Der Geschmack von Apfelkernen

von Katharina Hagena 
3,8 Sterne bei837 Bewertungen
Der Geschmack von Apfelkernen
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Positiv (553):
Schmidt_Alexandras avatar

Man kann den Sommer und die Äpfel buchstäblich schmecken - ein behagliches Lesevergnügen.

Kritisch (94):
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Eine oberflächliche, romantische Geschichte. Familienfrauen, Schicksale, eine Erbschaft und eine neue Liebschaft. Gähn.

Alle 837 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Geschmack von Apfelkernen"

Auf Anhieb ein sensationeller Erfolg – mehr als 250.000 verkaufte Exemplare
Schillernd und magisch sind die Erinnerungen an die Sommerferien bei der Großmutter, geheimnisvoll die Geschichten der Tanten. Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen – bewegend, herrlich komisch und klug.
Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Sie streift durch die Zimmer und den Garten, eine aus der Zeit gefallene Welt, in der rote Johannisbeeren über Nacht weiß und als konservierte Tränen eingekocht werden, in der ein Baum gleich zweimal blüht, Dörfer verschwinden und Frauen aus ihren Fingern Funken schütteln. Doch der Garten ist inzwischen verwildert. Nachdem Bertha vom Apfelbaum gefallen war, wurde sie erst zerstreut, dann vergesslich, und schließlich erkannte sie nichts mehr wieder, nicht einmal ihre drei Töchter. Iris bleibt eine Woche allein im Haus. Sie weiß nicht, ob sie es überhaupt behalten will. Sie schwimmt in einem schwarzen See, bekommt Besuch, küsst den Bruder einer früheren Freundin und streicht eine Wand an. Während sie von Zimmer zu Zimmer läuft, tastet sie sich durch ihre eigenen Erinnerungen und ihr eigenes Vergessen: Was tat ihr Großvater wirklich, bevor er in den Krieg ging? Welche Männer liebten Berthas Töchter? Wer aß seinen Apfel mitsamt den Kernen? Schließlich gelangt Iris zu jener Nacht, in der ihre Kusine Rosmarie den Unfall hatte: Was machte Rosmarie auf dem Dach des Wintergartens? Und wollte sie Iris noch etwas sagen? Iris ahnt, dass es verschiedene Spielarten des Vergessens gibt. Und das Erinnern ist nur eine davon.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462041491
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:18.08.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 31.03.2011 bei Jumbo erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Jisbons avatar
    Jisbonvor 2 Monaten
    Konnte mich gerade in der ersten Hälfte nicht fesseln

    Es fällt mir schwer, "Der Geschmack von Apfelkernen" zu bewerten. Was den Inhalt betrifft, fand ich die Geschichte recht gut; Hagena hat die einzelnen Charaktere sehr sorgfältig gezeichnet und die unterschiedlichen Beziehungen zwischen ihnen wirkten lebendig und realistisch, sodass ich Interesse daran hatte, mehr über sie zu erfahren. Auch die verschiedenen Verbindungen zwischen den Generationen waren gut dargestellt, wobei ich die vielen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart auf den ersten Blick manchmal etwas verwirrend fand, da sie oft beinahe nahtlos aufeinander folgten. Zugleich hat dies aber deutlich gemacht, wie alles verbunden ist, und schließlich geht es hier ja um das Zurückerinnern an vergangene Momente, sodass diese Art der Erzählung doch passend war. Besonders gut gefallen haben mir die kleinen magisch anmutenden Elemente, wobei vor allem die Johannisbeeren, die ihre Farbe wechseln, präsent waren; diese kleinen Szenen haben das Buch auf jeden Fall bereichert. Mit der Liebesgeschichte konnte ich allerdings nicht viel anfangen und Iris selbst ist für mich irgendwie blass geblieben.

    Die Aussage, die hinter dem Buch steckt, fand ich gelungen; die Geschichte, die erzählt wird, ist zwar nicht gerade unbeschwert, doch aus den einzelnen Erinnerungen setzt sich nach und nach ein interessantes Bild zusammen und zum Leben gehören nun einmal sowohl glückliche als auch traurige Momente. Die Beschreibungen der Szenerie und des Innenlebens der Charaktere waren ebenfalls sehr schön. Dennoch hatte ich zu Beginn große Probleme mit dem Schreibstil, der mich irgendwie nicht packen konnte. Ich fand es schwierig, mich richtig auf die Geschichte einzulassen, und es hat eine Weile gedauert, bevor ich mich an die Art, wie sie erzählt wurde, 'gewöhnt' hatte. Anschließend konnte ich das Buch dann mehr genießen, aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine gewisse Distanz zum Geschehen und obwohl es viel gibt, was mir gefallen hat, hat das Buch mich aus diesem Grund leider nicht richtig berührt.

    Bei der Bewertung habe ich mich schließlich für drei Sterne entschieden. "Der Geschmack von Apfelkernen" konnte mich gerade in der ersten Hälfte nicht fesseln und ich bin nicht wirklich begeistert davon, wie die Geschichte erzählt wurde, doch was die Charaktere und die Handlung an sich betrifft, hat das Buch mir ganz gut gefallen.

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    Buchstabenliebhaberins avatar
    Buchstabenliebhaberinvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine oberflächliche, romantische Geschichte. Familienfrauen, Schicksale, eine Erbschaft und eine neue Liebschaft. Gähn.
    Und die Treppe jammerte und winselte

    Die Treppe quietscht nicht, sie ächzt und jammert und stöhnt und schreit. Wenn ich mich recht entsinne. Roter Faden des Buchs ist der frühe Tod einer Tochter, die mit 15 Jahren bei einem Unglück stirbt, woraufhin die Johannisbeeren vor Schreck all ihre Farbe verlieren. Aber nicht nur die Treppe des Erbschaftshauses reagiert ungewöhnlich emotional, auch das Obst im Garten reagiert auf alle möglichen Ereignisse mit Farbverlust oder sofortiger Reife.
    Iris erbt das alte Haus ihrer Tante, und da sie eh gerade nichts besseres zu tun hat, bleibt sie ein paar Tage dort, zieht die uralten Kleidchen ihrer gesamten weiblichen Verwandtschaft, die oh Wunder, alle dort aufbewahrt worden sind, an und lustwandelt damit durch Ort und Landschaft.
    Der edle Ritter in Gestalt des braven Anwalts erscheint auch sofort am Horizont, verliebt sich auch sofort und unsterblich in die unschlüssige Erbin Iris - spätestens jedoch, nachdem er sie nackt am See erblickte. Vor lauter Begeisterung streicht er gleich den Hühnerstall mit ihr zusammen.

    Ich bin kein Fan von romantisches Komödien, und die Begeisterung vieler für die Sprache des Buches teile ich leider auch kein Stück. Die Teenagergirls haben Mist gebaut (natürlich wieder ein Mann im Spiel, was sonst) und klettern des Nächtens beleidigt in den Bäumen rum, was natürlich nicht gut geht. Der Rest der Familie leider daraufhin so gefühlt spätestens auf jeder 3 Seite und auch viele Jahre später noch immens unter diesem Todesfall.
    Hauptfigur Iris bleibt komplett farblos für mich. Sie erbt unerwartet das Haus und weil es so nett ist mit dem Anwalt und sie gerade sonst nichts zu tun hat bleibt sie halt da wohnen. Und der Rest der Familie macht, was sie immer gemacht haben. 

    Eine durch und durch langweilige Geschichte ohne Tiefgang, die in einer schwülstigen, nachdrücklichen Sprache geschrieben wurde (Hagena vergewissert sich gern, ob die Leserschaft den Witz auch verstanden hat) - die auch nicht meinen Humor trifft.

    Kommentare: 5
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    Magicsunsets avatar
    Magicsunsetvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über Erinnerungen, die Menschenleben definieren und aus dem Vergessen treten, wenn die Zeit gekommen ist.
    Eine Erzählung über das Vergessen und das Erinnern

    „Und ich stellte fest, dass nicht nur das Vergessen eine Form des Erinnerns war, sondern auch das Erinnern eine Form des Vergessens“ (Zitat aus dem Buch)

    Iris erbt das Haus ihrer verstorbenen Großmutter Bertha und erinnert sich an glückliche Sommerferien ihrer Kindheit.

    Diese Geschichte umspannt das Leben von drei Frauengenerationen, erzählt Form von einzelnen Begebenheiten, bunt durcheinandergewürfelt aus den Erinnerungen von Iris und den damals erzählten Erinnerungen ihrer Großmutter, Mutter, Tanten. Ein einschneidendes Ereignis, immer wieder nur andeutungsweise erwähnt zieht sich als roter Faden durch das Buch, hier wird versucht, Spannung aufzubauen, bis Iris sich schließlich erinnert, was damals wirklich passiert ist.

    Das beinahe willkürlich scheinende Aneinanderreihen der Begebenheiten, verbunden mit zahlreichen Schilderungen, unterbricht teilweise den Lesefluss. Die Sprache schwankt zwischen banal und wirklich poetisch.

    Ein Buch für einen angenehmen Lesenachmittag.

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    Caro_Lesemauss avatar
    Caro_Lesemausvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Herzergreifende Familiengeschichte über drei Generationen
    Das Vergessen macht erst das Erinnern möglich

    Iris erbt von ihrer Großmutter Bertha das Haus mitsamt Garten. Bertha ist in dem Haus geboren, aufgewachsen und hat auch ihre drei Töchter hier großgezogen. Dementsprechend viele Erinnerungen und Geheimnisse erwarten Iris in jeder Ecke. Wieso blühte der Apfelbaum eines Sommers zweimal? Und was hat es mit dem Johannisbeerstrauch auf sich, der seit Rosemaries Unfall nur noch weiße Früchte hervorbringt? Nach und nach fügen sich die Lebensgeschichten von Bertha und ihrer Schwester, Iris Mutter und deren zwei Schwestern, der Cousine Rosemarie und der Freundin Mira zu einem Gesamtbild zusammen. Bertha war an Demenz erkrankt, das Erinnern und Vergessen spielt auch deswegen eine große Rolle in dem Buch. 


    Insgesamt bekommt man eine herzergreifende Familiengeschichte, die von Tragödien nicht verschont blieb. Die Erzählweise ist poetisch, zum Teil träumerisch und in den Geschehnissen der Gegenwart auch voll von Situationskomik. Durch die bildreiche Sprache streift man förmlich gemeinsam mit Iris durch die Räume des Hauses und den Garten, fühlt die alten Kleider der Tanten und riecht die Düfte der Blumen und Kräuter. 


    Fazit: 
    Nicht nur für den Sommer eine Lektüre, die ich sehr weiterempfehlen kann!

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    Federfees avatar
    Federfeevor 2 Jahren
    Ruhig, unspektakulär, poetisch, wenig Handlung, viele Gedanken und Beobachtungen

    Fast hätte ich es wieder beiseite gelegt, aber schließlich hatte ich Geld dafür ausgegeben und wollte auch nach ca. 60 Seiten noch ein wenig durchhalten. Es gefällt mir nicht, wenn gleich auf den ersten Seiten so viele Personen auftauchen, dass ich fast den Überblick verliere: Anna und Bertha, die 'Apfelschwestern', Christa, Inga und Harriet, die drei Deerns, Rosmarie, Mira und Iris, drei Freundinnen, drei Generationen von Frauen.

    Sogar die Erzählweise fand ich anfangs ein wenig schwerfällig oder auch absurd, z.B. 'das Geländer jammerte'.

    Aber dann war ich plötzlich in die Familien-Erinnerungen eingetaucht, mir gefielen die Gedanken zum Erinnern und Vergessen und die poetische Sprache, die unverbrauchten Wortbilder, die auf genauen Beobachtungen einer unspektakulären Wirklichkeit beruhen. So möchte man auch seine Umwelt sehen, fühlen, riechen.

    Handlung gibt es wenig in diesem Buch, eine sich anbahnende Liebesgeschichte, ein wenig Situationskomik, der eigenwilligen Ich-Erzählerin geschuldet.

    Iris hat von ihrer Großmutter ein altes Haus geerbt und während sie noch durch dieses alte Gebäude und seinen verwilderten Garten streift und überlegt, ob sie das Erbe überhaupt annehmen soll, fügen sich für den Leser die Puzzlestückchen ihrer Erinnerungen zum Ganzen einer Familiengeschichte. Die ist nichts Besonderes, es könnte jede von uns sein, aber nicht jede/r kann sie so poetisch und anschaulich erzählen.


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    FashionqueensDiarys avatar
    FashionqueensDiaryvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderschöne Geschichte, die zeigt, wie dramatisch das Leben manchmal sein kann..
    Herzergreifend

    Die plötzliche Wendung im Buch, welches sich anfangs als schönes und seichtes Buch gezeigt hat, hat dem Buch noch mehr Tiefe verliehen. Sehr deutlich ist an dieser Story zu sehen, wie dramatisch manche Änderungen im Leben eintreffen können, wenn nur eine kleine böse Intrige mitspielt. Eine klare Empfehlung!

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    CorinaPfs avatar
    CorinaPfvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Familuengeschichte über dre Gernerationen voller Geheimnisse und Lügen ... war ok aber nicht atemberaubend
    Gute Sommerlektüre



    INHALT:
    Iris Großmutter verstirbt und sie erbt das Haus. Sie versteht kedoch nicht warum sie war schon jahrelang nicht in diesem Haus und ihre Tanten und auch ihre Mutter haben einen größeren  Anspruch darauf. Dich sie bleibt ein paar Tage schläft in dem Haus und die schönen aber auch die nicht so schlnen Erinerrungen kommen wieder hoch. Doch es kommen auch ältere Nachbarn die verschiedene Geschichten wieder an das Tageslicht bringen, diese waren langezeit im Untergrund gewesen. Jedoch nicht nur die Erinerrungen machen Iris das Leben schwer auch der junge Anwalt lässt ihr Herz höher schlagen.


    Protagonistin:
    Iris war gut ausgearbeitet ich konnt mich teilweise gut mit identivizieren jedoch immer doeses nackt Baden. Auch das sie hierbei immer woeder auf Max stieß den jungen Anwalt. 


    Schreibstil:
    Ich hab gedacht dass es eine leichte Sommerlektüre wäre und ich in dieser kalten Jahreszeit Sommergefühle bekäme aber dalsch gedacht. Es war eine recht anspruchsvolle Lektüre hötte ich nicht so erwartet. Der Schluss war für mich auch eher plötzlich aber erwartend.

    Ich konnte mich hier nicht so leicht entscheiden wieviel Punkte ich geben soll hab mich dann doch für 3 1/2 Punkte entschieden. Es  war gut geschrieben hatte aber ein paar Mängel und mit den Punkten bin ich teilweise zufrieden.

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    Saralondes avatar
    Saralondevor 3 Jahren
    Der Geschmack von Apfelkernen

    Bertha, die demente Großmutter Bibliothekarin Iris, ist gestorben und so macht sich Iris von Freiburg auf nach Norddeutschland zur Beerdigung. Sie ist erstaunt, als sie bei der Testamentseröffnung erfährt, dass nicht ihre Mutter oder eine ihrer beiden Tanten das alte Bauernhaus geerbt hat, sondern sie selbst. Für Iris ist das Haus mit vielen Kindheitserinnerungen verbunden, mit der Cousine Rosmarie und der gemeinsamen Freundin Mira. Doch bald erfährt der Leser, dass Rosmarie als Teenager auf dem Hof verunglückt ist. Iris konfrontiert die Vergangenheit und richtet sich erst einmal für ein paar Tage im Haus ein.

    Ich nehme es gleich vorweg: Eine ereignisreiche Geschichte wird hier nicht erzählt. Wer nur Bücher mag, in denen “viel passiert”, wird eventuell Schwierigkeiten mit dem Buch haben. Die Story wäre zudem eher 08/15, wäre sie nicht in ein umfassendes Konzept eingebunden, das sich durch das ganze Buch zieht und das es eben doch interessant und lesenswert macht: das der Erinnerung und ihres Verhältnisses zum Vergessen. Dabei spielt natürlich die Demenz der Großmutter eine Rolle, aber auch die Unterdrückung schmerzhafter Erinnerungen. Katharina Hagena gelingen in diesem Zusammenhang einige sehr schöne Sätze und Passagen.

    Ein Schlüsselsatz ist wohl dieser von Seite 171: “Und ich stellte fest, dass nicht nur das Vergessen eine Form des Erinnerns war, sondern auch das Erinnern eine Form des Vergessens”. Mit solchen Sätzen hat mir die Autorin viel Lesefreude bereitet. Auch schön sind die liebevollen Beschreibungen des Bauernhofs, des Gartens und der Umgebung.

    Ein leises, aber schönes und kluges Buch.

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    SchmoekerJules avatar
    SchmoekerJulevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Macht gute Laune :)
    Wie ein Sommer

    Es ist ein leichtes, aber nicht seichtes Buch, das mich inspiriert hat. Das schaffen nicht viele Bücher! Allein für dieses Gefühl vergebe ich fünf Sterne und sehe über Unzulänglichkeiten hinweg, die es natürlich auch gibt.

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    Miamous avatar
    Miamouvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Geschichte dreier Generationen, die mit einer wunderschönen Sprache erzählt wird!
    Ein "Frauenroman"...

    Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Sie streift durch die Zimmer und den Garten, eine aus der Zeit gefallene Welt, in der rote Johannisbeeren über Nacht weiß und als konservierte Tränen eingekocht werden, in der ein Baum gleich zweimal blüht, Dörfer verschwinden und Frauen aus ihren Fingern Funken schütteln. Doch der Garten ist inzwischen verwildert. Nachdem Bertha vom Apfelbaum gefallen war, wurde sie erst zerstreut, dann vergesslich, und schließlich erkannte sie nichts mehr wieder, nicht einmal ihre drei Töchter. Iris bleibt eine Woche allein im Haus. Sie weiß nicht, ob sie es überhaupt behalten will. Sie schwimmt in einem schwarzen See, bekommt Besuch, küsst den Bruder einer früheren Freundin und streicht eine Wand an. Während sie von Zimmer zu Zimmer läuft, tastet sie sich durch ihre eigenen Erinnerungen und ihr eigenes Vergessen: Was tat ihr Großvater wirklich, bevor er in den Krieg ging? Welche Männer liebten Berthas Töchter? Wer aß seinen Apfel mitsamt den Kernen? Schließlich gelangt Iris zu jener Nacht, in der ihre Kusine Rosmarie den Unfall hatte: Was machte Rosmarie auf dem Dach des Wintergartens? Und wollte sie Iris noch etwas sagen? Iris ahnt, dass es verschiedene Spielarten des Vergessens gibt. Und das Erinnern ist nur eine davon.

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    Vor einem knappen halben Jahr habe ich mir den Film mit Hannah Herzsprung gekauft und wusste nicht, dass es dazu eine Buchvorlage gibt. Den Film fand ich sehr gelungen, obwohl er in den Kritiken eher schlecht weggekommen ist.
    Endlich habe ich jetzt auch mal Zeit gefunden, das Buch zu lesen. Natürlich ist das Buch, wie in den meisten Fällen, um einen Tick besser. Nicht zuletzt auch deswegen, weil man hier Einblicke und Gedankengänge liest, die im Film nicht so dargestellt werden können. Und trotzdem wurden Dialoge aus dem Buch eins zu eins im Film übernommen.

    Ich muss natürlich gestehen, dass sowohl das Haus der Großmutter, der Garten und die Figuren der Handlung vor meinem geistigen Auge genau so auferstanden sind, wie man es im Film sieht. Aber das ist nun mal das Los, wenn man die Reihenfolge "zuerst Film, dann Buch" wählt.

    Bestechen konnte das Buch auf jeden Fall mit seiner tollen Sprache. Man konnte den Duft des Gartens, der Äpfel, der Kräuter, der Straße, des Moorteichs....förmlich riechen. Als Leser taucht man in eine sehr heimelige Atmosphäre ein. Das Wandern von Iris durch die Zimmer des Hauses ist im Buch sehr intensiv dargestellt, da sie jeden Gegenstand mit einer Geschichte verbindet. In den Zeiten hüpft man als Leser also sehr herum, was aber kein Problem darstellt. Am Anfang verwechselte ich die Figuren öfter, weil soviele auf einmal vorgestellt wurden, als aber dann im Laufe der Handlung jede seine eigene Geschichte bekam und dabei auch einige Geheimnissse aufgedeckt wurden, wurden sie immer klarer und man wusste dann auch sehr schnell in welcher der drei Gernerationen man sich gerade befindet.

    Ich mag Geschichten in denen Wirrungen und Verstrickungen durch mehere Generationen hindurch aufgedeckt werden sehr gerne und auch "Der Geschmack von Apfelkernen" fand ich sehr gelungen.
    Ich kann sowohl das Buch, als auch den Film weiterempfehlen...!

    Kommentare: 1
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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    mrsapplejuiices avatar
    Da ich demnächst Geburtstag habe, habe ich mir gedacht ich beschenke alle meine Leser mit ein paar Büchern. 

    Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr nur ein klitzekleines Kommentar auf meiner Gewinnspielseite hinterlassen und schon landet ihr im Lostopf. http://bellezza-ribelle.blogspot.de/2015/01/geburtstagsgewinnspiel.html
    Zur Buchverlosung
    piubellas avatar
    So, wie gewünscht hier nun das Wanderbuch "Der Geschmack von Apfelkernen"

    Wie das Wanderbuch funtioniert wisst ihr alle ja, aber trotzdem noch mal eine kleine Memo-Stütze:
    - jeder hat 2 Wochen Zeit zum lesen
    - erfragt die Adressen des nächsten Teilnehmers per PN selbständig
    - postet bitte, sobald das Buch bei euch eingetroffen ist oder wann ihr es wieder verschickt habt
    - geht das buch verloren, teilen sich Versender und Empfänger die Kosten für den Ersatz
    - einen pfleglichen Umgang mit dem Buch setzte ich mal voraus, ihr seid ja alle Buchliebhaber:-)
    - sollte doch mal ein Riss oder Fleck entstehen, ist das kein Beinbruch. Was ich aber wirklich gar nicht mag, ist, wenn das Buch arg nach Zigarettenrauch riecht.
    (das ist mir zweimal bei Tauschticket passiert und war echt schade um die Bücher)
    - ich verschicke ohne Schutzumschlag
    - erstmal peile ich 10 Teilnehmer an

    Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim lesen!

    Teilnehmer:
    00. piubellas ---verschickt 30.01,
    01. Patchouli___ ---fertig
    02. rumble-bee ---fertig
    03. Arista --- fertig
    04. Fruehlingsgewitter ---fertig
    05. the Iron butterfly --- fertig
    06. mecedora ---fertig
    07. Queenelyza --- fertig
    08. chaosbaerchen ---fertig
    09. AshleyVioletta --- hier seit 25.09.
    zurück an piubella
    AshleyViolettas avatar
    Letzter Beitrag von  AshleyViolettavor 6 Jahren
    Ist das Buch jetzt schon bei dir, oder etwa immer noch nicht da? :o
    Zum Thema
    L
    Mir hat das Buch "Der Geschmack von Apfelkernen" so gut gefallen. Jetzt suche ich für den beginnenden Sommer ein ähnliches Buch. Hat jemand eine Empfehlung?
    Zum Thema

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