Karsten Petersen

Lebenslauf von Karsten Petersen

Karsten Petersen, Jahrgang 1957, studierte Elektrotechnik an der University of Delaware (USA). Er übersetzt in erster Linie Bücher aus den Bereichen Biografien und Sachbuch aus dem Englischen. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören Alastair Fothergill, Bill Gates, Robert D. Hare, Ayaan Hirsi Ali, Parag Khanna, Adam Kucharski, Jaron Lanier, James Rickards, Martha Stout, Adam Tooze und Philip G. Zimbardo.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Beute (ISBN: 9783328109402)

Beute

 (1)
Neu erschienen am 09.11.2022 als Taschenbuch bei Penguin.

Alle Bücher von Karsten Petersen

Cover des Buches Der Luzifer-Effekt (ISBN: 9783827430274)

Der Luzifer-Effekt

 (16)
Erschienen am 20.06.2012
Cover des Buches Wie wir die Klimakatastrophe verhindern (ISBN: 9783492071000)

Wie wir die Klimakatastrophe verhindern

 (8)
Erschienen am 16.02.2021
Cover des Buches 438 Tage (ISBN: 9783492406222)

438 Tage

 (7)
Erschienen am 01.08.2017
Cover des Buches Der Facebook-Effekt (ISBN: 9783446425224)

Der Facebook-Effekt

 (5)
Erschienen am 18.01.2011
Cover des Buches Die Tyrannei des Wachstums (ISBN: 9783423281638)

Die Tyrannei des Wachstums

 (3)
Erschienen am 29.03.2018
Cover des Buches Warum die Welt einfach nicht untergeht (ISBN: 9783492058179)

Warum die Welt einfach nicht untergeht

 (4)
Erschienen am 01.03.2019
Cover des Buches 50 Schlüsselideen Psychologie (ISBN: 9783827423795)

50 Schlüsselideen Psychologie

 (3)
Erschienen am 15.01.2014
Cover des Buches Der korrumpierte Mensch (ISBN: 9783608982374)

Der korrumpierte Mensch

 (3)
Erschienen am 21.07.2020

Neue Rezensionen zu Karsten Petersen

Cover des Buches Beute (ISBN: 9783570104286)
strickleserls avatar

Rezension zu "Beute" von Ayaan Hirsi Ali

Wenn Frauen für gescheiterte Integration die Kosten tragen
strickleserlvor einem Jahr

Dieses Buch beginnt mit der Beobachtung, dass es in manchen Großstädten Europas mittlerweile ganze Stadtviertel gibt, in denen Frauen und Mädchen kaum mehr auf den Straßen zu sehen sind. Sie fühlen sich dort einfach nicht sicher. Die Politikwissenschaftlerin Ayaan Hirsi Ali untersucht in diesem Buch die Frage, inwieweit das mit dem Zustrom von Männern aus muslimischen Ländern zusammenhängt.


Obwohl die Autorin auf bewegende Weise über das Schicksal von weiblichen Opfern schreibt, geht es hier nicht um Stimmungsmache oder emotionale Argumente. In diesem Buch finden sich neben unzähligen Fallbeispielen viele Statistiken und andere Ergebnisse ihrer Recherchen. Sie zeigt glaubhaft auf, wie in manchen Fällen Täter nur eine geringe Strafe bekommen oder gar straffrei ausgehen, weil sie sich auf ihre Herkunftskultur berufen. Das, meint die Autorin, darf nicht geschehen. Wenn Menschen nach Europa einwandern, müssen sie sich nach den dortigen Gesetzen und Bräuchen richten.


Leider leiden Frauen nicht nur als Opfer sexueller Gewalt, sondern auch nach der Tat müssen sie sich Anschuldigungen und ähnlichem unterwerfen. Frauen und Mädchen wird gesagt, wie sie sich anzuziehen haben, um solche Vorkommnisse zu vermeiden. So fällt ihnen die Last für diese Taten zu.


Dieses dicke und gründlich recherchierte Buch enthält die wichtige und eindringliche Warnung, dass wir unsere Kultur nicht den Zuziehenden anpassen dürfen. Die Autorin ist nicht gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, die als Kind zwangsbeschnittene Frau floh selbst aus Somalia in die Niederlanden, um einer Zwangsheirat zu entgehen. Doch es geht darum muslimischen Einwanderern deutlich zu machen, dass sie in ihrer neuen Heimat neue Maßstäbe beherzigen müssen. Es kann nicht sein, dass Frauen die Verantwortung dafür tragen müssen, dass sie nicht sexuell belästigt werden, oder dass sie Angst haben ihre Häuser zu verlassen.


Fazit: Ein leidenschaftlicher und doch sachlicher Blick auf ein zunehmendes Problem, vor allem in unseren Großstädten. Mit Hintergrundinformationen, Statistiken und Erfahrungsberichten ist dieses Buch ein wertvoller Beitrag zur Flüchtlingsdiskussion. Sehr empfehlenswert! 


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Cover des Buches Die neue große Depression (ISBN: 9783959724203)
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Rezension zu "Die neue große Depression" von James Rickards

Kognitive Dissonanz an den Aktienmärkten?
Dr_Mvor einem Jahr

Wenn die Wahrnehmung und die Realität auseinanderdriften, sprechen Psychologen von kognitiver Dissonanz. Leider ist davon gelegentlich die Mehrheit der Menschen betroffen. Das kann man zurzeit wieder einmal in Deutschland beobachten. Glaubt man Umfragen, dann vertrauen die meisten Menschen der Bundesregierung und hoffen oder glauben, dass die von ihr zur Bekämpfung von Corona eingeleiteten Maßnahmen und Beschränkungen der Grundrechte tatsächlich erfolgreich sind. Die Mehrheit spricht sich angeblich sogar für noch härtere Maßnahmen aus. Hauptsache, die ausgerufene Pandemie ist schnell vorbei.

Langfristiges und strategisches Denken ist keine Eigenschaft, die viele Menschen auszeichnet. Entscheidend ist für die meisten Zeitgenossen stets die für sie übersehbare Zukunft. Das scheint eine genetisch programmierte Überlebensstrategie sein, die inzwischen offenbar auch die regierenden Kreise erreicht hat, von denen man eigentlich vermuten sollte, dass sie, falls sie noch irgendeine Version von Verantwortungsbewusstsein mit sich herumschleppen, das langfristige Schicksal des Landes im Augen behalten sollten.

In diesem Buch geht es um die vorhersehbaren Folgen des ökonomischen Desasters, dass weltweit in Folge der Pandemiebekämpfung angerichtet wurde. Sein Autor nennt diese Folgen bereits "Die neue große Depression", in Anlehnung an die Folgen der Weltwirtschaftskrise, die 1929 begann. Noch haben wir keine Depression, doch folgenlos wird der Schaden nicht bleiben, der von den regierenden Dilettanten angerichtet wurde. Es ist ja nicht so, dass die westlichen Industrienationen bisher sorgenfrei gewesen wären. Eine nie dagewesene Überschuldung und eine sich anbahnende demografische Katastrophe waren auch schon vor Corona eine explosive Mischung. Nun aber schrumpft die Wirtschaft, und der Staat schmeißt mit Geld um sich, als ob es kein Morgen mehr geben würde. Dass das gut ausgehen wird, kann man glauben, muss man aber nicht.

Im letzten Sommer hat James Rickards dieses Buch mit heißer Feder und eigentlich nur für den amerikanischen Markt verfasst. Das merkt man seinem Text an. Er erscheint recht oft etwas weitschweifig und wiederholt sich gelegentlich. Und natürlich haben sich inzwischen neue Fakten ergeben, zum Beispiel die Existenz von verschiedenen Impfstoffen, die allerdings die Frage aufwerfen, warum man früher oft ein Jahrzehnt brauchte, um solche angeblich sicheren und unbedenklichen Helferlein zu entwickeln.

Rickards‘ Grundaussage ist so einfach wie richtig: Die wirtschaftlichen Konsequenzen des "Herunterfahrens" von ganzen Volkswirtschaften werden gravierende und länger anhaltende Folgen haben, von denen sich die Länder nicht mehr so einfach erholen können. Politischen Entscheidern von heute fehlt die Demut vor komplexen Systemen. Sie sind vielmehr von ihrer eigenen Macht so begeistert, dass sie komplett den Überblick über die sich durch eine Volkswirtschaft fressenden und von ihren Entscheidungen ausgelösten Kettenreaktionen verloren haben, wenn sie ihn den wenigstens in erster Näherung je besessen haben sollten.

Unterstützt werden sie in ihrer Verblendung auch noch durch bestimmte universitäre Kreise, die allen Ernstes glauben, ein finanzielles Perpetuum Mobile erfunden zu habe und verkünden, man könne so viel Schulden machen, wie man will, ohne dass irgendwas Gravierendes passiert. Das nennt sich dann "Modern Monetary Theory". Bekanntlich hat das gerade wieder in Venezuela prachtvoll funktioniert. Aber das schockiert solche "Wissenschaftler" nicht. Sie sind auch völlig blind für die Achillesferse solcher "Theorien". Seit Jahrzehnten dominieren in den "Wirtschaftswissenschaften" Leute, die einfach menschliches Verhalten in ihren Theorien völlig ausblenden. Wenn nämlich das Vertrauen ins Geld verloren geht, dann sackt ihr theoretisches Kartenhaus vom ins Unermessliche steigerbaren Neuerschaffen von Geld mit rasender Geschwindigkeit in sich zusammen. Im Buch wird das sehr gut kommentiert.

Rickards erläutert in der zweiten Hälfte seines Textes dann, was nach seiner Meinung in naher Zukunft passieren wird und wie man darauf als "Anleger" reagieren sollte. Etwas Neues sollte man dort nicht erwarten. Früher oder später wird die Zombie-Wirtschaft, die auch jetzt schon durch verschiedene Maßnahmen (Insolvenz-Verzögerung, Niedrigzinsen) am Leben gehalten wird, zusammenbrechen und dann eine Welle von Kettenreaktionen auslösen, die schwer zu kontrollieren sein wird. Dann muss man nach Rickards zunächst eine Deflation erwarten, die viel schlimmer sein wird als eine Inflation, die sich in der Regel anschließt und vom Staat herbeigeführt wird.

Rickards empfiehlt eine breite Streuung der Anlage über verschiedene Klassen, also Gold, Anleihen, Aktien Immobilien und andere Wertanlagen. Dass man dabei flexibel sein muss, versteht sich von selbst.

Viel Neues steht in diesem Buch also nicht, wenn man sich bereits vorher über eine zukünftige Krise aus anderen Anlässen informiert hat. Rickards erklärt hier allerdings, was eine Depression ist und warum er sie für wahrscheinlich hält. Die letzte Depression liegt fast ein Jahrhundert zurück. Insofern kann man das Buch durchaus lesen, weil es einige neue Aspekte ins Spiel bringt.

Dass die Aktienmärkte gegenwärtig nichts von einer aufziehenden Depression wissen wollen, liegt an der kognitiven Dissonanz des Finanzsystems, das auch von der letzten Krise von 2008/2009 keine Vorahnung hatte. Das geht so lange gut, bis der Glaube nachlässt und der Schmerz bis ins Gehirn dringt. Vielleicht tritt dann auch beim gewöhnlichen Zeitgenossen die Ahnung ein, dass es mit der erhofften Genialität der Regierenden nicht viel auf sich hatte.

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Cover des Buches Wie wir die Klimakatastrophe verhindern (ISBN: 9783492071000)
Rose75s avatar

Rezension zu "Wie wir die Klimakatastrophe verhindern" von Bill Gates

sollte man gelesen haben
Rose75vor einem Jahr

Bill Gates ist eine Person, die sehr stark polarisiert.  Ich stehe ihm neutral gegenüber und wollte wissen, was er zum Thema Klimawandel zu sagen hat. 


Er beginnt das Buch mit dem großen Ziel,   51 Milliarden Tonnen Treibhausgase, die jährlich weltweit ausgestoßen werden, auf Null zu reduzieren und so spätestens im 2050  zu einer CO2-Neutralität zu kommen.   Die Bereiche auf die es ankommt sind:   Stromerzeugung - Industrieproduktion - Landwirtschaft - Transport/Verkehr - Kühlen/Heizen 


Sein Lösungsansatz ist hauptsächlich die Umstellung auf  viel mehr Strom und Elektrifizierung, was auch Kernenergie beinhaltet. Laut Bill Gates führt kein Weg an Kernkraft vorbei, wenn man sauberen Strom in ausreichender Menge produzieren will.   Batteriespeicherung und intelligente Stromnetze sollen das unterstützen.  


Was Landwirtschaft angeht,  sind pflanzliche und synthetisch hergestellte Fleischalternativen  für ihn oberste Priorität und dann optimierte Düngerstrategien und auch genetische Optimierungen der Nutztiere und Pflanzen.   


Wo noch Verbrennungsmotoren laufen, soll ein Umstieg auf Biokraftstoffe oder synthetische Kraftstoffe erfolgen. 


Ob seine Lösungsansätze wirklich zielführend sind, sollte auf breiter Ebene diskutiert werden, weil z.B. in der Landwirtschaft Grünlandgebiete mit Weidehaltung anders zu bewerten sind, als industrielle Agrarfabriken mit Hochleistungskraftfutter und dementsprechender Güllemenge. 


Das Buch selber ist flüssig und teils auch unterhaltsam geschrieben, dass man es wirklich recht zügig lesen kann. 


Ich finde, dieses Buch sollte gelesen werden und dann über die Inhalte diskutiert werden. 

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