Antonia kehrt anlässlich des 100. Geburtstages ihrer Großmutter zurück ins Havelland. Jedoch hat der frühe Tod ihres Vaters die Familie verändert und auch das Wiedersehen mit ihren drei Schwestern zeigt, daß die Familienidylle Risse bekommen hat. Unter den Geschenken findet Antonia ein Ahnengutachten. Der Name Jeanne Beauvais, Tochter eines Seidenhändlers im 17. Jahrhundert in Lyon, macht Antonia neugierig. Antonia verfolgt die Spur von Jeanne. Ihr eröffnet sich eine faszinierende Geschichte, die sie tief berührt. Doch da ereilt sie ein Schicksalsschlag, der sie ins Schwesternland zurückruft.
In "Schwesternland" verwebt Katharina Fuchs sehr geschickt zwei verschiedene Zeitebenen. Man erlebt die Gegenwart mit Antonia und die Vergangenheit mit Jeanne. Beide Frauen sind äußerst stark im Charakter und lassen sich nichts vorschreiben. Gerade bei Jeanne habe ich ihren Mut bewundert. Ohnehin gefiel mir die Geschichte der Vergangenheit besser als die Gegenwart. Hier konnte ich noch einiges über die Hugenotten lernen. Und zwar nicht wie im trockenen Geschichtsunterricht, sondern auf unterhaltsame Art und Weise. Denn Katharina Fuchs beherrscht es perfekt, dieses Wissen ganz nebenbei in ihre Geschichte einfließen zu lassen und diese auf lockere Art zu erzählen. Dieses Buch ist unterhaltsam, lehrreich und regt zum Nachdenken an - ich empfehle es sehr gern weiter!

























