Katharina Gerwens Schürzenjäger

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Inhaltsangabe zu „Schürzenjäger“ von Katharina Gerwens

Als bei der Polizei in Kalverode ein Puppenschrank abgegeben wird, in dem eine Puppe mit leeren Augenhöhlen steckt, glaubt man an einen schlechten Scherz. Doch wenig später taucht eine Frauenleiche auf, der ebenfalls die Augen fehlen. Dann stößt man auf eine weitere grausig zugerichtete Puppe, und die junge Polizistin Annalena Brandt befürchtet den nächsten Toten. Ihr Kollege Markus Wissing allerdings hat ganz andere Sorgen: Niemand darf erfahren, dass die Tote ohne Augen seine heimliche Geliebte war ...

Ein Regionalerkrimi mit kleinen Schwächen.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Ein guter Regionalkrimi,der vor allem durch seinen Humor besticht.Lediglich die Auflösung am Ende hat enttäuscht und war keine Überraschung.

— ColourfulMind
ColourfulMind

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    Schürzenjäger
    Nini61

    Nini61

    09. April 2013 um 10:53

    Annalena Brandt ist Kriminalhauptkommissarin und lässt sich in ihren Heimatort Kalverode in Westfalen versetzen. Sie kennt den Dienststellenleiter, der ein guter Freund ihres verwitweten Vaters ist und da sie gerne wieder in seiner Nähe sein will, erwartet sie keine Schwierigkeiten in der neuen Dienststelle. Leider wird es alles andere als schön. Ihre neuen Kollegen lehnen sie ab, schon bevor sie überhaupt angekommen ist und geben ihr gleich am ersten Tag einen Fall mit einer Puppe, der die Augen ausgestochen wurden. Niemand nimmt das ernst, bis einen Tag später die allseits beliebte Marktfrau Stefanie Overbeck tot, mit ausgestochenen Augen und kahl rasiertem Schädel aufgefunden wird. Jetzt muss sich die Polizei von Kalverode mit einem Mord rumschlagen und das wird leider alles andere als professionell gehandhabt.  Ich bin etwas enttäuscht, man hätte aus diesem Thema sehr viel mehr machen können. Die Ermittlungen waren unter aller Kanone. Selbst als Nichtpolizist würde man anders ermitteln als die Kollegen in Kalverode. Es werden Fehler gemacht, die absolut haarsträubend sind. Zum Schluss wurde es zwar etwas spannender, aber die Auflösung war doch eher merkwürdig. Mir jedenfalls sind viele Fragen offen geblieben. Ich glaube nicht, dass ich noch weitere Bücher in dieser Reihe lesen werde. Als Pluspunkt: Die Figuren wurden realistisch dargestellt, man hatte die Szenen direkt vor Augen und die Höhen und Tiefen der Menschen waren doch im Großen und Ganzen sehr vertraut. Eben Probleme, die eigentlich jeder hat. Auch Polizisten haben ein Privatleben, nichts ist schlimmer, als Krimis in denen der Kommissar der Übermensch ist und keinerlei Gefühle außerhalb seines Berufs hat.

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  • Leserunde zu "Schürzenjäger" von Katharina Gerwens

    Schürzenjäger
    Katharina Gerwens

    Katharina Gerwens

    Liebe Leserinnen und -leser, nach fünf Kriminalromanen, die in einem winzigen Dorf in Niederbayern spielen, habe ich mich nun entschlossen, meine frisch von der Polizeiakademie kommende junge Kommissarin Annalena Brandt in einer kleinen westfälischen Stadt ermitteln zu lassen. Wer hat Lust, als Testleser die "Schürzenjäge"r kennenzulernen? Unter allen Bewerbungen, die bis zum 10. Februar eingehen, werden 15 Taschenbücher verlost. Bekanntgabe der Gewinner ist der 13. Februar. Zum Buch: Annalene Brandt hat es nicht leicht. An ihrer neuen Dienststelle wird sie nicht gerade mit offenen Armen empfangen, zumal ihre Kolleginnen und Kollegen weitaus älter sind als sie. Am ersten Tag ihres Amtsantritts drückt man ihr eine Puppe mit leeren Augenhöhlen in die Hand. An der soll sie mal zeigen, was sie gelernt hat und über welche ermittlungstechnischen Tricks sie verfügt. Als wenig später eine Frauenleiche gefunden wird, der ebenfalls die Augen fehlen, vermutet die Kommissarin einen Zusammenhang zwischen der Puppe und der toten Frau. Doch die Kollegen mauern. Vor allem den Kriminalhauptmeister belasten ganz andere Sorgen: Niemand darf erfahren, dass die Tote ohne Augen seine heimliche Geliebte war. Und dann wird erneut eine übel zugerichtete Puppe gefunden ...

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  • Schlampige Ermittlungen in Kalverode

    Schürzenjäger
    Spatzi79

    Spatzi79

    06. April 2013 um 15:25

    Annalena Brandt ist gerade mit ihrem Studium an der Polizeiakademie fertig geworden. Während ihre Kommilitonen sich in deutsche Großstädte versetzen lassen, nimmt sie eine Stelle in ihrem Heimatort Kalverode an, ein kleines Städtchen irgendwo in Westfalen. Schnell muss sie feststellen, dass das vielleicht nicht die beste Entscheidung war. Ihr einsamer Vater freut sich über den Wiedereinzug seiner einzigen Tochter, die Kollegen hingegen sind wenig begeistert von der jungen studierten Frau, die da bei ihnen reinplatzt und gleich vieles verändern will. Ihren ersten Fall erhält Annalena dann auch mehr aus Jux: sie soll eine Puppe erkennungsdienstlich behandeln, die auf dem Marktplatz in einem seltsamen Holzschrein gefunden wurde. Dass die Polizei die Sache überhaupt untersucht, liegt daran, dass der Puppe die Augen ausgestochen wurden. Soll das ein Zeichen sein? Aber von wem und worauf deutet der Hinweis? Kurz darauf wird eine Leiche gefunden – ohne Augen! Leider konnte mich das Buch nicht so richtig überzeugen. Am Anfang war es ganz lustig und unterhaltsam, aber im weiteren Verlauf hatte die Handlung doch so ihre Längen. Insbesondere die Figuren waren aber auch überhaupt nicht mein Fall, Annalena fand ich nicht sonderlich sympathisch und ihre Kollegen glänzten höchstens durch absolute Unfähigkeit. Da wird in einem Mordfall tagelang die persönliche Beziehung eines der Ermittler zum Opfer verschwiegen, als es rauskommt, wird er trotzdem nicht von dem Fall abgezogen, alle üben sich lieber im Kleinkrieg gegen die neue Kollegin, anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen und einer der Kollegen hat leider so einen Mundgeruch, dass das gefühlt jede dritte Seite erwähnt werden muss, was bei mir irgendwann zu echten Ekelgefühlen führte. Da die eigentlichen Ermittlungen größtenteils schlampig und unprofessionell geführt werden, berät sich Annalena mit ihrem Vater, der ständig Legenden und Aberglauben beschreibt, die zwar an sich ganz interessant sind, mir aber zu häufig eingestreut wurden, so dass ich über diese Seiten dann nur noch quergelesen habe. Am Ende überstürzen sich dann die Ereignisse und lassen mich als Leser mit einigen Fragezeichen zurück. Besonders glaubwürdig habe ich die Auflösung des Falles leider nicht empfunden. Weitere Fälle mit Annalena Brandt werde ich wohl nicht lesen, aber vielleicht probiere ich es bei Gelegenheit mal mit der niederbayerischen Kleinöd-Reihe der Autorin.

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  • Ein gelungener Start für Annalena Brandt

    Schürzenjäger
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    29. March 2013 um 20:56

    Klappentext: Als bei der Polizei in Kalverode ein Puppenschrank abgegeben wird, in dem eine Puppe mit leeren Augenhöhlen steckt, glaubt man an einen schlechten Scherz. Doch wenig später taucht eine Frauenleiche auf, der ebenfalls die Augen fehlen. Dann stößt man auf eine weitere grausig zugerichtete Puppe, und die junge Polizistin Annalena Brandt befürchtet den nächsten Toten. Ihr Kollege Markus Wissing allerdings hat ganz andere Sorgen: Niemand darf erfahren, dass die Tote ohne Augen seine heimliche Geliebte war ... ** Meine Meinung ** Ich bin ja ein großer Krimi-Fan und Regionalkrimis lese ich besonders gerne. Sie haben meistens einen ganz eigenen und besonderen Charme. Das hat sich auch bei diesem Krimi wieder bestätigt! Der Einstieg ins Buch ist sehr gelungen, und fast sofort wird man von der Spannung und der Geschichte gefangengenommen. Die Figuren sind alle sehr originell und wirken authentisch mit all ihren Macken. Es ist der erste Fall der Polizistin Annalena Brandt, und man kann ihre persönliche Entwicklung im Buch richtiggehend mitverfolgen. Sehr gut gelungen ist auch die Einbringung des Dialekts. Er fließt in einem Maße ein, der für mich genau passend erscheint. Nicht zu viel Dialekt, damit wirklich jeder Leser der Handlung noch folgen kann, aber doch soviel, dass die "westfälische Atmosphäre" gut rübergebracht wird. Ich habe diesen Krimi sehr genossen und freue mich auf weitere Fälle mit der sympathischen Polizistin und ihrem Team.

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  • Die Puppen-Morde von Kalverode

    Schürzenjäger
    Fannie

    Fannie

    23. March 2013 um 08:00

    Die Puppen-Morde von Kalverode Sterne: 4 von 5 Back to the roots: Die junge Kriminalhauptkommissarin Annalena Brandt tritt nach ihrem erfolgreich absolvierten Studium in Wiesbaden eine Stelle bei der Polizei in ihrer Heimatstadt Kalverode an. Das westfälische Kalverode ist klein und beschaulich, man kennt sich, begegnet einander auf dem Wochenmarkt. Doch die Idylle bekommt einen tiefen Riss, nachdem zuerst eine Puppe mit leeren Augenhöhlen gefunden wird - und wenig später die Leiche einer Frau, der ebenfalls die Augen fehlen. Aber damit nicht genug: Bald schon taucht eine zweite, verstümmelte Puppe auf... Im Westfalen-Krimi "Schürzenjäger" von Katharina Gerwens ermittelt Annalena Brandt in ihrem ersten Fall. Die Hauptfigur hat darin keinen leichten Start, denn die männlichen Kollegen der Polizeidienststelle Kalverode beäugen die Neue misstrauisch. Doch mit dem Fortgang der Geschichte wächst auch Annalena. Die Charaktere sind unverwechselbar: Mitunter sind sie herrlich spleenig, aber es handelt sich zum Teil auch um tragische Gestalten. Einen kleinen Punktabzug gibt es, denn für Nicht-Westfalen wie mich hätte ich ein Glossar als günstig empfunden - manche Begriffe und Redensarten sind schon recht speziell. Trotzdem: "Schürzenjäger" liest sich einfach wunderbar! Katharina Gerwens beweist in ihrem Westfalen-Krimi Sinn für Humor, jedoch schlägt sie auch ernste Töne an und verleiht damit der Geschichte Tiefgang. "Schürzenjäger" ist also kein Klamauk-Krimi, aber dennoch höchst unterhaltsam. Mein Fazit: "Schürzenjäger" kann ich allen Krimi-Fans nur ans Herz legen - Spannung garantiert! Es bleibt zu hoffen, dass im idyllischen Kalverode auch weiterhin fleißig gemordet wird.

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  • Schürzenjäger – ein westfälischer Regionalkrimi mit Herz und Verstand

    Schürzenjäger
    elisabethjulianefriederica

    elisabethjulianefriederica

    18. March 2013 um 14:40

    Schürzenjäger – ein westfälischer Regionalkrimi mit Herz und Verstand Annalena Brandt, frisch von der Kriminaltechnischen Schule des BKA kommend, beginnt ihren Dienst bei der Polizei in ihrem Heimatort Kalverode. Sie wird von ihren Kollegen an ihrem ersten Tag mit einem vermeintlich banalen Fall einer Puppe, die mit leeren Augenhöhlen gefunden wurde konfrontiert , um zu zeigen, was sie an der Schule so gelernt hat. Als wenig später eine Frauenleiche gefunden wird, der ebenfalls die Augen fehlen,wird der Fall richtig ernst. Allerdings hat Annalena Schwierigkeiten mit den Kollegen, die von der Ausbildung her unter ihr stehen. Ihr Kollege Markus Wissing verschweigt ausserdem, dass er mit dem Opfer ein Verhältnis hatte. Der Krimi ist wohl der Auftakt einer neuen Reihe um Annalena Brandt, nachdem die autorin zusammen mit Herbert Schröger eine sehr erfolgreiche Regionalkrimiserie über den fiktiven Ort Kleinöd in Niederbayern geschrieben hat. Er liest sich flüssig leicht, die Figuren sind liebevoll charakterisiert, man kann das Buch durchgehend geniessen.Allerdings kam das Ende dann etwas plötzlich. Ungeachtet dessen kann ich eine breite Leseempfehlung aussprechen, ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und hoffe sehr auf Fortsetzungen.

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  • Rezension zu "Schürzenjäger" von Katharina Gerwens

    Schürzenjäger
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    05. March 2013 um 07:10

    ÜBER DIE AUTORIN Katharina Gerwens wuchs in einem Dorf im Münsterland auf. Nach ihrer Ausbildung zur Journalistin arbeitete sie in verschiedenen Verlagen und ist heute als freie Lektorin und Autorin tätig. Sie lebt mit Mann und Kater in Niederbayern und schrieb gemeinsam mit Herbert Schröger die Niederbayern-Krimis »Stille Post in Kleinöd«, »Die Gurkenflieger von Kleinöd«, »Anpfiff in Kleinöd« sowie zuletzt »Rufmord in Kleinöd«. Quelle: http://www.piper-verlag.de/taschenbuch/autor.php?id=8132&page=buchthemen&sort=&auswahl=A&pagenum=4 STORY Kalverode in Westfalen: Auf dem Wochenmarkt findet eine ältere Dame ein Holzkästchen mit zwei Flügeltüren. Darin befindet sich eine nackte, 35 cm große Puppe aus den 50iger Jahren, mit den Initialen O.S. auf der Rückseite. Dieses Kästchen bringt die Dame zur Polizeit. Dort ist gerade eine kleine Umstrukturierung der Arbeitsplätze und Aufgaben zugangen, da eine neue Kollegin erwartet wird: Kriminalhauptkommissarin Annalena Brandt. Tochter des allseits beliebten Dorflehrers. Annalena wird mit diesem Fall betraut. Bei ihren Ermittlungen stößt sie auf seltsame Menschen und Begebenheiten. FAZIT Ich möchte als erstes mal vorausschicken, dass dieses Buch sehr schön und unterhaltsam geschrieben ist. Ständig erfährt man neue Aspekte und wird sehr lange über die Geschehnisse im Unklaren gelassen. Man ertappt sich immer mal wieder dabei, selbst den Täter zu suchen oder Vergleiche anzustellen. Jedoch lässt das Buch für mich sehr viele Dinge ungeklärt. Und am Ende überschlagen sich die Ereignisse so, dass man nur noch verdutzt den Kopf schüttelt. Aber ist es wirklich ein Schluß? Wie bereits geschrieben, blieben einige Dinge ungeklärt. Die Geschichte ansich scheint jedoch beendet zu sein. Wegen dieser Unklarheiten kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

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  • Rezension zu "Schürzenjäger" von Katharina Gerwens

    Schürzenjäger
    ColourfulMind

    ColourfulMind

    03. March 2013 um 23:21

    Inhalt: Annalena Brandt ist gerade erst zurück in ihre Heimatstadt gezogen, dem verschlafenen Kalverode, als auch schon der erste Mord geschieht. Als Kommissarin ermittelt sie mit ihren chaotischen Kollegen in dem Mordfall. Einer jungen Frau wurden die Augen herausgeschnitten und das ganze wurde schon zuvor durch eine verstümmelt aufgefundene Puppe angekündigt. Trotz der Ablehnung ihrer neuen Kollegen nimmt Annalena sich dem Fall an und entdeckt, dass auch in Kalverode ziemlich viel passieren kann. Meine Meinung: Viele Krimis hatte ich bisher noch nicht gelesen, weswegen ich sehr gespannt auf „Schürzenjäger“ von Katharina Gerwens war. Der Westfalen-Krimi besticht vor allem durch seine doch sehr humorvolle und lockere Atmosphäre, welche im Kontrast zur Brutalität des Mordfalles steht. Herrlich verschroben und selbstironisch werden die Charaktere und das kleine Städtchen Kalverode hier präsentiert. Doch Die Autorin schafft es auch, von diesen lustigen Tönen zu Traurigen und Ernsten überzugehen, oder dass der Wechsel holprig wirkt. Das Kleinstadt-Feeling wird von der Autorin sehr gut rübergebracht. Es ist diese typische Kleinstadt, in der jeder alles von jedem weiß und auch nicht zurückschreckt unter vorgehaltener Hand darüber zu reden. Da wird selbst die Tote aufgrund von Sensationslust und Missgunst noch auf's Korn genommen. Die Dialoge sind auch ein echtes Highlight der Geschichte. Sie sind unverblümt und sehr echt. Die Autorin schreibt so, wie die Figuren sprechen, was oftmals eine gewisse Situationskomik schafft, aber definitiv ein sehr gutes Stilmittel der Autorin ist. Die Figuren sind dabei wirklich richtig gut gestaltet. Jeder ist eine Type für sich. Sehr schräg und eigenwillig kommen sie daher und haben jeder für sich eine oder mehrere Eigenschaften, die sie ausmachen. Dadurch sind sie sehr markant und irgendwie schließt man sie alle mit ihren kleinen Eigenarten während des kurzen Lesevergnügens ins Herz. Da hätten wir einmal die verbissene Annalena Brandt mit ihrer „Spiegelphobie“ was zugegeben manchmal ein wenig nervig war, aber definitiv interessant. Sie macht auch in der Geschichte eine Entwicklung durch, denn nach und nach behauptet sie sich immer mehr vor ihren Kollegen, bis sie schließlich zur treibenden Kraft hinter den Ermittlungen wird. Sei es der mürrische Kollege, der mit grauenvollem Mundgeruch, der väterliche Chef, oder aber die durchgedrehte Puppensammlerin. Allesamt überzeugen sie und bleiben auch noch nach Beendigung des Buches im Gedächtnis. Das Team ist unbeholfen und wirkt eher komisch als professionell. Sie lockern das ernste Thema eines Mordfalles sehr auf und sind immer wieder für einen Lacher gut. Doch leider leider leider gibt es auch Kritik. Denn das Ende war leider so gar nicht das, was ich mir für diesen wirklich guten Krimi gewünscht hätte. Denn dieses ist leider so gar nicht überraschend oder überzeugend. Schon viel zu früh war für mich klar, wer der Mörder ist. Doch irgendwie dachte ich mir: „Nein, das ist viel zu offensichtlich, so leicht macht die Autorin es uns nicht. Da kommt noch die große Überraschung!“ Aber nein. Es kommt genau so, wie ich dachte und ist dann auch schon ganz schnell vorbei. Leider sehr enttäuschend, da dieses Ende, wie ich finde, der Geschichte nicht angemessen war. Ich hätte mir den großen „Aha-Moment“ gewünscht, der aber leider ausblieb. Auch werden scheinbar willkürlich übersinnliche Aspekte eingeworfen, die so gar nicht in die Geschichte passen wollen und auch bis zum Schluss nicht aufgelöst werden. Fazit: „Schürzenjäger“ ist ein wirklich guter Krimi, der vor allem durch seine Komik und Sonderbarkeit und wirklich urigen Charakteren besticht. Auch wenn das Ende leider wenig überrascht und die übernatürlichen Aspekte fehl am Platz wirken. Trotzdem eine Leseempfehlung für alle Krimifans.

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  • Rezension zu "Schürzenjäger" von Katharina Gerwens

    Schürzenjäger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. March 2013 um 23:17

    Annalena Brandt, frische Diplomverwaltungswirtin, hat es nicht leicht. An ihrer neuen Dienststelle in der alten Heimat, wird sie nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Am ersten Tag ihres Amtsantritts drückt man ihr eine Puppe mit leeren Augenhöhlen in die Hand. An der soll sie zeigen, was sie gelernt hat und über welche technischen Tricks sie verfügt. Als wenig später eine Frauenleiche gefunden wird, der ebenfalls die Augen fehlen, vermutet die Kommissarin einen Zusammenhang zwischen der Puppe und der toten Frau. Dann stößt man auf eine zweite zugerichtete Puppe, und Annalena befürchtet weitere Todesfälle. Das Buch ist ein sehr gut gelungener Regional-Krimi. Er beinhaltet Witz, eine wunderschöne Landschaft und authentische Charaktere. Vor allem Annalena ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen und ich konnte mir nur zu gut vorstellen, wie sie sich als „Neue“ fühlen muss. Die Geschichte liest sich flüssig und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Das bisschen Dialekt ist auch für einen Leser, der nicht aus dieser Gegend stammt, nicht störend. Das Ende war für mich etwas zu abrupt und nicht wirklich einleuchtend außerdem blieb doch einiges noch offen. Deshalb von mir nur vier Sterne.

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  • Rezension zu "Schürzenjäger" von Katharina Gerwens

    Schürzenjäger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. March 2013 um 20:22

    ** INHALT ** Bei der Polizeit in Kalverode wird ein Puppenschrank abgegeben. In diesem Schrank steckt eine Puppe mit leeren Augenhöhlen - doch niemand nimmt diesen grausigen Fund ernst. Dann taucht die verstümmelte Leiche einer Frau auf, der ebenfalls die Augen fehlen. Dann wird eine neue Puppe gefunden und die Polizistin Annalena Brandt, gerade frisch von der Universität, rechntet mit dem Schlimmsten... ** MEINE MEINUNG ** Den Schreibstil der Autorin mochte ich auf Anhieb. Die Charaktere sind bis ins Detail gezeichnet, insbesondere die Hauptpersonen wirken sehr authentisch. In Annalena Brandt konnte ich mich sofort hineinversetzen, genauso auch in ihre Kollegen, welche es ihr nicht gerade leicht machen. Der Dialekt, der teilweise eingesetzt wird, ist von der Menge her perfekt - so wirkte die wörtliche Rede authentisch, aber nicht nervig oder störend. Das Buch war zwar kein direkter Page-Turner, aber trotzdem sehr interessant. Leider war das Ende für meinen Geschmack ein wenig an den Haaren herbeigezogen und nicht 100% glaubwürdig. Daher gibt es von mir nun leider doch nur 4 von 5 Sternen für ein sonst durch und durch gutes Buch.

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  • Rezension zu "Schürzenjäger" von Katharina Gerwens

    Schürzenjäger
    gaby2707

    gaby2707

    01. March 2013 um 19:22

    Kriminaloberkommissarin Annalena Brandt ist noch nicht richtig in ihrer neuen Dienststelle in Kalverode, ihrem Heimatort, angekommen, da hat sie auch schon ihren ersten Fall auf dem Tisch: Püppchen 2.5. Die etwas schrullige Kitty Siebert, die sich einen "Gnadenhof für Puppen" hält, bringt ein aus Pflaumenholz gezimmertes Kästchen mit Flügeltüren zum Kommissariat, das sie am Dorfbrunnen am Marktplatz gefunden hat. Darin eine nackte Puppe aus den 50ziger Jahren mit einem rosa Söckchen am linken Fuß und den Initialen S und O auf den Pobacken. Wenig später wird eine Tote gefunden, der man die Augen entfernt hat: Stefanie Overbeck, 32, die als Marktfrau und bei der hiesigen Zeitung ihr Geld verdient hat. Annalena Brandt fängt an mit ihrem neuen Team zu ermitteln... Katharina Gerwens ist ein spannender und in den Dialogen zum Schmunzeln anregender Krimi gelungen, der in Westfalen, nahe der holländischen Grenze spielt. Annalena Brandt, die Tochter des ehemaligen Dorschullehrers Walter Brandt, wird von ihren beiden neuen männlichen Kollegen nicht mit offenen Armen aufgenommen. Da wäre Kriminalhauptkommissar Markus Wissing, der sich nach 17jähriger Ehe von seiner Frau Thekla trennen will und vermeiden möchte, dass seine Affäre mit dem Opfer bekannt wird und Jörg Ottenhöfer, der Annalena als Kind aus einem Weiher vor dem Ertrinken gerettet hat. Die gute Seele des Büros Hedwig Hagenkötter nimmt sich Annalenas gleich an. Die Hauptprotagonisten sind sehr detailliert, lebendig und anschaulich beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen kann. Es sind Menschen mit Ecken, Kanten und Ängsten zu versagen oder etwas falsch zu machen, einfach sympathisch - auch im Negativen. Eine Dorfgemeinschaft, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne und eine Gegend, die es vielleicht lohnt sich anzuschauen runden die Erzählung ab. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die eingeschobenen dialektischen Begriffe sind auch für "Nichtwestfalen" leicht verständlich und geben der Geschichte den Lokalkollorit. Das Buch war schneller ausgelesen, als mir lieb war. Bleibt die Hoffnung, dass es weitere "Fälle" in Kalverode und für Annalena Brandt zu lösen gibt. Einzig der Schluss mit dem Geständnis kam für mich zu plötzlich. FAZIT: Ein toller Regionalkrimi, den ich allen Lesern leichter Krimis empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Schürzenjäger" von Katharina Gerwens

    Schürzenjäger
    unclethom

    unclethom

    01. March 2013 um 07:48

    Das Buch: Annalena Brandt hat es nicht leicht. An ihrer neuen Dienststelle wird sie nicht gerade mit offenen Armen empfangen, zumal ihre Kolleginnen und Kollegen weitaus älter sind als sie. Am ersten Tag ihres Amtsantritts drückt man ihr eine Puppe mit leeren Augenhöhlen in die Hand. An der soll sie mal zeigen, was sie gelernt hat und über welche ermittlungstechnischen Tricks sie verfügt. Als wenig später eine Frauenleiche gefunden wird, der ebenfalls die Augen fehlen, vermutet die Kommissarin einen Zusammenhang zwischen der Puppe und der toten Frau. Doch die Kollegen mauern. Vor allem den Kriminalhauptmeister Markus Wissing belasten ganz andere Sorgen: Niemand darf erfahren, dass die Tote ohne Augen seine heimliche Geliebte war. Und dann wird erneut eine übel zugerichtete Puppe gefunden ... Die Autorin: Katharina Gerwens Geboren 1952 in Epe (Westfalen), verbrachte sie ihre Kindheit auf dem Dorf. Mit 15 Jahren schrieb sie Chansons für Udo Jürgens. Nach ihrer Ausbildung zur Journalistin arbeitete sie in verschiedenen Verlagen und ist heute als freie Lektorin tätig. Katharina Gerwens lebt und arbeitet abwechselnd in München und Niederbayern. Mit Stille Post in Kleinöd, Die Gurkenflieger, Anpfiff in Kleinöd und Rufmord in Kleinöd (alle zusammen mit Herbert Schröger) hat sie im Piper Verlag vier erfolgreiche Niederbayernkrimis veröffentlicht. 2012 erscheint ihr fünfter, neuester Krimi aus Kleinöd. Quelle: http://www.ava-international.de Die Rezension: Mit Schürzenjäger und der neuen Ermittlerin Annalena Brandt ist Katharina Gerwens wieder ein erfolgreicher Einstieg in eine neue Buchreihe gelungen. Mit Ihrer flüssigen Schreibweise ließ sich der Roman fast in einem Rutsch lesen. Sie beschreibt die Figuren klar und haucht ihren richtiggehend Leben ein und so mag man das Buch kaum aus der Hand legen. Schön auch den Dialekt aus der Gegend zumindest zum Teil einfließen zu lassen, und zwar in einer Form, dass es nicht als störend empfunden wird. Besonders interessant fand ich neben der Ermitllerin Annalena Brandt, den Kriminalhauptmeister Markus Wissing, der neben seinen Eheproblemen, auch zumindest zeitweise in meinen Focus als Tatverdächtiger geriet. Auch die Probleme die Ihr Kollege Jörg Ottenhöver mit Ihr, der neuen, hat ist wie aus dem Leben gegriffen. Man hätte meinen können, dass man mit auf der Polizeistation ist und mitermittelt. Schade fand ich allerdings, das in meinen Augen etwas abrupte Ende. Der Täter, erst in den letzten Seiten im Focus der Ermittler, gibt für mich zu schnell auf. Aber, trotz des etwas abrupten Endes, ein Klasseroman und ich hoffe mehr Von der neuen Ermittlerin Annalena Brandt und Ihrem Team zu lesen.

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  • Rezension zu "Schürzenjäger" von Katharina Gerwens

    Schürzenjäger
    tigerbea

    tigerbea

    28. February 2013 um 15:32

    Annalena Brandt, Tochter des ehemaligen Dorfschullehrers, kommt nach ihrem Studium zur Diplomverwaltungswirtin zurück in ihr Heimatdorf Kalverode, um dort als Kriminalhauptkommissarin zu arbeiten. Doch ihr Einstieg ist nicht leicht, ihre Kollegen begegnen ihr voller Vorurteile, so daß der Empfang nicht wirklich herzlich ist. Als allererstes wird ihr ein Fall zugetragen, der zunächst als Witz erscheint: eine alte Frau gibt auf der Polizeistation ein Kästchen mit einer alten Schildkrötpuppe ab. Kurios: der Puppe wurden die Augen ausgestochen und die Buchstaben O und S in den Körper geritzt. Gefunden wurde die Puppe auf dem Marktplatz, neben dem Stand der Spargelverkäuferin Stefanie Overbeck. Was zunächt als Witz angesehen wird, endet als blutiger ernst. Denn Steffi wird kurze Zeit später tot aufgefunden - mit ausgestochenen Augen. Kurz darauf wird erneut eine Puppe aufgefunden, diesmal mit Stichen in der Nierengegend. Und die passende Leiche läßt auch nicht lange auf sich warten... "Schürzenjäger" ist ein genialer Regionalkrimi! Er beinhaltet einfach alles: Humor, eine faszinierende Landschaft, Bewohner mit Ecken, Kanten und Schrullen und einen Dialekt, der nicht störend und übertrieben wirkt und wohl für jeden verständlich ist. Das Buch liest sich wunderbar flüssig, der Leser fliegt nur so durch die Seiten, was natürlich durch die stets vorhandene Spannung noch gesteigert wird. Man möchte das Buch am liebsten gar nicht mehr zur Seite legen, sondern ist wirklich versucht, es in einem Rutsch zu lesen. Auch die Charaktere sind sehr glaubhaft und realistisch beschrieben. Die Ängste von Markus Wissing, daß bloß keiner merkt, daß er mit dem Opfer ein Verhältnis hatte, die Ablehnung und Vorurteile gegenüber der "Neuen", denn sie ist ja nur durch ihr Studium so hoch gestiegen, also meint sie wohl, was besseres zu sein und dann die Angst Annalenas, schief anzulaufen und in jedes sich bietende Fettnäpfchen zu treten. Ich würde dies Buch uneingeschränkt jedem empfehlen, der ein Herz für Regionalkrimis hat! Mit Annalena Brandt hat Katharina Gerwens einen neuen Star am Ermittlerhimmel geschaffen! Ich hoffe, es werden noch viele Annalena-Fälle folgen!

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