Kenia Valley

von Kat Gordon 
4,4 Sterne bei34 Bewertungen
Kenia Valley
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L

Auf zur kolonialen Safari

Sonnenschein12s avatar

Ein großartiges Buch, es wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben! Eine absolute Leseempfehlung von mir!

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Inhaltsangabe zu "Kenia Valley"

Theo ist fünfzehn, als er mit seiner Familie in den 1920er Jahren aus England nach Kenia kommt. Dort lernt er den viel älteren Freddie und dessen Geliebte, die wunderschöne Sylvie kennen. Ihre exotische Welt wird auch sein Zuhause – ein Leben voller Glamour, Exzentrik, Affären und Partys, das berühmte Happy Valley Set. Theo verliebt sich in die unerreichbare Sylvie und lässt sich mitreißen von der abenteuerlichen Welt, wo scheinbar alles möglich ist.
Als Theo nach seinem Studium in England nach Kenia zurückkehrt, ist nichts wie zuvor. Das Land hat sich verändert, und er sich auch. Sein Vertrauen in die Freunde und ihre kleine Welt inmitten des kolonialen Afrika bekommt Risse – und die Lage wird zunehmend bedrohlich.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455002775
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Atlantik Verlag
Erscheinungsdatum:24.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Linatosts avatar
    Linatostvor 11 Tagen
    Coming of Age in den Roaring Twenties

    Bei dem Buch war für mich lange nicht klar ob ich es gut finde oder nicht. Letztendlich hatte ich aber meinen Spaß daran.

    Es ist eine in den 20er Jahren angesiedelte Geschichte. Das besondere hierbei ist jedoch, dass es noch in der afrikanischen Kolonialzeit speilt. Ich habe mir viel von diesem Rahmen versprochen musste aber leider schnell einsehen, dass von diesen „Roaring Twenties mit viel Glitzer und Federn und Pomp“ nicht viel an Stimmung rüber kommt. Nicht, dass die Autorin es nicht versucht hätte, ich hatte den Eindruck sie will an den Film „Der Große Gatsby“ mit Leonardo DiCaprio anknüpfen, aber leider kam es einfach nicht rüber.

    Dennoch habe ich die Figuren nach einer Weile lieb gewonnen und habe ihre Schicksale gerne verfolgt. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Einmal die frühe Jugend von Theo und dann das frühe erwachsenen Stadium. Gerade interessant weil wir auch seine deutliche älteren Freunde als junge Erwachsene und später als gereifte Erwachsenen erleben.

    Aber genau da beginnen auch schon meine Probleme mit dem Buch. Wir lernen Theo als 13 jährigen kennen, der sich schnell mit jungen 20 jährigen anfreundet, sämtlich verheiratet. Ich habe mich gefragt ob es noch realistisch ist oder es einzig der Phantasie der Autorin entspringt. Auch was manch eindeutige Szenen betraf. Nach dem 2/3 des Buches war ich mir nicht mehr sicher ob das Buch überhaupt weiß was es sein will und worauf es hinaus will. Manche mögen es vielleicht ich fragte mich ob es denn sein muss oder ob man es hätte besser lösen können.

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    lesemaedelvor einem Monat
    Kurzmeinung: Auf zur kolonialen Safari
    Fitzgerald meets Blixen

    Eine Geschichte über Familie, Liebe, Obsession und die Schönheit eines Landes, die durch den Kolonialismus zugrunde ging. Die Reise beginnt Anfang in den 20ern. Wir erleben das Heranwachsen des jungen Theo mit. Schnell lernt er die Welt der Dekadenz, des Überflusses und der Oberflächlickeit durch Freddie und Sylvie kennen. Wilde Partys und jede Menge Alkohol fließt. Die Handlung spielt über ein Jahrzehnt kolonilaer Besiedlung und Zerstörung. Der Roman hat mich überrascht. da ich gar kein AfrikageschichtenFan bin. Die Exotik des Landes, aber vorallem das Flair und der Zeit haben mich mitgerissen.

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    Monika58097s avatar
    Monika58097vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine faszinierende Geschichte aus einer vergangenen Zeit
    Eine faszinierende Geschichte aus einer vergangenen Zeit

    Das Cover des Romans hat mich magisch angezogen. Bunt, exotisch, wild kommt es daher. Ohne zu wissen, welches Thema das Buch überhaupt hat, wusste ich, diesen Buch muss ich lesen. 

    Die Hauptperson der Geschichte ist Theo, der mit knapp 15 Jahren mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester in den Zwanziger Jahren nach Kenia kommt. Obwohl sie viel älter als er sind, schließt sich Theo dem glamourösen Paar Freddie und Sylvie an. Zu jeder Tages- und Nachtzeit wird gefeiert. Champagner und Cocktails fließen in Strömen. Man liebt das Leben. Man feiert bis zum Umfallen. Löwen und Affen hält man sich als Haustiere. Die Einheimischen werden für minderwertig und dumm gehalten. Theo tut praktisch alles, um dazu zu gehören, doch ist das wirklich seine Welt?

    Zum Studium wird Theo später in die Heimat nach Schottland geschickt. Als er zurück in Kenia ist, hat sich nicht nur die Welt verändert, sondern auch seine Freunde. Der Zweite Weltkrieg steht kurz vor dem Ausbruch. Der permanente Rassismus ist spürbar wie nie, doch lassen sich die Einheimischen das alles weiterhin gefallen? Die heile Welt der Kolonialisten bekommt starke Risse. Das Leben wird bedrohlich. Wie wird Theos sich entscheiden? Wird er bleiben oder wird er Kenia rechtzeitig verlassen, um sich woanders ein neues Leben aufzubauen?

    "Kenia Valley" - eine faszinierende Geschichte aus einer vergangenen Zeit. Kat Gordon schafft es  mit einer gewissen Leichtigkeit, dass der Leser das Gefühl hat, die Szenerie heimlich zu beobachten. Es ist eine mitreißende Geschichte, die hier und da aber auch kleine vermeidbare Längen hat. Mit Staunen liest man, wie dekadent und unmöglich sich die Kolonialherren in Afrika aufgeführt haben, wie sie die Einheimischen gescheucht haben und sie für minderwertige Menschen gehalten haben. Man staunt, ist entsetzt und doch fasziniert. 

    Absolut guter Lesestoff mit einem überraschenden Ende! 

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    Taluzis avatar
    Taluzivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Die Charaktere dieses Buches sind sowohl fiktiv als auch an tatsächlichen Personen der Happy-Valley-Clique rund um Mr Hay angelehnt.
    Happy Valley Clique

    Als Theo 15 Jahre alt ist, wandert seine Familie von England nach Afrika aus. Sein Vater ist am Bau der Eisenbahn beteiligt. Theo lernt dort den viel älteren Freddie und dessen Geliebte Sylvie kennen. Er ist fasziniert von dem Leben in den 1920er Jahren, dem Happy Valley. Es besteht aus Partys, Champagner, Exzentrik, Affären und Dekadenz.

    Theo lässt sich mitreißen von diesem wilden Leben und träumt von einem Leben mit Sylvie. Zum Studium muss er Kenia verlassen und kommt Jahre später wieder. Langsam merkt er, dass das Land und er sich verändert haben. Er lässt sich nicht mehr so schnell blenden und muss lernen seinen eigenen Weg zu gehen.


    „Kenia Valley“ von Kat Gordon ist stark angelehnt an, die Lebensgeschichte von Josslyn Hay, Earl of Erroll und seiner Happy-Valley-Clique. Der Engländer wird 1941 in der Nähe von Nairobi ermordet. Bei den Ermittlungen rund um seinen Tod, kommt sein ausschweifendes Leben ans Licht und das seiner englischen Freunde in der afrikanischen Kolonie. Dieses Leben aus Orgien, Drogen und Alkohol und einige Personen aus der Clique sind Grundlage für das Buch. Teils schillernd und faszinierend kommen einem der Kenia Valley vor. Aber nach und nach bröckelt die Fassade, das erkennt auch Theo.

    Seine Schwester Maud hat sich von Anfang an nicht in diese unsittlichen Kreise ziehen lassen, sondern hat sich für die Belange der Afrikaner interessiert und eingesetzt.

    Die Autorin hat selber ein Jahr in Kenia gelebt. Daher gelingt es ihr sehr gut das exotische und bunte Land beim Lesen lebendig werden zu lassen. Ihr Schreibstil lässt sich gut lesen und ist in der Ich-Perspektive aus Theos Sicht geschrieben. Die Geschichte ist zu einem informativ und bringt dem Leser die Kolonialzeit in Afrika näher, als auch unterhaltsam, lebendig und eindrucksvoll.

    Die Charaktere dieses Buches sind sowohl fiktiv als auch an tatsächlichen Personen der Happy-Valley-Clique rund um Mr Hay angelehnt. Hier hätte ich mir am Ende des Buches noch einen Verweis auf die Fakten und realen Charaktere gewünscht, denn es ist schon spannend diesen wahren Kern der Geschichte zu kennen.

    „Kenia Valley“ von Kat Gordon ist auf jeden Fall lesenswert!

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    killmonotonys avatar
    killmonotonyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Dekadenz und Lush Life in Kenia zur Kolonialzeit — ein Fest für die Sinne mit kritischem Blick auf die historischen Hintergründe.
    Rezension: Kenia Valley

    Ich muss gestehen, „Kenia Valley“ von Kat Gordon ist primär wegen seiner tollen Optik bei mir eingezogen. Der Plot klang ein wenig nach Lesen außerhalb der Komfortzoneund die Länge (420 Seiten, fast schon zu viel für mich!) schüchterte mich etwas ein. Dennoch kann ich nach der Lektüre bestätigen: Es hat sich gelohnt! Es geht um den 15-jährigen Theo, der mit seiner wohlhabenden Familie nach Kenia zieht, da sein Vater, zuständigen für die erste Eisenbahnlinie in Afrika, dort seiner Arbeit nachgehen wird. Nach ihrer Ankunft begegnet die Familie dem charmanten Freddie und seiner absolut hinreißenden Geliebten Sylvie, und Theo ist sofort Feuer und Flamme für die beiden — besonders für Sylvie. Dass beide zehn Jahre älter sind, scheint höchstens Theos Eltern zu stören, und schon bald taucht er ab in eine Welt des Glamours, aus Champagner, Freizügigkeit, Sundownern, Affären und Krocket — und wilden Sexpartys. Theo liebt sein Leben, er liebt seine Freunde und ihren Lebensstil. Alle erscheinen glücklich, mit ihren afrikanischen Hausdienern, die alle „Totos“ nennen, und die Lebensfreude dort in Kenia könnte kein Wässerchen trüben. Dennoch sehnt Theo sich nach der Zuneigung Sylvies, und es bricht ihm das Herz, als er mitgeteilt bekommt, sie verlasse das Land.

    Daressalam war exotisch gewesen, aber dieses neue Kenia war das Afrika, von dem ich geträumt hatte […], und ich konnte es kaum abwarten, dass die Zugfahrt ein Ende nahm und mein Leben in dieser unglaublichen Landschaft begann.

    Die Geschichte setzt fünf Jahre später wieder ein, nachdem Theo sein Studium abgeschlossen hat und nach Afrika zurückkehrt. Jetzt, als Mann, will er Sylvie für sich gewinnen und Freddie ausstechen. Doch Kenia scheint nicht mehr dasselbe zu sein: Freddie und alle anderen der Clique erscheinen müde und verbraucht, obwohl sie standhaft versuchen, den Happy Valley Lifestyle aufrechtzuerhalten. Sylvies Mann ist zwischenzeitlich gestorben und Theos Schwester birgt ein Geheimnis, das sie ihren Eltern und keinem im Dorf erzählen kann. Dazu kommen noch heftige politische Debatten, aus denen Theo sich eigentlich heraushalten will, als Freddie jedoch eine rechten britischen Organisation beitritt und für sie starke Werbung betreibt, wird Theo zum ersten Mal seit seiner ersten Ankunft in Kenia vor zehn Jahren gezwungen, sich Gedanken zu machen, ob seine Freunde wirklich so gut für ihn sind und ob er das elitäre Gehabe und die Respektlosigkeit gegenüber den Totos weiter tatenlos mit ansieht. Denn obwohl seine Liebe zu Sylvie endlich beantwortet scheint, geschehen in Afrika Dinge, mit denen Theo so nicht gerechnet hat.

    Kat Gordon zeichnet mit „Kenia Valley“ ein detailliertes Portrait Afrikas zur Blüte der Kolonialzeit, bevor Aufstände und Unruhen das friedliche Leben der reichen Anwohner zunichte machen. Sie lässt uns teilhaben am schillernden Alltag des Happy Valley Sets, der nur aus Feiern, festlichen Dinnern und Exzessen zu bestehen scheint. Dazu lässt sie historische Elemente einfließen, um uns ein akkurates Bild zu präsentieren: Die Rolle der Frau wird beispielsweise dargestellt, die zwar in England bereits wählen darf, aber in Kenia nicht unverheiratet wohnen darf. Alle Bewohnerinnen des Valley leiden mehr oder weniger darunter und heiraten sofort den Nächstbesten, sobald ihr Gatte nicht mehr passend erscheint. Theos Schwester Maud leidet ganz besonders unter den Umständen in Kenia, sie ist gegen den herablassenden Umgang mit den Totos, Elfenbeinhandel und die Entwürdigung der Afrikaner im Allgemeinen. Sie ist es auch, die Theo zum Denken zwingt, denn er befindet sich auch bei seinem zweiten Aufenthalt in Kenia unter dem Bann des Happy Valley Sets, auch wenn er das nicht wahrhaben will.

    Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/kat-gordon-kenia-valley

    Kommentare: 1
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    Erdhaftigvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr lesenswert - ein Stück Kolonialgeschichte
    Kenia Valley

    lles dreht sich um die Entwicklung, die der Jugendliche Theo in der Zeit zwischen seinem 15. und 27. Lebensjahr vollzieht. In dieser Zeit lernt er verschiedene Gesellschaftsschichten in Kenia und Schottland ebenso wie die Wandlungsfähigkeit des Menschen an sich kennen. Er verliert, gewinnt, entdeckt verschiedene Arten des Leidens, des Betrügens und lernt vieles. Immer geht es um Liebe, wenn auch nicht im Sinn von Romanzen. Obwohl man das zu Beginn durchaus denken könnte. Es ist eine Geschichte, die sich in einem Erzählstrang durchzieht. Geeignet für Männer und Frauen, gut erzählt und so, dass ich unbedingt dran bleiben wollte. Spannend verfasst, lernt man alle Figuren gut genug kennen, um sie einschätzen zu können. Auch die Nebenfiguren sind hervorragend ausgearbeitet. Die Struktur des Romans bildet ein festes Korsett, straff und nicht zu fest geschnürt.

    Atmosphärisch dicht führt Kat Gordon nebenbei ins Kenia der 1920- bis 1940-er Jahre ein. Sie zeigt die noch anwesende, politische Struktur der damals noch britischen Kolonie auf und auch das scheinbar unbeschwerte Leben der britischen Mittel- und Oberschicht. Egal, ob auf dem Land oder in den Städten: auch die fast schon versteckt anmutenden Hinweise auf mögliche Unruhen, beginnender Feminismus in der Kolonie, Tabubrüche und die Denkweise mancher Lebemänner bescheibt die Autorin elegant und spannend. Sie deutet vieles an, kehrt immer wieder zu Theo zurück. Das Ende ist nicht vorhersehbar und auch kein happy end im herkömmlichen Sinn.

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    Luviardavor 3 Monaten
    Eine Geschichte die man nicht vergisst

    Wir begleiten den 15 jährigen Theo und seine Familie nach Afrika, wo sie leben sollen. Der Vater hat dort seinen Job, der es verlangt, dass die Familie auswandert.

    Schnell lernt Theo den netten Freddy und seine bezaubernde Sylvie kennen. Hin und weg von Ihrer Schönheit, begibt sich Theo in die Kreise der "Wilden Zwanziger" von Freddy und Sylvie und lernt somit sehr früh das Partyleben kennen.

    Also er Jahre nach seinem Studium in Schottland zurück kehrt, 
    kann er die Zeit und vor allem Sylvie nicht vergessen und such erneut den Kontakt. Von da an beginnt eine Zeit, 
    die alles andere als einfach ist. Viel Leid, Betrug und Machtspiele stehen auf den Tagesplan.

    Am meisten interessiert, hat mich aber die Geschichte von Maud, Theos kleine Schwester. Sie war mir sehr sympathisch.

    Der Schreibstil war super und der Anfang hat mich total gefesselt, doch im Laufe kamen mir zu viele Personen vor und ich kam nicht mehr so gut mit. Es kann sein, dass es auch das Thema Politik war, welches es mir etwas schwer gemacht hat, den Überblick zu behalten.
    Im Ganzen, fand ich die Geschichte aber super. Auch wenn sie 
    keine "Happy Ending Story" ist.
    Afrika Flair wurde trotzdem super bildlich dargestellt. 

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    Milagrovor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Absolut lesenswert!
    Kenia, mon amour

    Ich habe dieses Buch geliebt. Schon das Cover ist ein Hingucker, man beachte den rauchenden Affen, der im Verlauf der Geschichte eine Rolle spielen wird. In den 1920er Jahren ziehen der 15-jährige Theo, seine Schwester Maud und Eltern  nach Kenia. Schon kurz nach der Ankunft lernen sie Sylvie und Freddie kennen, die zwar in der dortigen britischen Gesellschaft nicht besonders angesehen sind, für Theo aber die Verkörperung der Freiheit darstellen. Er verliebt sich in Sylvie, sie feiern mit Freddie Parties und leben ein Leben in Luxus, ohne große Probleme. Das ändert sich auch nicht, als Theo sein Studium in Großbritannien abgeschlossen hat, erwachsen kehrt er zurück. 

    Es ist ein Genuss, dem Geschehen zu folgen, die Beschreibungen sind faszinierend, man taucht völlig ein in diese Welt. Atmosphärisch dicht, mit poetischen und eindrucksvollen Bildern erlebt man das weithin  unbeschwerte Leben mit. Dass sich das soziale Gefüge ändert, die Briten nicht gern von ihrer Dekadenz trennen wollen, bleibt nicht unerwähnt, geschickt führt die Autorin uns durch eine politisch interessante Zeitspanne. 
    Man liest, inhaliert, fühlt und erlebt ganz unmittelbar, ein gelungener Erstling!

    Ich habe jede Seite genossen.

    Kommentare: 4
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    kalemanniavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Gut, um mal nach Kenia abzutauchen
    eine Reise nach Kenia

    Cover:
    Das Cover ist einfach nur wunderschön gestaltet. Es bildet auch das ab, was man sich unter dem Buch vorstellt: Eine große Vielfalt an Tierenin Kenia und Glamour. Definitiv ein coer, nach dem ich im Buchhandel greifen würde!

    Klappentext:
    Theo ist fünfzehn, als er mit seiner Familie in den 1920er Jahren aus England nach Kenia kommt. Dort lernt er den viel älteren Freddie und dessen Geliebte, die wunderschöne Sylvie kennen. Ihre exotische Welt wird auch sein Zuhause – ein Leben voller Glamour, Exzentrik, Affären und Partys, das berühmte Happy Valley Set. Theo verliebt sich in die unerreichbare Sylvie und lässt sich mitreißen von der abenteuerlichen Welt, wo scheinbar alles möglich ist.
    Als Theo nach seinem Studium in England nach Kenia zurückkehrt, ist nichts wie zuvor. Das Land hat sich verändert, und er sich auch. Sein Vertrauen in die Freunde und ihre kleine Welt inmitten des kolonialen Afrika bekommt Risse – und die Lage wird zunehmend bedrohlich.

    Meine Meinung:
    Anfangs habe ich sehr schwer in das Buch hereingefunden, aber nach und nach gefiel es mir immer besser! Dieses ganze High Society Gehabe war mir etwas too much, aber nichtsdestotrotz hat mir das Buch am Ende gut gefallen. Der Schreibstil ist gut lesbar, wenn auch teilweise etwas melodramatisch. Ein Roman, der ein kurzweiliges Lesevergnügen bietet, ich glaube allerdings, dass ich nicht noch einmal danach greifen würde.

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    FrauSchnappholdvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Kurzweilig und unterhaltsam, bleibt aber nicht im Gedächtnis.
    Sundowner im Kenia der 20er Jahre

    Kat Gordon nimmt ihre Leser in „Kenia Valley“ mit ins Kenia der 20er und 30er Jahre. Theo ist 14 Jahre alt, als er mit Mutter und Vater und der 10-jährigen Schwester Maud aus England nach Nairobi kommt. Er ist nicht nur überwältigt von den Gerüchen, Pflanzen und Tieren, sondern auch von Freddie und Sylvie, die deutlich älter sind als er selbst.

    Obwohl die Eltern nicht viel von den neu geknüpften Kontakten halten, nutzt Theo jede Gelegenheit an ausschweifenden Dinnerparties, Pferderennen, Orgien und anderen Events der englischen High Society teilzunehmen. An Freddie nimmt er sich ein Vorbild, hält ihn für einen unfehlbaren Kerl und in Sylvie verliebt er sich unsterblich und tut alles für sie. So lässt sich der Protagonist mitten in der Pubertät von einer schillernden Welt einnehmen, in der man tut, wozu man Lust hat und das Leben im Moment genießt.


    Es vergehen einige Jahre, in denen Theo sein Studium in Europa absolviert, diese werden allerdings ausgeblendet. Er kehrt als junger Erwachsener nach Kenia zurück und stellt immer mehr fest, dass die Welt, wie er sie sich bisher gedacht hatte, noch ein anderes Gesicht hat. Er erlebt Skrupel, Intrigen, Machtgier und Egoismus und erkennt erst zu spät, dass er ein Teil davon ist.


    „Kenia Valley“ ist anfangs eine exotische, bunte Reise ins Afrika der 20er Jahre. Gordons Schreibstil ist unkompliziert und detailliert genug, um sich in das Setting hineinzuversetzen. In der Mitte des Buches hat man dann genug von den vielen Sundownern, Late-Night-Dinnern und durchzechten Barbesuchen und die Story gerät etwas ins Stocken. Aufgerüttelt wird der Leser wieder im letzten Teil durch – meiner Ansicht nach – teils sehr melodramatische Schilderungen und man ertappt sich selbst beim Stirnrunzeln über die ein oder andere Szene.

    Im Großen und Ganzen bietet „Kenia Valley“ einen kurzweiligen, oberflächlichen Ausflug nach Kenia mit historischem Hintergrund. Nichts, was einem ewig im Gedächtnis bleibt, für die Dauer des Lesens jedoch unterhaltsam ist.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    AtlantikVerlags avatar


    »Dieser Ort bricht mir das Herz.«

    In ihrem Roman »Kenia Valley« erzählt Kat Gordon elegant und einzigartig atmosphärisch eine Geschichte von tiefer Liebe und großen Enttäuschungen, von wahren und falschen Freunden und von einer Suche nach sich selbst. Ein bewegendes Buch mit einer besonderen Kulisse: das Kenia der zwanziger und dreißiger Jahre. Wer will mitlesen und diesen Schatz entdecken?

    »Ich habe »Kenia Valley« von Kat Gordon verschlungen und werde es zu meinem Buch des Sommers machen!«
    Wera Meier, Heymann Buchhandlung, Elmshorn

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    Autoren oder Titel-CoverTheo kommt in den zwanziger Jahren mit seiner Familie aus England nach Kenia. Dort lernt er den viel älteren Freddie und dessen Geliebte, die wunderschöne Sylvie, kennen, die ihn vom ersten Moment an faszinieren. Ihre exzentrische Welt wird auch sein Zuhause – ein Leben voller Glamour, Affären, Drogen und Partys. Doch am Ende muss Theo entscheiden, was der einzig richtige Weg ist.






    Die Autorin

    Autoren oder Titel-CoverKat Gordon hat lange Ostafrika bereist und ein Jahr in Kenia gelebt. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und machte ihren Master in Creative Writing am Londoner Royal Holloway College. Ihr Debüt The Artificial Anatomy of Parks erschien 2015 bei Legend Press und war auf der Shortlist für „Not the Booker“. Sie lebt in London.
    Foto: © Charlotte Knee Photography


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