Der Verdacht des Mr Whicher

von Kate Summerscale 
3,1 Sterne bei26 Bewertungen
Der Verdacht des Mr Whicher
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Frau-Aragorns avatar

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Inhaltsangabe zu "Der Verdacht des Mr Whicher"

In einer Sommernacht im Jahr 1860 geschieht ein Mord in einem herrschaftlichen Landhaus in Wiltshire. Die Leiche des dreijährigen Saville wird mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Alle Hausbewohner stehen unter Schock, erst recht, als sich herausstellt, dass es einer von ihnen gewesen sein muss. Jack Whicher von Scotland Yard soll diesen Mordfall aufklären, doch was er herausfindet, versetzt die ganze Nation in Hysterie. Eine wahre Geschichte, die Generationen von Autoren wie Wilkie Collins, Charles Dickens und Arthur Conan Doyle inspirierte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783833307683
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:430 Seiten
Verlag:bloomsbury taschenbuch
Erscheinungsdatum:11.01.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr interessant!
    Ein Sachbuch über die Entwicklung englischer Kriminalliteratur

    Dieses Buch ist ein rein an realen Begebenheiten gehaltenes Sachbuch über die Entwicklung englischer Kriminalliteratur des 19. Jahrhunderts. Anhand des Beispiels eines 1860 verübten Mordes und des damaligen Ermittlers Jack Whicher verdeutlicht Autorin Kate Summerscale die Einflüsse der Realität auf die Fiktion. Tatsächlich diente die Person des Jack Whicher als Vorlage für viele Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts. 


    Das Buch ist natürlich voll gestopft mit Informationen und durch ein umfangreiches Quellenverzeichnis im rückwärtigen Teil des Buches belegt. Dennoch ist es spannend und kurzweilig geschrieben. Die Darstellungen der damaligen Verhältnisse sind sehr authentisch, die Abläufe sehr gut strukturiert und geordnet. 


    Ein Buch, das man jedem empfehlen kann, der sich für englische Literatur interessiert. Ich empfehle allerdings viel Zeit und gutes Licht, da die gedrungene Schreibweise und die langen, voll mit Information gestopften Sätze, die zusätzlich auch fast bewusstseinsstromartig von Thema zu Thema gleiten, das Lesen zu einer Herausforderung mit höchster Konzentration macht. 
    Wer es allerdings schaffe sich durchzubeißen, wird mit viel Hintergrundwissen belohnt. 

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    JoBerlins avatar
    JoBerlinvor 4 Jahren
    Der Mord von Road Hill House

    Mehr Sachbuch als viktorianischer Krimi - aber sehr gut. Kate Summerscale zeigt anhand eines historischen Mordfalls die Entstehung der kriminalistischen Ermittlung mit einer eigenständigen Polizei in England Mitte des 19. Jahrhunderts und belegt außerdem Einflüsse des "Mord von Road Hill" auf namhafte Autoren wie Wilkie Collins, Charles Dickens, Mary Elizabeth Braddon, Conan Doyle.

    Kommentare: 2
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    Luca-Seraphins avatar
    Luca-Seraphinvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Verdacht des Mr. Whicher"

    1860 geschieht in Road/ Wiltshire ein grausamer Kindsmord. Der dreijährige Francis Saville Kent wird in der Nacht vom 29.06. auf den 30.06. getötet. Die vereinten Kräfte aus Sommerset-/ Wiltshire bringen  - Dank des unfähigen Superintendant Foley recht wenig Ergebnisse. Mitte Juli wird der Fall einigen der fähigsten Scottland Yard-Beamten - Inspector Jonerthan (Jack) Whicher zusammen mit seinem Kollegen Frederic Adolphus (Dolly) Williamson - übertragen. Whicher kommt dem Mörder binnen allerkürzester Zeit auf die Spur. Allerdings findet er nicht ausreichend stichhaltige Beweise. Sein anfänglicher Aufschwung in diesem Fall ist der Beginn seines Untergangs bei Scottland Yard.


    Faszinierend an dem Buch ist die detaillierte Darstellung aller Fakten. Allein die Recherche und der Übertrag muss endlos viel Zeit in Anspruch genommen haben. Kate Summerscale beweist darin, wie genau sie gearbeitet hat. Allerdings ermüdet das Buch in den Passagen, die sich auf die Werke der großen Kriminalautoren beziehen. Wilkie Collins, Charles Dickens, Arthur Conan Doyle, etc. werden oft passagen-/ seitenweise zitiert, insbesondere da sie sich Whicher und den Fall in vielerlei Hinsicht zum Vorbild genommen haben.
    Das Buch charakterisiert allerdings hervorragend die Personen aus dem Kent-Haushalt, insbesondere die Geschwister Constance und William Kent.


    Es ist ein sehr solides Buch.

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Verdacht des Mr Whicher" von Kate Summerscale

    '[...] denn wenn er unschuldig war, was um alles auf der Welt war dann ich?'

    Inhalt:
    Im Jahre 1860 wird in einem englischen Landhaus ein Kind ermordet: der 3-jährige Saville wird mit durchgeschnittener Kehle im Abort gefunden. Bald ist klar: der Mörder ist nicht eingebrochen, vielmehr deutet alles darauf hin, dass es sich um einen Bewohner des Hauses handeln muss. Beinahe jedes Mitglied des Haushaltes steht somit unter Verdacht, und Detective Inspector Jonathan Whicher hat alle Hände voll zu tun, um den Fall aufklären zu können.

    'Der Verdacht des Mr Whicher oder Der Mord von Road Hill House' erzählt die wahre Geschichte des Mordes an Saville Kent und berichtet damit von der Aufklärung eines brutalen Mordes, der Generationen von Autoren inspiriert hat.

    Mein Eindruck:
    'Der Verdacht des Mr Whicher oder Der Mord von Road Hill House' liest sich wie ein Landhauskrimi und ist dabei noch viel mehr, denn mit den zahlreichen Quellenangaben, den Abbildungen vom Haus und von den Personen sowie den Skizzen des Anwesens handelt es sich gleichzeitig um ein Sachbuch, das die Ereignisse vor 150 Jahren detailliert und authentisch beleuchtet. Dies sorgt dafür, dass man sich sehr schnell in die Geschichte einfinden kann, dass alles sehr realistisch wirkt und dass man sich als Leser oft ins viktorianische England versetzt fühlt. Allerdings empfand ich die Schilderungen bisweilen als zu ausführlich, weitschweifig und langatmig, so dass ich stellenweise quer gelesen habe.

    Mein Resümee:
    Spannend und unheimlich, jedoch mit kleineren Schwächen.

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    mekmotions avatar
    mekmotionvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Verdacht des Mr Whicher" von Kate Summerscale

    Rezension bezieht sich auf: Der Verdacht des Mr. Whicher: oder Der Mord von Road Hill House (Taschenbuch Ausgabe/Leseexemplar)

    Das Buch fasziniert zu Beginn durch die nicht so übliche Verquickung von Tatsachen, kriminalgeschichtlicher Entwicklung der Polizeiarbeit in der Viktorianischen Epoche, Detailtreue und Aufbau des Spannungsbogens. Spätestens nach der der Hälfte der Strecke wird das ermüdend und die vielen Fussnoten erinnern an eine wissenschaftliche Arbeit. Die menschlichen Schicksale kommen zu kurz und der Fortlauf der Geschichte, nachdem klar ist,wer der Täter ist, zieht sich ungebührlich in die Länge. Allerdings hat es eben dadurch auch seine Faszination und im Vergleich mit den Möglichkeiten der heutigen Kriminalistik, ist es bewundernswert zu lesen, wie trotz verwischter Spuren und Widerstände, der Kommissar die richtigen Schlüsse zieht.

    Empfehlenswert: bedingt. Der Leser muss Details mögen und darf keinen Kriminalroman erwarten.

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    bibliomaniacs avatar
    bibliomaniacvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Verdacht des Mr Whicher" von Kate Summerscale

    Der Verdacht des Mr. Whicher oder der Mord von Road Hill House erzählt die wahre Geschichte über die Aufklärung eines brutalen Kindermordes durch Jack Whicher, den bekanntesten Detektiv des 19. Jahrhunderts.Dieser Mordfall löste eine nationale Hysterie aus und inspirierte Generationen von Autoren wie Wilkie Collins, Charles Dickens und Arthur Conan Doyle.Dieses Buch ist recht ausführlich, im Innern des Buches findet man Skizzen von Road Hill House und dessen Grundriss, Photos von der Familie Kent, Fußnoten, Anmerkungen und den Stammbaum der Familie Kent, sowie eine Aufzeichnung aller Personen die in diesem Buch bekannt werden. Das Buch setzt sich aus den Berichten der Polizei und Zeitungsartikeln von jeder englischen Zeitung zusammen und hauptsächlich natürlich den Berichten und Anmerkungen des Mr. Whicher.Leider ist das Buch am Anfang ziemlich langatmig, da die ganze Entstehungsgeschichte der Polizei erzählt wird, und wer wieviel verdient. Wer glaubt er habe hier einen spannungsgeladenen Roman vor sich, der ist mit Sicherheit enttäuscht wenn er dieses Buch liest, denn es ist eine Erzählung über einen grausamen Kindermord der 1860 geschehen ist, und sich, wie schon gesagt aus Polizei und Zeitungsberichten zusammensetzt. Das Buch war für mich eigentlich ziemlich schwer zu lesen weil man immer hin und her blättern musste um die Anmerkungen zu lesen, ich habe das hinterher gelassen und die Anmerkungen nicht mehr gelesen, denn die gab es in fast jedem Satz. Insgesamt eine traurige wahre Geschichte die das England der 1860er Jahre erschütterte und großen Schriftstellern als Vorlage diente.

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    lokoschades avatar
    lokoschadevor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Verdacht des Mr Whicher" von Kate Summerscale

    Es handelt sich hier um ein Sachbuch, welches die Leute von Scotland Yard in ihren Anfängen zeigt, als es noch keine DNA, Handys und dergleichen gab.
    Sehr interessant

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    Ein LovelyBooks-Nutzer
    C
    Cat83vor 5 Monaten
    K
    Kisuvor einem Jahr

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