Katharina Groth Centro - In der Tiefe

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Inhaltsangabe zu „Centro - In der Tiefe“ von Katharina Groth

Das Jahr 2075: Durch ein misslungenes Experiment ist das Überleben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Die Strahlung der Sonne hat die Menschheit in die Tiefen verbannt. Die 17-jährige Kay und ihre kleine Schwester leben in der Gesellschaft des Centro. Sie bietet Schutz und Nahrung. Doch der Preis dafür ist hoch. Strenge Gesetze regieren den Alltag in dem modernen Bunker, der von Wissenschaftlern geführt wird. Am Rande der Gesellschaft, versucht Kay das Überleben von sich und ihrer kleinen Schwester zu sichern. Als es zu einem Aufstand kommt, gelingt den Mädchen die Flucht in die Tiefen des Gebirges, doch auf das was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst ... (Quelle:'E-Buch Text/08.02.2014')

Unerwartete Überraschungen und viel Spannung! Toller Auftakt :)

— Aleshanee
Aleshanee
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  • Centro 1: In der Tiefe

    Centro - In der Tiefe
    Leseglueck

    Leseglueck

    21. March 2017 um 12:13

    Erster Satz Die verkohlten Überreste des einstigen Stadtwaldes rasten an mir vorbei. Cover Das Cover passt zur Geschichte aber das alte Cover hat mir etwas besser gefallen. Das ist aber natürlich Geschmackssache. Meinung In der Tiefe ist der erste Band der Centro-Reihe von Katharina Groth und war auch mein erstes Buch das ich von der Autorin gelesen habe. Ich war überrascht dass mir das Buch so gut gefallen hat. Der Schreibstil war flüssig und ich hatte das Buch wahnsinnig schnell durchgelesen. Die Hauptprotagonistin Kay war mir sofort sympathisch. Sie ist natürlich ein typischer Hauptcharakter für so eine Dystopie: mutig, gutaussehend und würde ihr Leben für ihre Lieben opfern. In diesem Fall ist das ihre kleine Schwester Marcie, die im Centro wegen ihrer hellen Hautfarbe keine Aufgabe hat und somit auch keine Nahrung verdienen kann. Kay teilt alles mit ihr, weshalb die Beiden ziemlich abgemagert sind. Marcie ist immer hilflos und Kay versucht ihr in allen Lebenssituationen zu helfen, sogar dann als es um ihr eigenes Leben ging. Kays kleine Schwester konnte ich nicht so gut einschätzen, vielleicht lernt man sie im nächsten Band besser kennen. Kay war mir lieber und dass sie in der ganzen Zeit ihre Menschlichkeit nicht verloren hat, zeigt wie stark sie ist.  Außerdem gibt es da noch den gutaussehenden geheimnisvollen Sim aus dem man nicht Schlau wird. Er scheint etwas für Kay zu empfinden. Es war mal etwas neues das es nicht gleich die große Lovestory gibt wie in so vielen anderen Büchern. Die Zwei müssen sich erstmal richtig kennen und vertrauen lernen. Das hat mir richtig gut gefallen denn in vielen Büchern weiß ich oft nicht wie die große Liebe plötzlich zustande gekommen ist. In dem Buch gibt es sehr viel Gewalt. Vor allem die blutigen Kämpfe zwischen den Frauen die nie gut ausgehen und bei denen einige Leben geopfert werden, fand ich schrecklich. Natürlich bringt das Ganze Spannung und Nervenkitzel in die Geschichte aber ich fand es schon grenzwertig. Die Autorin hat aber trotzdem die Kurve bekommen so dass es nicht zu abstoßend gewirkt hat. Ich werde sicherlich auch den nächsten Band lesen und bin gespannt ob die Spannung von diesem Band gehalten werden kann. Es wurde eine neue Welt und ein neues System erfunden und neugierig lernt man das alles nach und nach kennen. Natürlich findet man auch Parallelen zu anderen Dystopien aber mal ehrlich: wie oft kann das Rad schon neu erfunden werden? Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Fazit Centro: In der Tiefe konnte mich voll und ganz überzeugen. Es ist Spannend, bietet wenig Kitsch und man lernt in der Geschichte eine neue Welt kennen. Ich vergebe 4 von 5 Sterne und bin gespannt auf den nächsten Band.

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  • Wenn die Sonne zum Feind wird..

    Centro - In der Tiefe
    Aluna

    Aluna

    27. July 2016 um 10:51

    Inhaltsangabe zu „Centro: In der Tiefe“ von Katharina Groth Das Jahr 2075: Durch ein misslungenes Experiment ist das Überleben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Die Strahlung der Sonne hat die Menschheit in die Tiefen verbannt. Die 17-jährige Kay und ihre kleine Schwester leben in der Gesellschaft des Centro. Sie bietet Schutz und Nahrung. Doch der Preis dafür ist hoch. Strenge Gesetze regieren den Alltag in dem modernen Bunker, der von Wissenschaftlern geführt wird. Am Rande der Gesellschaft, versucht Kay das Überleben von sich und ihrer kleinen Schwester zu sichern. Als es zu einem Aufstand kommt, gelingt den Mädchen die Flucht in die Tiefen des Gebirges, doch auf das was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst ... Über den Autor Katharina Groth ist im Jahr 1987 im südlichen Teil von Niedersachsen geboren und aufgewachsen. Geprägt durch ihre Mutter, die das geschriebene Wort genauso liebt wie sie, begleitete das Schreiben sie ihr Leben lang. Seit 2014 veröffentlicht sie im Genre ScienceFiction/Thriller/Romance/Dystopie. Aktuelle Infos: http://katharinagroth.blogspot.de https://www.facebook.com/KatharinaGrothAutorin Cover Mein Cover sieht anders aus, als dieses hier. Daher beschreibe ich einfach beide. Lovelybooks: Das Mädchen, das man nur von Hinten sieht, hat Ähnlichkeiten mit Kay. Denn auch sie hat dunkles Haar und manchmal wenig an. Zu einem bestimmten Zweck ;) Ansonsten finde ich die Darstellung der Oberfläche gelungen. Denn Kays Welt wurde durch die Sonne zerstört. Die meisten Menschen können nicht mehr ohne Schutz auf ihr Leben. Mein Cover: Mein Cover zeigt trockene Erde, in der nur ein einziges Loch zu sehen ist. Der Schriftzug ist so gestaltet, das dieses Loch das O zu dem Wort Centro bildet. In diesem Loch ist ein Auge zu sehen. Es könnte sich um Kays Auge handeln, da auch sie braune Augen hat. Persönlich gefällt mir mein Cover besser. Es spiegelt dieses beklemmende Gefühl, nicht mehr an der Oberfläche leben zu können, einfach besser. Ich hefte mein Cover als Foto an. Schreibstil Ich kam sehr gut ins Buch hinein. Die Autorin schreibt flüssig und lockte mich damit immer tiefer in die Geschichte. Es waren für mich keine Längen vorhanden und ich hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl unnütze Dinge zu erfahren oder das versucht wurden, die Geschichte unnötig in die Länge zu ziehen. Erster Satz Die verkohlten Überreste des einstigen Stadtwaldes rasten an mir vorbei. Eigene Meinung Es geht um Kay und ihre kleine Schwester Marcie. Die beiden verloren relativ früh ihre Eltern. In der Inhaltsangabe steht, dass Kay 17 Jahre alt ist. In meinem Buch ist sie 18. Denn sie ist genau 4 Jahre älter als Marcie. Und diese ist 14. Kay sorgt sich sehr um ihre Schwester. Denn diese hatte vor ein paar Jahren einen Unfall und wäre beinah gestorben. Von daher möchte sie nicht, das Marcie arbeiten geht und versucht die beiden alleine durchzuziehen. Leider ist das Centro so gestaltet, das nur diejenigen, die etwas für die Gemeinschaft tun, auch etwas zu Essen erhalten. Kay und Marcie haben die Erlaubnis, sich Kays Rationen teilen zu dürfen. Das muss aber genehmigt werden. Ansonsten drohen Strafen. Die schlimmste Strafe ist der Ausschluss. Menschen werden einfach der Sonne ausgesetzt und verbrennen qualvoll. Kay arbeitet als Erntehelferin. Ungewöhnlich, da meistens Männer diesen Job erhalten, da man dazu große Körperliche Kraft benötigt. Aber Kay hat sich daran gewöhnt und es macht ihr Spaß, den Pflanzen beim Wachsen zu helfen. Man wird gleich in die Geschichte geworfen. Kay kommt zu spät von der Arbeit zurück, was eigentlich Folgen haben müsste. Wäre nicht ihr alter Schulfreund Gerrit Grenzwächter und hätte den heutigen Dienst an der Schleuse. Er tut viel für sie und ihre Schwester. Teilt seine Ration mit ihnen und entfernt Kays Einträge. Denn jeder im Centro hat einen Chip im Handgelenk. Damit sieht die Führung ihren Aufenthaltsort und kann Informationen über den Gesundheitszustand erhalten. Gerade als Kay zu ihrer und Marcies Wohneinheit zurückkehrt erhalten sie die Meldung zum Sammelplatz des Centros zu kommen. Doch der Weg wird von Wissenschaftlern und den Grenzwächtern versperrt. Diese überprüfen die Mikrochips der Menschen und sammeln nur junge Frauen ein. Die Leute rebellieren und es kommt zu einem Aufstand. Um nicht gefangen genommen oder gar getötet zu werden fliehen die beiden Schwestern in einen stillgelegten Sektor. Verfolgt von Grenzwächtern und einer Wissenschaftlerin schaffen die beiden die Flucht, durch die Hilfe eines Fremden. Die Tunnel, durch die der Fremde sie führt sind nur leider nicht unbewohnt.. Irgendwas in den Gängen hier hinterließ auch auf meinen Armen eine Gänsehaut. Inzwischen war ich mir sicher, dass wir drei nicht die Einzigen auf den endlos wirkenden, felsigen Fluren waren. – Zitat Kay, Position 49 von 237 Kay.. Kay ist am Anfang sehr darauf bedacht die Regeln einzuhalten und nicht aufzufallen. Sie sorgt sich sehr um das Wohl ihrer kleinen Schwester und würde für sie alles tun. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich und ist manchmal fast entsetzt über ihr früheres Ich. Aber auch ihr neues Ich macht ihr zu schaffen. Eine wirklich sympathische Hauptperson. Marcie.. Leider konnte ich Marcie nicht wirklich kennenlernen. Das was ich von ihr weiß ist, das sie ein dünnes elfenhaftes Mädchen mit heller Haut und roten Haaren ist. Sie und Kay haben sich seit ihrem Unfall etwas voneinander entfernt. Da Kay sie mit ihrer Sorge etwas erdrückt. Gerrit.. Er war mir gleich sympathisch. Er versucht Kay und Marcie so gut es geht zu helfen. Ein wirklich netter Grenzächter und Freund. Sim.. Sim lernt man im Laufe der Geschichte kennen. Er ist etwas launisch und man weiß nie woran man bei ihm ist. Ist er gerade offen verschließt er sich plötzlich wieder. Trotzdem mag ich ihn sehr gerne. Jordan.. Ein wirklich ekliger Typ. Ein Wissenschaftler, der wirklich sehr ungepflegt ist. Dreckige Fingernägel, stumpfe brauen Zähne und ein wenig dicklich. Es gibt noch viele andere, interessante Personen. Doch wenn ich die alle aufzählen würde, würde ich zu viel vom Inhalt verraten. Fazit Diesem Buch sollte man definitiv mehr Aufmerksamkeit widmen. Ein wenig erinnert es an die Bestimmung und die Tribute von Panem. Aber nur minimal. Es ist doch etwas Eigenes. Ich war ein wenig perplex als es zu Ende war. Aus diesem Grund musste ich mir sofort den 2. Teil holen. Und was soll ich sagen, es geht spannend und unerwartet weiter.

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  • Ungeschönter starker Auftakt einer Dystopiereihe

    Centro - In der Tiefe
    lexana

    lexana

    21. May 2016 um 21:54

    Inhalt Das Jahr 2075: Durch ein misslungenes Experiment ist das Überleben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Die Strahlung der Sonne hat die Menschheit in die Tiefen verbannt. Die 17-jährige Kay und ihre kleine Schwester leben in der Gesellschaft des Centro. Sie bietet Schutz und Nahrung. Doch der Preis dafür ist hoch. Strenge Gesetze regieren den Alltag in dem modernen Bunker, der von Wissenschaftlern geführt wird. Am Rande der Gesellschaft, versucht Kay das Überleben von sich und ihrer kleinen Schwester zu sichern. Als es zu einem Aufstand kommt, gelingt den Mädchen die Flucht in die Tiefen des Gebirges, doch auf das was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst ... (Quelle: amazon.de) Meine Meinung An sich lese ich lieber Bücher, richtige Bücher! Sprich, etwas, was ich in der Hand halten und umblättern kann. Da ich jedoch schon so lange um diese Dystopie herumgetigert bin und mich nicht recht entscheiden konnte, sah ich es als Wink mit dem Zaunpfahl, als ich über Kindleunlimited den Roman kostenlos lesen konnte.Ich habe einen eReader und ein Tablet. Und ich tat mich in letzter Zeit sehr schwer damit, ebooks darauf zu lesen. Es fehlte mir einfach immer etwas. Bei Centro hatte ich die Befürchtung, es würde mir genauso gehen und ich nur schleppend vorwärts kommen, doch der wunderbar flüssige und fesselnde Schreibstil von Katharina Groth ließ mir kaum Zeit zum Atmen. Ich habe den Roman innerhalb weniger Tage verschlungen, habe ihn quasi nur aus der Hand gelegt, um zu schlafen oder mich um meine Kinder zu kümmern. Die Geschichte in Centro zeichnet eine düstere bittere Zukunft. Hier wird von der Autorin nichts geschönt oder in Watte gepackt. Weder Leser, noch Charaktere.Kay ist ein starker, kämpferischer Charakter und wurde von mir gleich ins Herz geschlossen. Sie sorgt sich um ihre Mitmenschen, allen voran um ihre Schwester, aber auch um Gerrit, einen Grenzwächter und alten Freund, der einen Faible für sie hat und sie gegen jede Vernunft unterstützt, wo er nur kann.Sim und Lydia sind sehr eigenwillige Charaktere, punkteten jedoch auch nach und nach beim Leser. Katharina Groth ist es gelungen, ihren Protagonisten Stärken und Schwächen zu geben, die sie wirklich lebendig werden lassen. Sie wirken nicht überzogen oder gar platt, sondern haben allesamt Tiefe.Die Handlung ist entgegen vieler anderer Romane ungeschönt, zeigt schmerzlich die Grausamkeiten ohne zu blutig zu erscheinen, dennoch sollte man kein allzu zartes Gemüt haben. Auch geht es im Handlungsstrang nicht gradlinig voran wie in vielen anderen Romanen oder Dystopien. Im einen Moment denkt man noch, sie finden einen Ausweg und dann geht es um ihr weiteres Überleben fernab von Centro und Felsenstadt, da geschieht etwas Unerwartetes und schon stehen alle wieder am Anfang oder in einer Situation, die man absolut nicht vorhersehen konnte. Fazit Centro - In der Tiefe ist ein Pageturner, spannend, mitreißend und bitter wie die Realität manchmal ist. Happy-Sappy ist bei Katharina Groth kein Thema. Ihre Charaktere müssen leiden und einstecken. Wie viel sie tatsächlich ertragen können, voran Kay, das bleibt abzuwarten. Ich habe mir nach Band 1 jetzt alle anderen Teile und Zusatzstories als ebooks gekauft und werde unverzüglich weiterlesen. Ich MUSS wissen, wie es weitergeht. Selten hat mich eine Geschichte so in den Bann gezogen und gefesselt, dass ich weiterlesen musste, komme was wolle. Daher eine absolute Kaufempfehlung und Centro schafft es damit in meine Must-Haves/Lieblingsbücher Liste.Ich vergebe die vollen 5 von 5 Sterne für Centro - In der Tiefe.

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  • Verdammt spannender Pageturner und schonungslose Dystopie ohne Weichspüler

    Centro - In der Tiefe
    Tini_S

    Tini_S

    07. March 2016 um 19:06

    Meine Meinung: Heute gibt es eine Rezi zu einem Knaller-Buch, auf das ich dank vieler positiver Rezensionen auf Blogs aufmerksam geworden bin. Gott sei Dank kann ich nur sagen, denn sonst hätte ich eine geniale Dystopie verpasst! Zuerst fiel mir der angenehme Schreibstil auf. Man denkt gar nicht, dass es sich hier um ein Debüt handelt, so ausgereift sind die Sätze. Sie ergeben eine schöne Lesemelodie und ich bin total im Buch versunken, denn es liest sich flüssig und fesselnd. Dabei bin ich echt pingelig, was den Schreibstil angeht, aber hier stört kein Wort den Lesefluss. Vor allem die Umgebung ist perfekt vorstellbar beschrieben, sodass ich die Szenen genau vor Augen hatte. Wo bleibt die Verfilmung? :D Im Ernst: Jemand sollte einen spannenden Film danach drehen (den ich mir ein bisschen Panem-ähnlich vorstelle und das meine ich als größtes Lob)! Ich hab´s schon erwähnt: Centro ist ein wahrer Pageturner! Trotz wenig Zeit konnte ich es kaum beiseitelegen und habe jede freie Minute genutzt! Gleich zu Anfang konnte ich in die Geschichte eintauchen, dank spezifischer Details und der spannenden Hintergründe, die sich die Autorin für ihre „schöne neue Welt“ ausgedacht hat. Und so schön ist die natürlich nicht. Denn wie bei einer Dystopie Gang und Gäbe, ist die neue Welt nicht wirklich glanzvoll und Ungerechtigkeiten und Gewalt sind an der Tagesordnung. Die Autorin schont ihre Charaktere nicht und die arme Protagonistin Kay hat einiges zu durchleiden. Kay habe ich als Erzählerin sofort ins Herz geschlossen. Ich habe mit ihr mitgefiebert, da sie wirklich Schlimmes durchmachen muss und dauernd auf der Flucht ist. Sie ist dabei keinesfalls eine perfekte Heldin, der alles gelingt (wie langweilig wäre das denn auch?). Sie hat ihre Schwächen und das macht sie sympathisch. Trotz der schlimmen Ereignisse versucht sie, sich ihre Menschlichkeit zu bewahren, und dafür hat sie sich meinen Respekt verdient! Ich bin schon gespannt, wie sie sich in den nächsten Bänden weiterentwickelt und was hinter dem großen Geheimnis um ihre Person steckt … Den Love Interest Sim mochte ich trotz seiner Arroganz und manchmal abweisenden Art. Schön fand ich, dass es keine Insta-Love gibt – im Gegenteil, es geht quasi im Schneckentempo voran, da sich die beiden erst kennen und mögen lernen müssen, denn zu Anfang hasst Kay Sim regelrecht und es gibt Vorurteile auf beiden Seiten. Vor lauter Gefahren gerät die zarte Pflanze der Liebe in den Hintergrund, was auch realistisch ist und anders hätte es nicht gepasst. Kays Trainingspartnerin Lydia war auch eine interessante Persönlichkeit, zu Anfang noch eine raue Schale, zeigt sie irgendwann ihre guten Seiten und erweist sich als geradlinige, verlässliche Partnerin. Kays Schwester Marcie war dagegen noch wenig greifbar. Ich schätze sie verbirgt noch ein Geheimnis und wird in den nächsten Teilen sicher noch näher beleuchtet. Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, ist knallhart und dabei absolut vorstellbar und die ganzen kreativen Ideen haben mich sehr beeindruckt. Ich ziehe meinen Hut! Auch fand ich alles so plausibel geschildert, dass ich zu keiner Sekunde an der Echtheit der Story gezweifelt habe. Ich hätte gern noch mehr über die spannenden Hintergründe, das Centro, die Schlinger usw. erfahren, weil es mich so fasziniert hat. Band 2 und 3 liegen Gott sei Dank schon bereit und ich bin sicher, dass da noch einiges auf uns Leser zukommt! Die Story verläuft recht ungewöhnlich und unvorhersehbar, nicht wie jede x-beliebige Dystopie. Leider gibt es hier auch einen meiner wenigen Kritikpunkte, denn anfangs lässt sich Kay einfach durch die Ereignisse treiben und es dauert lange bis sie selbst das Ruder in die Hand nimmt und aktiv wird. Zwischenzeitlich tritt die Story kurz auf der Stelle und mir hat das Ziel der Geschichte gefehlt. Aber dank spannender Ereignisse, Kämpfe und zwischenmenschlicher Dramen gerät das Lesen nie ins Stocken und man fliegt nur so durch die Seiten! Trotz des Pageturner-Effekts ist das Buch keineswegs oberflächlich, sondern sehr tiefgründig, was mir richtig gut gefallen hat. Es sind alles echte Menschen mit echten Gefühlen und das kommt beim Leser an. Das Zwischenmenschliche wird treffend beleuchtet und die Dinge, zu denen Menschen in Extremsituationen fähig sind, werden schonungslos dargestellt. Außerdem durchleiden die Charaktere einige schreckliche Dinge, da musste ich heftig schlucken. Das ist aber nötig, um die knallharten Bedingungen zu zeigen und Kay an den Herausforderungen wachsen zu lassen. Ich mag es, wenn Autoren sich etwas trauen und nichts zensieren oder weichspülen. Gut so! Kommen wir zu meinem letzten und leider größten Kritikpunkt: Das Ende ist verdammt gemein und viel viel VIEL zu offen, denn die Story hört einfach mittendrin an der spannendsten Stelle auf (böse böse Autorin ^^). Ich empfand es selbst für den ersten Teil einer Dystopie viel zu unbefriedigend und man kann das so allein nicht stehen lassen …Es gibt außerdem noch etwas Luft nach oben, was die angedeuteten Geheimnisse, Kreaturen, Charaktere und offenen Handlungsstränge angeht. Es wird uns in den Folgebänden sicher noch einiges erwarten und ich habe das Gefühl, dass die Autorin erst richtig warmgelaufen ist. :) Deshalb bin ich tierisch gespannt, was mich im zweiten und dritten Teil erwartet (und ich erwarte BÖSES ^^) und suchte aktuell schon Band 2! Das Muster, welches die Hitze in den Betonboden gesprengt hatte, vibrierte durch meinen Körper. Ein Stück vergessene Geschichte begleitete mich immer, wenn ich dieses Areal durchquerte. Die Älteren unter uns schwiegen über das, was geschehen war. Eine Ahnung, dass es sich um mehr als ein misslungenes Experiment handelte, umgab mein Bewusstsein wie ein düsterer Schatten. Das Gefühl von Trauer und Tod, welches an diesem Ort vorherrschte, ließ sich weder abschütteln noch leugnen. Das Schweigen der Greise bedeutete in meinen Augen, dass man über diese Epoche nicht mit Stolz erfüllt seinen Enkeln erzählte. – Katharina Groth: Centro 1 – In der Tiefe, Position 44-49 Fazit: Ein verdammt spannender Pageturner und eine schonungslose Dystopie ohne Weichspüler! Die neue Welt ist absolut vorstellbar beschrieben und ließ mein Kopfkino auf Hochtouren laufen! Gepaart mit tiefgründigen Charakteren, kreativen Hintergrundinfos und mysteriösen Geheimnissen ein fast perfektes Leseerlebnis! Lediglich das offene Ende und ein ganz ganz kurzes „auf der Stelle treten“ der Story verhindern die Höchstwertung. Band 2 und 3 sind schon gekauft und werden im Anschluss gesuchtet. Katharina Groth ist ab sofort eine neue „Autorin to watch“ für meine Beobachtungsliste und ich danke ihr für das wundervolle Leseerlebnis!

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  • Interessante Handlung mit vielen Wendungen

    Centro - In der Tiefe
    Phoenicrux

    Phoenicrux

    24. January 2016 um 19:22

    Inhalt: Das Jahr 2075: Durch ein misslungenes Experiment ist das Überleben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Die Strahlung der Sonne hat die Menschheit in die Tiefen verbannt. Die 17-jährige Kay und ihre kleine Schwester leben in der Gesellschaft des Centro. Sie bietet Schutz und Nahrung. Doch der Preis dafür ist hoch. Strenge Gesetze regieren den Alltag in dem modernen Bunker, der von Wissenschaftlern geführt wird. Am Rande der Gesellschaft, versucht Kay das Überleben von sich und ihrer kleinen Schwester zu sichern. Als es zu einem Aufstand kommt, gelingt den Mädchen die Flucht in die Tiefen des Gebirges, doch auf das was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst ... Zum Buch: Von Anfang an wird der Leser mitten in die Geschehnisse geworfen und mit vielen Details gefüttert, die man gar nicht so schnell verarbeiten kann, wie man sie bekommt. Es gibt so einige spannende und interessante Szenen, in denen man überrascht wird von den Wendungen der Geschichte. Protagonisten: Kay ist fürsorglich, hilfsbereit, psychisch stark und legt ein Grundes Misstrauen an den Tag allem gegenüber. Das mag daran liegen das sie die Verantwortung für ihre Schwester noch hat die nichts zu ihrer Versorgung beisteuern kann. Wir treffen auch auf Lydia ein Mädchen das auch kein leichtes Leben hat. Dann gibt es noch Sim, der Kay auf eine merkwürdige Art fasziniert, obwohl sie auch starken Hass für ihn empfindet. Meine Meinung: Es gab so einige mitreißende Stellen, die einen beim lesen richtig gefesselt haben. Kay und ihre Schwestern leben in einer Art Überwachungsstaat und werden rund um die Uhr beobachtet und kontrolliert. Leider hatte ich während des Lesens nicht wirklich das Gefühl die Protagonisten so wirklich kennenzulernen, was für mich ein wichtiger Aspekt einer Geschichte ist, das man ein Gefühl für die verschiedenen Charaktere bekommt. Das Gefühl hatte ich hier leider nicht. Ich denke das Teil 2 bei mir irgendwann den Weg auf mein Tablet findet da ich der Geschichte gerne eine weitere Chance geben will.

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  • Gelungener und temporeicher Dystopieauftakt

    Centro - In der Tiefe
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    10. September 2015 um 18:05

    Im Jahr 2075 brennt die Sonne so heiß, dass ein Überleben auf der Erde nicht mehr möglich ist. Die Menschen leben zwar geschützt, aber unter strengem Regime im unterirdischen Centro, darunter auch die 17 jährige Kay und ihre Schwester Marcie. Als es eines Tages während einer Versammlung zu einem Aufstand kommt, müssen Kay und Marcie fliehen. Doch die Felsengemeinschaft, in der beide unfreiwillig landen, ist nicht weniger unmenschlich als das Centro und Kay muss all ihre verfügbaren Kräfte mobilisieren, um sich und ihre Schwester zu retten. "Centro" von Katharina Groth bietet alles, was Dystopiefans sich wünschen - eine interessante dystopische Welt, sympathische Protagonisten, eine äußerst spannende (und manchmal brutale) Handlung mit viel Action sowie eine zarte und nicht zu vordergründige Liebesgeschichte. Der Roman ist ein richtiger Pageturner und man kann das Buch von Anfang an kaum aus der Hand legen. Nur der Arena- und Kampftrainingsteil könnte vielleicht ein wenig kürzer sein, doch der flüssige Schreibstil der Autorin macht das wieder wett. Nach und nach werden einige Fragen beantwortet, die vor allem am Ende für überraschende Wendungen sorgen. Zudem gibt es einen gemeinen Cliffhanger, der die Fortsetzung schon fast zur Pflichtlektüre macht. Ich bin daher sehr gespannt, wie es im Centro mit Kay weitergeht.

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  • Sehr gelungener Auftakt!

    Centro - In der Tiefe
    aennekensky

    aennekensky

    08. September 2015 um 23:16

    Kay lebt mit ihrer Schwester in CENTRO. Die Erde als solche ist wegen extrem hoher Temperaturen und Sonnenstürmen nicht mehr bewohnbar. Sie arbeitet sie als Erntehelferin und lebt im Sektor 4, dem der Arbeiterklasse. Eines Tages kommt es zu einem Aufruhr und die beiden fliehen vor der wütenden Menge. Durch Zufall landen sie in der Felsenstadt und dort soll sich Kays Leben komplett ändern, denn hier erwarten sie Tod, Schmerz und Ungewissheit. Meine Meinung: Für mich als Dystopie-Fan mehr als gelungen! Ich bin zufällig auf dieses Buch gestoßen und binnachdem ersten Band mehr als glückliches gelesen zu haben. Zwischendurch wusste man selber nie wirklich was eigentlich los ist, warum das alles passiert. Auch die Hintergründe und Kays Veränderung ist zunächst nicht nachvollziehbar. Das Ende kommt buchstäblich mit einem Schlag. Alles geht sehr schnell, Fragen die sich vorher gestellt haben werden zum größten Teil geklärt. Die Hauptcharaktere sind hier natürlich Kay, die von der zähen Erntehelferin mit immer wiederkehrenden Aussetzern zur unerbittlichen Kämpferin wird. Diese Verwandlung ist zunächst nicht nachvollziehbar, erklärt sich später jedoch sehr gut. Dann gibt es noch Sim, von Anfang an mein Liebling, er ist Sohn des Anführers der Felsenstadt und ein Arenakämpfer mit besonderer Vorliebe für die Natur und Gerechtigkeit. Lydia ist Kays Partnerin, die nach und nach auch zur Freundin wird. Doch natürlich bleibt noch einiges offen. Wie wird es weiter gehen? Was passiert mit den Charakteren? Und wer ist gut und wer böse? Teil zwei ist schon auf dem Schirm und ich bin gespannt wie es weiter geht!

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  • Centro - In der Tiefe

    Centro - In der Tiefe
    Kerst

    Kerst

    24. July 2015 um 17:45

    Meine Meinung: Cover: Das neugestaltete Cover finde ich sehr schön und auch wirklich passend. Das Auge wirkt auf mich sehr mystisch und die Farben passen gut zum Titel. Vielleicht hätte man aber auch das Centro abbilden können, damit der Leser eine ungefähre Vorstellung davon hat. Klappentext: Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, da ich mir ein solches Szenario auch in echt sehr gut Vorstellen könnte. Doch das ist bei Dystopien ja meistens so. Dennoch finde ich die Idee gut und man ist wirklich gespannt was sich im Gebirge befindet und warum das Centro anscheinend nicht alleine ist. Charaktere: Kay, muss für sich und ihre kleine Schwester sorgen, da ihre Eltern bei einem Aufstand ums Leben kamen. Während eines Aufstandes müssen sie flüchten und finden sich auf einmal in der Felsenstadt wieder. (Tut mir leid, aber das muss verraten werden.) Hier lernt sie eine Kämpferin zu sein, wodurch sie aber auch kalt wir und sich teilweise selber nicht mehr erkennt. Für sie zählt nur noch das Überleben und doch findet sie in Lydia eine gute Freundin und auch Sim nimmt einen wichtigen Platz ein. Lydia, ist ebenfalls eine Gefangene. Sie und Kay werden zusammengebunden, wodurch sie sich notgedrungen miteinander abfinden müssen. Doch sie lernen sich auch zu vertrauen, denn jede von ihnen hat ein schweres Schicksal mit dem sie umgehen müssen. So kommt es auch das sie Kay beim Training hilft, während diese ihr das Schreiben beibringt. Sim, ist der Sohn des Königs und sehr privilegiert. Dennoch muss er an den Kämpfen teilnehmen und trainiert die Mädchen. Dadurch wird er auch auf Kay aufmerksam, die sich nicht unterkriegen lässt und immer bis ans äußerste geht. Er versucht ihr so gut es geht zu helfen und offenbart ihr auch seine sanfte Seite.  Schreibstil: Der Schreibstil von Katharina Groth war sehr angenehm. Die Seiten flogen nur so dahin und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Sie beschreibt sehr klar und dennoch bildhaft, wodurch man sich das meiste sehr gut feststellen konnte. Dennoch konnte ich mir den Aufbau des Centros leider nicht wirklich vorstellen. Gesamteindruck: Das Buch lies sich gut weglesen und hatte mich von Seite eins an gefesselt. Ich war wirklich beeindruckt von der Welt die Katharina Groth geschaffen hatte und war total gefangen. Sie versteht es immer wieder kleine Details einfließen zu lassen, wodurch man auf den weiteren Verlauf gespannt ist. Doch am Ende kamen für mich leider zu viele Fragen zusammen die einfach noch nicht beantwortet waren und dann war das Buch zu Ende. Wirklich gemein! Ein paar mehr Lösungen hätten mir sehr gefallen und mich nicht so unbefriedigt zurückgelassen, als hätte sie das Buch in der Mitte geteilt und zwei daraus gemacht! Deswegen kann ich leider nur 3 von 5 Punkten geben, denn es hat mich eigentlich auf voller Linie überzeugt, aber diese vielen Fragen gehen einfach gar nicht.

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  • Suchtfaktor!

    Centro - In der Tiefe
    Linsenliebe

    Linsenliebe

    30. June 2015 um 12:01

    Die Erde ist zerstört, die Erdoberfläche durch die viel zu heiße Sonne nicht mehr bewohnbar und die Menschen finden innerhalb eines riesigen Gebirges Schutz. Die Gesellschaft, in der die Überlebenden Zuflucht suchen, nennt sich Centro und ist zugleich Rettung wie Bedrohung für die Bewohner. Denn dort herrschen sehr strenge Regeln um das Zusammenleben zu sichern. Die Nahrungsvorräte sind extrem knapp und die Arbeiten, die verrichtet werden müssen, sind mühsam.  Kay lebt mit ihrer kleineren Schwester Marcie zusammen und sorgt für sie denn sie ist alles was Kay geblieben ist. Ihre Eltern sind tot und Marcie erlitt einen schweren Unfall, der sie arbeitsunfähig machte und weswegen Marcie von der Gesellschaft nicht akzeptiert wird weil sie keinen Beitrag zur Arbeit leisten kann. Kay kümmert sich liebevoll um ihre Schwester und hungert nicht selten damit Marcie überleben kann.  Doch eines Tages gibt es einen Aufstand im Centro und Kay und Marcie fliehen. So gelangen die beiden Schwester in einen weit entfernten Teil des Gebirges, in dem sie mehr unfreiwillig als freiwillig auf eine ihnen völlig unbekannte Gruppe Menschen trifft. Die Felsenstadt ist ihnen vollkommen neu aber schnell müssen Kay und Marcie am eigenen Leib erfahren, dass die Bewohner ihnen keineswegs friedlich gesinnt sind. Ganz im Gegenteil: Marcie wird verschleppt und von nun an erkennt sie Kay nicht mehr als ihre Schwester. Und Kay wird zur Kriegerin ausgebildet, ob sie will oder nicht, und so beginnt ein gnadenloser Kampf auf Leben und Tod. Doch warum das ganze und wie kann Kay entkommen? Kann sie Marcie wieder zur Besinnung bringen und es schaffen, die Felsenstadt unbeschadet mit ihr zu verlassen? Und was für eine Rolle spielt der mysteriöse Sim, der Sohn des Anführers, in den furchtbaren Arenakämpfen? Kay ist eine junge Frau die nicht viel hat und trotzdem das beste aus ihrer Situation macht. Als Erntehelferin arbeitet sie sehr hart um sich und ihrer Schwester das Überleben zu sichern. Doch als im Centro ein Aufstand ausbricht wird ihr schnell klar, dass sie sich in Sicherheit bringen muss. Doch die Felsenstadt, in der sie landet, ist alles andere als sicher. Dort muss sie erst recht ums überleben kämpfen denn dort wird Kay zur Kriegerin ausgebildet und muss in blutigen Arenakämpfen zur Unterhaltung der Felsenstadtbewohner andere Menschen verletzen oder sogar töten.  Der gesamte Aufbau der Geschichte ist sehr kurzweilig und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen weil es mich wirklich gefesselt hat. Kay ist mir durchaus sympathisch, besonders ihre Sorge um ihre Schwester Marcie ging mir nahe. Die Kämpfe sind zwar blutrünstig, jedoch nicht zu blutig geschildert, wodurch ich auch diese Szenen gerne verfolgt habe. Die schwachen Verbindungen innerhalb der Kämpferinnen-Gruppen sind sehr realistisch geschildert und gut nachvollziehbar. Wem kann man vertrauen und wen sollte man lieber nicht aus den Augen lassen? Zu Beginn fand ich die "Schlinger", die tötlich sind und in den Gängen des Gebirges leben, zu unrealistisch, was sich aber später aufklärt und ich es so auch gut hinnehmen kann.  Ich will auch nicht mehr über die Charaktere verraten. Ich kann euch nur sagen dass es sich hier bei "Centro: in der Tiefe" um einen sehr gut gelungenen ersten Teil einer Dystopie-Reihe handelt. Die Story hat einen unheimlichen Sog auf mich ausgeübt und ich lese nun schon Teil 2 weil ich unbedingt wissen wollte wie es mit Kay weiter geht. Ich bin sehr gespannt wie der weitere Verlauf ist und kann euch nur dringend diese Reihe ans Herz legen wenn ihr Dystopie-Fans seid! Ich vergebe 5 von 5 Sternen!

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  • Ein sehr gelungenes Debüt!

    Centro - In der Tiefe
    Kati87

    Kati87

    27. February 2015 um 23:30

    Inhalt: Kay lebt allein mit ihrer Schwester Marcie im Centro. Hier muss jeder für seinen Unterhalt arbeiten, was es Kay schwer macht, da sie Marcie mit versorgen muss und die Rationen sind schon mehr als knapp. Ihr Freund Gerrit würde die zwei gern unterstützen, jedoch muss man im Centro mit harten Strafen rechnen, sollte man die Regeln der Gemeinschaft verletzen. Als es eines Tages im Sektor von Kay zu einer Auseinandersetzung kommt, will Kay Marcie in Sicherheit bringen und dringt dabei in einen verlassenen Sektor ein. Plötzlich wird sie zur Gejagten und befindet sie sich auf der Flucht vor Grenzwächtern. Schreibstil: Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist flüssig und das Buch lässt sich sehr schnell lesen. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Kay. Meinung: Centro ist eine Dystopie die in meinen Augen mehr Beachtung verdient hat, weil mich das Buch mehrfach überraschen konnte. Katharina Groth hat keine Scheu davor, ihrer Protagonistin das Leben schwer zu machen und schafft somit eine spannende und mitreißende Geschichte, die ich kaum aus der Hand legen konnte. Kay ist von Beginn an eine starke Persönlichkeit, die sich jedoch alles was sie hat, hart erarbeiten muss. So ausweglos ihre Situationen manchmal scheinen, sie zeigt einen eisernen Willen, auch wenn sie sich dafür wieder aufkämpfen muss und das mehr als einmal. Ich brauchte jedoch Zeit um Kay zu verstehen, da mich ihre inneren Konflikt sehr verwirrt haben, dies klärt sich jedoch zum Schluss. Alle Charaktere der Geschichte haben mir gut gefallen. Hier gibt es eine perfekte Mischung aus guten, schlechten und undurchschaubaren Charakteren. Für undurchschaubar ist Sim das beste Beispiel. Er lässt nur selten seine Maske fallen und zeigt dem Leser was wirklich in ihm vorgeht. Lydia, die zu einer Verbündeten von Kay wird, war einer meiner liebsten Charaktere. Ich kann mir gut vorstellen, dass Gerrit, ein guter Freund von Kay und Grenzwächter vom Centro, im zweiten Band eine zentralere Rolle spielt. Ich würde gern mehr von ihm lesen. Was mich umbringt ist die Ungewissheit mancher Figuren nach dem Ende. Viele Schicksale hängen einfach in der Luft und ich hab Angst was Katharina wohl mit ihnen vor hat. :) Ich finde die Entwicklung der Geschichte sehr gut, hier ist nichts wie es scheint und immer wenn man glaubt zu wissen wie es weiter geht, kommt Katharina mit einer Wendung um die Ecke, wo man sich nur denkt "Was denn noch? Gönn uns und deinen Charakteren doch eine Pause!" ... aber das wäre langweilig. Zum Ende überschlagen sich die Ereignisse, so dass man kaum zum Luft holen kommt. Ich kann mir nicht vorstellen, was in Band zwei auf mich zukommen wird, dafür ist Katharina einfach zu unberechenbar. Aber wer will schon eine durchschaubare Story. Nun warte ich gespannt auf das Cover der Neuauflage ihres zweiten Bands und werde ihn sicher zeitnah lesen. Fazit: Eine mitreißende und packende Story ... ich will mehr! Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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  • Spannender Auftakt einer Dystopie Trilogie

    Centro - In der Tiefe
    janina_schulz

    janina_schulz

    27. February 2015 um 10:08

    Kay und Marcie sind zwei Schwestern, die als Waisen in Sektor 4 des Centro aufwachsen. Das Centro liegt unterhalb der Erdoberfläche, weil die Sonne bis zu 80° C heiß werden kann und somit kein Überleben an der Oberfläche möglich macht. In dieser neuen Gesellschaft herrscht eine harte und unnachgiebige Führung mit strengen Regeln, da die Ressourcen knapp sind und normales Leben sich dadurch recht schwierig gestaltet. Die härteste Strafe ist der Ausschluss aus der Gesellschaft was einer Todesstrafe gleichkommt. Die Angst und Unterwerfung der Menschen ist während des Lesens deutlich spürbar. Die Autorin wählt ihre Beschreibungen sorgfältig zurückhaltend, denn man hat gleich ein Bild von unzähligen Brauntönen vor sich. Ohne großen Schnick-Schnack. Nur das Nötigste. Für die Geschichte ist diese Erzählweise nur von Vorteil. Man fliegt regelrecht durch die Seiten, weil es flüssig und spannend zu lesen ist. Aus einem Grund den der Leser erst weitaus später erfahren soll, wird Kay plötzlich von einer Führungsperson gejagt und muss mit ihrer Schwestern fliehen. Mit Hilfe einer fremden Gestalt gelangen die Mädchen in die Felsenstadt. Doch hier beginnt das Unheil erst richtig Gestalt anzunehmen. Sie werden getrennt und Kay wird dazu verurteilt an öffentlichen Kämpfen teilzunehmen. Eine Flucht ist zunächst sinnlos, da in den Tunneln über der Felsenstadt spinnenartige Wesen verirrte Menschen jagen und fressen. Also bleibt Kay nichts anderes übrig als sich den vorbereitenden Trainingsmaßnahmen anzuschließen. Ab hier wird es ziemlich rasant. Die Trainingsmethoden sind mehr als hart und menschenverachtend. Die Gewaltbereitschaft unter den Teilnehmerinnen ist erschreckend. Viele junge Frauen, die nicht wie Kay verurteilt worden sind, nehmen freiwillig an den Kämpfen teil. Wie gefühlskalt und brutal sie sich dabei geben, kann einem wirklich Angst einflößen. Kays Entwicklung unter den Kämpferinnen fand ich sehr erstaunlich. Während sie zu Beginn sehr zögerlich und zurückhaltend ist und auf Grund der körperlichen und seelischen Belastung unter Alpträumen leidet und augenscheinlich an der Situation zu zerbrechen droht, wird auch sie immer abgestumpfter. Ihr ist bewusst wenn sie keine Möglichkeit findet zu entkommen, wird es mit ihr ein böses Ende nehmen. Einige glückliche Umstände machen eine Flucht greifbar jedoch nicht ohne einen hohen Preis zu fordern. Und für Kay offenbart sich eine schreckliche Wahrheit. Fazit & Bewertung „Centro: In der Tiefe“ ist ein spannender Auftakt einer Dystopie-Trilogie. Dieser erste Band führt den Leser in eine Welt tief unter der Erdoberfläche und enthüllt grauenhafte Gestalten und Gefahren. Das Ende stellt den Leser vor einen riesen Cliffhanger, der mehr als neugierig auf den Folgeband macht. Und ich bin mir sicher dieser wird noch rasanter, noch spannender und noch unheimlicher. 4****   

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  • Unerwartet und spannend!

    Centro - In der Tiefe
    Aleshanee

    Aleshanee

    "Es war beinahe so, als wäre heute ein kleiner Teil in mir zum Leben erwacht; einer, der rebellisch war und nicht länger durchsichtig und unscheinbar durch den Alltag schleichen wollte." Pos 1822 Zum Inhalt Ein misslungenes Experiment hat den Planeten für die Menschen unbewohnbar gemacht. Die Sonne brennt mit unbarmherziger Macht auf die karg gewordene Erde und mittags herrschen Temperaturen bis an die 80 Grad. Die 18jährige Kay Moreno lebt mit ihrer jüngeren Schwester Marcie im Centro, einer riesigen, unterirdischen Kaverne in einer streng geregelten Gesellschaftsordnung. Das Centro ist in verschiedene Sektoren eingeteilt und auch die Menschen sind anhand ihrer Fähigkeiten den Berufsgruppen zugeordnet - die Knappheit an Wasser und Nahrung lässt sich nicht anders überleben. Jedes Mitglied muss seinen Beitrag leisten, sonst droht der Ausschluß und damit der sichere Tod. Kay und Marcie leben mehr schlecht als recht in diesem System. Für die Pflanzungen gibt es spezielle Gewächshäuser an der Oberfläche; hier arbeitet Kay als Erntehelferin und sichert damit ihre Existenz. Sie hat sich an die Unterordnung der Führung des Centro gewohnt - da jeder Verstoß geahndet wird, hat sie schon früh gelernt, sich den Regeln nicht zu widersetzen. Als in ihrem Sektor einige Bewohner unter dem Deckmantel einer möglichen Krankheit selektiert werden, bahnt sich ein Aufstand an. Als Kay mit ihrer Schwester Marcie versucht dem zu entgehen, ahnt sie nicht, wohin sie diese Flucht führen wird. Meine Meinung Der Einstieg ist mir hier relativ leicht gefallen. Das System und die Gesellschaft, in der Kay aufwachsen muss, wirkt düster und wenig lebenswert. Am Anfang wurde viel erklärt und dem Schreibstil fehlte eine gewisse Leichtigkeit, was sich aber im Laufe der Seiten gebessert hat. Es liest sich flüssig und ich hab einen guten Rhythmus gefunden. Die Autorin erzählt in der Ich-Perspektive von Kay und somit hatte ich einen guten Einblick auf das Geschehen. Kay wirkt einerseits unterdrückt durch die Macht des Systems, andererseits hat sie doch ihren eigenen Willen, dem sie jedoch so gut wie nie nachgeben kann. Seit dem Tod der Eltern trägt sie die Verantwortung für ihre 14jährige Schwester Marcie und die anstrengende Lebensweise fordert ihren Tribut. Hunger und Angst sind ihr ständiger Begleiter. Ein einschneidendes Ereignis fordert von Kay jedoch mehr, als sie geben kann. Eine brutale und gewalttäige Welt eröffnet sich ihr und obwohl sie innerlich resigniert, erwacht ihre kämpferische Natur. Um ihre Schwester zu beschützen, muss sie ein Kräftemessen überstehen, das ihr alles abverlangt. Sie macht eine große Wandlung durch und die wachsenden Beziehungen zwischen den Figuren sind erfrischend anders als gewohnt. Ein paar kleine Unstimmigkeiten sind mir aufgefallen, die mich aber nicht großartig gestört haben. Die Phase einiger Kämpfe standen einige Zeit zu sehr im Vordergrund, was mich aber trotzdem gut unterhalten hat. Katharina Groth hat hier eine gnadenlose, grausame Welt erschaffen, voller Berechnung, Isolation und Konfrontation. Doch die Menschen, die hier ums Überleben kämpfen, müssen lernen, mit dieser Situation zurechtzukommen und irgendwie zu überleben. Auch wenn das heißt, ihren Überzeugungen zuwider zu handeln. Die Handlung wird schnell spannend und hält einige Überraschungen bereit. Ich wusste lange nicht, wohin das ganze führt, was mich umso neugieriger gemacht hat. Immer wieder tauchen neue Aspekte und Blickwinkel auf, die vor allem in der zweiten Hälfte das Tempo antreiben und mich bis zur letzten Seite gefesselt haben. Einiges wird aufgeklärt, aber genügend Fragen bleiben natürlich noch offen, umso mehr freue ich mich auf die Fortsetzung! Fazit Ein spannender Einblick in die Zukunft einer unbarmherzige Welt, in der das Leben nur mit Kontrolle und Selbstlosigkeit möglich ist. Die Protagonistin Kay kämpft sich durch ein brutales System und erkennt zu spät den Plan, der ein grausames Ziel verfolgt. Spannend und macht Lust auf mehr! © Aleshanee Weltenwanderer Centro Trilogie 1 - In der Tiefe 2 - Die Rückkehr (ET im März 2015) 3 - (ET im Sommer 2015)

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    • 3
  • Gut erzählter Erstling mit einigen Schwächen

    Centro - In der Tiefe
    AmiLee

    AmiLee

    27. January 2015 um 23:08

    Das Jahr 2075: Kay lebt mit ihrer Schwester Marcie in der Gesellschaft des CENTRO. Durch ein misslungenes Experiment ist das Leben auf der Erde nicht mehr möglich. Die Regeln im CENTRO sind streng: Leistet man keinen Beitrag für die Gesellschaft, ist man nichts wert. So auch Marcie, die aufgrund eines Unfalls nicht mehr arbeiten kann. Da die Eltern nicht mehr leben, ist es an Kay, die als Erntehelferin arbeitet, für sich und ihre Schwester zu sorgen. Als es zu einem Aufstand kommt, flüchten die beiden Mädchen. Als Grenzwächter und Wissenschaftler Jagd auf sie machen, werden sie in letzter Sekunde von einer vermummten Gestalt gerettet, die die beiden Mädchen in die tiefen des Gebirges – die Felsenstadt – führt. Doch auf das, was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst… Ich bin hin- und hergerissen: Der Roman ist gespickt mit vielen tollen Ideen, aus denen man viel mehr hätte herausholen können. Teilweise wirkt es so, als hätte sich die Autorin so viel verschiedener Einflüsse wie möglich bedienen wollen, es letztendlich aber nicht geschafft, diese miteinander in Einklang zu bringen. Alles in Allem zu schnell und zu viel gewollt. Ein bisschen mehr Text an der ein oder anderen Stelle hätte nicht geschadet!

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  • Alles in Allem ein gelungener Dystopien-Auftakt, der neugierig auf mehr macht!

    Centro - In der Tiefe
    kathrinsbooklove

    kathrinsbooklove

    28. September 2014 um 16:20

     Meiner Meinung nach ist der erste Band der Centro Reihe ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Dystopien-Reihe. Das Buch bietet eine Story, die so noch nicht von etlichen Autoren „ausgeweidet“ wurde, sondern durchaus eigene Besonderheiten an den Tag legt. Der angenehme Schreibstil der Autorin in der Ich-Perspektive lässt den Leser sofort in die Welt von Kay eintauchen. Lediglich die kleinen Fehler zwischendurch störten mich ein wenig. Alle die mir aufgefallen sind, werden an die Autorin weitergeleitet und so vielleicht aus der nächsten Auflage verschwunden sein. Es kommen einige Charaktere vor, dennoch haben fast alle (zumindest anfangs) eine negative Einstellung Kay gegenüber. Das macht es noch einmal deutlicher wie schwer es Kay über das Buch hinweg hat. Viele der Charakter zeigen mit der Zeit, dass sie nicht nur eine Seite besitzen und auch mal unerwartet handeln können. Genauso trägt jeder Charakter, sprich nicht nur die Protagonistin Kay, sein eigenes kleines Geheimnis mit sich herum. Von Seite zu Seite wird die beschriebene Welt der Zukunft für den Leser klarer, und gleichzeitig mysteriöser und verstörender.     Fazit: Ich selbst bin schon sehr gespannt auf den zweiten (und dritten) Teil der Reihe rund um Kay. Band 2 ist übrigens schon vor kurzem erschienen.   Empfehlung (an)? Liebhabern von Dystopien kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Die Geschichte ist sowohl für Jugendliche, als auch Erwachsene geeignet (insofern sie auch gerne mal ein Young Adult Buch lesen). Bewertung: Cover:  4 von 4 Sterne (Schlicht gehalten, zeigt Kays Sehnsucht zu fliehen.) Klappentext: 4 von 5 Sterne (Hat mich direkt neugierig auf das Buch gemacht.) Inhalt: 4 von 5 Sterne (Eine Dystopie, die ein paar neue Elemente eingebaut hat.) Erzählstil: 3 von 5 Sterne (An sich sehr gelungen, in der Ich-Perspektive geschrieben. Ein paar Fehler sind jedoch noch vorhanden.) Charaktere: 4 von 5 Sterne (Charaktere mit nicht nur einer Seite, die alle ihre eigenen Geheimnisse besitzen.) Preis/Leistung: 4 von 5 Sterne (Finde ich gerecht.) Insgesamt: 4 von 5 Sterne (Gelungener Auftakt!)

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  • Trilogie-Auftakt der überzeugt

    Centro - In der Tiefe
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    06. July 2014 um 09:11

    Damals hatte ich dieses Buch bei einem Facebook-Gewinnspiel gewonnen und seitdem lag es ungelesen auf meinem SuB. Es schrie demnach so lange, bis ich es beachtete und endlich las. Denn an einer Dystopie, die von einer Indie Autorin stammte, konnte ich nur schwer vorbeikommen. Wie erging es mir also im Centro, dass unter der Erde, der Tiefe, erbaut wurde? Das Centro Kurz und knapp Die Sonne beherrscht den Planeten. Zwingt die noch wenigen Menschen, in einem für mich persönlich schwer zu lebenden Zustand, unter der Erde zubleiben. Weg von der Sonne, weg von der Freiheit, das zu tun, was wir tagtäglich als „normalen“ Alltag ansehen.  Wieder einmal wurde hier gleich zu Beginn verdeutlicht, wie gut wir Menschen es im Vergleich zu diesen fiktiven hier haben. Katharina Groth hat mir genau die richtigen „Verluste“ vor Augen geführt, um mir ihre dystopische Welt näher zu bringen, ohne dass ich mich in einem gefährlichen Strudel an Infodumping verlieren könnte. Das System, die Regeln und die Lebensumstände im Centro werden gleich zu Anfang auf den Tisch gelegt und ermöglichten es mir so, mich gut zurechtzufinden. Die Beschreibungen des Centro und wie das Leben dort abzulaufen hat, wirken auf den ersten Blick notwendig und man zweifelt natürlich nicht an dem System und dessen Regeln. Dennoch lässt die Autorin gekonnt hier und da kleine, auf den ersten Blick ungefährliche, Dinge/Momente/Informationen aufblitzen, bei dem ich als Leser einen kurzen Blick hinter der Fassade werfen kann. Dinge, die angeblich notwendig sind und bei dem sich die Menschheit, zu ihrem angeblich eigenen Wohl, zu fügen hat.  Was ich an dieser Stelle noch anmerken möchte: Meine Neugierde fand das Leben im Centro höchst interessant, zugleich aber auch schade, da ich nur relativ kurz dort verweilen konnte, ehe es in die nächste „Phase“ ging. Ich hoffe also, dass im zweiten Band auf das Leben, die Menschen usw. im Centro mehr eingegangen wird. In der zweiten Phase waren die Erklärungen der Lebensumstände dort in Ordnung und haben meine Neugierde sättigen können. Kommen wir wieder zurück zum Centro: Wie dieser ganze Zustand mit der „tödlichen“ Sonne zustande kam, wird bereits im Klappentext erläutert, und wieder einmal sind es die Menschen gewesen, die unsere Welt nach und nach zerstörten. Dieser Aspekt reizt mich ja immer sehr bei Dystopien, weil es realistischer ist als wenn Fantasy-Dinge in die normale Welt eingebracht werden. Städte scheinen durch die starke Strahlung der Sonne vollkommen ausgelöscht worden zu sein.  So genau weiß man das aber nicht wirklich, da beispielsweise die Menschen unter der Erde, deren „Aufgaben“ sich auf die Oberfläche beziehen, auch trotz Schutzanzug nicht allzu lange auf der Erdoberfläche verweilen können. Die Strahlen fressen sich wortwörtlich durch die dicke Schutzkleidung und verursachen tiefsitzende Verbrennungen. Das ganze konnte ich mir dank den gut dargestellten Beschreibungen der Autorin realistisch genug vorstellen und auch meine Rollladen blieben während dem lesen brav unten. ^^ Katharina Groth hat sich hier einiges einfallen lassen, was sie in angemessenen Maß und Tempo mir in ihrer Geschichte nach und nach näherbrachte. Sogar ab einem Zeitpunkt, an dem ich glaubte, nichts neues serviert zu bekommen, tauchte eine weitere Idee der Autorin auf und diese konnte mich somit positiv von sich überzeugen. Gemischt mit ein paar Sc-Fi Elementen wurde den Charakteren im Buch nichts zu leicht gemacht.  Jeder erfüllte seinen Part, fand seinen Platz und veränderte sich Charakteristisch dadurch. Bestes Beispiel dürfte hier die Hauptprotagonistin Kay sein. Durch einen Aufstand in der Centro und die Panik, dass ihr und ihrer kleinen Schwester etwas zustoßen könnte, floh sie in einen abgesperrten Bereich, ohne zu ahnen, dass diese Flucht ihr komplettes Leben für eine gewisse Dauer umkrempeln könnte.  Denn es ist gerade das Verantwortungsgefühl gegenüber ihrer jüngeren Schwester, dass sie prägt und das sie zu Dingen bewegt, die sie sonst nicht tun würde. Gegen die Regeln zu verstoßen war beispielsweise davor schon immer eine Sache, die sie mit großen Gewissensbissen durchziehen musste, weil es einfach notwendig war. Dadurch, dass jeder im Centro seinen Beitrag leisten musste, um gewisse „Privilegien“ wie Nahrung und Wasser zu genießen, muss Kay oftmals ihr Leben riskieren. Sie selbst ist nämlich für die Ernte AUSSERHALB des Centros zuständig. Und gerade weil ihre jüngere Schwester seit längerer Zeit aus diversen Gründen keinerlei Arbeit nachgeht, müssen die zwei mit dem ohnehin schon knappen Nahrungsmittel für gerade mal eine Person klarkommen. Zwecks Spoiler-Gefahr kann ich leider nicht auf spätere Ereignisse eingehen, also werde ich es auch hier vermeiden. Allerdings entstanden dort meine größten Kritikpunkte, weshalb ich das hier und da ein bisschen verpacken muss. Aber ich hoffe dennoch, dass man meine Kritik nachvollziehen kann. Zuerst: Ich beschwere mich hier nicht, weil ich einen Gewaltfetish besitze und nicht auf meine Kosten gekommen bin. Ehrlich gesagt bin ich froh, wenn ich nicht immer gezwungen werden, sinnlose Blutgemetzel und Massaker durchle(iden)sen zu müssen. Aber hier in der Geschichte spielt das Kämpfen eine überlebenswichtige Rolle und genau deshalb hole ich mit meiner Kritik an dieser Stelle auch ordentlich aus. Denn dieser Punkt hat mich am meisten gestört:  Ich verspürte keinerlei Trauer, kein Heimweh, kein Drama. Das Gefühl des Verrates blieb mir hier auch verborgen und das wohl wichtigste: Zustande Kommende Schmerzen oder Erschöpfung waren hier meiner Meinung nach so gut wie nicht vorhanden. Oder es kam einfach nicht bei mir an?! Und das passiert mir relativ selten, habe ich so auch noch nie in einem Buch vermisst. Aber die Autorin verzichtet meiner Meinung nach zu stark an gewissen, WICHTIGEN Stellen, auf das nähere eingehen von gewalttätigen Szenen, sodass ich mich doch irgendwie gegen Schluss stark dran störte.  Ich selbst lechze hier jetzt auch nicht nach einem Blutmassaker, aber im zweiten Mitteleteil des Buches dreht sich nun mal vieles ums Kämpfen und um das nackte Überleben. Und da erwarte ich auch, dass die Charaktere das im Buch zu spüren und nicht nur zu schreiben bekommen. Ich möchte Rückenschmerzen, Sitzbeschwerden, Verzweiflung oder sonstige innerliche sowie körperliche Schmerzen bei den Charakteren mitbekommen. Nicht aber mit knappen Erklärungen der Verletzungen abgespeist werden. Gerade weil das Kämpfen hier einer der wichtigsten „Merkmale“ ist, sollte man schon meinen, dass die Autorin sich hier auch tief reinlegt und ihren Lesern zeigt, wie schwer es da drinnen WIRKLICH abgeht. Ich hatte zwar schon das Gefühl, dass es kein Zuckerschlecken dort ist, aber naja. Das hätte man meiner Meinung nach glaubhafter rüberbringen können um gerade der Dramatik und Spannung einen besseren Platz zu bescheren. Das hätte dem Buch nur weitergeholfen.  Auch ein weiterer Kritikpunkt, bei dem ich sogar eine Marke Abzug geben muss: Besonders in Bezug auf „Verrat, Vertrauen & Sehnsucht“ fehlte mir das meiste Gefühl, denn gerade hier hätte man doch im Vergleich zu den „anfänglichen“ Gefühlen mehr erwartet. Der Rote Faden, Kays WARUM sie das machen und durchleiden muss, wieso sie es DURCHHALTEN will, ist so ein wichtiger Punkt, der mich gegen Ende mit der Auflösung doch irgendwie nicht so überzeugen konnte.  Ich kann leider nicht konkret darauf eingehen, da ich euch sonst wichtige Handlungsstränge offenlegen würde. Aber nun ja. Es ging unter…stark. Wäre ich an Kays Stelle gewesen…ich wäre emotional ziemlich angekratzt gewesen. :/ Und auch wenn die Autorin hier und da etwas angedeutet hat, kam es einfach nicht ganz bei mir an. Der Schreibstil der Autorin ist einfach gehalten und ermöglicht mir persönlich ein schnelles vorankommen in der Geschichte. Gerade weil meiner Meinung nach die Autorin nicht allzu lange an einigen Stellen im Buch verweilt, verliert sie sich niemals in unnötige Erklärungen. Wenn ich so drüber nachdenke, ist ihr kühler, nicht in Detail verlierender Schreibstil der Geschichte perfekt angepasst. Zeit ist kostbar und das merkt man hier alle Male. Das alles aber beeinflusst den Lesefluss in keiner Weise oder verdrängt die Spannung in eine Ecke.  Gerade weil hier auch nicht intensiv auf Gewalt eingegangen wird, würde ich dieses Buch als perfekte Lektüre für 14-16 jährige, begeisterte Dystopie Leser empfehlen, die hier mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen werden. „Centro – In der Tiefe“ ist der erste Band einer dystopischen - mit Sci-Fi Elementen gemischten - Trilogie, die gerade durch ihre etwas andere Welt – nämlich nur unter der Erde – überzeugen und begeistern konnte. Die Charaktere hier waren alle recht simpel aber eigens gestrickt, sodass jeder mit Sicherheit hier einen Favoriten für sich ausmachen kann. Katharina Groth verzichtet auf komplizierte Beschreibungen oder übertriebene "Show don´t tell" Vergleiche, schafft es aber dennoch, 289 Seiten lang den Leser an der Stange zu halten. Gerade mit dieser Idee und den kommenden Entwicklungen verspricht dieser Auftakt einer Trilogie noch einige Überrascher für uns bereitzuhalten. Auch wenn ich hier und da Kritikpunkte anbrachte, kann ich dieses Buch auf jeden Fall der meiner Meinung nach passenden Zielgruppe zwischen 14 – und 16 jährigen Leser wärmstens Empfehlen. Ich persönlich bin da doch etwas älter, weshalb mich auch mehr Dinge gestört haben, als es vermutlich bei anderen, jüngeren, der Fall sein könnte. Ich vergebe knappe 4 Marken. Für 5 waren mir die Kritikpunkte leider zu stark im Weg und  3 Marken wäre einfach zu wenig.

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