Kate Scott

 3 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor von Counting to D.

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Counting to D

Counting to D

 (1)
Erschienen am 28.01.2014

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Rezension zu "Counting to D" von Kate Scott

Mathegenie mit Dyslexie
Deenglavor 4 Jahren

Kurzmeinung

Ein Jugendbuch, dessen Protagonistin Dyslexie hat. Tolle Hauptfigur, viele Einblicke in die Schwierigkeiten in Schule und Alltag - aber es verschenkt auch Potenzial. Gute 3 1/2 Sterne.

Inhalt

Die 15-jährige Sam muss San Diego und ihre zwei besten Freundinnen verlassen. Ihre Mutter, die seit über einem Jahr arbeitslos war, hat endlich wieder eine Stelle als Architektin gefunden - nur leider in Oregon. Sam hat besonders Angst vor der neuen Schule, da sie Schwierigkeiten hat Freunde zu finden - und weil sie nicht möchte, dass jeder weiß, dass sie ein Mathegenie ist, aber wegen ihrer Dyslexie nicht richtig schreiben und lesen kann.

In Oregon angekommen, wird sie gleich als "Baby Brain" identifiziert, da sie die meisten ihrer Kurse mit Schülern der Abschlussklasse besucht. Und so freundet sie sich mit den Nerds an, versucht aber gleichzeitig, ihre Lernschwäche geheim zu halten.

Meine ausführlichere Meinung

Die großen Stärken dieses Buches waren für mich eindeutig die Protagonistin Sam, die man einfach nur ins Herz schließen muss, sowie die Beschreibung der Probleme, denen jemand mit Dyslexie begegnet und wie es sich für denjenigen anfühlt, nicht richtig lesen und schreiben zu können. Im Nachwort erfuhr ich dann, dass die Autorin selbst unter Dyslexie leidet und viele ihrer eigenen Erfahrungen im Buch eingebracht hat. In dieser Hinsicht habe ich also wirklich viel lernen und einigermaßen mitfühlen können, wie es sein muss, wenn Buchstaben einfach keinen Sinn ergeben, egal, was man auch versucht.

Auch ansonsten waren viele gute Ansätze vorhanden: da wäre zum Beispiel Sams Vater, der ihre Mutter und sie vor vielen Jahren verlassen hat. Besonders toll fand ich auch das liebevolle Verhältnis zu ihrer Mutter, mit der sie über alles reden kann.

Ansonsten ist die Geschichte aber leider etwas seicht. Sam verliebt sich in einen der Nerds und die Liebesbeziehung ist zwar recht süß und auch einigermaßen realistisch, aber wirklich viel Gefühl habe ich beim Lesen nicht gespürt. Irgendwie plätschert alles so vor sich hin und es gibt keinen besonderen Höhepunkt. Auch das Ende bleibt recht offen. Die Nebencharaktere (abgesehen von Kaitlin) wurden mir dann auch ein bisschen zu sehr auf Klischees reduziert: der Hacker/Programmierer mit schlechter Hygiene, der leicht dümmliche (wenn auch mal wenigstens nette) Sportler Eli etc.

Fazit

Wer mal realistische und tiefergehende Einblicke haben möchte, wie jemand mit Dyslexie lebt bzw. welche Strategien es gibt, damit umzugehen, liegt hier goldrichtig. Die Autorin Kate Scott leidet selbst unter dieser Lernschwäche und hat viele ihrer eigenen Erfahrungen mit einbringen können. Ansonsten ist es eine süße Lektüre über ein junges Mädchen, das neue Freunde und die erste Liebe findet, aber leider bleibt der Rest der Geschichte ohne besonderen Höhepunkte und wäre ohne den Dyslexie-Aspekt zumindest für mich nicht lesenswert gewesen.

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