Kate Pullinger Eine Liebe in Luxor

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Inhaltsangabe zu „Eine Liebe in Luxor“ von Kate Pullinger

England, 1862. Als Lady Duff Gordon von ihrem Arzt nach Ägypten geschickt wird, um dort im trockenen, warmen Klima ihre Tuberkulose auszuheilen, bedeutet das auch für ihr Dienstmädchen Sally ein Exil auf unbestimmte Zeit. So begeben sich die beiden, schwankend zwischen Staunen und Angst vor der exotischen Fremde, gemeinsam auf eine Flussfahrt den Nil hinauf. Begleitet werden sie von Omar, einem erfinderischen Dragomanen und begnadeten Koch. Als Lady Duff Gordon in Luxor ihr Korsett gegen Männerkleider eintauscht, Arabisch lernt und zu wöchentlichen Salons einlädt, beginnt auch Sally, eine ungeahnte Freiheit zu genießen. Doch diese Freiheit hat ihre Grenzen ...

Ein großartiges Zeitdokument und eine dramatische, wahre Liebesgeschichte.

— Klusi

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  • Eine Liebe in Luxor - Kate Pullinger

    Eine Liebe in Luxor

    Klusi

    04. April 2013 um 18:10

    England, im Jahr 1862 Lady Lucie Duff Gordon leidet unter einer schweren Tuberkulose. Der Arzt sieht nur eine Chance auf Linderung oder Heilung, wenn seine Patientin in ein trockenes, heißes Klima übersiedelt. So kommt es, dass sich Lady Duff Gordon, in Begleitung ihrer Zofe Sally Naldrett, auf eine sehr endgültige Reise nach Ägypten begibt. Sie beziehen das so genannte „French House“ in Luxor. Lady Duff Gordon leidet sehr darunter, von ihrer Familie getrennt zu sein, aber ihr Gesundheitszustand lässt ihr keine andere Wahl. Sally ist ihr absolut treu ergeben und tut alles, es ihrer Dienstherrin in der neuen Heimat so angenehm wie möglich zu machen. Zur Unterstützung des Haushalts stellt die Lady den Dragoman Omar ein, der bei Gesprächen mit Einheimischen übersetzt und vermittelt und daneben über begnadete Kochkünste verfügt. Lady Duff Gordon nimmt regen und herzlichen Anteil am Schicksal der Bevölkerung des Landes und hält regelmäßig Salons, wo sie Kontakt mit Würdenträgern und Verantwortlichen knüpft und dabei oft die eigene Sicherheit außer Acht lässt, wenn sie unverblümt ihre Meinung sagt. Ihr aufschlussreicher, kritischer Schriftwechsel mit der Familie wurde von ihrer Mutter, Sarah Austin, zu einem Buch zusammengefasst und unter dem Titel „Letters from Egypt“ veröffentlicht. Kate Pullingers Roman basiert auf wahren Begebenheiten, wobei die Autorin darauf hinweist, dass sie sich ein paar kleinere künstlerische Freiheiten erlaubt hat, wenn es die von ihr angelegte Handlung erforderte. Hier wird die Geschichte aus der Sicht der Zofe Sally Naldrett geschildert. Das relativ unkonventionelle Zusammenleben mit ihrer Lady und dem Dragoman Omar bringt viele Freiheiten für alle Beteiligten mit sich, aber es ergeben sich bald auch Probleme. Während Lady Duff Gordon gegen ihre Krankheit ankämpft und sich in Zeiten, wo ihr Gesundheitszustand es zulässt, mit Hilfe ihrer beiden Bediensteten, um die Einheimischen kümmert, verlieben sich Sally und Omar ineinander. Lange Zeit halten sie ihre Beziehung geheim, wissen nicht, wie sie es ihrer Lady sagen sollen. Als Lucie Duff Gordon dann davon erfährt, verhält sie sich ganz anders als erwartet. Sally und Omar sind im Zwiespalt, hin und hergerissen, zwischen ihrer Liebe zueinander und der Loyalität ihrer Herrin gegenüber. Der Grund, wieso Lady Duff Gordon so brüsk reagiert und mit allen Mitteln versucht, das liebende Paar zu entzweien, wird nicht so ganz deutlich. Die Ich-Erzählerin tut alles, um ihr Glück zu retten. Mit der Zeit legt sie sich ihre eigene Philosophie zurecht und hat nur einen Wunsch: ein selbstbestimmtes Leben in Ägypten, dem Land, das sie lieb gewonnen hat, zu führen und sich ihre Zukunft nicht zerstören zu lassen. Sie lehnt sich gegen die Ungerechtigkeiten auf und verweigert ihrer Lady gegenüber zuletzt den Gehorsam, da deren Anweisungen nicht mehr logisch nachvollziehbar sind. Sallys Verhalten ist äußerst mutig und stark und für mich sehr gut zu verstehen. Der Roman wirft viele Fragen auf, besonders, weil ihm wahre Begebenheiten zugrunde liegen. Was veranlasst Lady Duff Gordon dazu, sich ihrer Zofe gegenüber derart streng und unerbittlich zu verhalten und mit aller Kraft zu versuchen, Sallys Lebensglück zu zerstören, wo sie sich andererseits für die Kranken und Schwachen einsetzt und viele Opfer für ihre Ideale bringt? Diese zwei so grundverschiedenen Seiten der Lady Duff Gordon haben mich nachhaltig bewegt und nachdenklich gemacht. Darum lese ich nun, zum besseren Verständnis, "Letters from Egypt", in der Hoffnung, dort weitere Einzelheiten zu den damaligen Schicksalen zu erfahren. „Eine Liebe in Luxor“ ist weit mehr als eine Liebesgeschichte. Die Autorin vermittelt die Atmosphäre des Landes und die Lebenssituation im „French House“ wunderbar farbig und detailreich. Obwohl es eine bewegende Geschichte der großen Gefühle ist, bleibt der Schreibstil durchgehend eher ruhig und diskret. Zugleich ist dieser großartige Roman ein beeindruckendes Zeitzeugnis und lässt auch die politischen Probleme und Abhängigkeiten der ehemaligen Hochkultur Ägypten nicht außer Acht.

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  • Rezension zu "Eine Liebe in Luxor" von Kate Pullinger

    Eine Liebe in Luxor

    JuliaDrosten

    28. January 2013 um 15:51

    Ein wunderbares sehr feinfühliges Buch über Lady Duff Gordon, die ihre Familie verlässt in der Hoffnung in Ägypten dem Tuberkulosetod zu entrinnen, über ihre Zofe Sally, die außerordentlichen Mut beweist und den Ägypter Omar, der von seiner Loyalität zu verschiedenen Frauen zerrissen wird. Es geht um Liebe, Verrat, Verzweiflung, Enttäuschung und darum, manchmal ganz neue Wege einschlagen zu müssen. Auch die Schilderungen Ägyptens sind großartig. Ich konnte die flirrende Hitze auf der Haut spüren, ebenso wie den Schatten in den engen Gassen Kairos und die Kälte und Feuchtigkeit auf dem englischen Landsitz der Lady Duff Gordon. Das Wissen, das die Autorin sich einer wahren Begebenheit für ihren Stoff bediente, macht die Geschichte noch berührender.

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  • Rezension zu "Eine Liebe in Luxor" von Kate Pullinger

    Eine Liebe in Luxor

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. September 2012 um 10:58

    Während die Geschichte der Autorin Lucie Duff Gordon bekannt ist (vor allem für ihr Buch „Letters from Egypt“, das 1865 erschien und bis heute gedruckt wird), weiß man eigentlich nichts über ihre Zofe Sally Naldrett. „Eine Liebe in Luxor“ lässt nun diese Frau, die bereits als junges Mädchen im Dienste ihrer Lady Duff Gordon gestanden hat, aus dem Schatten der Vergessenheit treten und zu Wort kommen… Aufgrund einer schweren Tuberkuloseerkrankung muss Lady Lucie das feucht-kühle England verlassen. Sie braucht zum Überleben ein warmes Klima und macht sich mit ihrer treuen Zofe Sally auf den Weg nach Ägypten. Ehemann, Kinder und Mutter der Lady bleiben in England. Es ist ein schwerer Abschied. Die beiden Frauen kommen schließlich in Luxor an, wo sie sich in einem komfortablen Haus einrichten und einen Diener zur Seite gestellt bekommen: Omar Abu Halawy, der außerdem kocht und die Frauen arabisch lehrt. Der Drei-Personen-Haushalt versteht sich bestens, die Lady und ihre Zofe genießen die ägyptische Gesellschaft und verlieben sich in das warme, prächtige Land, in dem sie sich bald wie zu Hause fühlen. England, mit all seinen Konventionen und Vorschriften, tritt immer weiter in den Hintergrund. Mit dem Abstreifen ihrer Korsetts und dem Tragen von Haremshosen und weiten Hemden verschwimmen auch die Grenzen zwischen Herrschaft und Personal und Lady Lucie und die Zofe Sally werden beinahe Freundinnen. Doch dann verlieben sich Omar und Sally ineinander, es ist die große, wahre Liebe, ein Kind wird geboren und für die Lady bricht eine Welt zusammen. Sie empfindet Sallys großes Liebesglück als persönlichen Hochverrat und verweist sie des Hauses. Das Baby soll bei Omars Familie untergebracht werden und Sally muss nach England zurückkehren. Doch Sally will endlich ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen. England ist schon lange nicht mehr ihre Heimat und sie beschließt, auf eigene Faust in Ägypten zu bleiben: eine von der englischen Gesellschaft Geächtete mit einem Baby. Kate Pullinger hat einen wundervollen Roman geschrieben, der lange nachschwingt. Gefühlvoll beschreibt sie zwischenmenschliche Facetten. Berauschend zu lesen sind ihre Landschaftsbeschreibungen: die im Sand vergrabenen Paläste, die Königsgräber, Luxor und Kairo in glühender Hitze. Man bekommt Fernweh und möchte das Buch gleich noch einmal lesen. Wenn möglich auf einer Nil-Kreuzfahrt. Gemeinsam mit „Das Siegel der Tage“ von Isabel Allende ist „Eine Liebe in Luxor“ mein Lieblingsbuch 2012.

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  • Rezension zu "Eine Liebe in Luxor" von Kate Pullinger

    Eine Liebe in Luxor

    Buecherdiva

    05. April 2012 um 19:16

    Ich lese gerne Geschichten über wahre Begebenheiten und historische Personen und war sehr angetan als ich diese Perle von einem Buch entdeckt habe. In diesem Buch erzählt Sally ihre Geschichte und ihr Leben an der Seite der berühmten Lady Duff Gordon, der sie schon als junges Mädchen als Zofe zur Seite stand. Als ihre Herrin auf Grund einer Tuberkuloseerkrankung das kalte England verlassen, sich von ihrem Ehemann und Kindern verabschieden muß, zögert Sally nicht ihre Lady in dieses ferne und ihr fremde Land zu begleiten. Zu lange ist sie nun schon an ihrer Seite und mit ihrem 30 Jahren gilt sie im England des Jahres 1862 sowieso als alte Jungfer, die keinen Mann mehr finden könnte. So gehen die beiden Frauen auf eine Reise, die ihrer beider Leben für immer verändern und prägen wird... Kate Pullinger hat einen wunderbaren Roman nach einer wahren Begebenheit geschrieben, nachdem sie sich mit dem Leben und Sterben von Lady Lucie Duff Gordon beschäftigt hat, deren Buch "Letters from Egypt" ja auch heute noch verlegt wird. Dabei stieß sie auf die Aufzeichnungen der "Lady" über Sally Naldrett und den Dingen, die damals in Ägypten passiert sind. Lady Duff Gordon wurden in Luxor noch 7 Lebensjahre geschenkt, während Sally dort ein ganz neues Leben gefunden hat, das ihr viel gegeben und noch mehr abverlangt hat... Erzählt wird die Geschichte mit Sally`s Stimme, die einfach, demütig und ehrlich berichtet und von großer Liebe und Hingabe an ihre Herrin geprägt ist. Man erlebt die Annäherung und das Scheitern dreier Personen und ihrer Leben das in dieser Form letztendlich zerbrochen ist! Fazit: Ein wunderbarer Roman, der auch durch seinen Scheibstil von der ersten Seite an fesselt und einer Lebensgeschichte wie sie interessanter nicht sein könnte.

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  • Rezension zu "Eine Liebe in Luxor" von Kate Pullinger

    Eine Liebe in Luxor

    Ailis

    10. August 2010 um 08:42

    Seit langer Zeit fällt es mir zum ersten Mal wieder richtig schwer, eine Rezension zu einem Roman zu verfassen. Dieses Buch liegt mir nicht, es spricht mich nicht an, manches an ihm ärgert mich sogar - aber es fällt mir schwer, es in Worte fassen. "Eine Liebe in Luxor" erzählt die gemeinsame Geschichte der Lady Duff Gordon, ihrer Zofe Sally Naldred und ihres ägyptischen Dieners Omar Abu Halawy. Die Lady, seit Jahren immer wieder von Krankheit und Schwächeanfällen gebeutelt, reist mit ihrer Kammerzofe nach Ägypten, dessen heiße und trockene Luft ihr Linderung bringen soll. Erste Station ihrer Reise ist Alexandria, wo aus dem Duo ein Trio wird, denn der Ägypter Omar tritt in die Dienste der Lady und begleitet sie und Sally auf ihren Reisen. Von Alexandria, das für die Lady noch zu feucht und stickig ist, geht die Reise weiter den Nil hinauf, bis sie schließlich in Luxor ankommen, wo sie zu bleiben entscheiden. Mit der Zeit scheinen die Grenzen zwischen Herrschaft und Dienerschaft immer mehr zu verschwinden. Lady Duff Gordon war immer schon gut zu Sally und sehr vertraut im Umgang mit ihr, doch der Tausch ihres größeren Haushalts in England gegen das nur von zwei Dienern geführte Haus in Luxor und der Verlust ihrer Familie, die in England bleiben musste, lassen Lady Duff Gordon einen immer innigeren Kontakt zu Sally und Omar pflegen. Als sie dann erfahren muss, dass Sally von Omar, der bereits verheiratet ist, nach ägyptischem Recht aber eine zweite Frau haben darf, schwanger ist, bricht ihre Welt zusammen. Wütend und verletzt weigert sie sich fortan, Sally auch nur eines einzigen Blickes zu würdiegn - an Omar hingegen hält sie fest. In ihren Augen ist er der Verführte und Sally die hintertriebene Verführerin und Ehebrecherin. Was wird nun aus Sally und Omar? Und was wird mit ihrem Kind geschehen? Und zu wem wird Omar letztlich halten? Lady Duff Gordon ist eine historische Gestalt, ebenso ihre Zofe Sally und ihr Dragomane Omar. Die Lady selbst hat ihre Briefe aus Ägypten veröffentlichen lassen, so dass man über sie einiges zu wissen glaubt, während Sally und Omar Randerscheinungen bleiben. Daher ist auch Kate Pullingers Geschichte, die sie in "Eine Liebe in Luxor" erzählt, das Produkt schriftstellerischer Phantasie. Leider lässt sie auch in ihrem Nachwort offen, was genau nun Fakt und was Fiktion ist, daher weiß ich nicht recht, ob ich mich über ein reales Verhalten einer Lady Duff Gordon ärgern sollte oder vielmehr über eine Autorin, die ihre Figur einen Wesenswandel durchlaufen lässt, der in meinen Augen unglaubwürig erscheint. Lady Duff Gordon wird zu Beginn des Buches als warmherzige, intelligente und trotz aller Krankheit lebenslustige Frau geschildert, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Ihre Zofe behandelt sie gut und auch in Ägypten mischt sie sich unters einfache Volk und setzt sich für deren Belange ein. Da mutet ihre Reaktion auf Sallys Schwangerschaft einfach seltsam an. Sie fühlt sich hintergangen durch das Schweigen des Paares, das ist verständlich, ebenso wie ihre Wut - doch in dieser Konsequenz ist dies eine 180°-Wendung, die sich vorher durch nichts ankündigte. Wobei ich es auch unglaublich finde, dass die Lady bis zum Ende nicht sieht, dass ihre Zofe schwanger ist - sie denkt, sie wird einfach nur dick. Letztlich hat dieser Roman mich nicht überzeugt. Sprachlich zwar solide, wenn auch ein bisschen steif, so kann ich mich für die Geschichte an sich einfach nicht erwärmen. Der Titel des Buches hätte mich schon stutzig machen sollen, denn er klingt ein bisschen nach Groschenroman, doch der Originaltitel, "The Mistress of Nothing", klang gut, also wollte ich den Verusch wagen - doch leider wurde dieser Roman nicht für mich geschrieben.

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