Kate Milford Broken Lands

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Inhaltsangabe zu „Broken Lands“ von Kate Milford

Ein einziger Funke würde in dieser Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg schon genügen, um New York in einem Chaos aufgehen zu lassen. Die Energie, über die Walker und Bones, die 'Unheimlichen', verfügen, um die Stadt in eine Hölle zu verwandeln, ist noch weit mächtiger. Wo sind die 'Hüter' der Stadt? Und wer sind sie überhaupt? Die junge Chinesin Jin mit ihren genialen Feuerwerkskünsten und der trickreiche Kartenspieler Sam, die sich inmitten der Schreckensinvasion kennenlernen, stellen sich selbst dämonischen Akteuren entgegen. Und mysteriöse 'Wanderer', Sucher und Grenzgänger, tragen ihre Erfahrungen bei. An der noch unvollendeten Hängebrücke zwischen Brooklyn und New York wird sich die Zukunft des zerbrochenen Landes entscheiden.

Ein toller Jugendroman

— Ajani
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  • Ein toller Jugendroman

    Broken Lands
    Ajani

    Ajani

    28. May 2015 um 20:13

    Broken Lands ist ein historischer Jugend-Fantasy-Roman, der im New York des ausgehenden 19. Jahrhunderts spielt. Obwohl das Setting es durchaus zuließe, ist es erfreulicherweise weder Steampunk, noch Vampirgeschichte. Stattdessen erwarten einen Feuerwerk, Kartentricks und Kreaturen, die sich ihrer ganz eigenen Magie bedienen. Über diese Kreaturen hätte ich im Laufe der Geschichte gerne mehr erfahren, über die Springer und Großen Läufer, die Headcutter, Wanderer und Fangshi. Leider ist die Autorin in dieser Hinsicht sehr zurückhaltend, um nicht zu sagen: Man erfährt in den meisten Fällen kaum mehr als die Namen. Die Handlung stützt sich zum Teil stark auf christliche Mythologie, und die Logik hinter manchen Plänen konnte ich zum Teil nicht ganz nachvollziehen. Auch wirkten manche Ereignisse zu gestellt, und die Zufälle waren mir insgesamt einfach zu viele. Dennoch hat die Geschichte ihren ganz eigenen Charme, der junge Leser sicher verzaubern kann. Historische Begebenheiten und Daten werden geschickt in die Erzählung eingeflochten, sodass man ohne Absicht sogar noch etwas lernen kann. Ausserdem enthält Broken Lands eine Reihe historischer Figuren, deren Kurzbiografie sich im Glossar am Ende des Buches findet. Obwohl die Autorin im Nachwort ihren Roman vor allem als Abenteuerroman verstanden wissen möchte, und nicht als Kommentar zu sozialen Missständen, so kann man diese Missstände doch kaum übersehen. Neben allgemeinem Rassissmus gegen Italiener, Iren, Farbige und Chinesen finden sich zahlreiche kaum versteckte Andeutungen auf Menschenhandel, Zwangsprostitution und sexuelle Gewalt gegen Frauen. Und über all dem liegt der traurige Umstand, dass der Amerikanische Bürgerkrieg zum Zeitpunkt der Geschichte kaum mehr als ein Jahrzehnt zurück liegt. Im krassen Kontrast dazu stehen die beiden Protagonisten, die trotz der harten Welt, in der sie leben, geradezu unglaublich gute Menschen geblieben sind. Tatsächlich sind sie so höflich, vernünftig, reif und selbstlos, dass ich es nicht ganz glauben konnte. Ein paar Ecken und Kanten hätten hier und da sicher nicht geschadet. Was mich zu den Charakteren bringt. Genau wie bei den Fantasy-Aspekten der Geschichte bleibt für mich hier vieles zu oberflächlich. Eine tragische Kindheit ersetzt keine ausgefeilte Persönlichkeit, und so kommt es, dass viele Personen zwar nett, aber unauthentisch auf mich wirkten. Am Ende hat mich Broken Lands gut unterhalten und nie gelangweilt, so richtig mitgerissen hat es mich aber nicht. Aufmachung Das Cover ist genau so schön, wie ich erwartet hatte, und das ganze Buch ist geschmackvoll in gut aufeinander abgestimmten Grün-, Weiß- und Rottönen gehalten. Der Einband unter dem Schutzumschlag kontrastiert in sattem Rot, das Kapitalband ist ein leuchtendes Smaragdgrün. Das Vorsatzpapier ist mit einer fein gestalteten, in Grüntönen gehaltenen Karte von New York bedruckt, auf der die Handlungsorte markiert sind. Das Besondere an diesem Buch sind jedoch die ganzseitigen schwarz-weiß Illustrationen, die sehr stimmig das Geschehen an bestimmten Punkten des Romans wiedergeben. Die Typografie könnte schöner kaum sein. Gelungener Schriftmix, ausgefallene Initiale, Mediävalziffern, gut lesbare Brotschrift und ein durchgängiges Konzept schenken dem Buch eine innere Harmonie, sodass man es kaum aus der Hand legen möchte.

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  • [Rezension] Broken Lands

    Broken Lands
    Mone80

    Mone80

    23. November 2014 um 09:25

    Meine Meinung: Schon das Cover strahlt eine magische Anziehungskraft aus, die einem ein "Bitte lies mich!" zu raunt. Es zeigt das, was einem in dem Buch erwartet. Die Karten von Sam, ein Feuerwerk und die Hängebrücke, die Brooklyn und New York mal verbinden soll. Doch ich war am Anfang sehr skeptisch, denn den Verlag Freies Geistesleben kannte ich bis zu dem Buch nur von Bastelbüchern. Doch die Sekptsis hat sich schnell gelegt und die Begeisterung für das Buch wuchs mit jeder Seite. Kate Milford lässt eine Fantasygeschichte aufleben, die in New York und Brooklyn 1877 spielt. Sie verbindet die Historie der Städte gekonnt mit ihrer Geschichte und lässt den Leser voll und ganz in die Geschichte abtauchen. Die beiden Protagonisten Jin und Sam haben es in dieser Zeit nicht leicht. Sie sind für sich selbst verantwortlich und müssen irgendwie über die Runden kommen. Mit dem Auftauchen der "Unheimlichen" kommt dann noch ein weiteres Problem auf sie zu, welches sie meistern müssen. Doch sie trotzen ihren Problemen und ihr Wille zu Überleben, die Hoffnung auf ein besseres Leben, sind immer spürbar. Und das hat mir die Beiden so sympathisch werden lassen. Sie waren nicht nur Akteure in der Geschichte, sondern ihnen wurde Leben eingehaucht. Aber die Geschichte lebt nicht nur von Jin und Sam. Viele Nebencharaktere runden das Bild ab. Doch ich hatte nie das Gefühl gehabt, dass es zu überladen wirkt. Sie alle tragen ihren Teil zur Geschichte hinzu. Die Settings sind genial beschrieben. Man fühlt sich in diese Zeit und in das New York hineinversetzt und erlebt die Geschichte als Zuschauer vom Straßenrand mit. Der Schreibstil ist perfekt. Die Spannung ist immer spürbar auch wenn sie mal nicht an erster Stelle steht. Man merkt, wie es brodelt und sich das Unheil ausbreiten möchte. Am Anfang ist es ein eher ruhiges Buch, doch der Wendepunkt kommt sehr schnell und dann kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Fazit: Eine atemberaubende Geschichte, die perfekt historische Elemente mit Fantasyelementen verbindet.

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  • Bunt, feurig, prickelnd

    Broken Lands
    Annesia

    Annesia

    15. August 2014 um 21:18

    Was bei BrokenLands sofort auffällt, und es damit von beinahe allen Jugendbüchern unterscheidet, ist die aufwendige Illustration. Die Bilder sind auch innerhalb des Buches zu finden und geben dem Ganzen einen künstlerischen Touch. Der junge Kartenspieler Sam lernt durch seltsame Umstände die ebenfalls junge Feuerwerkskünstlerin Jin kennen. Beide stehen bald gemeinsam vor einer schweren Aufgabe, nämlich die Stadt Brooklyn gegen zwei düstere Gestalten und deren Herrscher Jack zu verteidigen. Jack will die Stadt unterwerfen, indem er die "Säulen" Brooklyns zerstört. Das Ganze spielt im 20. Jahrhundert. Im Allgemeinen hat es mir super gut gefallen, aber hin und wieder hat minimal die Spannung gefehlt. Ansonsten wirklich große Klasse und ich kann es nur weiterempfehlen. Es ist mal was Anderes.

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  • Ein einmaliges Fantasy-Spektakel!

    Broken Lands
    leselurch

    leselurch

    13. May 2014 um 13:08

    *Worum geht's?* Coney Island, 1877: Der junge Sam schlägt sich als listiger Kartenspieler, der Touristen die ein oder andere Münze aus der Tasche zieht, durchs Leben. Als eines Tages ein Trickser Sam mit seinen eigenen Waffen schlägt, geschehen plötzlich merkwürdige Dinge, die New York und Brooklyn in eine Hölle zu verwandeln drohen. Düstere Gestalten mit mächtiger, böser Magie wollen das zerbrochene Land für ihren Meister einnehmen, der schlimmer ist als der Teufel selbst. In dem wachsenden Chaos lernt Sam die Chinesin Jin kennen, ein Feuerwerksmädchen, das das Spiel mit dem Feuer liebt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Hütern, die New York und Brooklyn zusammenhalten. Der Kampf um die Zukunft der getrennten Städte beginnt. Doch es ist ein Rennen gegen die Zeit… *Meine Meinung:* In „Broken Lands“ spielt Autorin Kate Milford mit verschiedenen Genres. Die Geschichte spielt in unserer Welt, in Brooklyn und New York, allerdings viele Jahre vor unserer Zeit. Im Jahre 1877 begegnen wir Sam und Jin, denen ein großes Abenteuer bevorsteht – eines von jener Sorte, die den beiden mutigen Jugendlichen das Schicksal ganzer Städte auf die Schultern lädt. Und als wären die Probleme des Erwachsenwerdens und des täglichen Überlebens in einer gefährlichen Gegend noch nicht schwierig genug, tauchen plötzlich auch noch mysteriöse Gestalten mit bösen Absichten auf, die die Magie auf ihrer Seite haben. „Broken Lands“ ist eine wilde, aber gelungene Mischung mit historischen, fantastischen und kritischen Themen, die mit Spannung an die Seiten fesselt. Kate Milford hat für ihre Leser eine neue Art von Fantasy geschaffen, auf die man so sicherlich noch nicht gestoßen ist. Milford verzichtet auf altbekannte Wesen und webt stattdessen neue Zauberfiguren in ihren Roman ein. So trifft man zum Beispiel auf magische Wanderer, Talgdämonen, Stadthüter und Flammenmeister. Obwohl mich die Autorin mit ihren Ideen sehr neugierig machen konnte, hatte ich besonders zu Beginn einige Schwierigkeiten, mich in der Welt von „Broken Lands“ zurechtzufinden. Die Fantasy-Elemente sind weder leicht verständlich noch problemlos zugänglich. Nichtsdestotrotz haben sie ihren eigenen Reiz, der einen fasziniert an den Seiten kleben lässt.  Sam, der trickreiche Kartenspieler aus Coney Island, und Jin, das Feuerwerksmädchen aus China, sind die beiden Protagonisten in „Broken Lands“. Die beiden jungen Heranwachsenden, die sich im Verlauf der Geschichte schrecklichen Dingen stellen müssen, haben zu Beginn der Geschichte noch wenig miteinander gemein. Die Ereignisse schweißen die beiden sympathischen und einzigartigen Protagonisten jedoch immer stärker zusammen, sodass zwischen Jin und Sam schließlich sogar zarte romantische Gefühle entwickeln. Sie sind ein mutiges, aufrichtiges Team, begeistern mit ausgeprägten Persönlichkeiten und durchdachten Hintergrundgeschichten. Obwohl mir beide Protagonisten ans Herz gewachsen sind, hat sich Jin, das Mädchen, das das Spiel mit dem Feuer liebt, als meine persönliche Favoritin durchsetzen können. Neben Sam und Jin gibt es noch eine Menge weiterer Charaktere, die in „Broken Lands“ eine Rolle spielen. Tatsächlich sind es sogar so viele, dass man sich beinahe Sorgen darum machen muss, ob man sie nicht im Laufe der Geschichte durcheinander werfen wird. Kate Milford beweist ihren Lesern jedoch schnell, dass diese Angst unbegründet ist. Sie hat jede einzelne Figur mit so viel Leben entworfen und Individualität geformt, dass sie mit ihren einzigartigen Persönlichkeiten oft schon nach der ersten Begegnung im Gedächtnis bleiben. Verwechslungsgefahr besteht in „Broken Lands“ trotz der vielen relevanten Charaktere zu keinem Zeitpunkt! Unterstützt wird die Geschichte von großartigen Illustrationen von der Künstlerin Andrea Offermann. Zahlreich sind ihre Zeichnungen zu meinem Bedauern zwar nicht, dafür tauchen sie immer in den wichtigen Momenten in der Handlung auf und heizen das Kopfkino mächtig an. Andrea Offermann schafft es in ihren Bildern, die Atmosphäre des Romans einzufangen und die Protagonisten und die Handlungsorte genauso aussehen zu lassen, wie sie Kate Milford ihren Lesern in den Kopf gezaubert hat. Kate Milford hat zu „Broken Lands“ eine indirekte Fortsetzung geschrieben. „The Bone Shaker“, so der Titel im englischen Original, spielt in der gleichen Welt, erzählt jedoch die Geschichte anderer Charaktere. Jin und Sams Abenteuer wird in „Broken Lands“ trotz einiger offenen Fragen zu Ende geführt, sodass sich der Roman wie ein Einzelband lesen lässt. Trotzdem hat man nach der letzten Seite nicht wenig Lust, die Magie der Welt um 1877 weiter zu erforschen und sie gemeinsam mit neuen Charakteren zu entdecken. Bleibt zu hoffen, dass der Verlag auch „The Bone Shaker“ herausbringen wird und uns nicht mehr allzu lange warten lässt! *Cover:* Außergewöhnlich wie die Geschichte und ihre Facetten ist auch das Cover des Romans. Die verschiedenen Ebenen des Covers ergeben ein grandioses Gesamtbild, das dank der faszinierenden und passenden Illustrationen zu einem echten Eyecatcher wird. *Fazit:* Mit „Broken Lands“ ist Kate Milford ein einmaliges Fantasy-Spektakel gelungen, das sich mit seinem historischen Setting, seinen außergewöhnlichen magischen Elementen und seinen einzigartigen Charakteren deutlich von der Masse abhebt. „Broken Lands“ wartet mit neuen Ideen auf und wird selbst Vielleser mit seiner einzigartigen Magie an die Seiten fesseln. Allerdings macht es der Roman seinen Lesern vor allem zu Beginn nicht leicht, ihn zu durchschauen. Einige von Milfords Fantasy-Elementen sind schwer zugänglich und brauchen erst Zeit, um sich zu entfalten und zu etablieren, damit man in ihren vollen Genuss kommen kann. Wer sich durch den schwierigen Anfang schlägt, wird mit einem spannenden und mitreißenden Abenteuer belohnt. Für „Broken Lands“ gibt es 4 Lurche.

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  • Magisch und eigenwillig - 3,5 Sterne

    Broken Lands
    splitterherz

    splitterherz

    03. May 2014 um 20:12

    "Aber so einfach ist die Welt nicht. Die Welt ist nicht bloß ein Ort. Sie ist die Summe einer Vielzahl an unbegreiflichen Dingen, und wenn man irgendwo auf der Erde eine Straße betritt und ihr eine Zeit lang folgt, dann gerät man früher oder später in ein ganz fremdes Land." ["Broken Lands" // Kate Milford // S. 138] Erster Satz: Eine Kreuzung kann ein Ort großer Macht sein; das sollte niemanden wirklich überraschen. Inhalt: New York und Brooklyn sind zwei voneinander getrennte Städte, nur verbunden durch die noch nicht fertig gestellte Brooklynbridge. Es ist die Zeit nach dem Burgerkrieg, doch der wahre Krieg scheint noch nicht vorbei zu sein - nur ein Funke würde reichen, um die Städte abermals ins Chaos zu stürzen. Die zwei unheimlichen Gestalten Bones und Walker verfügen über die Kräfte, New York einzunehmen und zu unterwerfen, doch dafür müssen sie die Hüter der Stadt vernichten. Die junge Chinesin Jin ist mit der Feuerwerks-Kompanie in New York, um ihre genialen Feuerwerktricks zu zeigen und gemeinsam mit dem trickreichen Kartenspieler Sam, stellt sie sich der Gefahr. Ein Kampf um die Stadt beginnt, ein Kampf, der sich an der noch unvollendeten Brücke zwischen Brooklyn und New York entscheiden wird... Meine Meinung: Für manche Geschichten braucht es die richtige Zeit und das richtige Gefühl, um sie ganz genießen zu können, ja, auf manche Geschichten muss man sich einlassen können. "Broken Lands" ist definitiv eine von ihnen, denn diese magische und zauberhafte Mischung aus Historik, Phantasie und Mystery ist sicherlich nicht jedermanns Sache - und, wie schon gesagt, gerade auch nicht zu jeder Zeit. "Broken Lands" braucht seine Zeit, um den Motor dieser vielschichtigen und komplexen Geschichte zu starten, braucht Zeit bis man hinter die ebenso dreidimensionalen wie schwierigen Figuren zu blicken vermag und braucht Zeit bis man hinter der verqueren und zeitweise sehr verrückten Geschichte Magie und Philosophie entdeckt. Ich weiß, dass mir diese Geschichte richtig gut hätte gefallen können, wenn ich sie zu einem anderen Zeitpunkt gelesen hätte, daher kann ich nicht über das Buch sagen, dass es schlecht wäre - denn das ist es nicht, auf keinen Fall. Im Gegenteil, in der Flut aus jugendlichen Neuerscheinungen bringt "Broken Lands" eine Menge frischen Wind und Eigenständigkeit mit sich, erzählt vom Schicksal zweier Städte, aber auch von den Schicksalen vieler Menschen. Nur es war kein anderer Zeitpunkt und deswegen musste ich mich zeitweise durch diese Geschichte kämpfen. Es ist nicht so, dass sie nicht spannend wäre - ganz im Gegenteil. Schon mit der ersten Seiten baut Milford eine mystisch anmutende Atmosphäre auf, die sich von Seite zu Seite immer mehr steigert. Zwar ist es keine nervenaufreibende Spannung, aber man spürt sie doch ganz eindeutig. Was aber viel relevanter als eben diese Spannung ist, ist die Atmosphäre des Buches. Ein wenig Hoodoo hier, ein bisschen chinesische Weisheiten da und das alles gepaart mit dem New Yorker Feeling zu einer längst vergangenen Zeit schindet schon eine Menge Eindruck und versetzt den Leser in die Zeit nach dem Bürgerkrieg. Untermalt wird das von dem anspruchsvollen und eindringlichen Schreibstil, der ebendiese Atmosphäre so schön zur Geltung bringen kann und nicht nur leserfreundlich, sondern auch tiefgehend und beinahe magisch ist. Milford versteht es wie keine Zweite mit ihren Worten eine ganz bestimmte düstere aber auch mystische Atmosphäre zu zaubern und genau das macht den Charme dieses Buches aus. "Du hast mich zu einem funkelnagelneuen Schimpfwort inspiriert", sagte Mapp, "Und als Dank überlasse ich dir das kostenlose Nutzungsrecht daran. Das ist schon etwas, weißt du?" "Fühlt sich aber nicht so an." "Das ist bei den meisten guten Dingen so. [...] Nichts fühlt sich nach etwas an, bis alles vorbei ist." [S. 26] Es ist schwer von "Broken Lands" zu erzählen, weil man den Inhalt kaum in Worte fassen kann. Die Handlung ist komplex und vielschichtig und nicht zusammenzufassen ohne dem Leser etwas vorweg zunehmen, aber sie ist in jedem Fall einzigartig. Ich wüsste auch nicht sonderlich viel daran auszusetzen - die Geschichte ist eigenwillig und man muss sich darauf einlassen, aber insgesamt (und gerade auch wenn man das Nachwort gelesen hat) unglaublich faszinierend. Zeitweise driftet sie ein wenig zu sehr ab und vergisst dabei, den Leser aufzuklären, sodass dieser an manchen Stellen gar nicht so wirklich weiß, was er denn nun auf den letzten hundert Seiten gelesen hat, aber im Gesamtbild ist dieses Buch einfach voll mit Weisheiten und Gedanken, die einem viel mit auf den Weg geben können. Getragen wird die Geschichte definitiv von ihren Figuren. Sie machen "Broken Lands" lebendig und geben der Geschichte viel Plastizität - das gilt für die Protagonisten ebenso sehr, wie für die Nebenfiguren, denn Milford hat es geschafft ihnen allen Leben einzuhauchen. Jede Figur ist auf seine Art besonders und hat eine Geschichte zu erzählen, die sich in den Strom der Schicksale verwebt und am Ende das Ganze ergibt. Außerdem haben die Figuren allesamt Wiedererkennungswert und auch wenn es sehr viele Charaktere gibt, hat man die das Gefühl mit Informationen und Namen überladen zu werden - dafür sind sie alle viel zu individuell. Das klingt jetzt doch eigentlich alles ziemlich gut und womöglich werden sich viele wundern, warum ich am Ende dann doch nur dreieinhalb Herzchen vergebe, aber das liegt wie gesagt eben daran, dass es nicht die richtige Zeit für die Geschichte war, ich aber gezwungen war, sie bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu rezensieren. Natürlich sehe ich dennoch das Potenzial und die Kraft dieser Geschichte und ich wüsste auch kaum etwas zu kritisieren, aber wie gesagt - für mich war es zeitweise einfach doch sehr anstrengend in dem Buch abzutauchen. Fazit: Um ein zerbrochenes Land und zerbrochene Menschen geht es in dieser Geschichte, doch das ist längst nicht alles - mit einem unglaublichen Charme, einer Menge Magie und viel Liebe zum Detail erschafft Kate Milford in "Broken Lands" eine Welt, verwoben aus historischen Fakten und phantastischen Elementen, sodass eine merkwürdig glaubwürdige Geschichte entsteht, von der man beinahe glaubt, sie hätte sich so ereignet. Mit plastischen Figuren, die dem Buch den letzten Schliff verleihen, begibt man sich auf ein Abenteuer der ganz besonderen Art und erkundet New York im 19. Jahrhundert, während in den Straßen der Stadt der ewige Kampf zwischen Gut und Böse ausgetragen wird. Eine magische Mischung, auf die man sich einlassen muss - und die für mich leider zum falschen Zeitpunkt kam. Dennoch sollte man dieses Buch lesen! 3,5 Sterne

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  • Armut, Mythen und Magie - und ein Feuerwerk an Ideen

    Broken Lands
    MikkaG

    MikkaG

    13. April 2014 um 15:41

    Ich finde das Cover wunderschön - es vermittelt meiner Meinung nach sehr gut die Mischung aus Fantasy und Geschichte, die das Buch ausmacht. Im Buch finden sich übrigens auch weitere großartige Illustrationen der Künstlerin, Andrea Offermann, die das Titelbild gestaltet hat, und sie sind eine wahre Bereicherung für einen ohnehin fantastischen Roman! Das Genre "Historic Fantasy" / "Fantastic History" ist bisher eher ein Stiefkind des Genres "Fantasy" - spontan fallen mir nur wenige Beispiele ein, wie zum Beispiel die Jugendbücher von Chris Moriarty. Dabei bietet es so viele spannende Möglichkeiten, und Kate Milford schöpft in ihrem Buch aus dem Vollen! Sie hat unzählige originelle Einfälle verarbeitet, ein wahres Feuerwerk an Ideen, die frisch und neu sind. Ich hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl: sowas habe ich schonmal gelesen. Sie hat eine Welt geschaffen, die unserer wirklichen Welt sehr ähnlich ist, nur eben voller Magie und fantastischer Kreaturen. Einerseits erfahren wir ganz nebenbei Dinge, die in unserer Realität wirklich so waren - durch Sam erhaschen wir einen Blick auf das Leben nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, und durch Jin einen Blick auf die chinesische Kultur -, und andererseits webt die Autorin Folklore, Mythen und Märchen zu einem bunten Teppich. Ich fand das Buch sehr spannend, denn Jin und Sam müssen sich einer Herausforderung und Gefahr nach der anderen stellen - es steht nicht weniger auf dem Spiel als das Schicksal zweier Städte und derer Bewohner! Für mich gab es keine Längen oder schleppende Passagen. Wenn in einem Buch sehr viele Charaktere vorkommen, habe ich oft das Problem, dass ich durcheinander komme und zurückblättern muss, um noch einmal nachzulesen. In "Broken Lands" werden uns direkt eine ganze Reihe an Charakteren vorgestellt, aber sie sind alle so voller Leben und Individualität, dass ich sie mir schnell merken konnte. Im Mittelpunkt stehen Sam und Jin, und sie sind beide ganz wunderbare Protagonisten. Sie hatten kein einfaches Leben und haben trotz ihrer jungen Jahre schon einiges an Verlust und Schmerz durchlebt. Besonders über Jin erfährt man im Verlauf des Roman viel Schlimmes. Aber dennoch sind alle beide mutig und entschlossen, loyal und selbstlos. Ich habe sie schnell ins Herz geschlossen! Apropros Herz: man sollte in diesem Buch keine schnulztriefende Liebesgeschichte voller heißer Küsse und Sexszenen erwarten. Zwischen Jin und Sam entwickeln sich romantische Gefühle, aber da Jin in ihrer Vergangenheit sehr verletzt worden ist, kann sie sich nur langsam darauf einlassen, auch nur eine tiefere Freundschaft zu Sam zuzulassen. Und dennoch gibt es in "Broken Lands" Szenen, die herzzerreißend romantisch und anrührend sind - auf eine leise, zarte Art. Wunderwunderschön. Der Schreibstil ist grandios und vermittelt mühelos Atmosphäre und Spannung. Ich werde definitiv die Augen offenhalten und auf weitere Bücher der Autorin hoffen. Ich möchte das Buch wirklich jedem empfehlen, der gerne Fantasy liest und Lust auf etwas ganz Neues, Eigenes hat. Hier gibt es keine Vampire, Werwölfe, Engel oder Dämonen - stattdessen gibt es Unheimliche Wanderer, Hüter der Stadt und Flammenmeister. Ich fand es einfach nur grandios!

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  • Armut, Mythen und Magie - und ein Feuerwerk an Ideen

    Broken Lands
    MikkaG

    MikkaG

    13. April 2014 um 15:41

    Ich finde das Cover wunderschön - es vermittelt meiner Meinung nach sehr gut die Mischung aus Fantasy und Geschichte, die das Buch ausmacht. Im Buch finden sich übrigens auch weitere großartige Illustrationen der Künstlerin, Andrea Offermann, die das Titelbild gestaltet hat, und sie sind eine wahre Bereicherung für einen ohnehin fantastischen Roman! Das Genre "Historic Fantasy" / "Fantastic History" ist bisher eher ein Stiefkind des Genres "Fantasy" - spontan fallen mir nur wenige Beispiele ein, wie zum Beispiel die Jugendbücher von Chris Moriarty. Dabei bietet es so viele spannende Möglichkeiten, und Kate Milford schöpft in ihrem Buch aus dem Vollen! Sie hat unzählige originelle Einfälle verarbeitet, ein wahres Feuerwerk an Ideen, die frisch und neu sind. Ich hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl: sowas habe ich schonmal gelesen. Sie hat eine Welt geschaffen, die unserer wirklichen Welt sehr ähnlich ist, nur eben voller Magie und fantastischer Kreaturen. Einerseits erfahren wir ganz nebenbei Dinge, die in unserer Realität wirklich so waren - durch Sam erhaschen wir einen Blick auf das Leben nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, und durch Jin einen Blick auf die chinesische Kultur -, und andererseits webt die Autorin Folklore, Mythen und Märchen zu einem bunten Teppich. Ich fand das Buch sehr spannend, denn Jin und Sam müssen sich einer Herausforderung und Gefahr nach der anderen stellen - es steht nicht weniger auf dem Spiel als das Schicksal zweier Städte und derer Bewohner! Für mich gab es keine Längen oder schleppende Passagen. Wenn in einem Buch sehr viele Charaktere vorkommen, habe ich oft das Problem, dass ich durcheinander komme und zurückblättern muss, um noch einmal nachzulesen. In "Broken Lands" werden uns direkt eine ganze Reihe an Charakteren vorgestellt, aber sie sind alle so voller Leben und Individualität, dass ich sie mir schnell merken konnte. Im Mittelpunkt stehen Sam und Jin, und sie sind beide ganz wunderbare Protagonisten. Sie hatten kein einfaches Leben und haben trotz ihrer jungen Jahre schon einiges an Verlust und Schmerz durchlebt. Besonders über Jin erfährt man im Verlauf des Roman viel Schlimmes. Aber dennoch sind alle beide mutig und entschlossen, loyal und selbstlos. Ich habe sie schnell ins Herz geschlossen! Apropros Herz: man sollte in diesem Buch keine schnulztriefende Liebesgeschichte voller heißer Küsse und Sexszenen erwarten. Zwischen Jin und Sam entwickeln sich romantische Gefühle, aber da Jin in ihrer Vergangenheit sehr verletzt worden ist, kann sie sich nur langsam darauf einlassen, auch nur eine tiefere Freundschaft zu Sam zuzulassen. Und dennoch gibt es in "Broken Lands" Szenen, die herzzerreißend romantisch und anrührend sind - auf eine leise, zarte Art. Wunderwunderschön. Der Schreibstil ist grandios und vermittelt mühelos Atmosphäre und Spannung. Ich werde definitiv die Augen offenhalten und auf weitere Bücher der Autorin hoffen. Ich möchte das Buch wirklich jedem empfehlen, der gerne Fantasy liest und Lust auf etwas ganz Neues, Eigenes hat. Hier gibt es keine Vampire, Werwölfe, Engel oder Dämonen - stattdessen gibt es Unheimliche Wanderer, Hüter der Stadt und Flammenmeister. Ich fand es einfach nur grandios!

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  • Nach einer Eingewöhnungszeit ein Roman voller Fantasie und Originalität

    Broken Lands
    Kittyzer

    Kittyzer

    19. February 2014 um 18:14

    Liao grinste ebenfalls. "Sie sind ein Fuchs, Mr. Walker, der vor dem Tiger durch den Dschungel schleicht und glaubt, dass die Tiere vor ihm fliehen und nicht vor der größeren Gefahr, die ihm folgt. Ich lasse mich von Füchsen nicht herumkommandieren." Walker versteifte sich. Liaos Grinsen wurde breiter, als ob auch er Reißzähne fletschen würde. "Und im Übrigen auch nicht von Tigern", setzte er hinzu, "aber das soll nicht Ihre Sorge sein." "Alter Mann", sagte Walker kalt. "Diesen Kampf wollen Sie doch gar nicht."-- INHALT: Der Kartenspieler Sam lernt eines Tages die junge Chinesin Jin kennen, als diese von zwei Jungen bedrängt wird - und ist sofort von ihr fasziniert, als sie sich mithilfe ihrer Feuerwerkskünste selbst in Sicherheit bringt. Kurze Zeit später begegnet er ihr wieder, allerdings unter düstereren Umständen: Sie hat eine schrecklich zugerichtete Leiche entdeckt. Und das ist erst der Anfang, denn etwas Böses geht um in Brooklyn und es fordert Menschenleben. Ob die sogenannten "Unheimlichen" gewinnen oder nicht, hängt von Sam und Jin ab, denn sie und ihre Freunde sind die Einzigen, die eine Ahnung haben, wie die Gegner zu besiegen sind. MEINE MEINUNG: Kate Milfords "Broken Lands" ist ein Roman der besonderen Art. Er verbindet phantastische Elemente mit historischen Fakten aus dem Jahr 1877 und bedient sich daher auch eines alten Brooklyns. Aber auch Leser, die sich in früheren Zeiten nicht besonders auskennen oder sich nicht dafür interessieren, dürften sich in dieser Welt hervorragend zurechtfinden. Denn auch wenn selbstverständlich alles sehr altmodisch ist, die Fortbewegung zum Beispiel per Kutsche stattfindet, gelingt es der Autorin durch ihren Schreibstil, einen vollständig in die Geschichte hineinzuziehen und die Details statt trocken spannend und interessant aufzubereiten. Sam ist ein Protagonist, mit dem man sich, obwohl er erst 15 Jahre alt ist, sehr gut identifizieren kann. Er besticht durch seine Intelligenz, seinen Wortwitz und seinen Mut. Zwar wird er in Gegenwart von Jin manches Mal etwas kopflos, es gelingt ihm aber trotzdem, die schwierigen Situationen gut zu meistern. Auch Jin ist eine interessante Hauptfigur. Sie hat es aufgrund ihrer Herkunft in der rassistischen Bevölkerung nicht leicht und lebt nur bei ihren Feuerwerken voll auf. Sie wirkt anfangs etwas distanziert, im Laufe der Handlung kommt jedoch auch ihre weiche und durchaus liebenswürdige Art zum Vorschein. Und auch die Nebencharaktere können überzeugen - der Wanderer Tom Guyot, der Kartenspieler Tesserian und auch die beiden Bösewichte Walker und Bones überzeugen durch Vielfältigkeit und Ideenreichtum. Ebenso wie die Geschichte selbst. Nicht nur gelingt es Kate Milford sehr gut, eine bekannte Sagengestalt - die des Jack nämlich, bei uns in Deutschland besser bekannt als Hans - in den Roman mit einzubringen und, obwohl sie selbst wenig Spielzeit hat, zu einer sehr zentralen Figur zu machen; sie versteht es auch mit Leichtigkeit, aus dem früheren Brooklyn einen düsteren, aber auch faszinierenden Ort zu entwickeln. Denn in die Normalität hält das Böse Einzug und es ist auf dem Vormarsch. Ehe Sam und seine Freunde begreifen, was vor sich geht, ist es schon fast zu spät. Von der Stelle an, an der die Charaktere verstehen, was alles auf dem Spiel steht, wird das gesamte Buch sehr spannend und fesselnd. Zugegebenermaßen muss man davor aber erst einmal ein wenig durchhalten, denn der Beginn ist doch an der ein oder anderen Stelle etwas langatmig. Hinzu kommt, dass hier sehr viele Ideen eingeflossen sind, Ideen, die ich zum Teil persönlich recht kompliziert fand. Die Kartenspiele, die Sam ausführt, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, fand ich als Laie sehr schwierig nachzuvollziehen, und insbesondere eines zum Ende hin habe ich trotz zweimaligem Lesen noch immer nicht komplett verstanden. An diesen Stellen wären manchmal noch bessere Erklärungen wünschenswert gewesen. Dennoch überzeugt besonders das spannungsgeladene Finale, in dem beide Seiten aufeinander treffen und wieder einmal Jins eindrucksvolle Künste in Sachen Feuerwerk deutlich werden. So ist der Schluss glaubwürdig gestaltet und sehr zufriedenstellend - und ich zumindest werde die Autorin im Hinterkopf behalten. FAZIT: Kate Milfords "Broken Lands" startet etwas zu langsam und reißt nicht von Anfang an komplett mit, steigert sich dann jedoch zu einem phantastischen und originellen Kampf zwischen Gut und Böse. Ein paar Erklärungen für das Verständnis waren mir an der ein oder anderen Stelle etwas unzureichend, insgesamt bin ich jedoch gut unterhalten worden. Ich vergebe verdiente 3,5 Punkte, hier aufgerundet auf 4, und spreche eine Empfehlung aus!

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