Kate Pullinger

 4 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Eine Liebe in Luxor, Eine Liebe in Luxor: Roman und weiteren Büchern.

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Kate PullingerEine Liebe in Luxor: Roman
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Eine Liebe in Luxor: Roman
Eine Liebe in Luxor: Roman
 (2)
Erschienen am 15.09.2017
Kate PullingerEine Liebe in Luxor
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Eine Liebe in Luxor
Eine Liebe in Luxor
 (0)
Erschienen am 07.08.2010
Kate PullingerEine Liebe in Luxor
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Eine Liebe in Luxor
Eine Liebe in Luxor
 (19)
Erschienen am 12.10.2011
Kate PullingerAls ich Jane das letzte Mal sah
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Als ich Jane das letzte Mal sah
Kate PullingerThe Mistress of Nothing
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The Mistress of Nothing
The Mistress of Nothing
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Erschienen am 23.08.2011
Kate PullingerSomething Was There...
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Something Was There...
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Erschienen am 23.08.2011
Kate PullingerLanding Gear
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Landing Gear
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Erschienen am 20.05.2014
Kate PullingerA Gambling Box
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A Gambling Box
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Erschienen am 01.01.1993

Neue Rezensionen zu Kate Pullinger

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Dreamworxs avatar

Rezension zu "Eine Liebe in Luxor: Roman" von Kate Pullinger

Ein anderes Leben
Dreamworxvor 6 Monaten

1862 England. Die 30-jährige Sally Naldrett ist schon seit langer Zeit nicht nur als Kammerzofe in Diensten von Lady Lucie Duff Gordon tätig, sondern erweist sich auch als deren enge Vertraute. Die schwere Erkrankung an Tuberkulose von Lady Lucie macht es unbedingt erforderlich, dem feuchten Klima der englischen Heimat den Rücken zu kehren und in wärmere Gefilde überzusiedeln. Die Wahl fällt auf Ägypten, wo sich die beiden Frauen nach einem Abstecher in Alexandria im „French House“ in Luxor einquartieren. In Alexandria schließt sich der Ägypter Omar Abu Halawy den beiden Frauen an, Lady Duff hat ihn eingestellt, um ihnen zu dolmetschen und nebenbei Aufgaben im Haushalt mit zu übernehmen, aber vor allem zu kochen. Während Lady Duff sich langsam in dem exotischen Land einlebt, sich für die einheimische Bevölkerung interessiert und auch engagiert, führt das Zusammenleben auf engstem Raum dazu, dass sich Sally und Omar ineinander verlieben. Allerdings ist Omar verheiratet. Sally, die ihrer Herrin eng verbunden ist, hat ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber, denn es fühlt sich für sie an, als würde sie Lady Duff hintergehen. Als Sally dann auch noch ein Kind bekommt, muss sie am eigenen Leib erfahren, dass Lady Duff sie nach all den vielen Jahren eiskalt fallen lässt, während Omar weiterhin in ihren Diensten bleibt. Was wird nun aus Sally und ihrem Baby? Wird Omar ihr beistehen?

Kate Pullinger hat mit ihrem Buch „Eine Liebe in Luxor“ einen sehr fesselnden historischen Roman vorgelegt, in der sie aus historischen Begebenheiten und Fiktion zu einer sehr spannende Geschichte verwebt. Der Schreibstil ist flüssig und vor allem der damaligen Zeit angepasst. Dadurch wirkt die Geschichte realer. Die Handlung wird im Stil eines Tagebuchs aus der Sicht von Sally erzählt und lässt den Leser an ihren Eindrücken, Gedanken und Gefühlen hautnah teilhaben. Die Beschreibung der Reise und des exotischen Ägyptens sind bildgewaltig und farbenfroh, so dass bei der Lektüre Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Die Autorin hat den historischen Hintergrund sehr gut recherchiert und führt dem Leser die damalige gesellschaftliche Situation sowie die politischen Lage vor Augen. Gleichzeitig zeigt sie auf, dass durch das genötigte enge Zusammenleben zwischen Herrschaft und Dienstboten die Konventionen oftmals wegfallen und man sich fast freundschaftlich verbunden begegnet. Da man sich in einem fremden Land aufhält und nicht unter strenger Beobachtung von Nachbarn etc. steht, gibt man sich ungezwungener und freier in Entscheidungen und dem täglichen Miteinander.

Die Charaktere sind sehr detailliert und individuell ausgearbeitet, sie wirken durchweg sehr realistisch und lebensecht, so dass man sich als Leser in den einen oder anderen gut hineinversetzen kann. Gerade die zwischenmenschlichen Interaktionen der Protagonisten werden von der Autorin behutsam an den Leser herangetragen. Sally ist eine sehr sympathische Frau, die schon viele Jahre für Lady Duff arbeitet. Sie ist ehrlich, fleißig und hilfsbereit, steht ihrer Herrin jederzeit zur Verfügung und kümmert sich aufopfernd um sie. Sally wirkt manchmal etwas naiv und wird von der Liebe regelrecht überrascht, sie ist glücklich und gleichzeitig fühlt sie sich wie eine Betrügerin, die ihre Herrin hintergeht. Doch sie ist auch mutig und wählt einen schweren Weg für sich selbst, um zukünftig für sich selbst entscheiden zu können. Lady Duff ist eine kränkliche Frau, die sich aber nicht in ihr Leiden ergibt, sie kämpft und nimmt Entbehrungen hin, denn sie muss ihre Familie zurücklassen. Sie ist eine offene Frau, die ihre Meinung sagt und versucht, sich für andere einzusetzen. Sallys Fehlverhalten lässt sie kalt und unbarmherzig wirken, denn sie fühlt sich betrogen und hintergangen. Ihr Urteil über Sally ist hart und unverständlich. Omar ist ein freundlicher Mann, der sich schnell in den kleinen Haushalt integriert. Er kocht hervorragend und hilft den Frauen mit seinen Sprachkenntnissen, im fremden Land zurechtzukommen. Aufgrund seiner Religion und der Gegebenheiten in seinem Heimatland sind ihm Dinge erlaubt, die woanders nicht gelten. Die Liebe zu Sally lässt auch ihn in einen Gewissenskonflikt fallen, den nur er lösen kann.

„Eine Liebe in Luxor“ ist ein rundum prächtiger historischer Roman, der sich an wahre Begebenheiten anlehnt und dem Leser farbenprächtig eine exotische Welt sowie eine ungewöhnliche Freundschaft als auch schicksalshafte Verwicklungen präsentiert. Absolute Leseempfehlung für eine echte Entdeckung!

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Beliss avatar

Rezension zu "Eine Liebe in Luxor: Roman" von Kate Pullinger

Veränderungen - unverhofft, einschneidend. Ein neues Leben beginnt
Belisvor 7 Monaten

Pflichtbewusst und loyal versieht Sally ihren Dienst als Zofe bei der kranken Lady Gordon. Ob im heimischen Esher, England, oder auf ihren Erholungsreisen, welche die Frauen sogar mehrere Jahre in Ägypten verleben ließen. Dabei begegnet Sally die Liebe, unerwartet und gedankenlos schlittert sie somit in ein ihr bis dahin fremdes Leben. Lady Gordon und ihr außergewöhnlicher Lebensstil bestimmen weiterhin über Sally. Schicksalhaft, uneingeschränkt und unerbittlich.
Die Schreibweise der Ich-Erzählung aus Sicht der Zofe Sally lässt mich in die sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts eintauchen. Anfangs musste ich mich an die fast tagebuchähnliche Weise gewöhnen, bedingt durch viele Wechsel bis die eigentliche Geschichte in Ägypten beginnt.
Eingeflochtene Begriffe in der Landessprache und bildhafte Beschreibungen verleihen einen Einblick ins Ägypten der Kolonialzeit. Historisch belegte Begebenheiten und Fakten sind geschickt in der Erzählung eingearbeitet. Die Situation der einheimischen Bevölkerung wird nachvollziehbar geschildert und wirkt lebendig. Politische Aussagen und Umstände damaliger Zeit rahmen das Geschehen ein.
Im Fokus stehen neben der abenteuerlustige Lady Gordon und ihrer Krankheit die Zofe Sally als treue Begleiterin, ihr Leben außerhalb bekannter Konventionen sowie Omar, der Kairorer Dragomane. Die Hauptprotagonisten zeigen Charakterstärke und lassen Schwächen zu. Verändern im Laufe der Handlung ihre Meinungen, Sichtweisen und Erwartungen. Entwicklungen unterschiedlicher Art beeinflussen das Geschehen. Freundschaft, Vertrauen, Neid und Unerfahrenheit treffen auf Liebe, Hass und Freundlichkeit. Unerwartete Hilfe und politische Unruhen beeinflussen die Zukunft von Sally ebenso wie der Gehorsam und das Pflichtbewusstsein gegenüber ihrer Herrschaft.
Mir war Omar, der ägyptische Diener schnell sympathisch. Die weiblichen Personen konnten mich anfangs nicht überzeugen. Je weiter die Erzählung fortschritt desto mehr konnte ich eintauchen. Die faszinierenden Landschaften und nachvollziehbar geschilderten Lebensumstände der einheimischen Bevölkerung unterstützen dies. Die Abenteuer der teils exzentrischen Lady Gordon und ihrer begleitenden Zofe sind außergewöhnlich aufregend für die Zeit um 1865. Das Miteinander der Frauen außerhalb Englands wird ungezwungen und löst sich aus den Konventionen. Unerwartet verändert sich die Situation. Sally sieht sich ihrer sicheren Zukunft beraubt. Verzweiflung, Aufbegehren und starker Wille verändern ihr Leben für immer.
Ein Blick ins Ägypten zur Kolonialzeit, ungewöhnliche Abenteuer für Frauen um 1865 im traditionsbewussten Land der Pharaonen und  Beobachtungen von Politik und Gesellschaft erleben Sally und Lady Duff Gordon hautnah. Ihre Briefe nach England sind unter anderem eine Vorlage für diesen Roman. Das Verhältnis der beiden Frauen, die Veränderungen und Einflüsse der Gesellschaft werden thematisiert. Beeindruckend geschildert und sehr interessant. Leider konnte mich die Geschichte nicht fesseln, aber ich fand sie sehr informativ. Daher vergebe ich vier Sterne.

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Klusis avatar

Rezension zu "Eine Liebe in Luxor" von Kate Pullinger

Eine Liebe in Luxor - Kate Pullinger
Klusivor 6 Jahren

England, im Jahr 1862
Lady Lucie Duff Gordon leidet unter einer schweren Tuberkulose. Der Arzt sieht nur eine Chance auf Linderung oder Heilung, wenn seine Patientin in ein trockenes, heißes Klima übersiedelt. So kommt es, dass sich Lady Duff Gordon, in Begleitung ihrer Zofe Sally Naldrett, auf eine sehr endgültige Reise nach Ägypten begibt. Sie beziehen das so genannte „French House“ in Luxor. Lady Duff Gordon leidet sehr darunter, von ihrer Familie getrennt zu sein, aber ihr Gesundheitszustand lässt ihr keine andere Wahl. Sally ist ihr absolut treu ergeben und tut alles, es ihrer Dienstherrin in der neuen Heimat so angenehm wie möglich zu machen.
Zur Unterstützung des Haushalts stellt die Lady den Dragoman Omar ein, der bei Gesprächen mit Einheimischen übersetzt und vermittelt und daneben über begnadete Kochkünste verfügt. Lady Duff Gordon nimmt regen und herzlichen Anteil am Schicksal der Bevölkerung des Landes und hält regelmäßig Salons, wo sie Kontakt mit Würdenträgern und Verantwortlichen knüpft und dabei oft die eigene Sicherheit außer Acht lässt, wenn sie unverblümt ihre Meinung sagt.
Ihr aufschlussreicher, kritischer Schriftwechsel mit der Familie wurde von ihrer Mutter, Sarah Austin, zu einem Buch zusammengefasst und unter dem Titel „Letters from Egypt“ veröffentlicht.

Kate Pullingers Roman basiert auf wahren Begebenheiten, wobei die Autorin darauf hinweist, dass sie sich ein paar kleinere künstlerische Freiheiten erlaubt hat, wenn es die von ihr angelegte Handlung erforderte. Hier wird die Geschichte aus der Sicht der Zofe Sally Naldrett geschildert. Das relativ unkonventionelle Zusammenleben mit ihrer Lady und dem Dragoman Omar bringt viele Freiheiten für alle Beteiligten mit sich, aber es ergeben sich bald auch Probleme. Während Lady Duff Gordon gegen ihre Krankheit ankämpft und sich in Zeiten, wo ihr Gesundheitszustand es zulässt, mit Hilfe ihrer beiden Bediensteten, um die Einheimischen kümmert, verlieben sich Sally und Omar ineinander. Lange Zeit halten sie ihre Beziehung geheim, wissen nicht, wie sie es ihrer Lady sagen sollen.
Als Lucie Duff Gordon dann davon erfährt, verhält sie sich ganz anders als erwartet. Sally und Omar sind im Zwiespalt, hin und hergerissen, zwischen ihrer Liebe zueinander und der Loyalität ihrer Herrin gegenüber. Der Grund, wieso Lady Duff Gordon so brüsk reagiert und mit allen Mitteln versucht, das liebende Paar zu entzweien, wird nicht so ganz deutlich.
Die Ich-Erzählerin tut alles, um ihr Glück zu retten. Mit der Zeit legt sie sich ihre eigene Philosophie zurecht und hat nur einen Wunsch: ein selbstbestimmtes Leben in Ägypten, dem Land, das sie lieb gewonnen hat, zu führen und sich ihre Zukunft nicht zerstören zu lassen. Sie lehnt sich gegen die Ungerechtigkeiten auf und verweigert ihrer Lady gegenüber zuletzt den Gehorsam, da deren Anweisungen nicht mehr logisch nachvollziehbar sind. Sallys Verhalten ist äußerst mutig und stark und für mich sehr gut zu verstehen.
Der Roman wirft viele Fragen auf, besonders, weil ihm wahre Begebenheiten zugrunde liegen. Was veranlasst Lady Duff Gordon dazu, sich ihrer Zofe gegenüber derart streng und unerbittlich zu verhalten und mit aller Kraft zu versuchen, Sallys Lebensglück zu zerstören, wo sie sich andererseits für die Kranken und Schwachen einsetzt und viele Opfer für ihre Ideale bringt? Diese zwei so grundverschiedenen Seiten der Lady Duff Gordon haben mich nachhaltig bewegt und nachdenklich gemacht. Darum lese ich nun, zum besseren Verständnis, "Letters from Egypt", in der Hoffnung, dort weitere Einzelheiten zu den damaligen Schicksalen zu erfahren.

„Eine Liebe in Luxor“ ist weit mehr als eine Liebesgeschichte. Die Autorin vermittelt die Atmosphäre des Landes und die Lebenssituation im „French House“ wunderbar farbig und detailreich. Obwohl es eine bewegende Geschichte der großen Gefühle ist, bleibt der Schreibstil durchgehend eher ruhig und diskret. Zugleich ist dieser großartige Roman ein beeindruckendes Zeitzeugnis und lässt auch die politischen Probleme und Abhängigkeiten der ehemaligen Hochkultur Ägypten nicht außer Acht.

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