Die verlorenen Spuren

von Kate Morton 
4,4 Sterne bei234 Bewertungen
Die verlorenen Spuren
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Positiv (210):
Y

Ein ganz empfehlenswertes Buch. Der Leser ist von Anfang bis Ende gefangen.

Kritisch (1):

Leider gar nicht fesselnd und platt...

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Inhaltsangabe zu "Die verlorenen Spuren"

Eine unheilvolle Lüge, eine verbotene Sehnsucht, ein geheimes Verbrechen
England, Greenacres Farm 1961: Während einer Familienfeier am Flussufer beobachtet die junge Laurel, wie ein Fremder das Grundstück betritt und ihre Mutter aufsucht. Kurz darauf ist der idyllische Frieden des Ortes jäh zerstört. Erst fünfzig Jahre später gesteht sich Laurel beim Anblick eines alten Fotos ein, dass sie damals Zeugin eines Verbrechens wurde. Doch was genau geschah an jenem lang zurückliegenden Sommertag? Weltbestseller-Autorin Kate Morton erschafft eine einzigartige Welt, in der die Vergangenheit die Gegenwart nicht loslässt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453357310
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:Diana
Erscheinungsdatum:09.06.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.01.2013 bei Random House Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    anne_foxs avatar
    anne_foxvor einem Monat
    Die verlorenen Spuren

    Lauel kommt hinter das düstere Geheimnis ihrer Mutter, welches sich 1941 abgespielt hat. Die Mutter  hat jedoch dieses Geheimnis bis kurz vor ihrem Tod trotz starker sellischer Belasstung gehütet, aus Angst vor der Wahrheit
    Eine spannende Geschichte die einen nicht mehr losläßt, über die Liebe, den Verrat und auch über Gewalttätigkleit.

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    Y
    Yvibooksvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein ganz empfehlenswertes Buch. Der Leser ist von Anfang bis Ende gefangen.
    Eine fesselnde Geschichte über eine Famile in 3 sehr verschiedenen Zeiten.

    Das Cover stimmt bereits gut auf den Roman ein. Es lässt schon Vermutungen zur Handlung zu.


    Die Handlungsstränge in den 3 verschiedenen Zeiten sind gut voneinander abgegrenzt und trotzdem findet der Leser schnell den Anschluss. Alle Zeiten sind mit ihren Personen und Situationen sehr anschaulich und kurzweilig geschrieben.

    Die Personen und Familien sind gut ausgearbeitet und lassen Spielraum für eigene Überlegungen. Besonders die Freundinnen Dorothy und Vivien sind gut dargestellt ohne vorzugreifen. Der Leser kann vermuten, aber es gibt stets neue Impulse und Wendungen.

    Mir gefiel besonders, die Spannung bis zum Schluss. Während des gesamten Romans bleibt der Leser gefangen. Es wird bis zum Ende nicht zu deutlich, was genau wann passierte. Das Ende war genau nach meinem Wunsch und gut nachvollziehbar. Ein Buch, sehr zu empfehlen für den Sommerurlaub. 

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    FabAustens avatar
    FabAustenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Morton-Roman wie man ihn gerne liest, wenn er auch mit Mankos behaftet ist.
    Routiniert erzählt

    Mit fünfzehn beobachtet Laurel wie ihre Mutter einen fremden Mann ersticht.
    Mit über fünfzig stellt sie sich der Vergangenheit und will herausfinden, was Dorothy dazu getrieben hat. Es ist eine Geschichte von Liebe, Verrat und Angst, die sich langsam entfaltet und während der Bombenangriffe auf London ihren Anfang nahm.

    Erzählt werden die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven, die immer wieder wechseln und zurückkehren. So erfährt der Leser Dinge, welche die anderen Figuren nicht wissen. Das ist abwechslungsreich und hilft dem Spannungsaufbau. Da die Leser die Gedanken der Hauptfiguren erfahren, fällt es leicht, eine Bindung zu ihnen aufzubauen und sich in ihre Welt hineinzuversetzen.
    Auch werden sie wieder mit viel Sympathie und Einfühlungsvermögen gezeichnet. Die Autorin meistert es hervorragend, psychologische Zusammenhänge nachvollziehbar zu machen. Allerdings fällt manches, was den Figuren zugeschrieben wird, übertrieben aus. Warum reicht es nicht, dass Laurel eine erfolgreiche Bühnenschauspielerin ist? Nein, es muss ihr auch zugeschrieben werden, die zweitbeliebteste Schauspielerin des Landes und sogar Oscargewinnerin zu sein. Eine andere Figur ist nicht einfach nur attraktiv und hübsch. Ihr wird gleich „überirdische“ Schönheit attestiert. Positiv ist jedoch, dass auch negative Eigenschaften nicht unerwähnt bleiben. 

    Auch sprachlich drückt sich die Autorin sehr einfühlsam aus und schafft es, Situationen und Orte bildhaft vor den Augen der Leser entstehen zu lassen. Glücklicherweise driftet sie trotz gefühliger Szenen nie ins Kitschige oder Schmalzige ab. Das ist ihr sehr hochanzurechnen. So sind Ihre Romane auch etwas für LeserInnen, die mit romantischer Literator sonst nicht viel anfangen können.

    Wenn man einen Roman von Kate Morton gelesen hat, weiß man, was man beim nächsten erwarten kann. Dennoch schafft sie es, dasselbe Muster aus Spurensuche und Familiengeheimnissen, die nach Jahrzehnten gelüftet werden, immer wieder neu und interessant zu stricken. Ein Roman von Morton vermittelt deshalb das gleiche Gefühl der Vertrautheit und dennoch Neugier wie eine Tüte voller Lieblingsbonbons, bei der man über das Mischungsverhältnis rätselt. Allerdings weiß man ebenso, wie sie zu schmecken haben bzw. welches Leseerlebnis man sich von Morton erhofft. Dieses stellte sich im Fall von Die verlorenen Spuren jedoch erst allmählich ein und auf den letzten, sagen wir mal, 250 Seiten ein. Bei einem Umfang von über 600 Seiten ist das verbesserungswürdig.

    In erster Linie liegt es daran, dass die Geschichte sehr weitschweifig erzählt wird. Einige Aspekte werfen im Nachhinein doch die Frage auf, welchem Zweck sie gedient haben. Sollten sie allein der Charakterzeichnung dienen, stellt das nur bedingt zufrieden, denn als Leser möchte man eigentlich, dass das Geheimnis und seine Auflösung im Zentrum stehen. Allerdings ist die schließlich auch nicht in allen Bereichen schlüssig. Glücklicherweise nimmt die Geschichte jedoch im letzten Drittel noch so viel Fahrt auf, dass die vorherigen, etwas zähen Abschnitte wettmacht werden, und auch das Ende ist so versöhnlich, dass man gerne ein Auge zudrückt.

    Mit Die verlorenen Spuren bietet Kate Morton solide Kost nach gewohntem Muster. Das Geheimnis ist weitestgehend raffiniert konstruiert, die Figuren überzeugen ebenfalls mal mehr mal weniger stark, die Atmosphäre ist anheimelnd. Vielleicht handelt es sich nicht um den besten ihrer Romane, aber sicher um einen unterhaltsamen Schmöker, der 3 1/2 Sterne einheimst.

    Kommentare: 2
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    Heiresss avatar
    Heiressvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine absolute Empfehlung <3
    Die verlorenen Spuren von Kate Morton

    Eine unheilvolle Lüge,
    eine verbotene Sehnsucht,
    ein geheimes Verbrechen.


    Klappentext:
    England, Greenacres Farm 1961: Während einer Familienfeier am Flussufer beobachtet die junge Laurel, wie ein Fremder das Grundstück betritt und ihre Mutter aufsucht. Kurz darauf ist der idyllische Frieden des Ortes jäh zerstört. Erst fünfzig Jahre später gesteht sich Laurel beim Anblick eines alten Fotos ein, dass sie damals Zeugin eines Verbrechens wurde. Doch was genau geschah an jenem lang zurückliegenden Sommertag?


    Nun, ich weiß es mittlerweile und bin immer noch total geflasht. Kate Morton gehört seit ihrem Debüt zu einer meiner Lieblingsautorinnen, wenn es darum geht, den Geheimnissen der Vergangenheit auf die Schliche zu kommen.
    Umso enttäuschter war ich, als ich beim ersten Versuch dieses Buch zu lesen, nach ca. 100 Seiten aufgab und es frustriert beiseite legte. Ein Jahr später bekam es, wie fast jedes abgebrochene Buch in meinem Regal, eine zweite Chance und ich habe es nicht bereut. Im Gegenteil.

    Ich war von Anfang an in der Geschichte gefangen. Ich saß an jenem schicksalsträchtigen Tag im Jahr 1961 neben Laurel in ihrem Baumhaus und aß – wie sie – ein Zitronen Bonbon und wurde Zeuge eines schrecklichen Verbrechens. Ein Verbrechen, das auf den ersten Blick total einleuchtend war aber schlussendlich auf den letzten Seiten noch einmal komplett umgewürftelt wurde. Kate Morton hat mir quasi einen Satz heiße Ohren verpasst, und mir die Geschichte mit Ach und Krach um die Ohren geknallt. Denn es kam alles anders, als erwartet und noch immer habe ich einen faden Beigeschmack bei dieser Tatsache, bei der auch alle Zitronenbonbons dieser Welt keine Linderung herbeiführen würden.

    Die Idee und die Handlung erscheinen auf den ersten Blick wie ein 0/8/15 Abklatsch aus diesem Genre, wie wir alle schon zuhauf gelesen haben. Wer braucht das schon noch? Niemand. Und darum greife ich auch immer wieder gerne zu Kate Morton, denn sie schafft es selbst bei solchen einem Main-Stream-Schema immer wieder ihren ganz eigenen Stempel ins Buch zu brennen. So auch dieses Mal.

    Somit hat mich auch die Umsetzung vollends überzeugt. Der Stil ist locker und leicht, eigentlich nichts Besonderes. Aber die Tatsache, dass wir hier auch ab und an in die 40er Jahre reisen und somit auch eine andere Ausdrucksweise angeschlagen wird, ist auch der Stil positiv zu bewerten.

    Die Charaktere und das Setting waren sehr bildhaft und authentisch gezeichnet. Ich habe - vor allem gegen Ende hin – mit ihnen gelitten und mit Laurel im Dreck der Vergangenheit gewühlt.
    Der Unterhaltungswert zog sich am Anfang sehr dahin, daher hatte ich es beim ersten Versuch ja auch abgebrochen. Dennoch bin ich froh, es noch einmal versucht zu haben und bin trotz einiger langatmiger Stellen sehr zügig vorangekommen, wenn man bedenkt, dass dieses Buch an die 600 Seiten hat. Vor allem durch die ganzen Überraschungen und Wendungen auf den letzten Seiten konnte ich es beim besten Willen nicht mehr aus der Hand legen und ich verwette eine Tüte Zitronenbonbons darauf, dass es euch genauso ergehen wird...

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    Blackfairy71vor 2 Jahren
    Alte Familiengeheimnisse

    England, Suffolk, Sommer 1961: Ein Ereignis trübt die Geburtstagsfeier der Familie Nicolson. Die sechzehnjährige Laurel beobachtet, wie ihre Mutter Dorothy anscheinend einen Fremden vor ihrem Haus mit einem Messer attackiert. Mit der Zeit verblasst das Ganze allerdings in Laurels Erinnerung. 
    2011: Laurels Mutter ist schwer krank und hat nicht mehr lange zu leben. Die Kinder kommen nach Hause und als Laurel ein Foto findet, das ihre Mutter als junge Frau während des zweiten Weltkriegs zeigt, kommt alles wieder hoch und ihr wird klar, dass sie nichts über das Leben ihrer Mutter weiß, bevor sie selbst geboren wurde. Wer war Dorothy, bevor sie heiratete und Kinder bekam? Und wer war der Mann damals vor ihrem Haus? Kannte er ihre Mutter von früher? Nach und nach erinnert sich Laurel an immer mehr und stellt Nachforschungen an und mit der Zeit kommt ein Puzzlestück zum anderen. Aber sie hat auch Angst. Wird sie ihre Mutter immer noch so lieben, wenn sie erfährt, was damals kurz vor Ende des Krieges in London passiert ist? 

    Nach "Die fernen Stunden" und "Der verborgene Garten" war dies mein drittes Buch von Kate Morton. Und es hat mir auch wieder sehr gut gefallen, auch wenn es zwischendurch ein paar Längen hat und anfangs ein bisschen schwer in Gang kommt. Die Autorin nimmt sich Zeit, alles in Ruhe zu erzählen, aber nach und nach nimmt die Spannung zu. Und der Schluss ist dann noch mal ein echtes Highlight. Wobei ich aber sagen muss, dass ich es genau so vermutet habe. Trotzdem wirkt die Geschichte noch nach.
    Kate Morton schreibt gewohnt anschaulich und bildhaft, das zerbombte London wird beim Lesen lebendig. 

    Zu den Charakteren muss ich sagen, dass ich besonders Laurel, Vivien und Jimmy mochte. Deswegen hat mir wahrscheinlich auch die Entwicklung des Ganzen gut gefallen. Und ich konnte gut nachvollziehen, dass Laurel etwas über die Vergangenheit ihrer Mutter wissen wollte, denn auch für mich als Tochter ist das interessant. Schließlich haben meine Eltern nicht erst mit meiner Geburt angefangen zu existieren, sie hatten auch vorher schon ein Leben. Das Buch ist ein Anreiz für mich, wieder mit meiner Familien-/Ahnenforschung weiterzumachen. 

    Für Fans von Familiengeschichten ist "Die verlorenen Spuren" auf jeden Fall zu empfehlen.

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    MademoiselleMeowvor 2 Jahren
    Die falsche Freundin

    Bei „Die verlorenen Spuren“ habe ich mich erst ein bisschen schwer getan mit dem lesen. Nicht, das ich es nicht von Anfang an spannend fand, aber die Geschichte spielt hier eben nicht wie so oft um die Jahrhundertwende und die ersten Jahrzehnte danach. Für mich ist der 2. Weltkrieg nicht unbedingt ein Lieblingsthema in Romanen (Auch wenn ich „Eine Handvoll Glück“ auch sehr mag). Er ist brutal und in keinster Weise romantisch (Auch wenn ich kein Fan von Schnulzen bin). Trotzdem, auch wenn man das Thema nicht mag, gelingt es Kate Morton sehr gut, mal eine andere Seite des Krieges zu beleuchten. Hier geht es gar nicht um Szenen auf dem Kriegsfeld, sondern um die Aufgabe der Frauen zu jener Zeit.
    Wir lernen Laurels Mutter Dorothy, genannt Dolly, kennen und die hat in jungen Jahren noch gar nichts mit der liebevollen Mutter gemein, die sie später werden würde. Ein reizendes Mädchen mit großen Träumen und einem Ideal, welches ihre biedere Familie so gar nicht entspricht. Ihre großen Ambitionen sind schon zu Beginn der Geschichte ein Thema und steigern sich mehr und mehr in ein krankhaftes Verhalten. Diese Entwicklung geht so schleichend voran, das man schon aufmerksam lesen muss, um mitzubekommen, das Dolly ein ernsthaftes Problem hat. Wie also, konnte aus der selbstbezogenen Dolly die liebende Mutter und Ehefrau Dorothy werden? Diese Verwandlung wird im Buch öfters angesprochen.
    Die andere Person, die ebenfalls eine Wandlung durchmacht, ist Vivien. Über Vivien ist Anfangs nicht viel bekannt. Ihre Geschichte, vor allem die Vorgeschichte, kommt erst im zweiten Teil des Buches in Schwung. Man lernt die andere Seite der Geschichte kennen und beginnt zu rätseln, wie viel von Dollys Geschichte der Wahrheit entspricht.
    Zwischen den beiden Frauen steht Jimmy, Dollys Freund und Komplize. Man befindet sich als Leser sozusagen in derselben Situation von Jimmy. Man mag, bis zu einem Gewissen Punkt Dolly, aber auch Vivien und weiß zuerst nicht, auf wessen Seite man steht. Als Leser wird einem natürlich schneller klar, auf welcher Seite man zu stehen hat.
    Die Story in der Gegenwart macht uns mit Dorothys Familie und ihrem Leben nach dem Krieg bekannt und man erkennt, das während des Krieges etwas ausschlaggebendes passiert sein muss. Etwas, für das sich Dorothy ein Leben lang die Schuld gab. Wir sind da genauso am rätseln wie Laurel, die gemeinsam mit ihrem Bruder, dem einzigen Eingeweihten, fest entschlossen ist, die Geheimnisse ihrer im Sterben liegenden Mutter zu lösen.
    Das, was man am Ende als Auflösung präsentiert bekommt, ist wirklich überraschend und sehr geschickt eingefädelt. Ich habe in anderen Bewertungen gelesen, dass das Ende vorhersehbar war. Bitte was? Da muss man schon ein ganz schöner Fuchs sein. Ich fand die Auflösung genial und hätte nicht daran gedacht, das es so kommen würde.
    Auch wenn ich Startschwierigkeiten mit dem Buch hatte, hat mich die Geschichte dann doch vollends überzeugt. Auch wenn es hier ebenfalls eine tragische Liebesgeschichte gibt, fällt dieser diesmal vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit zu. Im Vordergrund steht vielmehr die Auswirkung des Krieges auf die Frauen und was Wunschdenken und Enttäuschung mit dem Seelenleben einer traumatisierten jungen Frau macht, die alles verloren hat. Und das bezieht sich hier nicht nur auf eine der beiden Frauen. Für mich ist „Die verlorenen Spuren“ das bisher tiefgründigste und am intelligentesten geschriebenste Buch von Kate Morton und bekommt von mir daher 5 von 5 Sternen.

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    winter-chillvor 2 Jahren
    Wenn die Vergangenheit ans Licht kommt

    Laurels Mutter Dorothy wird bald 90 Jahre alt. Es soll eine große Feier geben, da allen Familienmitgliedern klar ist, dass es Dorothys letzter Geburtstag sein wird. Bei den Vorbereitungen für das Fest blättert Laurel sich durch die Familienfotos und plötzlich sind lang verdrängte Erinnerungen wieder da: Laurel muss sich eingestehen, dass sie als Jugendliche vor 50 Jahren ein schreckliches Verbrechen beobachtet hat, in das ihre Mutter verwickelt war. Was geschah an diesem Sommertag damals wirklich? Laurel beginnt Nachforschungen anzustellen und wirbelt dabei die Vergangenheit ihrer Mutter auf. Auch ihren vierten Roman „Die verlorenen Spuren“ hat Kate Morton wieder nach dem gleichen Rezept geschrieben, wie ihre anderen Romane: Es gibt zwei Zeitebenen – eine in der Gegenwart, eine in der Vergangenheit – und Morton vermischt gekonnt Liebegeschichte mit Krimi und historischem Roman. Mir gefallen solche Familiengeheimnis-Geschichten in der Regel sehr und Kate Morton gehört meiner Meinung nach definitiv zu den Autorinnen, die dieses Genre am besten beherrschen (auch wenn ich von ihrem dritten Roman „Die fernen Stunden“ etwas enttäuscht war). Mit „Die verlorenen Spuren“ hat sie aber auf jeden Fall wieder bewiesen, dass sie eine Meisterin dieses Genres ist. Morton hat einen ganz besonders atmosphärischen und bildhaften Schreibstil und über allem schwebt auch immer ein Hauch von Melancholie und Sehnsucht. Dazu ist die Geschichte auch noch gut und glaubwürdig konstruiert – ganz ohne Kitsch. Auch die Charaktere waren sehr authentisch und detailliert gezeichnet. Leider war die Geschichte für mich aber stellenweise recht vorhersehbar – trotz der vielen spannenden Wendungen. Das hat aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan und kann auch daran liegen, dass ich schon recht viele Bücher dieser Art gelesen habe und sich die Motive irgendwann einfach wiederholen. Auf jeden Fall ist „Die verlorenen Spuren“ grandiose Unterhaltungsliteratur.

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    KarinFrankes avatar
    KarinFrankevor 2 Jahren
    lesenswert

    Kate Morton

    Die verlorenen Spuren

    Anlässlich eines Familientreffens zum 90. Geburtstag ihrer Mutter erinnert sich Laurel an ein 50 Jahre zurückliegendes Verbrechen, dessen Zeuge sie wurde. Doch kann sie sich nicht mehr genau erinnern, was damals passierte. Sie ist entschlossen, das Rätsel endlich zu lösen.

    Die Geschichte spielt in zwei verschiedenen Zeiten, einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit, hauptsächlich in der Zeit des zweiten Weltkrieges. Damals nahm das Geheimnis, dem Laurel nun auf der Spur ist, seinen Anfang.

    Obwohl der Leser zeitweise der Tochter dadurch gegenüber im Vorteil ist, ist die Auflösung am Ende überraschend, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Doch macht es im Nachhinein Sinn und führt zu einem befriedigenden Ende.

    Es dauert eine Weile, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, trotzdem ist es von der ersten Seite an angenehm zu lesen. Die handelnden Personen sind so liebevoll beschrieben, dass sie einem schnell ans Herz wachsen und man ihnen gern auch über etwas langweiligere Stellen hinweg folgt.

    Fazit: Ein Buch, bei dem man es bedauert, wenn man es zu Ende gelesen hat und daher auch eine eindeutige Leseempfehlung.

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    jutschas avatar
    jutschavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannende Familiengeschichte mit überraschendem Ende - absolut empfehlenswert
    Spannende Familiengeschichte mit überraschendem Ende - absolut empfehlenswert

    1961 beobachtet die junge Laurel von ihrem Baumhaus aus, wie ein fremder Mann auf ihr Grundstück kommt, als die Mutter, die gerade den kleinen Bruder auf dem Arm hat, sich umdreht. Der Mann spricht die Mutter mit Vornamen an, aber diese erstarrt mit einem unglaublichen Ausdruck von Angst in ihrem Gesicht. Kurz darauf ist der Mann tot. Erst 2011, als die Mutter todkrank ist und Laurel in alten Fotos kramt, erinnert sie sich wieder daran und sie gesteht sich ein, dass sie damals einen Mord beobachtet hat.

    Was ist damals genau passiert? Verheimlicht ihr die Mutter etwas? Kennt sie diese Frau überhaupt, die sie schon ihr Leben lang liebt? Lag die Ursache für dieses Verbrechen im Krieg, von dem die Mutter nie erzählen wollte? Sie beginnt mit der Erforschung dieses Familiengeheimnisses und versucht, sich selbst diese ganzen Fragen zu beantworten.

    Es gibt mehrere Handlungsstränge in diesem Buch, die hauptsächlich im Jahr 2011 und im Jahr 1941 spielen. Die Autorin schafft den Spagat zwischen diesen Zeiten sehr gut, beide Handlungsstränge bauen aufeinander auf, in dem einer die offenen Fragen des anderen beantwortet. Das hat sie wunderbar hinbekommen. Die Lebensgeschichte von Laurels Mutter hat mich von Beginn des Buches an bis zum Schluss gefesselt, wobei ich mir nicht immer im Klaren darüber war, ob ich eine Familiengeschichte oder einen Krimi lese. Der Spannungsbogen hielt sich von Anfang bis zum Schluss und es wurde keinen Moment langweilig. Das Ende hielt noch eine besondere Überraschung bereit, was ich wirklich bemerkenswert fand. Die Handlung ist von vorne bis hinten durchdacht, alles ist logisch und konsequent.

    Das war der erste, aber sicher nicht der letzte Roman, den ich von dieser Kate Morton gelesen habe. Ich kann hierfür eine absolute Leseempfehlung aussprechen und bewerte das Buch mit 5 von 5 Sternen.

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    MamaSandras avatar
    MamaSandravor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart mit viel Spannung!
    Wieder eine wunderbar spannende Geschichte!

    Bisher habe ich alle Bücher von Kate Morton verschlungen und weiter empfohlen. Ich bin froh, dies auch weiterhin so pflegen zu können!
    Die Geschichte hat mich wieder einmal sehr gefesselt!
    Die Sprünge von Gegenwart in die Vergangenheit sind in vielen Büchern unerträglich und durcheinander, einfach fehl platziert. Aber Kate Morton schafft den perfekten Übergang.

    Zur Story: Dorothy ist 90 und sieht ihrem Lebensabend entgegen. Zunehmend verwirrt und von den Schatten ihrer Vergangenheit geplagt, entspringen ihr öfters Wörter und Namen in Gegenwart ihrer Kinder, mit welchen diese nichts anfangen können.
    Die älteste Tochter, Laurel, erinnert sich noch zu gut an einen Tag ihrer Kindheit. Da erstach die Mutter einen fremden Mann. Doch der Mann kannte die Mutter. Damals hatte es für Laurel keine größere Bedeutung, doch so langsam beginnt sie die Umstände von damals aufzuarbeiten. Sie will heraus finden, wer dieser Mann war und warum Dorothy ihn umgebracht hat. Mit Hilfe ihres Bruders Gerry (der als Baby die Tat miterlebte und sich an etwas Schlimmes von damals -besagte Tat- erinnern kann) forscht sie in der Vergangenheit.
    Auf dem Dachboden wird ein Buch mit Widmung gefunden, dazu ein Foto von Mutter Dorothy mit Vivien. Einer Freundin aus London.

    Immer wieder springt die Geschichte in das "Vorleben" von Dorothy. Was hat sie in London erlebt, bevor sie in die Idylle zog und eine glückliche Familie gründete?
    Verschiedene Jahre werden erfasst. Man erfährt in welchem Verhältnis Dorothy zu Vivien stand. Wichtig ist auch zu lesen, wer Dorothy eigentlich war. Wie sie nach London kam, wer sie dort auf ihrem Weg begleitete... Ihre 1. Liebe Jimmy spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.
    Inmitten der Vergangenheits-Seiten wird nochmals untergliedert in die Geschichte der wichtigsten Personen: Dorothy, Jimmy und Vivien. Wer war Vivien? Und wie standen alle 3 zueinander?
    Was ist damals passiert, dass Dorothy eine solche Angst vor dem fremden Mann hatte, dass sie ihn erstochen hat?

    Immer wieder finden auch Laurel und Gerry etwas heraus und basteln ihr Puzzle zu einer sinnvollen Geschichte zusammen. Einige Lücken kann nur Dorothy füllen. Noch vor ihrem Tod klärt sich alles auf und Dorothy kann entbunden aller Lasten endlich ihren Frieden finden.

    Fazit:
    Ein paar Fragen sind bei mir dennoch offen im Raum stehen geblieben, was mich ein wenig ärgert. Aber ansonsten wurde die Spannung wieder gut aufgebaut. Manchmal vielleicht etwas langatmig, aber dann gab es wieder eine neue Wendung, die mich weiter lesen lassen wollte. Bei Kate Morton kann man einfach das Buch nicht weg legen. Denn immer wenn es einen neuen Hinweis gibt, muss man einfach erfahren wie es weiter ging. Zudem versucht man selbst via Kopfkino das Puzzle zum Ganzen zusammen zu fügen. Jedoch bin ich bis zum Schluss in eine etwas falsche Richtung getappt. Es gab dann doch noch einige Überraschungen.

    Ich kann auch dieses Buch wieder sehr weiter empfehlen! Spannung bis zum Schluss! Gelungene Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen alt und jung... Kate Morton schafft es die Nachforschungen in einer Familiengeschichte erfolgreich umzuwandeln!
    Vielen Dank! ich freue mich bereits auf das nächste Werk!

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