Katarzyna Bonda

 3.4 Sterne bei 27 Bewertungen

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Katarzyna BondaDas Mädchen aus dem Norden
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Das Mädchen aus dem Norden
Das Mädchen aus dem Norden
 (21)
Erschienen am 11.06.2018
Katarzyna BondaDas Mädchen aus dem Norden
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Das Mädchen aus dem Norden
Das Mädchen aus dem Norden
 (6)
Erschienen am 06.03.2017

Neue Rezensionen zu Katarzyna Bonda

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Erdhaftigs avatar

Rezension zu "Das Mädchen aus dem Norden" von Katarzyna Bonda

Das Mädchen aus dem Norden
Erdhaftigvor 4 Monaten

Die Geschichte beginnt anders als ein gewöhnlicher Kriminalroman. Man bekommt einen Einblick in eine Lebenswelt, die einige Seiten später erst Mal keine Rolle mehr zu spielen scheint. Aber das ist natürlich nicht so. Das ahnt man ohne es zu wissen. Nebenbei erfährt man etwas über die Hauptakteurin des Romans, ihren Werdegang und Privatleben plus den Einstieg in eine undurchsichtige Geschichte.

Wer ist wer und womit haben es die Ermittler eigentlich zu tun? Das stellt sich erst am Ende so richtig heraus. Viele Personen sind nicht, wer sie zu sein scheinen. Ebenso gilt das für manche Tathergänge. Als Leserin fing ich ziemlich schnell an zu rätseln und die verzwickten Einzelheiten zu schätzen. Reich an Details ohne zu sehr ins Detail zu gehen – auch diese Romaneigenschaft macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Auf über 600 Seiten bietet Bonda einen hervorragenden Krimi, bei dem fast nichts so ist, wie es scheint.

Weitere Zutaten bestehen aus einem lockeren Schreibstil, einem durchdachten Skelett samt gut gesetzter Spannungsbögen und Typen, die man sich gut vor dem inneren Auge vorstellen kann. Die letzten Seiten liefern ein kleines Glossar, unter anderem findet man auch die Aussprache der polnischen Namen.

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faanies avatar

Rezension zu "Das Mädchen aus dem Norden" von Katarzyna Bonda

Detailreich, tiefgehend und episch
faanievor einem Jahr

Eigentlich wollte ich nur eine Kurzmeinung verfassen. Aber das würde dem Buch nicht gerecht werden. Nachdem ich lange mit mir gehadert hatte, ob ich Das Mädchen aus dem Norden lesen sollte, bin ich nun froh, dass ich es getan habe. Die vielen negativen Bewertungen mögen für viele gerechtfertigt sein, für mich nicht.

Das Mädchen aus dem Norden wird als Thriller betitelt – und ja, es wird von Anfang an eine Spannung aufgebaut, die sich über die gesamte Länge des Buches zieht. Wir starten im Jahre 1993, dem Jahr, welches das Schicksal vieler Menschen beeinflusst hat. Die ersten knapp 100 Seiten sind essentiell für die nachfolgenden Geschehnisse im Jahr 2013. 
Die Autorin schafft aber nicht nur einen Thriller, sondern vielmehr einen Epos über kriminelle Machenschaften, Korruption, Gewalt und Vergeltung. Vielen mag die Geschichte zu detailreich sein, die Komplexität wird durch die polnischen Namen nur verstärkt – aber genau das hat mich gefesselt. Bonda geht mit ihren Erzählungen in die Tiefe. Ja, mich hat die Geschichte fasziniert, auch wenn ich anfangs noch das ein oder andere Mal in das Namensglossar am Buchende spicken musste. Die Autorin hat die Handlungen von vor 20 Jahren gekonnt mit den Auswirkungen in der Gegenwart verwoben und die Auflösung ist schlichtweg genial.

Erwähnenswert ist für mich auch noch die Wichtigkeit der Odorologie in diesem Thriller. Auf diese Möglichkeit der Täterüberführung bin ich bisher noch nicht gestolpert, sie erscheint mir auch wenig geläufig. Anhand dieser Technik wird der Täter mittels seinen individuellen Geruchs überführt. Ob das wirklich funktioniert weiß ich nicht, es war jedoch ein sehr interessanter Aspekt der Ermittlungen.

5 Sterne für einen intelligenten Thriller, der mich vergessen ließ, dass ich eigentlich auf schöne Beschreibungen Danzigs gehofft hatte. Aber dann schaue ich halt einfach mal in einen Reiseführer.

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walli007s avatar

Rezension zu "Das Mädchen aus dem Norden" von Katarzyna Bonda

Die Profilerin
walli007vor einem Jahr

Nach Jahren des Studiums in England kehrt Sasza mit ihrer kleinen Tochter nach Danzig zurück. Erstmal möchte sie wieder ankommen, da erhält sie einen Auftrag, der sich bald als mysteriös herausstellt. Der Auftraggeber erweist sich bald als nicht der, dessen Persona er benutzte. Ob der Auftrag etwas mit dem Mord in einem Nachtclub zu tun hat, muss sich noch herausstellen. Doch die Beteiligten tauchen hier und dort auf. Und so beginnt Sasza gemeinsam mit der Polizei zu ermitteln. Die Spuren ergeben zunächst keine Klarheit und Sasza muss ihr ganzes Können aufbieten.


Die Probleme aus ihrer eigenen Vergangenheit glaubt Sasza überwunden zu haben. Diesen auf den ersten Blick einfachen Auftrag sollte sie mit Links wuppen können und das Geld kann sie gut gebrauchen, um sich in Ruhe nach einem richtigen Job umzusehen. Doch die Spuren weisen zurück in eine Vergangenheit, von der Sasza eigentlich nichts mehr wissen möchte. Was hat es mit einem Lied auf sich, das sich wie eine Art roter Faden für das Leben des Todesopfers zu ziehen scheint. Immer tiefer verstrickt sich Sasza in ihren Auftrag, ihre ganze Kraft steckt sie hinein und muss sich doch vor den Erinnerungen schützen.


Verzwickt und vertrackt entwickelt sich der Fall sowohl für Sasza als auch für die Polizei. Jeder kennt jeden in Danzig und jeder scheint etwas zu wissen. Doch es herrscht Schweigen und nur wiederwillig wird geredet. Nicht einfach bei den vielen kleinen Spuren und Hinweisen, den Überblick zu behalten und die Einzelteile zusammenzufügen. In eine etwas fremde Vorstellungswelt muss man sich begeben. Die Kenntnis des heutigen Polens ist möglicherweise nur aus Zeitungsartikeln vorhanden, über das eigentliche Leben dort ist nicht unbedingt viel bekannt. Zwar gewinnt man den Eindruck, dass die Autorin ihre Geschichte präzise geplant und niedergeschrieben hat, doch mangels eigner Kenntnisse sowohl der Lebensart, der Sprache und auch der etwas speziellen Art des Schreibens kann es sein, dass man sich als Leser nicht in die Geschichte hinein fühlen kann, nicht von ihr gepackt wird.


Der Wunsch, diesen sehr gut besprochenen Roman als Hörbuch kennenzulernen, mag sich als sinnvoll erweisen. Fröhlich und jugendlich wirkt die Erzählung der Vorleserin, die damit durchaus zu Sasza passt. 


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