vielleicht mehr als eine Art Episodenroman. Jedes Kapitel bietet eine in sich abgeschlossene Geschichte mit eigenen Figuren, wobei die Kapitel übergreifend immer wieder Berührungspunkte haben, was ansich eine ziemlich geniale Idee ist. Eben dieses Prinzip liebe ich auch in Episodenfilmen, in denen scheinbar einzelne Schicksale am Ende verknüpft werden. Viele dieser Geschichten waren auch durchaus interessant und spannend. Erst gegen Ende wurde das Lesen anstregender, wohl auch, weil ich mehr und mehr darauf wartete, nun endlich zu erfahren, was es mit alldem aufsich hat. Man muss wirklich bis etwa 30 Seiten vor Schluss warten, um hinter das Geheimnis zu kommen. Bis dahin fiel es mir auch immer schwerer, mir die vielen komplizierten, da fremdartigen, Namen zu merken und nicht durcheinander zu werfen. Irgendwo hier las ich, diesen Roman als Science-Fiction zu bezeichnen, wäre, als nenne man einen Regenwurm ein Säugetier. Das stimmt in gewisser Weise schon. Natürlich ist die gesamte Handlung weit in der Zukunft angesiedelt (oder vielleicht auch weit in der Vergangenheit? Wer weiß das schon...), und es kommen auch Raumschiffe und Raumstationen vor. Viele Kapitel handeln aber eben auch von einfachen Menschen auf einfachen Planeten mit einfachen Kulturen. Das ist recht weit weg von Science-Fiction und man fährt sicher besser, wenn man sich im Vorhinein nicht auf eine Space-Opera einstellt (hier täuscht auch die Amazon Produktbeschreibung, in der der Eindruck erweckt wird, schon im zweiten Kapitel wäre von einem Raumschiff die Rede. Tatsächlich taucht dieses Raumschiff aber erst im sechsten Kapitel auf Seite 86 erstmals auf. Bis dahin befindet man sich ausschließlich auf dem einfachen Paleneten mit den einfachen Leuten...und so weiter.). Normalerweise warte ich mit dem Schreiben einer Rezension erst mal einige Zeit, bis sich der Eindruck gesetzt hat und man eventuell eine andere Perspektive auf das gelesene bekommt. Doch dass ich das Buch zugeklappt habe ist nun gerade erst eine halbe Stunde her. Ich bin allerdings so enttäuscht über die Auflösung (die ich hier natürlich trotzdem nicht verraten werde), dass ich mein Empfinden direkt in Worte fassen wollte. Ich habe auf einen Knaller gewartet, auf einen Wow-Effekt, der ein leicht überdurchschnittliches Buch zu einer Genialität aufwertet. Doch das Ende war für mich so unspektakulär, so fad, so banal, dass es den Roman schon fast eher zu einem leicht unterdurchschnittlichen abwertet. Die Erklärung für das alles ist verrückt und "haar"sträubend, das ja, sie ist auch schlüssig und beantwortet alle offenen Fragen aber es hat in mir keinerlei Emotionen ausgelöst. Ich saß da und dachte bloß "Aha. Und das war es jetzt?". Wirklich sehr schade. Fast schon zum Glück muss man sagen, dass der Roman nur 318 Seiten hat und so relativ schnell gelesen war. Wohlwollend gebe ich noch drei Sterne für teils sehr gute Einzelgeschichten mit einer Erzählsprache, die absolut zum Geschehen passte. Handwerklich sehr gut - auf emotionaler Ebene leider sehr enttäuschend.

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    • 3
  • Rezension zu "Vilm - Die Eingeborenen" von Karsten Kruschel

    Vilm - Die Eingeborenen
    rallus

    rallus

    15. August 2012 um 12:04

    Nach der friedlichen "Besitznahme" bzw. Verschmelzung der geborenen Siedler auf Vilm entsteht so etwas wie eine neue Rasse. Als Symbiose kann man diese neuen Lebewesen nicht sehen, witzig mit -A und -J gekennzeichnet, der menschliche und der "fellige" Teil, möchten diese auch als eine unabhängige, eigenständige Regierung gelten. Doch die Menschen treten als Erretter und Trampel auf, die sich einen Kehrricht um die gewachsenen Welt auf Vilm scheren. Seitenhiebe auf solche selbsternannten Retter in unserer realen Welt kann sich Kruschel nicht verkneifen, auch das unvermeindliche Erschliessen als Touristenparadies scheitert witzig - der zuständige Reporter wird buchstäblich im Regen stehen gelassen. Im zweiten Band wird auch der Absturz des Sternenkreuzers aufgeklärt, wir bekommen es mit einer geheimnisvollen Bruderschaft und einer Päbstin zu tun und der unkonventionellen Administration von Vilm. Auch hier merkt man dem Roman nicht an, dass er aus älteren und neueren Einzelepisoden besteht, Kruschel hat eine lebendige, erfrischende Art zu schreiben. Nicht ganz die Eindringlichkeit des ersten Bandes, deswegen hier knapp an der Häöchstnote vorbei, aber wer Lust an frischer Science Fiction aus deutschem Lande hat - Voliá hier ist sie!

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