Kat Gordon

 4.3 Sterne bei 39 Bewertungen
Autorin von Kenia Valley und The Hunters.
Kat Gordon

Lebenslauf von Kat Gordon

Geschichten aus Afrika einer britischen Autorin: Kat Gordon wurde 1984 in London geboren. Sie studierte Englisch am Somerville College von Oxford und Creative Writing am Royal Holloway College, während sie nebenher unter anderem als Turnlehrerin, Pianistin, Babysitterin und Platzanweiserin im Theater jobbte. Ihre vielfältigen Erfahrungen ließ sie in ihr erfolgreiches literarisches Debüt „The Artificial Anatomy of Parks“ einfließen, das vom Guardian auf die Vorauswahlliste für „Not the Booker Prize“ gesetzt wurde. In dem Buch erzählt Gordon die Geschichte der 21-jährigen Tallulah, die in London lebt und sich nach dem Herzinfarkt ihres Vaters mit ihrer entfremdeten Familie auseinandersetzen muss. In den letzten Jahren unternahm Kat Gordon zahlreiche Reisen, von denen sie mehrere nach Afrika führten. Daraus entsprang ihr zweites Buch „The Hunter“ über den 15-jährigen Theo, der in den 1920er-Jahren mit seiner Familie in das damals noch britische Kenia übersiedelt und sich hoffnungslos in die wesentlich ältere Sylvie verliebt. Das Buch erschien im Frühling 2018 auf Englisch und zeitgleich auch auf dem deutschsprachigen Markt unter dem Titel „Kenia Valley“.

Alle Bücher von Kat Gordon

Kenia Valley

Kenia Valley

 (38)
Erschienen am 24.04.2018
The Hunters

The Hunters

 (1)
Erschienen am 31.05.2018

Neue Rezensionen zu Kat Gordon

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Ro_Kes avatar

Rezension zu "Kenia Valley" von Kat Gordon

Vom Glanz vergangener Zeit, der aber auch sehr viel "Schmutz" mit sich trägt
Ro_Kevor 8 Tagen

Klappentext (Lovelybooks):

Theo ist fünfzehn, als er mit seiner Familie in den 1920er Jahren aus England nach Kenia kommt. Dort lernt er den viel älteren Freddie und dessen Geliebte, die wunderschöne Sylvie kennen. Ihre exotische Welt wird auch sein Zuhause – ein Leben voller Glamour, Exzentrik, Affären und Partys, das berühmte Happy Valley Set. Theo verliebt sich in die unerreichbare Sylvie und lässt sich mitreißen von der abenteuerlichen Welt, wo scheinbar alles möglich ist.

Als Theo nach seinem Studium in England nach Kenia zurückkehrt, ist nichts wie zuvor. Das Land hat sich verändert, und er sich auch. Sein Vertrauen in die Freunde und ihre kleine Welt inmitten des kolonialen Afrika bekommt Risse – und die Lage wird zunehmend bedrohlich.

Meine Meinung:

Wer Kenia schon selbst bereits hat, der weiß, welche atemberaubende Faszination das Land ausübt und dabei eine ganz starke Naturverbundenheit vermittelt. 

Diese durfte ich selbst schon erfahren und ich habe mich bei der Lektüre sehr darauf gefreut, mich von Kat Gordon in dieses Land zu Beginn der 1920er Jahre entführen zu lassen. 

Auch wenn die Autorin bei ihrem Roman eher den Fokus auf die Darstellung eines darin exzentrischen Gesellschaftsbild legt, das an „Der große Gatsby“ erinnert, schafft sie es immer wieder, starke Stimmungsbilder ihrer Schauplätze zu transportieren, die in mir lebendige Erinnerungen an meine eigenen Kenia-Urlaube wecken konnten.

Ihr vorgestelltes Ensemble vermittelt eindrucksvoll die britische Herrschaft über afrikanische Kolonien zu ihren Glanzzeiten und lässt dabei gleichzeitig in tiefe Abgründe hinter der glamourösen Fassade blicken. 

Dies geschieht hauptsächlich indem mal als LeserIn den zu Beginn fünfzehnjährigen Protagonisten Theo dabei begleitet, wie er immer mehr zum Teil einer Gesellschaft wird und insbesondere dessen „köstlichen“ wie auch gefährlichen Verführungen verfällt.

Theos Entwicklung und die Entscheidungen, die er im Laufe dessen trifft, in Verbindung mit dem sehr einehmenden Schreibstil der Autorin, üben eine enorme Sogwirkung und emotionale Verbindung beim Lesen aus. Zudem sorgt seine Schwester, die mit ihrer Kritik an herrschende Strukturen ihrer Zeit weit voraus ist, für berührende und schockierende Momente. 

Ich konnte das Buch demnach kaum aus der Hand legen und kann eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen!

Fazit:

Transportiert den Schauplatz als auch das von ihm ausgehende Lebensgefühl/Gesellschaftsbild der 1920er Jahre u. ff. absolut hervorragend!

Kommentare: 1
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evafls avatar

Rezension zu "Kenia Valley" von Kat Gordon

Kenia konnte mich leider nicht überzeugen.
evaflvor 2 Monaten

Der 15jährige Theo kommt mit seiner Familie in den 1920er Jahren von Schottland nach Kenia, denn sein Vater ist mit dem Bau der Eisenbahn dort beschäftigt. Dort lernt Theo dann die einige Jahre ältere, attraktive Sylvie kennen, ebenso wie Freddie, einen lebenslustigen jungen Mann. Durch die beiden lernt er ein exotisches Leben kennen, voller Parties, die exzentrischer und glamouröser nicht sein könnten, in gewisser Weise für ihn aber auch ein wenig verstörend sind in seinem jungen Alter. Er verliebt sich in die unerreichbare Sylvie und freut sich auf jede Begegnung mit ihr. Mit den Jahren merkt er, wie sich alles in dieser Welt des Happy Valley Set verändert...

Die Geschichte des Buches klang vielversprechend und facettenreich, so war ich auf eine unterhaltsame Reise nach Kenia wirklich gespannt.

Der Schreibstil des Buches ist angenehm, es ist angenehm zu lesen, kein schwieriger Stil, allerdings ist es teilweise auch recht ausgeschmückt. Von den Begriffen her ist es gut verständlich, keine großartigen Fachbegriffe oder Fremdwörter kommen vor. Auch sind die Sätze nie umständlich lange oder unmöglich verschachtelt, alles soweit gut nachvollziehbar.

Die Geschichte war für mich leider kein so großes Leseerlebnis. Es plätscherte für mich beim Lesen mehr so dahin, als dass sich eine wirkliche Spannung aufbaute. Man bekommt Einblicke in den damaligen Lebensalltag, der für die Einheimischen dort natürlich anders ist, als für die „Zugereisten“, die sich selbstverständlich bedienen lassen, einen gehobenen Lebensstandard haben. Theo bekommt hier vom Happy Valley Set einen tiefen Einblick ins glamouröse, aber auch exzentrische Leben, das Menschen wie Sylvie und Freddie so führen.

Für mich war das alles mehr so „dahin erzählt“, als dass es mir wirklich gute Unterhaltung bot. Es war einfach zu lesen, hat mich aber nicht wirklich großartig bereichert, was ich schade finde. So hätte ich mir vielleicht auch noch ein bißchen mehr Einblick in Land und Leute gewünscht. Hier ging es mehr um Parties, sich einen jungen Löwen als Haustier zu halten, sich schon als Jugendlicher zu betrinken. Man kommt zwar in einen Lesefluss dabei, mich konnte dieser jedoch nicht wirklich in seinen Bann ziehen. Es war mehr so ein Lesen um des Lesens Willen für mich. Ich hätte mir hier ein bißchen mehr eine tiefergehende Geschichte gewünscht, die spannender hätte sein können. So war es für mich leider nur mäßig unterhaltsam.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen und leider keine Empfehlung.

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anushkas avatar

Rezension zu "Kenia Valley" von Kat Gordon

Coming-of-Age in kolonialer Dekandenz
anushkavor 3 Monaten

Kenia, 1920er Jahre: Theo ist 15 als er mit seinen Eltern von England nach Kenia umzieht. Mitten in der Pubertät und mit einer schlechten Beziehung zu seiner Mutter fühlt er sich von dem Lebemann Freddie und der mysteriösen und verführerischen Sylvie magisch angezogen. Er will unbedingt dazugehören. Sie führen ihn ein in die Welt des Alkohols, der Partys, der Zügellosigkeit und des Glamours. Mitten in Afrika haben es sich Freddie und Sylvie in ihrem kolonialen Lebensstil bequem gemacht. Doch mit den Jahren beginnt diese eigene Welt zu bröckeln und zunehmend bedrohlich zu werden ...

"Kenia Valley" ist eine farbenprächtige Geschichte, die die 1920er und ihr Lebensgefühl in der britischen Oberschicht plastisch wiederauferstehen lässt. Es geht genauso ums Erwachsenwerden wie um Liebe, Hass und Konkurrenz. Freddie und Sylvie, beide anderweitig verheiratet, geben nicht viel auf Konventionen und brüskieren so ihre eigenen Landsleute. In ihrem Happy Valley Set machen sie ihre eigenen Regeln und nehmen sich, was sie wollen. Ihre Dekadenz kennt keine Grenzen. Sie halten sich Affen und Löwen als Haustiere, Theo ist lange Zeit nicht mehr als ein Maskottchen für sie. Doch nutzen sie ihre Rolle nie, um das Verhältnis zu den Einheimischen zu hinterfragen, sondern führen die Kolonialherrschaft auch in ihren eigenen Haushalten weiter. Lediglich Maud, Theos jüngere Schwester, stellt den Herrschaftsanspruch der Briten in Frage und engagiert sich mit zunehmendem Alter immer stärker politisch. Mit ihrem freundschaftlichen Umgang mit den Einheimischen macht sie sich unter ihren Landsleuten wenig Freunde und ein Handlungsstrang der Geschichte zeigt, wie gefährlich die Fraternisierung mit den Unterdrückten für sie ist. Theos Leben und Wünsche wirken dagegen oft trivial. Solange, bis er vom Studium in England zurückkehrt und Freddie und Sylvie mit Distanz und kritischem Denken betrachten kann. Mit seinem nüchternerem Blick wird deutlich, was die beiden eigentlich für traurige Gestalten sind, die in einer sich verändernden Welt nach ihrem Platz suchen. Die persönlichen Verstrickungen untereinander geben der Geschichte noch eine Prise Spannung. Sprachlich ist das Buch ebenfalls sehr ansprechend, wobei es das ganze Buch über nicht um den Sprach- oder Erzählstil geht und somit nicht von der Geschichte abgelenkt wird. Stattdessen dient der Stil hervorragend dazu, direkt schon filmische Bilder im Kopf entstehen zu lassen und Erinnerung an den"großen Gatsby" zu wecken. Mich hat das Buch tief in diese Bilder, die glitzernde Dekadenz und das heraufziehende Unheil eintauchen lassen. Es ist genau das, was man sich unter "atmosphärisch" vorstellt. Ich fühlte mich einerseits prächtig unterhalten, hatte aber auch genügend Denkanstöße. Die Einzelschicksale haben mich berührt oder interessiert und ich hätte auch noch weitere hundert oder mehr Seiten gelesen, um noch mehr über das Schicksal einzelner Figuren zu erfahren.

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Gespräche aus der Community

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AtlantikVerlags avatar


»Dieser Ort bricht mir das Herz.«

In ihrem Roman »Kenia Valley« erzählt Kat Gordon elegant und einzigartig atmosphärisch eine Geschichte von tiefer Liebe und großen Enttäuschungen, von wahren und falschen Freunden und von einer Suche nach sich selbst. Ein bewegendes Buch mit einer besonderen Kulisse: das Kenia der zwanziger und dreißiger Jahre. Wer will mitlesen und diesen Schatz entdecken?

»Ich habe »Kenia Valley« von Kat Gordon verschlungen und werde es zu meinem Buch des Sommers machen!«
Wera Meier, Heymann Buchhandlung, Elmshorn

Zum Buch

Autoren oder Titel-CoverTheo kommt in den zwanziger Jahren mit seiner Familie aus England nach Kenia. Dort lernt er den viel älteren Freddie und dessen Geliebte, die wunderschöne Sylvie, kennen, die ihn vom ersten Moment an faszinieren. Ihre exzentrische Welt wird auch sein Zuhause – ein Leben voller Glamour, Affären, Drogen und Partys. Doch am Ende muss Theo entscheiden, was der einzig richtige Weg ist.






Die Autorin

Autoren oder Titel-CoverKat Gordon hat lange Ostafrika bereist und ein Jahr in Kenia gelebt. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und machte ihren Master in Creative Writing am Londoner Royal Holloway College. Ihr Debüt The Artificial Anatomy of Parks erschien 2015 bei Legend Press und war auf der Shortlist für „Not the Booker“. Sie lebt in London.
Foto: © Charlotte Knee Photography


Wir möchten mit Euch gemeinsam diesen mitreißenden Roman lesen und diskutieren und stellen Euch dafür 20 Exemplare zur Verfügung. Beantwortet einfach folgende Frage und Ihr springt in den Lostopf:

Was ist Euch in einer Freundschaft besonders wichtig?

Wir freuen uns auf die Leserunde und drücken Euch die Daumen!

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 82 Bibliotheken

auf 21 Wunschlisten

von 3 Lesern aktuell gelesen

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