Kate Morton Die fernen Stunden

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Inhaltsangabe zu „Die fernen Stunden“ von Kate Morton

Fallen Sie für eine Nacht ins Schloß. Und öffnen Sie die Tür zu dunklen Geheimnissen Es beginnt mit einem verloren geglaubten Brief. Ein halbes Jahrhundert hat er darauf gewartet, von Meredith Burchill gelesen zu werden. Als die sonst so beherrschte Frau über den Zeilen in Tränen ausbricht, macht sich ihre Tochter Edie auf die Suche nach dem Absender. Die Spur führt nach Milderhurst Castle, wo seit Jahrzehnten die exzentrischen Blythe-Schwestern leben. Als Edie das verfallene Schloss betritt, beginnt sie zu ahnen, dass hinter den alten Mauern der Schlüssel zur rätselhaften Vergangenheit ihrer Mutter liegt.

Kate Mortons Charaktere faszinieren und verzaubern mich immer wieder. Eine geheimnisvolle und spannende Geschichte!

— Fraenn

Ein Lesevergnügen mit kleinen Defiziten!

— Perserkatze

Anfangs etwas zäh, zum Ende hin aber mega spannend!

— eetjepupetje

Grossartig, wundervoll, genial...

— iareyesp

Mit diesem Buch hat Kate Morton wieder eine ganz besondere Geschichte erschaffen in dem viele Geheimnisse verborgen liegen 😀

— GinaFelisha87

Ein weiteres Buch meiner Lieblingsautorin, ich bin wieder begeistert über die einzigartige Atmosphäre in diesem Buch. Einfach lesenswert!

— LaMensch

Die fernen Stunden nehmen eine unerwartete und spannende Wendung.

— MartinaM

Zwar nicht ganz so überzeugend, wie seine Vorgänger und am Anfang wohl etwas langwierig, aber insgesamt doch ein sehr lesenswertes Buch!

— Eisfuchs

Wieder eine fesselnde Geschichte von Kate Morton. Hätten aber auch 100 Seiten weniger sein dürfen!

— YvetteH

An der Liebe zerbrochen. Kate Morton versteht es mit Worten zu spielen um eine so spannende und Emotionale Geschichte zu kreieren.

— peggy

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    Die fernen Stunden

    Perserkatze

    28. July 2017 um 17:58

    Edie Burchills Verhältnis zu ihren Eltern war nie besonders eng. Umso überraschter ist sie, als ein verloren geglaubter Brief ihre sonst so verschlossene Mutter in Tränen ausbrechen lässt. Die Suche nach dem mysteriösen Absender führt Edie nach Miderhurst Castle, wo seit Jahrzehnten die exzentrischen Blythe -Schwestern leben. Als sie das verfallene Schloss betritt beginnt sie zu ahnen, dass hinter den Mauern der Schlüssel zur rätselhaften Vergangenheit ihrer Mutter liegt…. Es ist zwar nicht mein erstes Buch in diesem Still aber das erste von Kate Morton und ich muss sagen es gibt sowohl positives als auch negatives dazu zu berichten. Sie schreibt sehr präzise und Emotional und vermittelt dem Leser das Gefühl mitten im Geschehen zu stehen, alles Hautnah mit zu erleben. Hervorgehoben wird das Ganze durch die fließende und melodische Sprache die Kate Morton verwendet.   Nun es ist ein bisschen Schwierig für mich die Geschichte zu beurteilen b z w noch mehr positive Eigenschaften zu nennen denn für mich fehlte hier irgendwie der rote Faden. Auf der einer Seite ist Edith die als Lektorin in einem kleinen Verlag mit einem äußerst sympathischen Chef im stolzen alter arbeitet und ihren Eltern und auf der anderen Seite die drei Blythe Schwestern Percy, Saffy und Junipers   außer das Meredith, Ediths Mutter ein Jahr während dem zweiten Weltkrieg im Schloss der Schwestern gelebt hat und eng mit Junipers befreundet war, besteht hier keine Verbindung die in der Gegenwart noch existiert. Jeder von denen lebt sein Leben jedoch bei den   Blythe Schwestern schwebt immer eine dunkele Wolke über ihren Köpfen die sie stets begleitet und das leider in jeder Phase ihres Lebens. Es wurden alle Brücken abgebrochen als hätte die Bekanntschaft nie existiert. Die einzige Konstanze und die Verbindung zu Edith ist das Buch von Raymond Blythe „Die wahre Geschichte vom Modermann“. Die abwechselnden Geschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart, die aus der Sicht von den einzelnen Charakteren erzählt werden dienten mehr oder weniger dazu dem Leser einen Überblick in Bezug auf die Geschehnisse zu verschaffen den Ediths einzige Informationen in Bezug auf die Vergangenheit stammen einerseits von Recherchen und andererseits von Percy, und eines der Blythe Schwestern. Aber das was wirklich passiert ist erfährt nur der Leser aus der Sicht der Schwestern und Thommy Cavill. Thommy ist der Verlobter von Junipers der durch einen sehr unglücklichen Unfall ums Leben kommt.   Alles in allem ist das Buch ein echtes Lesevergnügen mit Spannung und Emotionen, fließende Sprache, authentisch in  der Beschreibung von Begebenheiten, Situationen oder gar Umgebung und Landschaft mit der jeweiligen Atmosphäre.  Der Leser hat das Gefühl mitten im Geschehen dabei zu sein. Diese Punkte muss ich der Autorin wirklich anrechnen, aber dennoch war es für mich keine Runde Geschichte des Öfteren war ich ein wenig verwirrt und bei manchen Kapiteln wären ein paar Seiten weniger auch ausreichend gewesen. Dafür gibt es 4 Sterne      

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  • Stille Wasser sind tief

    Die fernen Stunden

    LaMensch

    23. May 2016 um 16:32

    Ein geheimnisvolles Schloss, eine Verlegerin und ein ganz prägnantes Geheimnis. Als Edith per Zufall an einem geheimnisvollen Gartentor landet beschleicht sie das Gefühl, schon einmal an diesen Ort gewesen zu sein. Vermutlich war sie mit ihrer Mutter dort. Doch diese verweigert jede Aussage und die Hinweise verdichten sich, dass sie ein gut gehütetes Geheimnis mit sich herum trägt. Vorsichtig nähern sich beide an und eine lange zurückliegende Tragödie erblickt erneut das Licht der Welt.Kate Morton, die Autoren dieses Buches hat es mal wieder geschafft, mich in eine andere Welt zu entführen. Das Buch ist geschrieben mit einer unglaublichen Menge an Gefühlen und der Gabe, Landschaften, Umstände und die einzelnen Charaktere des Buches so darzustellen, dass sie lebendig werden. Direkt die 1. paar Seiten, der Prolog entführen den Leser in eine andere Welt. Herzklopfen der Spannung sind garantiert.Wie auch in den anderen Büchern dieser Autorin befinden wir uns mal in der Vergangenheit und dann wieder in der Gegenwart. Die beiden Geschichten verschmelzen am Ende einzigartig miteinander und es wirkt in keinstem Fall konstruiert (was es in manch anderen Büchern doch tut).Da ich keinerlei Kritikpunkte finden kann und mich dieses Buch wirklich überzeugt hat kann ich einzigartige 5 von 5 Sternen vergeben.

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  • Buchverlosung zu "Das Seehaus" von Kate Morton

    Das Seehaus

    Diana_Verlag

    KATE MORTON! Das Original ist zurück! Endlich! Nach drei Jahren erscheint der neue Roman - ‚Das Seehaus‘- der weltweit erfolgreichen Nr.1 Bestsellerautorin aus Australien! Und zwar an einem ganz besonderen Tag, dem 29. Februar! Wir können es tatsächlich kaum erwarten, und so gibt es für Euch – pünktlich zum Erscheinungstermin – eine Buchverlosung. Und darum geht’s: Die Weltbestsellerautorin Kate Morton erschafft in ihrem neuen Roman wieder eine Welt voller Geheimnisse, in der die Vergangenheit die Gegenwart nicht loslässt: In Das Seehaus wirft eine Mittsommernacht noch jahrzehntelang ihre Schatten in Frankreich, 1. Weltkrieg: Anthony Edevane, angehender Arzt und britischer Soldat, durchlebt die Hölle. Sein bester Freund, halb wahnsinnig durch die Gräuel des Krieges, ist im Begriff zu desertieren. Edevane eilt, um ihn aufzuhalten. Ein Säugling schreit. Jede Hilfe kommt zu spät. Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so unfassbar ist, dass die Familie alles stehen und liegen lässt – und das Anwesen nie wieder betreten wird. Cornwall 2003: Siebzig Jahre später stößt Detective Sadie Sparrow auf das verfallene Anwesen Loeanneth, auf dem die Edevanes gelebt haben, und erfährt von deren Schicksalsschlag. Sparrow beginnt nachzuforschen. Die Suche nach Antworten führt die Kriminalkommissarin tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld. Nach den SPIEGEL-Bestsellern Das geheime Spiel, Der verborgene Garten, Die fernen Stunden und Die verlorenen Spuren ist Kate Morton mit ihrem neuen Roman wieder eine einzigartige Geschichte gelungen, die sich jedem Genrezwang widersetzt: Stück für Stück erhalten die Leser Einblick in die Familiengeschichte der Edevanes, angefangen von der romantischen und erstaunlichen Liebesgeschichte zwischen Eleanor und Anthony. Dabei gerät Detective Sparrow zunächst auf eine falsche Spur. Kate Morton, die derzeit erfolgreichste Autorin Australiens, verwebt, wie schon in ihren vorangegangenen Büchern, Zeitgeschichte sowie Elemente des Krimis und der Liebesgeschichte zu einem unerhört raffiniert erzählt und bis ins Detail konstruierten Roman mit zahlreichen überraschenden Wendungen – bis zum letzten Satz. Wir freuen uns SEHR auf ‚Das Seehaus‘, das die englischsprachigen Leser bereits SOOO großartig finden: # Platz 1 in Australien # Platz 1 in Kanada # Platz 6 in USA (NY Times) # Platz 11 in UK Freut Ihr Euch auch? Wir wünschen Euch viel Glück bei der Buchverlosung! Bis bald, Eurer Diana-Team.

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    • 470
  • 3 Schwestern und ein 50 Jahre altes Geheimnis!

    Die fernen Stunden

    YvetteH

    17. November 2015 um 12:19

    Klappentext: Fallen Sie für eine Nacht ins Schloß. Und öffnen Sie die Tür zu dunklen Geheimnissen Es beginnt mit einem verloren geglaubten Brief. Ein halbes Jahrhundert hat er darauf gewartet, von Meredith Burchill gelesen zu werden. Als die sonst so beherrschte Frau über den Zeilen in Tränen ausbricht, macht sich ihre Tochter Edie auf die Suche nach dem Absender. Die Spur führt nach Milderhurst Castle, wo seit Jahrzehnten die exzentrischen Blythe-Schwestern leben. Als Edie das verfallene Schloss betritt, beginnt sie zu ahnen, dass hinter den alten Mauern der Schlüssel zur rätselhaften Vergangenheit ihrer Mutter liegt. Meine Meinung: Dies war mein zweites Buch von Kate Morton und auch diesmal hat es mir wieder gut gefallen. Kate Morton hat einen sehr eingängigen Schreibstil und versteht es den Leser zu fesseln. Leider war es diesmal im Mittelteil ein wenig zäh. Die Abwechslung in den Zeiten von heute und 1941 war gelungen und steigerte die Spannung. Interessante Charaktere, wie Edith, ihre Eltern und ihr Chef, runden die Geschichte um die drei Schwestern und ihr Geheimnis ab und bergen unvermutete Zusammenhänge. Die Handlung ist nachvollziehbar und die Orte sind toll beschrieben (ich konnte die Mauern im Schloss singen hören), allerdings hätten es ein paar Seiten weniger auch getan. Mein Fazit: Ein tolles Buch, das mir schöne Lesestunden beschert hat und das ich gern weiterempfehle. 4 Sterne

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  • Eine kleine Lüge und alles zerbricht

    Die fernen Stunden

    Anneflori

    07. October 2015 um 21:52

    Nach diesem Werk musste ich erstmal was lustiges lesen. Es war sooo fesselnd geschrieben aber dann das Ende!! Ich hatte Mühe das zu verarbeiten. Die Welt die Morton regelmäßig in ihren Büchern erzeugt ist dicht und spannend. Auch die Figuren fangen mich immer wieder ein. Ich würde trotzdem eher DER VERBORGENE GARTEN empfehlen. Das war atemberaubend

  • Atemberaubende Familiensaga

    Die fernen Stunden

    Monalisa73

    05. October 2015 um 20:19

    Ich hatte das Vergnügen „Die verlorenen Spuren“ lesen zu können. Kate Morton versteht es immer wieder den Leser zu verwirren und zu überraschen. Ihre Werke sind nie langweilig, sie ziehen mich jedes Mal sehr in ihren Bann, dass ich Zeit und Raum vergesse. Im Roman „Die verlorenen Spuren“, welcher 2013 erschien, spielt die Geschichte in England, zum Teil auf Greenacres Farm und zum Teil in London. Laurel erlebt 1961 ein Familiendrama. Was sie als 14 jährige nicht verstand, wird ihr, fünfzig Jahre später, als Erwachsene Frau bewusst, dass es Mord war und sie begibt sich auf Spuren Suche. Kate Morton verarbeitet diese packende Geschichte in zwei Erzählstränge. Sie lässt den Leser das Kriegsjahr 1941 zum Teil miterleben und auch andere Lebensausschnitte von den Protagonisten aus deren Jugend. Und kehrt zwischen drin immer wieder zu Laurel in die Gegenwart zurück, wie diese herauszufinden versucht, was wirklich passiert ist, als ihr idyllisches Familienfest so jä zerstört wurde. Trotz der verschiedenen Blickrichtungen lässt es sich gut lesen und man verliert nicht den Überblick. Der Schreibstil ist genial, aufwühlend, herrlich schön und berührend. Die Protagonisten super bildhaft herausgearbeitet und beschrieben. Es ist einfach lesenswert und wer Familiengeheimnisse nicht wiederstehen kann, sollte sich diesen Roman auf keinen Fall entgehen lassen.

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  • Rezension zu "Die fernen Stunden" von Kate Morton

    Die fernen Stunden

    rose7474

    25. September 2015 um 19:42

    Das Buch habe ich abgebrochen, da ich es total langweilig fand und mit dem Schreibstil irgendwie nicht klarkomme. Ich mag Romane, die in Gegenwart und Vergangenheit spielen wie z. B von Lucinda Riley und Corina Bomann. Aber den Schreibstil von Kate Morton finde ich altmodisch und übertrieben. Ich habe irgendwie keinen Zugang zu dieser Geschichte gefunden. Dies ist jetzt das zweite Buch von Kate Morton was ich versuchte zu lesen. Auch der Einstieg ist schwierig. Somit werde ich von der Autorin definitiv nichts mehr lesen. Der Schreibstil ist wohl nicht jedermanns Sache.  

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  • Die fernen Stunden singen auf Schloss Milderhurst

    Die fernen Stunden

    MademoiselleMeow

    27. April 2015 um 17:07

    "Die fernen Stunden" ist ein Roman, den ich einfach immer wieder lesen kann. Es bleibt bis zum allerletzten Kapitel spannend. Und trotzdem, so schön auch alles geschrieben ist, so furchtbar traurig ist die ganze Geschichte um die Blythe Schwestern auch. Man fühlt sich am Ende so richtig niedergeschlagen und auch etwas wie Edie, die es nach den Ereignissen am Ende mit den Worten beschreibt, das es sich anfühlt, als würde einem eine Tür vor der Nase zuschlagen, die man gerade erst geöffnet hat. Natürlich ist es nur ein Buch. Aber eben weil alles so gefühlvoll beschrieben ist, leidet man mit den Figuren und trauert mit ihnen der verlorenen Zukunft nach. Die Figuren sind in ihrem Charakter sehr schön beschrieben, auch wenn es mich ein wenig gestört hat, das man erst im Laufe des Buches mehr über die Äußerlichkeiten erfährt. Ich habe mir die Zwillinge nämlich immer braunhaarig vorgestellt, nur um dann später zu erfahren, das sie blond sind. Sowas nervt mich immer ein wenig, weil ich dann mein heraufbeschworenes Bild umwerfen muss. Aber meist belasse ich es dann bei meiner Vorstellung. Zurück zu den Figuren: Mir gefiel auch sehr, wie diese beleuchtet wurden. So haben die meisten eine völlig falsche Meinung voneinander. Edie's Mutter wird zunächst als eine kalte, abweisende Frau dargestellt, auch von ihrer eigenen Schwester. Aber dann lernt man sie als junges falsch, verstandenes Mädchen kennen und entwickelt Sympathien für sie und eine Abneigung gegenüber ihrer Schwester. Und auch Juniper entpuppt sich als jemand völlig anderes. Jemand, der garnicht so sonderbar ist, wie behauptet wird. Edie, Meredith, Persephone, Seraphina, Juniper und Thomas. Diese Personen werden und im einzelnen vorgestellt. Wir sehen und fühlen Dinge aus ihrer Sichtweise. Und das ist alles so geschickt und überhaupt nicht verwirrend erzählt, das die Verbindungen zwischen diesen Personen perfekt zur Geltung kommen. Aber nicht nur die Personen, sondern auch das Schloss wurde mit Hilfe von Worten sehr liebevoll gestaltet. Ich würde ja auch wahnsinnig gerne mal in einem uralten, halb verfallenen und seit Jahrzehnten unberührten Schloss auf Erkundungstour gehen. Da das aber sehr schwierig ist, begnüge ich mich mit solchen Büchern, wo alles so wunderbar bildhaft erzählt würde, das man beinahe das Gefühl bekommt, selbst mittendrin zu sein. Ich kann nicht anders, als dem Buch 5 Sterne zu geben. Es war spannend, von Anfang bis Ende. Die Figuren waren realistisch und sehr menschlich dargestellt und die detailverliebte Beschreibung von Orten und Emotionen ist hervorragend gelungen. Einzig den Epilog fand ich ein klein wenig zu kitschig. Sehr romantisch, traurig und bittersüß. Und ein klein wenig zu viel von "Ach was, so ein Zufall aber auch!". Aber gut, ich will mal nicht so sein. Das Ende war ja auch traurig genug :). Das Buch empfehle ich allen, die gerne dunklen Gehemnissen auf die Spur gehen und sowieso Kate Morton Bücher mögen. Oder auch Katherinne Webb, ich finde die beiden vom Stil her sehr ähnlich. Ein tolles Buch für kalte Herbst- und Wintertage :)

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  • Familiengeheimnisse Dickens - like mit viktorianischem Grusel á la Wilkie Collins !

    Die fernen Stunden

    Cridilla

    Kurz zur Autorin: Dass die Australierin Kate Morton (*1976) hierzulande als eines der größten Schreibtalente gilt, das "Down Under" zu bieten hat, kommt nicht von ungefähr: Schon als Kind erfand sie - damals noch gemeinsam mit ihren beiden Schwestern - fesselnde Geschichten. Nach der Schule ging sie nach England, studierte Theaterwissenschaften und Englische Literatur. Nach einem kurzen Ausflug ins Schauspielfach entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben wieder und landete 2006 mit "Das geheime Spiel" gleich einen Volltreffer - das Buch stürmte auf Platz 1 der Bestsellerliste der "Sunday Times", wurde in 29 Länder verkauft und erhielt diverse Preise. Auch Nachfolger wie "Der verborgene Garten" oder "Die fernen Stunden" bieten "ausgezeichnete" Unterhaltung und landeten wie ihr Erstling auf der SPIEGEL – Bestsellerliste bei uns. Morton lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in Brisbane. Inhalt des Buches: Es beginnt mit einem verloren geglaubten Brief. Ein halbes Jahrhundert hat er darauf gewartet, von Meredith Burchill gelesen zu werden. Als die sonst so beherrschte Frau über den Zeilen in Tränen ausbricht, macht sich ihre Tochter Edie auf die Suche nach dem Absender. Die Spur führt nach Milderhurst Castle, wo seit Jahrzehnten die exzentrischen Blythe-Schwestern leben. Als Edie das langsam zerfallende Schloss betritt, beginnt sie zu ahnen, dass hinter den alten Mauern der Schlüssel zur rätselhaften Vergangenheit ihrer Mutter liegt.  London 1939: Während die Stadt sich für den Krieg rüstet, befindet die 12jährige Meredith sich mit einer Gruppe evakuierender Kinder auf dem Weg nach Kent. Dort soll sie Zuflucht bei einer fremden Familie finden. Staunend und eingeschüchtert zugleich, zieht sie auf das herrschaftliche Schloß Milderhurst, wo die 17jährige Juniper mit ihren Zwillingsschwestern und ihrem Vater, dem bekannten Schriftsteller Raymond Blythe, lebt. Sie taucht ein in eine Welt der Geschichten und der Fantasie – bis ihre Eltern sie zwei Jahre später zurückholen und der Kontakt zu Juniper unvermittelt abreißt. Meredith zerbricht beinahe am Verlust ihrer engsten Vertrauten, für den sie keine Erklärung findet. Nie ist sie nach Milderhurst zurückgekehrt, doch jetzt Jahrzehnte später, führt eine geheimnisvolle Spur ihre Tochter Edie zu den alten Blythe- Schwestern. Hinter den düsteren Schloßmauern kommt mehr ans Licht, als Edie sich je hätte vorstellen können – doch vielleicht ist es noch nicht zu spät, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu versöhnen. Puuh, das Buch war teilweise schwere Kost, da all die Geheimnisse der unterschiedlichen Protagonisten ziemlich heftig waren. Da sind zum einen Edie und ihre Mutter Meredith, die 1992 in England leben und kein normales Mutter-Tochter Verhältnis haben. Dann wären da die drei Blythe-Schwestern, die in Kent auf ihrem geheimnisumwitterten Schloß Milderhurst leben und verschiedene unbewältigte Vergangenheitsprobleme mit sich herumtragen, an denen sie zu zerbrechen scheinen… Der Brief, mit dem alles anfängt und Edie auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter, und somit ihrer eigenen, bringt, läßt sie häufig an ihrem Verstand zweifeln. Vorurteile, die von ihrer einfach gestrickten Friseur-Tante Rita genährt werden, lassen das kühle Verhältnis zu ihrer Mutter nicht gerade auftauen. Dabei sind die beiden sich so ähnlich, was ihre Träume und Leidenschaften anbelangt, dass es fast schon weh tut, sie so verhalten und kühl im Umgang zu sehen. Natürlich lügt Meredith ihre Tochter an, was den Brief und den Absender, aber auch was ihre gemeinsamen Ausflüge in der Vergangenheit betrifft. An diesen Stellen raufte ich mir sinnbildlich die Haare, da dieses unterkühlte britische Verhalten von Mutter und Tochter so gar nicht unserer Mentalität entspricht und sich mir das Verständnis entzog. Beide führten andauernd einen sprichwörtlichen Eiertanz auf, um sich nur ja nicht auf die Zehen zu treten. Anstatt dass Edie sich mal ein Herz fasste und ihre Mutter richtiggehend konfrontierte, schämte sie sich konstant für ihre „Einmischung“! Hallo, welche Einmischung denn ? Sie findet zufällig das besagte Schloß in Kent und gibt sich nicht als Tochter von Meredith zu erkennen, da sie unvoreingenommene Reaktionen hervorrufen will und erzählt ihrer Mutter natürlich nichts von ihrem Schloßbesuch! Tja, seltsam. In diesem Sinne ging es auf den ersten dreihundert Seiten weiter. Mutter und Tochter konnten noch nicht einmal körperlichen Kontakt pflegen (keine einzige Umarmung!!!), so daß mir die Lust am Weiterlesen etwas verging. Aber irgendwie geschah etwas, daß mich dann total in den Bann schlug. Edie beschloß ihrem Lieblingsbuch „die wahre Geschichte des Modermanns“ auf den Grund zu gehen. Da sie zufällig Verlagslektorin ist, ist noch ein Grund mehr für sie, und der Autor just in dem Schloß lebte, was sie per Zufall (im Nachhinein wohl eher Schicksal) wiederentdeckte. Also begann sich die Lebensgeschichte der Schloßbewohner sich einem Teppich gleich vor mir zu entfalten und dann hatte Kate Morton mich wieder gepackt - wie bei ihren beiden anderen Büchern auch. Das Buch aus der Hand zu legen war schier unmöglich. Immer mehr zog mich die fatale Vierecksbeziehung der Töchter und ihrem übermenschlich großen Vater und Schriftsteller Raymond Blythe in ihren Bann. Langsam entdeckte Edie, sowie auch ich, die schrecklichen Geheimnisse der Familie und wir ließen uns ebenfalls von der, wie in einer parallelen Welt befindlichen, unheimlichen Schloßatmosphäre sogartig in das Geschehen hineinziehen. Teilweise hatte ich das Gefühl direkt im Schloß zu wandeln, genauso wie Edie, mit dem unsichtbaren Kinderabbild ihrer Mutter Meredith, durch die steinernen vom fatalen Zerfall bedrohten kalten Schloßgänge zu wandeln. Ich ging neben Saffy und Percy – den Zwillingen - her, wenn sie im 2.Weltkrieg ihren eigenen täglichen Wegen folgten. Ich blickte der menschenfremden und hoch schriftstellerisch begabten Juniper über die Schulter bei ihren seltsamen Streifzügen durch die Umgebung des Schlosses und befand die drei Schwestern, wie unter einer schützenden doch durch Risse bedrohten Glocke lebend – für unheilvoll miteinander verstrickt und doch so traurig vereint. Doch der unerwartete Verlust ihrer einzigen Freundin Meredith, treibt Juniper in die Welt hinaus und sie verliebt sich, mit für allen Geschwistern fatalen Konsequenzen. Das Testament ihres überlebensgroßen Vaters fesselt die drei so ungleichen Schwestern bis an ihr Lebensende an das Schloß, was nicht nur äußerlich vom Verfall bedroht ist… Das Geheimnis das mit der Entstehung des Buches Modermann verbunden ist, treibt nicht nur Meredith um, sondern sogar schließlich ihren rekonvaleszenten Vater, der seiner Tochter die Augen über ihre Mutter öffnet und dann können auch diese beiden ihre Beziehung heilen. Fantastisch der Grusel, der mit der Schilderung des Schlosses und seiner Bewohner aufkam, ich fühlte mich an Wilkie Collins (Die Frau in Weiß, Der Mondstein) erinnert, der ja nicht zu Unrecht als Erfinder des Mystery Thrillers gilt, aber vor allen Dingen auch mit schier fantastischen Gruselelementen der Viktorianischen Gotik arbeitete. Nebelschwaden, Ruinen, geheimnisvolle Erscheinungen, geplagte scheinbar vom Irrsinn gezeichnete Charaktere (wie in „Die fernen Stunden“ The Distant hours ebenso), u.ä. . Kate Morton hat schon früher ihre Vorliebe für solchen literarischen „Grusel“ dargelegt und in Anhängen ausführlich erläutert. Für mich natürlich mit ein Punkt, ihre Romane zu verschlingen. Gekonnt setzt sie Gewitter als Stilmittel für unheilvolle Geschehnisse ein und weiß sie in der Rückblickperspektive noch zu steigern. Splittet sie im großartigen Finale doch die Erzählperspektiven auf vier Hauptprotagonisten auf und läßt nur uns, den Leser, das unheilvolle Geschehen der Vergangenheit miterleben. Wie einem Cutter gleich, schneidet sie die Szenen immer gekonnt an der Stelle, in der der Leser fast den Atem anhalten muß, um nicht laut aufzuschreien und erzählt das Geschehen mit Ichperspektive durch einen anderen Charakter weiter. Ich war schlichtweg geplättet. Laute Kommentare im nicht immer leeren Wohnraum, wurden Augenbrauen hebend mit fragendem Gesichtsausdruck zur Kenntnis genommen, aber ich war so vertieft, dass es nicht anders ging. Das Finale glich einem Showdown, indem alle Fäden zusammenliefen und nichts als überwältigende Trauer meinerseits zurückblieb. Selten hat mich ein Buch nach dem Lesen so fertig gemacht. Wer kann es schon leiden, wenn liebgewonnene Charaktere Dickens gleich umkommen. Aber im Nachhinein betrachtet die einzige logische Auflösung für die Geschehnisse, auch wenn sie wehtut. Die grandiose Charakterschilderung der drei ungleichen Schwestern Saffy, Percy und Juniper, die niemals Zeit ihres Lebens ihren Geburtsort verlassen - durch krankheitsbedingte und äußere Umstände dazu gezwungen – hat mich durch eine Tour de Force meiner Gefühle gejagt. Sie gingen mir unter die Haut, brachten mich zum Aufschreien, zum Weinen, zum Seufzen und zum Lachen. Die Figur des Vaters schien zu Beginn eher im Hintergrund agierend und normal, fast nebensächlich zu sein. Wurde aber im Verlauf der Handlung immer bedrohlicher und wurde schließlich zum perfiden Antagonisten schlechthin, der selbst nach seinem Tod noch die Fäden in der Hand hält und das Leben vieler Menschen fast zerstört. Zwar hat er selber ein großes Manko – seine durch Familienerblichkeit vorbelastete Geisteskrankheit, die bedingt durch den 1.Weltkrieg ausbricht - und ihn somit zum gebrochenen Charakter macht, aber seine egoistische Bösartigkeit, ist durch nichts zu rechtfertigen (Verlustängste zwingen niemanden die eigenen Kinder auf unterschiedliche Arten auf das Grausamste zu missbrauchen). Jetzt könnte ich mich schon wieder aufregen…! Alle finden auf die eine oder andere Art Erlösung und jahrzehntealte Wunden werden geheilt. Zwar nicht unbedingt zu meiner Zufriedenheit, aber damit muß ich als Leser wohl leben. Schön war eine kleine Nebenhandlung, die ganz am Ende wie einem Kreis gleich geschlossen wurde und in der Geister eine Rolle spielen, wie als Versöhnung dem grausamen Schicksal gegenüber. Mehr will ich dazu jetzt nicht mehr sagen. Das dritte Buch von Kate Morton hatte seine Anlaufschwierigkeiten, da ich die englische Reserviertheit der Mutter-Tochter Beziehung definitiv nicht nachvollziehen konnte. Aber als die Vergangenheit immer mehr ins Spiel kam, war ich Feuer und Flamme. Oh, Spoiler…! Die auf mehreren Zeitebenen spielende Handlung weiß an Fahrt aufzunehmen – hauptsächlich in der Zeit des 2.Weltkrieges – und wird durch die Gegenwart (1992) wieder etwas gedrosselt, fast schon qualvoll langsam gemacht. Was aber durch Aufdeckung von Familiengeheimnissen wieder wettgemacht wird. Dann scheinen die Zeitebenen durch ebendiese Verstrickungen zu verschmelzen und es wird dem Leser schwierig gemacht aufzuhören. Bis der spannende Showdown zur Zerreißprobe wird… Natürlich seien an dieser Stelle wieder lobend die Übersetzter erwähnt, in diesem Falle: Charlotte Breuer und Norbert Möllemann. Grandiose Leistung derart vielschichtig und stimmig ins Deutsche zu übersetzen! Abschließend sei gesagt, wer Familientragödien vor dem Hintergrund des 2.Weltkrieges, Charaktere, die nicht nur äußerst verschroben und zerbrochen, sondern auch über die Grenzen der Konventionen der damaligen Zeit hinausgehen, zu schätzen weiß, der ist hier richtig aufgehoben. Ach und gotischer Grusel mit Dickens Touch nicht zu vergessen. Fast schon ein Lesemuss !

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    • 13

    parden

    31. January 2015 um 17:40
  • Alte Mauern, die von fernen Stunden singen...

    Die fernen Stunden

    Blackfairy71

    Klappentext: London 1939: Als die ersten Bomben auf die Stadt fallen, befindet sich die zwölfjährige Meredith mit einer Gruppe evakuierter Kinder auf dem Weg nach Kent, wo sie Zuflucht bei einer fremden Familie findet. Staunend und eingeschüchtert zieht sie auf das herrschaftliche Milderhurst Castle, wo die siebzehnjährige Juniper mit ihren Zwillingsschwestern und ihrem Vater, dem bekannten Schriftsteller Raymond Blythe, lebt. Sie taucht ein in eine Welt der Geschichten und der Fantasie — bis etwas geschieht, das das Leben des Mädchens für immer verändert. Nie ist sie nach Milderhurst zurückgekehrt, doch das Auftauchen eines lange verschollenen Postsacks führt ihre Tochter Edie auf die Spur einer geheimnisvollen Vergangenheit. Innerhalb der düsteren Gemäuer kommt mehr ans Licht, als Edie sich je hätte vorstellen können. Damals geriet auch die Welt der jungen Juniper Blythe aus den Angeln, doch vielleicht ist es noch nicht zu spät, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu versöhnen.... Es beginnt mit einem Brief, den Edies Mutter nach fünfzig Jahren erhält, weil dieser auf dem Dachboden eines Briefträgers gefunden wurde. Ein Brief aus der Vergangenheit, über die Meredith Burchill nie spricht, schon gar nicht mit ihrer Tochter Edie. Aber nun ist Edies Neugier geweckt. Sie möchte endlich mehr über ihre Mutter erfahren, die immer so unnahbar scheint. Mit ihrem Besuch auf Schloss Milderhurst öffnet sie eine Tür in die Vergangenheit. Sie lernt ihre Mutter als junges Mädchen kennen, als sie 1939 von London nach Kent evakuiert wird und im Schloss des Schriftstellers Raymond Blythe landet. Den sie allerdings so gut wie nie zu Gesicht bekommt. Seine Töchter Persephone (Percy) und Seraphina (Saffy) sowie deren jüngere Halbschwester Juniper kümmern sich um sie und besonders Juniper und Meredith verbindet eine besondere Freundschaft.  Aber je mehr Edie über die Vergangenheit ihrer Mutter und die Bewohner von Schloss Milderhurst erfährt, desto mehr wird klar, dass alle ein dunkles Geheimnis teilen. Was passierte an dem Abend im Oktober, als Juniper zurück aus London kam und sich das Leben der drei Schwestern für immer veränderte? Und was hat Edies Lieblingsbuch "Die wahre Geschichte des Modermannes" von Raymond Blythe damit zu tun?  Edie ist Lektorin bei einem Verlag in London und Bücher sind ihr Leben. Um so erstaunter ist sie, als sie erfährt, dass ihre Mutter als Kind eine Zeit lang auf dem Schloss des berühmten Schriftstellers Raymond Blythe gewohnt hat. Ausgerechnet des Mannes, der "Die wahre Geschichte des Modermannes" schrieb, das Buch, das Edie die Tür zur Welt der Bücher öffnete. Ich fand Edie von Beginn an sympathisch, was natürlich zum größten Teil mit ihrer Liebe zu den Bücher zu tun hat. Auch das freundschaftliche, aber leicht distanzierte Verhältnis zu ihren Eltern, besonders ihrer Mutter, konnte ich nachfühlen. Und die Zwiespältigkeit, als sie beginnt in der Vergangenheit zu schnüffeln, denn natürlich ist das auch ein Vertrauensbruch. Andererseits ist es auch eine Gelegenheit für sie, ihre Mutter besser kennen zu lernen.  Abwechselnd erzählt Kate Morton in der Gegenwart von Edies Suche und in der Vergangenheit aus der Zeit des zweiten Weltkriegs von Percy, Saffy und Juniper. Nach und nach entwirrt die Autorin das Netz aus Familiengeheimnissen und bringt Licht in die dunkle Vergangenheit der Schwestern Blythe.  Es war mein erstes Buch von Kate Morton und zwischendurch war es ein bisschen zäh, zum Schluss hin aber wurde es wieder fesselnder. Ich habe mir sagen lassen, die anderen Bücher wären besser und deswegen werde ich auf jeden Fall noch ein weiteres lesen.  Wer Familiengeheimnisse und Reisen in die Vergangenheit mag, der liegt bei "Die fernen Stunden " aber auf jeden Fall richtig. 

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    • 11

    Cridilla

    31. January 2015 um 02:19
    Blackfairy71 schreibt Wie sieht es aus mit Katherine Webb? Von ihr habe ich auch noch was auf dem SUB. Dort geht es wohl um ähnliche Themen

    Jep, ist auch die gleiche Schiene, aber manchmal ist Webb stilistisch gesehen irgendwie anders, kann es jetzt nicht genau erklären, aber etwas gewöhnungsbedürftiger. Aber auch schöne Rezi !

  • Der Modermann

    Die fernen Stunden

    walli007

    Gerade wurde die junge Edie Burchill von ihrem Freund verlassen, noch weiß sie nicht so recht, ob sie sehr traurig sein soll oder doch eher erleichtert. Da erhält ihre Mutter einen Brief, der schon seit fünfzig Jahren unterwegs war. Meredith und Edie verstehen sich nicht besonders gut. Meredith´ Reaktion auf den Brief überrascht sie daher sehr, denn die so kühle Mutter wirkt plötzlich so emotional. Edies Neugier ist geweckt, sollte ihre Mutter ein Geheimnis haben. Zumindest hat sie Edie nicht erzählt, dass sie während des zweiten Weltkriegs nach Südengland verschickt wurde, um in Sicherheit zu sein und dort in einem Schloss gelebt hat. Ein schönes Buch um die geheimnisvolle Vergangenheit einer Mutter, um drei Schwestern, die auf einem verwunschenen Schloss gefangen sind, um ein Erwachsen werden, um eine Annäherung, um die Lösung eines alten Rätsels. Die Autorin verzaubert ihre Leser mit ihrer Erzählkunst und nimmt sie gefangen. Wie kleine Ursachen zu Wechselfällen des Lebens führen können und Familien schon zu sehr zusammenschweißen, so dass Ausbruchsversuche zum Scheitern verurteilt sein müssen. Doch immer glimmt ein Fünkchen Hoffnung, dass nicht alles für jeden vergeblich ist und dass man in seinem Leben immer etwas ändern kann und es eigentlich nie zu spät ist. Wenn auch etwas Wehmut bleibt, so strahlt der Roman doch Wärme und Zuversicht aus. Eine schöne Lektüre für alle, die sich für Familiengeschichten begeistern können.

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    • 4
  • Viele "ferne" Stunden

    Die fernen Stunden

    Rusty78

    Inhalt: Edith Burchill ist Lektorin in einem Verlag und hat ein ziemlich kühles Verhältnis zu ihrer Mutter Meredith, die keinen Menschen an ihren Gefühlen teilhaben lässt. Da erhält Meredith einen Brief aus einem verschollenen Postsack, der 50 Jahre zu spät zugestellt wird. Dieser Brief lässt die beherrschte Frau plötzlich weinen, und ihrer Tochter Edith geht dieses Erlebnis nicht aus dem Kopf. Durch einen Zufall gelangt sie an den Ort, an dem ihre Mutter 1940 aus London evakuiert wurde: Schloss Milderhurst. Nach und nach entdeckt Edith die Geschichte ihrer Mutter und der Schwestern, die sie damals aufgenommen hatten: Seraphina, Persephone und Juniper Blythe. Deren Vater war ein Autor, der einen Bestseller geschrieben hat: "Die wahre Geschichte vom Modermann", genau das Buch, das Edith's Liebe zur Literatur auf den Weg gebracht hat. Edith erfährt Dinge, die sie nicht zu träumen gewagt hat; Dinge, die jahrzehntelang unter Verschluss gehalten wurden: die Hintergründe des "Modermanns" und die dramatische Geschichte der Familie Blythe. Meinung: Die Geschichte von Kate Morton spielt wieder in verschiedenen Zeitebenen. Normalerweise komme ich damit ohne Probleme zurecht, nur in diesem Roman waren mir die Sprünge einfach zu viel. Die verschiedenen Blickwinkel der Personen sind interessant, aber konfus aneinander gereiht, und die Erzählungen aus der Vergangenheit sind nicht chronologisch, sondern sehr durcheinander. Ich konnte ab und zu nicht mehr folgen, bzw. musste zurückblättern, um eine Szene nochmals zu lesen, die plötzlich mehr Bedeutung gewonnen hatte, als vorher angenommen. Es ist schade, denn die Dialoge sind wunderschön geschrieben - nur leider werden die Feinheiten (und man kann viel "zwischen den Zeilen" lesen) erst später klar, wenn man vielleicht einiges schon wieder vergessen hat. Dadurch wird das Buch, das ohnehin einige Längen aufweist, noch ein bisschen sperriger. Das Ende ist etwas konstruiert; Tom's Handlung finde ich absolut idiotisch, und wen Edie dann trifft, ist auch an den Haaren herbeigezogen. Der Buchtitel "Die fernen Stunden" klingt zwar wunderschön, wird aber im Buch nur sehr selten erwähnt, daher finde ich ihn nicht so passend. Nun aber zu den positiven Aspekten: Die Idee zur Geschichte und die Protagonisten fand ich sehr gut. Die bildhafte Sprache und die lebendigen Szenen bringen dem Buch auch meine drei Sterne ein. Manchmal verstand ich die Handlungen von Edith und Meredith nicht wirklich, aber dafür gefielen mir Saffy, Percy, June und grundsätzlich auch Tom ausnehmend gut. Die kleinen Gruseleffekte vom "Modermann" und das seltsame Leben des Autors sind gut erzählt und haben mir kleine Schauer über den Rücken gejagt. Die Schwestern sind extrem miteinander verbunden, und auch dieser Part im Buch ist schön und glaubhaft rübergekommen. Alles in allem eine schöne Geschichte, die zwar einige Längen hat, aber trotzdem für ein paar gemütliche Stunden sorgt.

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    • 4
  • Zu wenig Handlung für zu viele Seiten

    Die fernen Stunden

    winter-chill

    Ich sage es gleich mal vorneweg: „Die fernen Stunden“ konnten mich leider nicht in gleichem Maß begeistern wie Kate Mortons erste beiden Romane „Das geheime Spiel“ und „Der verborgene Garten“. Dabei ist der Roman nach gewohntem Morton-Rezept gestrickt. Wir haben zwei Handlungsstränge – einen in der Gegenwart und einen in der Vergangenheit – und es gilt wieder ein dunkles Familiengeheimnis aufzudecken. Diesmal handelt die Geschichte von Edith Burchill, die als Lektorin in einem kleinen Londoner Buchverlag arbeitet. Zu ihrer Mutter hat sie zwar Kontakt, das Verhältnis ist aber eher frostig. Da erhält ihre Mutter eines Tages einen Brief, der längst als verschollen galt. Der Inhalt dieses Briefes bringt die sonst so kühle und beherrschte Frau zum weinen. Da beschließt Edith, sich auf die Suche nach dem Absender zu machen und kommt nach Milderhurst Castle, wo sie auf drei exzentrische Schwestern trifft, die seit Jahrzehnten in dem Schloss leben und die ein dunkles Geheimnis verbindet. Mortons Schreibstil ist gewohnt angenehm, sie schreibt sehr szenisch, mit viel Liebe zum Detail. So kann man als Leser wirklich gut in die Szenerie eintauchen und erforscht mit Edith das etwas düstere, verfallene Schloss. Auch die Charaktere und deren Gefühle und Entwicklungen hat Morton eigentlich ganz gut beschrieben. Was den Roman aber wirklich nur mittelmäßig macht ist die Geschichte an sich. Dafür, dass der Roman über 700 Seiten dick ist, war kaum Handlung vorhanden. Gerade die erste Hälfte des Romans ist sehr langatmig und fast schon zäh, nach 200 Seiten hat man immer noch das Gefühl, dass die Geschichte noch gar nicht richtig begonnen hat. Erst zum Schluss wird die Geschichte ein wenig interessant und hat sogar spannende Momente. Zu kurz kommt mir auch die historische Komponente. Zwar spielt der Handlungsstrang, der in der Vergangenheit angelegt ist, während des zweiten Weltkriegs, doch obwohl Morton durchaus historische Fakten einbindet, bleibt die Thematik irgendwie auf der Strecke und trägt eigentlich auch nicht wirklich etwas zur Geschichte bei. Auch mit den Charakteren bin ich überhaupt nicht warm geworden und ihre Schicksale haben mich nicht berührt. Die Idee hinter der Geschichte war nett, aber nichts Besonderes und im Ganzen gesehen fast ein wenig banal. Schade, weil Morton ja schon bewiesen hat, das sie gute Geschichten schreiben kann.

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    • 3
  • Es ist wunderschön!

    Die fernen Stunden

    Milly1994

    22. January 2014 um 15:35

    Es ist einer meiner Lieblingsbücher! Kate Morton steigert sich von Buch zu Buch und es wird immer spannender und interessanter! Das tragische Familiengeheimnis spielt sich in einer wunderschönen Gegend ab und Schloss Milderhurst ist gut mit den Charakteren in Verbindung gebracht.

    Hiermit empfehle ich das Buch an jeden weiter der für Romane interessiert!!

  • Wunderschöne Athmosphäre und spannende Geschichte!

    Die fernen Stunden

    charlotte

    24. August 2013 um 23:06

    Das ist das zweite Buch von Kate Morton, das ich jetzt gelesen habe und wieder bin ich begeistert und habe es kaum aus der Hand legen können. Die Verlagslektorin Edie forscht in der Vergangenheit ihrer Mutter, zu der sie ein schwieriges Verhältnis hat. Sie erkennt, dass sie auf diesem Weg auch die Erstehungsgeschichte ihres Lieblingsbuch erforscht. Doch wie hängt beides zusammen? Um dem Geheimnis auf den Grund zu kommen, muss sie an den Ort gehen, wo alles zusammenkommt : Schloss Milderhurst. Kate Morton gelingt es fast spielend, wie es scheint, verschiedene Erzählstränge zu einer geheimnisvollen Geschichte zusammen zu führen. Und alle Figuren in der Geschichte bekommen die Chance ihre Sicht der Dinge zu berichten, so dass der Leser langsam, aber sicher an die Enthüllung des wahren Geschehens geführt wird.  Ein wirklich toller Roman, ein richtiger Pageturner, der mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat.

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