Kate de Goldi

 3.8 Sterne bei 140 Bewertungen
Autorin von abends um 10, Die Anarchie der Buchstaben und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kate de Goldi

Kate de Goldi wurde 1959 in Christchurch, Neuseeland geboren. Sie gewann mit ihren Büchern unter anderem den »New Zealand Post Book of the Year Award« 2005 und 2009. »Abends um zehn« ist nach einer langen Reihe an bereits veröffentlichten Büchern und Kurzgeschichten das erste, welches auf deutsch erschien. Heute lebt sie am Meer in Wellington, Neuseeland.

Alle Bücher von Kate de Goldi

Cover des Buches abends um 10 (ISBN:9783551311771)

abends um 10

 (76)
Erschienen am 24.04.2012
Cover des Buches Die Anarchie der Buchstaben (ISBN:9783551560032)

Die Anarchie der Buchstaben

 (47)
Erschienen am 21.10.2014
Cover des Buches Barney Kettles bewegte Bilder (ISBN:9783551560322)

Barney Kettles bewegte Bilder

 (16)
Erschienen am 24.03.2017
Cover des Buches abends um 10 (ISBN:9783867420877)

abends um 10

 (7)
Erschienen am 22.02.2011

Neue Rezensionen zu Kate de Goldi

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Rezension zu "Die Anarchie der Buchstaben" von Kate de Goldi

Tolles Buch!
Brigitte_Wallingervor einem Jahr

Perrys Leben wird von ihren berufstätigen Eltern streng getaktet: vormittags Schule, nachmittags Malklasse, Klavierstunden, Klarinettengruppe, Musik- und Bewegungskurs und Förderunterricht. Samstags besuchen die Neunjährige und ihr Vater dessen demente Mutter Honora Lee im Altersheim – für ganze 40 Minuten. Sonntags geht die Familie zum Brunch ins „The Café“: Familienzeit. Doch plötzlich zerrt sich Brita von „Musik und Bewegung“ den Rücken, und der Kurs wird abgesagt. Was tun? Wohin soll das Kind nun am Donnerstagnachmittag geschickt werden? Perry schlägt vor, Oma Honora zu besuchen, und mangels Alternativen erlauben es ihr die Eltern widerwillig. Das Kind entwickelt eine wunderbare Liebe zur Oma, obwohl die alte Dame oft nicht einmal weiß, wer dieses Mädchen überhaupt ist und warum es einen Jungennamen trägt. Aber Perry verschreckt das schrullige Verhalten der Großmutter (und der anderen HeimbewohnerInnen) nicht. Ganz im Gegenteil: sie liebt die Zeit im Altersheim und beschließt, ein Abc-Buch darüber zu schreiben. Nur dass alphabetisches Vorgehen für senile Senioren schwierig ist und am Ende eher ein Acb- bzw. Bca-Buch dabei herauskommt. Aber diese Anarchie der Buchstaben (und die der Altenheimleute) ist für das eingeteilten Kind wie Balsam auf Wüstenhaut.

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Rezension zu "Die Anarchie der Buchstaben" von Kate de Goldi

Rezension in Buchstaben
Nessicaxoxovor einem Jahr


A  - Am Anfang war es nur eine kleine Story.
B  - Bis es zu etwas wurde das man verstehen und schätzen lernen musste.
C  - Chaos der Buchstaben, denn irgendwie ist es das, ein reines Chaos und gleichzeitig total logisch, sinnvoll und geordnet. Wenn da nicht unser Sonderling Perry wäre.
D  - Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht ein Abc-Buch über ihre Besuche im Santa Lucia bei ihrer Oma zu gestalten. Und sie erlebt viel Dinge, davon sind die wenigsten normal. Aber was ist schon normal, wenn man solche Eltern hat.
E  - Eltern, die wert auf auftreten, Aussprache und Worte legen, Eltern, die sehr einschüchternde Berufe haben und dazwischen Perry, die gar nicht recht ins Bild passen wollte mit all ihren Besonderheiten. Und trotzdem fügte sie sich in das Buchstaben-Chaos um sie herum perfekt ein.
F  - Für mich ist dieses Buch ein kleiner Schatz, den ich behüten muss, ein kleines Büchlein, dass vielleicht nicht mir einer mega Story aufwarten kann aber dafür mit Charme, Witz und Herzenswärme.
G  - Ganz anders als gewöhnlich, sind schon zwei Worte mit G, und die ganze Zeit war ich aufgeregt, welche Wörter Perry wohl als nächstes aufstöbern würde, ich bin diesen kleinen aber schönen Weg mit ihr gegangen und fand sie durch ihr Wesen super süß, denn sie ist besonders.
H  - Hat das ganze etwas in mir ausgelöst? Das hat es. Ich hatte nämlich eine tolle Unterhaltung, natürlich steckte mehr hinter all dem, denn dieses kleine Mädchen lässt sich in keine Norm pressen und das liest man diesem Buch auch an. Selbst wenn es ihre Eltern versuchen indem sie das Kind beschäftigen um keine Anstrengungen zu haben, ist sie immer noch ein kleiner Sonderling. Aber auf eine, wie ich fand charmante Art und Weise.
I  - Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die kleine Perry ein sehr ehrgeiziges Kind ist, das zwar nicht wie andere und doch genauso ist aber als es um ihr Abc-Buch ging wurde sie zwei Köpfe größer. Ich empfand das alles als unterhaltsam, aber auch sehr einprägend, denn mir hat es vermittelt, dass es völlig okay und gut ist nicht in eine Norm zu passen, sich abzuheben, anders zu sein. Das es für jeden auf der Welt einen Platz gibt.
J  - Jeder der dieses Buch liest wird sicher etwas anderes dabei fühlen, ich konnte zwar Abstand zu der Geschichte halten und war mehr der stille Zuschauer als mittendrin, doch hat mich Perry auch oft an die Hand genommen und mitgerissen. Es war so ein hin und her zwischen am Rand beobachten und mitten drin, wenn ich auch öfter am Rand stand. Es war völlig gut so, denn ich habe das Geschehen versucht zu interpretieren und dann zog es mich doch einfach zu sich. Ich konnte mich also durch den Sog dieser kleinen Geschichte gar nicht wirklich wiedersetzen. Dabei wollte ich es gerne von außen betrachten. ;Mich über die alten Leute amüsieren, die einfach herrlich witzige Dinge gesagt haben, urkomisch beschrieben waren.
K  - Konnte ich aber nicht. Auf der einen Seite ist es natürlich einfach so: witzig. Doch im scharfen Kontrast dazu steht natürlich, dass es sich um alte Menschen handelt, die teilweise nicht mehr ganz bei ihrem alten Verstand sind. Sowas ist natürlich oft sehr traurig, Angst einflößend und nicht komisch. Doch wir sollen dieses Buch nicht lesen um traurig zu werden, da bin ich mir sehr sicher.
L  -  Lieber sollen wir sie tatsächlich zum lächeln finden oder gar zum lachen. Wir sollen das was geschieht nicht auf die Goldwaage lesen, auch wenn zwischen den Zeilen Botschaften schwimmen. Wir sollen uns treiben lassen und das Chaos genießen.
- Manchmal habe ich versucht herauszufinden, was die Autorin mir sagen möchte, doch ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es keine große Nachricht hinter all dem geben muss, jedenfalls habe ich sie nicht gefunden und stattdessen selbst interpretiert, dass dieses Buch Spaß machen soll.
N  - Nicht jeder wird das lieben, es ist nämlich ganz und gar sonderbar.
O  - Oma ist meiner Meinung nach ein traurig-witziger Charakter. Einerseits sind die Gespräche, die Perry mit ihr führt zum Brüllen doch auf der anderen Seite regen sie auch zum nachdenken an. Nicht selten musste ich mich zwingen nicht darüber nachzugrübeln ob es okay ist das ganze lustig zu finden.
P  - Perry ist zum liebhaben. Ein Kind, dass ich lieben würde, wenn es vor mir stehen würde. Sie ist schlau, kreativ und sonderbar auf eine ganz normale Weise und ich fand das so gut umgesetzt diese Charakterzüge heraus zu arbeiten. Perry ist als Kind wahnsinnig authentisch gestaltet. Ich fand sie schlagfertig und hartnäckig und es gefiel mir. Sehr. Ich mochte sie und ich mochte, dass sie sich so dahinter geklemmt hat ihr Ding zu machen, ihre Oma zu sehen und all das.
Q  - Quatsch darf nämlich auch mal sein. Ich merke, wenn  ich auf diese Weise schreibe denke ich viel mehr nach, dabei möchte ich euch sagen,. lest dieses Buch freut euch über den Quatsch, der bei einigen Gesprächen heraus kommt und genießt einfach die Leichtigkeit.
R  - Reines Kinderbuch? Fand ich nicht, als Erwachsene hat es mir trotzdem gefallen, vielleicht ist das der Grund wieso ich distanzierter teilweise auf die Story blicken konnte und mehr nachdenken musste, aber dennoch fand ich es sehr schön. Ein Kind würde diese Geschichte sicher ganz ganz anders bewerten und verstehen als ich. Es würde mich total interessieren wie genau.
S  - Stellen im Buch wurden durch Bilder dargestellt, Bilder die Perry wohl gemalt haben soll. Das brachte mich dazu dieses Buch sehr genau zu betrachten, die Worte ebenso wie die Bilder, das machte es total warm und zu einem echten Erlebnis. Ich fühlte mich wie in Perrys Abc, vielleicht war ich es ja auch ?
T  - Tausend Emotionen und dann wieder keine wandern durch mich hindurch. Dieses Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung, denn es kann viel.
U  - Und es kann Leser fesseln , zumindest mich, zum nachdenken bringen, dazu bringen mit dem nachdenken aufzuhören.
V  - Verdammt, ich habe eigentlich alles gesagt, was mir auch durch den Kopf ging und es sind noch Buchstaben übrig. Ob es so auch Perry erging? Tja, vielleicht.
W  - Wenn ihr das wissen wollt müsst ihr ihre Geschichte schon selber lesen, ich kann nicht versprechen, dass ihr etwas bestimmtes davon halten werdet, aber ich kann hoffen, dass es für viele so ein kleiner Schatz ist wie für mich.
X  - Xylofone kamen in der Geschichte zwar nicht vor, dafür aber andere Instrumente, oder eins, das auch zu Perry gehört, weil ihre Eltern es für besser halten ein Kind zu beschäftigen. Meine Meinung dazu würde den Rahmen sprengen aber ich denke, dass dieses Buch abseits von jedem Klischee sein soll.
Y  - Yippie, schlicht und einfach weil ich froh bin dieses Buch gelesen zu haben und euch sagen zu können, dass es mir gefallen hat.
- Zauberei. Eine kleine Zauberei ist dieses Büchlein definitiv, ihr solltet euch selbst überzeugen.







Cover:
Wunderschön. Bei diesem Wort könnte ich es belassen, denn es sagt ja eigentlich genau aus, wie ich es finde, aber ich muss einfach noch dazu sagen, dass es nicht nur von außen einfach unglaublich ist sondern auch die Innengestaltung ist so, so hübsch und warm. Und das macht das Buch so oder so besonders.


Schreibstil:
Als erste fiel mir auch, dass Kate de Goldi sehr anders schreibt. Sie hat da ihre eigene Weise und die liegt nicht in der Norm (Wer hätte es gedacht?) Und es passt. Es ist einfach genau wie die Geschichte selbst. Als ich später erfuhr wie alt Perry ist (lest es und ratet mal) fand ich ihren Stil noch besser, denn sie war dabei unheimlich authentisch und nah, ich habe ihr abgenommen, dass sie die Geschichte aus der Sicht eines Kindes schriebt und konnte dadurch eine Bindung aufbauen.

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Rezension zu "Die Anarchie der Buchstaben" von Kate de Goldi

Ein wundervolles Buch
-nicole-vor 2 Jahren

Perry und das anarchische Alphabet…

Perry ist ein aufgewecktes und wissbegieriges Mädchen. Seit kurzem besucht sie jeden Donnerstag ihre Oma Honora im Heim Santa Lucia. Nicht immer weiß Oma, wer Perry eigentlich genau ist und findet, dass Perry ja sowieso ein Jungenname ist. Doch Perry hat ihre Oma fest ins Herz geschlossen und sich ein tolles Projekt für sie ausgedacht: Ein Abc-Buch – über alles und jeden in Santa Lucia. Doch dieses gestaltet sich schwieriger als gedacht und es wird eher ein Acb – oder auch ein Abv. Doch das anarchische Alphabet nimmt mehr und mehr Gestalt an …

„Wie war denn dein Besuch bei Oma?“, hatte Paula gefragt.
„Sie will nicht ordentlich ‚Ich sehe was, was du nichts siehst‘ spielen“, sagte Perry.
„Honora spielt es lieber unordentlich“, sagte Paula. „So kann sie leichter gewinnen.“
– Seite 40

Dieses hübsche Büchlein und ihre Hauptfigur habe ich von der ersten Seite an ins Herz geschlossen. Die Geschichte ist unheimlich schön erzählt und sehr wortgewandt. Hauptfigur ist das Mädchen Perry, das die Idee hat, ein ganz besonderes Abc-Buch für ihre Oma zu basteln. Dort finden sich viele besondere Wörter und Namen, die alle etwas mit Omas Leben und den Bewohnern vom Seniorenheim Santa Lucia zu tun haben. Nur wird das Alphabet nicht der Reihe nach durchgegangen, sonder kreuz und quer – mit ein bisschen Anarchie.

„Kannst du das Alphabet eigentlich noch in richtiger Reihenfolge aufsagen?“, fragte Perrys Vater.
„Wahrscheinlich schon“, sagte Perry. „Aber wer will das denn?“
– Seite 101

Die Handlung ist leicht zu lesen, hat eine gewisse Leichtigkeit und berührt auf eine gewisse Weise. Auch was die Hummeln mit der Geschichte zu tun haben, die überall im Buch abgebildet sind, erfährt man nach und nach.

„Ihre papiernen Flügel sahen aus wie uralte, geborstene Fensterscheiben.“ – Seite 122

Unbedingt erwähnt werden muss noch die wunderschöne Gestaltung des gesamten Buches. Es ist ein Hardcover (ohne Schutzumschlag) und hat neben einem gelungenen Cover noch viele schöne Illustrationen im Buch. Diese passen perfekt zu den jeweiligen Abschnitten.

Mein Fazit: Eine wundervolle Geschichte mit einer Hauptfigur, die man sofort ins Herz schließt. Auf nur 160 Seiten erzählt Kate de Goldi eine lockere, schöne und wortgewandte Geschichte, die den Leser von der ersten Seite an verzaubert. Mir hat die Geschichte unheimlich gut gefallen – zusammen mit den schönen Illustrationen ein gelungenes Buch. Sehr lesenswert!

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Gespräche aus der Community

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Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

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