Kate Grenville Der verborgene Fluss

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Inhaltsangabe zu „Der verborgene Fluss“ von Kate Grenville

Eine bewegende Australiensaga – eine Einwanderfamilie und ihr Kampf ums ÜberlebenAustralien, zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Bittere Armut hat William Thornhill zum Gelegenheitsdieb werden lassen. Und so kommt es, dass der Londoner gemeinsam mit seiner Frau nach Sydney verbannt wird. Nach einem entbehrungsreichen Anfang gelingt es ihnen, sich mit ihren Kindern den Traum vom eigenen Land zu verwirklichen und sesshaft zu werden – doch zu spät erkennen sie, dass sie damit den Konflikt mit den Ureinwohnern heraufbeschwören.Ausgezeichnet mit dem Commonwealth-Preis.

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  • Rezension zu "Der verborgene Fluss" von Kate Grenville

    Der verborgene Fluss
    robbylesegern

    robbylesegern

    18. December 2011 um 16:58

    ein toller Australienroman Dieser Roman beginnt im London des 19. Jahrhunderts. Erzählt wird die Geschichte des jungen William Thornhill, der sich und später seine Familie in schwierigen wirtschaftlichwen Verhältnissen dieser Zeit durchbringen muß .Und gerade diese schwierigen Zeiten bringen ihn dazu ,gegen das Gesetz zu verstoßen.Er wird zum Tode verurteilt, die Strafe wird aber auf Bitten seiner Frau in eine Deportation nach Australien umgewandelt. Dort lebt die Familie erst in Sydney und besiedelt später ein Stück Land ,um es unter harten Bedingungen urbar zu machen. Dieses Buch ist für mich bisher der beste Australienraman , den ich gelesen habe, absolut nicht vergleichbar mit Shaw, Bickmore usw. Es wird auf sehr anschauliche und teilweise auch amüsante Art und Weise erzählt, mit welchen Schwierigkeiten die Siedler zu kämpfen hatten. Aber auch die Arroganz der europäischen Siedler , vor allem gegenüber den Ureinwohnern ,wird sehr drastisch beschrieben.Die zarten Versuche der Kontaktaufnahme von Seiten der Familie Thornhill, die dann durch brutale Gegenmaßnahmen der anderen Siedler im Keime erstickt werden und wiederum Gegengewalt erzeugen. Ich habe dieses Buch in 2 Tagen gelesen und hoffe noch mehr von dieser Autorin lesen zu können. Absolut lesenwert.

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  • Rezension zu "Der verborgene Fluss" von Kate Grenville

    Der verborgene Fluss
    lovely_ann

    lovely_ann

    06. March 2011 um 12:48

    Eine Zeitlang hat mich allein das Thema Australien eher abgeschreckt. Vermutlich aus reinen Überdruß, weil ich vorher jedes Buch rund um Australien verschlungen habe. Irgendwann sind dann alle Klischees verbraten und ich konnte es nicht mehr lesen. Nachdem dieser Roman aber anders klang in der Beschreibung und auch für den Booker Prize 2006 nominiert ist, bin ich doch mal wieder neugierig werden. Erzählt wird von der Besiedlung Australiens und erzählt wird das Leben von Will Thornhill. Er wächst in ärmsten Bedingungen in London auf und hält sich und seine Familie nur mit kleineren Diebstählen über Wasser. Ein kurzes Glück mit Lehre und Heirat endet aber in einem harten Winter und weitere Kleindiebstähle bringen Will ins Gefängnis und schließlich mit einem Gefangenentransport nach Australien. Begleitet von seiner Frau Sal und seinem ältesten Sohn. Erzählt wird vom Zurechtfinden in einer völlig fremden Umgebung, vom rauhen Leben in Sydney. Und von Pioniergeist. Will entdeckt die Liebe zu einem Land und erarbeitet sich mit Fleiß und Mut eine Existenz. Gestört wird die familiäre Idylle aber durch die australischen Ureinwohner, die auch ihr Leben so weiterleben, wie seit Jahrhunderten und dabei keine Rücksicht auf die neuen Bewohner nehmen. Es kommt zu Konflikten und zu Blutvergießen. Und die Idylle bekommt Risse. Nach dem kompletten Lesen stehe ich dem Buch mit ein wenig gemischten Gefühlen gegenüber. Zunächst muß ich aber schon mal sagen: es ist ein guter Roman über Australien. Es beleuchtet die Geschichte Australiens mal über Entdeckerabenteuer und romantischer Verwicklungen hinaus. Er erzählt vom alltäglichen Leben, vom Aufbau einer Existenz in einem fremden Land. Das macht den Roman empfehlenswert! Mich persönlich haben ein paar Kleinigkeiten aber auch gestört: Zum einen ist Will Thornhill eine rundherum sympathische Figur, aber auch irgendwie zu gut für diese Welt. Trotz seiner Diebstähle hat Will eine erstaunlich klar definierte Vorstellung von Gut und Böse. Zum anderen ist die ansonsten schöne und klare Sprache des Buches ab und an mal durch geradezu monströse schwelgerische Beschreibungen gestört. Da haben die Sterne am Himmel für Will dann auch mal die Bedeutung von "achtlos dahingestreuten Reiskörnern." Mir persönlich ist es manchesmal zu metaphernreich. Und mich persönlich hat der "Show down" am Schluß ein wenig gestört. Aber vielleicht ist das auch die Absicht? Aber alles in allem hat mir der Roman gut gefallen und ich finde ihn lesenswert. Die australische Geschichte wird hier ein bißchen realistischer geschildert und nicht, wie so oft, wild-romantisch und verromantisiert. Nicht eine romantische Liebesbeziehung steht hier im Vordergrund, sondern die Liebe zum Land und der Kampf ums Überleben.

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  • Rezension zu "Der verborgene Fluss" von Kate Grenville

    Der verborgene Fluss
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    04. September 2008 um 15:38

    Von der Besiedlung Australiens, Kate Grenvilles "Der verborgene Fluss" ist ein sehr fein erzählter Roman, der sich die Besiedlung Australiens als Hintergrund nimmt und vor diesem die Geschichte William Thornhills erzählt, der in London wegen eines Diebstahls zuerst zum Tode verurteilt, dann aber mit der Verbannung nach Australien begnadigt wird. In Sidney bauen sich die Thornhills langsam eine Existenz auf, bis William sein eigenes Land am verbogenen Fluss in Anspruch nimmt und besiedelt. Dort kommt es zu den ersten Kontakten mit den "Wilden" Aborigines. Das Aufeinandertreffen der Kulturen, die Überheblichkeit der Besiedler, all das ist sehr treffend beschrieben. Der Australien-Teil des Romans ist auch meiner Meinung nach der bessere, im London-Teil gibt es einige kleine Schwächen, vor allem in der Zeichnung von William Thornhill, der mir doch insgesamt zu "glatt" blieb. Im Australien-Teil weitet sich sein Horizont und die Wahrnehmung seines Charakters. Höhepunkt ist aber definitiv die Zeichnung seiner Frau Sal, hier ist Kate Grenville wirklich überzeugend. Vielleicht wäre eine Straffung des Texts hie und da auch gut gewesen, wie auch immer: ein sehr guter Roman, sehr schöne Prosa, sehr lesenswert !

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  • Rezension zu "Der verborgene Fluss" von Kate Grenville

    Der verborgene Fluss
    Asfaloth

    Asfaloth

    10. July 2007 um 12:24

    Der Londoner William Thornhill wird mit seiner Familie nach Sydney verbannt. Dort gelingt es ihnen, eine neue Existenz aufzubauen. Sie beanspruchen ein Stück Land und beginnen mit dem Aufbau einer Farm. Dabei gelingt es ihnen, ein friedliches Verhältnis mit den in der Nachbarschaft lebenden Aborigines aufzubauen. Doch immer häufiger treten Konflikte zwischen den weissen Siedlern und den Aborigines auf. Dies ist ein sehr gut geschriebener Roman, der in der Gründungszeit der britischen Kolonie in Australien handelt. Er erzählt eine Geschichte von unglaublicher Arroganz und Ignoranz gegenüber anderen Kulturen. Die Kultur der Aborigines wird für meinen Geschmack zu wenig beschrieben, da hier nur die Sicht von aussen aus der Perspektive der weissen Siedler geschildert wird.

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  • Rezension zu "Der verborgene Fluss" von Kate Grenville

    Der verborgene Fluss
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 19:06

    beklemmend, tragisch, lehrreich - Australien am Beginn seiner Besiedlung durch "Weiße" Kate Grenville nimmt sich in diesem Roman ihres Heimatlandes Australien an und erzählt eindrucksvoll von den ersten Schiffen, die mit englischen Sträflingen beladen an den Ufern des fernen Kontinents festmachten: William Thornhill wird wegen eines Diebstahls deportiert - mit seiner ganzen Familie. Im Gegensatz zu seiner Frau lernt er das fremde Land lieben. Er träumt von eigenem Grund und Boden, nimmt ein Stück Land in Besitz und entzieht den Aborigines Stück für Stück ihre Lebensgrundlage. Fremde Kulturen prallen aufeinander und es fehlt einfach an sensiblem Einfühlungsvermögen, um ein gemeinsames Miteinander zu versuchen. Im Endeffekt entlädt sich das gegenseitige Mißverständnis im Eklat... Kate Grenville ergreift Partei für die Aborigines, aber sie hebt nicht den moralischen Zeigefinger. Sie berichtet mehr als sie tatsächlich erzählt, ihre Sprache ist prägnant und von einer klaren Schönheit. Die wenigen scheinbar ausschweifenden Metaphern sind gezielt gesetzt, um die seltenen Momente des Glücks und der Hoffnung der Protagonisten zu betonen. Mit ihrer Form der Erzählung erreicht die Autorin, dem Leser grausame, traurige, schmerzhafte und brutale Bilder vor das Auge zu führen, ihn aber gleichzeitig auf einer Distanz zu halten, die es ermöglicht, weiter zu lesen. Einziger kleiner Kritikpunkt ist - am Anfang des Romans - die Hauptperson Will Thornhill - eine rundherum sympathische Figur. Trotz seiner Diebstähle in London hat er eine erstaunlich klar definierte Vorstellung von Gut und Böse. In meinen Augen ist er während dieser Zeit ein bisschen zu gut für diese Welt. Erst im Laufe der Erzählung entwickelt er realistische Wesenszüge und wird nicht mehr als der arme, vom Schicksal gebeutelte Mann dargestellt. Ich persönlich finde den Teil in Australien als den gelungeneren. Kate Grenville hat sich - meines Erachtens - von Seite zu Seite gesteigert. Dieser Roman bekommt von mir ein: "äußerst lesenswert". Die australische Geschichte wird hier realistischer geschildert, als in manch anderen Australien-Sagas. Nicht eine romantische Liebesbeziehung steht im Vordergrund, sondern die Liebe zum Land und der Kampf ums Überleben.

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