Katarzyna Bonda Das Mädchen aus dem Norden

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen aus dem Norden“ von Katarzyna Bonda

Der erste Fall für Profilerin Sasza Załuska
Nach einem Aufenthalt im Ausland kehrt die Profilerin Sasza Załuska zurück in ihre Heimatstadt Danzig. Sie hat beruflich und privat viel durchgemacht. Eine verdeckte Ermittlung endete in einer Katastrophe. Verbrennungen und das Trauma einer Geiselnahme blieben zurück. Nun soll Schluss sein mit Verbrechen und unstetem Leben. Sasza erhofft sich ein ruhiges Dasein an der Seite ihrer kleinen Tochter. Doch kaum in Danzig angekommen, erhält sie einen lukrativen Auftrag: Der Inhaber eines Musikclubs bittet sie, die Hintergründe von wiederholten Erpressungen und Morddrohungen aufzudecken. Für die Ermittlerin eine vermeintlich einfache Aufgabe. Kurz darauf gibt es einen Anschlag auf den Club, bei dem ein Mensch stirbt. Sasza Załuska beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Eine Entscheidung, die sie bald bereut.

Sehr verwirrend geschrieben, es kommt keine Spannung auf

— frauendielesen

Detailreich, tiefgehend und episch erzählt die Autorin von kriminellen Machenschaften, Korruption, Gewalt und Vergeltung.

— faanie

Leider nicht mein Fall, obwohl die Idee dahinter nicht verkehrt ist.

— Solara300

Ein Thriller der es in sich hat. Absolut fesselnd.

— BuecherweltUndRezirampe

Für mich zu ausschweifend. Dadurch bleibt die Spannung auf der Strecke. 2,4 Punkte

— hans-bubi

Thriller über die mafiösen Strukturen in Polen. Für mich zu episch, zu ausschweifend angelegt. Weniger wäre mehr gewesen.

— Gulan

Eine zu lange Exposition, wenig Spannung auf den ersten 200 Seiten - ich habe mir mehr erhofft

— hundertwasser

Leider kein Lesegenuss

— lesemaedel

Sehr spannend, auch wenn ich es stellenweise etwas schwer fand der Handlung zu folgen.

— leserattebremen

Eine absolute Überraschung, die ich nur empfehlen kann!

— merlin78

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  • Detailreich, tiefgehend und episch

    Das Mädchen aus dem Norden

    faanie

    01. October 2017 um 17:07

    Eigentlich wollte ich nur eine Kurzmeinung verfassen. Aber das würde dem Buch nicht gerecht werden. Nachdem ich lange mit mir gehadert hatte, ob ich Das Mädchen aus dem Norden lesen sollte, bin ich nun froh, dass ich es getan habe. Die vielen negativen Bewertungen mögen für viele gerechtfertigt sein, für mich nicht.Das Mädchen aus dem Norden wird als Thriller betitelt – und ja, es wird von Anfang an eine Spannung aufgebaut, die sich über die gesamte Länge des Buches zieht. Wir starten im Jahre 1993, dem Jahr, welches das Schicksal vieler Menschen beeinflusst hat. Die ersten knapp 100 Seiten sind essentiell für die nachfolgenden Geschehnisse im Jahr 2013. Die Autorin schafft aber nicht nur einen Thriller, sondern vielmehr einen Epos über kriminelle Machenschaften, Korruption, Gewalt und Vergeltung. Vielen mag die Geschichte zu detailreich sein, die Komplexität wird durch die polnischen Namen nur verstärkt – aber genau das hat mich gefesselt. Bonda geht mit ihren Erzählungen in die Tiefe. Ja, mich hat die Geschichte fasziniert, auch wenn ich anfangs noch das ein oder andere Mal in das Namensglossar am Buchende spicken musste. Die Autorin hat die Handlungen von vor 20 Jahren gekonnt mit den Auswirkungen in der Gegenwart verwoben und die Auflösung ist schlichtweg genial.Erwähnenswert ist für mich auch noch die Wichtigkeit der Odorologie in diesem Thriller. Auf diese Möglichkeit der Täterüberführung bin ich bisher noch nicht gestolpert, sie erscheint mir auch wenig geläufig. Anhand dieser Technik wird der Täter mittels seinen individuellen Geruchs überführt. Ob das wirklich funktioniert weiß ich nicht, es war jedoch ein sehr interessanter Aspekt der Ermittlungen.5 Sterne für einen intelligenten Thriller, der mich vergessen ließ, dass ich eigentlich auf schöne Beschreibungen Danzigs gehofft hatte. Aber dann schaue ich halt einfach mal in einen Reiseführer.

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  • Wenn deine Vergangenheit dich einholt ...

    Das Mädchen aus dem Norden

    Solara300

    12. July 2017 um 15:10

    Kurzbeschreibung Nach jahrelanger Abwesenheit kehrt die Profilerin Sasza Zatuska zurück nach Danzig und will ein ruhiges und friedliches Leben führen und für eine Bank arbeiten. Zu grausam sind die Erinnerungen an eine aufgeflogene Operation, wo Sasza schwere Traumata mitgenommen hat. Deshalb ist sie froh sich verändert zu haben und will friedlich leben mit Ihrer kleinen Tochter Karolina. Aber die Vergangenheit scheint sie schneller wieder einzuholen als ihr lieb ist, denn ein Musikclubbesitzer braucht Hilfe. Er wird erpresst und auch vor Mord scheinen die Verbrecher nicht zurückzuschrecken und Sazsa sieht sich einer unbekannten Bedrohung gegenüber der auch sie schien ins Visier genommen hat. Cover Das Cover macht neugierig mit dem Dunklen Ton der Wolken, die über der Stadt zu schweben scheinen und dem hellen Ton der Häuser. Dazu das Gelb des Titels. Ein passendes Cover das Atmosphärisch, das Dunkle und die Abgründe die hier zu lauern scheinen, wie auch die Trostlosigkeit einfangen. Schreibstil Die Autorin Katarzyna Bonda hat einen interessanten Schreibstil, der mich leider nicht völlig überzeugen konnte. Zum einen fand ich zwar den Einstieg interessant, wurde aber durch die Unterbrechungen und die Rückblenden, immer wieder aus dem Lesefluss geholt. Denn man erfährt von der Profilerin Sasza und das sie einen neuen Fall annehmen soll. Sasza ist  Spitze ist auf ihrem Gebiet, aber sie will nie wieder etwas mit der Branche der Polizei oder Ermittlungen an sich zu tun haben. Interessant, da sie schweres nach einer verdeckten Operation durchgemacht hat. Für mich gelungen der Einstig und er macht neugierig. Aber bevor es da weitergeht, holt die Autorin aus zu der Vergangenheit, denn dort nahm ein Anfang seinen Lauf. Der hier eine Rolle spielt im Winter 2013. Für mich zwar Düstere Atmosphäre bis hin zur Resignation, dem Kampf sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und die Korruption die leider vorherrscht, ist es toll umgesetzt und auch die Idee. Aber die Spannung war für mich nicht vorhanden bei denn Abbrüchen  und der Szenewechsel die hier von den Anfängen erzählen. Deshalb leider nur drei Sterne, wobei man merkt das die Autorin sich sehr viel Mühe gegebenen hat. Übersetzer Paulina Schulz Meinung Wenn deine Vergangenheit dich einholt ... Dann sind wir bei der Profilerin Sasza Zatuska, die wieder nach Danzig zurückkehren will und einen Beruf in einer Bank antreten möchte um einen ruhigen Lebensstil mit ihrer kleinen Tochter Karolina zu führen. Allerdings geriet sie nie in Vergessenheit, denn sie war einer der besten und man braucht sie für einen aktuellen Fall wo Erpressung und Mord nur eines der Delikte sind die auf sie warten. Dabei gehen wir erstmal zurück, denn da erfahren wir mehr über die Korruption bei der Polizei und dem Elefanten auch Onkel Jerzy genannt, der Marcin und Wojteks Onkel ist. Warum ich euch das erzähle??? Weil der Onkel, der Pate ist und auch somit keinerlei Gnade kennt, auch nicht mit seinen Verwandten. Marcin läuft eines Abends seinem Onkel über dem Weg, denn sein Vater arbeitet als Automechaniker für den Elefanten. Dabei weiß jeder, das dieser Job gefährlich ist, aber durch das, das Marcins Mutter die Schwester von Jerzy ist, denkt die Familie sie wäre sicher. Leider falsch gedacht. Nach einem Ausflug wo er die Brutalität seines Onkel und seiner Handlanger gegenüber seiner Freundin Monika erlebt, merkt er das sein Onkel zu allem fähig ist. Da ist es verständlich, das er sich und sein bester Freund  und Monikas Bruder an den Straftätern für die Schande seiner Schwester rächen wollen. Was sie nicht wissen, ist, das es die Situation noch verschlimmert und die gesamte Familie auseinanderbricht und Marcins bester Freund Przemek und seine Schwester Monika Tod aufgefunden werden. Ich verrate euch jetzt nicht mehr, aber lasst euch nicht durcheinander bringen, denn von der Profilerin erfahrt ihr erst später mehr und nur einen ganz kurzen Einblick zu Anfang. Fazit Leider nicht mein Fall, obwohl die Idee dahinter nicht verkehrt ist. Korruption und jede Menge Geheimnisse erwarten die Profilerin Sasza Zatuska. 3 von 5 Sternen

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  • Verzwickt und Packend

    Das Mädchen aus dem Norden

    BuecherweltUndRezirampe

    27. June 2017 um 19:22

    Worum geht es? Sasza Załuska kehrt nach Jahren im Ausland in ihre Heimatstadt Danzig zurück. Sie will endlich ein ruhiges Leben führen mit Beständigkeit der Familie für ihre Tochter. Doch kaum angekommen, klingt das Telefon in ihrer Wohnung und sie gerät mitten in einen Kriminalfall, der sie so schnell nicht loslässt und ihre gesamten Pläne über den Haufen wirft. Ein Mord, der die Polizei vor ein großes Rätsel stellt. Sasza hat keine andere Wahl und nimmt die Ermittlungen auf. Doch wird sie den Täter finden und dazu auch das Motiv? Und was hat die Vergangenheit damit zu tun? Fazit: Das Cover finde ich so schön. Ein richtiger Hingucker. Für mich war jedoch der Klappentext entscheidend und hat mich absolut neugierig gemacht. Zu Anfang wird man in die Geschichte gezogen und gebannt. Die Sichtweisen werden im gesamten Buch immer mal wieder gewechselt, doch auch, wenn nicht vorher geschrieben steht wer spricht/denkt, merkt man es sofort, was sehr angenehm ist. Was mich jedoch ein klein wenig stört, war, dass es teils sehr verwirrend war, was sich aber im Nachhinein herausgestellt hat, war es beabsichtigt. Mein Hirn war Matsch und ich musste kurze Zeit pausieren und darüber nachdenken. Nur um das Buch dann anschließend wieder zu verschlingen, weil es so spannend ist. So verwirrend und doch logisch. So unvorhersehbar. Ich liebe Thriller bei denen ich den Täter nicht vorhersagen kann und dies ist, meiner Meinung nach, in diesem Buch der Fall. Ich habe mich durch den Schreibstil in das Buch hineinversetzen können und ja, das Buch hätte, meiner Meinung nach, ein gewaltiges Potenzial verfilmt zu werden. Volle 5 Sterne und meine absolute Kauf- und Leseempfehlung!

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  • Die Mafia in Polen.

    Das Mädchen aus dem Norden

    Gulan

    17. June 2017 um 21:09

    „Okay, dann lassen wir das Ganze bleiben“, sagte Sasza resigniert. „Ich will euch nicht in irgendetwas reinziehen. Trotzdem wäre es klasse, wenn ih rmir die Ermittlungsakten überlassen könntet, meinetwegen auch nur für ein, zwei Tage. Wenigstens über Nacht“, fügte sie eilig hinzu.„Du hast sie wohl nicht alle“, murmelte Duchno.„Ich könnte euch nützlich sein – ganz unabhängig von diesem aktuellen Fall. Wirklich, ich kann euch helfen.“„Profiling, ja?“, zischte Duchno. „Das ist hier nicht mehr das alte Polen, weißt du? Sogar wir haben uns weiterentwickelt. Wir kommen schon allein zurecht. Der Fall ist aufgeklärt – wir haben mittlerweile unseren Täter.“ (S.227) Die Profilerin Sasza Załuska kehrt nach einigen Jahren an einer englischen Universität zurück nach Danzig. Dort wird sie direkt privat von dem Besitzer eines Musikclubs engagiert, der sie beauftragt, herauszufinden, wer hinter den Einschüchterungsversuchen gegen ihn steckt. Doch kaum hat Sasza mit Nachforschungen begonnen, geschieht im Club ein Gewaltverbrechen: Der Mitinhaber und Sänger Nadel wird ermordet, die Managerin überlebt schwerverletzt, kann aber der Polizei die mutmaßliche Täterin nennen. Doch Sasza misstraut der allzu schnellen Festlegung. Die Tatverdächtige, eine Mitarbeiterin des Clubs, soll Einnahmen geraubt haben und dabei von den Opfern überrascht worden sein. Allerdings bestreitet sie die Tat, obwohl weitere belastende Indizien bei ihr gefunden werden. Doch Sasza findet heraus, dass es rund um den Musikclub einige Ungereimtheiten gibt. Offenbar sichern kriminelle Hintermänner das Überleben des Clubs und nutzen ihn zur Geldwäsche und anderen schmutzigen Deals. Es gibt also durchaus auch noch weitere Mordmotive. Und dann ist da noch dieses Lied, der große Hit des Ermordeten, „Das Mädchen aus dem Norden“, das eine ganz eigene Geschichte erzählt. Seit einiger Zeit halte ich gerne mal nach Büchern aus Osteuropa Ausschau. So ist mir auch „Das Mädchen aus dem Norden“ aufgefallen. Die Autorin Katarzyna Bonda zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellern Polens der letzten Jahre. Der vorliegende Titel ist der Auftakt zu einer Tetralogie um die Profilerin Sasza Załuska. Direkt am Anfang beginnt der Roman mit einer Geschichte aus dem Winter 1993, bei der sich ein paar Jugendliche in den Fängen der polnischen Mafia verstricken. Der Rest spielt genau zwanzig Jahre später und natürlich spielen die Ereignisse von damals eine entscheidende Rolle. In seinen besten Momenten ist dieser Roman eine düstere Erzählung von Gewalt und Vergeltung und wie das organisierte Verbrechen in Polen seine Macht in den Jahren des Postkommunismus ausgedehnt hat und bis heute mit guten Verbindungen zu Politik, Justiz und natürlich zur katholischen Kirche immer noch hat. Grundsätzlich reizen mich solche Romane, die auch gern etwas komplexer sein dürfen. Allerdings hat die Autorin aus meiner Sicht nicht das ideale Maß getroffen. Die Geschichte wird episch ausgewalzt, viel zu ausschweifend. Zudem verkompliziert sie manches unnötig, beispielsweise durch eine Eineiige-Zwillinge-Nummer. Auch die Figur der Profilerin Sasza Załuska ist teilweise viel zu übertrieben angelegt, nicht nur ist sie alleinerziehend und trockene Alkoholikerin, nein, ihre Tochter stammt auch noch von einem Psychopathen, dem sie bei einem Undercover-Einsatz näher gekommen ist. So bleibt mir als Fazit von „Das Mädchen aus dem Norden“ ein gemischtes Bild, stellenweise packend und interessant, aber insgesamt auch mit vielen Längen und unnötigen Verwirrungen. Am Ende wird es auch noch arg melodramatisch. Somit war es für mich diesmal nur eine mittelmäßige Lesereise gen Osten.

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    • 13
  • Ein guter Thriller mit Startschwierigkeiten

    Das Mädchen aus dem Norden

    Nirena

    05. May 2017 um 10:29

    "Das Mädchen aus dem Norden" ist der erste Teil der Reihe um Sasza Zaluska. Da Sasza Profilerin ist und ich Profiling in Thrillern sehr gern mag, war ich gespannt, zumal ich bisher noch nie etwas von der polnischen Autorin gelesen hatte.Das Buch ist keines, dass den Leser nach den ersten Seiten eingefangen hat, man muss hier schon etwas Durchhaltevermögen mitbringen. Das liegt vor allem daran, dass im ersten Drittel erzählt wird, was vor Jahrzehnten geschah. Dies ist für die Entwicklung und das Verständnis der hauptsächlichen Handlung unabdingbar, allerdings denke ich, dass es dem Lesefluss gut getan hätte, diese Hintergründe in Form von Rückblenden zwischen die einzelnen Kapitel einzufügen.Kommen allerdings erst einmal die Gegenwart und Sasza Zaluska ins Spiel, sieht das schon anders aus. Ab da hatte mich das Buch und ich habe mit Sasza gefiebert, auch wenn ich es schön gefunden hätte, wenn etwas detaillierter aufs Profiling eingegangen worden wäre.Die Handlung ist durchaus spannend, verlangt dem Leser auch einiges an Aufmerksamkeit ab, um die unterschiedlichen Verwicklungen nachvollziehen zu können.Katarzyna Bonda zeichnet ein lebensechtes Bild einer Gesellschaft, geprägt von Korruption und Gewalt, die ihren eigenen Regeln folgt, oft unbemerkt oder ignoriert von der unbeteiligten Bevölkerung drum herum.Hat man den Anfang erst einmal bewältigt, hat die Autorin uns einen spannenden, mitreißenden Thriller mit einer sympathischen Hauptprotagonistin präsentiert, die ich sehr gern im Folgeband wiederlesen möchte, zumal das Ende einiges an Spannung für die Zukunft verheißt.

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  • Für mich einer der besten Thriller der letzten Jahre!

    Das Mädchen aus dem Norden

    jaylinn

    21. April 2017 um 09:06

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines: Das Mädchen aus dem Norden von Katarzyna Bonda ist 2017 als Paperback bei Heyne erschienen und kostet 16,99. Das Buch hat 654 Seiten. Die Umschlaggestaltung wirkt durch die Verwendung der Farbkontraste (schreiendes gelb und gewitterhaftes blau) bedrohlich und passt daher gut zum Genre dieses Buches. Das Mädchen aus dem Norden ist der erste Band einer Reihe um die Profilerin Sasza Załuska. Bonda hat sich in ihrem Heimatland Polen bereits einen Namen gemacht. Für ihren Roman Der Fall Nina Frank wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Inhalt: „Nach einem Aufenthalt im Ausland kehrt die Profilerin Sasza Załuska zurück in ihre Heimatstadt Danzig. Sie hat beruflich und privat viel durchgemacht. Eine verdeckte Ermittlung endete in einer Katastrophe. Verbrennungen und das Trauma einer Geiselnahme blieben zurück. Nun soll Schluss sein mit Verbrechen und unstetem Leben. Sasza erhofft sich ein ruhiges Dasein an der Seite ihrer kleinen Tochter. Doch kaum in Danzig angekommen, erhält sie einen lukrativen Auftrag: Der Inhaber eines Musikclubs bittet sie, die Hintergründe von wiederholten Erpressungen und Morddrohungen aufzudecken. Für die Ermittlerin eine vermeintlich einfache Aufgabe. Kurz darauf gibt es einen Anschlag auf den Club, bei dem ein Mensch stirbt. Sasza Załuska beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Eine Entscheidung, die sie bald bereut.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House) Meine Meinung: Unbedingt mehr davon: gut geschrieben, gut übersetzt, mit viel Liebe zu den Charakteren und zur Handlung gestaltet. Keine Information ist überflüssig, jeder Hinweis ist wichtig und ein Puzzleteil in dieser genial konstruierten Story. Ganz nebenbei (und mit einem Augenzwinkern) erfährt man auch eine Menge über das Familienleben in der polnischen Gesellschaft. Der Leser muss sehr aufmerksam sein, da die vielen polnischen Namen zunächst ungewohnt sind. Da hilft das Personenverzeichnis am Ende des Buches sehr, weil es nicht nur die Namen der Protagonisten beinhaltet, sondern auch Hinweise auf ihre Beziehungen untereinander gibt. Die Handlung entwickelt sich langsam, man kommt dadurch sehr gut rein in die Geschichte. Man muss allerdings genau darauf achten, was zu den einzelnen Protagonisten geschrieben wird, weil man anfangs noch nicht weiß, wer wichtig sein wird, wer welche Rolle einnehmen wird, wer mit wem sympathisiert. Der Handlungszeitraum erstreckt sich über die Jahre 1993 – 2013. Im Mittelpunkt steht die Profilerin Sasza Załuska. Man muss sich bis zu einer „späten“ Seite gedulden, bis klar wird, welche Rolle ihr in diesem Buch zugedacht ist. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch, man wartet regelrecht auf Załuskas Auftritt. Und vorher kann man kombinieren und vermuten, wo die Fäden der Handlung wohl zusammenlaufen werden. Ich musste zwischendurch immer wieder im Personenverzeichnis nachsehen, um die gerade handelnden Figuren richtig einordnen zu können. Aber das lässt meine Leselust nicht nachlassen, im Gegenteil! Es gelingt Bonda einfach unglaublich gut, die Geschichte zu erzählen. Jeder Charakter hat nachvollziehbare Gründe für sein Handeln, egal ob Polizist, Kleinkrimineller, Pfarrer oder Barbesitzer. Keiner ist frei von Schuld und ob es am Ende „den Schuldigen“ geben wird, erfährt nur, wer die Lektüre durchhält. Ich will nur so viel verraten: Es lohnt sich! Fazit: Das Mädchen aus dem Norden wird als Thriller angekündigt. Von einem klassischen Thriller kann man in der Tat sprechen, einem klassischen im Sinne von Puzos Der Pate  beispielsweise. Wer einen Thriller der „neueren“ Art mit viel Sex, Blut und grausamen Szenen erwartet, wird enttäuscht sein. Und das ist gut so. Dieses Buch ist viel mehr. Es ist für mich einer der besten Thriller der letzten Jahre. Ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Sasza.

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  • Spannender Krimi um eine polnische Mafia

    Das Mädchen aus dem Norden

    leserattebremen

    20. March 2017 um 11:57

    Sasza Zaluska war früher bei der polnischen Polizei, doch heute arbeitet sie als Profilerin und promoviert an der britischen Universität Huddersfield. Für ihr Forschungsprojekt geht sie zurück nach Polen und wird prompt in einen seltsamen Fall verstrickt. Sie wird als Profilerin angeheuert, um einige Unklarheiten rund um den Club „Nadel“ aufzuklären, bei dem der bekannte Musiker Jan Wisniewski Teilhaber ist, der mit dem Lied „Das Mädchen aus dem Norden“ seinen großen und einzigen Hit hatte. Als der plötzlich erschossen wird, bindet die Polizei Sasza in ihre Arbeit ein und schnell ist sie tiefer in den Fall verstrickt, als sie sich am Anfang vorstellen konnte. Die Autorin Katarzyna Bonda nimmt einen von der ersten Seite des Buches an mit in die Geschichte und dann lässt sie einen schnell nicht wieder los. Dies liegt besonders an der sehr gut konstruierten Hauptfigur, die gar nicht langweilig daherkommt. Stück für Stück erfahren wir immer mehr über Sasza, warum sie den Polizeidienst quittierte und was es mit dem Vater ihrer Tochter Karolina auf sich hat. Der Stoff bietet sich wirklich an für eine Reihe, umso besser dass hinter dem Titel bei der Onlinerecherche gleich „Band 1“ auftaucht. Die Hoffnung auf mehr Fälle für Sasza Zaluska ist also berechtigt. Der Krimi selber ist sehr spannend geschrieben, es geht um mafiöse Strukturen in der Danziger Geschäfts- und Finanzwelt und die lang zurückliegenden Tode zweier Geschwister. Nur langsam klärt sich für den Leser die Verbindung auf. Teilweise empfand ich es etwas schwer nachzuvollziehen, welche Person gerade wo genau steht, da es ein sehr großes Personal ist, das Bonda in diesem Roman nutzt um die ganze Geschichte zu erzählen. Doch man kommt immer schnell wieder in die Story rein und mit der Zeit klären sich alle Verbindungen, so dass man der Geschichte immer besser folgen kann.Katarzyna Bondas „Das Mädchen aus dem Norden“ war der erste polnische Krimi, den ich gelesen habe und er hat mir ausgesprochen gut gefallen. Stellenweise hätte ich mir eine etwas klarere Struktur gewünscht, aber alles in allem sehr spannend geschrieben mit einer tollen Protagonistin. Gerne mehr davon!

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  • Eine absolute Überraschung, die ich nur empfehlen kann!

    Das Mädchen aus dem Norden

    merlin78

    06. March 2017 um 11:20

    Nach ein paar Jahren in England kehrt die Profilerin Sasza Załuska in ihre Heimat nach Danzig, Polen zurück. Doch wird sie dort nicht nur mit offenen Armen empfangen, schließlich gab es einen Grund, weshalb sie Polen vor sieben Jahren den Rücken gekehrt hat. Doch nun möchte sie für sich und ihre sechsjährige Tochter einen Neustart wagen.Kurz nach ihrer Ankunft wird sie auch gleich auf einen mysteriösen Fall angesetzt. In einem Nachtclub gab es einen Schusswechsel, bei dem der Besitzer erschossen, seine Managerin angeschossen worden ist. Doch vom Täter bleibt keine Spur. Sasza macht sich an die Aufklärung und sucht im Hintergrund nach Motiven und Profilen. Eine Entscheidung, die ihr alles abverlangt.Die 1977 in Polen geborene Autorin Katarzyna Bonda debütierte 2007 mit ihrem Roman ‘Sprawa Niny Frank‘ (Der Fall Nina Frank). Mit ihrem neusten Werk ‚Das Mädchen aus dem Norden‘ bringt sie die Welt von Sasza Załuska durcheinander und lässt den Leser in atemloser Spannung verharren.Vornweg sollte angemerkt werden, dass das Buch über einen sehr großen Cast verfügt. Glücklicherweise wurde am Ende des Buches ein Glossar angefügt, in dem sämtliche Protagonisten noch einmal namentlich erwähnt und ihre Personen kurz erklärt werden. Das hilft sehr, damit der Leser den Überblick nicht verliert.Sasza Załuska bildet die Hauptrolle in diesem rasanten und mysteriösen Thriller. Obwohl sie von Anfang an recht offen über ihre Person spricht, kommen erst langsam alle ihre Erlebnisse aus der Vergangenheit zu tage. Sie ist eine tolle Person, die für sich und ihre Tochter durchs Feuer springen würde. Doch darüber hinaus weiß sie genau, dass sie niemanden vertrauen darf. Eine starke Persönlichkeit, die von A bis Z überzeugt und zu der es leicht fällt einen wunderbaren Bezug aufzubauen.Ihr zur Seite stehen ein paar sehr interessante Protagonisten, die nicht immer leicht zu kategorisieren sind. Am meisten Unterstützung erhält sie von ihrem ehemaligen Kollegen Robert Duchnowski, der an dem Mordfall ermittelt. Er macht ebenfalls einen recht soliden und aufrichtigen Eindruck.Doch neben Duchnowski bleiben noch eine riesige Auswahl an Charakteren, die ebenfalls unglaublich wichtig sind und dessen Schicksal unter die Haut geht. Egal ob es die junge Monika ist, die Zwillinge Marcin und Wojteks Staroń oder die unehrlichen Polizisten und Gangster. Alle Personen erhalten eine Menge Raum sich zu präsentieren und lassen dadurch die Handlung ungemein spannender und lebendiger wirken.Obwohl alle Charaktere stets viel von sich präsenteren, bleiben regelmäßig Fragen offen, die für viel Aufregung und Dramatik sorgen. Erst nach und nach werden diese beantwortet und ergeben zum Ende hin ein schlüssiges Gesamtbild. Besonders die Anfangsgeschichte, die 20 Jahre vor der eigentlichen Erzählung spielt, sorgt für ein großes Rätsel, das nur langsam gelöst wird.Die Handlung selbst ist perfekt inszeniert und wurde gut durchdacht. Alles wirkt stimmig und passend. Die Geschichte erweckt glaubhaft das düstere Bild eines von der Mafia regiertes Polen. Außerdem schafft es die Schriftstellerin herrlich, durch kleine Überraschungen den Leser zu fesseln und an die Seiten zu bannen. Sie nutzt dazu eine moderne Sprache, lässt aber auch ihre polnischen Werte einfließen und lässt das Werk so authentisch wirken.Eine absolute Überraschung, die ich nur empfehlen kann!Mein persönliches Fazit:Mit diesem Werk hat mich der Verlag vollkommen überrascht. Zum einen, weil ich es gar nicht angefordert hatte, es aber dennoch auf mich in meinem Postfach wartete, zum anderen, weil es eine Geschichte ist, die unter die Haut geht und nicht mehr loslässt.Was hat es mit dem ‚Mädchen aus dem Norden‘ auf sich? Wer hat auf die beiden Menschen in dem Club geschossen? Was ist tatsächlich vor 20 Jahren geschehen? Und wie korrupt ist die Polizei? Hat die Mafia überall die Finger im Spiel?Das Buch lässt sich nur schwer aus der Hand legen, denn so dramatisch und mitreißend ist die Erzählung geschrieben. Wenn mir die ganzen Begriffe und Namen zu Beginn auch noch etwas merkwürdig erschienen sind, so hat sich im Laufe des Lesens ein herrlich leichter Lesefluss eingestellt, weshalb ich mich durch die Worte der Autorin perfekt unterhalten gefühlt habe.Außerdem ist mir das Schicksal der Charaktere nah gegangen und ich konnte sie mir herrlich bildlich vorstellen. Deshalb kann ich dem Werk einfach nur eine große Leseempfehlung aussprechen.

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