Kate de Goldi abends um 10

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Inhaltsangabe zu „abends um 10“ von Kate de Goldi

In Frankie Parsons Leben ist alles verlässlich. Konstant. Vorhersehbar. Sogar die ständige Ergänzung seiner sowieso schon sehr langen Liste von Sorgen. Tageslauf, Wochenplan, Jahresrhythmus - nichts ändert sich. Das morgendliche Miauen der Fettkontrolle. Die schlechte Laune seiner großen Schwester. Der tägliche Zickzackweg zum Bus mit seinem besten Freund Gigs. Sein Klassenlehrer Mr A und dessen liebste Waffe: das Wörterbuch. Der Küchenduft bei der Heimkehr. Die Klangwand-Abende mit  Louieund Onkel George. Die ausgelassenen Besuche der Tanten. Und die absolut zuverlässigen Antworten seiner Mutter, immer abends um 10. Doch dieses Jahr ist alles anders. Das liegt an Sydney. An ihren liebevollen, neugierigen, taktlosen Fragen. Und Frankie Parsons Welt gerät aus den Fugen. Eine bittersüße Familiengeschichte über Angst und Mut und darüber, was das Leben ausmacht.

Eine schöne und leichte Geschichte über Freundschaft, Mut und den Wert der Familien.

— startbeingabooklover
startbeingabooklover

Es hat mir sehr gefallen; besonders das Cover passt gut zum Buch. :)

— MgPbg
MgPbg

Frankies Gedanken plätschern vor sich her ohne dabei dem Leser etwas zu vermitteln. Mir fehlt es hier an Tiefe. Eindeutig!

— Salzstaengel
Salzstaengel

Angenehmes, sympathisches Leseerlebnis

— Sandy_HulaHoop
Sandy_HulaHoop

Ein Buch, das man mit einem Schmunzeln zufrieden zuklappt.

— EvaHannah
EvaHannah

leider liest es sich ziemlich schleppend auch wenn man gern alle Figuren des Buches mit Lüsten überschütten würde

— smile4you
smile4you

Ein wundervollen Buch, das mich sehr berührt hat. Es hat alles, was ein Jugendbuch braucht ... und noch viel mehr!

— Monsieur-Moutons
Monsieur-Moutons

Hübsch und brav. Ein Buch, dass ins Leben passt wie angegossen.

— indianer
indianer

Am Anfang total langweilig zum Ende hin gut. Es hat mich nicht umgehauen doch die Idee ist schön

— ElisabethSturm
ElisabethSturm

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  • Ein schönes Buch für zwischendurch

    abends um 10
    startbeingabooklover

    startbeingabooklover

    22. June 2016 um 17:33

    “Abends um 10” von der neuseeländischen Autorin Kate de Goldi erzählt eine schöne und leichte Geschichte über Freundschaft, Mut und Familienzusammenhalt. Inhalt: Frankie Parsons Alltag ist bereits im Alter von 12 Jahren bis auf das kleinste Detail vorhersehbar. Selbst der tägliche Weg zur Schule mit seinem besten Freund Gigs und das Bellen des Nachbarhundes sind zur Routine geworden. Auch das tägliche Treffen mit Frankies Mutter in ihrem Zimmer kurz vor dem zu Schlafen gehen um genau 10 Uhr abends, ist unverzichtbar in Frankies Alltag. Doch als Frankie eine neue Mitschülerin namens Sydney bekommt und zu einem Schulprojekt mit ihr verpflichtet wird, bringt Sydney sein ganzes Leben mit ihrer vollkommen anderen und neugierigen Art durcheinander. Das unumgängliche Schulprojekt ist vorerst die einzige Gemeinsamkeit zwischen Frankie und Sydney, doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr Ähnlichkeiten finden sie aneinander. Meinung: Der Einstieg in die Geschichte des Buches war meiner Meinung nach anfangs ein wenig schwierig, da sich die Handlungen eigentlich fast das ganze Buch über sehr lang ziehen und es kaum Spannungen gibt, die einen unbedingt zum Lesen anregen. Doch die Geschichte ist sehr liebevoll und schön, sodass man sich nach kurzer Zeit an die Protagonisten gewöhnt und sehr gerne weiter liest, um zu erfahren, wie es mit den handelnden Personen weitergeht. Zum Ende hin wurde die Handlung zwar noch etwas spannender, was einen die letzten Seiten verschlingen lies, doch letztendlich bin ich der Meinung, dass so einige Textpassagen kürzer gefasst werden könnten. Der Schreibstil der Autorin hat mir im allgemeinen sehr gut gefallen, da er immer einfach und flüssig zu lesen und zu verstehen war und somit auch super von jungen Lesern gelesen werden kann, die mit der offiziellen Altersempfehlung ab 12 Jahren, die eigentliche Zielgruppe dieses Buches sind. Aber auch ich, mit meinen mittlerweile 16 Jahren, habe Gefallen an dem Buch gefunden und Spaß beim Lesen gehabt. Fazit: Das Buch erzählt eine leichte und schöne Geschichte für zwischendurch und ist auf jeden Fall unterhaltsam, was das Buch zu einem sehr guten Kinder-/Jugendbuch macht. Auch schwierige Themen wie z.B. Familienprobleme oder Selbstzweifel werden in diesem Buch wunderbar aufgegriffen und auf eine sehr schön Weise umgesetzt.

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  • Trotz ernster Thematik blieb das Buch für mich emotionslos!

    abends um 10
    Salzstaengel

    Salzstaengel

    30. January 2015 um 22:16

    Mir fällt es ganz schwer, die passenden Worte für dieses Buch zu finden. Trotz der schweren Thematik, die sich um Angststörungen dreht, ist das Buch so nichtssagend für mich geblieben! Erzählt wird aus der Sicht des zwölfjährigen Frankie. Oft bestehen die Erzählungen aus Erinnerungen in denen Frankie durchgehend vom Thema abschweift. Ansonsten erleben wir seinen Tagesablauf, der routiniert abläuft und teilweise von starken Ängsten und Sorgen unterbrochen wird, die untypisch für einen Jungen seines Alters sind. Hier merken wir als Leser als erstes, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dennoch blieb zwischen Frankie und mir eine Distanz, die sich über das gesamte Buch hinweg hielt. Dabei hatte die Geschichte mit seinen skurillen Figuren durchaus Potenzial! Da gibt es zum einen die dicken Tanten die laut sind und alle zusammen wohnen. Sie lieben es ihr Geld bei Kartenspielen zu verzocken. Dann ist da noch die Fettkontrolle - das ist Frankies Katze. Oder Onkel George - der gar kein Onkel ist sondern Frankies Vater und nur so genannt wird. Statt diese Kuriosität auszuleben, bekommt sie einen bitteren Nachgeschmack. Kate de Goldi fängt ebenso in ihrer Geschichte abzuscheifen, wie es ihr Protagonist tut. Und so wird aus einer Gruppe lustiger Frauen nur noch ein Rudel dicker Personen, bei denen insbesondere auf ihrer Fettleibigkeit rumgeritten wird. Und so verwundert es mich auch nicht, dass die Autorin es nicht schafft ihr ursprünglich angesprochenes Thema tiefsinnig wiederzugeben, noch ihren Figuren das nötige Leben einzuhauchen. Und so blieben sie blass, die Frankies Gedankenflut weitesgehend langweilig und nichtssagend. Ach ja, so ist das manchmal mit den Coverkäufen. Mal gewinnt man, mal verliert man. Hier habe ich zugegriffen, weil mir die Kombination so gut gefallen hat. Und tatsächlich sind der Titel und das Cover perfekt auf die Geschichte abgestimmt! Die abgebildete Matjoschka spiegelt die Liebe von Frankies Mutter zu Russland wieder, die Uhr steht für das abendliche Treffen der Beiden bei dem Frankie seiner Mutter Fragen stellt. Vögel und vor allem Frankies Leidenschaft zu diesen Tieren kommen zwar im Buch vor, so also auch auf dem Cover. Aber wo der Sinn dahinter bleibt... Ich mag Hunde. Das Buch gibt es übrigens auch als gekürztes Hörbuch, gelesen von einem meiner Lieblingsleser, Andras Fröhlich! Doch ich glaube selbst seine Stimme würde es nicht schaffen, dem Buch etwas mehr abzugewinnen... Andreas Fröhlich, 1965 in Berlin geboren, wurde vor allem als Sprecher von Bob Andrews aus der legendären Hörspielreihe Die drei ??? bekannt. Heute arbeitet er als Schauspieler und Synchronsprecher, so ist er beispielsweise die deutsche Stimme von Hollywoodgrößen wie Edward Norton, John Cusack und Ethan Hawke. Andreas Fröhlich wurde 2010 in der Kategorie "Bester Interpret" mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet.  Quelle: Hörbuch Hamburg Wenn man bei seiner abendlichen Routine merkt, wie sich alles in einem sträubt, das Buch weiterzulesen... Tja, dann heißt es wohl: Dann lieber fernsehen!

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  • ein Jugendbuch der besonderen Art

    abends um 10
    nicigirl85

    nicigirl85

    16. September 2014 um 18:57

    Frankie ist 12 und sein Leben läuft in geregelten Bahnen ab. Er hat einen streng geregelten Tagesablauf und immer abends um 10 spricht er mit seiner Mom über die Ängste des Alltags. Bis eines Tages eine neue Mitschülerin in sein Leben tritt (Sydney) und alles auf den Kopf stellt. Sie stellt Fragen, die sich vorher keiner getraut hat zu fragen. Und vor allem weckt sie neuen Mut in Frankie. Doch je näher sich die beiden kennenlernen, desto mehr "Geheimnisse" finden sie über einander heraus. Während Sydneys Mom immerzu umziehen muss, verlässt Frankies Mom nie das Haus. Warum tun die Frauen so etwas? Und bald erkennt Frankie, dass er seiner Mom immer ähnlicher wird, doch will er leben wie ein Vogel im Käfig? Das Buch hat mich wirklich sehr berührt. Man verliert sich in der Erzählung und die besonderen Charaktere wie beispielsweise die verrückten Großtanten machen das Buch zu einem Erlebnis. Fazit: Kost zum Nachdenken und vor allem nicht nur etwas für Jugendliche.

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    R-E-R

    R-E-R

    23. September 2012 um 11:47

    Frankie’s Leben ist einfach und kompliziert zugleich. Der dreizehnjährige lebt mit seiner Mutter, Onkel George und seiner älteren Schwester Gordana zusammen. Sein großer Bruder Louie wohnt zwar nicht mehr zu Hause, kommt dafür aber sehr oft zu Besuch um zu Essen, mit Onkel George alte Schallplatten zu hören oder schmutzige Wäsche zu bringen. Die Tanten der Mutter, drei beleibte und trinkfeste alte Damen kommen, ebenfalls regelmäßig, zum Pokern. Mit seinem Freund und Klassenkameraden Gigs läuft er jeden Tag auf dem exakt gleichen Weg zur Bushaltestelle, wo er auf dem immer selben Platz im Bus zur Schule fährt. Alles läuft scheinbar normal und sehr vorhersehbar in Frankies Leben. Und doch kann er keinen Tag beschließen, ohne seine Ängste und Sorgen mit seiner Mutter besprechen. Abends um zehn stellt er ihr seine Fragen. Kate de Goldi’s Geschichte um den liebenswerten, aber neurotischen Frankie und seine recht außergewöhnliche Familie beginnt harmlos. Die Milch für das Müsli ist alle, das Busgeld für die Schule fehlt, die Luftfeuchtigkeit für seine Atemwege ist zu hoch und seine Schwester hat den letzten knackigen Apfel für die Schulpause genommen. Ärgernisse, die ihn schon am Morgen fast verzweifeln lassen. Man ahnt schon zu Beginn, dass etwas nicht stimmt. Das man es mit einer sehr komplexen Hauptfigur zu tun hat. Sympathisch aber extrem kompliziert. Das merkt auch Sydney, die neue Mitschülerin, die just an dem “Unglücksmorgen” neu in die Klasse von Frankie kommt und sofort mit ihm Freundschaft schließt. Worin die Probleme des Jungen bestehen, erschließt sich erst nach und nach. Die meisten Verpflichtungen, die in einer “normalen” Familie von den Eltern erledigt werden, gehören bei den Parsons zu Frankies Aufgaben. So ist er beispielsweise für alle Einkäufe zuständig, obwohl die Mutter, von zu Hause aus eine Tortenbäckerei betreibt und jede Menge Zeit hätte. Notwendige Reparaturen oder Instandhaltung im Haus muss der Junge entweder selbst erledigen oder sich damit abfinden, dass zum Beispiel die Batterien in den Feuermeldern nicht mehr funktionieren. Für den Sicherheitsfanatiker Frankie eine beängstigende Vorstellung. Auch um seine Gesundheit muss er fürchten, ohne auf schnelle Abhilfe hoffen zu können. Sein Vater (Onkel George ist übrigens nur sein Spitzname) hat keine Zeit mit ihm zum Arzt zu gehen. Warum seine Mutter das nicht übernehmen kann, ist eine der Fragen, die man selber stellt. “Abends um zehn” ist keine leichte Kost, was an Sprache und Inhalt gleichermaßen liegt. Kate de Goldi schreibt auf hohem Niveau. Wortwahl und Ausdruck sind exzellent. Allerdings muss man es mögen, sich durch seitenlange, wortreiche Gedankengänge Frankies zu lesen, die zunächst einmal nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben. Sie dienen aber dazu die Seelenlage des Jungen offen zu legen und langsam auf den Kern der Dinge, bzw. das Wesen der Probleme zuzusteuern. In diesem Jugendroman geht es nicht um Vampire oder Werwölfe, tödliche Fernsehspiele oder sonstige Aktionsgeladene Spannung. Es geht um alltägliches. Um den Mut, den es braucht, Schwierigkeiten nicht aus dem Weg zu gehen, Schwächen zuzugeben, schmerzliches anzusprechen und daran zu arbeiten es zu ändern bzw. sich dabei helfen zu lassen. Es geht um Freundschaft, Liebe, Angst und den Zusammenhalt in der Familie. Es geht um nichts weiter als das “normale” Leben in all seinen außergewöhnlichen Facetten. Ein sehr gutes Buch, dem man viele Leser wünscht. Nicht nur in der empfohlenen Zielgruppe von 13 bis 17 Jahren.

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    elli_ge

    elli_ge

    30. July 2012 um 10:06

    Frankies Leben ist nicht gerade langweilig, aber es ist gleich. Vorhersehbar - jeden Tag das Gleiche, jedes Jahr das Gleiche ... Und dazu kommen noch seine imaginären Sorgen-Listen, die ständig wachsen. Die versucht er abends um 10 im Bett seiner Mutter abzuschütteln. Jeden Abend geht er zu ihr und redet, denn ihre Antworten sind absolut zuverlässig. Und dann tritt wie ein Komet Sydney in sein Leben, das aus den Fugen gerät. Denn ihr Leben ist das Gegenteil von seinem - immer auf Reisen, eine schwierige Mutter ... Doch Frankie findet in ihr eine Freundin - eine Freundin, die Fragen stellt. Fragen, die Frankie selbst zum Fragen bringen. Frankie fand, ein bisschen Kontraintuition war jetzt genau das, was ihn bei Gigs helfen konnte. Eigentlich wollte er einen Papierflieger mit der Aufschrift "Was ist denn los mir dir, du Lutscher" gegen Gigs' Brust werfen. Aber das würde dessen Laune wahrscheinlich noch verschlechtern. Auch das Buch war mal wieder ein reiner Cover- und Titel-Wunsch. Ich wusste gar nicht, worum es ging, nein, ich hab nur dieses geniale Cover gesehen und schon war ich verliebt. Zuerst dachte ich, es sei ein amerikanisches Buch. Doch schon die erste Seite ließ mich schwanken, es war überhaupt nicht amerikanisch, es war genial und tiefgründig (eine seltene Mischung) - und siehe da, es spielt in Neuseeland. Aber fangen wir von vorne an. Ich immer mit meinen überstürzten Gedanken! Die erste Seite fand ich merkwürdig. Der Schreibstil war etwas ... gewöhnungsbedürftig, wie gesagt, ich hatte anderes erwartet! Doch schon auf Seite zwei war ich weg. Gefangen. Schon auf dieser Seite musste ich das erste Mal kichern. Und mit der Zeit wurde es immer toller - bis zu den letzten 10 Seiten. Da plötzlich dachte ich - warum auch immer: Was hat mir das Buch jetzt eigentlich zeigen wollen? Und dann habe ich angefangen zu grübeln. Es wollte mir zeigen, dass man offen sein soll. Dass man nicht in seinem dunklen Loch versinken soll. Dass es auf Dauer nicht gut ist, ein konstantes Leben zu haben. Dass man Menschen braucht, die einen verstehen. Irgendwie so. Natürlich, das alles sind Dinge, die man schon weiß - aber dieses Buch zeigt sie noch mal SO toll!!! Ich bin wirklich begeistert. Während ich das Buch las, erzählte ich immer wieder Mom davon. Dass sie es auch lesen müsse und was gerade passiert und so. Ich sagte nicht mehr "Toll!", sondern das Chilun-Wort dafür ("Bonga Swetso"). Kurz gesagt: Das Buch färbte ab. Frankie, Gigs und Sydney sind alle so um die 12, 13 Jahre alt, was man auch merkt, natürlich. Aber es stört überhaupt nicht! Das Buch könnten auch perfekt Erwachsene lesen (ja, ich rate es euch sogar!) und nicht nur Jugendliche, weil es auch tiefgründig ist. Überhaupt nicht 0815! Eine große Rolle spielt Freundschaft in diesem Buch. Gigs und Frankie sind schon ewig Freunde. Als Sydney dazu kommt - natürlich ist Gigs erst mal sehr ... betroffen. Doch dann lernt er sie auch kennen und dann sind alle drei Freunde, wenn auch Frankie noch etwas mehr. Auf jeden Fall ist diese Entwicklung supertoll! Doch nicht nur solche glücklichen Momente spielen in "abends um 10" eine Rolle - auch die dunkle Seite kommt zum Vorschein. So die Geschichte seiner Mutter, die seit 9 Jahren nicht mehr aus dem Haus gegangen ist. Oder auch Frankies eigene, riesige Sorgen, die unaufhörlich wachsen. Und als schließlich noch das mit Sydney herauskommt, stürzt er in ein tiefes Loch - die dunkle Seite. Und genau das nervt auch ganz bisschen an Frankie - er sieht wirklich ÜBERALL Schlechtes! Zuerst dachte ich immer nur, was er denn für ein Mensch sei. Er ist 12 - und sieht überall Krankheit und Tod. Wenn es eins ist, dann nicht normal! Doch zum Glück beeinflusst Sydney ihn ja, sodass das etwas aufhört. Sydney ... Ist sehr, sehr, sehr sympathisch. Ich mag sie wirklich total! Sie ist offen und gradlinig, womit Gigs und Frankie erst nicht umgehen können, sie hinterfragt alles ... Das einzig Negative war die Tatsache, dass sie sich mit ihrem Schicksal so abfindet, als ihre Mom das erzählt. Sie hätte dagegen ankämpfen sollen! Aber sie tat es nicht. Nun ja, irgendwie war das aber auch gut. Mal kein typisches Ende - das ich aber nach diesem tollen Buch eh nicht erwartet hatte. Fazit Auf keinen Fall ein gewöhnliches Buch! "abends um 10" ist für jeden, egal ob groß oder klein, gemacht - jeder kann es anders interpretieren und auf sich zureicht schneiden. Menschen, die eine niveauvolle Lebens-Schul-Geschichte lesen wollen, müssen es einfach lesen!

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    Buchhandlung_Schmitz_Junior

    Buchhandlung_Schmitz_Junior

    27. August 2011 um 21:37

    Frankie ist 12, fast 13, und in seinem Leben läuft alles super verlässlich ab. Jeden Tag die gleichen Spielchen auf dem Schulweg mit seinem besten Freund Gigs. Jeden Tag die Spielchen mit dem Busfahrer. Jeden Tag die Gespäche mit Mama kurz vor zehn. Bis Sidney auftaucht… Und Sidney wirbelt Frankies geordnetes Leben ordentlich durcheinander. Sie lebt in alles andere als geordneten Verhältnissen und sie stellt Fragen, die sich sonst keiner zu stellen traut. Zum Beispiel, die Frage nach Frankies Mutter. Warum verlässt sie nie das Haus? Eine Frage die auch Frankie sich immer wieder gestellt hat. Und mit der Suche nach einer Antwort beginnt Frankies verlässliches Leben zu wanken… Eine traurigschöne und nachdenklich stimmende Geschicht über eine ganz besondere Freundschaft. Und über den Mut, über den eigenen Schatten zu springen, über seine Ängste zu reden und sie zu bekämpfen. Ab 12 (bis 99) (Sandra Rudel)

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    Die_Buecherfresser

    Die_Buecherfresser

    20. August 2011 um 10:33

    "Heikles Thema rutscht in die Oberflächlichkeit ab …" ** Inhalt: “Abends um 10″ erzählt die Geschichte des zwölfjährigen Frankie, der langsam immer deutlicher spürt, wie anders seine Familie doch ist, obwohl er gerade dies am liebsten vermeiden würde. Seine Mutter verlässt seit Jahren nicht mehr das Haus und seine Geschwister rebellieren oder versteinern, während sich sein Vater in Arbeit stürzt. Doch gerade dieser Unterschied zu anderen Familien wird ihm erst so richtig deutlich, als er Sydney kennenlernt, seine neue Mitschülerin, die vollkommen anders ist als er, ebenso wie ihre verrückte Mutter. Aber selbst die quirlige Sydney kann Frankie nur bedingt von seinen ganzen Gedanken abhalten, denn er spürt immer wieder Ängste und bekommt Panik, wie seine Mutter zu enden, sie im Stich zulassen. Als Sydneys Mutter wieder wegziehen will, spricht Fankie zum ersten Mal seine Ängste aus … Meinung: Eigentlich dachte ich, dass “Abends um 10″ ein Jugendbuch wäre, auch wegen der empfohlenen Altersangabe. Allerdings muss ich direkt zu Anfang sagen, dass die Geschichte zwar schwach ist, aber man mit zwölf, dreizehn, vierzehn den Hintergrund des Buches wohl weitaus weniger versteht, als ich es beim Lesen getan habe. Außerdem wurde selbst mir das Buch zu langweilig … Das Geschichte handelt von dem jungen Frankie, der dazu neigt sich über jede Kleinigkeiten Sorgen zu machen. Mit seinem Freund Gig hat er eigentlich jede Menge Spaß, aber trotzdem verfolgen ihn seine Ängste und er hat immer mehr die Befürchtung, dass er so ein Freak wie seine Mutter werden könnte und nur noch Zuhause bleibt. Als Sydney, seine neue Mitschülerin, in die Stadt zieht, ändert sich diese brenzlige Lage, denn in ihrer Umgebung fühlt er sich anders. Aber als Sydney gegen Ende erneut umziehen muss, bekommt Frankie unglaublich Angst und spricht zum ersten Mal die Probleme an. Vorweg: Die Geschichte ist im gewissen Sinne schon tragisch und irgendwie auch traurig. Das liegt einfach an dieser beklemmenden Art und Weise, wie der Roman erzählt wird. Dazu kommt auch immer wieder die Problematik mit der Mutter, die anscheinend unter ziemlichen Ängsten lebt, die außerhalb ihres Heimes ihr Leben bestimmen (Zwangsängste). Dennoch fehlt es diesem Buch komplett an einer ausgearbeiteten Story, denn das Buch ist unglaublich langweilig zu lesen. Spannung gibt es in dem Plot gar keine und demnach hätte ich das Buch mit zwölf und weiter aufwärts einfach zur Seite gelegt, denn die Geschichte um die Problematik in der Familie zielt wohl eher auf älteres Publikum ab. Obwohl diese tragische Geschichte recht interessant ist und das Thema mich berührt hat, immerhin hört man immer wieder in den Nachrichten von solchen Angstpatienten, hat das Buch aus meinen Augen nicht einmal ein richtiges Ende. Damit will ich nicht zwischen einem guten und schlechten Ende unterscheiden, sondern sagen, dass das Ende ziemlich unbefriedigend war. Frankie spricht endlich die Probleme an, redet mit seiner Mutter und wird zum Ende hin wieder verschoben. Die Antwort “Wir reden in nächster Zeit viel mehr” finde ich alles anders als gelungen. Nicht, dass der Roman dadurch noch öder und trockener zu lesen war! Die Geschichte ist, trotz des heiklen Themas einfach nur oberflächig. Das hat mich ziemlich gestört, denn Frankie hat dauernd Angst und schwelgt nur in Erinnerungen, daraus besteht ein Großteil der Handlung, denn Frankie erzählt Seitenweise und schweift durchgehend vom Thema ab. Dazu kommt dann die flache Handlung und keinerlei Tiefgang in den Dialogen, was recht typisch sein kann für ein Jugendbuch. Aber dann ist das Thema wohl einfach falsch gewählt worden. Das einzig gute, was mir an diesem Buch gefallen hat, war die Art und Weise von Frankie, abgesehen von den Ängsten ist er echt intelligent, kann gut zeichnen, Sport treiben und Sprachen lernen/sprechen, wobei ich das mit zwölf etwas übertrieben finde. Trotzdem war das die einzige Würze beim Lesen. Ansonsten ist spannende Handlung kaum vorhanden. Der Schreibstil ist zäh, Frankie hat zu viele Gedanken auf einmal im Kopf, die er dem Leser dauerhaft vorkaut. Das einzig interessante waren die Endszenen der Kapitel in kursiv, wenn Frankie wieder seine Mutter etwas fragt, immer um zehn Uhr abends. Das Cover ist hübsch und zieht an. Weitestgehend passen die Bilder, aber dennoch verspricht das Cover mehr als der Buchinhalt hergibt. Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht, passt hier perfekt. Das Thema ist kritisch und tragisch, aber die Umsetzung ist wenig gelungen. Vielleicht passt das Thema nicht zu einem Jugendbuch, da es dadurch einfach zu oberflächig wird. Das Buch liest sich deshalb sehr zäh, es gibt wenig Spannung, eigentlich nur traurige Gedanken und Gespräche, worauf ich gut hätte verzichten können — denn mich bewegt “Abends um 10″ kaum.

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    VanaVanille

    VanaVanille

    03. July 2011 um 19:16

    Wenn man den 12-fast-13jährigen Frankie als komischen Vogel bezeichnen würde, hätte man wahrscheinlich genau ins Schwarze getroffen, denn eins wird schon bei der ersten Seite klar: der Junge ist kein normales Kind. Mit eher unnötigen Ängsten schlägt er sich durchs Leben und versucht dabei immer eine gewisse Ordnung zu bewahren, damit sich ja nichts verändert. Doch dann taucht die neugierige und lebendige Sydney auf und beginnt mit ihren Fragen all seine Gedanken auf den Kopf zu stellen. Wieso bleibt Frankies Mutter ständig zu Hause? Warum hat er eine Zeit lang bei seinen verrückten Tanten leben müssen? Wieso will er nicht mit ins Schul-Camp kommen? Zuerst noch abweisend und verschlossen, muss Frankie doch bald einsehen, dass Sydney recht hat und ihre Fragen mehr als begründet sind. Aber wird er den Mut aufbringen, sich den Antworten zu stellen? Wie vermutet, erwies sich Frankie als außergewöhnlicher Protagonist, den man so schnell nicht vergessen würde. Seine grundlosen Ängste und Sorgen ließen ihn oft mehr wie einen unruhigen Erwachsenen wirken, der hinter jeder Ecke eine unheilvolle Gefahr erwartete und seinen Alltag nicht gerne veränderte. Durch diese schrägen Ticks war er an vielen Stellen allerdings auch sehr unterhaltsam und brachte mich oft zum Schmunzeln. Mir wurde bei diesem einprägsamen Protagonisten bereits bewusst, dass dieser Roman mehr aus den Charakteren als aus einer spannenden Handlung bestand und bereitete mich deshalb auf ein ruhiges Buch vor. Mit dieser Vermutung sollte ich Recht behalten, denn die Autorin bot ihren Lesern hier keine komplexe Story mit ausgefallenen Handlungssträngen, sondern erzählte von einem besonderem Jungen, der versuchte im Leben zurecht zu kommen und das Leiden des Erwachsenwerdens zu ertragen. Dabei spielten seine Familie und seine beiden besten Freunde Gigs und Sydney eine sehr ausschlaggebende Rolle und standen ihm stets mit Rat und Tat zur Seite. Speziell seine Mutter, die er jeden Abend um 10 Uhr nochmals in ihrem Zimmer heimsuchte, sollte sich noch als ein wichtiger Part der Geschichte erweisen und brachte eine traurige Note mit ins Buch hinein, die ihm eine gewisse Tiefe verlieh. Ich habe kein Problem mit ruhigen Büchern und finde sie manchmal sogar sehr angebracht und schön, aber leider konnte mich Abends um 10 nicht so zufrieden stellen, wie ich es erhofft hatte. Zwar waren die Figuren sehr gut durchdacht und boten eine Menge Abwechslung, aber was die eigentliche Handlung des Romans betraf, so war diese eher schwach und langatmig. Zum Beispiel gefielen mir Frankies Gedanken bis zu einem bestimmten Grad immer sehr und brachten mich auch selbst zum Grübeln, aber leider schweifte er oft ab und begab sich damit in eher langweiliges Terrain. Manchmal fragte ich mich, ob die Autorin damit nur Seiten füllen wollte, oder einen höheren Sinn verfolgte, den ich einfach nicht begreifen konnte. Dafür wurden die Familienprobleme fast bis zum Ende außer Acht gelassen und auch dann nicht wirklich besprochen. An diesen Stellen hätte ich mir eine ausführlichere Beschreibung der Gefühle gewünscht, da mich solche ernsten Themen wie Depressionen sehr interessieren und man im Laufe der Geschichte sehr gut erahnen konnte, dass auch Frankie gewisse Ansätze von depressivem Verhalten in sich trug. Mein Urteil: Eine ernst zu nehmende Geschichte mit einem verdrehten Protagonisten und authentischen Figuren, die mir alle sehr gut gefielen. Lediglich die Handlung war mir, trotz tiefer Gefühle, etwas zu flach und hätte noch besser ausgearbeitet werden können, um mich vollkommen zu überzeugen. Diese Rezension findet ihr auch auf: http://collectionofbookmarks.blogspot.com

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    Malima

    Malima

    22. May 2011 um 15:57

    In Frankie Parsons Leben muss immer alles verlässlich sein, konstant und vorhersehbar. Er hat einen Tagesplan, wochenplan, Jahresplan. Selbst der Weg morgens zur Schule mit seinem besten Freund Gigs muss immer genau gleich ablaufen. Das ändert sich, als eine neue Schülerin in seine Klasse kommt, Sydney - die ihn gleich am ersten Morgen im Bus mit ihren neugierigen und unvorhersehbaren Fragen aus der gewohnten Routine katapultiert. Frankies Leben gerät aus den Fugen. Ein wunderschönes Buch darüber, sich seiner Angst zu stellen. Eins meiner Lieblingsbücher in diesem Frühjahr.

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    Träumerin

    Träumerin

    16. April 2011 um 15:03

    Frankie, der zwölfjährige Protagonist, folgt jeden Tag bestimmten Routinen: ob es nun sein Pausenbrot ist oder der Zickzackweg zum Bus mit seinem besten Freund Gigs. Alles verläuft in geregelten Bahnen. Oder nicht? Denn sehr schnell merkt man, dass irgendwas nicht stimmt. Frankie geht einkaufen und hat auch ansonsten komische, aber liebenswerte Macken und pünktlich abends um zehn findet er sich bei seiner Mutter am Bett ein. Als aber Sydney auftaucht, die Neue in der Klasse, ändert sich so einiges, denn sie stellt Fragen unverblühmt und ohne Skrupel und Frankie beginnt zu verstehen... Ein schrulliger, intelligenter Roman, der von den Eigenarten seiner Charaktere lebt, die einem auch hier in Deutschland über den Weg laufen könnten. Herzerwärmend und einfach urkomisch. Prädikat wertvoll, auch für Erwachsene!

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    Girl56

    Girl56

    03. April 2011 um 11:07

    Mit "Frankie Parsons" hat die neuseeländische Autorin Kate de Goldi einen Helden geschaffen, der sich ruckzuck in mein Herz geschlichen hat, und ich war traurig, als das Buch zu Ende war, weil ich eigentlich "Frankie" weiter in seinem Leben begleiten wollte! Frankie ist ein ganz besonderer Junge, sportlich, sprachbegabt, ein großer Vogelkenner und -liebhaber, und für "Gigs" der allerbeste Kumpel und Freund. Nach und nach erfährt man aber, dass Frannkie von vielen Ängsten und Sorgen geplagt wird, von seinen "Nagegedanken", wie er es nennt. Im Laufe eines Tages sammelt er so viele Sorgen an, dass er dann "abends um zehn" zur Mutter ans Bett geht, und ihr gelingt es dann, ihm seine schlimmsten Gedanken zurechzurücken. Im Verlauf der Geschichte, wir lernen auch die übrigen Familienmitglieder kennen, werden Frankies Sorgen und Angstzustände aber immer größer. Auch die Begegnung mit einer neuen Mitschülerin, Sidney, die Frankie sofort in ihr Herz schließt, ihm aber auch sehr direkte Fragen nach seinen Familienverhältnissen stellt, bringt Frankies scheinbar gut durchstrukturiertes Leben gewaltig ins Schwanken. Er gerät in ein großes seelisches Tief, aber mit ganz viel Kraft und Mut geht er dagegen an, sucht u. a. Hilfe bei seiner Lieblingstante und findet sie auch. Man darf aber jetzt nicht glauben, dass "abends um zehn" ein trauriges Buch ist! Nein, ich habe mich regelrecht durch das Buch gekichert und viel geschmunzelt über "Frankie", "Gigs", "Sidney", "Louie" und die anderen Familienmitglieder der wunderbaren "Parsons"!

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    Feli

    Feli

    19. March 2011 um 15:46

    Bevor ich mir „Abends um 10“ gekauft habe, hatte ich einige Rezensionen gelesen, dass dieses Buch sehr anrührend sei und tief unter die Haut gehe. Das hat mich neugierig gemacht und so hatte ich „Abends um 10“ innerhalb von kurzer Zeit durchgelesen. Fazit? Witzig, aber zugleich melancholisch. Wie aus dem Leben gegriffen und definitiv sehr rührend. Kate de Goldi versetzt den Leser in die Rolle des 12 jährigen Frankie, der zusammen mit seiner Familie in Neuseeland wohnt. Zunächst bekommt man den Eindruck, dass Frankie ein ganz normaler Junge sei mit einer ganz gewöhnlichen Familie. Doch immer mehr erfährt der Leser, dass dem nicht so ist. Bei Frankie muss alles eine feste Ordnung und Reihenfolge im Leben haben, denn ansonsten fühlt er sich unsicher und aus dem Gleichgewicht gebracht. Er macht sich ständig Sorgen, was alles schief gehen könnte, aber am meisten macht er sich Sorgen um seine Mum, die schon seit Jahren nicht mehr aus dem Haus geht. Er kauft für sie ein, denkt an diverse Haushaltspflichten und fährt sogar nicht mit auf Klassenfahrt, weil er denkt, dass er seine Mum nicht alleine lassen kann. In dieses geordnete und sorgenvolle Leben Frankies tritt auf einmal Sydney. Obwohl Frankie mit Mädchen im Allgemeinen und Besonderen vorher nicht viel anfangen konnte, befreundet er sich sehr schnell mit ihr. Sie machen zusammen Aufgaben für die Schule, verbringen die Nachmittage miteinander und besuchen sich sogar gegenseitig zu Hause. Und wenn er sie einmal nicht sieht, fängt er an, sie zu vermissen. Die erste große Liebe? Nein, das verneint Frankie vehement. Doch was ist sie dann? Sydney schafft es, Frankie durch ihre Fragen herauszufordern und sich mit seinem eigenen Leben auseinander zu setzen. Immer mehr merkt er, dass seine Familie nicht so normal ist, wie das eigentlich sein sollte. Wird er damit fertig werden? Es ist wunderbar, wie Kate de Goldi nicht nur ihren Hauptcharakter beschreibt, sondern auch die vielen anderen Personen, die im Roman mitspielen. Durch ihr Können ist es sehr einfach, sich in die Welt Frankies hineinzufinden, man teilt seine Sorgen, seine Glücksmomente und möchte schließlich nur, dass es ihm gutgeht und er zu sich selbst findet. Immer wieder lassen Ausdrücke und Schilderungen den Leser schmunzeln, die genaue Beobachtungsweise Frankies ist für einen 12-Jährigen erstaunlich und so ist dieses Buch nicht nur traurig, sondern auch sehr amüsant und unterhaltsam. Dennoch wird einem vor Augen geführt, wie schon Kinder mit Problemen in den Familien fertig werden müssen und oft nur durch Hilfe daraus ausbrechen können. Die Geschichte ist sehr bewegend, aber trotz all der Probleme sehr hoffnungsvoll und mutmachend.

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    goldfisch

    goldfisch

    Wenn mir schon auf den ersten Seiten eines Buches eine Katze namens "Fettkontrolle" über den Weg läuft, dann muss ich einfach weiterlesen.Dieses Buch ist ein besonderes Buch.Frankie lebt in Neuseeland.Der grosse Bruder ist bereits ausgezogen, die Schwester geht ihrer Wege...der Vater arbeitet,alles fast ganz normal. Nur die Mutter verlässt das Haus nie.So kümmert sich Frankie um die Kühlschrankfüllung und sorgt dafür,dass auch im Falle von Erdbeben und Vogelgrippe immer genug Vorräte im Keller sind. Frankie ist überhaupt voller Sorgen.Hat er eine schwere Krankheit ? Ist er gut in der Schule ? Ist er normal ? Am Abend um 10 klärt er diese Fragen mit seiner Mutter.Zum Glück hat er Gigs, seinen besten Freund.Mit Gigs ist alles einfacher, sogar das Schulprojekt. Beide haben eine Geheimsprache und lieben Wörter. An jedem zweiten Dienstag kommen die Tanten und füllen Frankies Elternhaus mit Lärm und guter Laune. Dann steht plötzlich eine neue Schülerin im Klassenzimmer :Sydney. Sie scheint ein ganz besonderes Mädchen zu sein.Sie schreibt tolle Geschichten, kann Cricketspielen und freundet sich mit Frankie an.Plötzlich ist alles ganz anders in Frankies Welt. Ein hervorragendes Jugendbuch mit viel Witz, Humor, Trauer und viel Zuversicht!

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    Primrose

    Primrose

    07. March 2011 um 17:38

    In dem Buch „Abends um 10“ von Kate de Goldi geht es um einen zwölfjährigen Jungen namens Frankie. Die Geschichte spielt in Neuseeland ab und handelt eigentlich von Frankies gesamten Leben und von seinen Sorgen, Ängsten und Gefühlen. Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, dachte ich, dass es ein Kinderbuch, ein Familienbuch sei, schön geschrieben und vielleicht etwas schnulzig. Tatsächlich ist das Buch „Abends um 10“ aber viel mehr. Es wirkt zunächst total normal. Doch nach und nach kommt raus, dass die Mutter vo Frankie (Francie) psychisch krank ist. Vielleicht ist das ein zu hartes Wort? Aber aus den Beschreibungen wirkt das so, denn sie hat Angst vor der Welt und sie hat seit vielen Jahren nicht mehr das Haus verlassen. Frankie ist auch etwas unnormal für einen zwölfjährigen Jungen. Denn „normale“ Jungen denken doch anders als Frankie, dachte ich, als ich das Buch gelesen hatte. Frankie macht sich immer über alles und jeden schreckliche Sorgen. Und manche seiner Taten sind einfach unwirklich, finde ich. Mir ist aufgefallen, dass die Autorin Kate de Goldi sehr, sehr viel beschreibt. Vor allem beschreibt sie die Charaktere oder Gegenden in dem Buch. Sie beschreibt zu viel für meinen Geschmack. So lässt sie dem Leser gar keine Fantasie mehr, wenn alles ganz genau im Buch steht. Sie benutzt sehr viele Metaphern, aber ich finde es schwierig, sich in lange Sätze hineinzuversetzen. Das ganze wirkt dann gekünstelt und übertrieben, wenn in jedem noch so normalem Satz eine Metapher steckt. Ich muss sagen, dass ich dieses Buch mit dem schönen Cover und der guten Leseprobe unvoreingenommen gelesen hab. Aber dann war ich doch etwas enttäuscht. Man erfährt wirklich sehr viel von den Charakteren, jede Gewohnheit und jedes Hobby. Es ist, als ob dem Leser aufgedrungen wird, die Figur zu verstehen und zu verinnerlichen. Aber gerade deshalb fühlte ich mich nicht wirklich mit ihnen verbunden. Das Buch hat mich während dem Lesen nie ganz gefesselt, wie ich es von einem guten Buch erwarte, es war eher immer eine gewisse Distanz zwischen mir und dem Buch. Kate de Goldi hat einen interessanten Schreibstil. Für kurze Dauer fand ich den Schreibstil wirklich gut, aber nach und nach trennte ich mich von der Meinung. Denn immer, wenn sie einen lustigen Spruch geschrieben hat, setzte sie hinter dem Spurch „ ,haha.“ ein. Alles wirkt so aufgedrungen. Als ob der Leser dieses Zitat an dieser Stelle lustig finden muss. Überhaupt nicht natürlich. Außerdem ist mir etwas aufgefallen, was mich sehr überrascht hat, denn Kate de Goldi beschreibt seitenlang die Landschaft. Oder sie beschreibt, wie Frankie unbedingt etwas erledigen will und dann hört sie abrupt auf. Als Franke eine gute Freundin namens Sydney besucht, um zu erfahren, warum sie nicht in der Schule war, hatte Kate de Goldi den ganzen langen Weg, die Busfahrt und so weiter beschrieben. Aber als Frankie dann bei Sydney ankam, bekam das Buch einen Schnitt. Von dem Gespräch mit Sydney erfährt der Leser erst viel später, als Frankie das Gespräch seinem Frenud erzählt. Mehrere Tage sind seid dem Geschehen und der Wiedererzählung vergangen. So etwas ist halt Kate de Goldis Schreibstil, denn sie schreibt wirklich oft so. Ich finde es unpassend. Warum darf der Leser nicht sofort in das Geschehen reingehen und nicht erst viel später davon erfahren? Es ist, als wenn meine Freunde ohne mich ins Kino gehen würden und mir hinterher erzählen, wie toll es war. Der spannende Moment und die Erwartung sind dann einfach weg. Manchmal finde ich die Metaphern im Buch einfach unpassend. Es ärgert mich, wenn die liebe Tante, die für alls immer ein offenes Ohr hat, immer wieder als fett oder als „lebendes Kissen“ bezeichnet wird. Das wird dem Leser regelrecht eingeschärft, wobei ich finde, dass diese Sache doch total unwichtig ist. Das Ende finde ich etwas einfach gemacht. Frankie fragte ihre Ma, warum sie nicht aus dem Haus geht und was der Ursprung ihrer Krankheit ist. Dieses Gespräch führten sie nicht zu Ende. Frankie meinte zwar, dass er noch weiter mit seiner Ma reden werde, aber da ist das Buch auch schon zu Ende. Dem Leser werden die Geheimnisse nicht offenbart, warum die Mutter eine psychische Krankheit entwickelt hat. Alles in allem fand ich das Buch etwas langweilig. Aber ich finde es wirklich gut, dass alle Bilder auf dem Cover irgendwie mit dem Buch zu tun haben.

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  • Rezension zu "abends um 10" von Kate de Goldi

    abends um 10
    Fiona89

    Fiona89

    27. February 2011 um 21:15

    „Jetzt bin ich wie ein Albatros, dachte Frankie, vom Wind gebeutelt, verletzt, keuchend nach einem stürmischen Flug. Er fühlte sich gleichzeitig wie ein verletzter Vogel, wie ein uralter Mensch und wie ein ganz kleiner Junge [...]“ Der zwölfjährige Frankie hat einen riesigen Sorgenhaufen, zu dem sich täglich neue addieren. Ein kleiner Hautausschlag wird in seinem Kopf zur schlimmsten aller Krankheiten, der Erdbebenvorrat im Keller muss dringend wieder aufgefüllt werden und wer außer ihm kümmert sich sonst darum jegliche Aufregung von seiner sensiblen Mutter fernzuhalten? Die Nagestimme in seinem Kopf ist sein ständiger Begleiter und „Abends um 10“ wäre sicherlich ein sehr bedrückendes Buch geworden wenn die Autorin Kate de Goldi nicht so ein Talent hätte skurrile und liebenswerte Charaktere zu schaffen. Da ist zunächst Frankies bester Freund Gigs, der sich nie Sorgen macht und Frankie keine unnötigen Fragen stellt, die drei Tanten, die am liebsten essen und um Geld Karten spielen und im Laufe des Buches trifft auch Sydney dazu. Sydney ist mit ihren Dreadlocks, der selbstgenähten Kleidung, der unkonventionellen Mutter und ihrer unverhohlenen Neugier, der Faktor, der Frankies Alltag und seine Sorgenroutine ins Wanken bringt. Durch ihren Einfluss setzen sich Denkprozesse in ihm in Gang, die langsam aber sicher seine Persönlichkeit verändern. Das Vogelmotiv, das in dem obigen Zitat anklingt, zieht sich durch das gesamte Buch, wird immer wieder aufgegriffen und ist eine wunderschöne Metapher für Frankies Entwicklung – wie er lernt seine Persönlichkeit zu entfalten und versucht frei von Sorgen zu sein. „Abends um 10“ ist ein herzerwärmendes und Mut machendes Jugendbuch, das auch Erwachsenen zeigt, dass es sich lohnt die Sorgen loszulassen und einfach zu leben.

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