Katharina Fiona Bode , Martin Knipp Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé

(18)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 1 Leser
  • 11 Rezensionen
(10)
(3)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé“ von Katharina Fiona Bode

Das Abenteuer beginnt! Bismarcks Berlin wie es niemand kennt. Biolonische Erfindungen prägen das Leben. Pickatoren rattern durch die Straßen, deren Bürgersteige partiell von Glasplatten ersetzt wurden, mechanische Krebse setzen über die Spree, und der Ausbau des Klangkugelkommunikators soll das Stadtbild für immer verändern. Kann es bloßer Zufall sein, der Erasmus Emmerich und seine Qualmfee immer wieder auf die richtige Spur führt? Oder hat das Universum seine Finger im Spiel, wenn eine Mordserie an Trollverbrechern das Kopfsteinpflaster erschüttert? Die Polizei tappt im Dunkeln, als eine verschleierte Fremde aufkreuzt und für Verwirrung sorgt, während Marie selbst unter Verdacht gerät. Kann Frau Oppenheimers Mäusemantel Licht ins Dunkel bringen oder liegt die Antwort an Bord des U-Boot-Wal Kolosses Wobbly Dick? Wenn keiner mehr weiß, wohin die Reise führt, ist man in der Welt von Erasmus Emmerich und vielleicht schon unterwegs in die Vergangenheit.

sehr eigener Erzählstil voller Wortspielen... Erasmus Emmerich ist wohl der verwirrteste Detektiv, den ich kenne

— annlu
annlu

Skurril, skurriler, Erasmus Emmerich...

— veronika_lackerbauer
veronika_lackerbauer

Anders, grandios, witzig, charmant - ein absolutes Lesevergnügen!!

— SandraFlorean
SandraFlorean

Feinster Steampunk, mit wunderbar schrägen Figuren, die man direkt ins Herz schließt. <3

— Amada07
Amada07

Eine fantastische Geschichte mit skurilen Erfindungen und einem noch skurilleren Erfinder, der ohne seine Qualmfee sehr aufgeschmissen wäre.

— RainbowDash28
RainbowDash28

Wundervolles Buch! Spannende Geschichte voller skuriler Erfindungen und liebenswürdigen Charakteren!

— Nenatie
Nenatie

Spannende Idee, für mich etwas over the top mit dem Wortwitz, aber trotzdem eine tolle Geschichte mit viel Steampunk! Für Fans ein Muss!

— Ninni89
Ninni89

Erasmus Emmerich und die Qualmfee Marie machen sich auf des Rätsels Spur und finden ungewöhnliche Lösungen.

— kleeblatt2012
kleeblatt2012

Stöbern in Science-Fiction

Red Rising - Im Haus der Feinde

Kann leider nicht mit Band 1 mithalten...

Jinscha

A.I. Apocalypse

Spannender Sci-Fi-Thriller der hoffentlich niemals zur Realität wird.

Andrea2015

Star Kid

Gute Idee, aber schwache Umsetzung!

mabuerele

Extraterrestrial - Die Ankunft

Tolle Ideen, es fehlt aber an der Umsetzung.

Ginger0303

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Verwirrter Detektiv schlägt sich durch eine eigene steampunk Welt

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    annlu

    annlu

    26. August 2017 um 22:45

    „Sei es drum, ich meine, wir sollten uns den Fall vielleicht doch einmal genauer ansehen. Das heißt bevor Villard wieder anfängt, wahllos unschuldige Türknäufe auszutauschen.“ „Oder weiter zu morden“, ergänzte Marie. „Wie meinen?“ „Naja, man könnte weitere Leben retten.“ „Ja, ja, genau, die der Knäufe, meiner Geduld, et cetera et cetera, wie ich eben sagte.“ Erasmus Emmerich, Privatier und Ehrenmann, geschworener Detektiv und Erfinder von nicht ganz so zuverlässigen Erfindungen nimmt sich so einiger Fälle an: seien es ein Messingknauf an einer eisernen Tür, ein Dienst im Namen der Freundschaft oder die Verschmutzung deutscher Kanaldeckel durch das Blut ermordeter Trolle. Erst einmal überzeugt von der Wichtigkeit seines Unterfangens lässt er die Spuren nicht mehr außer Augen und deckt dabei – ganz nebenbei und eigentlich unwichtig – zusammen mit seiner Partnerin, der Qualmfee Marie so manches Verbrechen auf. Das Buch umfasst drei der Geschichten um Erasmus Emmerich, wobei die ersten beiden Kurzgeschichten bereits in Steampunk Anthologien erschienen sind. Eingebettet wurden die Geschichten in eine sehr kurze Rahmengeschichte um zwei weitere Personen, ergänzt durch das Vorwort eines fiktiven Herausgebers. Schon dieses Vorwort hatte es in sich und war durch seinen Wortwitz sehr lustig, sodass ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Diese wurden durch die Kurzgeschichten aber erst einmal enttäuscht. Die vorangestellten Geschichten dienten zwar hervorragend dazu, Erasmus Emmerich und seine Qualmfee (die urspränglich eine Fee war, aber durch eines seiner misslungenen Experimente nun in Asche getaucht ist und Rauch und Qualm von sich gibt), ihren neuen Begleiter den belebten zinnoberroten Zinnsoldaten und Emmerichs Freund Friedolin vorzustellen. Auch bekam ich durch sie schon einen ersten Eindruck der steampunk Welt, in der sich dieses spezielle Berlin befindet, das Emmerich seine Heimat nennt. Überrascht hat mich dabei das Auftauchen fantastischer Wesen. Dazu zählt nicht nur die Fee, sondern auch Trolle und ein Halbalb. Weniger angetan war ich davon, dass sich der Wortwitz als nicht ganz so lustig herausstellte, wie ursprünglich gedacht, sodass mir manches eher skurril vorkam als witzig. Auch gingen mir die Ereignisse in den Kurzgeschichten etwas zu rasch voran, sodass ich die Handlung nicht immer als spannend bezeichnen konnte. Zudem erwies sich Erasmus als etwas eigen. Als Erfinder konnte ich mit seiner Zerstreutheit leben, seine Art, sich auf Unwesendliches zu konzentrieren und dabei mit mehr Glück als Verstand die Fälle zu lösen, erinnerte mich stark an die Serie Monk – wobei mir Erasmus bei weitem verrückter vorkam. Die Hauptgeschichte um Madame Mallarme nahm mehr Platz ein und konnte sich somit in Bezug auf die Handlung Zeit lassen, was mich gefreut hat. Auch waren mir nach den Kurzgeschichten die Personen bereits bekannt, wenn ihnen hier auch mehr Raum zugestanden wurde, um noch zusätzliche Charaktereigenschaften vorzustellen. Zudem wurden mehr steampunk-Elemente eingebaut und ich konnte mir eine bessere Vorstellung davon machen, mit welcher Welt ich es hier zu tun habe. Die Handlung fand ich hier schlüssiger und den Ausgang der Ermittlungen nicht so übereilt wie in den Kurzgeschichten, sodass mir die Geschichte insgesamt besser gefiel. Auffallend ist der eigene Erzählstil, auf den bereits im Vorwort Bezug genommen wird. Die Wortspiele, die sehr vieles wortwörtlich nehmen und den Gedankengang weiterspinnen, fand ich einzigartig. Einerseits haben sie mich beeindruckt, andererseits das Lesen aber teils anstrengend gestaltet, sodass ich nicht immer von ihnen angetan war. Fazit: Erasmus Emmerich ist der wohl verwirrteste Detektiv, dem ich je begegnet bin. Zusammen mit der steampunk-Welt, die durch die Bionik einen ganz eigenen Touch erhält und dem eigenen Wortwitz, der die Erzählung prägt, sind seine Geschichten nicht mit anderen zu vergleichen. Einerseits hat mir das gefallen, andererseits aber auch das Lesen erschwert, sodass ich nicht ganz überzeugt werden konnte.

    Mehr
  • Skurril! Anders! Und hat mich überzeugt!

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    Sirene

    Sirene

    30. March 2017 um 18:23

    Inhalt: Das Abenteuer beginnt!Bismarcks Berlin wie es niemand kennt. Biolonische Erfindungen prägen das Leben. Pickatoren rattern durch die Straßen, deren Bürgersteige partiell von Glasplatten ersetzt wurden, mechanische Krebse setzen über die Spree, und der Ausbau des Klangkugelkommunikators soll das Stadtbild für immer verändern.Kann es bloßer Zufall sein, der Erasmus Emmerich und seine Qualmfee immer wieder auf die richtige Spur führt? Oder hat das Universum seine Finger im Spiel, wenn eine Mordserie an Trollverbrechern das Kopfsteinpflaster erschüttert?Die Polizei tappt im Dunkeln, als eine verschleierte Fremde aufkreuzt und für Verwirrung sorgt, während Marie selbst unter Verdacht gerät. Kann Frau Oppenheimers Mäusemantel Licht ins Dunkel bringen oder liegt die Antwort an Bord des U-Boot-Wal Kolosses Wobbly Dick?Wenn keiner mehr weiß, wohin die Reise führt, ist man in der Welt von Erasmus Emmerich und vielleicht schon unterwegs in die Vergangenheit."Ihre klackernden Schritte hallten von der düsteren Fassade in den Vorhof zurück. Sie kaute auf ihrer eingesogenen Unterlippe herum und lauschte auf das Krächzen der Krähen, die tief fliegend ihre Kreise über dem Anwesen zogen." - S, 33Mein erster Gedanke war: Was habe ich da gelesen?Verrückt! Merkwürdig! Skurril! Und einfach schön.Wir befinden uns in einem Berlin a lá Steampunk mit mechanischen und biolonischen Erfindungen, die man an jeder Ecke finden kann und unser Held ist hier Erasmus Emmerich, Detektiv und Erfinder, der zusammen mit der Qualmfee Marie zusammenarbeitet und die Welt rettet.Zu aller Erst mal ein Wort zu der Sprache, denn auf die muss man sich erstmal einlassen und es lässt sich auch nicht so schnell mal eben lesen. Wortspiele ist ein passender Begriff hierfür, davon wimmelt es in diesem Buch!Außerdem spürt man hier die Kreativität, die sich in der Sprache, aber auch in der geschaffenen Welt und in den Charakteren, als auch Nebencharakteren und Bösewichten widerspiegelt.Und zum Höhepunkt hin habe ich mir mehr Klarheit und Schnelligkeit gewünscht. Ich muss aber auch sagen, dass ich ein sehr neugieriger Mensch bin, der auch gerne mal das Ende liest, wenn er bei der Hälfte des Buches ist und gerne schnell zum Schluss kommt. Hier gab es auch immer wieder kleine Abschweifungen, die haben mich nicht wirklich gestört, weil die Autorin mit viel Witz und Charme ihre Geschichte erzählt."Er meinte fast, dass dieses flüchtige Etwas, das in seinem Hirn nistete wie ein Kuckuck, etwas mit Gebäck zu tun gehabt hatte. Brezeln? Krapfen? Laugenstangen? Ein Hinweis, der ihn auf die Spur des Trollmädchens brachte? Oder aber ... er mochte gar nicht daran denken ... hatte er möglicherweise einfach bloß ... Hunger?" - S. 116Die Charaktere in diesem aufregenden Setting empfand ich als durch und durch sympathisch und charmant. Eine der Hauptpersonen ist Erasmus Emmerich, ein verwirrtes, tollpatschiges Genie, dass einen oft zum schmunzeln bringt und ihm gegenüber Marie, eine mürrische Qualmfee, aber mit einer sehr liebenswürdigen Seite. Das Ermittlerduo ergänzt sich wunderbar und mit ihnen von der Partie ist der Zinnsoldat Zinobi.Besonders gut als Einstieg empfand ich die zwei Kurzgeschichten, die vor dem eigentlichen Roman kommen. Sie haben vorweg einige Fragen geklärt, die Personen vorgestellt und mich sehr neugierig gemacht! Beide Kurzgeschichten hatten ein gutes Tempo und mir gefielen die amüsante Einleitungen von Archibald Leach (Reihe: Archibald Leach Reihe - Martin Schlierkamp)."Behäbiger Schneefall setzte ein und wuchs sich bald zu Schnellfall aus. Über den Feldern links und rechts erhoben sich die klammen Gliedmaßen erster dunstgespenster und schwebten über den rasch anwachsenden weißen Hügeln. Bleiche Flocken sprenkelten die graue Wolkenwand wie eine kuschelversessene Schar Sterne das Firmament." - S. 195Das Buch ist ein richtiges Erlebnis! Einzigartig, anders, verschroben, aufregend und gibt einen tollen Einblick in das Steampunk Genre. Es erwartet dich eine Serie von Trollmorden, eine seltsame Dame und fiese Mordanschuldigungen...begib dich auf eine Reise in ein Berlin zu Bismarks Zeiten, in denen die Straßen von mechanischen Picknators gereinigt wird und ein Klankugelkommunikator die Stadt bald revolutionieren soll!

    Mehr
  • Viel Witz und Charme ...

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    Melanie_Vogltanz

    Melanie_Vogltanz

    12. December 2016 um 10:20

    ... bietet die Geschichte um den Erfinder, Detektiv und Gentleman Erasmus Emmerich und dessen Assistentin, die buchstäblich rauchende Qualmfee Marie.Wer die Anthologien des Art Skript Phantastik-Verlags kennt, dem ist Erasmus Emmerich womöglich schon ein Begriff, denn vor Erscheinen dieses Romans war sein Wirkungsbereich auf Auftritte in charamanten, witzigen und skurillen Kurzgeschichten beschränkt. Für diejenigen, die die Geschichten aber noch nicht kennen, sind die beiden Kurzgeschichten am Beginn des Buches angefügt, sodass man Erasmus' und Maries bisherige Abenteuer nachlesen oder sich wieder frisch ins Gedächtnis rufen kann.Katharina Bode erzählt ihre Geschichte(n) mit sehr viel Witz. Mehr als einmal musste ich schmunzeln, wenn Erasmus mit seinem wörtlichen Verständnis aller Fragen und Aussagen für Irritation bei den übrigen Charakteren sorgt (meine Lieblingsstelle war definitiv die mit den Sprungstelzen - einfach herrlich). Er ist das Paradebeispiels eines zerstreuten Genies, das bereits sehr knapp am Rande des Wahns entlangbalanciert, und es macht einfach Spaß, ihm zuzuhören, zuzusehen und über seine meist ganz versehentlichen Erfolge zu staunen. Auch die Qualmfee Marie ist ein extrem interessanter Charakter. Obwohl sie sich selbst eher als Assistentin bzw. Partnerin Erasmus' sieht, wirkt sie wie seine Kinderfrau. Zwar scheltet sie ihn immer, ist aber auch diejenige, die auf ihn aufpasst und schaut, dass er nichts ZU Dummes anstellt. Das Gespann der beiden bietet viele heitere Lesestunden.Stilistisch steckt in dem Buch ebenfalls eine Menge - im Vorwort äußert Markus Cremer den Verdacht, dass die Autorin bereits am Morgen mit einer Packung Wortspiele gurgeln müsse, und diesen Verdacht teile ich. Allerdings, aber das mag mein persönlicher Geschmack sein, wurde es gegen Ende, als sich die Spannung der Geschichte dem Höhepunkt näherte, schon fast etwas ZU viel an "Herumgeplänkel" in der Erzählerstimme, an Einschüben, die einen aus der Geschichte reißen und an Wortspielereien, die einen über eigentlich einfache Sätze stolpern lassen. Natürlich, es sind diese Dinge, die den Stil des Buches unter anderem ausmachen, allerdings fragte ich mich auf den letzten Seiten immer wieder, ob es nicht sinnvoll wäre, diesen Kniff ein wenig sparsamer, ein wenig gezielter einzusetzen, denn ich hatte am Ende der Geschichte dadurch Probleme, am Ball zu bleiben. Ein Beispiel (S. 196, also schon mitten im Finale): "Emmerich aber war ja nicht Erasmus, oder war es umgekehrt? Er hatte einfach noch nicht die Zeit gefunden, diese Angelegenheit endgültig zu klären ... jedenfalls wäre das eine ohne das andere nicht gewesen, wenn er nicht auch dafür eine Lösung parat gehabt hätte." Diese Stelle bezieht sich auf einen innerlichen Streit Erasmus' mit sich selbst, der etwa hundert Seiten zuvor stattgefunden hat und in dem Erasmus sich ... nun ja, eben fragt, ob Emmerich Erasmus oder umgekehrt ist. Diesen etwas seltsamen und, für mich, nicht ganz durchsichtigen innerlichen Disput an einer Stelle wieder aufzunehmen, wo die Spannung ja ihren Höhepunkt erreichen sollte, fand ich eher unpassend, und Stellen wie diese habe ich dann im Finale auch zunehmend einfach überflogen. Alles in allem rückt die eigentliche Handlung durch den Sprachwitz und die Interaktion der Figuren ein wenig in den Hintergrund.Nichtsdestotrotz bin ich schon gespannt, welche Abenteuer Erasmus Emmerich und seine Qualmfee noch erwarten werden, und hoffe noch auf zahlreiche Folgebände.

    Mehr
  • Skurril, skurriler, Erasmus Emmerich...

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    veronika_lackerbauer

    veronika_lackerbauer

    08. December 2016 um 13:09

    Ich habe mit Begeisterung die Abenteuer des höchst schrulligen Erasmus Emmerich und seiner bezaubernden, verqualmten Partnerin Marie verschlungen. Jetzt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll ... Tolles Cover!! Insgesamt sehr liebevolle Aufmachung für das Buch - aber das ist man ja aus dem Art Skript Phantastik Verlag gewöhnt. Wunderbare Idee, die beiden Kurzgeschichten vorn anzustellen, es wäre ein arger Verlust, wenn man sie nicht gelesen hätte! Und dann ... die Sprachgewalt von Katharina Fiona Bode ist bemerkenswert! Sätze für die Ewigkeit, die man teilweise wieder und wieder lesen muss, erst um sie zu verstehen, dann, weil sie so genial sind. Das macht das Lesen insgesamt allerdings etwas langwierig. ;)Ich mochte die zweite Kurzgeschichte inhaltlich fast am liebsten. Bei den vielen skurilen Charakteren könnte ich mich jetzt auf keinen Favoriten festlegen und die genial komischen Einfälle drumherum stehen sowieso für sich selbst! Oder wer hat schon einen zinnoberroten Zinnsoldat in einem Rohrpostsystem, der als Türspion fungiert? Und wieso kam eigentlich in meinem Geschichtsunterricht nie vor, dass das wilhelminische Berlin unterkellert war, mit Lichteinsätzen aus Glas und einem unterirdischen Krebsbootverleih?Insgesamt ein wirklich tolles Buch!

    Mehr
  • Anders, grandios, witzig, charmant - ein absolutes Lesevergnügen!!

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    SandraFlorean

    SandraFlorean

    24. November 2016 um 08:07

    Das ist mein erstes Buch von Katharina Fiona Bode - und wird ganz bestimmt nicht das letzte sein!Ich hab schon lange nicht mehr so viel Vergnügen beim Lesen gehabt. Frau Bode versteht es, mit Worten zu spielen - und das macht richtig Spaß.Die Figuren sind gut gezeichnet, gerade die Qualmfee hat mir mit ihrer Entwicklung sehr gut gefallen. Die Handlung ist schlüssig und mega spannend. Total gut gefallen hat mir die Welt, in der die Geschichte spielt: Schauplatz ist Berlin, jedoch in einem viktorianisch angelehnten Steampunk-Universum. Bodes Steampunk-Erfindungen sind genial und ergänzten das Ganze zu einem stimmigen Bild. Sie hat alles sehr gut beschrieben, sodass ich es mir auch ohne die wundervollen Illustrationen im Buch sehr gut vorstellen konnte. Vor allem Picker und den Zinndichter. Als einziges winziges Manko, das mir überhaupt nur auffällt, weil ich selbst schreibe und seitdem einfach sehr sehr kritisch lese, waren einige wiederkehrende Schreibfehler (falsch gesetzte Satzzeichen oder falscher Gebrauch von "dass"). Das tut allerdings dem Lesespaß keinen Abbruch und es waren nicht so viele, dass ich dafür Sterne abziehen würde.Insgesamt ein tolles Buch, das ich bereits Freunden empfohlen habe - und auch an dieser Stelle jedem ans Herz legen möchte, der etwas "andere" Geschichten mag und sich von "Sprache" gefangen nehmen lassen möchte. Dieses Buch ist nichts für Querleser und Bucheinatmer. Dieses Buch muss man genießen. Wort für Wort, denn nur dann bekommt man alle Wortspiele, Andeutungen, Mehrdeutungen und Sprachwitze erst richtig mit. Allein für Bodes Wortschöpfungen möchte ich schon fünf Sterne vergeben. Grandios! Einfach nur grandios!

    Mehr
  • Es qualmt und dampft!!

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    Sandra1978

    Sandra1978

    15. October 2016 um 11:51

    Der geniale und etwas verwirrte Erfinder und selbsternannte Chefermittler Otto von Bismarcks Erasmus Emmerich, der zusammen mit der Qualmfee Marie und dem Zinnmann Zinnoberius einen verzwickten Fall nach dem anderen löst. Nach einem mysteriösen Troll-Serienmord gerät Marie selbst unter Verdacht und versucht auf eigene Faust, ihre Unschuld zu beweisen. Dabei gerät sie auf die Spur der seltsamen Madame Mallarmé, die sie bis ans eisige Ende der Welt verfolgen müssen und dabei mehr als einmal dem Tod ins Auge sehen – sei es durch ihre übermächtigen Feinde oder den explodierenden Erfindungen des Erasmus Emmerich. Beurteilung Fangen wir von Vorne an: Das Coverbild ist wunderhübsch und hat es mir sofort angetan. Richtig schön steampunkigJ Schlägt man das Buch auf, wird man sofort von einer wunderschönen Illustration des Unterwasserwals Wobbly Dick begrüßt, dem wir im Verlauf des Romans natürlich noch als Transportmittel begegnen. Schon allein die anfängliche Anmerkung des Lesebegleiters und das Vorwort sind herrlich zu lesen und bringen einen in die richtige Lesestimmung. So viel trockener Humor, Witz und vor allem anderen: Sprachreichtum und –fantasie sucht wirklich seinesgleichen.  Die Erzählung ist eingebettet in eine Geschichte von Archibald Leach und beginnt mit eventuell schon aus anderen Anthologien bekannten Kurzgeschichten um Erasmus Emmerich, bevor es dann mit der Hauptstory um Madame Mallarmé losgeht. Ich mag den verwirrten Erfinder Erasmus Emmerich als altmodischen Gentlemen der alten Schule, der mehr durch Zufall denn durch wahre Genialität immer auf die notwendigen Lösungen kommt (das verraten wir ihm aber nicht), sehr gern, aber meine heimliche Lieblingsprotagonistin ist dennoch die Qualmfee Marie. Sie ist so herrlich dargestellt, mit ihrer brummeligen und zickigen Art, und hat dennoch ein so großes gutes Herz.  Völlig überraschend habe ich auch den süßen kleinen Picker total ins Herz geschlossen – den Müllentsorger, Reittier und besten Freund von Zinnoberius. Überhaupt ist die Idee, viele „Geräte“ in tierartiger Form mit Haustiercharakter zu erfinden, absolut genial. In vielen Steampunk-Romanen kommt das steampunkige Element nicht genug zum tragen. Darüber kann man sich hier nicht beschweren – das, was dieses Genre ausmacht, nämlich die Symbiose aus dem Leben des frühen 19. Jahrhunderts und der science-fiction-mäßigen Anmutung der meist durch Dampftechnik betriebenen sagenhaften Erfindungen und Gerätschaften, kommt in diesem Buch voll zur Geltung und im genau richtigen Verhältnis zur eigentlich Geschichte der Handlung eingebunden und beschrieben. Von der ersten bis zur letzten Seite wunderbar verknuddelt und doch gut verständlich und flüssig geschrieben, witzig, spannend, unvorhersehbar, und von Kapitel zu Kapitel schließt man die Protagonisten mehr ins Herz. Ich hoffe doch sehr, noch viele Abenteuer mit Erasmus, Marie und ihren Freunden erleben zu dürfen! Ein ungetrübtes Lesevergnügen, dem ich gerne die volle Punktzahl gebe und jedem geneigten Fan des Genre oder auch als Einstieg nur empfehlen kann.

    Mehr
  • Absolute Leseempfehlung

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    RainbowDash28

    RainbowDash28

    03. October 2016 um 19:14

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé war mein erster Roman im Steampunkstil und ich muss sagen, dass ich sehr begeistert bin.Erasmus Emmerich ist ebenso liebevoller wie sehr verwirrter Charakter. Auf seine charmante Art stolpert er von einem Fettnäpfchen ins nächste. Glücklicherweise hilft ihm seine treue Freundin Marie, die Qualmfee, jeden Tag zu überstehen. Gemeinsam mit Zinbi lösen sie die Kriminalfälle, wo die Polizei im Dunkeln tappt.Als ich mit dem Buch fertig war, habe ich gesehen, dass es eine Lesealtersempfehlung von 14+ hat. Ich wusste zwar, dass es ein Jugendroman ist, aber ich finde man nimmt es beim lesen nicht übermäßig wahr. Die Autorin erzählt mit viel Wortwitz und Charm ihre Geschichte von Bismarcks Berlin ohne, dass es kindisch wirkt.Ein weiterer Pluspunkt für mich ist, dass die zuvor erschienenen Kurzgeschichten ebenfalls im Buch enthalten sind. Mit ihnen findet man sich schnell in die Welt von Erasmus Emmerich ein. Ich hoffe von Katharina Bode erscheinen bald noch mehr Romane über die Abenteuer von Erasmus Emmerich, seiner Qualmfee Marie und natürlich Zinbi und seinen treuen Pickator.

    Mehr
  • Ein Must-Read!

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    Nenatie

    Nenatie

    08. August 2016 um 15:05

    MeinungIch musste lange warten aber es hat sich gelohnt. Ich will hier mal erwähnen das nicht nur die Geschichte genial ist, auch die Gestaltung des Buches ist der Hammer. So liebevoll und wunderschön gemacht!Ziersteinmal startet das Buch mit zwei Kurzgeschichten. Beide sind schon in unterschiedlichen Anthologien erschienen aber damit man sich schnell wieder zurecht findet wurden sie nochmal abgedruckt. Finde ich toll! Die Figuren die in den Kurzgeschichten auftauchen spielen auch in der Geschichte eine Rolle.Katharina Fiona Bode hat eine tolle Art zu erzählen und ich liebe ihre Wortschöpfungen! Und sie hat die Fähigkeit alles lebendig werden zu lassen, ich konnte mir wirklich alles sehr gut vorstellen.Die Charaktere sind ziemlich schrullig aber auch sehr sympathisch. Und viele Stellen sorgen für Erheiterung oder auch Lachanfälle.Erasmus Emmerich, Erfinder und Detektiv hat seine ganz eigene Art Fälle zu lösen. Zusammen mit der Qualmfee Marie erlebt er ein absurd komisches Abenteuer und löst fast nebenbei noch einen brisanten Fall. Ich mochte die Beiden, es macht so Spaß sie zu begleiten. Auch die anderen Charaktere sind toll, skurril bis schrullig und alle irgendwie sehr liebenswert.Erasmus kann nicht nur Ermitteln, er ist auch ein fleißiger Erfinder. Nicht alle seine Erfindungen funktionieren und ab und an gibt es unerwünschte Nebeneffekte (unter anderem kleine bis große Explosionen) aber die Erfindungen sind trotzdem genial!Die ganze Welt ist genial. Wirklich voller dampfbetriebener Maschinen, teilweise absolut skurril, die alles mögliche können. Soviel Fantasie und Kreativität, dazu noch sehr gut umgesetzt. Ich bin immer noch hin und weg.Das Buch macht Spaß und theoretisch hätte ich es an einem Tag lesen können. Aber das Problem: Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé ist eines dieser Bücher bei dem ich einfach nicht wollte das es zu Ende ist. Irgendwann hab ich immer langsamer gelesen und leider kam dann das Ende. Zwar sehr schön und passend aber leider war das Buch vorbei. Ich hoffe es dauert nicht zu lange bis Band 2 erscheint!5 Sterne.Ich habe definitiv ein neues Lieblingsbuch und kann dieses Buch nur allen empfehlen.

    Mehr
  • Ein Muss für alle Steampunk-Fans

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    lord-byron

    lord-byron

    04. August 2016 um 15:16

    Das Abenteuer beginnt!Bismarcks Berlin wie es niemand kennt. Biolonische Erfindungen prägen das Leben. Pickatoren rattern durch die Straßen, deren Bürgersteige partiell von Glasplatten ersetzt wurden, mechanische Krebse setzen über die Spree, und der Ausbau des Klangkugelkommunikators soll das Stadtbild für immer verändern.Kann es bloßer Zufall sein, der Erasmus Emmerich und seine Qualmfee immer wieder auf die richtige Spur führt? Oder hat das Universum seine Finger im Spiel, wenn eine Mordserie an Trollverbrechern das Kopfsteinpflaster erschüttert?Die Polizei tappt im Dunkeln, als eine verschleierte Fremde aufkreuzt und für Verwirrung sorgt, während Marie selbst unter Verdacht gerät. Kann Frau Oppenheimers Mäusemantel Licht ins Dunkel bringen oder liegt die Antwort an Bord des U-Boot-Wal Kolosses Wobbly Dick?Wenn keiner mehr weiß, wohin die Reise führt, ist man in der Welt von Erasmus Emmerich und vielleicht schon unterwegs in die Vergangenheit. (Quelle Amazon)Wie bei allen Büchern des ASP-Verlags muss ich auch hier wieder erwähnen, was für ein Gesamtkunstwerk dieses wunderschöne Buch ist. Das Cover mit seinen vielen Details ist einfach umwerfend und ein besonderes Schmuckstück für jedes Bücherregal. Auch ziert das Buch wieder viele tolle Illustrationen für die der Verlag nun mittlerweile schon bekannt ist.  An jedem Kapitelende sieht man z.B. den kleinen zinnoberroten Zinnsoldaten, den wir schon aus der Kurzgeschichte "Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat" aus der Anthologie "Die dunkelbunten Farben des Steampunk" die 2015 veröffentlicht wurde, kennen. Wie? Ihr kennt den Zinnsoldaten noch nicht? Kein Problem. Vor der eigentlichen Geschichte, werden beide Kurzgeschichten um Erasmus Emmerich wiederholt. Die Zweite heißt Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf und erschien 2014 in der Anthologie "Steampunkakte Deutschland" Aber nicht nur der kleine Zinnsoldat ist vertreten, sondern es gibt noch viele andere wunderschöne Illustrationen. Hach, ich bin noch ganz hin und weg.Nun aber zu der Geschichte. Katharina Fiona Bode ist es wieder gelungen, meine Lachmuskeln aufs Äußerste zu strapazieren. Ich musste so oft laut hinaus lachen, dass mein Mann echt dachte, es wäre an der Zeit mich einzuliefern. Erasmus Emmerich ist ein liebenswert vertrottelter Erfinder, wie er im Buche steht. Ich liebe ihn. Genauso wie seine Assistentin und Freundin die Schatten.. ähhh Qualmfee Marie. Bei einem seiner Experimente ging ein bisschen was schief, was große Auswirkungen auf Marie hatte, denn seine Erfindungen haben die Angewohnheit früher oder später zu explodieren. Aber lest doch bitte selbst.....Die Charaktere sind so liebevoll gestaltet, dass sie für mich gute Freunde wurden.  Sie wirken trotz ihrer Absonderlichkeiten so echt und natürlich. Und es sind nicht nur Erasmus, Marie und der Zinnsoldat, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe, egal um wen es geht, die Figuren sind einfach phantastisch. Natürlich habe ich auch nochmal beide Kurzgeschichten gelesen. Sie waren eine tolle Einstimmung auf die neue Geschichte.Der Schreibstil der Autorin ist so bildhaft und lebendig, dass man auch die kuriosesten Erfindungen sofort vor dem inneren Auge sieht. Zumindest ging es mir so. Die ganze Zeit lief ein Film in meinem Kopf, wie er besser nicht sein könnte. Und ich muss sagen, dass das was als Kurzgeschichte schon gut funktioniert hat, als Teil einer Reihe noch besser ist. Die Autorin hatte mehr Zeit ihre verrückten Ideen umzusetzen. Das war so ein Spaß.Aber trotz allem Spaß kommt auch die Spannung nicht zu kurz und ein klein wenig Liebe gibt es sogar auch. Hier passt einfach alles und ich komme gar nicht darum herum 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung zu vergeben. Jetzt warte ich händeringend auf Teil 2 und hoffe, dass es nicht allzu lange bis zur Veröffentlichung dauert. Zum Glück führt der Verlag noch weitere großartige Bücher, so dass ich die Wartezeit einigermaßen gut überbrücken kann. (Auch wenn ich 2 der 3 neuen Bücher schon wieder gelesen und das 3. angefangen habe. *seufz*)Ich kann euch nur raten: schaut euch bei dem Verlag um, entdeckt die tollen Bücher und ihr werdet nie wieder davon los kommen.© Beate Senft                            

    Mehr
    • 4
  • Erasmus Emmerich & die Qualmfee Marie

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    15. July 2016 um 20:47

    Eine Reihe von Trollmorden erschüttert Berlin. Die Polizei hat schon gleich eine Verdächtige. Die Assistentin von Erasmus Emmerich, die Qualmfee Marie. Erasmus ist von ihrer Unschuld überzeugt und sucht nach Beweisen. Dabei wird er jedoch von der geheimnisvollen Madame Mallarmé behindert, die sich ihrerseits auch verdächtig benimmt. Erasmus geht Hinweisen nach und stößt auf seltsame Dinge, die alle nur zu einem Ziel führen - dem wahren Verbrecher.Schon zwei Kurzgeschichten der Autorin haben mich von der Gestalt des Erasmus Emmerich und seiner Assistentin Marie überzeugen können. Der verwirrte Hobbyforscher und inoffizielle Detektiv im Berlin zu Bismarcks Zeiten kann durch seine vertrottelte Art und seinen klugen Verstand so einige Abenteuer bestehen und manchen Dieb in den Schatten stellen.So war ich natürlich total gespannt auf das nun erschienene Buch der Autorin, dass sich komplett um Erasmus und Marie dreht.Die Autorin ist eine wahre Wortvirtuosin. Sie hat es einfach drauf, derart mit Worten zu jonglieren und Satzkombinationen zu zaubern. Wortspielereien wie "passiv-duselig" oder Kombinationen wie "Tassternoster" (ein aus Tassen bestehender Paternoster) haben mir mehrmals ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert. Und dies zieht sich durch das ganze Buch.Die Qualmfee Marie und der detektivische Erfinder oder erfinderische Detektiv Erasmus Emmerich sind einfach ein wunderbares Team. Es macht so Spaß, sich von ihnen durch den Fall führen zu lassen. Dass sie dabei Hilfe von einem kleinen Zinnsoldaten bekommen, setzt dem ganzen dann nochmal die  Krone auf. Denn der kleine Zinoberius sorgt für die richtige Würze.Aber auch die anderen Zeitgenossen, die sich in dem Buch tummeln, passen perfekt in die Geschichte hinein. Sei es der Gegenpart Madame Mallarmé oder auch die kleinen Figuren.Auch die Geschichte an sich ist sehr spannend gestaltet. Zum Einstieg gibt es die beiden Kurzgeschichten, die schon in anderen Anthologien erschienen sind. Diese beiden habe ich nochmals gelesen, um mich auf die eigentliche Story einzulassen.  "Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf" erschien in der Anthologie "Steampunk Akte Deutschland", "Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat" in "Die dunkelbunten Farben des Steampunk". Hier machen wir Bekanntschaft mit dem vielerwähnten Bösewicht Villard sowie dem nun bei Emmerich lebenden Zinnsoldaten Zinoberius.Ganz besonders gut hat mir gefallen, dass immer wieder die Gedankengänge des verschrobenen Detektiven aufgezeigt werden. Und so schlussfolgert er über Umwege einige Dinge zusammen. Aber auch Marie kann mehr, als um die Ecke denken. Und wenn sie sich dann mit Erasmus anlegt, ergeben sich einfach herzerfrischende Dialoge zwischen den beiden.Als kleiner "Beobachter am Rande" wird immer wieder das Universum erwähnt. Es schmunzelt, lehnt  sich zurück, hält den Atem an und lässt sich auch einmal ein Eis schmecken. Diese kleinen Einwürfe passten irgendwie perfekt in die Story.Ihr merkt, für mich war die Geschichte einfach perfekt, mit allem Drum und Dran. Es war ein wahres Lesevergnügen und ich hoffe, dass die Autorin uns noch so einige Abenteuer mit Erasmus Emmerich und der Qualmfee Marie erleben lässt.Besonders erwähnenswert sind die "Erfindungen" der Autorin, wie z. B. der Klangkugelkommunikator (hier kann man mit Hilfe von Kugeln Nachrichten innerhalb der Stadt verschicken, ähnlich einer Rohrpost) oder dem eines Gürteltiers nicht unähnlichen Picknator, der als Müllsammler in den Straßen Berlins für Sauberkeit sorgt.Aber auch auch das Cover sorgt für Aufsehen. Es passt stimmig zur Geschichte und wirkt mit den gedämpften lila-grauen Farben auch etwas geheimnisvoll.Fazit:Eine Reise in das steampunkische Berlin zu Bismarcks Zeit.

    Mehr
  • Wer Erasmus Emmerich nicht kennt, hat was verpasst.

    Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
    GrueneRonja

    GrueneRonja

    07. July 2016 um 18:49

    „Einen edlen Mann im ordentlich zerknitterten Anzug kann nichts entstellen, war nicht umsonst eine Devise des erfolgreichen Ehrenmannes.“ (S.57) Bevor ich mit meiner Rezension loslege, möchte ich eine Minute diesem grandiosen Cover widmen. Es ist sehr dunkel gehalten, und trotzdem total bunt. Ich habe mich auf den ersten Blick in dieses Cover verliebt, die vielen Einzelheiten, die beiden Figuren, übrigens Erasmus Emmerich persönlich und seine zauberhafte Qualmfee Marie, hach, einfach fantastisch *schwärm* Bevor wir zum eigentlich Fall der Maskerade der Madame Mallarmé kommen, erzählt uns Archibald Leach die anderen Fälle von Erasmus Emmerich. Der erste Fall, Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf, ist 2014 in der Anthologie Steampunk Akte Deutschland erschienen. Der zweite Fall, Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat, ist 2015 in der Anthologie Die dunkelbunten Farben des Steampunk erschienen (die auf meiner WuLi steht). Selbst wenn man eine oder beide Geschichten schon kennt, sollte man sie nochmal lesen, um die Geschehnisse Revue passieren zu lassen und damit man Einzelheiten weiß, z.B. wo Zinbi herkommt, und wer Villard eigentlich ist. Aber zu viel möchte natürlich nicht verraten. Als eines schönen Morgens Fridolin in Emmerichs Schlafwohnwunderwerkelstube mit der neusten Zeitung erscheint, ahnen Marie und Emmerich noch nicht, in welch brisanten Fall sie da hinein gezogen werden. Nicht nur steht die Jungfernfahrt der Wobbly Dick an, eine Ex-Insassin der Nervenheilanstalt ist entkommen, und es gibt sieben tote Trolle, nein! Die letzte Trolleichte schwitzt auf einen preußischen Deckel. Das geht ja gar nicht. Erasmus Emmerich, seine Partnerin Marie und Fridolin machen sich mit Putzlappen und Kessel auf den Weg, diese Sauerei wegzumachen, und stolpern von einem Hinweis in den nächste. Und das ganze wird vom Universum beobachtet. Es ist fantastisch. Man kann dieses Lesevergnügen gar nicht richtig beschreiben, man muss es einfach selber erleben. Die Gedankengänge von dem Erfinder, oder wenn er in den Ermittlermodus wechselt, die Wortschöpfungen der Autorin, die gesamte Welt ist einfach faszinierend. Und die Einwürfe des Universums sind einfach herrlich. Ganz nebenbei ist der Fall auch noch sehr spannend. Also alles in allem gibt es nur noch eins zu sagen: Lesen!!! Vielen Dank an den Art Skript Phantastik Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich werde es immer wieder lesen, ganz viel drücken und streicheln, und jedem empfehlen.

    Mehr