Das Geheimnis von Wishtide Manor

von Kate Saunders 
3,7 Sterne bei24 Bewertungen
Das Geheimnis von Wishtide Manor
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Cridillas avatar

Perfekter Einstieg mit viktorianischem Kurzweil, herrlich trockenem Humor und einer Ermittlerin der anderen Art. Bitte mehr davon!

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eine pfiffige Protagonistin, die Geschichte an sich konnte mich aber nicht überzeugen

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Inhaltsangabe zu "Das Geheimnis von Wishtide Manor"

Großer Auftritt für eine unwiderstehliche Ermittlerin, die alles sieht und keinem auffällt: Laetitia Rodd ist die Frau für diskrete Ermittlungen. Sie sieht, was anderen verborgen bleibt. Man vertraut ihr, denn sie gehört dazu. Sie erfährt Geheimnisse, weil sie als Witwe in der Gesellschaft so unauffällig ist. Ihr Auftrag führt sie 1851 von London auf den Landsitz des reichen Sir James Calderstone. Sein Sohn Charles will eine junge Frau heiraten, der Sir James misstraut. Was verheimlicht sie? Laetitia soll dunkle Flecken in Helens Vergangenheit aufspüren. Doch da wird Helen ermordet, und ihr Verlobter Charles gilt als der Täter. Die Suche nach dem wahren Mörder bringt Laetitia selbst in größte Gefahr…

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596297429
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:14.12.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    TheCoons avatar
    TheCoonvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: eine pfiffige Protagonistin, die Geschichte an sich konnte mich aber nicht überzeugen
    Das Geheimnis von Wishtide Manor

    Laetitia Rodd ist eine Spürnase wie sie im Buche steht. Mit Instinkt und Feingefühl steht sie ihrem Bruder zur Seite, die Wahrheit herauszufinden und damit die Klienten ihres Bruders vor ungerechten Urteilen zu bewahren. Zu Beginn der Geschichte gibt es jedoch (noch) kein Verbrechen, stattdessen soll sie die Wahrheit über Helen Orme aufdecken. Charles Calderstone, Sohn aus bestem Hause, ist bis über beide Ohren in sie verliebt, doch sie scheint nicht die zu sein, für die sie sich ausgibt, noch dazu treffen mysteriöse Drohbriefe bei Charles Vater ein. Doch dann geschieht tatsächlich noch ein Mord und Mrs. Rodd muss an der Seite ihres Bruders die Wahrheit aufdecken.

    Der Schreibstil der Autorin passt hervorragend zur Geschichte und vor allem zu der Hauptperson in diesem Buch. Die altmodische Sprache und die Handlung lässt einen sofort an Miss Marple denken. Viel wird ausführlich beschrieben und verglichen, was zwar einerseits sehr passend ist, andererseits an manchen Stellen aber zu etwas Langatmigkeit geführt hat.

    Laetitia Rodd ist eine ausgesprochen sympathische Protagonistin. Sie ist intelligent und wachsam, ihr entgeht absolut nichts. Sie schildert ihre Meinung zu jeder Situation und Person sehr ausführlich. Mir hat vor allem gut gefallen, dass sie zwar sofort ihren ersten Eindruck schildert aber auch wie sich ihre Meinung (vor allem gegenüber Personen) im Laufe von Gesprächen ändert und sie sich eingesteht oft mit falschen Vorurteilen in das Gespräch eingestiegen zu sein. Sie trägt ihr Herz am rechten Fleck und ist gütig und großzügig und macht durch diese Art die Menschen gesprächig.

    Der Fall an sich und die Auflösung am Ende haben mir dann aber nur mittelmäßig gefallen. Wer letztendlich der Mörder ist, ist zwar eine nette unvorhersehbare Wendung, trotzdem konnte ich die Motive und den Werdegang der Geschehnisse nicht logisch nachvollziehen. Auch das letztendliche Geständnis und der „Showdown“ sind viel zu seicht und sehr locker verlaufen. Mir kam es so vor als hätte die Autorin am Ende keine Lust mehr gehabt. Auch die eigentliche Idee des Falles kam mir unausgereift vor.

    Alles in allem lebt das Buch von der pfiffigen Hauptdarstellerin, der Rest hat Verbesserungsbedarf.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 4 Monaten
    Die einfühlsame Pfarrerswitwe ist dem Mörder auf der Spur ...

    Historische Kriminalromanreihen scheinen ja gerade en Vogue zu sein, für mich ist es diesen Monat schon der zweite, den ich gelesen habe. Mit ihrer zauberhaften Ermittlerin Laetitia Rodd ist es der Autorin Kate Saunders aber gelungen, sich ein bisschen abzuheben von den anderen Reihen, denn sie ist doch schon sehr clever und gerissen für eine Frau, die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts eine Art Ermittlerkarriere anstrebt. Sie ist einfach beliebt durch ihre meistens nette Art und genau das macht sie so unauffällig für Arbeiten dieser Art. Zusammen mit ihrem Bruder Fred, einem Strafverteidiger, verschafft sie sich so ein Auskommen um mit Mitte fünfzig als Witwe nicht bei irgendwelchen Verwandten Unterschlupf ersuchen zu müssen.
    Der Kriminalroman spiegelt das viktorianische Flair der damaligen Zeit gut wieder, es war doch schon eine sehr tugendhafte Zeit. Umso mehr verwundert manchmal die gewisse Dreistigkeit, derer sich Laetitia zuweilen bedient. Sie vermittelt manchmal fast ein „Miss Marple“ Feeling. Zudem lassen mich einige Längen bei diesem Buch einen Stern von den perfekten Fünf abziehen, hier ist für den nächsten Fall noch ein bisschen Luft nach oben.   

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    Asbeahs avatar
    Asbeahvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Der Zeit entsprechend betulicher, atmosphärischer Wohlfühlkrimi
    Atmosphärisch, beschaulich, stimmig

    Betulicher, stimmiger Wohlfühl-Krimi: London 1851 - Laetitia Rodd ist eine Witwe mittleren Alters. Ihr Bruder Fred ein Rechtsanwalt und Strafverteidiger. Da Letty nicht als arme Verwandte bei ihrem Bruder einziehen möchte, verdient sie sich ein mageres Einkommen mit diskreten Ermittlungen im Auftrag ihres Bruders. Dieser erhielt den Auftrag, den Ruf einer gewissen Dame zu durchleuchten. Ein leichterFall für Letty, doch dann geschehen einige Morde….

    Die Charaktere sind gut und gefühlvoll ausgearbeitet, die Persönlichkeiten sehr verschieden. Besonders Laetitias Bruder Fred ist eine interessante Figur mit viel Humor und einer Lockerheit, die ihm als (vermeintlich trockenem) Anwalt irgendwie auf witzige Art widerspricht. Laetitia selbst ist eine Frau ihrer Zeit, gefangen in Konventionen, doch sie hat in ihrem Leben schon so manches gesehen und erlebt, so dass sie nicht weiter schockiert ist über die Dinge, die sie herausfindet. Ihr Mitgefühl für die Betroffenen und “Gefallenen” kommt von Herzen, und das macht sie als Person glaubhaft.

    Die Handlung findet zu Zeiten Queen Victorias statt, entsprechend hoch sind die Erwartungen an untadeliges gesellschaftliches Verhalten, christliche Werte und Moralvorstellungen. Was Frauen in dieser recht  fortschrittlichen Zeit noch zu erdulden hatten, wird sehr anschaulich dargestellt. Der Kriminalfall ist nur ein Aspekt dieses atmosphärischen Romans.

    Fazit: Hat alles was ein Buch braucht, liebenswerte Figuren, eine komplexe und abwechslungsreiche Handlung, interessante Wendungen, Gefühl, Atmosphäre und Humor. Ich hoffe, dass es weitere Bücher mit Letty und Fred geben wird. 5 Sterne und klare Leseempfehlung!

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    Thoronriss avatar
    Thoronrisvor 9 Monaten
    Ein spannender Krimi vor historischer Kulisse

    Da ich sowohl historische Romane als auch Krimis liebe, war es natürlich schon beinahe eine Pflicht für mich, den Auftakt dieser spannende neuen Reihe von Kate Saunders zu lesen. Insbesondere das England des 18. und 19. Jahrhunderts hat es mir angetan, so dass ein Kriminalroman, der im Jahr 1850 spielt, genau meinen Neigungen entspricht. Ebenfalls vielversprechend war für mich, dass die Ermittlerfigur eine Dame in älteren Jahren ist, ähnlich wie es bei der berühmten Miss Marple der Fall ist.


    Ein sehr verwickelter Mordfall

    Als Krimi funktioniert dieses Buch tatsächlich wunderbar. Wir bekommen einen Fall präsentiert, der zunächst harmlos erscheint, sich dann jedoch zu einem echten Mordfall auswächst. Die Spuren werden geschickt gelegt und nicht alleine von der Hauptperson, Mrs. Rodd, gelöst, sondern in Zusammenarbeit mehrere Figuren. Da es sich um den ersten Band einer Reihe handelt, gehe ich davon aus, dass wir mehrere dieser Figuren wiedersehen werden. Auf Wishtide Manor gibt es in der Tat diverse Geheimnisse zu entdecken, die Verstrickungen der Familie werden auf interessante Weise erst zu einem Knäuel verwoben und dann Strang für Strang aufgelöst. Obwohl über weite Strecken keine actionreichen oder spannungsgeladenen Szenen auftauchen, wird doch konstant das Interesse des Lesers gehalten. Dafür ist das Ende umso spannender und wir lernen MRs. Rodd in vielen Facetten kennen.


    Mrs. Rodd und ihre Macken

    Allerdings konnte mich der Krimi nicht in allen Aspekten überzeugen. Mrs. Rodd ist eine Witwe, was über das ganze Buch hinweg mit großer Regelmäßigkeit erwähnt wird. Immer wieder erinnert sie sich an ihren lieben Matt und dass er dieses oder jenes geliebt hätte. Obwohl eine Witwe vermutlich durchaus in allen Lebenslagen an ihren verstorbenen Gatten erinnert wird, fühlte ich mich recht schnell gestört davon. Es wirkte beinahe so, als hätte Mrs. Rodd unabhängig von ihrem Ehemann keine eigenen Interessen. Andererseits ist sie eine einfühlsame Person, die immer wieder aus dem Bauch heraus entscheidet, wer gut und wer schlecht ist, wem sie böse Taten zutraut und wem nicht. Für eine ältere Dame, die wohl nicht zum ersten Mal mit Ermittlungen betraut wird, wirkt das ein wenig zu naiv – oder ist ein erzählerisch zu übertrieben positiver Charakterzug.


    Fazit:

    Der Kriminalroman „Das Geheimnis von Wishtide Manor“ von Kate Saunders ist ein spannender Auftakt zu einer neuen Reihe um die Ermittlerin Laetitia Rodd. Der Mordfall im Setting von 1850 ist eine wundervoll verwobene Geschichte um die Vergangenheit der Menschen, die sie am Ende doch wieder einholt. Der Krimi funktioniert gut, hält durchweg die Spannung und kommt zu einem überraschenden Finale. Einzig die Ermittlerfigur mit ihren Macken und Stärken konnte mich noch nicht überzeugen, doch innerhalb einer Reihe ist genug Entwicklungspotential, dass ich da ein Auge zudrücken kann. Für Fans von historischen Kriminalromanen ist dieser erste Band definitiv zu empfehlen.

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    Cellissimas avatar
    Cellissimavor 9 Monaten
    Große Erwartungen ...

    Großer Auftritt für eine unwiderstehliche Ermittlerin, die alles sieht und keinem auffällt: Laetitia Rodd ist die Frau für diskrete Ermittlungen. Sie sieht, was anderen verborgen bleibt. Man vertraut ihr, denn sie gehört dazu. Sie erfährt Geheimnisse, weil sie als Witwe in der Gesellschaft so unauffällig ist. Ihr Auftrag führt sie 1851 von London auf den Landsitz des reichen Sir James Calderstone. Sein Sohn Charles will eine junge Frau heiraten, der Sir James misstraut. Was verheimlicht sie? Laetitia soll dunkle Flecken in Helens Vergangenheit aufspüren. Doch da wird Helen ermordet, und ihr Verlobter Charles gilt als der Täter. Die Suche nach dem wahren Mörder bringt Laetitia selbst in größte Gefahr…

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    Ein Buch, das so toll klang, auf das ich mich monatelang so sehr gefreut hatte - und von dem ich ziemlich enttäuscht wurde.
    Ab und an kommt etwas Tempo und Spannung hoch, größtenteils ist dieser Krimi-Reihen-Auftakt aber unfassbar langatmig und konnte mich kein bisschen fesseln. Ich habe mich zwei Wochen lang durch die knapp 400 Seiten gekämpft - normalerweise verschlinge ich diese Seitenzahl innerhalb eines Tages. Hier jedoch kam es immer wieder zu auch längeren Lesepausen, hatte ich keine rechte Lust auf´s Weiterlesen.
    Zudem erscheint die Wortwahl mitunter allzu modern und nicht passend und authentisch.
    Einzig durch die Atmosphäre kann dieses Werk noch etwas bestechen.
    Unter´m Strich blieb "Das Geheimnis von Wishtide Manor" aber leider deutlich hinter den Erwartungen zurück und hinterlässt mich enttäuscht, genervt - und froh, endlich am Ende angelangt zu sein.
    Ich werde diese Reihe vermutlich nicht weiter verfolgen ... es gibt eindeutig bessere viktorianische Krimis und Reihen!

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    Archers avatar
    Archervor 9 Monaten
    Der Fall der netten Dame

    Wir schreiben das Jahr 1850, England. Laetitia Rodd ist ungefähr genauso alt wie das Jahrzehnt und seit zwei Jahren verwitwet. Weil es Frauen zu dieser Zeit noch schwerer haben, finanziell und auch allgemein gesehen, als jetzt, lebt sie mit einer netten älteren Dame zusammen und erledigt ab und zu diskrete Nachforschungen für ihren Bruder, der Anwalt ist. Niemand sieht der Mrs Rodd an, dass sie schnüffeln soll, schließlich ist sie gebildet und zurückhaltend. Aus diesem Grund kommt eines Tages ein reicher Adliger auf sie zu. Er möchte, dass sie Nachforschungen zu der Verlobten seines Sohnes anstellt, denn er hält sie für nicht standesgemäß. Das ist allerdings bald sein geringstes Problem, denn betreffende Dame wird ermordet und sein Sohn steht unter Mordverdacht und möglicherweise bald unter dem Galgen. Letzte Chance: die diskrete Mrs Rodd.

    Eigentlich finde ich die Zeit und Lebensumstände extrem spannend, und in dieser Hinsicht gibt's auch nichts zu bemängeln. Für mich klangen einige Worte zu modern, zum Beispiel Gerichtsmediziner oder Omnibus. Ein kurzer Blick in diverse Suchmaschinen offenbarte jedoch, dass betreffende Bezeichnungen vielleicht nicht unbedingt verwendet wurden, diese Dinge jedoch existierten, also gibt's da keinen Abzug. Das Problem, so man es denn nennen möchte, war für mich, dass alles irgendwie ... nett war. Mrs Rodd sowieso, der nette Sohn des Adligen, der nette Bruder, die nette Vermieterin, der nette Pastor. Die Schurken waren einfach schurkisch. Ein bisschen Grau in das Schwarz/Weiß brachte der Inspector, aber auch der entpuppte sich schnell als doch nicht so kantig wie erwartet. So bleibt hier einfach nur eine nette Geschichte mit einer netten Dame, aber wirklich Spannung oder auch nur mehr als mildes Interesse kamen bei mir nicht auf.

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    mareike91s avatar
    mareike91vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Atmosphärischer Krimi, leider mit kleinen Längen, aber trotzdem spannend und angenehm zu lesen
    Die schöne Helena

    Inhalt:
    Laetitia Rodd hat schon mehrfach bewiesen, dass sie einen guten Spürsinn besitzt. Gerade bei Ermittlungen, die so diskret wie nur möglich bleiben sollen. Dieses Mal wird sie von Sir James Calderstone beauftragt, die Liebe seines Sohnes Charles zu überprüfen. Er misstrauisch Helena und ist mit einer Heirat der beiden nicht einverstanden. Laetitia macht sich an die Arbeit. Doch nur wenige Zeit später ist Helen tot - brutal ermordet. Und Charles steht unter Verdacht. Kann Laetitia seine Unschuld beweisen? 

    Meine Meinung:
    "Das Geheimnis von Wishtide Manor" ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe rund um die sympathische Witwe Laetitia Rodd. Sie hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass sie eine fähige Ermittlerin ist und sehr diskret im Umgang mit sensiblen Themen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch mit ihrer sehr umgänglichen und freundlichen Art.

    Die Geschichte spielt in London in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die sehr authentischen Beschreibungen des damaligen Lebens, der Gesellschaft und der Stadt sorgen für einen viktorianischen Flair.

    Die Ermittlungen sind spannend, dennoch gibt es zwischenzeitliche Längen. An der einen oder anderen Stelle hätte ein wenig mehr Tempo gut getan und sicherlich für noch mehr Spannung sorgen können. Dennoch - es gibt einige ungeahnten Wendungen und zum Ende hin wird es dann doch noch sehr actionreich und spannend. Ein gelungener Schluss, der versöhnlich stimmt.

    Fazit:
    Spannender Krimi mit einer sympathischen Ermittlerin und authentischen Beschreibungen Londons im Jahre 1951.

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    Yolandes avatar
    Yolandevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Mittelmäßiger Krimi mit altjüngferlichem Charme
    Geht so

    Kate Saunders wurde am 4. Mai 1960 in London geboren. Sie schreibt Romane und Kinderbücher, die der fantastischen Literatur zuzuordnen sind. "Das Geheimnis von Wishtide Manor" ist ihr erster Krimi.


    Inhalt (Klappentext):
    Laetitia Rodd gehört als Witwe eines Kirchenwürdenträgers zur guten Gesellschaft. Über ihren Bruder Fred, einen erfolgreichen Londoner Anwalt, erhält sie inoffiziell Aufträge. Immer geht es um gefährliche Geheimnisse, die auch geheim bleiben sollen. Ihr erster Fall führt sie 1850 von London nach Wishtide Manor, den Landsitz des schwerreichen Sir James Calderstone. Sein Sohn Charles hat sich verlobt, aber Sir James misstraut der jungen Frau, Helen Orme, die er für eine Mitgiftjägerin hält. Er hat anonyme Briefe erhalten, die Helen als Hure bezeichnen und ihm mit Skandal drohen. Die Stimmung in Wishtide Manor ist angespannt. Auftragsgemäß forscht Laetitia nach dunklen Flecken in Helens Vergangenheit. Helen ist Witwe, die Ehe mit einem Mr. Orme wurde in Italien geschlossen und dauerte nur ein paar Monate. Laetitia spürt, dass Helen tatsächlich ein Geheimnis hütet. Überraschend will Helen die Verlobung mit Charles lösen, was dieser leidenschaftlich zurückweist. Es kommt zum Streit. Und dann geschieht ein Mord, der alle zutiefst schockiert....


    Das Buch liest sich leicht und schnell. Die Handlung ist glaubwürdig und nicht allzu kompliziert, allerdings wirkt die ganze Geschichte auf mich etwas altjüngferlich. Vielleicht liegt es an der Erzählperspektive. Die Ermittlerin, eine fünfzigjährige Pastorenwitwe, erzählt den Fall in einer Rückschau und auch wenn sie damit in eine Männerdomäne eindringt und sich auch in brenzligen Situationen furchtlos verhält, wirkt sie auf mich altbacken und unmodern. Schade, ich hatte mir ein bisschen mehr den Witz und Charme einer neuen Miss Marple erhofft. 


    Fazit: Ein mäßig spannender Krimi, mit einer altmodischen Ermittlerin, der sich aber schnell lesen lässt. 

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    SusanDs avatar
    SusanDvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: wunderbarer Krimi im viktorianischen England
    Wunderbarer viktorianischer Krimi

    Kate Saunders ist bereits mehrfach ausgezeichnete Autorin zahlreicher Romane und Kinderbücher und nun widmet sie ihre brillante Erzählkunst dem viktorianischen Krimi:

    „Das Geheimnis von Wishtide Manor“ ist der erste kriminalistische Roman um die achtbare Londoner Pastorenwitwe Laetitia Rodd, die für ihren Bruder, der als Anwalt tätig ist und zu dem sie eine wundervolle Beziehung hat, ihre Nase dezent in fremde Angelegenheiten steckt.

    Als der Sohn des reichen Sir James Calderstone eine nicht standesgemäße Ehe eingehen will, heuert Laetitia als Gouvernante auf seinem Landsitz an und nimmt Ermittlungen zur Vergangenheit der geheimnisvollen Mrs. Helen Orme auf. Schon bald sieht sie sich mit einer Reihe an brutalen Mordfällen konfrontiert, in denen sie eine interessante Verbindung entdeckt - und sieht sich unverhofft in der Verteidigung des jungen Charles Calderstone involviert.

    Kate Saunders fängt das viktorianische London und das Gesellschaftsleben um 1851 authentisch und glaubwürdig ein, so dass der Leser in die Story und die örtlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten mühelos eintauchen kann. Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet, so dass eine harmonische Erzählung entsteht.

    Die Krimihandlung wird dabei niemals langweilig, sondern ist mit vielen Beteiligten und prallem Leben gefüllt, und es ist der Erzählkunst der Autorin hoch anzurechnen, dass die zahlreichen verschiedenen Charaktere und die immer neu auftauchenden Puzzleteilchen zu einem schlüssigen Ganzem verwebt werden mit einer absolut runden und befriedigenden Falllösung.

    Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus für Liebhaber viktorianischer Krimis und solche, die es werden wollen – und ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Ermittlungen der Laetitia Rodd.

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    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Überzeugende Auftakt einer neuen Krimireihe. Für Fans von toll erzählten, spannenden, historischen Krimis mit viel britischem Flair.
    Wer ist Helen Orme?!

    London 1850: Letty (Laetitia Rodd) ist Mitte 50, verwitwet und kinderlos. Ihr Bruder Frederick ist ein berühmter Prozessanwalt und wenn er Hilfe braucht, unterstützt sie ihn nur zu gern bei seinen Nachforschungen – außerdem sichert sie sich so ihr Einkommen. Als ehemalige Pfarrersgattin ist sie sehr einfühlend und weiß genau, wie sie die Leute zum Reden bringen kann.

    Diese Fähigkeit hilft ihr auch bei ihrem aktuellen Fall. Charles, der Sohn des Politikers Lord Calderstone, will eine unstandesgemäße Frau heiraten – Helen Orme verbirgt etwas, meint der Lord. Und er hat Recht: Bald kommt es auf dem Familiensitz Wishtide Manor zu mehreren Mordfällen, die irgendwie zusammenhängen müssen, da ist sich Letty sicher. Als ausgerechnet Charles als Täter verhaftet wird, muss sie alle Register ziehen, um den Fall zu lösen und gerät dabei selbst in Gefahr.

     

    „Das Geheimnis von Wishtide Manor“ ist herrlich altmodische Brit-Crime. Die Sprache ist manchmal etwas gestelzt, aber genau das macht ihren Charme aus.

    Durch geschickte Rückblicke und Erinnerungen hat man das Gefühl, Letty schon lange zu kennen und durch ihr Leben begleitet zu haben. Bei ihren biherigen Ermittlungen hatte sie schon oft mit Inspektor Blackbeard von Scottland Yard zu tun. Auch in diesem Fall ist er auf der Gegenseite. Die beiden mögen sich nicht, aber sie respektieren sich und wer weiß, vielleicht wird ja doch noch mal mehr daraus? Schließlich ist auch er verwitwet ...

     

    Letty ist sehr intelligent und wissbegierig, dabei aber immer verschwiegen und auf Diskretion bedacht. Außerdem ist sie eine gute Beobachterin und hat ein untrügliches Bauchgefühl. Ihre Tarnung als unauffällige, sympathische, ältere Dame von nebenan ist perfekt für ihre Nachforschungen.

    In Wishtide Manor schaut sie schnell hinter die Fassade der heilen Familienwelt und es tun sich Abgründe auf. Nicht nur Helen Orme, auch Lord und Lady Calderstone hüten gefährliche Geheimnisse, die Geschehnisse überschlagen sich bald.

     

    Im Gegensatz zu Letty habe ich den großen Plan hinter allem nicht so schnell durchschaut. Geschickt werden dem Leser immer wieder neue Spuren und Hinweise serviert, trotzdem bleibt es bis zum Schluss spannend.

     

    Das Buch ist sehr atmosphärisch. Die verschieden Gesellschaftsschichten und deren Lebensumstände fließen unauffällig in die Handlung ein und machen es angenehm kurzweilig und abwechslungsreich. Es erinnert stark an Charles Dickens „David Copperfield“ und das hat die Autorin auch bezweckt, erzählt sie im Nachwort.

     

    „Das Geheimnis von Wishtide Manor“ ist der überzeugende Auftakt einer neuen Krimireihe um die sympathische Ermittlerin Laetitia Rodd und macht neugierig auf die Folgebände.

    Mein Tipp für alle Fans von toll erzählten, spannenden, historischen Krimis mit viel britischem Flair.

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