Katharina Adler

 3.7 Sterne bei 79 Bewertungen
Autorin von Ida, Ida und weiteren Büchern.
Katharina Adler

Lebenslauf von Katharina Adler

Lesenswert ausgezeichnet: Die 1980 geborene deutsche Autorin hat amerikanische Literaturgeschichte an der LMU München und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert, war Suhrkamp-Stipendiatin der Schillertage am Nationaltheater Mannheim und der Zeit-Stiftung am Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop. Das erste Drehbuch „Sunny und Roswitha“ der Chefredakteurin des englischsprachigen Online-Portals munichfound, die zudem Mitbegründerin der Berliner Atelier- und Bürogemeinschaft adler & söhne ist, wurde im Jahr 2010 verfilmt. Ihren Debütroman „Ida“ veröffentlichte die Schriftstellerin 2018. Er handelt von ihrer Urgroßmutter Dora, der bekannten Patientin Freuds und bescherte ihr das Literaturstipendium des Freistaats Bayern sowie eine Nominierung für den Döblinpreis. Katharina Adler lebt in ihrer Heimatstadt München.

Alle Bücher von Katharina Adler

Katharina AdlerIda
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Ida
Ida
 (48)
Erschienen am 24.07.2018
Katharina AdlerTippgemeinschaft. Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig 2007
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Tippgemeinschaft. Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig 2007
Katharina AdlerLebenslandschaft Allgäu
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Lebenslandschaft Allgäu
Lebenslandschaft Allgäu
 (0)
Erschienen am 01.01.1999
Katharina AdlerIda
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Ida
Ida
 (31)
Erschienen am 25.07.2018
Katharina AdlerMichael Tummings – Hidden
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Michael Tummings – Hidden
Michael Tummings – Hidden
 (0)
Erschienen am 01.05.2012

Neue Rezensionen zu Katharina Adler

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Hermione27s avatar

Rezension zu "Ida" von Katharina Adler

Teils interessante, teils etwas langatmige Lebensgeschichte
Hermione27vor 4 Tagen

Wien, Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts: Ida Bauer, später Adler-Bauer, ist eine junge Frau, die unter diversen medizinischen Beschwerden leidet und schließlich bei Siegmund Freund in Behandlung geht.

Es wird ihre bewegte Lebensgeschichte zwischen zwei Weltkriegen, schließlich mit Flucht aus Österreich erzählt.

 

 

Meine Meinung:

Ida Adler-Bauer ist eine besondere Persönlichkeit, die viel erlebt hat und in einer bewegten Zeit gelebt hat. Als getaufte Jüdin in Österreich muss sie schließlich aus ihrer Heimatstadt flüchten und reist über Frankreich, Spanien bis in die USA, wo sie schließlich stirbt.

Ihr Leben wird auf 10 CDs in diesem Hörbuch sehr ausführlich erzählt. Die Schilderungen ihrer Krankheiten, ihres Verhältnisses zu ihren Eltern, ihrer Theaterbesuchen etc. etc. sind teilweise schon sehr umfangreich.

Die Erzählungen ziehen sich zum Teil sehr, während man irgendwie darauf wartet, dass etwas Entscheidendes passiert.

Das Ziel dieser Erzählung wird nicht so ganz klar, außer dass es die Lebensgeschichte einer nicht wirklich bekannten Frau erzählt.

 

Manche Teile sind ganz unterhaltsam zu hören, andere sind eher langweilig.

Auch wenn die Geschichte schön vorgelesen wird, habe ich zuletzt schon wesentlich bessere Hörbücher gehört, z.B. „Das rote Adressbuch“ oder „Drei Frauen am See“. Diese Hörbücher haben mich weitaus mehr gefesselt und unterhalten.

 

 

Fazit:

Ich würde das Hörbuch nicht unbedingt weiterempfehlen, aber wer sich für die Lebensgeschichte der (nicht bekannten, aber echten) Person Ida Bauer-Adler interessiert, kann sich die Geschichte sicherlich anhören.

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M

Rezension zu "Ida" von Katharina Adler

Der Fall Dora
magdalena_kapplervor 6 Tagen

Ich habe das Buch gelesen wegen meines Interesses an der Psychologie, und ich wurde nicht enttäuscht. Ida, oder „der Fall Dora“, wie Freud es genannt hat, erzählt von der beeindruckenden Lebensgeschichte eines Mädchens, das zu einer jungen Frau heranwächst in Österreich im Übergang zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert. Das Buch beleuchtet die frühen Lebensumstände der Tochter eines erfolgreichen Textilunternehmers, ihre Somatisierungssymptome, die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter, die Liebesgeschichte ihres Vaters, aber auch den politischen Umbruch in Österreich, bei dem Idas Bruder als Sozialdemokrat eine entscheidende Rolle spielt.
Besonders beeindruckt hat mich der 5. Teil des Buches, in welchem es um den „Herrn Doktor“ Freud geht. Einerseits wird hier klar, wie abstrus und an den Haaren herbeigezogen Freuds Theorien teilweise sind. Freie Assoziation, Therapie mit Hilfe von Traumdeutung, die Erklärung von Idas Symptomen und Beschwerden mit Hilfe des Ödipus-Komplexes – was im Klartext heißt: die Symptome sollen Ausdruck sein von Idas unterdrückten sexuellen Wünschen ihrem Vater gegenüber – das ist wohl nicht der aktuelle Stand der Forschung und der Psychologie im allgemeinen. Und doch sind Freuds Ideen bis heute einflussreich, und teilweise wohl auch zurecht. Das Buch zeigt auch auf, wie revolutionär diese Idee wirklich war, Krankheiten mittels Psychotherapie heilen zu wollen, mit Gesprächen auf einem Sofa, das heute noch als das Bild für Psychotherapie gilt, das vielen Menschen dazu zuerst einfällt.
Dieser sehr gute 5. Teil wurde für mich leider etwas getrübt durch die teils sehr komplizierten (politischen) Verwicklungen im Rest des Buches. Dadurch, dass vieles nicht in chronologischer Reihenfolge erzählt wurde, ist es schwierig, überall zu folgen. Ich bin mir sicher, dass alles, was Katharina Adler in „Ida“ schreibt, sehr fundiert und gut recherchiert ist, aber wirklich gefesselt hat mich vor allem der Teil mit Freud. Es hätte etwas weniger Politik sein können und etwas mehr Freud, so lautet also mein Fazit. Nichts desto trotz ein absolut lesenswertes Buch!

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R

Rezension zu "Ida" von Katharina Adler

Die Wogen einer neuen Zeit.
RubyKairovor 10 Tagen

          Was für eine Familiengeschichte. Die Geschichte der Ida Bauer. Man liest fasziniert diese Lebensgeschichte. Ida Adler, geborene Bauer sorgte einst für Furore: Sie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts, sie wird von ihrem Vater, einem Lebemann en gros, zu dessen Freund Sigmund Freud geschickt. Dora, das jüdische Mädchen mit der 'petite hystérie', die es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden, und ihn, wie er es fasste, "um die Befriedigung brachte, sie weit gründlicher von ihrem Leiden zu befreien. Die Wiener Jüdin war um die Jahrhundertwende eine  Hysterie Patientin von Sigmund Freund, der Psychoanalytik-Begründer machte sie als "Fall Dora" weltberühmt. Ihre Urenkelin, die Münchner Autorin Katharina Adler, hat aus Ida Adlers Lebensgeschichte einen spannenden Roman gemacht, der den Bogen von der selbstbewusst-trotzigen 18-Jährigen, die sich sogar Freud widersetzte, bis zur Emigrantin in New York spannt. Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange nicht mehr als eine Familienanekdote, ihre Urgroßmutter, die - nicht unter ihrem wirklichen Namen und auch nicht für eine besondere Leistung - zu Nachruhm kam. Ida, die als der 'Fall Dora' von der Nachwelt mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisiert wurde. Nach und nach wuchs in ihr der Wunsch, dieses Bild von Ida zu ergänzen, ihm aber auch etwas entgegenzusetzen. Sie wollte eine Frau zeigen, die man nicht als lebenslängliche Hysterikerin abtun oder pauschal als Heldin instrumentalisieren kann. Doch die Familiengeschichte umfasst weitaus mehr. Wir erfahren einiges über ihre politische Aktivitäten in der österreichischen Sozialdemokratie, aus der Ehe mit dem eher unglücklichen Komponisten Ernst Adler und später über ihr Exil als Jüdin in der neuen Heimat Amerika. Von ihr, von "Ida", handelt dieser mitreißende Roman: die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. Eine Frau mit vielen Stärken und auch einigen Schwächen, die trotz aller Widrigkeiten bis zuletzt um ein selbstbestimmtes Leben ringt. Mit großem gestalterischem Weitblick und scharfem Auge für jedes Detail erzählt Katharina Adler die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. Eine Geschichte, in die sich ein halbes Jahrhundert mit seinen Verwerfungen eingeschrieben hat. Ida ist ein Plädoyer für die Wahrheit der Empfindung und die Vielfalt ihrer Versionen. Der Roman eines weitreichenden Lebens, das – mit Freuds Praxistür im Rücken – erst seinen Anfang nahm. Ein beeindruckendes und ganz besonderes Werk, außerdem ist es ein bemerkenswerter Ausschnitt des 20. Jahrhunderts. Es besticht durch die knappe, lakonische Sprache - es ist nie ein Wort zuviel. Ausdrucksvoll geschrieben von der Autorin, entwickelt die Geschichte einen ganz eigenen Sog, dem der Leser sich nicht entziehen kann. Eine spannende und ansprechende Geschichte. Wer interessante Roman-Biografien mag, der ist hier richtig.
       

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Gespräche aus der Community

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Marina_Nordbrezes avatar

Der Literatursalon präsentiert: Freuds unerhörte Patientin

Mit "Ida", dem sechsten Titel im LovelyBooks Literatursalon, nimmt uns Katharina Adler mit in die Behandlungsräume des wohl berühmtesten Psychoanalytikers seiner Zeit! 
Der "Fall Dora" gehört zu einem der bekanntesten Behandlungen von Sigmund Freud, hat doch die Patientin Ida Bauer die Therapie selbst vorzeitig beendet. 
Katharina Adler gelingt in "Ida" ein besonders authentisches Porträt, handelt es sich doch bei Ida Bauer um ihre Urgroßmutter.

Wir freuen uns sehr, euch "Ida" in dieser Hörrunde im Literatursalon vorstellen zu dürfen! Insgesamt verlosen wir 30 Exemplare des Hörbuchs, gelesen von  Petra Morzé.

In unserem  LovelyBooks Literatursalon  warten außerdem weitere literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben auf euch.

Zum Inhalt
Sie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts: Dora, das jüdische Mädchen mit der 'petite hystérie', die es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden. Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange nicht mehr als eine Familienanekdote: ihre Urgroßmutter Ida, die als der 'Fall Dora' von der Nachwelt mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisiert wurde. 'Nach und nach wuchs in mir der Wunsch, dieses Bild von ihr zu ergänzen, ihm aber auch etwas entgegenzusetzen. Ich wollte eine Frau zeigen, die man nicht als lebenslängliche Hysterikerin abtun oder pauschal als Heldin instrumentalisieren kann. Eine Frau mit vielen Stärken und auch einigen Schwächen, die trotz aller Widrigkeiten bis zuletzt um ein selbstbestimmtes Leben ringt.' Von ihr, von "Ida", handelt dieser mitreißende Roman: die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung.

>> Hier geht es zur Hörprobe für den ersten Eindruck!

Die Autorin
Lesenswert ausgezeichnet: Die 1980 geborene deutsche Autorin hat amerikanische Literaturgeschichte an der LMU München und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert, war Suhrkamp-Stipendiatin der Schillertage am Nationaltheater Mannheim und der Zeit-Stiftung am Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop. Das erste Drehbuch „Sunny und Roswitha“ der Chefredakteurin des englischsprachigen Online-Portals munichfound, die zudem Mitbegründerin der Berliner Atelier- und Bürogemeinschaft adler & söhne ist, wurde im Jahr 2010 verfilmt. Ihren Debütroman „Ida“ veröffentlichte die Schriftstellerin 2018. Er handelt von ihrer Urgroßmutter Dora, der bekannten Patientin Freuds und bescherte ihr das Literaturstipendium des Freistaats Bayern sowie eine Nominierung für den Döblinpreis. Katharina Adler lebt in ihrer Heimatstadt München.

Die Sprecherin
Petra Morzé ist Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater und war in Kinofilmen wie Lou Andreas-Salomé und Nordwand zu sehen. Für ihre Arbeit als Hörspielsprecherin wurde sie 2014 von der ORF-Hörspiel-Jury zur »Schauspielerin des Jahres« gekürt.

Zusammen mit Argon  verlosen wir  30 Hörbuch-Exemplare  von  "Ida"  unter allen, die sich im Rahmen dieser Hörunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Wenn ihr neugierig geworden seid, bewerbt euch über den blauen  "Jetzt bewerben"-Button bis zum  9.07.  und antwortet auf folgende Frage:

Was reizt euch besonders an diesem Hörbuch?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch  viel Glück !

Ihr seid noch kein  Literatursalon -Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr  hier  und in unserer  Literatursalon-Plauderecke .

*  Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

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