Katharina Hartwell Das Fremde Meer

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Inhaltsangabe zu „Das Fremde Meer“ von Katharina Hartwell

Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen, ein Buch, das wie eine Reise ist: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern... Zehn Kapitel, zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan. "Katharina Hartwell erzählt so gut, dass sie auf jeden Fall einen neuen Weltrekord im literarischen Zehnkampf aufgestellt haben dürfte." (Spiegel online) - ein magischer Roman.

Erst viele aneinandergereihte Kurzgeschichten, aber nach und nach wird ein roter Faden spürbar. Wunderbar literarisch und berührend!

— Magena

So viele schöne Ideen, kaputt gemacht durch zu viele Sprünge und zu wenig Kontinuität. Schade.

— Marina_Nordbreze

Unfassbar gut!

— Junni

Phantastisch literarisch mit viel Fantasie und einer Geschichte die ruhig noch öfter erzählt werden könnte.

— ZeilenSprung

Ein Liebesroman in zehn Geschichten, die mal an Märchen, mal an SF erinnern und am Ende wieder schlüssiger Gegenwartsroman sind. Lesenswert

— ToBie

Die Magie dieses Buches erschließt sich vollständig erst am Schluss. Da Durchhalten hat sich gelohnt!

— Marilou

Alle, die bereit für ein literarisches Abenteuer sind, werden dem Sog des fremden Meeres nicht widerstehen können.

— Lovely_Lila

Inhaltlich und sprachlich ganz groß - zehn Geschichten in denen man sich vollständig verlieren kann

— Anne2801

Ein Buch über die Macht und Magie der Liebe, in dem geschriebene Worte Gefühle und Bilder fast zu Materie werden lassen.

— YvetteSchmidt

Dies ist ein ganz besonderes Buch, ich bin absolut begeistert!

— Estrelas

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  • Poetisch, außergewöhnlich und an Kreativität nicht zu überbieten!

    Das Fremde Meer

    Lovely_Lila

    Inhalt In zehn Geschichten erzählt Marie ihre Liebesgeschichte mit Jan immer wieder neu, anders, besonders. Die Reise führt unter anderem in einen verwunschenen Wald, in ein Fischerdorf, in einen Zirkus und auf zwei kleine Inseln. Meine Meinung Wo fängt man nur an, wenn man solch ein Buch gelesen hat? Vielleicht mit meinen Erwartungen: Die Geschichte, die ich erwartet habe, hat mir der Geschichte, die ich bekommen habe, nur sehr wenig zu tun. Dieses Buch ist ungewöhnlich, besonders und wahrlich unvergleichlich. Da es ja sowieso schwer ist, zu wissen, wo man anfangen soll, mache ich es ganz klassisch: zuerst zum Schreibstil. Viele, viele Schachtel- und Bandwurmsätze lassen dieses Buch schon ganz am Anfang hervorstechen. Ich werde nicht leugnen, dass der Schreibstil in manchen Momenten (selten zum Glück) langatmig wirkt, und man sich in Gedanken wünscht, dass radikal gekürzt worden wäre. Dennoch überwiegen jene Augenblicke , in denen man von diesem poetischen Schreibstil in den Bann gezogen wird bei Weitem. Die Erzählweise ist sehr traditionell und wirkt oft wie aus einem Märchenbuch. Man sitzt gespannt wie ein Kind und wartet, wohin man als nächstes entführt wird. Ganz besonders loben möchte ich hier die wundervollen, kreativen Metaphern, die ich zuvor noch nie irgendwo gelesen habe. Die Metaphern sind ebenso gut wie jene in "Die Bücherdiebin". Ich habe selten ein so wunderschönen Schreibstil gelesen wie hier. Der Ideenreichtum dieses Werkes sticht ebenso hervor. Die eigentliche Geschichte von Marie und Jan nimmt nur einen sehr kleinen Teil des Buches ein, der Rest setzt sich aus neun anderen kurzen Geschichten zusammen, deren Setting zwar unterschiedlicher nicht sein könnte, die aber dennoch immer eine ähnliche Handlung haben. Dennoch schafft es die Autorin einen nie zu langweilen, sondern stets neu zu überraschen. Kleine Verbindungen halten alle Geschichten zusammen, Symbole wollen entdeckt und wiedererkannt werden. Von den kleinen Details in den Geschichten kann der aufmerksame Leser nämlich auf die Hauptgeschichte schließen, da diese erst zum Schluss zu Ende erzählt wird. Gerade dadurch entsteht die Spannung. Es ist sicher keine Geschichte, die man nebenbei lesen kann, denn sie wird schöner, je mehr Aufmerksamkeit man ihr widmet und je mehr Zeit man sich für die schönen Sätze nimmt. Ich persönlich finde auch, dass sich einzelne Geschichten super zum Vorlesen eignen würden. Ich werde dies bestimmt einmal ausprobieren. "Er wird kommen, versichert sie sich abends, wenn sie in ihrem schmalen Bett liegt. Er wird, flüstert sie und lauscht auf die Fremde, die wie ein aufgewühltes Meer gegen die Bettpfosten schwappt." Seite 306 Viele Personen der verschiedenen Geschichten ähneln sich. Manche sind komplex und dreidimensional, manche verkörpern nur eine bestimmte Eigenschaft, werden bewusst eindimensional gezeichnet. Insgesamt sind sie alle gelungen, niemand enttäuscht, viele begeistern. Marie als Hauptperson war mir unheimlich sympathisch. Ihre Ängste waren für mich großteils nachvollziehbar, ihre Schwächen machen sie greifbar und ihr Verhalten war durchwegs authentisch. Ihre Familiengeschichte ist mit derart vielen Details angereichert, dass ich mich frage, ob die Autorin da nicht auch einige eigene Erfahrungen eingebaut hat. Die Hauptgeschichte ist ebenso interessant wie die anderen Geschichten, die in den unterschiedlichsten Genres anzusiedeln sind. Die Themen, die behandelt wurden, sind (obwohl in Märchen oder Geschichten verwoben) oft ernst und regen zum Nachdenken an. Mit Klischees wird ebenso gespielt wie mit gesellschaftlichen Erwartungen. Wunderschön verpackt wird die Vergänglichkeit zum Thema gemacht, die kindliche Neugier, die Liebe. Manche Geschichten wirken wie ein unheimlicher Alptraum, andere wie ein Märchen. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Er ist stets subtil und konnte mich einige Male zum Schmunzeln bringen. Die Liebesgeschichte wird auf besondere Weise erzählt, allerdings steht die Seelenverwandtschaft ebenso im Vordergrund wie die Freundschaft der Liebenden. Wer sich einem typischen Liebesroman sehnt, der wird hier nicht finden, wonach er sucht. Man braucht sicherlich Geduld für dieses Buch, nichts schreitet so schnell voran wie in der typischen Unterhaltungsliteratur, die Geschichten können sich, sofern sie einen im einzelnen nicht ansprechen oder man schon ungeduldig auf die Auflösung wartet, schon ziehen. Nach der zweiten Geschichte habe ich auch gezweifelt, ob diese vielen Seiten wohl das Richtige für mich sind. Auf jeden Fall sollte man nicht gleich aufgeben, da man die Geschichte mit jedem Satz mehr versteht, und mehr von ihr gefangen genommen wird. Am Ende (und rückblickend) hat sich meine Geduld eindeutig gelohnt. Diese Reise war eine Bereicherung. Mein Fazit Es ist bei jedem Satz spürbar wie viel Zeit und Herzblut in diesem Werk steckt. Jede Geschichte ist mit den anderen verbunden, am Ende fügt sich alles in ein großes Ganzes. Poetisch, außergewöhnlich und nachdenklich machend, ist diese Geschichte an Kreativität nicht zu überbieten. Trotz meiner Bewertung würde ich jenen, die Schachtelsätze ablehnen und etwas Leichtes für zwischendurch suchen, eher abraten. Alle, die aber bereit für ein literarisches Abenteuer sind, werden dem Sog des fremden Meeres nicht widerstehen können. Übersicht Erzählstil: verschieden, außergewöhnlich, Ich-Erzähler, personaler Erzähler und auktorialer Erzähler; Präteritum und Präsens; Perspektive: aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt positiv: * wunderschöner, poetischer Schreibstil mit beeindruckenden Metaphern * unglaublich kreative Idee * subtiler Humor * gelungene Nebenpersonen und Hauptperson * Spiel mit Klischees und gesellschaftlichen Erwartungen * verschiedene Genres werden abgedeckt * außergewöhnliche Hauptperson negativ: * Schreibstil wirkt selten langatmig * man braucht manchmal Geduld Bewertung: Idee und Inhalt: 10 /10 Ausführung: 9 /10 Schreibstil: 9 / 10 Personen: 10 /10 Protagonistin: 10/10 ♥ Zusatzkriterien bei diesem Buch: Liebesgeschichte: 9/ 10 Insgesamt: ❀❀❀❀❀ Ich vergebe 5 Lilien! Ist dieses Buch Teil einer Reihe? – Nein.

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    • 3

    Lovely_Lila

    26. April 2016 um 01:34
  • Leserunde zu "Das Fremde Meer" von Katharina Hartwell

    Das Fremde Meer

    Berlin_Verlag

    Leserunde und Qualifikation für DER DIEB IN DER NACHT Liebe LovelyBooker, In wenigen Wochen erscheint Katharina Hartwells zweiter Roman DER DIEB IN DER NACHT, und um die Wartezeit zu verkürzen, wollen wir euch die Möglichkeit geben, Katharina Hartwells Debütroman DAS FREMDE MEER (nochmal) zu lesen. Wir stellen 20 Freiexemplare zur Verfügung – und (Achtung!) eine bieten eine mögliche Direktqualifikation für die Leserunde zum neuen Roman: Wer unter den Teilnehmern dieser Runde DAS FREMDE MEER vor dem 19. Juli bei Lovely Books rezensiert, erhält einen Startplatz bei der Leserunde DER DIEB IN DER NACHT – die Bewerbungsphase hierfür startet am 22. Juli. DAS FREMDE MEER – Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan. Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten - und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint. Von ihm fühlt Marie sich gefunden. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt? Wenn du mitlesen willst, solltest du uns hier verraten, warum dich dieses Buch reizt, und warum du es endlich lesen willst. Oder auch, warum du es nochmal lesen willst. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen – Euer Berlin Verlag

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    • 698
  • Rezension zu "Das fremde Meer" von Katharina Hartwell

    Das Fremde Meer

    Tiniwiniii

    10. November 2015 um 17:12

    “Das Leben ist ein raues, ein stürmisches, ein gefährliches, ein unendlich weites, ein wildes, viele Geheimnisse und viele Gefahren und viele Riffe beherbergendes Meer. Und es gibt nicht viele milde Tage, und es gibt so viele Möglichkeiten, Schiffbruch zu erleiden. […] Und es ist eine Kunst, eine Herausforderung, eine unbedingte Notwendigkeit, jeden Tag und immer wieder aufs Neue nicht unterzugehen,“ (S. 556, Katharina Hartwell – Das fremde Meer). In ihrem Roman ‘Das fremde Meer’ erzählt Katharina Hartwell die Geschichte zweier Menschen, die das Leben zusammengeführt hat. Zehn Kapitel, eine Liebe. Jan stolpert regelrecht in Maries Leben. Bevor Marie Jan kennen lernt, glaubt sie, dass sie niemand retten kann. Die Außenseiterin, eher ruhig und zurückhaltend, ängstlich und verzweifelt, wer sollte sie schon retten wollen? Sie glaubt, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Darum rechnet sie stets mit dem Schlimmsten. Jan scheint so völlig anders zu sein als sie. Von ihm fühlt sie sich gefunden, mit ihm teilt sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Natürlich vertraut sie nicht darauf, dass alles bleibt wie es ist, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Kein Buch, was ich bisher gelesen habe, war so facettenreich und magisch erzählt, wie dieses. Eine Geschichte in zehn unterschiedlichen Stilen und Genren geschrieben, vom Märchen, über einen historischen Roman bis hin zu einer Fantasy Reise. Dieses Buch lässt sich in keine Schublade stecken. Anfangs begreift man überhaupt nicht, wie die zehn Geschichten miteinander verbunden sind, doch am Ende fügt sich alles. Ich kann Marie verstehen. Wie oft ging es mir selbst schon so, dass ich einen Glückszustand oder Momente, in denen alles in Ordnung ist, nicht genießen konnte. Irgendwo hat sich doch mit Sicherheit ein Haken versteckt, ich muss etwas übersehen haben, warum sollte ausgerechnet ich so viel Glück haben? Ständig alles in Frage zu stellen ist nahezu wie ein Zwang, um sich selbst zu schützen. Doch geht das überhaupt? Glücklich und zufrieden wird man so eher nicht. In Jan findet Marie einen Menschen, der sie mit anderen Augen sieht. Der ihre Ängste begreift und ihr Halt gibt, den ihr Elternhaus ihr nicht vermittelt hat und der ihr in ihrem Leben fehlt. Doch selbst vor dem Moment in dem sie ihn kennenlernt, als er aus dem Paternoster auf sie fällt, weil sie ihn gerettet hat, hat sie Angst. Und dabei bemerkt sie erst gar nicht, dass auch er sie gerettet hat. Den ganzen Roman hindurch, ist in jeder einzelnen Geschichte das Mädchen die Heldin, die Retterin und nicht die zu Rettende. Mir gefällt das Spiel der unterschiedlichen Genre sehr gut. Dadurch kommen nicht zuletzt die Charakterzüge der Hauptfiguren sehr deutlich ans Licht. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mich ganz auf den Roman einzulassen und zwischendurch musste ich das Buch für einige Wochen beiseitelegen. Nachdem ich nun die letzten Seiten gelesen habe, kann ich sagen, ich habe es nicht bereut. Das Ende ist so überraschend traurig und schön zugleich und es fügt sich alles, was vorher Rätsel aufgeworfen hat. Der Roman verdeutlicht, was Worte zu bewegen vermögen. Und wie viel Gewicht ein Wort oder ein Satz haben, uns gleichzeitig aber auch etwas Leichtes geben kann. Das Ende ist vollkommen offen, denn vielleicht ist es nicht das Ende. Und vielleicht kann man doch nicht alles trennen, teilen und spalten wie ein Atom. Immerhin gibt es auch noch so etwas wie die Atombindung. Eine Bindung, die alles fest zusammen hält und sich wie ein rotes Band durch unser Leben zieht.

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  • Wenn man die Richtung verliert....

    Das Fremde Meer

    Jenny1900

    Klappentext: Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen, ein Buch, das wie eine Reise ist: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern... Zehn Kapitel, zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan.   Meine Meinung: Als ich den klappentext zum ersten Mal gelesen habe war ich sofort neugierig. Am meisten hat mich die Umsetzung der Idee, mehrere Geschichten in eine zu packen, interessiert. Auch der Inhalt schien eher ungewöhnlich aber mit Fantasy ausgestaltet zu sein.Dieses hat sich auch bewahrheitet! Die verschiedenen Geschichten führen zur Hauptgeschichte hin. Aber nicht langweilig aus der Gegenwart erzählt, sondern sehr interessant und detailreich in zehn Kurzgeschichten verpackt. In Stil von Märchen und Sagen mit viel Fantasy aber auch einer Menge Emotionen. Man kann aber sagen, dass Angst egal in welcher Form immer das Hauptthema geblieben ist. Somit ist das nicht unbedingt ein Buch für schöne sonnige Sommertage sondern eher für einen veregneten Sonntagnachmittag. Zwar war ziemlich jedes Kapitel faszinierend aber hinterließ doch eher eine bedrückte Stimmung. Das Thema hat mich auch sehr berührt und hat mich mit der Hauptprotagonistin Marie mitfühlen lassen. Die Erzählperspektiven haben immer wieder gewechselt. An die Du-Version musste ich mich doch erst Mal gewöhnen und war teilweise etwas verwirrend für mich. Es ist auf jeden Fall ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss. Meistens habe ich pro Tag nur eine Geschichte gelesen, da sie einfach auch sehr viel Stoff zum Nachdenken geliefert hat. Am Ende passte jede Geschichte zusammen und es ergab sich ein beeindruckendes Gesamtbild! Cover: Das Cover und der Titel passen auf jeden Fall sehr gut zum Buch. Auch das Meer hat eine wichtige Rolle für die Personen und Geschichten gespielt. Auch der Kompass passt perfekt, da Marie die Richtung in die ihr Leben läuft verloren hat und nicht mehr weiterkommt sondern sich nur noch im Kreis zu drehen scheint. Es ist sehr gut aufeinander abgestimmt worden!Auf jeden Fall auch ein Eye-Catcher! Mein Fazit: Eine wirklich besondere Idee, für die man sich Zeit nehmen sollte! Es war eine tolle Erfahrung dieses Buch zu Lesen. Allerdings wird es, glaube ich, das einzige dieser Art bleiben, weil es einfach zu bedrückend für mich war. (Zumindest für einen schönen Sommertag ;)  

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  • Zeitozeane oder: "Alles ist mit allem verbunden" (John Wheeler)

    Das Fremde Meer

    HeikeG

    02. August 2015 um 14:01

    Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts Albert Einstein, Max Planck, Nils Bohr und Louis de Broglie die ersten Grundlagen für die spätere Quantenmechanik legten, ahnte man noch nicht, dass diese das bis dahin gängige physikalische Weltbild völlig auf den Kopf stellen würden und deren Erkenntnisse direkt zum "Quantensprung" und damit verbunden, einem erweiterten Bewusstsein des Mensch-SEINS führen würden. Rätselhafte Begriffe wie Quantenverschränkung, -fluktuation und Unschärferelation geistern seitdem durch Raum und Zeit. Restlos erfassbar sind sie bis heute nicht. Werner Heisenberg brachte dies in seinem Werk "Physik und Philosophie" (1958) treffend auf den Punkt: "Aber die existierenden wissenschaftlichen Begriffe passen jeweils nur zu einem sehr begrenzten Teil der Wirklichkeit, und der andere Teil, der noch nicht verstanden ist, bleibt unendlich." Was hat dies nun mit dem belletristischen Debüt von Katharina Hartwell zu tun? Sehr viel sogar. Denn auch bei der 1984 in Köln geborenen Autorin liegt permanent etwas hinter Grenzen. Und trotzdem ist Alles mit allem, wenn auch auf diffuse Art, miteinander verbunden. "Alles ändert sich. Das Gute und das Schlechte.", stellt Marie, die Protagonistin, aus deren Sicht der Roman erzählt wird, fest. Sie, die Ängstliche, die Außenseiterin, die sich eher zurückzieht, als ins pralle Leben einzutauchen, die sich "als Verschwendung von Raum, als ein sperriges Zuviel" sieht, hadert mit dem Leben und droht in der großen Woge einer Depression zu versinken. Doch dann reißt die Liebe in Gestalt des Kunststudenten Jan die fast dreißigjährige Doktorandin im wahrsten Sinne des Wortes zu Boden. Wieder aufgerappelt kommt nun tatsächlich so etwas wie verlässliche Beständigkeit in das bis dato konturlos verschwommene Leben von Marie. "Wir kannten und sahen dieselbe Welt." Eine gewisse Skepsis wird bei beiden dennoch nicht restlos ausgeräumt. Ihrer beider Sensibilität für die steten der Wechsel der Welt ist besonders stark ausgeprägt: "Sie war voller Risse und Falltüren und Unsicherheiten und Abgründe." Von Tiefen und Schattenreichen, von Zweifeln, Wurzellosigkeit und Bedrohungen berichtet der ungewöhnliche Roman von Katharina Hartwell in neun fantastischen und einer kumulierenden in der Realität angesiedelten Geschichte. Diese tauchen teilweise in die Vergangenheit ein oder aber nehmen deutlich visionäre, teils futuristische Züge an. Wie ein Zahnarzt gelingt es der Autorin "durch die Löcher und bis in die Abgründe im Kopfinneren [ihrer Protagonisten] zu blicken". Der Leser betritt zum Beispiel eine mysteriöse Stadt, in der die physikalische Errungenschaft der Teleportation außer Kontrolle geriet und in der sich nun Häuser und ihre Bewohner willkürlich materialisieren. Er liest von einer Prinzessin, die eine Ritterausbildung absolviert, um einen gefangen gehaltenen Prinzen im kalten Winterwald zu befreien. Oder von einem im Meer lebenden, geheimnisvollen Taucher, der von Zeit zu Zeit Menschen auf den Grund zieht, so dass sie ihm Gesellschaft leisten. Eine andere Geschichte wiederum berichtet aus einer seit Jahren von tiefen dunklen Wolken verhangenen Küstenstadt, deren Bewohner nach und nach von einer geheimnisvollen Krankheit befallen werden. Ein über den Wolken verankertes Luftschiff soll die Kranken mittels Lichttherapie heilen. Der Ghostboy wiederum, Hauptattraktion eines fahrenden Zirkus, stirbt in jeder Veranstaltung in einem gefüllten Wassertank, um nach endlosen Minuten ohne Herzschlag wie von Zauberhand die Augen aufzuschlagen. Um geschlossene Behälter geht es auch in Geschichte neun, in der in einem neu entwickelten Verfahren die Seelen der Verstorbenen - ihr Bewusstsein - in einem speziell entwickelten Verfahren konserviert werden, um sie hernach entsorgen zu können. Spirithographie nennt sich diese Transformationstheorie. Katharina Hartwell ist mit ihrem Text ein beeindruckendes, ja großartiges literarisches Debüt gelungen. Ein Buch, das wie eine riesige, unaufhaltsame Welle über den Leser und das Geschehen hinwegschwappt und alles, was sie dabei überspült, verändert. Aber, so stellt Marie fest, "die Veränderung ist ja schon in uns, ist in unseren Körpern angelegt, die zerfallen, sich neu aufbauen, sich reparieren und wieder zersetzen und endgültig zersetzen." Der Grundtenor des flüssig und gut lesbaren Textes ist eher düster, als optimistisch, der Inhalt eher vage, als klar geformt. Ein Werk, das sich gängigen Vergleichen entzieht. Rätselhaft, ja beinahe magisch, zieht es den Leser immer tiefer in seinen Bann. Welche Bedeutung haben die erzählten Geschichten? Auf welche Art hängen die ständig präsenten Gemeinsamkeiten und Verflechtungen zusammen? In jeder der zehn Erzählungen kehren bestimmte Gegenstände und Personenkonstellationen wieder, sei es zum Beispiel ein zusammengefalteter Zettel, ein mysteriöser Wassertank, ein verfallenes Haus, ein düster-drohendes, schwarzes Individuum, das als Kern einer "gebündelten Leere" fungiert. Dinge sind nicht recht greifbar, undurchsichtig. Immer wieder verschwinden Personen oder scheinen sich selbst entrückt. Ausgefranst und nicht klar definierbar wabern Schemen und Schatten durch den Raum, analog der mysteriösen Zwillingsteilchen, deren "geisterhafte" Verbindung von Albert Einstein als "spukhafte Fernwirkung" bezeichnet wurde. Etwas Unvorhergesehenes und Unaufhaltsames ist omnipräsent. Himmel und Meer verwischen ständig neu gezogene Grenzen. "Wie ein kompliziertes Puzzle, eine Anordnung eng anliegender Plättchen. Verschiebt sich eines, verschieben sich auch alle anderen, nichts bleibt ohne unmittelbare Auswirkung. (...) Alles könnte in etwa so, vielleicht aber auch ein wenig anders sein. (...) in dem Gewebe dieser Welt, fühlst du die Schichten, die Wände, bis du etwas erkennst, ein Pulsieren, eine Wärme, ein geheimes, deinen Augen noch verborgenes Zentrum." Letztendlich schwebt über allem die große Frage: Wer sind wir? Wohin gehen wir? Und: Kann man durch Erzählen die Vergangenheit begreifen lernen? Denn eines wird zunehmend präsent: "Dass man eine Heimat auch verlieren kann, ohne sie zu verlassen; während man noch dort ist und an allem festhält, kann sie einem entgleiten." Fazit: "Das Leben ist ein raues, ein stürmisches, ein gefährliches, ein unendlich weites, ein wildes, viele Geheimnisse und viele Gefahren und viele Riffe beherbergendes Meer. Und es gibt nicht viele milde Tage, und es gibt so viele Möglichkeiten, Schiffbruch zu erleiden. Und auf jeden Sturm folgt der nächste und auf jede Untiefe eine weitere. Und es ist eine Kunst, eine Herausforderung, eine unbedingte Notwendigkeit, jeden Tag und immer wieder aufs Neue nicht unterzugehen." "Das fremde Meer" offenbart einen Text, der gleichzeitig erschüttert und fasziniert, der den Atem anhalten lässt und zu Tränen rührt, ohne pathetisch zu werden. Ein großartiger Roman, dessen Handlung sich nur langsam formt und schier auf den letzten zwei, drei Seiten den Knoten entwirrt. Ein Buch, das den Leser nach dem Zuschlagen der letzten Seite atemlos zurücklässt, in dessen Wellen er allerdings noch einmal eintauchen sollte, um die immense Vielschichtigkeit vollends zu erfassen. Katharina Hartwell: Eine Autorin, die man sich unbedingt merken sollte. Ich bin begeistert!

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  • Zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan – ein „literarischer Zehnkampf“

    Das Fremde Meer

    Insider2199

    Zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan – ein "literarischer Zehnkampf" Der Debüt-Roman der in Berlin lebenden Autorin, die Anglistik und Amerikanistik sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studierte, wurde mit dem Hallertauer Debütpreis und dem Förderpreis für phantastische Literatur Seraph ausgezeichnet. Der im August erscheinende Nachfolge-Roman „Der Dieb in der Nacht“ steht bereits fest auf meinem Programm. Zum Inhalt: Marie, die Protagonistin, lernt Jan kennen und lieben, gerät schließlich durch ein unvorhergesehenes Ereignis in eine emotional sehr schmerzliche Lage, mit der sie nun dringend lernen muss, umzugehen, um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Mit dieser Haupthandlung werden nun 9 weitere (tw. genrefremde) Neben-Handlungsstränge verwoben (von Sci-Fi, über Historisches bis sogar Märchen), um die Motive von Marie und Jan zu veranschaulichen; die Sub-Plots stehen also – wie auch „das Meer“ im Titel – als Metaphern für die Gefühlslage der Protagonisten im Main Plot. Meine Meinung: Ein Roman wie eine abenteuerliche Entdeckungsreise oder ein Puzzle-Spiel, bei dem sich das Motiv dem Leser immer mehr offenbart und am Ende ein überaus überraschendes „Puzzle-Bild“ bereit hält – das „Durchhalten“ (das ich persönlich, trotz ein paar kleinen Längen, nicht so empfand, für mich was es ein Lesespaß!) wird also am Schluss belohnt. Ein Buch, bei dem man sicherlich auch beim zweiten oder dritten Lesen noch Neues entdecken würde. Obwohl einem am Anfang noch wenig Puzzle-Steine zur Verfügung stehen, ist man sofort fasziniert von dem Ideenreichtum und der Kreativität der Autorin. Sie kommt in ihren Geschichten auf Dinge, auf die man erst einmal kommen muss. Genauso staunt man auch über die sprachliche Seite: da spricht z.B. der auktoriale Erzähler den Protagonisten mit „du“ an und schafft eine ganz intime Verbundenheit und Atmosphäre. Obwohl die Sprache im Main Plot poetisch und anspruchsvoll ist, passt die Autorin sie dennoch in den einzelnen Sub-Plots an das jeweilige Genre an, damit sich z.B. ein Märchen auch wie ein Märchen anfühlt. Das zeigt einfach, dass die Autorin ihr Handwerk beherrscht! Je mehr man mit dem Lesen voranschreitet, umso mehr versteht man, was die einzelnen Sub-Plots miteinander verbindet und welche Bedeutung sie für den Main Plot haben. Am Ende sieht man sie gar mit ganz anderen Augen und möchte am liebsten noch einmal von vorne anfangen, um nachzuprüfen, wie viele Informationen einem entgangen sein mögen. Obwohl mir natürlich nicht alle Geschichten gleich gut gefallen haben (es gab allerdings nur 1-2 Storys, die ich nicht so gut fand!) und die Autorin den Roman evtl. sogar etwas hätte straffen können, empfand ich das Buch dennoch als sehr lesenswert, allein schon aus sprachlichen Gründen, wegen der kraftvollen, poetischen Sprache und der wunderschönen Metaphern. Hier ein paar kleine Kostenproben: „Und so wie Kinder ihre wackelnden Milchzähne nicht in Ruhe lassen können, kann auch ich nicht von uns lassen. Immer wieder rüttle ich an uns, prüfe, wie fest wir noch sitzen, ob wir überhaupt noch Halt haben.“ (S. 182) „ ... und lauscht auf die Fremde, die wie ein aufgewühltes Meer gegen die Bettpfosten schwappt.“ (S. 306) „Manche Geschichten, das glaube ich, kann man nur im Dunkeln erzählen. Sie vertragen keine Sonne, und sie lassen sich auch nicht gleich sprechen. Man muss sie behutsam fangen, in kleinen schwarzen Buchstaben.“ (S. 567) Fazit: Für mich das mit Abstand ungewöhnlichste und kreativste Buch, das ich je gelesen habe – sowohl inhaltlich als auch sprachlich bzw. in seiner Erzählart: poetisch, kraftvoll, faszinierend, bildgewaltig! Ich übernehme die Autorin sehr gerne in die Gruppe meiner Lieblingsautoren, freue mich auf ihren Nachfolge-Roman und werde sie ganz sicher auf meinem Radarschirm behalten. Dieser Roman ist ein absolutes Highlight und hat jeden der 5 Sterne voll verdient! Übrigens wer gerne die auf Tatsachen beruhende Geschichte in der Salpêtrière nachlesen möchte, hier ein sehr interessanter Spiegel-Artikel, den ich bei meiner Recherche gefunden habe: http://www.spiegel.de/einestages/jean-marie-charcot-und-die-hysterieforschung-in-der-pariser-salpetriere-a-951005.html

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    • 3
  • Zehn sanft miteinander verwobene Geschichten

    Das Fremde Meer

    frenx1

    Es sind zehn auf den ersten Blick ganz unterschiedliche Geschichten, die in Katharina Hartwells Erstling "Das Fremde Meer" versammelt sind. Und doch korrespondieren diese Geschichten miteinander. Nicht nur, dass es um die Liebe von J. und M. geht, die in unterschiedlicher Gestalt und in unterschiedlichen Formen und Situationen immer wieder auftaucht, auch kleine, unbedeutende Motive werden immer wieder aufgegriffen. Nicht alle Geschichten haben mir gefallen, mit nicht allen Geschichten habe ich mich anfreunden können, nicht allen Geschichten habe ich einen Sinn abgewinnen können - aber es war eine aufregende Erfahrung beim Lesen, sich immer wieder auf ganz neue Formen einzulassen - vom Märchen zu Science Fiction, von der Gespenstergeschichte zu Steampunk.

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    • 2
  • "Du musst dich gut festhalten. Das ist alles"

    Das Fremde Meer

    Anne2801

    Klappentext "Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpetrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan. Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten - und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint. Von ihm fühlt Marie sich gefunden, miteinander teilen sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt? Katharina Hartwells magischer Debütroman erzählt von der Rettung einer Liebe und eines Lebens, er erzählt von allen Zeiten und allen möglichen Welten. Nicht zuletzt ist »Das Fremde Meer« die Rettung durch das Erzählen selbst - und darum all das, was Literatur vermag." Inhalt Dieses Buch beinhaltet zehn verschiedene Geschichten, die nicht ähnlicher und unterschiedlicher zugleich sein könnten. Es dreht sich um Jan und Marie und doch dreht es sich auch um so viele andere. Hier gibt es es Science Fiction, Märchen, Seefahrergeschichten und verschiedenste Erzählungen und obwohl sich all das so unpassend zueinander anhört, könnten die Geschichten von Katharina Hartwell nicht passender gewählt sein. Leseeindrücke/Eigene Meinung "Das Fremde Meer" ist in insgesamt zehn Geschichten aufgeteilt, die jeweils in sich abgeschlossen sind, aber irgendwie auch eben nicht. Obwohl diese Erzählungen jeweils so verschieden sind, gehören sie alle zusammen und erklären nach und nach die Rahmenhandlung. Mir hat besonders gut die Sprache von Katharina Hartwell gefallen, denn sie schafft es durch sowohl kurze, als auch lange verschachtelte Sätze, das Lesen wie einen einfach zu befahrenden Fluss zu gestalten, aus dem man sich am Rand immer wieder kleine Schätze herauspickt, nämlich großartige Zitate, von denen dieses Buch nur so strotzt. All diese Zitate regen nicht nur zum Nachdenken an, sondern sind auch so schön, dass man sie sich gleich aufschreiben und jemandem mitteilen mag. Auch die Tatsache, dass nicht jede Geschichte in der gleichen Erzählperspektive geschrieben ist, führt dazu, dass Abwechslung ins Lesen kommt und man sich immer wieder überraschen lassen kann. Die beiden Hauptcharaktere sind Marie und Jan und das Buch erzählt etwas über ihre Beziehung, wie sie sich gefunden haben, wie sich all das entwickelt - aber die beiden bleiben dabei nicht Marie und Jan. Auch trägt sich "Das Fremde Meer" irgendwie nicht direkt durch die Charaktere, sondern vielmehr durch die ganzen Kleinigkeiten, die dann zu einem Großen werden. Besonders hat mir hier die "Detektivarbeit" gefallen, mithilfe derer man die Gemeinsamkeiten der einzelnen Geschichten gesucht und zu verstehen versucht hat. Und immer wieder dieselbe Frage: Was bedeutet das alles für jan und Marie? Die Geschichten, die hier eine heilende Wirkung für mehr als nur eine Person haben, sind voll von Phantasie, von Unbekanntem und Vertrautem, manche möchte man ewig weiterlesen und doch wartet man bereits schon auf die nächste Erzählung. Fazit/Leseempfehlung "Das Fremde Meer" ist ein Buch, wie ich noch nie zuvor eines gelesen habe, es ist so anders, aber so genial, so weitreichend, so bedeutend, so beeindruckend, dass es mich fast sprachlos zurücklässt. Sobald ich die letzte Seite gelesen hatte, wollte ich unbedingt jemandem davon erzählen: von meinen Entdeckungen, von den Lehren, den Geschichten, der Wirkung,... Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und sowohl sprachlich, als auch inhaltlich kann ich es nur weiterempfehlen. Es ist eins von den Büchern, von denen man sich wünscht, dass es einfach jeder liest. Es ist voller Phantasie, Liebe, Zwischenmenschlickeit, Abenteuer, Persönlichkeit und Tiefgang - da ist wirklich für jeden etwas dabei.

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    • 3

    Insider2199

    20. July 2015 um 22:21
  • Die poetische Reise einer Liebesgeschichte, die zehnmal erzählt werden muss, um sie zu verstehen!

    Das Fremde Meer

    LeonoraVonToffiefee

    Es ist die Geschichte von Marie und Jan – wie sie sich finden, verlieren und immer wieder finden. Eine Liebesgeschichte, die zu groß ist, um sie nur einmal zu erzählen. Es ist nicht eine Geschichte, sondern zehn: Zehnmal suchen und finden, retten und verlieren. Zehn fantastische, magische Abenteuer. Zehn Reisen, die letztlich alle bei Marie und Jan enden, die das Kernstück dieses Buches sind. Alle Wege, alle Geschichten führen im Endeffekt zu ihnen und ihrer unumstößlichen Liebe. Jede Geschichte ist anders und hat ihren Reiz: Fantastische Schauplätze, Elemente aus Sci-Fi, Fantasy, Märchen, alten Sagen und Legenden. Die Geschichten scheinen alle ihrem eigenen Weg zu folgen und nicht zusammen zu hängen, erst recht nicht mit der Geschichte von Jan und Marie. Der aufmerksame Leser allerdings zieht nach und nach seine Eigenen Schlüsse und verknüpft die einzelnen Kapitel zu einem Gesamtwerk. Dafür greift die Autorin zu sehr schönen Stilmitteln: Immer wieder auftauchende Schlüsselmotive und Emotionen, verschiedenen Stimmungen werden erzeugt, die immer wieder in die gleiche Richtung deuten, abwechselnde Erzählperspektiven, sodass der Leser von jeder Geschichte neu in ihre Bann gezogen wird. Dabei wird man entführt in ein Kuriositätenkabinett, in eisige Kälte, zum Ende der Welt und zurück in ein stürmisches, wolkenverhangenes Meer. Man lernt Ärzte, Fischer, Prinzessinnen und Geister kennen. Die Fantasie der Autorin scheint grenzenlos und sie lässt den Leser daran teilhaben. Der Schreibstil der Autorin ist ebenso poetisch und magisch wie die Geschichten selbst. Bildliche Sprache, viele außergewöhnliche und schöne Metaphern und Vergleiche machen die Geschichten noch abenteuerlicher und intensiver. Auch die Geschichte von Marie und Jan ist sehr intim, ohne dass erotische Handlungen beschrieben werden. Mit feinen Worten und schönen Umschreibungen schafft die Autorin es, Stimmungen und Gefühle sehr gut zu transportieren. Das Buch ist gefühlvoll und intensiv. Ich muss sagen, dass ich vergleichbares noch nie gelesen habe und es daher eine Art Experiment für mich war. Auch der Klappentext konnte mich nicht wirklich auf das Buch vorbereiten. Schon nach der zweiten Geschichte war ich aber Gefangen vom Buch, weil hier sehr sehr viel Kreativität und Sensibilität im Spiel ist, mit der Katharina Hartwell ihre Figuren und Schauplätze beschreibt und charakterisiert. Der Leser begibt sich auf eine Reise durch neun Dimensionen und kommt schließlich in der zehnten in der traurigen Realität an. Und diese Reise ist magisch. Ich wurde verzaubert von den tollen Geschichten, von Jan und Marie und von dem wunderschönen Schreibstil. Man muss sich darauf einlassen, auf etwas Neues, teilweise Verwirrendes und sehr stark Konstruierten (ich meine das hier im positiven Sinne), denn hinter den Geschichten steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten kann. In dem Buch ist sehr viel Raum für Interpretationen. Der Leser muss mitdenken, um die Zusammenhänge zu verstehen und alles zu einen Bild zusammenfügen zu können. Aber es lohnt sich, weil man von der schönen Liebesgeschichte (die keinesfalls kitschig oder klischeehaft ist), grenzenloser Fantasie und dem poetischen Schreibstil verzaubert wird. Eine klare Leseempfehlung für jeden, der sich auf Neues einlassen kann und sich – wie ich – von poetischer Sprache und starken Gefühlen begeistern lassen kann! 

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    • 4
  • Allein schon sprachlich ein Meisterwerk!

    Das Fremde Meer

    Schneekatze

    19. July 2015 um 20:36

    Roman: Dies ist die Geschichte von Jan und Marie und doch viel mehr als das. In zehn verschiedenen Welten wiederholt sich die Liebesgeschichte der beiden, immer anders und nicht immer kann man die Verbindung zu den Beiden sofort zuordnen. Es ist kein Liebesroman im herkömmlichen Sinne, nicht so romantisch und typisch, sondern viel eindringlicher. Allein sprachlich schon ein Meisterwerk. Schreibstil: Gehäuft treten Metaphern auf, die alles noch ein wenig poetischer und deutlicher machen. Auffallend sind die vielen starken Sätze, viel zu viele, als dass man sie alle herausschreiben könnte. Interessant auch die Zitate vor den jeweiligen Geschichten. Die Geschichten selbst symbolisieren nicht nur Jan und Marie, sondern sind auch untereinander verbunden. Manchmal sind es nur einzelne Worte, wie der Name einer Stadt, die sich wiederholen, oder bestimmte Personen, die in den Geschichten eine ähnliche Rolle einnehmen. So bleibt die Verbindung bestehen, auch wenn sich die Genres ändern: Märchen, Science-Fiction, fantastische Elemente – es ist einiges dabei. Charaktere: Die Autorin versteht etwas von starker Charakterzeichnung. Marie beschreibt sich als Ich-Erzählerin bereits auf den ersten Seiten so gut, dass ich sie klar vor mir sehen konnte. Ihre Gefühle und Gedanken konnte ich gut nachvollziehen. Sie ist ein sehr außergewöhnlicher Mensch, anders als die anderen, vielleicht schwieriger oder komplizierter, und zieht sich lieber von anderen zurück, weil sie befürchtet mit ihrer Persönlichkeit anzuecken. Auch die Charaktere der einzelnen Geschichten, wenn sie auch immer für Jan und Marie stehen, haben ihre Eigenheiten und wirken individuell. Nicht immer wird die Verbindung zu den Hauptprotagonisten klar, aber je weiter man im Roman fortschreitet, desto stärker setzen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen. Fazit: 5/5 Ein zeitloses Meisterwerk, das man immer wieder lesen könnte und jedes Mal neues entdecken würde. Lieblingszitate: »Ich hatte mich schon immer vor Krankheiten, vor Katastrophen, vor dem Tod gefürchtet, auch schon im Haus meiner Großeltern, aber in der Stadt fürchtete ich mich vor allem vor dem Leben.« (S. 17) »Doch nur ein Kind kann denken, dass es nicht gesehen wird, weil es selbst blind ist.« (S. 118) »Aber keiner konnte antworten, sie verstanden nicht einmal die Frage. Dabei liegt es doch auf der Hand: Er will verstehen, wie es den Menschen gelingt, ganz selbstverständlich und mit bestimmten Schritten durch die Straßen zu schreiten, während er stets balancieren muss, wie auf einem Seil, rechts von ihm der Abgrund und links von ihm der Abgrund. Was braucht es, um all das nicht zu sehen: die Krankheiten, die Katastrophen, den Tod, der uns bevorsteht, unser Verschwinden und das aller, die wir lieben. Und das Ende ist wie der Anfang, es ist immer da.« (S. 104) »Ich wünschte mir, vor mir hätte es niemanden gegeben, nicht einmal die Möglichkeit von jemandem, so wie ich hoffe, dass es neben und nach mir nicht die Möglichkeit von jemandem gibt. Ich wünschte, du hättest die Jahre vor mir in einem Vakuum, einem menschenleeren Raum gelebt, aus dem du dann eines Nachmittags auf mich hinabfielst. Ich möchte dir eine neue Vergangenheit bauen, dich auf eine einsame Insel setzen, wo du geborgen und sicher verwahrt auf mich wartest, auf den Klippen stehend Ausschau hältst, nach dem Schiff, das mich zu dir bringt.« (S. 181) »Ich möchte auch so sagen: Wir sind unzertrennlich. Aber ich weiß ja, dass es nicht stimmt. Man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom.« (S. 341) »Freundschaften sind Milena noch nie leichtgefallen. Sie erfordern ein sorgfältiges Navigieren, das genaue Beachten eines Netzes aus Konventionen, die Milena so fremd sind, dass sie sich immer wieder darin verfängt.« (S. 435) »Damals schon, in jener Nacht vor über zehn Jahren, als sie alleine am Strand und unter den steinernen Wolken stand, erkannte sie, dass man eine Heimat auch verlieren kann, ohne sie zu verlassen; während man noch dort ist und an allem festhält, kann sie einem entgleiten.« (S. 452)

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  • Marie und Jan

    Das Fremde Meer

    esposa1969

    Buchrückentext: Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpetrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan. Katharina Hartwells magischer Roman erzählt von einer Rettung durch das Erzählen selbst, der Rettung der Liebe und eines Lebens, er erzählt von allen Zeiten und allen möglichen Welten. Leseeindruck: Die Autorin Katharina Hartwelk entführt uns mit ihrem Roman "Das fremde Meer" in eine Welt aus Realität und Erzählung. Haupthandlungsstrang ist die Geschichte um Marie und Jan. Nebenhandlungsstränge sind zehn unabhängig wirkende Geschichten, die sehr unterschiedlich scheinen, aber nah an den Haupthandlungsstrang anlehnen. Unterschiedliche Protagonisten, die aber allesamt eines gemein haben: Die Geschichte rund um Marie und Jan. Sie sind wundervoll geschrieben… von märchenhaft bis sagenhaft, unterschiedliche unterhaltsam und unterschiedlich verständlich. Dennoch habe ich jede der einzelnen Geschichten sehr genossen und versucht zwischen den Zeilen das zu finden, was die Autorin zu vermitteln versucht. Der Schreibstil wurde in unterschiedlichen Erzählperspektiven verfasst. Zu Beginn der Handlung in der Ego-Perspektive, wechselt immer mal wieder, sogar in der 2. Person wird berichtet, der Leser mit "Du" angesprochen. Insgesamt ist der Roman leicht verständlich geschrieben, jedoch keine leichte Kost. Insgesamt möchte ich den Schreibstil als poetisch, salomonisch und zum Nachdenken anregend beschreiben. Stellenweise basiert der Roman auf wahren Begebenheiten. Auch eine Handvoll Abbildungen finden wir in diesem Roman, die ich sehr passend und gut ausgewählt fand. Das Cover ist eher schlicht gehalten, was ich aber als nicht störend empfand. Insgesamt ist dieser Roman 568 Seiten recht umfangreich, aber die Zeit sich zu nehmen, dieses Werk intensiv zu verschlingen, ist es wert. Die Schrift empfand ich als angenehm und augenfreundlich leserlich verfasst. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und somit meine vollste Empfehlung! © esposa1969

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    • 3

    esposa1969

    19. July 2015 um 10:33
    Insider2199 schreibt Ein Schreibstil kann so oder so sein, aber nicht in Perspektiven verfasst werden. Das kann nur der Roman. :-) Und mit dem "du" wurde nicht der Leser, sondern der Protagonist angesprochen. Wenn du ...

    .... aber in dem Moment fühlt man sich natürlich mit dem DU angesprochen. Dass natürlich nicht ich, Jarmila, damit gemeint bin, ganz ehrlich: Das war sogar mir klar, wie blöd hälst du andere ...

  • Ein nicht vorhersehbarer einmaliger Lesegenuss

    Das Fremde Meer

    YvetteSchmidt

    18. July 2015 um 22:45

    [...] "Das Leben ist ein raues, ein stürmisches, ein gefährliches, ein unendlich weites, ein wildes, viele Geheimnisse und viele Gefahren und viele Riffe beherbergendes Meer [...] So sieht Marie ihr Leben. Gewappnet, den Gefahren entgegen zu treten, zu retten, zu überleben, bestreitet Marie dieses Leben. Und so still und manchmal eigensinnig und unsichtbar sie ist, um so plötzlicher und direkter fällt Jan in ihr Leben. Er, der es genau so sieht. Der genau so Angst hat. Lebensläufe, die nahezu parallel sind, und die sich dann plötzlich kreuzen und dann gemeinsam parallel verlaufen. Die Geschichte von Marie und Jan wird in 10 Episoden beschrieben; die reale Episode und 9 weitere fiktive. Teils Sci-Fi, teils märchenhaft, teils an Kafka erinnernd, teils an Theodor Storm. Als ich dieses Buch angefangen habe zu lesen, habe ich eigentlich nichts besonderes erwartet. Doch eine Liebesgeschichte. Das ist es auch. Aber es sind Geschichten, die einen traurig aber auch enorm hoffnungsvoll hinterlassen. Ich hatte nicht erwartet, dass dieses Buch so unterschiedliche Genre bedient. Da gibt es das klassische Märchen, den historisch korrekten Besuch der Salpetrière aber auch die Endzeitstimmung in Science Fiction Gestalt.  Bei aller Angst sprechen sie immer auch für den Mut, die Hoffnung, die Sonne, die Rettung und das Leben. Aber sie konfrontieren auch mit den eigenen Ängsten, der Trauer, dem Tod und der eigenen Fragilität des Lebens und der Vergänglichkeit. Katharina Hartwell vermag es durch ihre plastische Sprache den Leser in fremde Welten zu entführen. Die Szenen werden plastisch, Gefühle spürbar und fast greifbar. Manches ist surreal erdrückend und dann wieder federleicht. An einigen Stellen war so viel Witz und Ironie dabei, dass ich lachen musste. Die klassische Frauenrolle wird vollkommen auf den Kopf gestellt. Dieses Buch ist sicher keine leichte Kost, hat mich aber so begeistert, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte - und auch wieder zur Hand nehmen werde. Ich bin sehr gespannt auf die folgenden Bücher und wage mal einfach einen Ausblick: Katharina Hartwell's Bücher werden Teil der modernen Literatur in den Schulen sein.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Es waren zwei Königskinder

    Das Fremde Meer

    Estrelas

    18. July 2015 um 12:17

    In zehn Geschichten erzählt die Autorin von zwei Liebenden. Die Kapitel könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch gibt es einen roten Faden, Motive, die immer wieder auftauchen. Dies ist ein ganz besonderes Buch, gleichzeitig feinfühlig und hart, Gegenwart und Zukunftsvision, Alltag und Fantasiewelt. Katharina Hartwell bedient sich unterschiedlichster Genres - vom Märchen bis zu Science Fiction - und erfindet sie neu. So können z.B. im Märchen moderne Gedanken auftauchen und Mädchen Ritter werden. Thematisch geht es immer wieder um den Kampf für einen wichtigen Menschen, um Verlust, um das Meer, die Angst vor Fremdem und die große Liebe. Die Sprache trifft immer den richtigen Ton, überrascht, bringt den Leser zum Schmunzeln. Und so verwundert es nicht, dass die Rahmenhandlung dem Buch treu bleibend aufgelöst wurde. Ich bin absolut begeistert!

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  • 10 Geschichten. 10 Lieben. 10 Rettungen.

    Das Fremde Meer

    Icelegs

    17. July 2015 um 18:19

    Dieses Buch bietet nicht nur 10 außergewöhnliche, faszinierende und lesenswerte Geschichten, es bietet ein ganzes Suchbild von Kleinigkeiten die entdeckt und interpretiert werden wollen. In 10 Geschichten wird neben der Haupthandlung die Geschichte von Marie & Jan immer wieder erzählt – bis zur letzten Geschichte, „Die Geschichte von Jan und Marie“. Es geht um ihr Kennenlernen, um den Weg zueinander, um ihre gemeinsame Zeit und um ihre gegenseitige Rettung. Dabei erzählen alle Geschichten das gleiche, nur eben vollkommen anders. Die zentralen Elemente Angst, Hoffnung und Rettung sind in jeder Geschichte wiederzuentdecken und Geschichte um Geschichte nähert sich immer mehr der tatsächlichen Wirklichkeit. Die Rahmenhandlungen haben sehr oft mit dem Meer zu tun - es kommen Strände, Inseln und Schiffe vor – aber auch neue technische Möglichkeiten spielen eine Rolle – wie etwa Teleportation, das Einschließen von gestorbenen Seelen oder ein Luftschiff als Krankenhaus. Auch eine wahre Begebenheit einer Psychiatrie findet hier ihren Platz und ebenso ein Zirkus. Besonders gut gefallen hat mir die Geschichte, die sich verschiedener Märchen bedient hat. In diesem Spektrum ist sicher für jeden etwas dabei. Besonders an dem Buch ist der Schreibstil. „Poetisch“ passt sehr gut als Beschreibung, denn jede Geschichte zeichnet sich durch die schöne, wenn auch etwas ungewöhnliche, Sprache aus. Es gibt wenig Dialoge und oft verlieren die Geschichten durch die vielen Details und besonderen Satzstellungen an Spannung, jedoch fand ich das weniger störend, da ich jede Geschichte für sich gelesen habe. Es lässt sich dadurch jedoch nicht schön in einem Zug lesen. Mir haben nicht alle Geschichten in dem Buch gefallen und oft zog sich durch den Schreibstil für mich auch alles etwas hin, mir  haben aber die meisten Geschichten sehr gut gefallen und oft fand ich den Stil und die Aussagen wirklich toll. Ein gutes Buch für alle, die gerne über die Geschichten grübeln wollen und denen Interpretation & Zusammenhänge zu erkennen Spaß macht!

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