Kate Penrose

 4.1 Sterne bei 178 Bewertungen
Autorin von Nachts schweigt das Meer, Kalt flüstern die Wellen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kate Penrose

Ein goldener Name der Insel-Krimis: Kate Penrose ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Ihr große Liebe zu den Scilly-Inseln inspirierte sie schließlich dazu eine Krimiserie zu schreiben. So wurde sie in kürzester Zeit zur bekannten Insel-Krimi Autorin. Heute lebt die Autorin zusammen mit ihrer Familie auf den Scilly-Inseln.

Neue Bücher

Kalt flüstern die Wellen

 (16)
Neu erschienen am 27.05.2020 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch. Es ist der 3. Band der Reihe "Ermittler Ben Kitto".

Alle Bücher von Kate Penrose

Cover des Buches Nachts schweigt das Meer (ISBN: 9783596703494)

Nachts schweigt das Meer

 (147)
Erschienen am 22.05.2019
Cover des Buches Kalt flüstern die Wellen (ISBN: 9783596700011)

Kalt flüstern die Wellen

 (16)
Erschienen am 27.05.2020
Cover des Buches Dunkel leuchten die Klippen (ISBN: 9783596703500)

Dunkel leuchten die Klippen

 (13)
Erschienen am 29.01.2020

Neue Rezensionen zu Kate Penrose

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S

Rezension zu "Kalt flüstern die Wellen" von Kate Penrose

Weniger spannend als erwartet
sleepwalker1303vor 18 Stunden

„Neuankömmlinge haben es verdient, dass man sie herzlich aufnimmt“ – irgendwie klappt das auf der kornischen Insel St. Agnes (die wildeste und geheimnisvollste der Scilly-Inseln) nicht mehr so wirklich gut, zumindest nicht in „Kalt flüstern die Wellen“ von Kate Penrose, dem dritten Band der Reihe um den Ermittler Ben Kitto. Die Geschichte beginnt am 5. November. Guy-Fawkes-Night oder Bonfire Night (dem 5. November), Ben Kittos 35. Geburtstag. Der Tag wird traditionell mit Feiern, Feuer und Feuerwerk begangen. Hier nimmt er aber ein jähes Ende, als in der Asche einer heruntergebrannten Feuerstelle menschliche Überreste gefunden werden. Schnell stellt sich heraus, dass der Tote ein „Eindringling“ in die Idylle der Insel war. Und auch weitere „Zugereiste“ werden bedroht, Nachrichten in kornischer Sprache machen klar: Fremde sind hier nicht willkommen. Und selbst Ben, der ursprünglich von der Insel stammt, ist nicht sicher, denn er hat lange auf dem Festland gelebt und gehört nicht mehr wirklich zur verschworenen Gemeinschaft der alteingesessenen Insulaner, aber „Die Gemeinschaft überlebt nur, wenn wir uns gegenseitig unterstützen.“

Der Vorteil beim Mord auf einer Insel ist für die Ermittler ganz klar: es ist eine überschaubare Anzahl an Verdächtigen und keiner kann weg. Nachteil: jeder kennt jeden - und keiner kann weg, also ist der Mörder auf jeden Fall noch vor Ort. Und verdächtig ist praktisch jeder, der auf der Insel ist. 

Erzählt wird die Geschichte flott und sprachlich unkompliziert. Die Übersetzung ist gelungen, bis auf den Ausdruck „offene Wirbelsäule“ für spina bifida (im Deutschen wird umgangssprachlich „offener Rücken“ verwendet). Allerdings werden die Ränge der Polizeibeamten (wie im Englischen üblich) nur abgekürzt und nicht zu Anfang erklärt. Ich kenne sie, aber ob der durchschnittliche Leser darin so firm ist, weiß ich nicht. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, aus Sicht von Ben Kitto (in der Ich-Form) und aus der eines der Hauptverdächtigen, des „Vogelmannes“ Jimmy Curwen, eines geheimnisvollen, eher schlichten Gemüts, eines „Freaks“, dieser Strang aber aus Sicht eines außenstehenden Erzählers. Die Charaktere sind von der Autorin gut herausgearbeitet und lebendig beschrieben. Mein Favorit ist eindeutig Jimmy Curwen, seine zurückhaltende Art und seine Liebe zu Vögeln hat mich berührt, vor allem, da er selbst ein bisschen wirkt wie ein aus dem Nest gefallenes Vogeljunges. Und auch die Kriminaltechnikerin Liz Gannick konnte mit ihrem Motto „meine Loyalität gehört den Toten, nicht den Lebenden“ bei mir absolut punkten.

Die Autorin beschreibt die düstere und mystische Landschaft ganz hervorragend und gibt der Geschichte einen ganz speziellen Reiz. Zwar ist die Handlung an sich nicht übermäßig spannend, sie folgt eher Schema-F mit Opfer, Ermittlung, Irrungen, Wirrungen und Lösung, aber die Landschaft und vor allem die Menschen auf der Insel und ihre Eigenheiten tragen viel dazu bei, dass das Buch dann doch eine unterhaltsame Lektüre wurde. Die Kauzigkeit der „Alteingesessenen“ und ihr Misstrauen, sogar Hass, Fremden gegenüber wird von der Autorin sehr gut beschrieben. 

Das Buch ist konzeptionell ein solider Krimi. Handfest und bodenständig, so, wie ich mir die Einwohner der Insel vorstelle, auf der die Geschichte spielt. Allerdings schafft es die Autorin nicht, mich mit ihrer Geschichte zu packen. Zwar hat sie alles, was ein Krimi braucht, mir fehlte aber die Spannung, die  war zwar unterschwellig konstant vorhanden, aber für mich nie wirklich hoch. Und irgendwo zwischen Argwohn Fremden gegenüber, Angst vor Veränderungen, Familienstreitigkeiten und alten, verkrusteten Traditionen habe ich fast die Lust verloren, weiterzulesen. Es ist nicht wirklich langweilig, aber halt leider auch eher latent spannend. Die Geschichte plätschert ein bisschen dahin. Der Schluss hat mich ziemlich überrascht, ist aber stimmig. Wegen der leider nur latent vorhandenen Spannung vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Kalt flüstern die Wellen" von Kate Penrose

*+* Kate Penrose: "Kalt flüstern die Wellen" *+*
Irvevor 4 Tagen

Zu seinem 35. Geburtstag wird Detective Inspector Ben Kitto ein grausames Geschenk gemacht. Denn während die Insulaner auf St. Agnes das traditionelle jährliche Feuerwerk bestaunen, werden die Überreste eines übel verbrannten Menschen gefunden. Neben der Frage, um wen es sich handelt, gilt es herauszufinden, welche Bedeutung die Nachricht in der ursprünglichen Inselsprachen, dem Kornischen, hat, ob sie ein Fingerzeig zum Täter sein könnte und ob möglicherweise weitere Bewohner der Insel in Gefahr sein könnten. Die Botschaft spricht eine klare Sprache….

Schnell ist jemand ausgemacht, der das Verbrechen verübt haben könnte – zumindest wenn es nach der Meinung einiger Bewohner von St. Agnes geht. Denn sowohl bei der Leiche als auch an Schauplätzen später verübter Verbrechen, finden sich immer wieder Berührungspunkte mit ebenjener Person. Aber sollte sich der Täter bei Kittos drittem Fall wirklich derart auf dem Präsentierteller präsentieren? Ich war hin- und hergerissen, einerseits sprach die Zahl der Zufälle eine deutliche Sprache, andererseits konnte ich mir bei diesem Menschen wirklich kein kleinstes Fitzelchen kriminelle Energie vorstellen. So verfolgte ich gebannt die Ermittlungen des DIs, nahm die Insulaner gemeinsam mit ihm unter die Lupe, sortierte und wertete die Aussagen, versuchte mich in die Gefühlslagen der Menschen hineinzufühlen und deren Auftreten zu analysieren, machte mir schließlich aus dem entstandenen Gesamtbild meine ganz persönliche Meinung – und lag schließlich sowas von falsch! Kate Penrose hat erneut ihr Händchen für gute Kriminalfälle und ihre eigenwillige Auflösung bewiesen und gleichzeitig gezeigt, dass man sich trotz eines sehr gelungenen Auftaktbandes weiterhin von Fall zu Fall steigern kann.

Neben den Verbrechen an sich und allem, was sie nach sich zogen, konnte mich die Autorin erneut mit ihren Charakteren überzeugen, die sehr glaubhaft und authentisch geschnitzt sind – was kein Wunder ist, denn für Kate Penrose sind die Scilly Islands so etwas wie eine zweite Heimat, sie kennt Land und Leute seit Jahrzehnten und weiß, wie dieser Menschenschlag tickt, was sie überzeugend in ihrer Krimireihe unter Beweis stellt. Auch ihre Liebe zu diesen Inseln blitzt immer wieder auf. Sie setzt die Landschaft immer wieder liebevoll und sehr atmosphärisch in Szene, zeigt sie von allen Seiten. Die Rauheit, Schönheit und Wildheit prägen sich dem Leser lebendig ein und lassen möglicherweise den Wunsch entstehen, sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Den charismatischen Ermittler Ben Kitto wird man dann leider nicht antreffen, aber dafür vermutlich eine ruhigere und entspanntere Zeit dort verbringen!

Ich freue mich nun auf den nächsten Fall und bin gespannt, welche der Inseln dann der Hauptschauplatz sein wird.

Bisher in der Reihe erschienen sind:
Nachts schweigt das Meer
Dunkel leuchten die Klippen
Kalt flüstern die Wellen

Inhalt
Detective Inspector Ben Kitto hätte seinen 35. Geburtstag lieber mit seinen Freunden im Pub statt im Dienst verbracht. Doch an diesem Abend findet das traditionelle Feuerwerk zur Bonfire Night auf der Insel St. Agnes vor Cornwall statt, das Ben überwachen soll.
Unerwartet nehmen die Feierlichkeiten ein jähes Ende. In der Asche einer Feuerstelle werden menschliche Überreste gefunden. Ben Kitto stoppt sofort den Schiffsverkehr zu den Nachbarinseln und stellt die achtzig Bewohner von St. Agnes unter Hausarrest.
Denn der Täter befindet sich noch immer auf der Insel. Und seine Botschaft ist eindeutig: Alle Eindringlinge sind dem Tod geweiht …

Autorin
Kate Penrose kennt die Scilly-Inseln vor der Küste Cornwalls wie ihre Westentasche. Seit Kindertagen verbringt sie fast jeden Sommer dort und ist jedes Mal aufs Neue fasziniert von dem atemberaubenden Naturparadies. Die Idee für eine Krimiserie mit diesem einzigartigen Schauplatz kam ihr spontan bei einem Restaurantbesuch, und aus ein paar hastig hingekritzelten Stichworten auf der Speisekarte wurde einige Monate später der erste Insel-Krimi. Kate Penrose, die auch unter dem Namen Kate Rhodes schreibt, lebt mit ihrem Mann, dem Autor David Pescod, in Cambridge am Ufer des River Cam.

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Rezension zu "Nachts schweigt das Meer" von Kate Penrose

Mörder ist nicht sofort klar
leipzigermamavor 10 Tagen

Schreibstil, Charaktere und auch die Landschaftsbeschreibungen stachen hervor. „Nachts schweigt das Meer“ ließ sich flüssig lesen, jeder Charakter war interessant und gut ausgearbeitet. Das Buch war bis zur letzten Seite spannend. Und bei all meinem logischen Verständnis konnte ich einfach nicht erraten, wer hier der Mörder war. Ich kam zumindest erst kurz vor dem Ende auf die zündende Idee. Dieser Krimi zog mich wieder in seinen Bann.

Einziger negativer Punkt ist, dass man bei den Beschreibungen der Wege und Umgebungen nur schwer auf der Landkarte folgen konnte. In diesem Punkt war „Der Gentleman von Arles“ einen Tick besser. Wenn auch deutlich verschnörkelter.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Nachts schweigt das Meer

Eine verschworene Inselgemeinschaft.
Ein Mordfall.
Doch wer ist der Täter?

Die Scilly-Inseln gelten aufgrund des milden Klimas als "die Südsee im Atlantik". Doch statt Ruhe und Entspannung erwartet Detective Inspector Ben Kitto in seiner alten Heimat ein Mordfall, der dunkle Geheimnisse der Inselgemeinschaft ans Tageslicht bringt. Ben versucht in dieser angespannten Lage zu ermitteln ... und steht schnell Mauern des Schweigens gegenüber, die seine Arbeit erschweren. 

Möchtet ihr gemeinsam mit uns die Scilly-Inseln erkunden? Dann bewerbt euch direkt für unsere Leserunde mit FISCHER Taschenbuch zu "Nachts schweigt das Meer" von Kate Penrose.

Was ihr tun müsst, um dabei zu sein? Bewerbt euch bis zum 01.05.2019 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantwortet folgende Frage:

Warum möchtet ihr Zeit auf den Scilly-Inseln verbringen?

Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich schon sehr auf die gemeinsame Leserunde!

Mehr zum Buch:
Türkisblaues Meer, sattgelbe Ginsterbüsche, majestätische Klippen – doch die Idylle auf den Scilly-Inseln trügt … Detective Inspector Ben Kitto wollte bei seiner Rückkehr auf die Scilly-Inseln vor Cornwall eigentlich nur eines: zur Ruhe kommen. Seinem Onkel beim Bootsbau helfen, sich vom Inselwind den Kopf freipusten und London hinter sich lassen. Soweit der Plan. Doch bereits bei der Ankunft auf seiner Heimatinsel Bryher wird die 16-jährige Laura Trescothick vermisst und kurz darauf ermordet aufgefunden. Ben meldet sich freiwillig, die Ermittlungen zu übernehmen, aber bald hat er mehr Verdächtige, als ihm lieb ist. Darunter auch Menschen, die er sein Leben lang kennt und die ihm viel bedeuten. Denn in der kleinen Inselgemeinschaft auf Bryher gibt es dunkle Geheimnisse. Und der Täter kann jederzeit erneut zuschlagen. Der packende Start einer neuen Krimireihe auf den Scilly-Inseln mit dem charismatischen Ermittler Ben Kitto, der Ruhe sucht und Verbrechen findet.

>> Hier geht es zur Leseprobe

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