Kat Rosenfield

 3.6 Sterne bei 58 Bewertungen
Autorin von Tiefe Wellen, Toter Sommer und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kat Rosenfield

Kat Rosenfield lebt und arbeitet in Neuengland. Sie schreibt Romane und für den Musiksender MTV, Beiträge über Filme und Promis. Ihr erster Roman „Toter Sommer“ erschien 2014 und war nominiert für den Edgar Award.

Alle Bücher von Kat Rosenfield

Tiefe Wellen

Tiefe Wellen

 (38)
Erschienen am 21.05.2015
Toter Sommer

Toter Sommer

 (19)
Erschienen am 24.04.2014
Amelia Anne Is Dead and Gone

Amelia Anne Is Dead and Gone

 (1)
Erschienen am 05.07.2012
Inland

Inland

 (0)
Erschienen am 12.06.2014

Neue Rezensionen zu Kat Rosenfield

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leselurchs avatar

Rezension zu "Toter Sommer" von Kat Rosenfield

Atmosphärischer Jugendthriller!
leselurchvor 3 Jahren

*Worum geht's?*
Becca will schon lange nur eines: raus aus Bridgeton! Nach ihrem Abschluss will sie endlich ein neues Leben beginnen. Zusammen mit ihrem Freund James will sie ihren letzten Sommer genießen, doch dann kommt alles anders: Erst macht James eiskalt mit ihr Schluss, nachdem sie die Nacht zusammen verbracht haben, und dann wird auch noch ein totes Mädchen am Straßenrand aufgefunden. Ganz Bridgeton verfällt in Panik und sucht nach dem Mörder. Als Becca selbst auf Hinweise stößt, ändert sich plötzlich alles…

*Meine Meinung:*
Eine Leiche, die so misshandelt ist, dass man die Identität des Mädchens nicht bestimmen kann. Eine Kleinstadt im Süden, die in Aufruhr gerät. Erwachsene, die sich mit dem alltäglichen Trott abgefunden haben, und Jugendliche, die sich nach einer Zukunft sehnen. Mit „Toter Sommer“, ihrem Debütroman, legt Autorin Kat Rosenfield einen atmosphärischen Jugendthriller vor, der einen die schwüle Hitze der Kleinstadt Bridgeton am eigenen Leibe spüren lässt. Es ist eine Geschichte voller Abgründe. Eine Geschichte über den Mut, loszulassen und Abschied zu nehmen, aber auch darüber, einen Neuanfang zu wagen. Kat Rosenfield erzählt in „Toter Sommer“ die Geschichte von Becca, die den letzten Sommer in ihrer Heimatstadt verbringt, doch durch den geheimnisvollen Mord an einem Mädchen noch einmal all ihre Pläne überdenken muss.

Becca ist eine Protagonistin, die genau deshalb fasziniert, weil sie nicht das typische nette Mädchen von Nebenan ist. Sie ist kein offenherziges, rundum sympathisches Mädchen, das man dank ihrer liebenswürdigen und lebenslustigen Art einfach ins Herz schließen muss, sondern eine junge Heranwachsende voller Ängste. Sie ist verletzlich – verletzlicher als sie selbst glaubt – und trifft aus Panik extreme und verheerende Entscheidungen. Becca macht Fehler, die man entschuldigen kann, und Fehler, die sie nie wieder wird gutmachen können. Diese Unvollkommenheit ist es, die Becca so lebendig wirken lässt. Sie ist keine Hauptfigur, der man stets gerne beisteht, aber eine volle Menschlichkeit, eine, die man verstehen kann – und genau das macht Becca zu einer großartigen Protagonistin.

Neben Becca spielt vor allem ihr Freund James eine entscheidende Rolle in „Toter Sommer“. Im Gegensatz zu Becca, die man auf den ersten Seiten als fleißige Schülerin kennenlernt, steht James von Anfang an als fieser Mistkerl dar. Er verlässt Becca auf mieseste Art und Weise und sorgt dafür, dass man Mitleid mit ihr hat, dass man sich auf einer emotionalen Ebene mit ihr verbunden fühlt. Ganz im Gegensatz zu ihm: Nach dem, was er Becca angetan hat, will man James gar nicht mehr mögen! Aber hat er das tatsächlich verdient? „Toter Sommer“ ist ein Roman voller Facetten und auch James ist alles andere als ein oberflächlicher Charakter. Er hat seine Beweggründe; Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart, die ihn geprägt haben. Sicherlich ist auch James nicht frei von Fehlern und falschen Entscheidungen, doch auch ihn lernt man mit der Zeit zu verstehen. Hinter seiner Persönlichkeit steckt mehr als der grobe Schulabbrecher, den die Vorstadt-Klischees aus ihm machen wollen.

„Toter Sommer“ wird aus zwei Perspektiven erzählt. Den Großteil der Geschichte, den Haupthandlungsstrang, erzählt Protagonistin Becca aus ihrem persönlichen Blickwinkel. Sie lässt die Leser am Kleinstadt-Flair teilhaben, zeigt, wie sich ihr Leben, aber auch das der anderen Bewohner von Bridgeton durch den Mord an dem unbekannten Mädchen verändert. Parallel dazu hat Kat Rosenfield einige Kapitel einfließen lassen, in denen ein außenstehender Erzähler von den letzten Erlebnissen des ermordeten Mädchens von ihrem Tod berichtet. Mit jeder Seite wachsen die zwei Handlungsstränge, die bis auf ein paar ungünstige Zufälle zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, enger zusammen und verschmelzen bis zum Epilog zu einer verhängnisvollen Schlinge. Was steckt hinter dem Tod des Mädchens – und wer ist der wahre Mörder?

Kleinstädte haben eine ganz besondere Atmosphäre, die vor allem für Thriller eine perfekte Grundlage bieten. Wo sonst wird so viel getuschelt und getratscht? Wo sonst verbreiten sich Gerüchte so schnell wie ein Lauffeuer? Und wo sonst spielen Klischees und Vorurteile eine so entscheidende Rolle in der Meinungsbildung der Menschen? Kat Rosenfield lässt in ihrem Roman kein Kleinstadt-Merkmal aus und zeigt auf erschreckende Weise, welche Konsequenzen all dies mit sich ziehen kann. Die meisten Jugendlichen von Bridgeton verlassen ihre Heimatstadt, sobald sie ihren Abschluss in der Tasche haben. Doch es stellt sich die Frage: Fliehen sie vor dem Trott der Kleinstadt? Der Langeweile? Oder flüchten sie vor etwas ganz anderem? Eines steht fest: Die Kleinstadt-Atmosphäre sorgt für jede Menge Spannung.

*Fazit:*
„Toter Sommer“ von Kat Rosenfield ist ein atmosphärischer Jugendthriller, der einen die schwüle Hitze der Kleinstadt Bridgeton am eigenen Leib spüren lässt. Die Geschichte von Becca, die nach diesem letzten Sommer alles hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen will, und dem Mädchen, das tot am Straßengraben aufgefunden wird, ist voller Spannung, aber auch voller Gefühl. Es ist ein Roman, der weit über die Grenzen des Genres hinwegreicht. Eine Geschichte über den Mut, loszulassen und neu zu beginnen. Ein perfektes Sommerbuch für mitreißende Lesestunden auf eine ganz besondere Art und Weise! Für „Toter Sommer“ vergebe ich schwache 4 Lurche.

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thora01s avatar

Rezension zu "Tiefe Wellen" von Kat Rosenfield

Der Ruf der Ozeane
thora01vor 3 Jahren

Inhalt/Klappentext: Das Meer ruft mich. Ich kann es spüren. Allie Morgan hat Angst vor dem Wasser. Ihre Mutter ist ertrunken Unfall oder Selbstmord? Durch eine mysteriöse Krankheit steigt das Wasser auch in ihrer Lunge. Doch als ihr Vater ausgerechnet im feuchtwarmen Florida einen Job annimmt, verschwinden die Symptome. Callie findet Freunde, ein Junge verliebt sich in sie. Aber das schicksalhafte Verhältnis ihrer Familie zum Wasser scheint sie zu verfolgen.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist spannend und ergreifend geschrieben. Die Zusammenhänge sind nicht ganz klar. Erst gegen Schluss werden diese erkennbar. Die Protagonistin ist sehr facettenreich. Es wird sehr gut auf die jugendliche Gedankenwelt der Hauptprotagonisten eingegangen. Die Geschichte verbindet Familiengeheimnisse, mysteriöses und die erste Liebe. Diese Elemente machen aus diesem Buch etwas besonderes. Der Schluss gefällt mir sehr gut. Er hinterlässt ein lachendes und ein weinendes Auge. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist sehr jugendlich und genau an die Zielgruppe angepasst.

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Sunshine_Bookss avatar

Rezension zu "Tiefe Wellen" von Kat Rosenfield

Leider absolut nicht meins
Sunshine_Booksvor 3 Jahren

Inhalt:
Callie Morgan hat Angst vor dem Wasser. Ihre Mutter ist ertrunken – Unfall oder Selbstmord? Durch eine mysteriöse Krankheit steigt das Wasser auch in ihrer Lunge. Doch als ihr Vater ausgerechnet im feuchtwarmen Florida einen Job annimmt, verschwinden die Symptome. Callie findet Freunde, ein Junge verliebt sich in sie. Aber das schicksalhafte Verhältnis ihrer Familie zum Wasser scheint sie zu verfolgen. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Ein schönes Cover, aber es wirkt nicht gerade wie das, eines Jugendbuchs.

Titel:
Passt ganz gut, da Wasser auf jegliche Weise das Hauptthema ist.

Schreibstil:
Langsam, langsam, noch langsamer. Der Schreibstil plätschert vor sich hin, im gleichen langsamen Takt wie die Geschichte. Irgendwie habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass endlich ein bisschen das Tempo anzieht, aber nichts passiert. Leider passiert genau das nicht. Selbst zum Ende hin hatte ich jetzt kein Highlight in der Hand.

Charaktere:
Callie hatte viel Potenzial. Eine mysteriöse Krankheit, Florida als neue Heimat, ein neuer Freundeskreis, ein Junge ... ihr merkt, worauf ich hinauswill? Ja, das waren die perfekten Zutaten! Und nichts davon wurde so ausgeschöpft, wie es hätte sein können. Während Callie mit all ihren Eigenschaften noch gut charakterisiert ist, ist der Rest der Charaktere leider blass und lieblos gestaltet.

Erwähnenswert:
Der Klappentext verspricht viel, aber ich hätte mir einen Hinweis auf das Genre gewünscht.

Stuck in my Head:
»Ich blicke das erstarrte Lächeln meiner Mutter an, präge mir ihre Gesichtszüge ein, vor denen ich mich fürchte, sie allmählich zu vergessen.« (S.197) 

Kriesenreif:
Wo fange ich an? Das Buch hat von vorne bis hinten nicht zu mir gepasst und ich habe mich durchgequält!

Fazit:
Das war wohl nix. Wer auch ruhige Geschichten mit ein bisschen Mystik steht, nur zu. Aber der Fischer Verlag hat schon deutlich bessere Bücher auf den Markt gebracht. Ich war wirklich negativ überrascht.

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