Katarina Schickling

 4,4 Sterne bei 60 Bewertungen
Autor*in von Die 100 besten Eco Hacks, Der Konsumkompass und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Katarina Schickling ist Dokumentarfilmerin, Ernährungsexpertin und Autorin mit einem Schwerpunkt auf Nahrungsmitteln und der dazugehörigen Industrie. Als Expertin wird sie in zahlreichen Medien immer wieder zurate gezogen, wenn es ums Essen und umweltbewusste Leben geht. Sie lebt und arbeitet in München.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Katarina Schickling

Cover des Buches Die 100 besten Eco Hacks (ISBN: 9783442179121)

Die 100 besten Eco Hacks

 (20)
Erschienen am 16.05.2021
Cover des Buches Der Konsumkompass (ISBN: 9783442179459)

Der Konsumkompass

 (14)
Erschienen am 19.06.2022
Cover des Buches Besser einkaufen (ISBN: 9783451600531)

Besser einkaufen

 (13)
Erschienen am 19.02.2018
Cover des Buches Aber bitte mit Butter (ISBN: 9783451031250)

Aber bitte mit Butter

 (7)
Erschienen am 19.02.2018
Cover des Buches Mein Lebensmittelkompass (ISBN: 9783442179558)

Mein Lebensmittelkompass

 (5)
Erschienen am 21.02.2023
Cover des Buches Der Konsumkompass (ISBN: 9783844539509)

Der Konsumkompass

 (1)
Erschienen am 26.04.2020

Neue Rezensionen zu Katarina Schickling

Cover des Buches Mein Lebensmittelkompass (ISBN: 9783442179558)
sansols avatar

Rezension zu "Mein Lebensmittelkompass" von Katarina Schickling

aufklärendes Sachbuch - verständlich geschrieben
sansolvor 8 Monaten

Keine leichte Lektüre aufgrund der geballten Informationsdichte aber auf jeden Fall lesenswert. Es sind natürlich Dinge dabei von denen man als Konsument schon mal gehört hat bzw. der gesunde Menschenverstand sagt einem dass z.B. jahreszeitenuntypisches oder aus Übersee eingeflogenes Obst und Gemüse nicht nachhaltig sein kann.

Erschreckend war für mich wie groß der Handlungsspielraum der Lebensmittelkonzerne bezüglich der Deklaration war, das  „regionales“ großzügig mit ausländischen Zutaten gemischt wird.

Ein Sachbuch welches informiert und zum Nachdenken über den Umgang mit dem eigenen Konsum anregt.

Cover des Buches Der Konsumkompass (ISBN: 9783442179459)

Rezension zu "Der Konsumkompass" von Katarina Schickling

Leicht verständliches, gut recherchiertes Sachbuch, um sich mit dem eigenen Konsum, aber auch den grundsätzlichen Problematiken von Nachhaltigkeit zu beschäftigen.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten

Das kann doch alles nicht wahr sein. Da halte ich mich schon für gut informiert und lebe zunehmend minimalistischer und vegantarischer (halb vegan, halb vegetarisch), lege Wildbienenbeete an und baue Nisthilfen für Insekten, fahre mehrheitlich mit dem ÖPNV und achte beim Einkaufen auf nachhaltige Bioprodukte und Fair Trade, lese regelmäßig bei Utopia oder Nabu mit und denke, dass ich damit meinen kleinen Beitrag leiste, die Welt (wenn auch nur ein ganz klein wenig) besser zu machen. Mag ja auch stimmen, aber Katarina Schickling hat mit dem Konsumkompass einen Ratgeber geschrieben, der sich sowohl im Ton als auch mit den gut recherchierten Hintergrundinformationen wunderbar von unzähligen anderen Büchern abhebt, und dabei zeigt, wie viel es immer noch zu tun gibt, und wie sehr ich immer noch Mythen und Werbelügen aufsitze.

Eine der wesentlichsten Erschütterungen ist, dass Handyladegeräte Strom verbrauchen obwohl das Handy, also der Stromabnehmer, gar nicht angeschlossen ist. Was zum…? Warum? Mag ja sein, dass das für viele klar war, für mich war das neu. Bisher galt ja eigentlich immer, dass etwas angeschlossen oder angestellt bzw. auf Standby sein muss. Aber jetzt reicht es offensichtlich schon aus, dass der Stecker überhaupt am Netz ist. Apropos Stecker, die Waschmaschine verbraucht auch Strom, wenn sie gar nichts macht außer ausgeschaltet darauf zu warten, dass sie mal angeschaltet wird. Das kann doch nicht euer ernst sein. Dass Windows 10 standardmäßig gar nicht mehr richtig runterfährt, sondern ewig im nicht erkennbaren Standby verbleibt, das ist man von Microsoft ja schon gewohnt bzw. habe ich es umständlich abgeschaltet, so dass der Rechner jetzt wieder wirklich aus ist. Aber die Waschmaschine toppt ja wohl alles.

Konsumverzicht rettet Leben

Katarina Schickling nimmt sich zahlreicher Themen an, die wir alle einfach ändern können, wenn wir denn überhaupt erst einmal um die Problematik wissen. Wer wusste schon, dass man die Deckel von Joghurts u.ä. abziehen muss, damit die auch wirklich wiederverwertet werden können. Materialmix ist hier das Zauberwort. Da sind auch viele vermeintlich selbstverständliche Sachen bei, muss man nur eben mal drüber nachdenken. Coffee to go. Voll praktisch? Voll die Drecksschleuder, wohl eher. Und wie ist das eigentlich mit Einkaufstüten? Sind Papiertüten wirklich besser? Was muss eigentlich alles betrachtet werden, wenn man sich über konkurrierende Produkte informieren will. Es reicht ja nicht lediglich den Ausgangsrohstoff zu betrachten, auch wenn das sicherlich ein schwerwiegendes Argument ist. Aber wichtig sind eben auch Energieeinsatz, Transport, Verarbeitungsprozess uvm. Da kann dann schon mal rauskommen, dass Jutebeutel oder Papiertüten ebenfalls problematisch sind.

Recycling, Reisen und Mobilität, Stromverschwender, Akkus, Handys, Obst, Palmöl, Wasser, Reinigungsmittel, Kleidung – alles kommt auf den Prüfstand. E-Scooter, die neue grüne Bewegungsmethode? Auch nur ein Marketinghype und ein Umweltdesaster. Oder Geräte, die einfach simulieren sie wären kaputt, nur damit man das nächste Produkt kauft. Schicklings Konsumkompass ist ein leicht verständliches, gut recherchiertes Sachbuch, um sich mit dem eigenen Konsum, aber auch den grundsätzlichen Problematiken von Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Denn Schickling stellt auch die Zusammenhänge her, welche Folgen unser Konsumverhalten für Mensch und Umwelt hat. Ein echter Augenöffner. Problematisch und inkonsequent bleibt für mich nur der Umgang mit Fleisch, aber das muss nun mal jede*r mit sich selbst ausmachen.

Cover des Buches Mein Lebensmittelkompass (ISBN: 9783442179558)
Buechermagies avatar

Rezension zu "Mein Lebensmittelkompass" von Katarina Schickling

Das sollte jeder wissen
Buechermagievor einem Jahr

Das Layout und angesprochene Themen

Um die Funktion als Ratgeber zu erfüllen, hat das Buch ein detailliertes Inhaltsverzeichnis, in dem man bestimmte Themen einfach nachschlagen kann. Im hinteren Teil des Buches gibt es auch ein Register mit Begriffen und wo sie im Buch erwähnt werden. 

Dieses Layout gefällt mir sehr gut, da es überschaulich ist und man schnell Stellen wiederfindet.

Die Auswahl der Themen ist meiner Meinung nach sehr üppig und umfasst einen großen Teil von dem, was man für das Allgemeinwissen über Lebensmittel und Einkauf wissen sollte. Neben den allgemeinen Themen Klima, Konsum, Verdienst und Einkauf wird im zweiten Teil des Buches jede größere Lebensmittelkategorie, von Fleisch, Fisch und Milchprodukten zu Gemüse, Obst, Getreide, Ölen, einzeln angesprochen und unter den Aspekten des Klimas, der Herstellung und der Nährwerte diskutiert. 

Zudem gibt es im dritten Teil eine Zusammenfassung von wichtigen Lebensmittelsiegeln, die jeder von uns kennt, aber niemand weiß so genau, was sie bedeuten. Beispielsweise wird die Nummer auf Eiern erklärt oder welche Haltungsstufen bei Fleisch was genau bedeuten.

Schreibstil

Die Autorin hat es gut hinbekommen, einen verständlichen Schreibstil für komplizierte Themen zu finden. Natürlich wird es immer mal anstrengend zu lesen, was jedoch den komplexeren Themen geschuldet ist, die an einigen Stellen erläutert werden.

Was mir gut gefällt ist, dass die Autorin auch Erfahrungen aus ihrem Leben als Reporterin einbringt und zeigt, dass sie sich schon persönlich mit dem Thema beschäftigt hat und auch selbst Konsumentin ist. Sie präsentiert sich somit nicht nur als Expertin, sondern auch auf Augenhöhe der Leser*innen und zeigt, dass auch sie unsere Einkaufs- und Esserfahrungen teilt.

Dinge, die mir im Gedächtnis geblieben sind

1. Es ist wirklich spannend, aber auch erschreckend, wenn man seinen Einkauf durchgeht und einmal nachvollziehen möchte, wo die Produkte herkommen. Auf meiner Dose Tomaten steht, es seien italienische Tomaten, aber eigentlich werden die Tomaten aus China importiert und in Italien in Dosentomaten verarbeitet und dann nach Deutschland geschickt. Was ein langer, klimaschädlicher Weg für nur eine Dose Tomaten!

2. Von 2009 bis 2017 wurden Nutztierbetriebe nur alle 17 Jahre kontrolliert. Ein Biohof wird mindestens einmal pro Jahr auch ohne Anlass kontrolliert. 

3. Ich persönlich lebe aus ethischen Gründen seit vielen Jahren vegetarisch. Daher hat mich besonders das Thema Fleisch und Fisch interessiert. Die Autorin selbst hat sich als Fleischesserin geoutet, ist dafür jedoch sehr vernünftig und kritisch mit dem Thema umgegangen, indem sie auf Tierwohl und die Milchindustrie aufmerksam gemacht hat. 

4. Ich habe das erste mal von 'Separatorenfleisch' gehört, das entsteht, wenn grob zerkleinerte Knochen mit Fleischresten durch Siebe gepresst werden. Damit wird beispielsweise Schweine- oder Geflügelfleisch gestreckt, sodass es ein finanzieller Vorteil für den Verkäufer ist.

5. Ursprünglich konnten erwachsene Menschen keine Milch verarbeiten, durch eine Genmutation können wir heute auch als Erwachsene Menschen Milchzucker verdauen.

6. 'Weidemilch' ist kein geschützter Begriff, jede Molkerei kann selbst definieren, was bei ihnen als Weidemilch gilt. Es hat sich so eingependelt, dass 120 Tage Weidegang mit mindestens 6 Stunden reicht, damit die Milch 'Weidemilch' heißen kann. Somit muss eine Kuh nur ein Zwölftel ihres Lebens auf der Weide verbringen.

Über manche Themen war ich auch wirklich erschrocken, beispielsweise wie viel in der Lebensmittelindustrie getrickst wird und Konsumenten gar nicht mehr die Möglichkeit zu einem transparenten Prozess haben. 

Die Sache mit den Pilzen

Immer wenn ich jemandem erzählt habe, dass ich gerade Mein Lebensmittelkompass lese, habe ich die Sache mit den Pilzen erwähnt.

Durch die Verpackung als regionale Champignons bezeichnet, kamen sie eigentlich ursprünglich aus die Pilzbeete in den Niederlangen angelegt werden und dann kurz vor der Ernte importiert werden. Weil sie dann in Deutschland geerntet wurden, darf der Betrieb sie als "regional aus Deutschland" bezeichnen.

Themen, die mir gefehlt haben

Es handelt sich um einen sehr umfassenden Ratgeber, der Themen kurz und knackig behandelt. Daher kann ich nicht sagen, dass mir Themen gefehlt hätte, da sich das sonst auf die Qualität des Buches ausgewirkt hätte.

Dennoch hätte ich über manche Themen gerne Genaueres gewusst, was jedoch das Format des Buches sprengen würde. Daher sehe ich dieses Buch als umfassende Einführung in das Thema, das zum Nachdenken und Weiterlesen anregt.

Kritik

Wie schon erwähnt, hat die Autorin immer ihre eigenen Erfahrungen mit reinfließen lassen, was das Buch sehr authentisch gemacht hat. An einigen Stellen, wo zum Beispiel Fachthemen erklärt werden, hat mich diese subjektive Sicht jedoch ein bisschen gestört und ich hätte mir einen objektiveren Blick gewünscht.

Ich fand super, dass oft im Text in den Fußnoten Quellenverweise zu Artikeln gegeben waren. Letztendlich hätte ich mir jedoch zusätzlich ein Quellenverzeichnis am Ende des Buches gewünscht, wo man noch einmal Nachschlagen kann.

Für wen ist dieses Buch gedacht & Fazit

Meiner Meinung nach wird in diesem Buch Wissen vermittelt, das jeder Mensch haben sollte. Was heißt die Nummer auf den Eiern? Wie gut geht es Tieren eigentlich, deren Fleisch unter Haltungsform 4 eingestuft ist? Wie kommt das tropische Obst zu uns in den Supermarkt und warum sind manche Lebensmittelverpackungen so kryptisch und undurchsichtig? Jeder, der bewusst einkauft, hat sich diese Fragen schon einmal gestellt.

Dieses Buch gibt eine tolle Zusammenfassung für viele Fragen ab, die sich Konsument*innen stellen. 

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