Kate Rhéaume-Bleue

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Kate Rhéaume-BleueVitamin K2 und das Calcium-Paradoxon
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Vitamin K2 und das Calcium-Paradoxon
Vitamin K2 und das Calcium-Paradoxon
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Erschienen am 23.03.2016

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Rezension zu "Vitamin K2 und das Calcium-Paradoxon" von Kate Rhéaume-Bleue

“Bringt Kalzium uns um?”
R_Mantheyvor 3 Jahren

Ohne eine Kontrolle der Blutwerte hohe Dosen Vitamin D in Verbindung mit Kalzium zu sich zu nehmen, ist riskant. Viele Menschen, die das tun, kennen dieses Risiko überhaupt nicht. Wenn ihnen jedoch irgendwann andauernd schlecht wird, bestimmte Gerichte oder Getränke nicht mehr schmecken und sie nicht zum Arzt gehen und eine Blutanalyse verlangen, kann das mit einem tödlichen Kollaps enden, denn diese Symptome deuten auf ein akutes Nierenversagen hin. Im empfindlichen Nierengewebe hat sich Kalzium angesammelt. Und dafür gibt es einen Grund: Es fehlt ein Stoff im Körper, den man erst vor kurzem entdeckt hat und nun Vitamin K2 nennt.

Dieses Vitatmin aus der sogenannten K-Gruppe kann unser Körper nur in sehr geringem Maße selbst herstellen. Noch vor drei Generationen war das kein Problem, denn man nahm ihn über den Verzehr von Rindfleisch, Butter, Käse oder Geflügel zu sich. Das fettlösliche Vitamin K2 wird von den Tieren aber nur dann in ihren Körpern abgespeichert, wenn sie sich von frischem Gras ernähren, also weiden. Mit der Industrialisierung der Landwirtschaft verschwand die Weidehaltung zum größten Teil. Stattdessen werden Kühe und Geflüge heute mit Getreide gefüttert. Fehlt K2 im menschlichen Körper, dann ist er nur noch bedingt in der Lage, das ihm zugeführte Kalzium an die richtigen Stellen zu transportieren. Er lagert es überall ab, vor allem in den Blutgefäßen oder im weichen Gewebe. Die Folgen können dramatisch sein.

Es gibt also genügend Gründe, um sich mit diesem Vitamin gründlich zu beschäftigen. Und das leistet dieses Buch. Wer aus welchen Gründen auch immer dem Verlag nicht über den Weg traut, kann sich über K2 ebenso im Netz informieren. Dort wird man ähnliche Aussagen finden, allerdings weniger systematisch aufbereitet.

Leider kann man einen K2-Mangel nicht so einfach nachweisen. Es existiert zurzeit kein für jedermann zugänglicher Test, und bei Ärzten hat sich die Rolle dieses Vitamins noch nicht besonders herumgesprochen. Wenn man also weder das optimale K2-Niveau im menschlichen Körper kennt, einen Mangel nicht einfach messen kann, noch Einigkeit über eine vernünftige Tagesdosis besitzt, dann wird es bei aller Einsicht etwas schwierig, zu handeln. Aber so ist leider die augenblickliche Lage. Man muss selbst entscheiden, ob man etwas tun sollte oder eben nicht. Betroffen sind allerdings nicht nur Menschen, die Vitamin D in Verbindung mit Kalzium zu sich nehmen, sondern faktisch alle Menschen. Immerhin weisen Studien nach, dass eine K2-Gabe die Blutgefäße von Plaque befreit und damit die Ursache von hohem Blutdruck und Infarkten abbaut.

Vitamin K2 aktiviert im Körper zwei Proteine, die dafür sorgen, dass das zugeführte Kalzium in Verbindung mit Vitamin D in die angemessenen Bereiche des Körpers gelangt und nicht dem Weg des geringsten Widerstands folgt und sich einfach in weiches Gewebe einbettet.

Doch K2 leistet im Körper offenbar noch viel mehr als nur den Weg des Kalziums zu steuern. Es gibt inzwischen genügend Studien, die die Rolle dieses Vitamins untersucht haben und zu erstaunlichen Schlüssen gekommen sind. Dieses Buch entstand auf der Basis dieser Untersuchungen, also auf einem wissenschaftlichen Hintergrund. Kennt man erst einmal die Zusammenhänge zwischend der Fütterung von Nutztieren, die der menschlichen Ernährung dienen, und dem daraus folgenden Mangelerscheinungen, dann werden plötzlich viele sogenante Zivilisationskrankheiten plausibel. Paradoxe Erscheinungen wie die Tatsache, dass es in Frankreich weniger Herzinfarkte gibt, obwohl die Ernährung genau das Gegenteil hervorbringen sollte, werden verständlich und lassen im Übrigen den Rotwein außen vor. Ebenso wird die Tatsache verständlich, wieso Osteoporose in Asien weniger bekannt ist, obwohl dort kaum Milch getrunken wird.

Das Buch gliedert sich in acht Kapitel. Zunächst befasst sich die Autorin mit dem sogenannten Kalzium-Paradoxon, dann kommt sie zur Entdeckung der K-Gruppe der Vitamine und geht dabei insbesondere auf K1 und K2 ein. Das dritte Kapitel geht der Frage nach, wie viel K2 wir brauchen und woher wir es bekommen. K2 als bestes Anti-Aging-Vitamin ist das Thema des vierten Kapitels. Danach folgen weitere gesundheitliche Vorteile dieses Vitamins im fünften Kapitel. Anschließend geht die Autorin auf das Nachweisproblem von K2 ein. Kapitel 7 klärt die Funktion von K2, Vitamin A und D im Komplex. Das Buch klingt mit einem Abschnitt aus, der eine neue Definition von Nahrhaftigkeit aufstellt.

Die von der Autorin im Text zitierten oder benutzten wissenschaftlichen Studien werden am Ende des Buches aufgeführt. Wenn man sich über K2 infornieren möchte, um eigene Entscheidungen zu treffen, dann ist dieses Buch eine sehr nützliche Quelle dafür.

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