Kat Gordon

 3.9 Sterne bei 67 Bewertungen
Autorin von Kenia Valley, Kenia Valley und weiteren Büchern.
Autorenbild von Kat Gordon (©Charlotte Knee Photography)

Lebenslauf von Kat Gordon

Geschichten aus Afrika einer britischen Autorin: Kat Gordon wurde 1984 in London geboren. Sie studierte Englisch am Somerville College von Oxford und Creative Writing am Royal Holloway College, während sie nebenher unter anderem als Turnlehrerin, Pianistin, Babysitterin und Platzanweiserin im Theater jobbte. Ihre vielfältigen Erfahrungen ließ sie in ihr erfolgreiches literarisches Debüt „The Artificial Anatomy of Parks“ einfließen, das vom Guardian auf die Vorauswahlliste für „Not the Booker Prize“ gesetzt wurde. In dem Buch erzählt Gordon die Geschichte der 21-jährigen Tallulah, die in London lebt und sich nach dem Herzinfarkt ihres Vaters mit ihrer entfremdeten Familie auseinandersetzen muss. In den letzten Jahren unternahm Kat Gordon zahlreiche Reisen, von denen sie mehrere nach Afrika führten. Daraus entsprang ihr zweites Buch „The Hunter“ über den 15-jährigen Theo, der in den 1920er-Jahren mit seiner Familie in das damals noch britische Kenia übersiedelt und sich hoffnungslos in die wesentlich ältere Sylvie verliebt. Das Buch erschien im Frühling 2018 auf Englisch und zeitgleich auch auf dem deutschsprachigen Markt unter dem Titel „Kenia Valley“.

Alle Bücher von Kat Gordon

Cover des Buches Kenia Valley (ISBN: 9783455002775)

Kenia Valley

 (52)
Erschienen am 24.04.2018
Cover des Buches Kenia Valley (ISBN: 9783455006681)

Kenia Valley

 (14)
Erschienen am 04.09.2019
Cover des Buches Kenia Valley (ISBN: 9783455002782)

Kenia Valley

 (0)
Erschienen am 24.04.2018
Cover des Buches The Hunters (ISBN: 9780008253073)

The Hunters

 (1)
Erschienen am 31.05.2018

Neue Rezensionen zu Kat Gordon

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Rezension zu "Kenia Valley" von Kat Gordon

Langweilig
sursulapitschivor 2 Monaten

Die roaring Twenties, eine wilde Zeit, man feierte ausgiebig und schwelgte in Dekadenz. Sogar in Kenia, im Happy Valley, war das nicht anders, wo der 15jährige Theo in die Gesellschaft der Reichen und Schönen eingeführt wird, was knapp 200 Seiten in Anspruch nimmt, in denen er vielfältige alkoholische Getränke kennenlernt, sonst allerdings nicht viel. Sie werden stets von hilfreichen Totos bedient, sonst merkt man nichts von Kenia. Hier leben englische Kolonialherren in einer Blase, was historisch korrekt aber nicht neu ist. Langeweile macht sich breit.


Sechs Jahre später hat er studiert, ist erwachsen und trotzdem nicht klüger. Nationalsozialistische Gedanken erreichen sein Umfeld, stören aber zum Glück nicht sehr, so lange die Totos schön hinter ihm her räumen. Theo braucht weitere 200 Seiten und viel Alkohol, bis er es verstanden hat.
Gut. Immerhin versteht er, wir freuen uns für ihn, haben uns dabei aber herzlich gelangweilt.


Ich habe länger darüber nachgedacht, warum ich dieses Buch so öde fand, ist doch das Thema eigentlich sehr spannend. Ich denke, ich wollte Kenia kennenlernen, traf aber nur gelackte Engländer, die noch nicht einmal den berühmten englischen Humor besitzen.
 Die Figuren sind stereotyp und bieten, genau wie die Handlung, keinerlei Überraschungen. Der Erzählstil ist nüchtern, humor- und schnörkellos. Eigentlich kann man sich hier nur langweilen. Keine Ahnung, was so viele daran mögen.

 

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Rezension zu "Kenia Valley" von Kat Gordon

Eine Jugend in Kenia in der Kolonialzeit
schokoloko29vor 5 Monaten

Theo und Maud ziehen als Jugendliche mit seinem Vater und Mutter nach Kenia. Ursprünglich kommen sie aus Schottland, doch der Vater ist für die Eisenbahnverbindung Uganda/ Kenia zuständig. Am ersten Abend im Hotel Nairobi lernt der 14 jährige Theo die Mitte 20 Jahre alten Freddie und Sylvie kennen. Er ist fasziniert und verliebt sich sofort in die wunderschöne Sylvie. Auch Freddie und Sylvie möchten mit ihm weiterhin Zeit mit ihm verbringen. 


Sie organisieren Feste und Gesellschaften in ihre Herrenhäuser, die in Sexorgien enden. Theo wird eingeladen und ist bald ein festes Mitglied in dieser Gesellschaft. Zum Studieren geht er nach Edinburgh. Nach dem Studium arbeitet er auch in der Eisenbahngesellschaft wie sein Vater und sieht manchmal Freddie, der sich der Politik hinwendet. Maud, seine Schwester, geht sehr gut mit den Einheimischen um und möchte eine eigene Farm aufbauen. Theos Leben geht immer in Exzessive. Irgendwann muss er sich entscheiden, ob er weiterhin ein Leben mit austauschbaren Personen führt oder ein Mensch wird auf den seine Schwester stolz ist.


Eigene Meinung:


Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Es ist sehr gut geschrieben. Ohne Kitsch und Pathos. Die Autorin versteht es sehr gut die heiße und schwüle Klima in Afrika an den Leser heranzutragen und das Snobistische der weißen Siedler zu beschreiben. Auch das Lebensgefühlt und die Exzesse im Happy Valley kann sie gut an den Leser herantragen.


Alles in Allem hat mich das Buch positiv überrascht. Für mich eine klare Leseempfehlung!

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Rezension zu "Kenia Valley" von Kat Gordon

Eine vertane Chance!
WDPvor 9 Monaten

Der Plot:
Ich weiß nicht, was ich gelesen habe: war es ein Liebesroman, eine Entwicklungsgeschichte, ein Gesellschaftspanorama oder sollte es gar ein historischer Roman gewesen sein?!
Kat Gordon hat laut eigenen Angaben ein ganzes Jahr lang in Kenia gelebt. Deshalb glaubte ich, dass sie auch Land und Leute in ihren Text beschreiben würde. Aber die Geschichte könnte sonstwo spielen, egal ob in Frankreich, Amerika, in der Karibik oder eben in Kenia. Ostafrika verleiht dem Roman lediglich einen exotischen Anstrich. Das Einzige, das die Autorin geschafft hat, ist, ein deutliches Bild von der Dekadenz und der Arroganz der britischen Siedler, inklusive ihrer Ausschweifungen mithilfe von Alkohol, Drogen und Sex, zu zeichnen. Die Afrikaner und deren Lebensumstände, sowie deren Gedankenwelt ließ sie außen vor. Ich empfehle ihr dringend, die Romane von Abir Mukherjee zu lesen, um zu sehen, wie man auf interessante Weise Lokalkolorit und Sittenbilder in eine Geschichte verweben kann. Fadheit und Monotonie prägen die erste Hälfte des Buches. Erst im dritten Teil des Romans kommt ein wenig Bewegung in die Story.

Die Personen:
Die meisten Charaktere sind leider klischeehaft flach dargestellt. Von dem, was im Kopf und im Körper eines pubertierenden Jünglings vor sich geht, davon hat die Autorin keinen blassen Schimmer! So viel steht jedenfalls fest, dass sie das, was sie beschreibt, nie erlebt hat. (Schuster bleib bei deinem Leisten!). Einzig die Figur der Maud gefiel mir, weil sie als ein starker, gefühlvoll denkender Charakter beschrieben wird, der sich über die Meinung anderer und die Zwänge der Gesellschaft hinwegsetzt. Und warum durften wir nichts über das Leben (im weitesten Sinne) von Abdullah erfahren? Mauds Bruder und Icherzähler Theo wird als gedankenloses, willfähriges Spielzeug von Freddy und Sylvie beschrieben. Die Autorin lässt uns nicht in die Gedankenwelt des Jünglings eintauchen. Was in dessen Kopf wirklich vor sich geht, bleibt uns Lesern verschlossen, wird in unsere eigene Fantasie abgeschoben; selbst aus Theos Reaktionen und seinem Gehaben kann man nichts Konkretes ableiten. Er ist kein Akteur, eher ein Zuseher. Alle anderen Figuren sind beinahe farbloses Beiwerk!

Die Sprache:
Kitsch as kitsch can, einer nach Tiefgang heischenden Liebesgeschichte angepasst. Besonders störte mich die direkte Sprache. Sie wirkt gekünstelt und ist nicht aus dem Leben gegriffen.

Mein Fazit:
Die sich ständig wiederholenden, gleichlautenden Beschreibungen (die roten Sonnenuntergänge, das Zigaretten anzünden, dass Whisky trinken, die Schwärmerei um Sylvie, u.s.w.) nervten mich schon nach wenigen Seiten. Zumindest die atmosphärische Beschreibung des Settings war hin und wieder gelungen, aber leider nicht umfassend genug.

Ich wollte eine Geschichte, und nicht nur den Grauwert einer Seite lesen! Ein eher enttäuschender Roman. Öde. Schade um den guten Ansatz! 

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Kenia Valley


»Dieser Ort bricht mir das Herz.«

In ihrem Roman »Kenia Valley« erzählt Kat Gordon elegant und einzigartig atmosphärisch eine Geschichte von tiefer Liebe und großen Enttäuschungen, von wahren und falschen Freunden und von einer Suche nach sich selbst. Ein bewegendes Buch mit einer besonderen Kulisse: das Kenia der zwanziger und dreißiger Jahre. Wer will mitlesen und diesen Schatz entdecken?

»Ich habe »Kenia Valley« von Kat Gordon verschlungen und werde es zu meinem Buch des Sommers machen!«
Wera Meier, Heymann Buchhandlung, Elmshorn

Zum Buch

Autoren oder Titel-CoverTheo kommt in den zwanziger Jahren mit seiner Familie aus England nach Kenia. Dort lernt er den viel älteren Freddie und dessen Geliebte, die wunderschöne Sylvie, kennen, die ihn vom ersten Moment an faszinieren. Ihre exzentrische Welt wird auch sein Zuhause – ein Leben voller Glamour, Affären, Drogen und Partys. Doch am Ende muss Theo entscheiden, was der einzig richtige Weg ist.






Die Autorin

Autoren oder Titel-CoverKat Gordon hat lange Ostafrika bereist und ein Jahr in Kenia gelebt. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und machte ihren Master in Creative Writing am Londoner Royal Holloway College. Ihr Debüt The Artificial Anatomy of Parks erschien 2015 bei Legend Press und war auf der Shortlist für „Not the Booker“. Sie lebt in London.
Foto: © Charlotte Knee Photography


Wir möchten mit Euch gemeinsam diesen mitreißenden Roman lesen und diskutieren und stellen Euch dafür 20 Exemplare zur Verfügung. Beantwortet einfach folgende Frage und Ihr springt in den Lostopf:

Was ist Euch in einer Freundschaft besonders wichtig?

Wir freuen uns auf die Leserunde und drücken Euch die Daumen!

637 BeiträgeVerlosung beendet

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