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Insi

vor 1 Jahr

(3)

Der Schreibstil:

Kate Sunday hat einen sehr flüssigen, angenehmen Schreibstil. Sie zieht den Leser in die Geschichte rein und zeigt auch viele kleine Details, die ihre Geschichte lebendig machen. Dabei schreibt sie aber auch humorvoll - ich musste das ein oder andere mal ziemlich grinsen.

Mein Lieblingszitat steht gleich am Anfang;
Ausgerechnet mit dieser Kuh, die ihre Kurven in billiges Elastan zwängte und sich mit Glitzerschmuck behängte wie ein bescheuerter Weihnachtsbaum.

Die Charaktere:

Penny wurde im ersten Teil schon kurz vorgestellt und spielt hier nun die Hauptrolle. Sie ist eine sehr starke aber distanzierte Frau. Ihre Selbstständigkeit ist ihr sehr wichtig, gepaart mit ihrem Dickkopf eckt sie da durchaus das ein oder andere mal an.
An manchen Stellen war sie mir etwas zu hart oder zu sprunghaft - trotzdem konnte ich ihr Verhalten großteils nachvollziehen und mich in sie hineinversetzen.

Zu Finn habe ich ein etwas zwiespaltiges Verhältnis, aber das liegt mehr daran, wie seine Figur konzipiert ist. Männer, die sich auf Frauen einlassen, weil sie davon ausgehen, dass sie ihnen emotional nicht zu gefährlich werden finde ich eben doof. Aber von denen gibt es eben genug.
Seine Schwärmerei für Penny kommt sehr gut rüber, wie ich finde. Auch sonst wird sein Verhalten sehr gut erklärt.

Die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet. Für meinen Geschmack füllen sie aber ihre Rolle in der Geschichte manchmal zu gut aus. Da ist es mir einfach ein Tick zuviel Eifersucht bei McKenna oder zuviel Kälte bei Emilia.

Michelle, zu Beginn der Geschichte Finns Freundin, tut mir wirklich leid. Ihr Innenleben und ihre Gedanken finde ich sehr gut dargestellt.

Auch über das Wiedersehen mit alten Bekannten, wie Hannah und Tayanita habe ich mich sehr gefreut. Ich fand es gut, dass diese liebgewonnenen Figuren auch wieder einen Beitrag zur Geschichte lieferten.

Die Story:

Die Story an sich ist sehr rund, es gibt keine Ungereimtheiten oder ähnliches. Mir fehlte an manchen Stellen aber ein bisschen die Spannung. Gerade in der Mitte zog es sich an manchen Stellen ein wenig, da einiges doch sehr vorhersehbar ist.
Aufgrund des Klappentextes wartete ich darauf, dass sich die angekündigten dramatischen Ereignisse ankündigen und auch eintreten. Das Geschieht aber so wirklich erst im letzten Teil des Buches. Dieser Teil hätte für mich gerne ein bisschen länger sein dürfen.

Das hin und her zwischen Penny und Finn ist zwar auf jeden Fall unterhaltsam und spannend, aber ich bin einfach überzeugt, dass man aus dem Schluss noch mehr hätte machen können. Der ist doch sehr abrupt, wird aber durch den Epilog abgeschwächt, der noch offene Fragen klärt.
Trotzdem, ich hätte gerne noch miterlebt, wie beide Schlussendlich ihre Probleme und Unstimmigkeiten aus dem Weg räumen. Oder wie Finn mit Pennys Geheimnis umgeht.

Mein Fazit:

Das Buch besticht in meinen Augen vor allem durch den tollen Schreibstil. Story und Figuren sind gut ausgearbeitet, halten aber nur wenig Überraschungen bereit.
Bei einem Liebesroman stört mich das nicht unbedingt, mir hat Penelopes Geheimnis wieder gut gefallen und ich bin schon gespannt, wer im nächsten Teil im Mittelpunkt steht.

Autor: Kate Sunday
Buch: Im Schatten der Appalachen - Penelopes Geheimnis
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