Katarzyna Bonda

 3.3 Sterne bei 35 Bewertungen
Autorin von Das Mädchen aus dem Norden, Der Rat der Gerechten und weiteren Büchern.
Autorenbild von Katarzyna Bonda (©Anna Powierża)

Lebenslauf von Katarzyna Bonda

Spannende Bestsellerin: Katarzyna Bond wurde 1977 in Polen geboren und studierte Publizistik an der Universität Warschau. Im Anschluss arbeitete sie mehrere Jahre lang als Journalistin und Dokumentarfilmerin. 2007 erschien ihr Debütroman „Sprawa Niny Frank“ („Der Fall Nina Frank“). Für ihr Erstlingswerk wurde sie mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Heute zählt Bonda zu den Bestsellerautorinnen Polens. In Deutschland ist sie mit ihren Romanen um die Profilerin Sasza Załuska erfolgreich. Bonda lebt nach wie vor mit ihrer Familie in Warschau.

Alle Bücher von Katarzyna Bonda

Cover des Buches Das Mädchen aus dem Norden (ISBN:9783453439269)

Das Mädchen aus dem Norden

 (23)
Erschienen am 11.06.2018
Cover des Buches Der Rat der Gerechten (ISBN:9783453270756)

Der Rat der Gerechten

 (6)
Erschienen am 11.03.2019
Cover des Buches Das Mädchen aus dem Norden (ISBN:9783837138450)

Das Mädchen aus dem Norden

 (6)
Erschienen am 06.03.2017

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Rezension zu "Der Rat der Gerechten" von Katarzyna Bonda

Leider enttäuschend
leserattebremenvor 6 Monaten

An der polnisch-weißrussischen Grenze treffen zwei Welten aufeinander, Weisrussen und Polen leben streng getrennt voneinander. Die Hochzeit der jungen Polin Iwona mit dem einflussreichen Weißrussen Piotr Bondaruk soll dennoch ein riesiges Fest werden, aber Konflikte sind vorprogrammiert. Kurz vor der Hochzeit verschwindet Iwona und die Profilerin Sasza Załuska, die zufällig vor Ort ist, ermittelt. Dabei stößt sie auf eine komplizierte Vergangenheit des Dorfes und auf weitere verschwunden Personen.
Dies ist der zweite Fall rund um die Profilerin Sasza Załuska und der erste Krimi hatte mir gut gefallen. Von diesem Band war ich jedoch sehr enttäuscht. Ich fand die ganze Story sehr wirr und zusammenhangslos und bin überhaupt nur schwer in die Geschichte reingekommen. Man erfährt viel zu wenig über die Protagonistin, um sich ein Bild von der ganzen Situation machen zu können und die Rückblenden, die eingefügt werden, ergaben für mich zunächst überhaupt keinen Sinn. Die Vergangenheit des Dorfes spielt eine Rolle, das wird aber ohne roten Faden immer mal wieder eingeflochten, ohne dass man als Leser einen richtigen Bezug dazu bekommt. Dazu die Hintergrundgeschichte von Sasza, die einen alten Bekannten sucht, womit ich wenig anfangen konnte, obwohl in „Das Mädchen aus dem Norden“ auch gelesen hatte. Das ist allerdings auch schon zwei Jahre her, vielleicht war der Abstand dann doch zu groß, um daran anknüpfen zu können.
Mir hat „Der Rat der Gerechten“ nicht gefallen, ich fand die Geschichte viel zu kompliziert und zusammenhangslos erzählt, um für mich eine echte Spannung entwickeln zu können. Die Handlung hat mich einfach nicht mitgenommen und auch die Hauptfigur Sasza Załuska fand ich viel zu flach und schemenhaft, leider eine ziemliche Enttäuschung.

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Rezension zu "Der Rat der Gerechten" von Katarzyna Bonda

Geschichte in der Geschichte
Kerstin_KeJasBlogvor 8 Monaten

Dieses Buch hatte mich  so sehr gereizt, da die Vorgänge in Polen ihre Handlung haben. Unter anderem auch in Danzig, eine Stadt die ich bereits mehrmals besucht habe und die mir sehr positiv in Erinnerung geblieben ist. Aber mehr noch hat mich diese Geschichte in der Geschichte angesprochen und hier muss ich alle vorwarnen, die sich hier rein auf den Klappentext verlassen und denken, dass sich dahinter alles um diese Entführung, die Profilerin Sasza und gefährliche Machenschaften verbergen.

Ich helfe der Polizei bei Vernehmungen, untersuche Verhaltensspuren, erstelle Gutachten, bereite Vernehmungstaktiken vor, führe Gegenüberstellungen durch und liefere geografische Profile.
(S. 138)

Das Buch ist ein Spannungsroman, ganz ohne Frage, aber es beschäftig sich sehr intensiv mit einem historischen Hintergrund. Die ersten 200 Seiten sind fast ausschließlich der Profilerin Sasza und dieser erwähnten Hochzeit gewidmet. Da es der zweite Band um die Profilerin ist, gibt es einen Grund warum sie die Stadt verlässt und in diesem kleinen Ort landet. Das Hintergrundwissen zum ersten Band fehlt mir komplett, was der Geschichte aber keinen Abbruch getan hat.
Sasza ist ein sehr angenehme dargestellter Charakter, nur auf die gelegentlichen Hinweise, dass sie einmal eine Zeit sehr große Probleme mit dem Alkohol hatte nervten mich etwas. Sie ist eigentlich nur auf der Suche nach einer ganz bestimmten Person, doch dadurch ergibt sich aus Zufällen die Möglichkeit dieser Ermittlungen um Bondaruk und seine verschwundenen Ehefrauen.
Das fand ich alles sehr geschickt gemacht und hat mich angenehm überrascht.

In dieser Geschichte gibt es Unmengen an Personen und Orten, deren Aussprache selbst beim Lesen schwierig sind. Darauf sollte man sich einstellen, vielleicht hilft es ein bisschen vorher in dem, ganz vorne im Buch angelegtem Personenregister zu stöbern.
Es war mir während dem Lesen immer eine sehr willkommene Hilfe oder gedankenstütze.
Durch meine Besuche in Polen, den Kontakt zu den Einheimischen und Freundschaften zu in Polen geborenen Menschen, habe ich diese sprichwörtliche Gastfreundschaft kennengelernt.
Auch fiel es gar nicht mal so schwer die Hauptpersonen auseinander zu halten und damit ihren Handlungen und Dialogen zu folgen.

„Ein Gast im Haus, Gott im Haus“
polnisches Sprichwort

Was mir irre gut gefiel, waren die Darstellungen der Umstände, Begebenheiten um Sitten und Bräuche, die Verhaltensweisen und letztendlich der durchweg fesselnde Stil. Alleine diese Vorbereitungen der Braut für die Hochzeit, war so authentisch geschildert.
Mich hatte die Autorin neugierig gemacht und spätestens ab Seite 200, als es in das Jahr 1946 ging, war es ein fließendes Lesen und Wissen wollen um all die Hintergründe. Denn es ist dieser geschichtliche Hintergrund, der alles andere in die Zukunft transportiert und damit erst die komplette Geschichte möglich machte. Das die Autorin damit ihre eigene Familiengeschichte erzählte, erfuhr ich aus dem ebenfalls sehr informativen Nachwort.

Die Erde, unsere Urmutter, nimmt das Blut auf, reinigt das Gewissen. Selbst wenn die Menschen schweigen, die Erde weiß Bescheid. Sie hütet alle unsere Geheimnisse.
(S. 131)

Es gibt aber nicht nur diesen einen Zeitsprung in das Jahr 1946. Er ist aber das grundlegendste Element und das wichtigste. Die damaligen Geschehnisse sind in diesem Roman fiktiv, haben aber einen realen Hintergrund. Die Pogrome um Menschen anderen Glaubens, anderer Herkunft und sozialem Gefüge sind mit dem Ende des Krieges nicht erloschen. Im Gegenteil, es loderte immer wieder auf und so kam es zu grauenhaften Taten an Bewohnern von kleinen Ortschaften. Nationalsozialistisches Gedankengut, das rücksichtslos umgesetzt wurde. Viele der Opfer wurden verscharrt, Männer, Frauen, Kinder, und viele der Gräber konnten nie gefunden werden. Da überstanden die Menschen einen Weltkrieg um dann unmittelbar danach zu sterben.
Hier ist es von Vorteil wenn man ein klein wenig über die polnisch-weißrussische Geschichte weiß. Die antikommunistische Haltung gegenüber der weißrussischen Bevölkerung hatte mit den Pogromen einen mehr als gewalttätigen Höhepunkt erreicht.

Die Charaktere aus dem Buch entspringen diesem Pogrom, waren Opfer und Täter und so folgt man ihren Spuren weiter, ebenfalls durch Sprünge in der Zeit. Dadurch wird der Roman zwar immer wieder unterbrochen, ergibt aber erst den Sinn dahinter.

Es hat mich fasziniert wie die Autorin diese einzelnen Charaktere zeichnete und deren Lebenswege weiterspann, bis eben zu dem Jahr 2014 und zu Sasza.
Diese Jahreszahlteile im Buch enthalten viele kleine Kapitel, die von der Länge her immer angenehm sind und auch die Schrift im Buch hatte für mich genau die richtige Größe. Der blutrote Baum auf dem Cover und auch die Schrift haben ihren Sinne, der sich erst sehr spät herauskristallisiert. Blutsverwandte, Blutvergießen, Blut ist dicker als Wasser, solch Dinge sind mir immer im Kopf herum geschwirrt.

Das Ende ist eher gemein, ein klassischer Cliffhanger der danach schreit Sasza weiter zu begleiten.

 Rezension verfasst von © Kerstin

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A

Rezension zu "Der Rat der Gerechten" von Katarzyna Bonda

Ein ungewöhnlicher Roman, der mich aber nicht packen konnte
AnnetteTraksvor einem Jahr

Iwona Bejnar (25) stammt aus einer armen polnischen Familie, die in einem kleinen Ort nahe der weißrussischen Grenze lebt, wo die Gegensätze beider Bevölkerungsgruppen das Bewusstsein der Menschen prägen.

Obwohl Iwona eigentlich mit Quaku verlobt ist, nimmt sie nach zweimonatiger Bekanntschaft den Heiratsantrag des 66-jährigen Weißrussen Piotr Bondaruk an.

Der Vater von drei erwachsenen Söhnen ist reicher Besitzer einer Holzfabrik und verspricht Iwona und ihrer Familie ein Leben in Wohlstand. Er selbst will nach der Eheschließung das Leben im Ruhestand genießen.

Während der Hochzeitsfeier, die unter Polizeischutz stattfindet, verschwindet die Braut spurlos. Auch frühere Partnerinnen Bondaruks sind wie vom Erdboden verschluckt, und einige Leute vermuten sofort einen Zusammenhang. Iwonas Vater hatte seiner Tochter sogar die Heirat verbieten wollen und ihr während der Vorbereitungen zugeflüstert: "Bondaruk ist der Sohn eines Mörders. Er hat seine Frauen umgebracht! Es ist mir scheißegal, wie viel Kohle er hat." (E-Reader Pos. 1120)

Die Polizei sucht Unterstützung bei der Profilerin Sasza Załuska, die bei ihren Recherchen tief in die Vergangenheit der Kleinstadt und ihrer Bewohner vordringt. Sie stößt dabei schließlich auf ein Verbrechen, deren Urheber nicht bestraft wurden, und an dem Bondaruk nicht unbeteiligt war.

Resümee: 
In diesem Werk geht es laut Klappentext um die Aufklärung des Verschwindens von Iwona Bejnar und früherer Partnerinnen ihres Bräutigams Piotr Bondaruk. Die Profilerin Sasza Załuska unterstützt dabei die Ermittler.

Die Taten treten allerdings in den Hintergrund bzw. sind "nur" der Aufhänger für das Herausarbeiten vieler Lebensgeschichten. Dies geschieht in epischer Breite und killt eine stellenweise zart aufkeimende Spannung sofort wieder. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass das Buch nicht als Krimi oder Thriller vermarktet wird, sondern als Roman.
Ergo: Der Klappentext verspricht mehr - vor allem mehr Spannung -, als die Handlung hergibt.

Insgesamt fand ich das Buch sehr mühsam zu lesen. Das liegt nicht nur an der Ausführlichkeit der Darstellungen, die oft ermüdend wirkt, sondern auch an Folgendem:

• Es treten sehr viele Personen auf - die Zahl an sich ist schon eine Herausforderung! -, die alle ausländische Namen haben, zum Teil auch noch Kosenamen. Das kann man nun gewiss nicht der polnischen Autorin anlasten, schließlich hat sie dem Roman auch ein Personenregister vorangestellt. Jedoch ändert das nichts daran, dass der Leser immer wieder überlegen oder zurückblättern muss (beim Reader umständlich), um sich zu vergewissern, wer wer ist. Das hemmt den Lesefluss enorm.

• Es gibt viele Zeitsprünge,
• etliche Handlungsstränge und
• die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven erzählt - wie bereits erwähnt, stets in epischer Breite.
• Einige schwer verständliche Sätze sind vielleicht der Übersetzung geschuldet.

Das alles hat zur Folge, dass man sich beim Lesen durchgehend ziemlich konzentrieren muss, um nicht den Faden zu verlieren.

Die Profilerin Sasza Załuska ist mir im Verlauf der Handlung sehr sympathisch geworden. Die Mutter einer kleinen Tochter hat beruflich und privat eine traumatische Vergangenheit, ist trockene Alkoholikerin und versucht gerade, wieder Fuß zu fassen.

Fazit: Dies ist ein ungewöhnlicher Roman mit einem interessanten Plot.
Die Absicht der Autorin, Lebensgeschichten zu erzählen, die teilweise miteinander verwoben sind, wird deutlich, jedoch konnte mich das Werk nicht packen.  

 

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Katarzyna Bonda wurde am 26. August 1977 in Białystok (Polen) geboren.

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