Kate Penrose

 4.1 Sterne bei 29 Bewertungen

Lebenslauf von Kate Penrose

Ein goldener Name der Insel-Krimis: Kate Penrose ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Ihr große Liebe zu den Scilly-Inseln inspirierte sie schließlich dazu eine Krimiserie zu schreiben. So wurde sie in kürzester Zeit zur bekannten Insel-Krimi Autorin. Heute lebt die Autorin zusammen mit ihrer Familie auf den Scilly-Inseln.

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Nachts schweigt das Meer. Ein Krimi auf den Scilly-Inseln

 (29)
Erscheint am 22.05.2019 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

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Neue Rezensionen zu Kate Penrose

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Rezension zu "Nachts schweigt das Meer. Ein Krimi auf den Scilly-Inseln" von Kate Penrose

Wer hat Laura ermordet - und warum?
Bellis-Perennisvor 2 Stunden

Detective Inspektor Ben Kitto, seines Zeichens Spezialist für Undercover-Einsätze in London, steckt nach dem Tod seiner Ermittler-Partnerin Claire in einer Sinnkrise und nimmt sich eine Auszeit. Dazu kehrt er in seine alte Heimat Bryher auf den Scilly Inseln zurück. Kaum angekommen, muss er sich mit dem Verschwinden der 16-jährigen Laura beschäftigen, das sich schnell als Mordfall herausstellt.

Aufgrund des schlechten Wetters ist Ben vorerst auf sich alleine gestellt. Nicht die schlechteste Idee, denn Ben kennt Land und Leute und weiß mit dem wortkargen Menschen umzugehen.

Die Ermittlungen gestalten sich dennoch als schwierig, da es, obwohl Bryher nur knapp 100 Einwohner hat, so ziemlich jeder Erwachsene verdächtig ist.

Als er mit Eddie einen jungen engagierten Kollegen zur Seite gestellt bekommt, scheint der Fall bald gelöst zu werden, wären da nicht noch ein paar Ungereimtheiten...  

Meine Meinung: 

Dieser Krimi enthält ob der geografischen Lage und des schlechten Wetters Elemente einer „locked room“-Erzählung. Niemand kann von der Insel weg und niemand, außer der SpuSi darf die Insel betreten. Aus langjähriger Erfahrung weiß Ben, dass der Täter meistens im engen Umkreis des Opfers zu finden ist. Da bieten sich doch gleich einmal der Freund sowie der arbeitslose Vater des Opfers an. Geschickt versucht Ben Puzzleteil für Puzzleteil zusammenzusetzen. Die Autorin lässt sich mit der überraschenden, aber schlüssigen Auflösung lange Zeit. Sie führt Ermittler und Leser ein wenig an der Nase herum. Ben ist mit der Einschätzung, dass der Täter aus dem Umfeld kommt, nicht daneben gelegen. 

Der Krimi selbst ist eher ruhig, beschaulich, obgleich das grausliche Wetter eine große Rolle spielt. Die Leser erfahren von den Alltagssorgen der Einwohner, von ihren Eigenheiten und Marotten und lernen einiges über den Bootsbau.

Das Geheimnis um den Tod von Claire wird erst spät gelüftet. Die vielen kleinen Andeutungen lassen die Leser in eine ganz andere Richtung Vermutungen anstellen. 

Die Auszeit und der komplexe Mordfall sowie eine Information zu Claires Tod, lassen Ben den Polizeidienst doch nicht quittieren. Es scheint, als ob wir uns auf eine Fortsetzung mit Ben Kitto freuen dürfen. 

Der Schreibstil ist angenehm. Die Erzählperspektive aus Bens Sicht ein wenig ungewöhnlich. 

Fazit: 

Wer gerne ruhige Krimis mag, ist hier gut bedient. Gerne gebe ich diesem Reihenauftakt 4 Sterne.

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Rezension zu "Nachts schweigt das Meer. Ein Krimi auf den Scilly-Inseln" von Kate Penrose

Spannung von Anfang bis Ende
Buecherhexevor einem Tag

„Nachts schweigt das Meer“ von Kate Penrose hat mich tatsächlich vom ersten Augenblick an gefesselt. Normalerweise habe ich nicht so viel Zeit zun lesen – diesen Krimi habe ich innerhalb einer Woche durchgelesen, weil ich ihn kaum aus der Hand legen wollte.

Von Anfang an ist mir Ben, der Hauptprotagonist, in seiner Zerrissenheit zwischen „Wegwollen von der Insel“ und „Heimkommen“ unglaublich sympathisch und der Kummer, den er mit sich trägt, macht ihn menschlich und verletzlich. Ben arbeitet in London als verdeckter Ermittler und hat auf tragische Weise seine Partnerin Claire verloren. Ihren Hund Shadow hat sie ihm „vererbt“, ihn bringt er als „fleischgewordenen“ Ballast mit auf die Insel. Eigentlich möchte er seinen Dienst quittieren, seine Vorgesetzte in London ringt ihm aber einen Aufschub ab, indem er sich erstmal auf unbestimmte Zeit eine Auszeit nehmen kann. So kehrt er heim nach Bryher und stolpert als erstes gleich in einen Mordfall…die 16-jährige Laura wird ermordet aufgefunden…

Ich finde, das Buch hat eine unglaubliche Dynamik, weil es so viele Verdächtige gibt, die in meinem Kopf teilweise von Seite zu Seite gewechselt haben. Ich war also supergespannt auf die Lösung des Falles.  Ich möchte nicht zu viel verraten – aber ich war tatsächlich am Schluss ein bisschen überrascht, dass ich mit dem Täter (bewusst neutral gehalten, die Wahl des Wortes verrät absichtlich nichts) dass ich recht hatte, hatte ich diese Person doch während des Lesens das eine oder andere Mal in Verdacht. Die Autorin hat es aber geschickt angestellt, dass man schon oft auf der nächsten Seite dachte: „nein, der/die doch nicht!“

Am Schluss war es auch schön zu lesen, dass er mit Shadow - und damit auch mit dem Tod von Claire - seinen Frieden gemacht hat.

Mein Fazit: Volle Ausbeute - 5 Sterne

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Rezension zu "Nachts schweigt das Meer. Ein Krimi auf den Scilly-Inseln" von Kate Penrose

Welche Geheimnisse lauern hinter der Fassade dieser ansonsten so idyllisch wirkenden Inselwelt?
ElisabethBulittavor einem Tag

Eher ruhig und beschaulich gestalten sich die Ermittlungen Benesek Kittos in Kate Penroses „Nachts schweigt das Meer“. Dieser 464-seitige Kriminalroman bildet den Auftakt zu einer Serie, die auf den Scilly-Inseln vor der Küste Cornwalls spielt, und ist im Mai 2019 bei Fischer erschienen.

Benesek Kitto, Undercover-Ermittler in London, braucht eine Auszeit. Dafür kehrt er in seine Heimat zurück: nach Bryher, der kleinsten der fünf bewohnten Scilly-Inseln. Dort wird die 16-jährige Laura vermisst und kurze Zeit später ihr Leichnam gefunden. Ben macht sich auf die Suche nach ihrem Mörder und muss bald feststellen, dass es mehr Verdächtige gibt, als anfangs angenommen.

Dass gerade in den idyllischsten Ortschaften die dunkelsten Geheimnisse lauern, ist nichts Neues – ein Motiv, das in vielen Spannungsromanen aufgegriffen wird. Dennoch hebt sich dieser Krimi von der Masse ab, indem er vor einer eher ungewöhnlichen Kulisse spielt. Mir jedenfalls waren die Scilly-Inseln vor dieser Lektüre unbekannt, und umso mehr habe ich es genossen, diese anhand dieses Buches kennenzulernen. Karten in der vorderen Buchklappe erleichtern dabei die Orientierung und sorgen dafür, dass man sich auf Bryher bald heimisch fühlt.

Auch wenn der Roman eher ruhig daherkommt, verfügt er von Anfang bis Ende über ein konstantes Spannungsniveau. Dieses resultiert vor allem aus zwei Elementen: zum einen aus dem Gedanken, dass es innerhalb einer Gemeinschaft, bestehend aus 98 Menschen, wo eigentlich jeder jeden zu kennen glaubt, zu einem solchen Verbrechen kommen kann, zum anderen aus dem Umstand, dass sich das Geschehen im Vorfrühling ereignet, wo das Wetter genauso düster ist wie das Geschehen selbst. Gerade der erste Punkt lädt Leserinnen und Leser dazu ein, sich unentwegt Gedanken darüber zu machen, wer letzten Endes der Täter sein mag, eigene Urteile zu überdenken und, vor allem wegen immer neu auftauchender Motive, abzuändern. Nach und nach treten bei den Inselbewohnern neue Geheimnisse zutage, sodass man beim Lesen aus dem Grübeln kaum herauskommt. Der Fall wird am Ende recht überraschend, aber dennoch logisch nachvollziehbar aufgeklärt.

Der Roman selbst besteht aus zwei Handlungssträngen, den Ermittlungen im Fall „Laura“ selbst sowie den kursiv gedruckten Einschüben über Rose, einer Außenseiterin im Dorf, die mit mannigfaltigen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Gerade diese Einschübe richten den Blick darüber hinaus auf Probleme, mit denen dieses ansonsten so malerisch anmutende Eiland zu kämpfen hat: Schmuggel und unlautere Immobiliengeschäfte.

Lebensnah, vielschichtig und detailliert beschreibt Penrose die Charaktere. Von Zeit zu Zeit wechseln die Sympathien, wobei Ben sich trotz seines Schicksals als kluger, ruhiger und überlegter Ermittler entpuppt. Sehr gut gefallen hat mir auch sein Assistent, Eddie, der sich von einem naiven, übermotivierten Anfänger zu einem gewieften, mitdenkenden Polizisten entwickelt.

Der Kriminalroman ist, bis auf die Einschübe, in der ersten Person Präsens verfasst; dieses verhilft den Lesenden zur Identifikation mit dem Geschehen und dem Protagonisten. Die Sprache an sich ist flüssig und schnörkellos zu lesen, ausführliche Beschreibungen der Inselwelt und des Klimas, auch im übertragenen Sinne, lassen Leserinnen und Leser tief in diese Welt eintauchen. Leider lässt der beschreibende Stil den Roman gerade im Mittelteil phasenweise etwas langatmig erscheinen.

Das Cover zeigt ein harmonisches Abbild der Insel, über dem sich schon dunkle Wolken zusammenballen, und passt daher gut zum Roman.

Alles in allem konnte mich Kate Penrose mit diesem ersten Band überzeugen, entführte er mich doch auf angenehm spannende Weise in eine mir bis dato unbekannte Inselwelt – ein Buch, das ich Liebhaberinnen klassischer und eher ruhiger Kriminalromane bedenkenlos empfehlen kann. Ich selber bin schon auf den zweiten Band gespannt.

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Gespräche aus der Community

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Eine verschworene Inselgemeinschaft.
Ein Mordfall.
Doch wer ist der Täter?

Die Scilly-Inseln gelten aufgrund des milden Klimas als "die Südsee im Atlantik". Doch statt Ruhe und Entspannung erwartet Detective Inspector Ben Kitto in seiner alten Heimat ein Mordfall, der dunkle Geheimnisse der Inselgemeinschaft ans Tageslicht bringt. Ben versucht in dieser angespannten Lage zu ermitteln ... und steht schnell Mauern des Schweigens gegenüber, die seine Arbeit erschweren. 

Möchtet ihr gemeinsam mit uns die Scilly-Inseln erkunden? Dann bewerbt euch direkt für unsere Leserunde mit FISCHER Taschenbuch zu "Nachts schweigt das Meer" von Kate Penrose.

Was ihr tun müsst, um dabei zu sein? Bewerbt euch bis zum 01.05.2019 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantwortet folgende Frage:

Warum möchtet ihr Zeit auf den Scilly-Inseln verbringen?

Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich schon sehr auf die gemeinsame Leserunde!

Mehr zum Buch:
Türkisblaues Meer, sattgelbe Ginsterbüsche, majestätische Klippen – doch die Idylle auf den Scilly-Inseln trügt … Detective Inspector Ben Kitto wollte bei seiner Rückkehr auf die Scilly-Inseln vor Cornwall eigentlich nur eines: zur Ruhe kommen. Seinem Onkel beim Bootsbau helfen, sich vom Inselwind den Kopf freipusten und London hinter sich lassen. Soweit der Plan. Doch bereits bei der Ankunft auf seiner Heimatinsel Bryher wird die 16-jährige Laura Trescothick vermisst und kurz darauf ermordet aufgefunden. Ben meldet sich freiwillig, die Ermittlungen zu übernehmen, aber bald hat er mehr Verdächtige, als ihm lieb ist. Darunter auch Menschen, die er sein Leben lang kennt und die ihm viel bedeuten. Denn in der kleinen Inselgemeinschaft auf Bryher gibt es dunkle Geheimnisse. Und der Täter kann jederzeit erneut zuschlagen. Der packende Start einer neuen Krimireihe auf den Scilly-Inseln mit dem charismatischen Ermittler Ben Kitto, der Ruhe sucht und Verbrechen findet.

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