Katerina Timm Der Schwur der Jungfrauen

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Inhaltsangabe zu „Der Schwur der Jungfrauen“ von Katerina Timm

Hochstift Speyer, 1502. Die junge Kathrin hat sich geschworen: Niemals wird sie etwas mit dem Frauenhelden Lukas anfangen und daran zerbrechen. Doch sie wird Opfer einer Intrige und muss den verhassten Mann heiraten. Ihre Ehe ist von Kälte und Armut geprägt. Zu groß sind die Abgaben an die herrschenden Adligen. So können sie nicht überleben. Kathrin schließt sich der Bundschuh-Bewegung an und führt den Aufstand der Frauen. Damit setzt sie nicht nur ihr Leben aufs Spiel. Wird Lukas sie verraten?

Ein „etwas anderer“ historischer Roman.

— Ikopiko
Ikopiko

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  • Der Schwur der Jungfrauen

    Der Schwur der Jungfrauen
    Ikopiko

    Ikopiko

    24. April 2015 um 13:38

    Kathrin stammt aus mehr als ärmlichen Verhältnissen. Als ihrem Vater durch Brand und Überschwemmung die Existenzgrundlage geraubt wird, fasst er einen folgenschweren Plan. Mit einem Trick zwingt er Lukas, den Sohn des reichsten Bauern des Ortes, Kathrin zu ehelichen. Kathrin und Lukas hassen sich. Kathrin sieht in ihm einen Weiberheld, vor dem kein Rock sicher ist. Hat sich doch erst vor kurzem ein junges, von ihm schwangeres Mädchen, das Leben genommen. Ihre Meinung zeigt sie Lukas deutlich. Lukas hingegen muss für Kathrin auf eine Hochzeit mit Jutta verzichten, seiner großen Liebe. Wie erwartet, herrscht zwischen Kathrin und Lukas Eiseskälte. Kathrin zieht zu ihm auf den Hof, wird jedoch lediglich von ihrer Schwiegermutter akzeptiert. Sie versucht, so oft wie möglich, den Hof zu verlassen und Lukas lässt sie gerne ziehen. So kommt es, dass sie einen anderen Mann kennen und lieben lernt. Als sie schwanger wird, reagiert Lukas anders als erwartet und die Lage spitzt sich zu. Katerina Timm hat mit „Der Schwur der Jungfrauen“ einen Roman geschrieben, der von dem typischen Muster „arm liebt reich, aber darf sich nicht verbinden“ abweicht. Im Gegenteil heiraten arm und reich, ohne sich zu lieben. In der Mitte hat das Buch einige Längen. Die Geschichte hätte in sich kürzer gefasst werden können. Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten.

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  • Zu wenig Aufstand, zu viel Liebe

    Der Schwur der Jungfrauen
    Krimifee86

    Krimifee86

    25. March 2014 um 14:03

    Inhalt: Hochstift Speyer, 1502. Kathrin ist fassungslos. Ein Mädchen aus dem Dorf hat sich das Leben genommen, weil es die Schande nicht ertragen konnte. Der Sohn des reichsten Bauern hatte sie verführt. Alle jungen Frauen verfallen ihm, nur Kathrin lässt sich nicht blenden. Sie schließt einen Pakt mit ihren Freundinnen. Keine von ihnen wird sich je mit Lukas einlassen. Doch einer Intrige wegen muss Kathrin Lukas heiraten. Ihre Gefühle ihm gegenüber schwanken zwischen Hass und Anziehung. Währenddessen nehmen die Ungerechtigkeiten der herrschenden Adligen zu. Kathrin schließt sich Bauern an, die einen Aufstand planen. Als sie sich einem anderen Mann zuwendet und Lukas dies entdeckt, drohen dem Aufstand Verrat und Kathrin der Tod. Cover: Das Cover gefällt mir eventuell ziemlich gut. Ich vermute es soll einen Bischof darstellen, dessen Kopf man nicht sehen kann. Allerdings scheint es so als hätte dieser Bischof Brüste und dann würde mir das Cover überhaupt nicht gefallen, weil ich dann überhaupt nicht wüsste, was das mit dem Buch zu tun hat. Schreibstil: Der Schreibstil hat mir außerordentlich gut gefallen. Katerina Timm hat es geschafft, den Leser nicht nur inhaltlich in die Zeit der Bauernaufstände in Süddeutschland zu versetzen, sondern auch sprachlich, denn ihre Charaktere haben so gesprochen, wie man sich das bei der süddeutschen Bauern in der damaligen Zeit vorstellt. Das fand ich wirklich gut gemacht. Was mich am Schreibstil ein wenig gestört hat, war, dass fast ausschließlich (etwa 95% der Zeit) Kättels Sicht der Dinge dargestellt wurde. Hier hätte ich mir gewünscht, dass entweder ausschließlich aus ihrer Sicht erzählt wird oder zu annähernd gleich großen Teilen aus der Sicht anderer Charaktere. Auch nicht so gut gefallen hat mir Kättels gesamte Charakterisierung. Sie ist mir doch oftmals mit ihren ganzen Gefühlen und Gedanken und vor allem aber auch mit ihrer ständigen Aggressivität auf die Nerven gegangen. Toll hingegen fand ich die beiden Charaktere Lux und Jutta von denen ich mir durchaus etwas mehr Action erwünscht hätte, da sie fast die interessantere Story zu erzählen hatten, als die leider manchmal etwas nervtötende Kättel. Die Story: Von der Geschichte war ich enttäuscht. Um die im Klappentext angekündigten Bauernaufstände ging es nur ganz am Rande. Stattdessen ging es seitenlang nur um Kättel und ihre Gedanken und wie sehr sie die Familie Simon hasst und blablabla. Das fand ich schon recht enttäuschend und auch langweilig. Die Bauernaufstände kamen erst irgendwann auf Seite 350 das erste Mal zur Sprache und auch dann wurden sie so schnell niedergeschlagen, dass sie fast sofort wieder in Vergessenheit gerieten. Auch die Geschichte um den „Jüngling“, die etwa zwanzig Jahre zurück lag hat in meinen Augen nicht allzu viel Sinn gemacht. Gefreut hätte ich mich, wenn mehr über Jutta geschrieben worden wäre, wobei ihre Geschichte fast ein eigenes Buch wert wäre, das dann wesentlich interessanter wäre als das mit Kättels Geschichte. Fazit: Die Autorin hat es meiner Meinung nach nicht verstanden, die interessanten Aspekte herauszufiltern. Ihr Fokus lag auf Banalitäten, während Jutta, Lux und die Bauernaufstände – was interessant gewesen wäre – in den Hintergrund gerückt ist. Das fand ich sehr schade. Trotzdem vergebe ich drei Punkte für „Der Schwur der Jungfrauen“.

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  • Eine bemerkenswerte Frau - Der Schwur der Jungfrauen

    Der Schwur der Jungfrauen
    Anya1990

    Anya1990

    11. September 2013 um 18:46

    Ein Schwur, geschlossen von drei Jungfrauen. Er soll sie und ihre Tugend beschützen. Wenn sie ihn brechen, laufen sie Gefahr, dass ihr soziales und gesellschaftliches Leben ein schnelles Ende nimmt, denn wer könnre die Schande eines unehelich geborenen Bastards auf sich nehmen ohne den Suizid als einzig erdenkliche Lösung zu erwählen? Kathrin versucht sich und ihre zwei Busenfreundinnen ein Leben in Schande und Verachtung zu ersparen. Sie schwören, dass sie Lux, den Sohn des reichsten Bauern ihres Dorfes, nicht verfallen. Ihr Entschluss lautet nicht in die Fußstapfen von Barbel zu tretten. Fraglich ist nur, ob alle drei diesen Schwur den nötigen Ernst beimessen und Lux wiederstehen können, der ein Charmeur und Verführer vom Fach zu sein scheint. Fazit Eine starke Frau. Kathrin ist eine wirklich charakterstarke und bemerkenswerte junge Frau. Dies sind so ziemlich die ersten Worte gewesen, die mir durch den Kopf geschwirrt sind, nachdem ich angefangen habe das Buch in mich hineinzusaugen. Und wie ich feststellen konnte, hat mich mein erster Eindruck, den ich mir von Kathrins Charakter gemacht habe nicht getäuscht.  Welche andere junge, äußerlich hilflos aussehende Frau würde sich den schon trauen sich einen gefährlichen, gnadenlosen Mann entgegen zu stellen um eine Freundin zu retten? Jede Andere wäre um ihr eigenes Leben gerannt ohne einen weiteren Gedanken an die gefährdete Frau zu verschwenden. So nicht Kathrin. Sie stellt sich dem Mann mit nichts als einem Beil bewaffnet und rettet Ihre Freundin. Ach, welch ein grandiöser Beweis für ihre Tapferkeit und ihren Mut. Zivilcouarage scheint für Kathrin an erster Stelle zu stehen. Sie setzt sich für die Schwächeren ein. Wenn nicht sie, wer dann? Und so ist es auch selbstverständlich, dass ihr die Lobpreisung des reichen Bauernsohnes Lux zu wider sind. Ebenso wie die Menschen, die drüber hinweg sehen können, dass Lux die arme Barbel durch die Schande eines unehelichen Bastards in den Selbstmord getrieben hat. So nicht Kathrin. Sie straft ihn mit Gleichgültigkeit und Ignoranz und geht sogar so weit einen Schwur abzulegen, der sie daran hindern soll sich Lux hinzugeben. Aus tiefster Sorge und Liebe zu ihren Freundinnen legt sie diesen Schwur mit ihnen gemeinsam ab. Er soll sie schützen und ihre Tugend bewahren. Umso überraschender und schockierende ist es also für sie als sie am Morgen nach der angeblichen Versöhnung zwischen ihren Vater und der Famielie Simon, nackt neben Lux aufwacht und gezwungen wird den Lux zu ehelichen,um wieder eine ehrbare Frau aus ihr zu machen. Dabei hegt Kathrin doch nichts weiter als Verachtung für den Bauernsohn, wie also soll sie ihm eine gute Ehefrau sein? Durch das komplette Buch hindurch kann man erkennen , dass Kathrin eine emotionale und sehr leidenschaftliche Frau ist,  die sich deutlich von der restlichen weiblichen Gemeinschaft  abhebt. Sie widersetzt sich den Drängen der Gesellschaft und scheint nicht darum verlegen zu sein ihre Meinung zu äußern. Was wie man zugeben muss in der damaligen Gesellschaft nicht wirklich zur Tagesordnung gehörte.  Eine wirklich mitreißendes Buch, das durch seinen Inhalt besticht.  Mit einen außergewöhnlichen Frau, die einen begeistert und mit der man sofort symphatisiert.

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    Susanne_Boeckle

    Susanne_Boeckle

    10. June 2012 um 09:37

    Ich bin ein großer Fan historischer Romane, deshalb habe ich mich auf den Roman „Der Schwur der Jungfrauen“ gefreut. Die Leseprobe war vielversprechend. Es war der erste Roman von Katerina Timm, den ich gelesen habe. Hauptperson ist Kathrin, die Tochter eines armen Bauern. Sie lebt in ärmlichen Verhältnissen. Das Leben im fünfzehnten Jahrhundert ist kein Zuckerschlecken. Dafür treibt es Lukas Simon, genannt Lux, der Sohn des reichsten Bauern am Ort, ganz schön toll. Er ist ein Frauenheld und hat schon einiges Unglück angerichtet. Deshalb beschließen Kathrin und ihre Freundinnen, sich niemals auf Lux einzulassen. Doch dieser Schwur wird von einer der Freundinnen sehr schnell gebrochen und auch Kathrin selbst kann ihrem Schicksal nicht entgehen. Ihr Vater lässt sich auf einen Handel mit Lux‘ Vater ein und ausgerechnet Kathrin muss Lux heiraten. Es kommt wie es kommen muss: Die Ehe ist unglücklich. Kathrin flüchtet auf eine Burg, um Lux und ihrem Schwiegervater zu entgehen. Dort begegnet ihr Hans, ein ehemaliger Landsknecht, in den sie sich schließlich verliebt. Sprachlich hat mir der Roman ganz gut gefallen. Die Sprache, die die Autorin gewählt hat, passt zum Genre und zu der beschriebenen Zeit. Die ersten 200 Seiten sind durchaus spannend, dann fällt der Spannungsbogen leider ab und manche Passagen fand ich sehr langatmig. Auch fand ich das Ende durchaus vorhersehbar und wenig überraschend. Insgesamt kann ich sagen, dass der Roman eine nette Historienlektüre für zwischendurch darstellt, da er authentisch recherchiert ist und sich gut lesen lässt. Allerdings kann er es mit Klassikern wie „Die Säulen der Erde“ u.ä. nicht aufnehmen. Trotzdem kann ich das Buch weiter empfehlen.

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    Crazy

    Crazy

    19. February 2012 um 13:21

    Ich muss ganz ehrlich sagen, obwohl ich bisher alle Bücher von Katerina Timm gelesen habe, habe ich mit dem Titel des Buches sehr sehr schwer getan. Ich musste also darauf vertrauen, dass es mir gefallen würde, wie es auch bei den anderen Büchern der Fall war. Ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Im Gegenteil - ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Das Buch ist überhaupt nicht rasant geschrieben, aber mit so viel Herz, dass man sich darin einfach wohl fühlen muss und immer und immer weiterlesen muss. Zumindest ging es mir so. Die Hauptperson, Kathrin, schließt zum Anfang des Buches einen Pakt mit ihren Freundinnen: Keiner von den dreien wird jemals mit Lux, dem Weiberhelden des Dorfes, etwas anfangen. Nachdem erst die eine, dann die andere den Pakt bricht, muss Kathrin ihn aufgrund einer Intrige ihres Vaters heiraten. Als nicht abzusehen ist, dass die beiden je als Ehepaar leben, bändelt sie mit einem anderen Mann an und schließt sich schließlich der Bundschuh-Bewegung an. Mehr möchte ich zum Inhalt eigentlich nicht sagen, da ich sonst vielleicht zu viel verraten könnte. Zum Ende des Buches haben mich einige Ereignisse, die sich durch das ganze Buch gezogen haben, wirklich überrascht, da sie völlig anders geschehen sind, als es den Anschein hatte. Für alle Leser von historischen Romanen kann ich eine 100%ige Kaufempfehlung aussprechen. Von mir gibt es die volle Punktzahl.

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. December 2011 um 20:39

    Kathrin ist fassungslos. Ein Mädchen aus dem Dorf hat sich das Leben genommen, weil es die Schande nicht ertragen konnte. Der Sohn des reichsten Bauern hatte sie verführt. Alle jungen Frauen verfallen ihm, nur Kathrin lässt sich nicht blenden. Sie schließt einen Pakt mit ihren Freundinnen. Keine von ihnen wird sich je mit Lukas einlassen. Doch einer Intrige wegen muss Kathrin Lukas heiraten. Ihre Gefühle ihm gegenüber schwanken zwischen Hass und Anziehung. Währenddessen nehmen die Ungerechtigkeiten der herrschenden Adligen zu. Kathrin schließt sich Bauern an, die einen Aufstand planen. Als sie sich einem anderen Mann zuwendet und Lukas dies entdeckt, drohen dem Aufstand Verrat und Kathrin der Tod. Dieses Buch hat mir ganz gut gefallen, auch wenn ich nicht ganz damit einverstanden bin, was der Klappentext verspricht, denn ganz so dramatisch kommt einem die Geschichte im Buch dann selbst nicht wirklich vor. Man fühlt mit der Protagonistin Kathrin mit und wird ganz schnell und einfach in eine andere Zeit versetzt, obwohl ich leider sagen muss, dass es mir manchmal nicht so vorkam, dass der Roman im Mittelalter spielt. Dafür genoß Kathrin meiner Meinung nach viel zu viele Freiheiten und auch bei der Beschreibung der Umgebung hatte ich nicht immer das Gefühl mich im Mittelalter zu befinden. Trotz dieses kleinen Mängels hat mich der Roman sehr gefesselt, denn die Geschichte von Kathrin ist wirklich sehr schön beschrieben worden und es war interessant zu sehen, welche plötzlichen und überraschenden Wendungen ihr Leben immer wieder genommen hat. Dass mir das Buch gefallen hat, lag auch an dem Schreibstil, der einfach und schnörkellos ist, sodass man einfach in die Geschichte eintauchen kann ohne groß nachdenken zu müssen.

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    Buchina

    Buchina

    21. December 2011 um 14:15

    Der Titel des Romanes hat mich sehr neugierig gemacht. Es klang nach einer Gruppe junger Frauen, die sich gegen die Männer verschwören. So passte der Beginn des Romans auch sehr gut dazu. Denn Kathrin, die Protagonistin, rettet ein junges Mädchen vor einer Vergewaltigung durch Landsknechte. Dieses Erlebnis beeindruckt sie zwar stark, aber wirklich wütend ist sie auf den Junggesellen Lux, die beste Partie in ihrem Dorf. Er lässt nichts anbrennen und ist schon mit einigen jungen Frauen „im Heu verschwunden“. Einer seiner Ex-Geliebten soll sich umgebracht haben. Mit ihren beiden Freundinnen schwört Kathrin deshalb niemals etwas mit Lux anzufangen. Der Schwur hält nicht lange und selbst die standhafte Kathrin kann sich nicht erwehren. Wie auch sie schließlich zu Lux gelangt will ich hier nicht verraten, nur soviel es ist ein schwerer Weg mit vielen überraschenden Wendungen. Meiner Meinung nur, hat die ganze Handlung wenig mit dem Schwur zu tun und auch nicht mit einem Kampf Frau gegen Mann. Der Roman beschreibt dagegen das Leben der Bäuerin Kathrin, die auch durch eigene Vorurteile und Starrsinn ihr Glück erst spät findet. Sehr positiv in diesem Roman ist die Beschreibung des bäuerlichen Lebens, wobei die Autorin dies auch immer wieder durch den Gebrauch damals üblicher Begriffe unterstützt. Sie beschreibt sehr gut das harte Leben, welches durch die zum Teil sehr ungerechten Abgaben an die Herrschenden bestimmt wird. Der historische Rahmen spielt dabei der Bundschuhbewegung, über die ich vorher kaum etwas wusste. Es ist ein spannender Roman, der in einer Umbruchszeit spielt, dem ich aber nicht die voll „Punktzahl“ geben kann, da der Roman noch einigen Spielraum nach oben zulässt. Für mich waren wiesen einige Handlungsstränge ein paar wenige logische Ungereimtheiten auf und der historische Rahmen hätte mehr genutzt werden können. So wurde der Aufstand an sich, sehr schnell abgehandelt. Aber dennoch ein sehr lesenwertes Buch.

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    conneling

    conneling

    05. December 2011 um 21:45

    Kathrin, Jutta und Margot verbünden sich und halten einen Schwur, niemand soll sich mit Lux einlassen. Lux ist ein Schürzenjäger und steht in verbindung zu fast allen Mädchen im Dorf. Kathrin, Jutta und Margot schwören, dass sie sich nicht mit ihm einlassen werden, was allerdings bald anders wird. Sie alle stehen in Verbindung zu ihm, ob als Geliebte, Verlobte oder Gespielin, sie können ihren Schwur nicht halten, obwohl eine Freundin von ihm geschwängert wurde und sie sich darauf umgebracht hat. Es sind harte Zeiten, die Bauersleute und Mädchen ziehen in den Wäldern umher um Feuerholz zu stehlen um irgendwie über den Winter zu kommen. Drei Knechte versuchen eines Tages eine Magd zu vergewaltigen, Kathrin sieht es und kommt dem Mädchen zu Hilfe, was ihr übel genommen wird, die Burschen schwören Rache. Kathrin hat es nicht leicht, sie ist angezogen von Lux, wird von den drei Landknechten verfolgt und Hans, der es auf sie abgesehen hat und dem sie auch gut gewogen war wird zum eifersüchtigen Irren. Was wird aus Kathrin? Es hat sehr viel Spass gemacht dieses Buch zu lesen, sehr gut recherchiert, gut und flüssig geschrieben, mit einigen Wendungen, die für viel UNterhaltung und Spannung gesorgt haben.

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    15. November 2011 um 11:01

    In Untergrombach Ende des 15. Jahrhunderts geben sich drei Frauen das Versprechen, niemals auf die Verführungskünste des Lukas Simon einzugehen. Zwar ist er der Sohn des reichsten Bauern in der Gegend, doch scheint er Schuld an dem Freitod eines Mädchens aus dem Dorf zu haben. Kathrin Lett gelingt es, seinen Schmeicheleien zu widerstehen, bis eine List sie dazu zwingt, Lukas zu heiraten. Die Ehe verläuft alles andere als glücklich und Kathrin flieht immer mehr zu ihrer Familie. Diese kämpft allerdings um ihr Überleben. Als Kathrin daher von einem geplanten Aufstand der Bauern erfährt, schließt sie sich dem an und bringt dabei nicht nur sich in Gefahr. Der neue Roman von Katerina Timm ist eine sehr temporeiche Mischung aus romantischem Verwirrspiel vor historisch belegtem Hintergrund. Die Hauptprotagonistin Kathrin kommt sehr lebendig und sympathisch rüber. Die anderen Personen dagegen bleiben eher farblos und bei vielen weiß man sie nicht so recht einzuschätzen. Bei der Geschichte steht allerdings eher das Liebesleben von Kathrin im Vordergrund. Die Bundschuhbewegung gerät stark in den Hintergrund und scheint eher ein mitlaufender Strang zu sein. Aufgelockert wird das Ganze durch Einschübe, die 21 Jahre vorher stattfanden und die Geschichte von Kathrins Mutter Anna erzählen. Fazit: Ein sehr spannender Roman, den ich binnen zweier Tage durchgelesen hatte. Auch wenn die Bauernaufstände meiner Meinung nach zu kurz kommen, gleicht dies das interessante Verwirrspiel um Kathrin wieder aus. Sehr empfehlenswert für ein paar spannende Lesestunden...

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    YvOnNe30

    YvOnNe30

    14. November 2011 um 15:41

    Der Schwur Der Schwur der Jungfrauen Katerina Timm Zum Buch: Kathrin und Ihre Freundinnen schliessen an einem Totensonntag einen Schwur: "Bei der heiligen Katharina, dass wir uns nicht mit dem Lux einlassen. Im ganzen Leben nicht." Da sich vor einiger Zeit die Barbel das Leben genommen hat. Sie konnte die Schande nicht ertragen vom Reichsten Bauern verführt und dann auch noch von ihm ein Kind unter dem Herzen zu tragen. Nur hat es sich wirklich so zugetragen? Der Schwur hält nicht lange einer der Freundinnen wird schwach und lässt sich doch auf Lux ein und wird auch noch von Kathrin erwischt. Ich hab das Funkeln in ihren Augen gesehen und kann nicht widerstehen. Das Leben in Untergrombach ist nicht einfach, die Familie von Kathrin hat es schwer, immer öffter können sie Ihre "Abgaben" nur mit Mühe und Not eintreiben und auf der Burg abgeben. Durch eine Intrige muss ausgerechnet Kathrin den Lux Heiraten. Aber das Eheleben ist alles andere als das wie man es sich vorstellt. Selbst das beieinander liegen läuft anders als geplant. Oder denkst du etwa ich hätt den Lux gern geheiratet? Ich sag dir, das ist der Allersetzte in Untergrombach, den ich gewollt hätt! Kathrin wendet sich mehr und mehr einen anderen Mann zu und schon bald darauf trägt auch sie ein Kind unter ihrem Herzen. Aber wie reagiert Lux darauf das sein Eheweib einen runden Bauch trägt, da beide gar nicht miteinander geschlafen haben?! In der gleichen Zeit kommt ein "Bauernaufstand" ins Rollen. Kathrin´s Geliebter und auch ihr Mann sind in dabei. Wird das gut gehen? Selbst ein Veräter ist unter ihnen. Doch werden sie verraten droht allen den Tod! Mein Fazit: Das Buch hat mir gut gefallen, es ist von allem etwas dabei Hass- Liebe-Verrat-List-Wiedervereinigung-Eifersucht-Freundschaft. Von Anfang bis Ende immer passiert etwas unvorhersehbares es wird nie langweilig, und nimmt am Ende sogar ein Wendung! Der Schreibstil ist ans Mittelalter angehaucht aber einfach und flüssig zu lesen. Das Cover ist schlicht und düster gehalten so wie man sich Kathrin vorstellt stehts mit einem Messer unterwegs. Empfehlen ist das Buch für alle die Historische- Geschichten- Romane gerne lesen. Um Ehrlich zu sein das war mein erstes Historisches Buch da ich sonst nur Fantasy lese, ein weiteres wird mit Sicherheit folgen :-)

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    Die-Rezensentin

    Die-Rezensentin

    12. November 2011 um 10:05

    Kurzweilige Unterhaltung !! Katharinas Familie sind einfache Bauern im 15.Jahrhundert und sie müssen jeden Tag ums Überleben kämpfen. Die Ernte ist oft nicht so ertragreich,wie vorher angenommen, aber die Abgaben an den Burgvogt sind trotzdem fällig. Der Vater sieht nur noch einen Ausweg; er muß eine gute Partie für seine Tochter finden, damit ein Esser wegfällt.Doch ohne Mitgift ist das nicht so einfach, deswegen greift der Vater zu einer List. Nach einem feuchtfröhlichen Abend wacht Katharina neben ,dem ihr verhassten Lux ,dem Weiberheld des Dorfes auf. Lux ,der aus einer reichen Familie stammt,wird gezwungen sie zu heiraten. Jede andere Frau des Dorfes hätte sich über diese Partie gefreut,doch Katharina hatte sich schon früher geschworen,niemals etwas mit ihm anzufangen. Die Ehe ist von Anfang an zum scheitern verurteilt,beide reden kaum miteinander. Um ihrem Mann und seiner Familie aus dem Weg zu gehen, arbeitet Katharina in der Woche auf der Burg und sieht Lux nur Sonntags. Ihre Freundin Jutta wohnt und arbeitet mit ihrem Mann auch dort und bald fühlt sich Katharina auf der Burg heimischer als woanders. Da sie sich von ihrem Ehemann so vernachlässigt fühlt, läßt sie sich mit Hans ein, der auch auf der Burg arbeitet. Doch glücklich wird sie dadurch nicht, denn sie merkt, dass sie sich inzwischen in Lux verliebt hat, der sie aber nie beachtet. Eines Tages macht sie eine Entdeckung und nun weiß sie auch , warum sich der Lux nicht für sie interessiert ! Lux und Jutta scheinen ein Verhältnis miteinander zu haben und auch einen gemeinsamen Sohn. Katharina fühlt sich inzwischen von allen verraten, schließt sich nun den Bauern an, die einen Aufstand planen und zwar die Bundschuh-Bewegung. Das Buch hat mir sehr gut gefallen; man kommt nach den ersten Seiten sofort in die Geschichte rein und fühlt sich mit den Personen verbunden. Das einfache Leben der Bauern wurde sehr gut beschrieben, die Bundschuh-Bewegung hat es wirklich gegeben (1493 bis 1517 ).Natürlich ist es ziemlich vorhersehbar,was alles noch passiert, manche Stellen sind auch etwas von weit hergeholt. Aber insgesamt ein Buch, das sich gut lesen läßt und wirklich kurzweilige Unterhaltung verspricht.

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    Klusi

    Klusi

    12. November 2011 um 00:34

    Untergrombach 1497: Drei junge Frauen schließen einen Pakt. Sie schwören sich gegenseitig, nie auf die Verführungsversuche von Lukas Simon einzugehen. Der Sohn des reichsten Bauern in der Gegend ist ein wahrer Herzensbrecher, und es wird im Dorf gemunkelt, dass er am Freitod eines Mädchens schuld ist. Ihm zu widerstehen fällt den Verschwörerinnen gar nicht so leicht. Nur Kathrin Lett, die Tochter eines armen leibeigenen Bauern wähnt sich seinen Verführungsversuchen gegenüber immun. Aber dann fällt sie einer List zum Opfer und muss Lux heiraten. Das junge Paar ist alles andere als glücklich. Zudem werden für Kathrins Familie die Lebensbedingungen immer schwerer, da ein schlimmer Brand einen großen Teil ihres Besitzes vernichtet hat und Veit Lett die geforderten Abgaben an den Burgherrn nicht leisten kann. Kathrin erfährt von einem geplanten Aufstand der Bauern und schließt sich ihm an, und sie fühlt sich zu einem anderen Mann hingezogen. Mit ihren Entscheidungen bringt sie nicht nur sich selbst in Gefahr! Mit diesem Roman ist Katerina Timm eine sehr ausgewogene Mischung aus historisch belegten Tatsachen und einem romantischen Verwirrspiel der Gefühle gelungen. Ihre Protagonisten sind Menschen aus dem einfachen Volk. Sie reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, und genau das macht die Geschichte so glaubwürdig und sympathisch. Der Leser erfährt viel über das Elend der leibeigenen Bauern zur damaligen Zeit, über ihre Sorgen und Nöte, im Extremfall auch über die nackte Existenzangst. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Bauern aufbegehren und mehr Rechte und Freiheit fordern. Hier kommt die Bundschuhbewegung unter Joss Fritz ins Spiel. Der Bauernaufstand war von langer Hand geplant, wurde aber zuletzt durch einen Verrat vereitelt. Wie die Autorin dieses historische Ereignis in ihre Geschichte einbettet, so könnte es durchaus gewesen sein. Mit viel Zeitkolorit ist das Leben im Dorf beschrieben, und die Charaktere wirken alle sehr natürlich und unverfälscht. Eine Liebesgeschichte gibt es auch, aber die verläuft ganz und gar nicht geradlinig. Als stiller Beobachter erhält der Leser interessante Einblicke in das Seelenleben der Beteiligten. Bei den Entwicklungen und Verwirrungen hat die Autorin immer noch eine Überraschung im Ärmel, und Langeweile kommt hier ganz gewiss nicht auf. Dazwischen gibt es mehrere kurze Rückblenden in die Vergangenheit von Kathrins Mutter Anna. Was es mit deren Erlebnissen bei einer Wallfahrt auf sich hat, erfährt man erst nach und nach. Diese Abschnitte bringen zusätzliche Spannung und auch Klarheit in so manche rätselhafte Angelegenheit. Auch stellen sie die Verbindung zu Hans Böhm, dem „Pauker von Niklashausen“ her, der in gewisser Weise als Vorbote der Bundschuhbewegung gesehen wird. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Charaktere dieses Romans weitgehend einfache Bauern sind und man mehr über deren Welt erfährt. Die kernige Sprache wirkt ungekünstelt und verleiht der Geschichte eine sehr ursprüngliche Atmosphäre.

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    dearwhoever

    dearwhoever

    08. November 2011 um 23:00

    nhalt : Das Buch erzählt die Geschichte von Kathrin, einem Bauernmädchen aus ärmlichen Verhältnissen im 15. Jahrhundert, die gezwungen wird, einen Mann zu heiraten, um den sie alle beneiden, den sie aber nie wollte. Ihre Ehe ist alles andere, als glücklich und so wendet sie sich einem anderen Mann zu.... Meine Meinung : Dies war mein erstes Buch von Katerina Timm und auch einer der ersten historischen Romane, die ich gelesen habe. Die Geschichte beginnt rasant und spannend, nicht mit einer langatmigen Einleitung, nein - man findet sich sofort ins Geschehen ein. Der Einstieg ist somit gut gelungen. Die Protagonistin ist eine starke, mutige Frau und somit sehr sympathisch. Auch die anderen Charaktere gefielen mir gut - bis auf Lux Simon, aber dazu später mehr. Für mich teilt sich die Geschichte in zwei wesentliche Teile : Die Bauernaufstände und die Liebes- und Leidensgeschichte Kathrins. Mit ersterem hat mich die Autorin voll und ganz überzeugt : Die Ereignisse sind authentisch und spannend dargestellt, dabei wurde aber nicht übertrieben und es wurde auch kein unrealistisches Happy End dazu gedichtet. Auch die ärmlichen Lebensverhältnisse der Bauern fand ich sehr interessant und gut in die Geschichte eingebracht. Die Liebesgeschichte Kathrins jedoch hat mich überhaupt nicht überzeugt. Zwar ist die Grundidee, dass die Hauptfigur einen scheinbar unsensiblen Mann heiraten muss, den sie nicht will und sich später doch in ihn verliebt, gut, aber die Umsetzung war meiner Meinung nach sehr unrealistisch. Das ging mir am Ende alles zu schnell und holperig. Zwei Menschen, die sich nicht leiden können und dann von einem auf den anderen Tag unsterblich ineinander verliebt sind? Ein Mann der von einem auf den anderen Tag ein komplett anderes Wesen hat? Wohl kaum. Trotzdem ist das Buch insgesamt nicht schlecht. Der Stil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, da sie auch die Sprache der damaligen Zeit sehr gut umgesetzt hat. Wem hauptsächlich die historischen Fakten wichtig sind, der ist hier deshalb genau richtig, wer jedoch auf eine romantische Liebesgeschichte hofft, dem würde ich von diesem Buch eher abraten.

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    bonomania

    bonomania

    06. November 2011 um 18:54

    Kathrin, Jutta und Margret, 3 Freundinnen aus Untergrombach, schwören sich, niemals etwas mit dem schönen Lux anzufangen. Er ist der Sohn des reichsten Bauern im Ort und die Frauen umschwirren ihn wie Motten das Licht. Kathrin ist der Meinung, sich mit so einem Hallodri gar nicht erst einzulassen. Doch es kommt, wie immer im Leben, anders als man plant. Durch eine Intrige Ihrer beiden Väter werden Lux und Kathrin gezwungen zu heiraten. Da Jutta dem Lux eigentlich versprochen war, kommt es zunächst zum Bruch der Freundschaft zwischen Jutta und Kathrin. Nach der Hochzeit verbringen Lux und Kathrin eine recht unglückliche Zeit zusammen. Sie streiten sich oft und giften sich verbal an. Immer öfters flieht Kathrin daher auf die Burg zur Jutta, um Ihr bei der täglichen Arbeit zu unterstützen. Sie ist mittlerweile mit dem Michel, dem Wächter der Burg, verheiratet. Dort lernt Kathrin auch den undurchsichtigen Landsknecht Hans kennen..... Soweit so gut, mehr möchte ich von der Geschichte nicht verraten. Bis dahin war für mich der Verlauf der Geschichte stimmig und nachvollziehbar. Als großen Pluspunkt empfand ich, wie es der Autorin mühelos gelingt, mit eindringlichen Worten die damalige Not und das Elend der Bauern zu schildern. Interessant fand ich die Beschreibungen des einfachen Bauernlebens, nahe am Frondasein und die Entwicklungen, die zum Bauernaufstand, dem sogenannten "Bundschuh" unter Joß Fritz führten. Was sich jedoch danach zwischen Lux, Hans, Michel, Kathrin und Jutta abspielt, wirkte für mich leider unglaubwürdig und konstruiert. Da hat die Autorin einfach zu viel gewollt, jedoch die Logik ist dabei auf der Strecke geblieben. Der Schreibstil ist wie auch bei ihren beiden vorherigen Romanen angenehm und flüssig zu lesen, jedoch konnte ich bei dem Schwur der Jungfrauen nicht so mitfiebern wie gewohnt. In den Schlussbemerkungen am Buchende erklärt die Autorin, was historisch korrekt und wann sie sich eine dichterische Freiheit erlaubt hat.

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  • Rezension zu "Der Schwur der Jungfrauen" von Katerina Timm

    Der Schwur der Jungfrauen
    DarkReader

    DarkReader

    05. November 2011 um 09:56

    Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, ich liebe historische Romane und ganz besonders die aus dem Mittelalter. Und ich wurde nicht enttäuscht, dieses Buch ist großartig. Vor allem, weil es auf historischen Begebenheiten beruht und die Autorin sich sehr um Authenzität bemüht hat. Nur ein oder zwei Charaktere wurden von ihr hinzugefügt oder verändert und das macht einen großen Teil des Reizes dieses Buches aus. Doch möchte ich beim äußeren Erscheinungsbild beginnen, welches sehr gut gelungen ist, Prächtiges Purpur prägt den Buchumschlag, es ist ein Teil einer Frauengestalt, die ein wunderschönes rot- schwarzes Kleid trägt, welches ein florales Muster ziert. In der Hand der Frau befindet sich ein reich verzierter Dolch, die Hand, die diesen hält, ist geschmückt mit einem sehr schönen Ring, fein ziseliert, wie es zu dieser Zeit üblich war. Ein wenig gestört hat mich diese offensichtliche Pracht, weil ich sie nicht so ganz in Zusammenhang mit der Geschichte bringen konnte, denn die Frauen, um die es im Buch geht, sind durchweg arm bis auf eine Ausnahme, die Frau des reichen Bauern. Nichts desto Trotz ist der Buchumschlag sehr schön anzusehen und gefällt mir sehr gut. Rot aus schwarzem Grund ist immer ein Blickfang und der ist hier gut gelungen. Etwas gefehlt hat mir bei diesem Buch ein Lesebändchen. Bei der schönen Aufmachung wäre das das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Das Buch: Erzählt wird die Geschichte der jungen Kathrin, die gegen ihren Willen und nach Ränkeschmieden mit einem Mann verheiratet wird, den sie verabscheut: mit dem Frauenhelden Lukas. Er soll ein Mädchen ins Unglück gestürzt haben, die sich - ungewollt schwanger von ihm - das Leben nahm. Armut und Existenzangst prägten bis jetzt das Leben von Kathrin und ihrer armen Familie und viele neiden ihr den "Aufstieg" in eine höhere Klasse. Niemand ahnt, wie sehr Kathrin unter ihrer Situation leidet, die sie nie gewollt hat. Da planen einige Bauern einen Aufstand gegen ihre Herren und Kathrin ist mitten im Geschehen, gefangen zwischen zwei Männern..... Die Autorin legt hier einen Mittelalter- Roman vor, der auf einer historisch belegbaren Begebenheit beruht. Erstklassig recherchiert und geschichtlich verbrieft sind die Ereignisse des Untergrombacher Bundschuhs, eines geplanten Aufstands der Untergrombacher Bauern gegen ihre Herren, die ihnen alles abpressen, was die Felder und Ställe hergeben und den Bauern und ihren Familien kaum etwas zum Leben übrig lassen. In einer klaren und trotzdem schönen Schriftsprache erzählt sie die Geschichte von Kathrin, die tief in diese Ereignisse verwickelt ist. Die meisten Personen sind historisch belegt, sogar die meisten Namen stimmen mit den "echten" Charakteren überein. Die dichterische Freiheit, die sie sich hier und da genommen hat, fügt sich wunderbar in die Historie ein. Ein Roman, den ich vorbehaltlos empfehlen kann, mir hat jede Seite Spaß gemacht und es wird nicht mein letztes Buch dieser Autorin gewesen sein.

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