Katharina Hartwell

 4,1 Sterne bei 309 Bewertungen
Autorin von Das Fremde Meer, Der Dieb in der Nacht und weiteren Büchern.
Autorenbild von Katharina Hartwell (©Tobias Bohm)

Lebenslauf

Katharina Hartwell, 1984 geboren, studierte Anglistik und Amerikanistik sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie war u.a. Gewinnerin des MDR-Literaturpreises und Stipendiatin des Landes Hessen und des Freistaates Sachsen. 2013 war sie die Sylter Inselschreiberin. Ihr erster Roman »Das Fremde Meer« wurde begeistert aufgenommen und mit dem Hallertauer Debütpreis und dem Förderpreis für phantastische Literatur Seraph ausgezeichnet. 2015 erschien ihr Roman »Der Dieb in der Nacht«. Sie lebt in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Katharina Hartwell

Cover des Buches Das Fremde Meer (ISBN: 9783833309908)

Das Fremde Meer

(111)
Erschienen am 10.11.2014
Cover des Buches Der Dieb in der Nacht (ISBN: 9783833310836)

Der Dieb in der Nacht

(83)
Erschienen am 01.03.2017
Cover des Buches Die Silbermeer-Saga - Die Fließende Karte (ISBN: 9783743203679)

Die Silbermeer-Saga - Die Fließende Karte

(14)
Erschienen am 10.03.2021
Cover des Buches Große Lieben (ISBN: 9783827015013)

Große Lieben

(6)
Erschienen am 27.02.2025
Cover des Buches Im Eisluftballon (ISBN: 9783940691224)

Im Eisluftballon

(1)
Erschienen am 15.11.2010
Cover des Buches Der Dieb in der Nacht (ISBN: 9783844913088)

Der Dieb in der Nacht

(2)
Erschienen am 31.08.2015

Neue Rezensionen zu Katharina Hartwell

Cover des Buches Große Lieben (ISBN: 9783827015013)
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Rezension zu "Große Lieben" von Katharina Hartwell

Lust_auf_literatur
Große Lieben

Ich hatte vor diesem Roman noch nie von der Schriftstellerin Katharina Hartwell gehört. Aber das hat ja einfach mal auf Grund meiner rund 10-jährigen literarischen Lesepause gar nichts zu sagen.

Nach dem Lesen des Romans und der anschließenden Recherche weiß ich allerdings, dass meine Unkenntniss nicht unbedingt an der Lesepause lag, sondern an dem Genre, in dem Hartwell bisher veröffentlicht hatte.

Hartwell hatte großen Erfolg mit der dreiteiligen Fantasy-Reihe für Jugendliche „Die Silbermeer-Saga“.


Bei „Große Lieben“ sprach mich neben einem vielversprechenden Blurb von Isabella Lehn auf dem Klappentext folgende Pressestimme aus der Vorschau an:


„Mit Lakonie und viel Witz erzählt Katharina Hartwell davon, was es heißt, als Mädchen aufzuwachsen, über Identitätsfindung, patriarchale Strukturen und die schwierige Balance zwischen Selbstverwirklichung und Mutterschaft.“


Also eigentlich ein Roman thematisch ganz nach meinem Geschmack und für Erwachsene.

Leider war der Roman letztendlich gar nicht nach meinem Geschmack und ich kann mir als Fazit nicht mehr als ein „ganz nett“ abringen. Aber eigentlich bin ich genervt, wegen der verlorenen Lesezeit.


Hartwell lässt ihre Protagonistin Maren durchweg aus der Ich-Perspektive erzählen und gliedert ihren Roman in drei Teile: im ersten Abschnitt sind Maren und ihre beste Freundin Inga 13, später dann 23 und im letzten Abschnitt dann 33 Jahre alt.

An sich ein spannender Aufbau, weil ich so die Entwicklungen der Freundinnen und der Freundschaft mitverfolgen kann. Sofern es denn welche gäbe.


Denn gefühlt verändert sich die Ich-Erzählerin gar nicht. Ihre Erzählstimme klingt als Jungendliche wie eine Jugendliche. Okay, das ist natürlich soweit logisch. 

Hartwell beschränkt sich in diesem umfangreichen Teil auf die Aneinanderreihung von kleineren Anekdoten aus Marens Leben, die meistens mit ihrer besten Freundin Inga verbunden sind und mit ihren unterschiedlichen Elternhäusern. Während Marens Familie zur  Mittelschicht gehört, haben Ingas Eltern weitaus mehr Geld. Die Mädchen lernen sich beim Tennis kennen und ich verstehe bis zum Schluss nicht, was die Freundschaft der beiden ausmacht. Ich hätte mich eigentlich auch für Ingas Perspektive interessiert.


Auch als 23-jährige klingt die Erzählstimme unverändert wie die einer unbedarften Jugendlichen, obwohl sie jetzt Judith Butler und sehr viel feministische und sonstige Literatur liest und auch selbst schreibt. Dabei klingen die Beschreibungen ihrer Geschichten, wie etwas, das sie selbst nicht ernstnehmen kann und wie etwas das ihr ganz zufällig passiert. Genauso wie das Judith Butler lesen.

Ich fürchte die Erzählerin erinnert mich Elif Batumans Selin aus „Entweder Oder“, meinem Leseflopp des Jahres 2023.


Bei den mittlerweile 33-jährigen Frauen bekommt die Freundschaft starke Risse, als sich ihre Lebenswege zu sehr voneinander entfernen. Während Maren versucht als Schriftstellerin Fuß zu fassen….wird eigentlich gar nicht erwähnt was Inga beruflich macht, oder nur so dezent, dass ich es überlesen habe. Dann wird Maren auch noch überraschend schwanger, was sich eigentlich Inga schon länger sehnlichst wünscht…


Gerade im letzten Teil hätte ich großes Potential gesehen, dem obigen Pressezitat gerecht zu werden, aber nach meiner Lesart verpufft jeder tendenziell gesellschaftskritische und/oder feministische Gedankengang bereits im Ansatz. Dabei beschreibt Hartwell immer wieder auch kleine Szenen, in denen Maren Übergriffigkeit und Sexismus erlebt, oder Ingas Freund sich toxisch verhält. Sie schwächt solche Situation aber immer gleich mit Marens patentem Humor und Pragmatismus ab und lässt sie beispielsweise lieber darüber nachdenken wie „komisch“ die Paella ist („eine Paella voll glubschiger kleiner Leiber und Tentakel“). 

Es liegt aber definitiv auch im Bereich des Möglichen, dass diese Gesellschaftskritik für mich zu subtil und zu gut versteckt war, als dass ich sie noch hätte wahrnehmen können und du den Roman ganz anders wahrnimmst.



Nach der Kurzbeschreibung hatte ich eigentlich einen Roman im Stil von Brüggemanns für mich wunderbaren „Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen“ erwartet und war dann dementsprechend enttäuscht.


Denn „Große Lieben“ ist ein leicht zu lesender, humorvoller Schmöker, der mit der Beschreibung einer Freundinnenschaft über zwei Jahrzehnte und vielen Erinnerungen an eine Teenagerzeit während der 90er zu unterhalten weiß. 

Mich aber halt eben nicht.

Hast du schon reingelesen? Ich freue mich über weitere Leseeindrücke!

Cover des Buches Die Silbermeer-Saga - Das Schwebende Schiff (ISBN: 9783743203686)
Mike_Leserattes avatar

Rezension zu "Die Silbermeer-Saga - Das Schwebende Schiff" von Katharina Hartwell

Mike_Leseratte
Nach langer Zeit auch mal beendet

Es ist lange her (über 3 Jahre) seitdem ich den zweiten Teil gelesen hatte. Dementsprechend fiel es mir schwer wieder in die Welt reinzukommen und die Protagonisten wieder ins Gedächtnis zu bekommen. Trotzdem kam ich mit der Zeit wieder rein und fand es größtenteils auch ganz okay, nichts herausragenden aber trotzdem schön erzählt.

Das Cover gefällt mir wieder super gut. Mit dem silbernen Schwert/Messer drauf und der weißen Burg die eine wichtige Rolle spielt.

Auch das, was erzählt werden soll, ist an sich recht schön, auch wenn mir einige Stellen nicht so gut in der Umsetzung gefallen haben bzw. dort viele Fragen offen blieben. Zum einen wie die Magie dafür funktioniert, zum anderen das ganze Magiesystem an sich. 

Das Ende fand ich etwas kurz. Ich hätte gerne einen weiteren Ausblick auf die Zukunft gehabt, wie es in 6 Monaten oder noch später aussieht. 

Aber das was die schöne Geschichte teilweise zäh und komplex macht, ist der Schreibstil. Er ist grundsätzlich recht gut zu lesen, hat es aber durch die vielen Eigennamen und anderen Faktoren leider die Angewohnheit, kompliziert zu werden und dadurch den Lesefluss zu verlangsamen.

Cover des Buches Große Lieben (ISBN: 9783827015013)
Olivia_Groves avatar

Rezension zu "Große Lieben" von Katharina Hartwell

Olivia_Grove
Flüstern zwischen den Zeilen – die feinen Risse im Alltäglichen & leisen Brüche des Lebens

Manchmal ist es nicht das Offensichtliche, das beunruhigt, sondern das Flüstern, was zwischen den Zeilen lauert. Dieser Text spielt genau damit: ein Moment des Lachens, der so laut und befreiend ist, dass er unheimlich wird. Eine Erinnerung, die sich verschiebt, bis sie nicht mehr klar unterscheidbar ist zwischen Unschuld und Unbehagen. 

Was zunächst wie eine Geschichte über jugendliche Freundinnen beginnt, entfaltet sich rasch zu einer vielschichtigen und tiefgründigen Erzählung über Machtverhältnisse, soziale Unterschiede und die Frage, wie nah wir einander wirklich sein können. Katharina Hartwell führt uns in "Große Lieben" durch drei Lebensabschnitte – 13, 23 und 33 Jahre –, in denen sich die Protagonistinnen Maren und Inga immer wieder begegnen und dabei allmählich voneinander entfernen.  

Dabei verschwimmen die anfängliche Leichtigkeit und die schmerzliche Erkenntnis, während die kindliche Perspektive auf die Welt in ein subtiles Beklemmungsgefühl kippt, das auch im Erwachsenenalter nicht weicht. 

Kindheit, die Risse bekommt 

"Plötzlich waren sie mit uns auf dem Spielplatz, Georgi, in der Umkleidekabine, Herr Elstner mit der Fanta-Flasche, Ingas Nachbar, der uns immer durch die Hecke beobachtete, wenn wir uns im Garten sonnten." (S. 101) 

Die Szene greift unterschwellige, kindliche Wahrnehmungen von Machtverhältnissen und übergriffigen Situationen auf. Der scheinbar banale Moment – ein Lehrer, der Maren einen Schluck aus seiner Fanta-Flasche anbietet, ein Nachbar, der über die Hecke lugt – wird durch die Perspektive des Mädchens mit latenter Bedrohung aufgeladen. 

Es ist diese schwebende Unsicherheit, die den Text so beklemmend macht: War es ein Witz? Ein Missverständnis? Oder doch der Moment, in dem eine Grenze überschritten wurde? 

"Jemand hatte freundlich sein, hatte uns warnen wollen, hatte einen Witz gemacht, einen Kommentar gemacht, hatte einen Raum betreten, in dem er nichts zu suchen hatte, und all das war ganz harmlos. Oder nicht." (S. 101) 

Besonders beeindruckend ist, wie die Sprache diesen Prozess verstärkt. Die Wiederholungen „Oder nicht?“ in dieser Passage, das Schwanken zwischen Harmlosigkeit und lauernder Gefahr – all das macht erfahrbar, wie Erinnerung arbeitet. Wie sich ein Gefühl im Nachhinein verändern kann, bis es kippt. Augenblicke, die plötzlich einen schalen Beigeschmack bekommen. 

Zwischen geteilten Erinnerungen und wachsender Distanz 

"In meinen Augen sagte es damals nichts über uns aus, dass Inga Geld hatte und ich nicht. Es war der reine und dabei irgendwie ungerechte Zufall, dass sie dauernd Geld von ihren Eltern bekam, weil die eben welches hatten, und ich nicht, weil meine Eltern keins hatten." (S. 254) 

Früher war dieser Unterschied selbstverständlich – heute aber stellt sich die Frage: Warum war es damals egal, und warum wirkt es nun befremdlich, wenn Inga Marens Sushi bezahlt? Die alte Verbundenheit ist zwar spürbar, doch sie steht auf wackeligen Beinen. Beide halten an gemeinsamen Erinnerungen fest, während der Graben zwischen ihnen immer tiefer wird. 

"[...], und dann wird es bloß ein weiteres dieser Treffen gewesen sein, bei denen wir uns nicht einen Fingerbreit aufeinander zubewegt haben, sondern, wenn überhaupt, bloß weiter in unterschiedliche Richtungen gedriftet sind." (S. 287) 

Es wirkt immer wieder, als stünde Marens und Ingas Freundschaft am Scheideweg – beide klammern sich fest, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Die zentrale Frage am Ende eines Kapitels bringt es auf den Punkt: „Ist einander zu verstehen nicht so eine Art Grundvoraussetzung für Freundschaft?“ Diese Frage lässt zweifeln, ob das, was sie verbindet, noch ausreicht. Es ist ein Moment der Erkenntnis: Die Freundschaft besteht weiter, lebt aber mehr von der Vergangenheit als von der Gegenwart. 

Ironie, Melancholie und subtile Spannung 

Katharina Hartwell schreibt mit einer seltenen Mischung aus Scharfsinn und Ironie – ihre Sprache ist schmerzhaft präzise, aber zugleich von einem Witz durchzogen, der nie platt wirkt. Die Autorin beobachtet genau und gibt Szenen mit feinen Nuancen wieder. Besonders auffällig ist die Art, wie sie Blicke, Körpersprache und unausgesprochene Dynamiken beschreibt. Es entsteht ein subtiles Spannungsverhältnis zwischen den Figuren, das viel über soziale Unterschiede und emotionale Distanz aussagt. 

Hier wird nichts laut angeklagt. Stattdessen legt sie eine feine Schicht Unsicherheit über ihre Sätze, als würde man tief unter Wasser lauschen und alles nur gedämpft wahrnehmen. Wie ein dichter Nebel, der sich erst langsam bemerkbar macht, aber dann nicht mehr verschwindet. 

"Im Studium machen mich das Leid der Frauen und die patriarchalen Strukturen, so universal und abstrakt, wie ich mich mit ihnen beschäftigte, wütend. Alles in mir ist aufgebracht und kampfbereit, aber im Haus der Kreuzers bin ich bloß traurig, traurig und sehr ratlos und ein wenig entsetzt." (S. 178) 

In Hartwells Wortwahl steckt viel Bedachtes: Der Text konfrontiert, aber ohne es explizit zu machen. Stattdessen lässt er Räume offen – für Interpretationen, für Zweifel. Gerade das macht ihn so eindringlich. 

Fazit 

"Große Lieben" ist eine eindrucksvolle Geschichte, in der sich Freundschaften wie Geister aus der Vergangenheit anfühlen, in der scheinbar harmloses Lachen in einem Moment in Unbehagen umschlagen kann. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden und die Frage, ob wir jemals wirklich „erwachsen“ ankommen. Über die Widersprüche im Patriarchat, die ungesagten Regeln von Geben und Nehmen, und das Schweigen, das alles überlagert. 

Katharina Hartwell erzählt das alles mit einer introspektiven, ironisch gebrochenen Stimme, die nie belehrend wirkt, sondern Raum für Zweifel lässt. Wer Freude an literarischer Vielschichtigkeit hat und sich gerne auf die feinen Risse im Alltäglichen einlässt, findet in "Große Lieben" eine ebenso dichte wie leise verstörende Lektüre.  

Und am Ende bleibt das Gefühl, dass das Unausgesprochene manchmal lauter schreit als jedes offene Wort. 

Gespräche aus der Community

Leserunde und Qualifikation für DER DIEB IN DER NACHT


Liebe LovelyBooker,

In wenigen Wochen erscheint Katharina Hartwells zweiter Roman DER DIEB IN DER NACHT, und um die Wartezeit zu verkürzen, wollen wir euch die Möglichkeit geben, Katharina Hartwells Debütroman DAS FREMDE MEER (nochmal) zu lesen. Wir stellen 20 Freiexemplare zur Verfügung – und (Achtung!) eine bieten eine mögliche Direktqualifikation für die Leserunde zum neuen Roman: Wer unter den Teilnehmern dieser Runde DAS FREMDE MEER vor dem 19. Juli bei Lovely Books rezensiert, erhält einen Startplatz bei der Leserunde DER DIEB IN DER NACHT – die Bewerbungsphase hierfür startet am 22. Juli.

DAS FREMDE MEER – Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen

Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan.

Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten - und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint.

Von ihm fühlt Marie sich gefunden. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt?

Wenn du mitlesen willst, solltest du uns hier verraten, warum dich dieses Buch reizt, und warum du es endlich lesen willst. Oder auch, warum du es nochmal lesen willst.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen – Euer Berlin Verlag

708 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  ZeilenSprung


»Katharina Hartwell kann zaubern« Clemens J. Setz

Zehn Jahre nachdem Felix verschwunden ist, sitzt Paul in einer Prager Kellerbar plötzlich seinem besten Freund gegenüber. Zumindest ist Paul im einen Moment sicher, ihn vor sich zu haben, im nächsten sieht der Mann Felix nicht einmal mehr ähnlich. Paul gerät in den Bann jenes Mannes, der sich Ira Blixen nennt, sich bewegt wie Felix, ihn anschaut wie Felix und ein Muttermal an der gleichen Stelle am Handgelenk hat. Kann es Zufall sein, dass Blixen vor Jahren bewusstlos aus dem Fluss gezogen wurde und keine Erinnerung an seine ersten 20 Lebensjahre besitzt? Blixen folgt Paul nach Deutschland, und es entwickelt sich ein Vexierspiel um Verlust, Identität und Sehnsucht, um Angst, Definitionen von Wirklichkeit und die Frage, wie sich über die Leerstelle sprechen lässt, die das Verschwinden eines Menschen in die Leben seiner Nächsten sprengt.

DER DIEB IN DER NACHT, der zweite Roman von Katharina Hartwell, erscheint in wenigen Wochen und ihr seid herzlich eingeladen, bei der Leserunde dabei zu sein. Dafür stellen wir 20 Freiexemplare zur Verfügung.

Um zu gewinnen, schreibt uns doch bitte bis zum 29. Juli unten in den Kommentaren, was euch an dem Roman reizt und wie die Atmosphäre des Romananfangs auf euch wirkt!

Viel Vergnügen und auf Wiederlesen!

Euer Berlin Verlag

696 BeiträgeVerlosung beendet
IsabellaFioritis avatar
Letzter Beitrag von  IsabellaFioriti
Aufgrund mangelnder Lesezeit komme ich nur sehr langsam mit dem Lesen voran. Das Buch ist aber nicht einfach so zum runterlesen geschrieben, so dass man mal eben ein paar Seiten im Bus liest. Ich bin noch immer fasziniert von Katharina Hartwells Sprache. Sie schafft es, geschickt, mich als Leser zu verwirren. War ich mir fast sicher, dass Blixen Felix sein kann, widerlegt sie diese Sicherheit mit Louises Reaktion auf ihn. Wenn Blixen und Felix ein- und dieselbe Person wäre, würde sie ihn doch sofort erkennen, oder? Immerhin ist Felix ihr Bruder. Ich mag es sehr, wie Hartwell Louises Innenleben skizziert, wie sie wütend und enttäuscht auf Blixens Anblick reagiert. Louise ist nicht so widersprüchlich und undurchsichtig wie Paul. Nach den letzten drei Seiten bin ich nun jedoch wieder sehr verwirrt und gleichzeit sehr gespannt,, wie es weitergehen mag ... Ist er doch Felix? Hat eine einzelne Stimmnuance die Macht, Louises Wahrnehmung von Blixen verändern? Und woher wusste er, was vorher in dem Medaillon war?
Ihr Lieben,

Auch heute gibt es über unseren "Adventskalender" #24BerlinerBuchhandlungen ein Buch zu gewinnen, Katharina Hartwells' Debütroman DAS FREMDE MEER, soeben auch als Taschenbuch erschienen:

bit.ly/adventskalender-03

Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen, ein Buch, das wie eine Reise ist: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als „Mobilien“ durch die Stadt wandern… Zehn Kapitel, zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan. „Katharina Hartwell erzählt so gut, dass sie auf jeden Fall einen neuen Weltrekord im literarischen Zehnkampf aufgestellt haben dürfte.“ (Spiegel online) – ein magischer Roman.

Ein zweites Exemplar verlosen wir wieder unter allen LovelyBookern, die obigen Link in einem ihrer sozialen Netzwerke teilen und dies hier belegen. (Screenshot, Link)
15 BeiträgeVerlosung beendet
Sgadis avatar
Letzter Beitrag von  Sgadi
Vielen vielen Dank. Ich freu mich wahnsinnig über dieses tolle Buch. Kann es kaum erwarten es zu lesen.

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