Katharina Hagena Der Geschmack von Apfelkernen

(804)

Lovelybooks Bewertung

  • 809 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 28 Leser
  • 148 Rezensionen
(219)
(317)
(178)
(61)
(29)

Inhaltsangabe zu „Der Geschmack von Apfelkernen“ von Katharina Hagena

Auf Anhieb ein sensationeller Erfolg – mehr als 250.000 verkaufte Exemplare Schillernd und magisch sind die Erinnerungen an die Sommerferien bei der Großmutter, geheimnisvoll die Geschichten der Tanten. Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen – bewegend, herrlich komisch und klug. Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Sie streift durch die Zimmer und den Garten, eine aus der Zeit gefallene Welt, in der rote Johannisbeeren über Nacht weiß und als konservierte Tränen eingekocht werden, in der ein Baum gleich zweimal blüht, Dörfer verschwinden und Frauen aus ihren Fingern Funken schütteln. Doch der Garten ist inzwischen verwildert. Nachdem Bertha vom Apfelbaum gefallen war, wurde sie erst zerstreut, dann vergesslich, und schließlich erkannte sie nichts mehr wieder, nicht einmal ihre drei Töchter. Iris bleibt eine Woche allein im Haus. Sie weiß nicht, ob sie es überhaupt behalten will. Sie schwimmt in einem schwarzen See, bekommt Besuch, küsst den Bruder einer früheren Freundin und streicht eine Wand an. Während sie von Zimmer zu Zimmer läuft, tastet sie sich durch ihre eigenen Erinnerungen und ihr eigenes Vergessen: Was tat ihr Großvater wirklich, bevor er in den Krieg ging? Welche Männer liebten Berthas Töchter? Wer aß seinen Apfel mitsamt den Kernen? Schließlich gelangt Iris zu jener Nacht, in der ihre Kusine Rosmarie den Unfall hatte: Was machte Rosmarie auf dem Dach des Wintergartens? Und wollte sie Iris noch etwas sagen? Iris ahnt, dass es verschiedene Spielarten des Vergessens gibt. Und das Erinnern ist nur eine davon.

Hab es schon mehrmals angefangen und mir vorgenommen es zu Ende zu lesen. Doch irgendwie schaffe ich es nicht. Packt mich leider nicht.

— glnhrzn
glnhrzn

Herzergreifende Familiengeschichte über drei Generationen

— Caro_Lesemaus
Caro_Lesemaus

Nach leichten Anlaufschwierigkeiten eine wunderschön erzählte Geschichte.

— Ms_Violin
Ms_Violin

Spannende, mysteriöse, rührende, geheimnisvolle Familiengeschichte.

— Jana_Hadam
Jana_Hadam

Die 1. Hälfte hat mir nicht so gut gefallen, dafür hat die 2. Hälfte alles rausgeholt

— NiniLoveBooks
NiniLoveBooks

Wunderschöne Geschichte, die zeigt, wie dramatisch das Leben manchmal sein kann..

— FashionqueensDiary
FashionqueensDiary

Schöne Familiengeschichte, aufgehängt am Erbfall eines Hauses

— lieberlesen21
lieberlesen21

Wohlfühlgefühl! Heimatgefühl! Tolles Buch!

— fingerbluetentraeume
fingerbluetentraeume

Eine leichte Familiengeschichte.

— derkleinemaulwurf
derkleinemaulwurf

Eine Familuengeschichte über dre Gernerationen voller Geheimnisse und Lügen ... war ok aber nicht atemberaubend

— CorinaPf
CorinaPf

Stöbern in Liebesromane

Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Der 1.Teil war noch besser, aber auch hier wird man gut und kurzweilig unterhalten.

Contessa

Das Leben fällt, wohin es will

Emotional, humorvoll und wieder ein Highlight Buch von der Autorin

mj303

Die Wellington-Saga - Verlangen

Ein gelungener Abschluss

jesslie261

Rock my Dreams

Würdiges Finale einer tollen Reihe....

Falki83

Die Wellington-Saga - Verführung

Schon wieder total verliebt in die Geschichte ♥

magische_zeilen

Morgen ist es Liebe

Ungewöhnliche Liebesgeschichte mit vielen Hindernissen, der man leider leicht anmerkt, dass sie ein Debutroman ist.

earthangel

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Das Vergessen macht erst das Erinnern möglich

    Der Geschmack von Apfelkernen
    Caro_Lesemaus

    Caro_Lesemaus

    29. August 2017 um 22:51

    Iris erbt von ihrer Großmutter Bertha das Haus mitsamt Garten. Bertha ist in dem Haus geboren, aufgewachsen und hat auch ihre drei Töchter hier großgezogen. Dementsprechend viele Erinnerungen und Geheimnisse erwarten Iris in jeder Ecke. Wieso blühte der Apfelbaum eines Sommers zweimal? Und was hat es mit dem Johannisbeerstrauch auf sich, der seit Rosemaries Unfall nur noch weiße Früchte hervorbringt? Nach und nach fügen sich die Lebensgeschichten von Bertha und ihrer Schwester, Iris Mutter und deren zwei Schwestern, der Cousine Rosemarie und der Freundin Mira zu einem Gesamtbild zusammen. Bertha war an Demenz erkrankt, das Erinnern und Vergessen spielt auch deswegen eine große Rolle in dem Buch. Insgesamt bekommt man eine herzergreifende Familiengeschichte, die von Tragödien nicht verschont blieb. Die Erzählweise ist poetisch, zum Teil träumerisch und in den Geschehnissen der Gegenwart auch voll von Situationskomik. Durch die bildreiche Sprache streift man förmlich gemeinsam mit Iris durch die Räume des Hauses und den Garten, fühlt die alten Kleider der Tanten und riecht die Düfte der Blumen und Kräuter. Fazit: Nicht nur für den Sommer eine Lektüre, die ich sehr weiterempfehlen kann!

    Mehr
  • Ruhig, unspektakulär, poetisch, wenig Handlung, viele Gedanken und Beobachtungen

    Der Geschmack von Apfelkernen
    Federfee

    Federfee

    19. March 2017 um 15:06

    Fast hätte ich es wieder beiseite gelegt, aber schließlich hatte ich Geld dafür ausgegeben und wollte auch nach ca. 60 Seiten noch ein wenig durchhalten. Es gefällt mir nicht, wenn gleich auf den ersten Seiten so viele Personen auftauchen, dass ich fast den Überblick verliere: Anna und Bertha, die 'Apfelschwestern', Christa, Inga und Harriet, die drei Deerns, Rosmarie, Mira und Iris, drei Freundinnen, drei Generationen von Frauen.Sogar die Erzählweise fand ich anfangs ein wenig schwerfällig oder auch absurd, z.B. 'das Geländer jammerte'.Aber dann war ich plötzlich in die Familien-Erinnerungen eingetaucht, mir gefielen die Gedanken zum Erinnern und Vergessen und die poetische Sprache, die unverbrauchten Wortbilder, die auf genauen Beobachtungen einer unspektakulären Wirklichkeit beruhen. So möchte man auch seine Umwelt sehen, fühlen, riechen.Handlung gibt es wenig in diesem Buch, eine sich anbahnende Liebesgeschichte, ein wenig Situationskomik, der eigenwilligen Ich-Erzählerin geschuldet.Iris hat von ihrer Großmutter ein altes Haus geerbt und während sie noch durch dieses alte Gebäude und seinen verwilderten Garten streift und überlegt, ob sie das Erbe überhaupt annehmen soll, fügen sich für den Leser die Puzzlestückchen ihrer Erinnerungen zum Ganzen einer Familiengeschichte. Die ist nichts Besonderes, es könnte jede von uns sein, aber nicht jede/r kann sie so poetisch und anschaulich erzählen.

    Mehr
  • Herzergreifend

    Der Geschmack von Apfelkernen
    FashionqueensDiary

    FashionqueensDiary

    24. October 2016 um 08:56

    Die plötzliche Wendung im Buch, welches sich anfangs als schönes und seichtes Buch gezeigt hat, hat dem Buch noch mehr Tiefe verliehen. Sehr deutlich ist an dieser Story zu sehen, wie dramatisch manche Änderungen im Leben eintreffen können, wenn nur eine kleine böse Intrige mitspielt. Eine klare Empfehlung!

  • Gute Sommerlektüre

    Der Geschmack von Apfelkernen
    CorinaPf

    CorinaPf

    06. March 2016 um 20:22

    INHALT: Iris Großmutter verstirbt und sie erbt das Haus. Sie versteht kedoch nicht warum sie war schon jahrelang nicht in diesem Haus und ihre Tanten und auch ihre Mutter haben einen größeren  Anspruch darauf. Dich sie bleibt ein paar Tage schläft in dem Haus und die schönen aber auch die nicht so schlnen Erinerrungen kommen wieder hoch. Doch es kommen auch ältere Nachbarn die verschiedene Geschichten wieder an das Tageslicht bringen, diese waren langezeit im Untergrund gewesen. Jedoch nicht nur die Erinerrungen machen Iris das Leben schwer auch der junge Anwalt lässt ihr Herz höher schlagen. Protagonistin: Iris war gut ausgearbeitet ich konnt mich teilweise gut mit identivizieren jedoch immer doeses nackt Baden. Auch das sie hierbei immer woeder auf Max stieß den jungen Anwalt.  Schreibstil: Ich hab gedacht dass es eine leichte Sommerlektüre wäre und ich in dieser kalten Jahreszeit Sommergefühle bekäme aber dalsch gedacht. Es war eine recht anspruchsvolle Lektüre hötte ich nicht so erwartet. Der Schluss war für mich auch eher plötzlich aber erwartend. Ich konnte mich hier nicht so leicht entscheiden wieviel Punkte ich geben soll hab mich dann doch für 3 1/2 Punkte entschieden. Es  war gut geschrieben hatte aber ein paar Mängel und mit den Punkten bin ich teilweise zufrieden.

    Mehr
  • Der Geschmack von Apfelkernen

    Der Geschmack von Apfelkernen
    Saralonde

    Saralonde

    02. January 2016 um 16:11

    Bertha, die demente Großmutter Bibliothekarin Iris, ist gestorben und so macht sich Iris von Freiburg auf nach Norddeutschland zur Beerdigung. Sie ist erstaunt, als sie bei der Testamentseröffnung erfährt, dass nicht ihre Mutter oder eine ihrer beiden Tanten das alte Bauernhaus geerbt hat, sondern sie selbst. Für Iris ist das Haus mit vielen Kindheitserinnerungen verbunden, mit der Cousine Rosmarie und der gemeinsamen Freundin Mira. Doch bald erfährt der Leser, dass Rosmarie als Teenager auf dem Hof verunglückt ist. Iris konfrontiert die Vergangenheit und richtet sich erst einmal für ein paar Tage im Haus ein. Ich nehme es gleich vorweg: Eine ereignisreiche Geschichte wird hier nicht erzählt. Wer nur Bücher mag, in denen “viel passiert”, wird eventuell Schwierigkeiten mit dem Buch haben. Die Story wäre zudem eher 08/15, wäre sie nicht in ein umfassendes Konzept eingebunden, das sich durch das ganze Buch zieht und das es eben doch interessant und lesenswert macht: das der Erinnerung und ihres Verhältnisses zum Vergessen. Dabei spielt natürlich die Demenz der Großmutter eine Rolle, aber auch die Unterdrückung schmerzhafter Erinnerungen. Katharina Hagena gelingen in diesem Zusammenhang einige sehr schöne Sätze und Passagen. Ein Schlüsselsatz ist wohl dieser von Seite 171: “Und ich stellte fest, dass nicht nur das Vergessen eine Form des Erinnerns war, sondern auch das Erinnern eine Form des Vergessens”. Mit solchen Sätzen hat mir die Autorin viel Lesefreude bereitet. Auch schön sind die liebevollen Beschreibungen des Bauernhofs, des Gartens und der Umgebung. Ein leises, aber schönes und kluges Buch.

    Mehr
  • Wie ein Sommer

    Der Geschmack von Apfelkernen
    SchmoekerJule

    SchmoekerJule

    07. November 2014 um 10:07

    Es ist ein leichtes, aber nicht seichtes Buch, das mich inspiriert hat. Das schaffen nicht viele Bücher! Allein für dieses Gefühl vergebe ich fünf Sterne und sehe über Unzulänglichkeiten hinweg, die es natürlich auch gibt.

  • Ein "Frauenroman"...

    Der Geschmack von Apfelkernen
    Miamou

    Miamou

    Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Sie streift durch die Zimmer und den Garten, eine aus der Zeit gefallene Welt, in der rote Johannisbeeren über Nacht weiß und als konservierte Tränen eingekocht werden, in der ein Baum gleich zweimal blüht, Dörfer verschwinden und Frauen aus ihren Fingern Funken schütteln. Doch der Garten ist inzwischen verwildert. Nachdem Bertha vom Apfelbaum gefallen war, wurde sie erst zerstreut, dann vergesslich, und schließlich erkannte sie nichts mehr wieder, nicht einmal ihre drei Töchter. Iris bleibt eine Woche allein im Haus. Sie weiß nicht, ob sie es überhaupt behalten will. Sie schwimmt in einem schwarzen See, bekommt Besuch, küsst den Bruder einer früheren Freundin und streicht eine Wand an. Während sie von Zimmer zu Zimmer läuft, tastet sie sich durch ihre eigenen Erinnerungen und ihr eigenes Vergessen: Was tat ihr Großvater wirklich, bevor er in den Krieg ging? Welche Männer liebten Berthas Töchter? Wer aß seinen Apfel mitsamt den Kernen? Schließlich gelangt Iris zu jener Nacht, in der ihre Kusine Rosmarie den Unfall hatte: Was machte Rosmarie auf dem Dach des Wintergartens? Und wollte sie Iris noch etwas sagen? Iris ahnt, dass es verschiedene Spielarten des Vergessens gibt. Und das Erinnern ist nur eine davon. ***************************************** Vor einem knappen halben Jahr habe ich mir den Film mit Hannah Herzsprung gekauft und wusste nicht, dass es dazu eine Buchvorlage gibt. Den Film fand ich sehr gelungen, obwohl er in den Kritiken eher schlecht weggekommen ist. Endlich habe ich jetzt auch mal Zeit gefunden, das Buch zu lesen. Natürlich ist das Buch, wie in den meisten Fällen, um einen Tick besser. Nicht zuletzt auch deswegen, weil man hier Einblicke und Gedankengänge liest, die im Film nicht so dargestellt werden können. Und trotzdem wurden Dialoge aus dem Buch eins zu eins im Film übernommen. Ich muss natürlich gestehen, dass sowohl das Haus der Großmutter, der Garten und die Figuren der Handlung vor meinem geistigen Auge genau so auferstanden sind, wie man es im Film sieht. Aber das ist nun mal das Los, wenn man die Reihenfolge "zuerst Film, dann Buch" wählt. Bestechen konnte das Buch auf jeden Fall mit seiner tollen Sprache. Man konnte den Duft des Gartens, der Äpfel, der Kräuter, der Straße, des Moorteichs....förmlich riechen. Als Leser taucht man in eine sehr heimelige Atmosphäre ein. Das Wandern von Iris durch die Zimmer des Hauses ist im Buch sehr intensiv dargestellt, da sie jeden Gegenstand mit einer Geschichte verbindet. In den Zeiten hüpft man als Leser also sehr herum, was aber kein Problem darstellt. Am Anfang verwechselte ich die Figuren öfter, weil soviele auf einmal vorgestellt wurden, als aber dann im Laufe der Handlung jede seine eigene Geschichte bekam und dabei auch einige Geheimnissse aufgedeckt wurden, wurden sie immer klarer und man wusste dann auch sehr schnell in welcher der drei Gernerationen man sich gerade befindet. Ich mag Geschichten in denen Wirrungen und Verstrickungen durch mehere Generationen hindurch aufgedeckt werden sehr gerne und auch "Der Geschmack von Apfelkernen" fand ich sehr gelungen. Ich kann sowohl das Buch, als auch den Film weiterempfehlen...!

    Mehr
    • 2
  • angenehm

    Der Geschmack von Apfelkernen
    dominona

    dominona

    21. October 2014 um 23:18

    Wieder ein Roman der eine stark in sich verwirbelte Familiengeschichte behandelt und alles wird erklärt uns auseinandergenommen, weil die Alzheimer kranke Großmutter stirbt und das Haus ihrer Enkelin vermacht. Diese beginnt dann zu erzählen, pendelt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Der Roman wird, anders als erwartet, nie kitschig, eher zynisch ironisch und manchmal sentimental. Die Figuren sind interessant umschrieben und man folgt ihnen gerne. Um ehrlich zu sein, war mir der Roman fast zu schnell zu Ende - eine angenehme literarische Reise, aber kein Glanzstück.

    Mehr
  • Netter Zeitvertreib

    Der Geschmack von Apfelkernen
    Bine1970

    Bine1970

    19. October 2014 um 19:41

    Der Geschmack von Apfelkernen    Katharina Hagena Nun meine Meinung zu diesem netten Buch. Iris erbt das Haus ihrer verstorbene Großmutter und weiß nicht ob sie das Erbe annehmen soll. Es stecken so viele Erinnerungen in dem Haus. Gute und schlechte, denn Iris verbrachte ihre Ferien in dem Haus bis zu jener tragischen Nacht. Obwohl man Anfangs schwer in die Geschichte kommt, wurde sie doch irgendwann überschaulich und ganz nett. Es war als ob eine bekannte von ihren Kindheitserinnerungen erzählt.  Auch das drumherum, wie der Garten und das Haus sind von Katherina Hagena sehr bildlich beschrieben. Als dann die tragische nacht kam und Iris sich all diese Fragen stellte,hatte ich Gänsehaut und leicht feuchte Augen. Hihi ich habe das Buch auf dem Flohmarkt zu ende gelesen und hatte zwischendurch überlegt ob ich es schon vorzeitig beende, aber ich wollte UNBEDINGT wissen wie sich Iris bezüglich des Hauses entscheidet, und das hat Fr. Hagena ja geschickt gemacht. Im Epilog erfährt man erst ob Iris ihre Erbe antritt. Alles in allem fand ich das Buch sehr nett und ein angenehmer Zeitvertreib

    Mehr
  • Rezension zu "Der Geschmack von Apfelkernen" von Katharina Hagena

    Der Geschmack von Apfelkernen
    Feli

    Feli

    Dieses Buch steht jetzt schon seit einiger Zeit in den Bestsellerlisten und ein ganz klein wenig frage ich mich, wie es dort hingekommen ist. Es war eine nette, kurzweilige Lektüre, die mich aber nicht sonderlich vom Hocker gerissen hat. Iris fährt zu der Beerdigung ihrer Oma Bertha nach Norddeutschland, wo sie plötzlich von Erinnerungen gefangen genommen wird. Sie erinnert sich an die Sommerferien bei ihrer Großmutter, an ihre Tanten, die so viel durchmachen mussten und auch an ihre eigene Mutter. Nicht nur Schönes geht Iris da durch den Kopf, auch viele traurige Begebenheiten und Schicksale, die die drei Generationen miteinander über Jahre hinweg verbindet. Der Roman "Der Geschmack von Apfelkernen" von Katharina Hagena plätschert so dahin, es passiert nichts aufregendes, vielmehr sind die Erinnerungen Iris' ziemlich durcheinander und ich verstehe nicht recht, wohin diese Erinnerungen steuern, mit welchem Ziel sie sich erinnert, denn am Ende reist Iris einfach wieder ab und alles scheint beim Alten zu bleiben. Es ist nett zu lesen, wie diese drei Generationen zusammengelebt haben und wie sie auch viel schmerzhaftes verarbeiten mussten, wobei auch immer viele Geheimnisse in der Luft liegen. Es ist ein schöner Roman über eine Familie, eine Geschichte des Erinnerns, aber auch des Vergessens, aber mehr leider für mich nicht.

    Mehr
    • 2
  • Empfehlung samt Kritikpunkte

    Der Geschmack von Apfelkernen
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    „Der Geschmack von Apfelkernen“ war ein reiner Spontankauf meinerseits, wozu ich zugegebenermaßen in der Regel nicht neige. Der m.M.n. sehr schöne Schutzumschlag und der vielversprechende Titel wussten mich anzusprechen, da aber meine Ausgabe hinten keinen Klappentext enthielt (später fand ich ihn im Buch, ups), las ich also die ersten zwei Seiten und schon sah ich mich an der Kasse stehen. Auf magische Elemente eines ansonsten realistisch gehaltenen Romans konnte ich mich oftmals (bis auf wenige Ausnahmen wie bspw. „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Marquez) nicht richtig einlassen – hier jedoch wusste mich die Autorin zu überzeugen. Vermutlich ist es eine Frage der Dosis, die in diesem Fall so kunstvoll eingewoben ist, dass sie mich nicht weiter störte. Nein, jene Elemente fügen sich so poetisch und zurückhaltend in den Kontext der Geschichte ein, so dass sie von mir eher als Nuancen, leise Zwischentöne wahrgenommen wurden. Die Dynamik des Buches ist recht gemächlich, da die Autorin allen Anschein nach großen Wert auf Genauigkeit legt, was manch einem Leser große Langeweile bescheren könnte. Mir jedoch gefiel der entschleunigte Text, der auf eine Art „altmodisch“ und sehr nostalgisch daherkommt. Die Erinnerungsbruchstücke bzw. die Lebensfäden der Familiengenerationen, die recht heillos ineinander verstrickt sind, gefielen mir aufgrund der Zartheit, in der sie erzählt werden. Verwirrend fand ich zunächst die wörtliche Rede, die nicht klassischer Weise in Anführungszeichen, sondern in Form von Gedankenstrichen eingeleitet wurden, was mir schließlich in seiner Neuheit aber sehr gefiel. Leider, leider ist das Ende einer wörtlichen Rede nicht markiert worden, was mich oftmals aus dem Lesefluss katapultierte, um mir einen neuen Überblick zu verschaffen. Schade. Die humorvollen Einlagen konnten mich leider nicht recht überzeugen, da sie mir zu aufgesetzt, zu übertrieben modern erschienen. Aber abgesehen davon, bereitete mir das Buch viele schöne Stunden, die ich nicht missen möchte. Die ruhige Sprache, der eher komplexe Aufbau der Geschichte und die Realitätsnähe, die nun mal oftmals nicht alle offenen Fragen beantworten kann, konnten mich überzeugen.

    Mehr
    • 2
    lord-byron

    lord-byron

    09. October 2014 um 11:06
  • Vom Erinnern und Vergessen

    Der Geschmack von Apfelkernen
    sommerlese

    sommerlese

    "*Katharina Hagena*" schrieb den Roman "*Der Geschmack von Apfelkernen*", der im "*Kiepenheuer & Witsch Verlag*" erschien. Die Geschichte handelt vom Erinnern und Vergessen,  von Jugend und Alter und von vergangenen Kindheitserlebnissen im Sommer. Nach dem Tod ihrer Großmutter Bertha erbt Iris deren Haus. Sie überlegt, ob sie das Erbe antreten soll oder nicht und wohnt ein paar Tage in dem alten Gemäuer. Dabei kommen ihr Erinnerungen an ihre Kindheit von vergangenen Sommerferien bei ihrer Großmutter und in deren Garten. Sie erzählt die Geschichte der Frauen ihrer Familie. Großmutter Bertha, die dement wurde; deren Schwester Anna, die früh starb; die Töchter Berthas und schließlich ihre eigene Geschichte, die in dem Haus mit dem Schicksal ihrer Cousine Rosmarie und der gemeinsamen Freundin Mira verbunden ist...    Dies ist ein Roman der leisen und zarten Töne und man taucht ein in ein buntes Sommerparadies mit Blumen, Apfelduft und Johannisbeergelee und fühlt die schönen Kindheitserlebnisse von Iris nach. Das Leben der drei Generationen in dem verwunschen wirkenden Haus und Garten wird anhand von Erinnerungen und Gedanken nachvollziehbar. Es entsteht ein Netz von gefühlten Bildern und Gedankenfetzen, die sich zu einem Ganzen formen. Dabei vermag man nicht zu sagen, ob das alles wahr ist oder aber nur in Iris Fantasie besteht. Es ist auf jeden Fall eine wunderbare fast märchenhafte Reise, die einen an die eigene Kindheit mit ähnlichen Erlebnissen erinnern lässt. Doch es gibt auch traurige und schwierige Lebensschicksale, die in dieser Familie stattfinden. Die Großmutter erkrankt an Alzheimer, die Töchter zerstreiten sich wegen ihrer Pflege, junge Mädchen versterben und die Beziehungen der Frauen zu Männern sind nicht so wie gewünscht. Das gibt der Geschichte einen realistischen Bezug und man versteht die Hintergründe genauer. Katharina Hagena ist hier ein zauberhaftes Märchen von Gut und Böse und mit einem ganz eigenen herrlichen Charme gelungen, dem man sich nicht entziehen kann. Man ist gefangen in dieser Geschichte und wird ganz zauberhaft an die eigene Kindheit erinnert und wird sich der Tragweite des Lebens, des Alterns und des Vergehens bewusst. Dieses Buch ist ganz traumhaft und doch voller Wahrheit über das Leben. Es zeigt wunderschöne Sommererlebnisse und auch tragische Momente, die traurig machen und berühren. Für mich ein perfektes Sommerbuch mit absoluter Leseempfehlung.  

    Mehr
    • 4
  • Der Geschmack von Apfelkernen

    Der Geschmack von Apfelkernen
    MademoiselleMeow

    MademoiselleMeow

    31. August 2014 um 16:20

    Eigentlich hatte ich das Buch ja für meine Mutter gekauft. Eine Geschichte über eine Familie mit ihren Geheimnissen und Tragödien verteilt auf 3 Generationen. Perfekt, dachte ich mir. Leider wurde das Buch dann aber mit Ignoranz gestraft, sodass ich mich daran gemacht habe, es zu lesen. Ich fand es toll! Ich bin ohnehin ein Fan von Romanen die mehrere Generationen umfassen, die düster sind und wo es immer ein Geheimnis zu lüften gilt. Aus der Sicht der jungen Iris geschrieben, wirkt das Buch oft frisch und humorvoll. Es hat aber auch seine dunklen Kapitel. Dabei meine ich vor allem die Geschichte rundum die drei Mädels, die mit dem Tod der einen endet. Aber auch wie die Krankheit Alzheimer hier aufgegriffen wird, gefällt mir. Wie jemand Stück für Stück all seine Erinnerungen verliert, wird hier sehr gefühlvoll geschildert. In diesem Buch bekommt jede Figur seinen Auftritt. Mal größer, mal kleiner. Auch wenn das komisch klingt, hat es das Buch in meinen Augen geschafft, das bedrückende Thema Tod etwas weniger schrecklich erscheinen zu lassen. Ich habe es sehr gerne gelesen, nun schon zum zweiten Mal. Nach der Bedeutung des Titel muss man etwas suchen, denn der Geschmack von Apfelkernen kommt nur in einem kleinen Satz nebenbei vor. Ich habe dann auch mal auf einen Apfelkern gebissen und tatsächlich, es stimmt :D

    Mehr
  • Nicht mein Fall

    Der Geschmack von Apfelkernen
    Spatz92

    Spatz92

    27. August 2014 um 16:36

    Leider hat mein Hund das erste Exemplar, das ich von diesem Buch besessen habe, zerfetzt. Als ich mir das Buch dann extra ein zweites mal gekauft habe und auch lesen konnte, war ich enttäuscht. Fand es ein bisschen zu langweilig bzw. es dauerte mir zu lange bis sich die Geschichte entwickelte. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es den Lesern sehr gut gefällt, die es mögen, wenn das Umfeld sehr detailgenau beschrieben wird. Das kann die Autorin nämlich ziemlich gut!

    Mehr
  • Der Geschmack des Sommers in drei Generationen verflochten - ein Sommerbuch!

    Der Geschmack von Apfelkernen
    Winterwoelfin

    Winterwoelfin

    Man wird also entführt in diese Welten, die Geschichten von Frauen dreier Generationen und das alles mit den Gefühlen des Sommers untermalt. Zunächsteinmal muss ich sagen, dass ich mich mit Iris als Protagonistin, obwohl sie genauso schon weit über mein Alter hinaus ist, im Gegensatz zu anderen Büchern (z.B. "P.S. Ich liebe Dich"), sehr gut identifizieren konnte. Der Schreibstil von Katharina Hagena gefällt mir, sie fasst Stimmungen und Atmosphären in Worte, bei denen einem sofort das Kopfkino angeht. Gerade diese geheimnisvollen Stimmungen und Gefühle kann sie hervorragend schildern. Alles ist stimmig, die Geschichte (mit dem alten Landhaus usw.) lässt einen Nostalgie und Romantik fühlen. Wie wahrscheinlich viele andere Leser hat mich auch Rosmarie am meisten interessiert - sie ist geheimnisvoll, in der Art und Weise wie sie lebt und der Leser versucht aus ihr schlau zu werden...aber wie es immer ist, reizt einen gerade das am meisten, das schwierig zu bekommen ist. Besonders gut hat mir auch die Entwicklung zwischen Iris und Max gefallen. Deren Beziehung wird anders beschrieben wie in den meisten Büchern, Katharina Hagena schafft es, romatisch und gleichzeitig nüchtern betrachtend zu schreiben - das fand ich mal eine willkommene Abwechslung! Was ich schade fand, ist dass ich am Ende wirklich noch großen Hunger nach mehr Geschichten und Aufdeckung aller Geheimnisse (gerade in Bezug auf Rosmarie) hatte. In einigen Rezensionen wird auch angemängelt, dass die Zeitsprünge sehr verwirrend sind. Das stimmt und das Buch ist teilweise anspruchsvoll. Eigentlich stört mich das nicht, doch am Ende hatte ich das Gefühl, den Anfang noch mal lesen zu müssen, weil ich dachte ich habe irgendetwas Elementares überlesen, weil man am Anfang erst mal recht lange braucht, bis man die Familienbeziehungen und Namen durchschaut hat. Aus diesem Grund gibt es 4 von 5 Sternen für ein herrlich nostalgisches und atmossphärengeschwängertes Sommerbuch!

    Mehr
    • 2
  • weitere