Katharina Hartwell Das Fremde Meer

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „Das Fremde Meer“ von Katharina Hartwell

Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen, ein Buch, das wie eine Reise ist: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern... Zehn Kapitel, zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan. "Katharina Hartwell erzählt so gut, dass sie auf jeden Fall einen neuen Weltrekord im literarischen Zehnkampf aufgestellt haben dürfte." (Spiegel online) - ein magischer Roman.

Erst viele aneinandergereihte Kurzgeschichten, aber nach und nach wird ein roter Faden spürbar. Wunderbar literarisch und berührend!

— Magena
Magena

So viele schöne Ideen, kaputt gemacht durch zu viele Sprünge und zu wenig Kontinuität. Schade.

— Marina_Nordbreze
Marina_Nordbreze

Unfassbar gut!

— Junni
Junni

Phantastisch literarisch mit viel Fantasie und einer Geschichte die ruhig noch öfter erzählt werden könnte.

— ZeilenSprung
ZeilenSprung

Ein Liebesroman in zehn Geschichten, die mal an Märchen, mal an SF erinnern und am Ende wieder schlüssiger Gegenwartsroman sind. Lesenswert

— ToBie
ToBie

Die Magie dieses Buches erschließt sich vollständig erst am Schluss. Da Durchhalten hat sich gelohnt!

— Marilou
Marilou

Alle, die bereit für ein literarisches Abenteuer sind, werden dem Sog des fremden Meeres nicht widerstehen können.

— Lovely_Lila
Lovely_Lila

Inhaltlich und sprachlich ganz groß - zehn Geschichten in denen man sich vollständig verlieren kann

— Anne2801
Anne2801

Ein Buch über die Macht und Magie der Liebe, in dem geschriebene Worte Gefühle und Bilder fast zu Materie werden lassen.

— YvetteSchmidt
YvetteSchmidt

Dies ist ein ganz besonderes Buch, ich bin absolut begeistert!

— Estrelas
Estrelas

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Wünsche, die uns tragen

Berührend, traurig, zum Schmunzeln und wunderschön!

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Die zwei Leben der Florence Grace

Wunderschön geschrieben und erfüllt meine Anforderungen nach dem Genuss von "Amy Snow" vollends.

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Frühling in Paris

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„Was alles war“ lässt den Leser ganz nah an Susa und ihre Probleme heran und schafft es doch Distanz zu dieser Protagonistin zu halten.

schlumeline

Aimées geheimer Wunsch

Schöne Atmosphäre, mit der sich die Geschichte entwickelt und bis zum Ende zuspitzt. Am Ende konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

FairyOfBooks

Ich, Eleanor Oliphant

Sehr berührend und mit einer Entwicklung, die ich so nicht erwartet habe

eulenmatz

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der LovelyBooks Lesesommer 2016

    Lesesommer
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    In guter alter Tradition starten wir auch in diesem Jahr wieder in die sommerliche Jahreszeit mit unserem großen LovelyBooks Lesesommer! Ihr dürft euch dieses Mal wieder auf spannende Aufgaben und viele tolle Buchtipps freuen. Jede Woche findet ihr auf unserer Aktionsseite eine neue Verlosung mit großartigen Büchern für die Sommerzeit.Erneut möchten wir mit euch 10 Wochen lang über fesselnde Sommerlektüren diskutieren, Fotos austauschen und neue Bücher entdecken. Wir werden euch im Laufe des Lesesommers verschiedene Aufgaben stellen, die ihr bis zum 7. August in beliebiger Reihenfolge bearbeiten könnt. Für jede Aufgabe könnt ihr Punkte sammeln – bei einigen Aufgaben gibt es auch Extra-Punkte zu ergattern. Auf unserer Übersichtsseite findet ihr außerdem jede Woche neue Buchtipps und könnt sommerliche Buchpakete gewinnen!Wer bis zum Ende des Lesesommers am 7. August die meisten Punkte gesammelt hat, der gewinnt eine literarische Wochenendreise nach Verona (Anreise und 2x Übernachtung inkl. Frühstück)! Dort könnt ihr auf den literarischen Spuren von Romeo und Julia wandeln!Außerdem gibt es für die Plätze 2 - 5 je ein schönes Buchpaket mit neuem Lesestoff. Zusätzlich verlosen wir noch unter allen Teilnehmern 5 weitere Buchpakete unabhängig von der erreichten Punktezahl.Wenn ihr teilnehmen möchtet, dann meldet euch gleich hier im Thema "Ich bin dabei!" an und stellt euch gerne ein bisschen vor. Wer noch überlegt, ob er mitmachen möchte, der kann gern auch später noch einsteigen!Wenn ihr über Twitter, Instagram oder Facebook über den Lesesommer berichtet, darüber plaudert oder Fotos teilt, freuen wir uns, wenn ihr den Hashtag #LBlesesommer verwendet!Wir freuen uns auf viele sommerliche Buchtipps, sonnige Lesestunden – egal ob im Urlaub am Strand oder daheim auf dem Balkon – und natürlich aufs Lesen wundervoller Bücher!P.S.: Alle Blogger unter euch dürfen sehr gern die Grafik, die ihr hier oben im Thema findet, in ihrem Blog verwenden, falls ihr zur Aktion einen Blogbeitrag schreiben möchtet!

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    • 4591
  • Lesemarathon zu Pfingsten mit LovelyBooks vom 13. - 16. Mai 2016

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Gemütlicher Lesemarathon zu Pfingsten mit LovelyBooks! Nach dem Lesemarathon zu Ostern wurden direkt Stimmen laut, dass wir dieses großartige Ereignis doch bitte schnell wiederholen sollen. Nun ist es soweit!Pfingsten steht vor der Türe und damit eine wunderbare Gelegenheit, um es sich an einem langen Wochenende auf dem Sofa bequem zu machen und die Nase in ein Buch zu stecken. Oder in zwei. Oder in drei!Gemeinsam mit euch möchten wir an diesem Wochenende wieder einmal lesen, Bücher entdecken und eine schöne Zeit zusammen verbringen!Seid ihr mit dabei? Was ist ein Lesemarathon?Bei unserem Lesemarathon vom 13. bis 16.05. möchten wir uns Zeit dafür nehmen, endlich einmal längere Zeit am Stück zu lesen. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon gehen wir wieder gemeinsam für den Lesemarathon in die Startlöcher. Ihr könnt euch auch direkt bei Facebook anmelden und weitere Freunde einladen!Wir freuen uns auf viele aufregende, romantische, fantastische, magische, lustige – und am allerwichtigsten – wunderschöne Lesestunden mit euch!

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    • 1713
  • Poetisch, außergewöhnlich und an Kreativität nicht zu überbieten!

    Das Fremde Meer
    Lovely_Lila

    Lovely_Lila

    Inhalt In zehn Geschichten erzählt Marie ihre Liebesgeschichte mit Jan immer wieder neu, anders, besonders. Die Reise führt unter anderem in einen verwunschenen Wald, in ein Fischerdorf, in einen Zirkus und auf zwei kleine Inseln. Meine Meinung Wo fängt man nur an, wenn man solch ein Buch gelesen hat? Vielleicht mit meinen Erwartungen: Die Geschichte, die ich erwartet habe, hat mir der Geschichte, die ich bekommen habe, nur sehr wenig zu tun. Dieses Buch ist ungewöhnlich, besonders und wahrlich unvergleichlich. Da es ja sowieso schwer ist, zu wissen, wo man anfangen soll, mache ich es ganz klassisch: zuerst zum Schreibstil. Viele, viele Schachtel- und Bandwurmsätze lassen dieses Buch schon ganz am Anfang hervorstechen. Ich werde nicht leugnen, dass der Schreibstil in manchen Momenten (selten zum Glück) langatmig wirkt, und man sich in Gedanken wünscht, dass radikal gekürzt worden wäre. Dennoch überwiegen jene Augenblicke , in denen man von diesem poetischen Schreibstil in den Bann gezogen wird bei Weitem. Die Erzählweise ist sehr traditionell und wirkt oft wie aus einem Märchenbuch. Man sitzt gespannt wie ein Kind und wartet, wohin man als nächstes entführt wird. Ganz besonders loben möchte ich hier die wundervollen, kreativen Metaphern, die ich zuvor noch nie irgendwo gelesen habe. Die Metaphern sind ebenso gut wie jene in "Die Bücherdiebin". Ich habe selten ein so wunderschönen Schreibstil gelesen wie hier. Der Ideenreichtum dieses Werkes sticht ebenso hervor. Die eigentliche Geschichte von Marie und Jan nimmt nur einen sehr kleinen Teil des Buches ein, der Rest setzt sich aus neun anderen kurzen Geschichten zusammen, deren Setting zwar unterschiedlicher nicht sein könnte, die aber dennoch immer eine ähnliche Handlung haben. Dennoch schafft es die Autorin einen nie zu langweilen, sondern stets neu zu überraschen. Kleine Verbindungen halten alle Geschichten zusammen, Symbole wollen entdeckt und wiedererkannt werden. Von den kleinen Details in den Geschichten kann der aufmerksame Leser nämlich auf die Hauptgeschichte schließen, da diese erst zum Schluss zu Ende erzählt wird. Gerade dadurch entsteht die Spannung. Es ist sicher keine Geschichte, die man nebenbei lesen kann, denn sie wird schöner, je mehr Aufmerksamkeit man ihr widmet und je mehr Zeit man sich für die schönen Sätze nimmt. Ich persönlich finde auch, dass sich einzelne Geschichten super zum Vorlesen eignen würden. Ich werde dies bestimmt einmal ausprobieren. "Er wird kommen, versichert sie sich abends, wenn sie in ihrem schmalen Bett liegt. Er wird, flüstert sie und lauscht auf die Fremde, die wie ein aufgewühltes Meer gegen die Bettpfosten schwappt." Seite 306 Viele Personen der verschiedenen Geschichten ähneln sich. Manche sind komplex und dreidimensional, manche verkörpern nur eine bestimmte Eigenschaft, werden bewusst eindimensional gezeichnet. Insgesamt sind sie alle gelungen, niemand enttäuscht, viele begeistern. Marie als Hauptperson war mir unheimlich sympathisch. Ihre Ängste waren für mich großteils nachvollziehbar, ihre Schwächen machen sie greifbar und ihr Verhalten war durchwegs authentisch. Ihre Familiengeschichte ist mit derart vielen Details angereichert, dass ich mich frage, ob die Autorin da nicht auch einige eigene Erfahrungen eingebaut hat. Die Hauptgeschichte ist ebenso interessant wie die anderen Geschichten, die in den unterschiedlichsten Genres anzusiedeln sind. Die Themen, die behandelt wurden, sind (obwohl in Märchen oder Geschichten verwoben) oft ernst und regen zum Nachdenken an. Mit Klischees wird ebenso gespielt wie mit gesellschaftlichen Erwartungen. Wunderschön verpackt wird die Vergänglichkeit zum Thema gemacht, die kindliche Neugier, die Liebe. Manche Geschichten wirken wie ein unheimlicher Alptraum, andere wie ein Märchen. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Er ist stets subtil und konnte mich einige Male zum Schmunzeln bringen. Die Liebesgeschichte wird auf besondere Weise erzählt, allerdings steht die Seelenverwandtschaft ebenso im Vordergrund wie die Freundschaft der Liebenden. Wer sich einem typischen Liebesroman sehnt, der wird hier nicht finden, wonach er sucht. Man braucht sicherlich Geduld für dieses Buch, nichts schreitet so schnell voran wie in der typischen Unterhaltungsliteratur, die Geschichten können sich, sofern sie einen im einzelnen nicht ansprechen oder man schon ungeduldig auf die Auflösung wartet, schon ziehen. Nach der zweiten Geschichte habe ich auch gezweifelt, ob diese vielen Seiten wohl das Richtige für mich sind. Auf jeden Fall sollte man nicht gleich aufgeben, da man die Geschichte mit jedem Satz mehr versteht, und mehr von ihr gefangen genommen wird. Am Ende (und rückblickend) hat sich meine Geduld eindeutig gelohnt. Diese Reise war eine Bereicherung. Mein Fazit Es ist bei jedem Satz spürbar wie viel Zeit und Herzblut in diesem Werk steckt. Jede Geschichte ist mit den anderen verbunden, am Ende fügt sich alles in ein großes Ganzes. Poetisch, außergewöhnlich und nachdenklich machend, ist diese Geschichte an Kreativität nicht zu überbieten. Trotz meiner Bewertung würde ich jenen, die Schachtelsätze ablehnen und etwas Leichtes für zwischendurch suchen, eher abraten. Alle, die aber bereit für ein literarisches Abenteuer sind, werden dem Sog des fremden Meeres nicht widerstehen können. Übersicht Erzählstil: verschieden, außergewöhnlich, Ich-Erzähler, personaler Erzähler und auktorialer Erzähler; Präteritum und Präsens; Perspektive: aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt positiv: * wunderschöner, poetischer Schreibstil mit beeindruckenden Metaphern * unglaublich kreative Idee * subtiler Humor * gelungene Nebenpersonen und Hauptperson * Spiel mit Klischees und gesellschaftlichen Erwartungen * verschiedene Genres werden abgedeckt * außergewöhnliche Hauptperson negativ: * Schreibstil wirkt selten langatmig * man braucht manchmal Geduld Bewertung: Idee und Inhalt: 10 /10 Ausführung: 9 /10 Schreibstil: 9 / 10 Personen: 10 /10 Protagonistin: 10/10 ♥ Zusatzkriterien bei diesem Buch: Liebesgeschichte: 9/ 10 Insgesamt: ❀❀❀❀❀ Ich vergebe 5 Lilien! Ist dieses Buch Teil einer Reihe? – Nein.

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    • 3
    Lovely_Lila

    Lovely_Lila

    26. April 2016 um 01:34
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2016

    LovelyBooks Spezial
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Themen-Challenge geht 2016 in eine neue Runde und jeder ist herzlich eingeladen, dabei zu sein! Wenn ihr eine besondere Leseherausforderung sucht, dann seid ihr bei dieser Challenge genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den meine Kollegin nordbreze (Marina) oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken wird. Schickt dazu eine persönliche Nachricht hier auf LovelyBooks an nordbreze mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Ich bin in Mutterschutz / Elternzeit und kann mich darum nicht kümmern. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2016 bis 31.12.2016 . Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man schon vor der Anmeldung zur Challenge im Jahr 2016 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch von einem Autor, von dem ihr bereits mindestens ein anderes Buch gelesen habt. (Verratet auch, welches ihr schon kennt.) Ein Buch, in dessen Buchtitel ein Wort mindestens 2 mal vorkommt. Ein Buch, auf dessen Cover mehrere Punkte zu sehen sind. Ein Buch, dessen Autor 2 Vornamen hat. Ein Buch, das der erste Teil einer Buchreihe ist (mindestens 3 Bände) und von der auch schon mindestens 3 Bände erschienen sind. Ein Buch, auf dessen Cover eine bekannte Sehenswürdigkeit abgebildet ist. (Bitte benennt auch diese Sehenswürdigkeit.) Ein Buch, das einer deiner Freunde bei LovelyBooks in seiner Bibliothek als bereits gelesen gelistet und auch zumindest mit Sternen bewertet hat. (Wenn du noch keine Freunde hast, findest du hier in der Challenge bestimmt ganz schnell welche :-)) Ein Buch, das 2016 erstmalig in der Sprache, in der es gelesen wird, veröffentlicht wurde. Ein Buch, dessen Titel nur aus einem Wort besteht. Ein Buch, dessen Cover vorranging blau ist. Ein Buch, das hauptsächlich in einem europäischen Land spielt, jedoch nicht in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien. Ein Buch, auf dessen Cover ein Gesicht, aber nicht der Rest der Person abgebildet ist. Ein Buch, das kein Happy End hat. (Vorsicht, wenn ihr hier bei anderen Teilnehmern vorbeischaut - euch könnte das Ende eines Buches verraten werden.) Ein Buch, das zwischen 300 und 350 Seiten lang ist. Ein Buch, bei dem der gesamte Name des Autors aus genauso vielen Buchstaben besteht, wie dein eigener gesamter Name. (Vor- und Nachname sind gefragt, Doppelnamen sollen nur mitgezählt werden, wenn sie auch für gewöhnlich mit genannt werden! Bitte gebt die Anzahl mit an, nennt aber nicht euren vollständigen Namen.) Ein Buch, das mindestens 20 LovelyBooks-Mitglieder in ihrer Bibliothek haben. (Ihr findet die Anzahl, wenn ihr auf der Buchseite oben mit der Maus über die Sternebewertung fahrt.) Ein Buch, dass im Zeitraum von 2008 bis 2012 erstmalig erschienen ist. Ein Buch, das ihr schon einmal gelesen oder aber früher schon einmal angefangen aber nicht zu Ende gelesen hattet. Ein Buch, das der jeweilige Autor als erstes veröffentlicht hat - das Debüt des Autor. Ein Buch, dessen Titel kursiv geschrieben ist. Ein Buch, in dem ein bestimmter Beruf eine wichtige Rolle spielt und in dem aus dem Berufsleben der Figur detailliert berichtet wird. (Bitte benennt auch den Beruf.) Ein Buch, das mindestens 100 Jahre in der Zukunft oder aber mindestens 100 Jahre in der Vergangenheit spielt. Ein Buch, das mindestens 4cm dick ist. Ein Buch, das noch keine einzige Sterne-Bewertung auf LovelyBooks hat. (Auf der Buchseite sind in diesem Fall die Sterne oben grau und nicht gelb.) Ein Buch in einer Fremdsprache (nicht Deutsch). Ein Buch, bei dem Vor- und Nachname des Autors mit dem selben Buchstaben enden. Ein Buch, bei dem ein Wort (Gegenstand) aus dem Buchtitel auch auf dem Cover abgebildet ist. Ein Buch, das ihr in einer stationären Buchhandlung zum regulären Preis gekauft habt. (Nicht online oder als Mängelexemlar) Ein Buch, das ihr als E-Book gelesen oder als Hörbuch gehört habt. Ein Buch, das auf LovelyBooks mit durchschnittlich 3-4 Sternen bewertet ist. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch, in dessen Buchtitel eine Aufzählung vorkommt (mindestens 3 Wörter). Ein Buch, das euch von einem anderen Leser persönlich empfohlen wurde. (Bitte schreibt auch dazu, von wem die Empfehlung kam: beste Freundin, Mutter, Bruder o.Ä.) Ein Buch aus einem Verlag, aus dem ihr schon mindestens 3 andere Bücher zuvor gelesen habt. (Bitte Verlagsname und 3 zuvor gelesene Bücher mit angeben.) Ein Buch, für dessen Covergestaltung auch ein echtes Photo verwendet wurde. Ein Buch, in dessen Buchtitel ein zusammengesetztes Substantiv vorkommt. Ein Buch, in dem die Schule eine Rolle spielt. Ein Buch, zu dem es eine Leserunde auf LovelyBooks gibt, an der ihr auch teilgenommen habt (mindestens 5 Beiträge in Leseabschnitten wurden geschrieben). Ein Buch, dessen Hauptfigur zwischen 20 und 30 Jahre alt ist. Ein Buch, auf dessen Cover ein Buch zu sehen ist. Ein Buch, in dessen ISBN (ISBN-13) eine Zahl genau 3 mal aufeinander folgt. Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen:* Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt!* Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung* Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen.* Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden.* Wichtig ist, dass man das Buch 2016 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal.* Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Wer sein Jahresziel erreicht hat, schreibt bitte kurz eine persönliche Nachricht dazu an nordbreze und gibt auch die Anzahl der geschafften Themen mit an. Teilnehmerliste: AAberRushAduja (20/20)agi507Aglaya (40/40)Agnes13AjanaAlchemillaAleida (33/30)alicepleasanceAlondria (33/20)Amelienamigo8347ANATAL (30/30) andymichihelli (40/40)Anendienangi_stumpf (40 / 40)Aniday (30/30) AnnejaAnneMayaJannika (30/30)Ann-KathrinSpeckmannAnrubaArachn0phobiA (40/40)Artemis_25 (40/40)Ascari0Athene79Bban-aislingeach BandeloBeaSurbeck (30/30)BeatDropsOutBella233 (40/40)BellastellaBellis-Perennis (40/40)Betsbybeyond_redemptionBiancaWoeB_ini (40/40)BioinaBjjordisonblack_horse (40/40)blauerklausblessedBloodyBigMess (32/30)Bluebell2004BlueSunsetbookgirlbooksnstoriesBookwormyBosni (40/40)BuchblogDieLeserinBuchgespenst (34/30)Buchhandlung_am_SchaeferseeBuchnascherinBuchraettin (31/30)buecherduftBuechermomenteBUechersindmeineWeltBuschchristineCCadiya (35/30)Caillean79 (38/30)calimero8169 (20/20)CaroasChattysBuecherblog (20/20)ChoikangDeerChrischiD (26/20)ChrissiHchristariraChubbChubbCithielClaudia-MarinaClaudias_LesefreudenCode-between-lines (38/30)ConjaConnyKathsBooksCori2016Crazy-Girl6789crimarestricrumb (20/20)CupcakeCat (22/20)czytelniczka73 (31/30)Ddaneegold (40/40)DaniliesingDaninskyDanni89DarcyDebbi1985DeenglaDeinSichererTodDelphynadia78DieBertaDieTina2012digra (40/40)DiniLivingdisadelidivergent (32/30)DonnaVivi (20/20)Dreamworx (37/37)Eelane_eodainelemyyElkeel_lorene (38/30)elmidi (20/20)elodie_kEmmas_bookEmotionenEngelchen07 (30/30)Ernie1981 (20/20)Eternity (33/30)Eva-Maria_ObermannEvan (30/30)FfairybooksFantworldfelicitas26Feni Finchen411Flamingo FLYING_ROXFornika (40/40)franzzifrauschnuerchenfredhel (25/20)furchtlos (20/20) GGelis (20/20)gemischtetueteglueckGetReadyGinevraGinny-Katniss27glanzenteGlanzleistungGrOtEsQuE (35/30)Gruenentegst (30/30)guutemineGwendolinaHhalfbadhannelore259HarIequinhasirasi2 (38/30)haTikvaHenny176 HerbstmondHerzkirscheehexepanki (30/30)Hikarihisteriker (40/40)HoneyIndahouse (37/30)hundeliebhaberIIcelegs (36/20)ichundelaineIgelaIgelmanu66 (40/40)IMG_1001ImYoursInaVainohulluInsider2199 (31/30)iorethIraWirairishladyIsiVitalitsabookwormthingJJadrajala68 (20/20)janaka (36/30)Janina84janinchens.buecherweltJaninezachariaejasbrJashrin (40/40)_Jassijenvo82jk14JulesWhethetherJulia2610Julia_liest (20/20)juliane108JuliB (40/40)Julie209 (36/30)JusyKKarin_Kehrer (30/30)Kasin (30/30)katha_strophe (40/40)Kattel82KayvanTeeKendraKidakatashkillerprincesskingofmusicKionaKirschLilliKleine1984kleinechaotinKlene123KnirinKnorke (24/20)kn-quietscheentchenKrimiwurmKuhni77KurousagiLLaDragoniaLadyIceTea (40/40)LadySamira091062LandbienelaraundlucaLarii-MausiLarryPi (20/20)lauterundleiseLena205LenaausDDlenicool11 (30/30)LeonoraVonToffiefee (37/30)lesebiene27LeseJetteLese-Krissi (22/20)Lesemaus1984lesende_samtpfoteleseratteneuLeseratz_8Lesestunde_mit_MarieLesetaubeLesezirkel (20/20)lexana (20/20)Lexi216189LiberaceLibriHollyLilawandel (30/30) lilylovesbookslille12Lilli33 (33/30)LillianMcCarthy (40/40)LimitLess (35/30)linda2271lLisbeth0412Lisbeth76Lissy (30/30)Literaturlivinginaworldofbookslizzie123LMonLoki_Laufeysonlouella2209Lovely90 (30/30)lovely_bookwormLrvtcb (20/20)LucretiaLuiline (40/40)luminasbooksLuzi92MmabuereleMaggieGreenemaggiterrineMalinaldamareike91Marina2483marinasworldMariposa93marpijemartina400 (30/30)M-aryMaus71maxine-julieMeinhildSmelanie1984 (30/30)MelEMe-LianMelvadjaMeseMiamou (31/30)miekenMiniMixiMinnaMMira20 (37/30)MiracleDay (30/30)MissErfolgmiss_mesmerized (40/40)MissSnorkfraeulein (29/20)MissStrawberry (31/20)MissTalchenmistellor (40/35)Mizuiro (30/30)mona_lisas_laechelnMone97 mondy (20/20)moziread Mrs_Nanny_Oggmsmedlock MsChillimyownnameNNachtorchideenaddoochnaninka (39/30)Nelkennemo91 (20/20) nessie500N9erzNightflower (40/40)Nisnisnonamed_girlnordbreze (33/20) NuddlOonce-upon-a-time (40/40)PPachi10 (40/40)paevalill (20/20)pamNparden (40/40)paschsoloPaulamybooksandme (40/40)peedee (40/40)PelippaPessimonPfoten-LinsePhiniPMelittaM (37/30)PusteblumenfarmQQueenelyza (40/40)QueenSize (30/20)RrainbowlyRegina99Reisen-durch-BuecherRitja (30/30)RosenmadlRotkäppchen (20/20)SSabanasabine3010_Sahara_sameaSamuel_PickwickSanakitoSaphierSarafinchenSardonyxsassthxticscarlett59schaclaschafswolkeSchCh121 (40/40)Schlehenfee (40/40)Schneeflocke2013Schnutsche Schwertlilie79 (27/20)sechmetSeelensplitterShaylanaShineOn (30/30)Sick (30/30)Sikal (36/20)SkybabeSnordbruchsnowberrysnowi81solveig (40/40)Somayasommerlese (40 / 40)Sophiiiespecialangspozal89StarletStefanieFreigericht (40/40) StefanieFreigericht - 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  • Leserunde zu "Das Fremde Meer" von Katharina Hartwell

    Das Fremde Meer
    Berlin_Verlag

    Berlin_Verlag

    Leserunde und Qualifikation für DER DIEB IN DER NACHT Liebe LovelyBooker, In wenigen Wochen erscheint Katharina Hartwells zweiter Roman DER DIEB IN DER NACHT, und um die Wartezeit zu verkürzen, wollen wir euch die Möglichkeit geben, Katharina Hartwells Debütroman DAS FREMDE MEER (nochmal) zu lesen. Wir stellen 20 Freiexemplare zur Verfügung – und (Achtung!) eine bieten eine mögliche Direktqualifikation für die Leserunde zum neuen Roman: Wer unter den Teilnehmern dieser Runde DAS FREMDE MEER vor dem 19. Juli bei Lovely Books rezensiert, erhält einen Startplatz bei der Leserunde DER DIEB IN DER NACHT – die Bewerbungsphase hierfür startet am 22. Juli. DAS FREMDE MEER – Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan. Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten - und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint. Von ihm fühlt Marie sich gefunden. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt? Wenn du mitlesen willst, solltest du uns hier verraten, warum dich dieses Buch reizt, und warum du es endlich lesen willst. Oder auch, warum du es nochmal lesen willst. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen – Euer Berlin Verlag

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    • 698
  • Rezension zu "Das fremde Meer" von Katharina Hartwell

    Das Fremde Meer
    Tiniwiniii

    Tiniwiniii

    10. November 2015 um 17:12

    “Das Leben ist ein raues, ein stürmisches, ein gefährliches, ein unendlich weites, ein wildes, viele Geheimnisse und viele Gefahren und viele Riffe beherbergendes Meer. Und es gibt nicht viele milde Tage, und es gibt so viele Möglichkeiten, Schiffbruch zu erleiden. […] Und es ist eine Kunst, eine Herausforderung, eine unbedingte Notwendigkeit, jeden Tag und immer wieder aufs Neue nicht unterzugehen,“ (S. 556, Katharina Hartwell – Das fremde Meer). In ihrem Roman ‘Das fremde Meer’ erzählt Katharina Hartwell die Geschichte zweier Menschen, die das Leben zusammengeführt hat. Zehn Kapitel, eine Liebe. Jan stolpert regelrecht in Maries Leben. Bevor Marie Jan kennen lernt, glaubt sie, dass sie niemand retten kann. Die Außenseiterin, eher ruhig und zurückhaltend, ängstlich und verzweifelt, wer sollte sie schon retten wollen? Sie glaubt, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Darum rechnet sie stets mit dem Schlimmsten. Jan scheint so völlig anders zu sein als sie. Von ihm fühlt sie sich gefunden, mit ihm teilt sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Natürlich vertraut sie nicht darauf, dass alles bleibt wie es ist, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Kein Buch, was ich bisher gelesen habe, war so facettenreich und magisch erzählt, wie dieses. Eine Geschichte in zehn unterschiedlichen Stilen und Genren geschrieben, vom Märchen, über einen historischen Roman bis hin zu einer Fantasy Reise. Dieses Buch lässt sich in keine Schublade stecken. Anfangs begreift man überhaupt nicht, wie die zehn Geschichten miteinander verbunden sind, doch am Ende fügt sich alles. Ich kann Marie verstehen. Wie oft ging es mir selbst schon so, dass ich einen Glückszustand oder Momente, in denen alles in Ordnung ist, nicht genießen konnte. Irgendwo hat sich doch mit Sicherheit ein Haken versteckt, ich muss etwas übersehen haben, warum sollte ausgerechnet ich so viel Glück haben? Ständig alles in Frage zu stellen ist nahezu wie ein Zwang, um sich selbst zu schützen. Doch geht das überhaupt? Glücklich und zufrieden wird man so eher nicht. In Jan findet Marie einen Menschen, der sie mit anderen Augen sieht. Der ihre Ängste begreift und ihr Halt gibt, den ihr Elternhaus ihr nicht vermittelt hat und der ihr in ihrem Leben fehlt. Doch selbst vor dem Moment in dem sie ihn kennenlernt, als er aus dem Paternoster auf sie fällt, weil sie ihn gerettet hat, hat sie Angst. Und dabei bemerkt sie erst gar nicht, dass auch er sie gerettet hat. Den ganzen Roman hindurch, ist in jeder einzelnen Geschichte das Mädchen die Heldin, die Retterin und nicht die zu Rettende. Mir gefällt das Spiel der unterschiedlichen Genre sehr gut. Dadurch kommen nicht zuletzt die Charakterzüge der Hauptfiguren sehr deutlich ans Licht. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mich ganz auf den Roman einzulassen und zwischendurch musste ich das Buch für einige Wochen beiseitelegen. Nachdem ich nun die letzten Seiten gelesen habe, kann ich sagen, ich habe es nicht bereut. Das Ende ist so überraschend traurig und schön zugleich und es fügt sich alles, was vorher Rätsel aufgeworfen hat. Der Roman verdeutlicht, was Worte zu bewegen vermögen. Und wie viel Gewicht ein Wort oder ein Satz haben, uns gleichzeitig aber auch etwas Leichtes geben kann. Das Ende ist vollkommen offen, denn vielleicht ist es nicht das Ende. Und vielleicht kann man doch nicht alles trennen, teilen und spalten wie ein Atom. Immerhin gibt es auch noch so etwas wie die Atombindung. Eine Bindung, die alles fest zusammen hält und sich wie ein rotes Band durch unser Leben zieht.

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  • Wenn man die Richtung verliert....

    Das Fremde Meer
    Jenny1900

    Jenny1900

    Klappentext: Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen, ein Buch, das wie eine Reise ist: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern... Zehn Kapitel, zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan.   Meine Meinung: Als ich den klappentext zum ersten Mal gelesen habe war ich sofort neugierig. Am meisten hat mich die Umsetzung der Idee, mehrere Geschichten in eine zu packen, interessiert. Auch der Inhalt schien eher ungewöhnlich aber mit Fantasy ausgestaltet zu sein.Dieses hat sich auch bewahrheitet! Die verschiedenen Geschichten führen zur Hauptgeschichte hin. Aber nicht langweilig aus der Gegenwart erzählt, sondern sehr interessant und detailreich in zehn Kurzgeschichten verpackt. In Stil von Märchen und Sagen mit viel Fantasy aber auch einer Menge Emotionen. Man kann aber sagen, dass Angst egal in welcher Form immer das Hauptthema geblieben ist. Somit ist das nicht unbedingt ein Buch für schöne sonnige Sommertage sondern eher für einen veregneten Sonntagnachmittag. Zwar war ziemlich jedes Kapitel faszinierend aber hinterließ doch eher eine bedrückte Stimmung. Das Thema hat mich auch sehr berührt und hat mich mit der Hauptprotagonistin Marie mitfühlen lassen. Die Erzählperspektiven haben immer wieder gewechselt. An die Du-Version musste ich mich doch erst Mal gewöhnen und war teilweise etwas verwirrend für mich. Es ist auf jeden Fall ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss. Meistens habe ich pro Tag nur eine Geschichte gelesen, da sie einfach auch sehr viel Stoff zum Nachdenken geliefert hat. Am Ende passte jede Geschichte zusammen und es ergab sich ein beeindruckendes Gesamtbild! Cover: Das Cover und der Titel passen auf jeden Fall sehr gut zum Buch. Auch das Meer hat eine wichtige Rolle für die Personen und Geschichten gespielt. Auch der Kompass passt perfekt, da Marie die Richtung in die ihr Leben läuft verloren hat und nicht mehr weiterkommt sondern sich nur noch im Kreis zu drehen scheint. Es ist sehr gut aufeinander abgestimmt worden!Auf jeden Fall auch ein Eye-Catcher! Mein Fazit: Eine wirklich besondere Idee, für die man sich Zeit nehmen sollte! Es war eine tolle Erfahrung dieses Buch zu Lesen. Allerdings wird es, glaube ich, das einzige dieser Art bleiben, weil es einfach zu bedrückend für mich war. (Zumindest für einen schönen Sommertag ;)  

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    • 2
  • Zeitozeane oder: "Alles ist mit allem verbunden" (John Wheeler)

    Das Fremde Meer
    HeikeG

    HeikeG

    02. August 2015 um 14:01

    Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts Albert Einstein, Max Planck, Nils Bohr und Louis de Broglie die ersten Grundlagen für die spätere Quantenmechanik legten, ahnte man noch nicht, dass diese das bis dahin gängige physikalische Weltbild völlig auf den Kopf stellen würden und deren Erkenntnisse direkt zum "Quantensprung" und damit verbunden, einem erweiterten Bewusstsein des Mensch-SEINS führen würden. Rätselhafte Begriffe wie Quantenverschränkung, -fluktuation und Unschärferelation geistern seitdem durch Raum und Zeit. Restlos erfassbar sind sie bis heute nicht. Werner Heisenberg brachte dies in seinem Werk "Physik und Philosophie" (1958) treffend auf den Punkt: "Aber die existierenden wissenschaftlichen Begriffe passen jeweils nur zu einem sehr begrenzten Teil der Wirklichkeit, und der andere Teil, der noch nicht verstanden ist, bleibt unendlich." Was hat dies nun mit dem belletristischen Debüt von Katharina Hartwell zu tun? Sehr viel sogar. Denn auch bei der 1984 in Köln geborenen Autorin liegt permanent etwas hinter Grenzen. Und trotzdem ist Alles mit allem, wenn auch auf diffuse Art, miteinander verbunden. "Alles ändert sich. Das Gute und das Schlechte.", stellt Marie, die Protagonistin, aus deren Sicht der Roman erzählt wird, fest. Sie, die Ängstliche, die Außenseiterin, die sich eher zurückzieht, als ins pralle Leben einzutauchen, die sich "als Verschwendung von Raum, als ein sperriges Zuviel" sieht, hadert mit dem Leben und droht in der großen Woge einer Depression zu versinken. Doch dann reißt die Liebe in Gestalt des Kunststudenten Jan die fast dreißigjährige Doktorandin im wahrsten Sinne des Wortes zu Boden. Wieder aufgerappelt kommt nun tatsächlich so etwas wie verlässliche Beständigkeit in das bis dato konturlos verschwommene Leben von Marie. "Wir kannten und sahen dieselbe Welt." Eine gewisse Skepsis wird bei beiden dennoch nicht restlos ausgeräumt. Ihrer beider Sensibilität für die steten der Wechsel der Welt ist besonders stark ausgeprägt: "Sie war voller Risse und Falltüren und Unsicherheiten und Abgründe." Von Tiefen und Schattenreichen, von Zweifeln, Wurzellosigkeit und Bedrohungen berichtet der ungewöhnliche Roman von Katharina Hartwell in neun fantastischen und einer kumulierenden in der Realität angesiedelten Geschichte. Diese tauchen teilweise in die Vergangenheit ein oder aber nehmen deutlich visionäre, teils futuristische Züge an. Wie ein Zahnarzt gelingt es der Autorin "durch die Löcher und bis in die Abgründe im Kopfinneren [ihrer Protagonisten] zu blicken". Der Leser betritt zum Beispiel eine mysteriöse Stadt, in der die physikalische Errungenschaft der Teleportation außer Kontrolle geriet und in der sich nun Häuser und ihre Bewohner willkürlich materialisieren. Er liest von einer Prinzessin, die eine Ritterausbildung absolviert, um einen gefangen gehaltenen Prinzen im kalten Winterwald zu befreien. Oder von einem im Meer lebenden, geheimnisvollen Taucher, der von Zeit zu Zeit Menschen auf den Grund zieht, so dass sie ihm Gesellschaft leisten. Eine andere Geschichte wiederum berichtet aus einer seit Jahren von tiefen dunklen Wolken verhangenen Küstenstadt, deren Bewohner nach und nach von einer geheimnisvollen Krankheit befallen werden. Ein über den Wolken verankertes Luftschiff soll die Kranken mittels Lichttherapie heilen. Der Ghostboy wiederum, Hauptattraktion eines fahrenden Zirkus, stirbt in jeder Veranstaltung in einem gefüllten Wassertank, um nach endlosen Minuten ohne Herzschlag wie von Zauberhand die Augen aufzuschlagen. Um geschlossene Behälter geht es auch in Geschichte neun, in der in einem neu entwickelten Verfahren die Seelen der Verstorbenen - ihr Bewusstsein - in einem speziell entwickelten Verfahren konserviert werden, um sie hernach entsorgen zu können. Spirithographie nennt sich diese Transformationstheorie. Katharina Hartwell ist mit ihrem Text ein beeindruckendes, ja großartiges literarisches Debüt gelungen. Ein Buch, das wie eine riesige, unaufhaltsame Welle über den Leser und das Geschehen hinwegschwappt und alles, was sie dabei überspült, verändert. Aber, so stellt Marie fest, "die Veränderung ist ja schon in uns, ist in unseren Körpern angelegt, die zerfallen, sich neu aufbauen, sich reparieren und wieder zersetzen und endgültig zersetzen." Der Grundtenor des flüssig und gut lesbaren Textes ist eher düster, als optimistisch, der Inhalt eher vage, als klar geformt. Ein Werk, das sich gängigen Vergleichen entzieht. Rätselhaft, ja beinahe magisch, zieht es den Leser immer tiefer in seinen Bann. Welche Bedeutung haben die erzählten Geschichten? Auf welche Art hängen die ständig präsenten Gemeinsamkeiten und Verflechtungen zusammen? In jeder der zehn Erzählungen kehren bestimmte Gegenstände und Personenkonstellationen wieder, sei es zum Beispiel ein zusammengefalteter Zettel, ein mysteriöser Wassertank, ein verfallenes Haus, ein düster-drohendes, schwarzes Individuum, das als Kern einer "gebündelten Leere" fungiert. Dinge sind nicht recht greifbar, undurchsichtig. Immer wieder verschwinden Personen oder scheinen sich selbst entrückt. Ausgefranst und nicht klar definierbar wabern Schemen und Schatten durch den Raum, analog der mysteriösen Zwillingsteilchen, deren "geisterhafte" Verbindung von Albert Einstein als "spukhafte Fernwirkung" bezeichnet wurde. Etwas Unvorhergesehenes und Unaufhaltsames ist omnipräsent. Himmel und Meer verwischen ständig neu gezogene Grenzen. "Wie ein kompliziertes Puzzle, eine Anordnung eng anliegender Plättchen. Verschiebt sich eines, verschieben sich auch alle anderen, nichts bleibt ohne unmittelbare Auswirkung. (...) Alles könnte in etwa so, vielleicht aber auch ein wenig anders sein. (...) in dem Gewebe dieser Welt, fühlst du die Schichten, die Wände, bis du etwas erkennst, ein Pulsieren, eine Wärme, ein geheimes, deinen Augen noch verborgenes Zentrum." Letztendlich schwebt über allem die große Frage: Wer sind wir? Wohin gehen wir? Und: Kann man durch Erzählen die Vergangenheit begreifen lernen? Denn eines wird zunehmend präsent: "Dass man eine Heimat auch verlieren kann, ohne sie zu verlassen; während man noch dort ist und an allem festhält, kann sie einem entgleiten." Fazit: "Das Leben ist ein raues, ein stürmisches, ein gefährliches, ein unendlich weites, ein wildes, viele Geheimnisse und viele Gefahren und viele Riffe beherbergendes Meer. Und es gibt nicht viele milde Tage, und es gibt so viele Möglichkeiten, Schiffbruch zu erleiden. Und auf jeden Sturm folgt der nächste und auf jede Untiefe eine weitere. Und es ist eine Kunst, eine Herausforderung, eine unbedingte Notwendigkeit, jeden Tag und immer wieder aufs Neue nicht unterzugehen." "Das fremde Meer" offenbart einen Text, der gleichzeitig erschüttert und fasziniert, der den Atem anhalten lässt und zu Tränen rührt, ohne pathetisch zu werden. Ein großartiger Roman, dessen Handlung sich nur langsam formt und schier auf den letzten zwei, drei Seiten den Knoten entwirrt. Ein Buch, das den Leser nach dem Zuschlagen der letzten Seite atemlos zurücklässt, in dessen Wellen er allerdings noch einmal eintauchen sollte, um die immense Vielschichtigkeit vollends zu erfassen. Katharina Hartwell: Eine Autorin, die man sich unbedingt merken sollte. Ich bin begeistert!

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  • Zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan – ein „literarischer Zehnkampf“

    Das Fremde Meer
    Insider2199

    Insider2199

    Zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan – ein "literarischer Zehnkampf" Der Debüt-Roman der in Berlin lebenden Autorin, die Anglistik und Amerikanistik sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studierte, wurde mit dem Hallertauer Debütpreis und dem Förderpreis für phantastische Literatur Seraph ausgezeichnet. Der im August erscheinende Nachfolge-Roman „Der Dieb in der Nacht“ steht bereits fest auf meinem Programm. Zum Inhalt: Marie, die Protagonistin, lernt Jan kennen und lieben, gerät schließlich durch ein unvorhergesehenes Ereignis in eine emotional sehr schmerzliche Lage, mit der sie nun dringend lernen muss, umzugehen, um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Mit dieser Haupthandlung werden nun 9 weitere (tw. genrefremde) Neben-Handlungsstränge verwoben (von Sci-Fi, über Historisches bis sogar Märchen), um die Motive von Marie und Jan zu veranschaulichen; die Sub-Plots stehen also – wie auch „das Meer“ im Titel – als Metaphern für die Gefühlslage der Protagonisten im Main Plot. Meine Meinung: Ein Roman wie eine abenteuerliche Entdeckungsreise oder ein Puzzle-Spiel, bei dem sich das Motiv dem Leser immer mehr offenbart und am Ende ein überaus überraschendes „Puzzle-Bild“ bereit hält – das „Durchhalten“ (das ich persönlich, trotz ein paar kleinen Längen, nicht so empfand, für mich was es ein Lesespaß!) wird also am Schluss belohnt. Ein Buch, bei dem man sicherlich auch beim zweiten oder dritten Lesen noch Neues entdecken würde. Obwohl einem am Anfang noch wenig Puzzle-Steine zur Verfügung stehen, ist man sofort fasziniert von dem Ideenreichtum und der Kreativität der Autorin. Sie kommt in ihren Geschichten auf Dinge, auf die man erst einmal kommen muss. Genauso staunt man auch über die sprachliche Seite: da spricht z.B. der auktoriale Erzähler den Protagonisten mit „du“ an und schafft eine ganz intime Verbundenheit und Atmosphäre. Obwohl die Sprache im Main Plot poetisch und anspruchsvoll ist, passt die Autorin sie dennoch in den einzelnen Sub-Plots an das jeweilige Genre an, damit sich z.B. ein Märchen auch wie ein Märchen anfühlt. Das zeigt einfach, dass die Autorin ihr Handwerk beherrscht! Je mehr man mit dem Lesen voranschreitet, umso mehr versteht man, was die einzelnen Sub-Plots miteinander verbindet und welche Bedeutung sie für den Main Plot haben. Am Ende sieht man sie gar mit ganz anderen Augen und möchte am liebsten noch einmal von vorne anfangen, um nachzuprüfen, wie viele Informationen einem entgangen sein mögen. Obwohl mir natürlich nicht alle Geschichten gleich gut gefallen haben (es gab allerdings nur 1-2 Storys, die ich nicht so gut fand!) und die Autorin den Roman evtl. sogar etwas hätte straffen können, empfand ich das Buch dennoch als sehr lesenswert, allein schon aus sprachlichen Gründen, wegen der kraftvollen, poetischen Sprache und der wunderschönen Metaphern. Hier ein paar kleine Kostenproben: „Und so wie Kinder ihre wackelnden Milchzähne nicht in Ruhe lassen können, kann auch ich nicht von uns lassen. Immer wieder rüttle ich an uns, prüfe, wie fest wir noch sitzen, ob wir überhaupt noch Halt haben.“ (S. 182) „ ... und lauscht auf die Fremde, die wie ein aufgewühltes Meer gegen die Bettpfosten schwappt.“ (S. 306) „Manche Geschichten, das glaube ich, kann man nur im Dunkeln erzählen. Sie vertragen keine Sonne, und sie lassen sich auch nicht gleich sprechen. Man muss sie behutsam fangen, in kleinen schwarzen Buchstaben.“ (S. 567) Fazit: Für mich das mit Abstand ungewöhnlichste und kreativste Buch, das ich je gelesen habe – sowohl inhaltlich als auch sprachlich bzw. in seiner Erzählart: poetisch, kraftvoll, faszinierend, bildgewaltig! Ich übernehme die Autorin sehr gerne in die Gruppe meiner Lieblingsautoren, freue mich auf ihren Nachfolge-Roman und werde sie ganz sicher auf meinem Radarschirm behalten. Dieser Roman ist ein absolutes Highlight und hat jeden der 5 Sterne voll verdient! Übrigens wer gerne die auf Tatsachen beruhende Geschichte in der Salpêtrière nachlesen möchte, hier ein sehr interessanter Spiegel-Artikel, den ich bei meiner Recherche gefunden habe: http://www.spiegel.de/einestages/jean-marie-charcot-und-die-hysterieforschung-in-der-pariser-salpetriere-a-951005.html

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    • 3
  • Zehn sanft miteinander verwobene Geschichten

    Das Fremde Meer
    frenx1

    frenx1

    Es sind zehn auf den ersten Blick ganz unterschiedliche Geschichten, die in Katharina Hartwells Erstling "Das Fremde Meer" versammelt sind. Und doch korrespondieren diese Geschichten miteinander. Nicht nur, dass es um die Liebe von J. und M. geht, die in unterschiedlicher Gestalt und in unterschiedlichen Formen und Situationen immer wieder auftaucht, auch kleine, unbedeutende Motive werden immer wieder aufgegriffen. Nicht alle Geschichten haben mir gefallen, mit nicht allen Geschichten habe ich mich anfreunden können, nicht allen Geschichten habe ich einen Sinn abgewinnen können - aber es war eine aufregende Erfahrung beim Lesen, sich immer wieder auf ganz neue Formen einzulassen - vom Märchen zu Science Fiction, von der Gespenstergeschichte zu Steampunk.

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    • 2
  • "Du musst dich gut festhalten. Das ist alles"

    Das Fremde Meer
    Anne2801

    Anne2801

    Klappentext "Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpetrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan. Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten - und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint. Von ihm fühlt Marie sich gefunden, miteinander teilen sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt? Katharina Hartwells magischer Debütroman erzählt von der Rettung einer Liebe und eines Lebens, er erzählt von allen Zeiten und allen möglichen Welten. Nicht zuletzt ist »Das Fremde Meer« die Rettung durch das Erzählen selbst - und darum all das, was Literatur vermag." Inhalt Dieses Buch beinhaltet zehn verschiedene Geschichten, die nicht ähnlicher und unterschiedlicher zugleich sein könnten. Es dreht sich um Jan und Marie und doch dreht es sich auch um so viele andere. Hier gibt es es Science Fiction, Märchen, Seefahrergeschichten und verschiedenste Erzählungen und obwohl sich all das so unpassend zueinander anhört, könnten die Geschichten von Katharina Hartwell nicht passender gewählt sein. Leseeindrücke/Eigene Meinung "Das Fremde Meer" ist in insgesamt zehn Geschichten aufgeteilt, die jeweils in sich abgeschlossen sind, aber irgendwie auch eben nicht. Obwohl diese Erzählungen jeweils so verschieden sind, gehören sie alle zusammen und erklären nach und nach die Rahmenhandlung. Mir hat besonders gut die Sprache von Katharina Hartwell gefallen, denn sie schafft es durch sowohl kurze, als auch lange verschachtelte Sätze, das Lesen wie einen einfach zu befahrenden Fluss zu gestalten, aus dem man sich am Rand immer wieder kleine Schätze herauspickt, nämlich großartige Zitate, von denen dieses Buch nur so strotzt. All diese Zitate regen nicht nur zum Nachdenken an, sondern sind auch so schön, dass man sie sich gleich aufschreiben und jemandem mitteilen mag. Auch die Tatsache, dass nicht jede Geschichte in der gleichen Erzählperspektive geschrieben ist, führt dazu, dass Abwechslung ins Lesen kommt und man sich immer wieder überraschen lassen kann. Die beiden Hauptcharaktere sind Marie und Jan und das Buch erzählt etwas über ihre Beziehung, wie sie sich gefunden haben, wie sich all das entwickelt - aber die beiden bleiben dabei nicht Marie und Jan. Auch trägt sich "Das Fremde Meer" irgendwie nicht direkt durch die Charaktere, sondern vielmehr durch die ganzen Kleinigkeiten, die dann zu einem Großen werden. Besonders hat mir hier die "Detektivarbeit" gefallen, mithilfe derer man die Gemeinsamkeiten der einzelnen Geschichten gesucht und zu verstehen versucht hat. Und immer wieder dieselbe Frage: Was bedeutet das alles für jan und Marie? Die Geschichten, die hier eine heilende Wirkung für mehr als nur eine Person haben, sind voll von Phantasie, von Unbekanntem und Vertrautem, manche möchte man ewig weiterlesen und doch wartet man bereits schon auf die nächste Erzählung. Fazit/Leseempfehlung "Das Fremde Meer" ist ein Buch, wie ich noch nie zuvor eines gelesen habe, es ist so anders, aber so genial, so weitreichend, so bedeutend, so beeindruckend, dass es mich fast sprachlos zurücklässt. Sobald ich die letzte Seite gelesen hatte, wollte ich unbedingt jemandem davon erzählen: von meinen Entdeckungen, von den Lehren, den Geschichten, der Wirkung,... Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und sowohl sprachlich, als auch inhaltlich kann ich es nur weiterempfehlen. Es ist eins von den Büchern, von denen man sich wünscht, dass es einfach jeder liest. Es ist voller Phantasie, Liebe, Zwischenmenschlickeit, Abenteuer, Persönlichkeit und Tiefgang - da ist wirklich für jeden etwas dabei.

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    • 3
    Insider2199

    Insider2199

    20. July 2015 um 22:21
  • Die poetische Reise einer Liebesgeschichte, die zehnmal erzählt werden muss, um sie zu verstehen!

    Das Fremde Meer
    LeonoraVonToffiefee

    LeonoraVonToffiefee

    Es ist die Geschichte von Marie und Jan – wie sie sich finden, verlieren und immer wieder finden. Eine Liebesgeschichte, die zu groß ist, um sie nur einmal zu erzählen. Es ist nicht eine Geschichte, sondern zehn: Zehnmal suchen und finden, retten und verlieren. Zehn fantastische, magische Abenteuer. Zehn Reisen, die letztlich alle bei Marie und Jan enden, die das Kernstück dieses Buches sind. Alle Wege, alle Geschichten führen im Endeffekt zu ihnen und ihrer unumstößlichen Liebe. Jede Geschichte ist anders und hat ihren Reiz: Fantastische Schauplätze, Elemente aus Sci-Fi, Fantasy, Märchen, alten Sagen und Legenden. Die Geschichten scheinen alle ihrem eigenen Weg zu folgen und nicht zusammen zu hängen, erst recht nicht mit der Geschichte von Jan und Marie. Der aufmerksame Leser allerdings zieht nach und nach seine Eigenen Schlüsse und verknüpft die einzelnen Kapitel zu einem Gesamtwerk. Dafür greift die Autorin zu sehr schönen Stilmitteln: Immer wieder auftauchende Schlüsselmotive und Emotionen, verschiedenen Stimmungen werden erzeugt, die immer wieder in die gleiche Richtung deuten, abwechselnde Erzählperspektiven, sodass der Leser von jeder Geschichte neu in ihre Bann gezogen wird. Dabei wird man entführt in ein Kuriositätenkabinett, in eisige Kälte, zum Ende der Welt und zurück in ein stürmisches, wolkenverhangenes Meer. Man lernt Ärzte, Fischer, Prinzessinnen und Geister kennen. Die Fantasie der Autorin scheint grenzenlos und sie lässt den Leser daran teilhaben. Der Schreibstil der Autorin ist ebenso poetisch und magisch wie die Geschichten selbst. Bildliche Sprache, viele außergewöhnliche und schöne Metaphern und Vergleiche machen die Geschichten noch abenteuerlicher und intensiver. Auch die Geschichte von Marie und Jan ist sehr intim, ohne dass erotische Handlungen beschrieben werden. Mit feinen Worten und schönen Umschreibungen schafft die Autorin es, Stimmungen und Gefühle sehr gut zu transportieren. Das Buch ist gefühlvoll und intensiv. Ich muss sagen, dass ich vergleichbares noch nie gelesen habe und es daher eine Art Experiment für mich war. Auch der Klappentext konnte mich nicht wirklich auf das Buch vorbereiten. Schon nach der zweiten Geschichte war ich aber Gefangen vom Buch, weil hier sehr sehr viel Kreativität und Sensibilität im Spiel ist, mit der Katharina Hartwell ihre Figuren und Schauplätze beschreibt und charakterisiert. Der Leser begibt sich auf eine Reise durch neun Dimensionen und kommt schließlich in der zehnten in der traurigen Realität an. Und diese Reise ist magisch. Ich wurde verzaubert von den tollen Geschichten, von Jan und Marie und von dem wunderschönen Schreibstil. Man muss sich darauf einlassen, auf etwas Neues, teilweise Verwirrendes und sehr stark Konstruierten (ich meine das hier im positiven Sinne), denn hinter den Geschichten steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten kann. In dem Buch ist sehr viel Raum für Interpretationen. Der Leser muss mitdenken, um die Zusammenhänge zu verstehen und alles zu einen Bild zusammenfügen zu können. Aber es lohnt sich, weil man von der schönen Liebesgeschichte (die keinesfalls kitschig oder klischeehaft ist), grenzenloser Fantasie und dem poetischen Schreibstil verzaubert wird. Eine klare Leseempfehlung für jeden, der sich auf Neues einlassen kann und sich – wie ich – von poetischer Sprache und starken Gefühlen begeistern lassen kann! 

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    • 4
  • Allein schon sprachlich ein Meisterwerk!

    Das Fremde Meer
    Schneekatze

    Schneekatze

    19. July 2015 um 20:36

    Roman: Dies ist die Geschichte von Jan und Marie und doch viel mehr als das. In zehn verschiedenen Welten wiederholt sich die Liebesgeschichte der beiden, immer anders und nicht immer kann man die Verbindung zu den Beiden sofort zuordnen. Es ist kein Liebesroman im herkömmlichen Sinne, nicht so romantisch und typisch, sondern viel eindringlicher. Allein sprachlich schon ein Meisterwerk. Schreibstil: Gehäuft treten Metaphern auf, die alles noch ein wenig poetischer und deutlicher machen. Auffallend sind die vielen starken Sätze, viel zu viele, als dass man sie alle herausschreiben könnte. Interessant auch die Zitate vor den jeweiligen Geschichten. Die Geschichten selbst symbolisieren nicht nur Jan und Marie, sondern sind auch untereinander verbunden. Manchmal sind es nur einzelne Worte, wie der Name einer Stadt, die sich wiederholen, oder bestimmte Personen, die in den Geschichten eine ähnliche Rolle einnehmen. So bleibt die Verbindung bestehen, auch wenn sich die Genres ändern: Märchen, Science-Fiction, fantastische Elemente – es ist einiges dabei. Charaktere: Die Autorin versteht etwas von starker Charakterzeichnung. Marie beschreibt sich als Ich-Erzählerin bereits auf den ersten Seiten so gut, dass ich sie klar vor mir sehen konnte. Ihre Gefühle und Gedanken konnte ich gut nachvollziehen. Sie ist ein sehr außergewöhnlicher Mensch, anders als die anderen, vielleicht schwieriger oder komplizierter, und zieht sich lieber von anderen zurück, weil sie befürchtet mit ihrer Persönlichkeit anzuecken. Auch die Charaktere der einzelnen Geschichten, wenn sie auch immer für Jan und Marie stehen, haben ihre Eigenheiten und wirken individuell. Nicht immer wird die Verbindung zu den Hauptprotagonisten klar, aber je weiter man im Roman fortschreitet, desto stärker setzen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen. Fazit: 5/5 Ein zeitloses Meisterwerk, das man immer wieder lesen könnte und jedes Mal neues entdecken würde. Lieblingszitate: »Ich hatte mich schon immer vor Krankheiten, vor Katastrophen, vor dem Tod gefürchtet, auch schon im Haus meiner Großeltern, aber in der Stadt fürchtete ich mich vor allem vor dem Leben.« (S. 17) »Doch nur ein Kind kann denken, dass es nicht gesehen wird, weil es selbst blind ist.« (S. 118) »Aber keiner konnte antworten, sie verstanden nicht einmal die Frage. Dabei liegt es doch auf der Hand: Er will verstehen, wie es den Menschen gelingt, ganz selbstverständlich und mit bestimmten Schritten durch die Straßen zu schreiten, während er stets balancieren muss, wie auf einem Seil, rechts von ihm der Abgrund und links von ihm der Abgrund. Was braucht es, um all das nicht zu sehen: die Krankheiten, die Katastrophen, den Tod, der uns bevorsteht, unser Verschwinden und das aller, die wir lieben. Und das Ende ist wie der Anfang, es ist immer da.« (S. 104) »Ich wünschte mir, vor mir hätte es niemanden gegeben, nicht einmal die Möglichkeit von jemandem, so wie ich hoffe, dass es neben und nach mir nicht die Möglichkeit von jemandem gibt. Ich wünschte, du hättest die Jahre vor mir in einem Vakuum, einem menschenleeren Raum gelebt, aus dem du dann eines Nachmittags auf mich hinabfielst. Ich möchte dir eine neue Vergangenheit bauen, dich auf eine einsame Insel setzen, wo du geborgen und sicher verwahrt auf mich wartest, auf den Klippen stehend Ausschau hältst, nach dem Schiff, das mich zu dir bringt.« (S. 181) »Ich möchte auch so sagen: Wir sind unzertrennlich. Aber ich weiß ja, dass es nicht stimmt. Man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom.« (S. 341) »Freundschaften sind Milena noch nie leichtgefallen. Sie erfordern ein sorgfältiges Navigieren, das genaue Beachten eines Netzes aus Konventionen, die Milena so fremd sind, dass sie sich immer wieder darin verfängt.« (S. 435) »Damals schon, in jener Nacht vor über zehn Jahren, als sie alleine am Strand und unter den steinernen Wolken stand, erkannte sie, dass man eine Heimat auch verlieren kann, ohne sie zu verlassen; während man noch dort ist und an allem festhält, kann sie einem entgleiten.« (S. 452)

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  • Marie und Jan

    Das Fremde Meer
    esposa1969

    esposa1969

    Buchrückentext: Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpetrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan. Katharina Hartwells magischer Roman erzählt von einer Rettung durch das Erzählen selbst, der Rettung der Liebe und eines Lebens, er erzählt von allen Zeiten und allen möglichen Welten. Leseeindruck: Die Autorin Katharina Hartwelk entführt uns mit ihrem Roman "Das fremde Meer" in eine Welt aus Realität und Erzählung. Haupthandlungsstrang ist die Geschichte um Marie und Jan. Nebenhandlungsstränge sind zehn unabhängig wirkende Geschichten, die sehr unterschiedlich scheinen, aber nah an den Haupthandlungsstrang anlehnen. Unterschiedliche Protagonisten, die aber allesamt eines gemein haben: Die Geschichte rund um Marie und Jan. Sie sind wundervoll geschrieben… von märchenhaft bis sagenhaft, unterschiedliche unterhaltsam und unterschiedlich verständlich. Dennoch habe ich jede der einzelnen Geschichten sehr genossen und versucht zwischen den Zeilen das zu finden, was die Autorin zu vermitteln versucht. Der Schreibstil wurde in unterschiedlichen Erzählperspektiven verfasst. Zu Beginn der Handlung in der Ego-Perspektive, wechselt immer mal wieder, sogar in der 2. Person wird berichtet, der Leser mit "Du" angesprochen. Insgesamt ist der Roman leicht verständlich geschrieben, jedoch keine leichte Kost. Insgesamt möchte ich den Schreibstil als poetisch, salomonisch und zum Nachdenken anregend beschreiben. Stellenweise basiert der Roman auf wahren Begebenheiten. Auch eine Handvoll Abbildungen finden wir in diesem Roman, die ich sehr passend und gut ausgewählt fand. Das Cover ist eher schlicht gehalten, was ich aber als nicht störend empfand. Insgesamt ist dieser Roman 568 Seiten recht umfangreich, aber die Zeit sich zu nehmen, dieses Werk intensiv zu verschlingen, ist es wert. Die Schrift empfand ich als angenehm und augenfreundlich leserlich verfasst. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und somit meine vollste Empfehlung! © esposa1969

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    • 3
    esposa1969

    esposa1969

    19. July 2015 um 10:33
    Insider2199 schreibt Ein Schreibstil kann so oder so sein, aber nicht in Perspektiven verfasst werden. Das kann nur der Roman. :-) Und mit dem "du" wurde nicht der Leser, sondern der Protagonist angesprochen. Wenn du ...

    .... aber in dem Moment fühlt man sich natürlich mit dem DU angesprochen. Dass natürlich nicht ich, Jarmila, damit gemeint bin, ganz ehrlich: Das war sogar mir klar, wie blöd hälst du andere ...

  • Ein nicht vorhersehbarer einmaliger Lesegenuss

    Das Fremde Meer
    YvetteSchmidt

    YvetteSchmidt

    18. July 2015 um 22:45

    [...] "Das Leben ist ein raues, ein stürmisches, ein gefährliches, ein unendlich weites, ein wildes, viele Geheimnisse und viele Gefahren und viele Riffe beherbergendes Meer [...] So sieht Marie ihr Leben. Gewappnet, den Gefahren entgegen zu treten, zu retten, zu überleben, bestreitet Marie dieses Leben. Und so still und manchmal eigensinnig und unsichtbar sie ist, um so plötzlicher und direkter fällt Jan in ihr Leben. Er, der es genau so sieht. Der genau so Angst hat. Lebensläufe, die nahezu parallel sind, und die sich dann plötzlich kreuzen und dann gemeinsam parallel verlaufen. Die Geschichte von Marie und Jan wird in 10 Episoden beschrieben; die reale Episode und 9 weitere fiktive. Teils Sci-Fi, teils märchenhaft, teils an Kafka erinnernd, teils an Theodor Storm. Als ich dieses Buch angefangen habe zu lesen, habe ich eigentlich nichts besonderes erwartet. Doch eine Liebesgeschichte. Das ist es auch. Aber es sind Geschichten, die einen traurig aber auch enorm hoffnungsvoll hinterlassen. Ich hatte nicht erwartet, dass dieses Buch so unterschiedliche Genre bedient. Da gibt es das klassische Märchen, den historisch korrekten Besuch der Salpetrière aber auch die Endzeitstimmung in Science Fiction Gestalt.  Bei aller Angst sprechen sie immer auch für den Mut, die Hoffnung, die Sonne, die Rettung und das Leben. Aber sie konfrontieren auch mit den eigenen Ängsten, der Trauer, dem Tod und der eigenen Fragilität des Lebens und der Vergänglichkeit. Katharina Hartwell vermag es durch ihre plastische Sprache den Leser in fremde Welten zu entführen. Die Szenen werden plastisch, Gefühle spürbar und fast greifbar. Manches ist surreal erdrückend und dann wieder federleicht. An einigen Stellen war so viel Witz und Ironie dabei, dass ich lachen musste. Die klassische Frauenrolle wird vollkommen auf den Kopf gestellt. Dieses Buch ist sicher keine leichte Kost, hat mich aber so begeistert, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte - und auch wieder zur Hand nehmen werde. Ich bin sehr gespannt auf die folgenden Bücher und wage mal einfach einen Ausblick: Katharina Hartwell's Bücher werden Teil der modernen Literatur in den Schulen sein.

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