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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Leseabschnitt 2 - "Analoge Störungen" - S. 93 bis 189, wie analoge und digitale Welten durcheinander geraten ...
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Der Anruf von Herrn Dr. Wetter war ja nett, und das am Sonntagmorgen.
Ich bin gespannt, was Westermann jetzt vorhat. Er nimmt Gabriele ja mit zur Arbeit und schreibt seine Agenda auf ihr. Die Reaktion seiner Sekretärin ist ja auch herrlich.

Westermann geht wirklich mit Churchill zur Hundeschule, das hat mich sehr gefreut.

Und Yolanda finde ich einfach klasse. Jetzt hat sein Sohn Paul für den richtigen Anschluss bei ihr gesorgt (er scheint es jedenfalls hinbekommen zu haben, was Westermann nicht geschafft hat).

Die Krypto-Box finde ich natürlich eine geniale Erfindung. Dass der Nutzer und der Standort nicht nachgewiesen werden können, klasse.

Ich kann nicht behaupten, dass Westermann mir unsympathisch ist. Er ist schon ein komischer Kautz, aber irgendwie mag ich ihn.

a_boatfullof_books

vor 3 Jahren

Leseabschnitt 2 - "Analoge Störungen" - S. 93 bis 189, wie analoge und digitale Welten durcheinander geraten ...
@Ein LovelyBooks-Nutzer

Westermann fand ich auch immer sympathischer und irgendwie wollte ich ihm seine komischen Marotten und eigensinnigkeiten nicht übel nehmen.

Ich bin für die kryptobox! Halte ich auch für ne schlaue Idee. Obwohl das ja auch zu weniger guten Unternehmung online verwendet werden könnte.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Leseabschnitt 2 - "Analoge Störungen" - S. 93 bis 189, wie analoge und digitale Welten durcheinander geraten ...

a_boatfullof_books schreibt:
Westermann fand ich auch immer sympathischer und irgendwie wollte ich ihm seine komischen Marotten und eigensinnigkeiten nicht übel nehmen. Ich bin für die kryptobox! Halte ich auch für ne schlaue Idee. Obwohl das ja auch zu weniger guten Unternehmung online verwendet werden könnte.

Irgendwie kann man es Westermann wirklich nicht übel nehmen, seine manchmal merkwürdigen aber auch lustigen Marotten. Ich mag ihn auch immer mehr.

Haha, ja dass stimmt. Mit Sicherheit würde das von einigen Leuten zu negativen Unternehmungen online führen, da bin ich mir auch sicher.
Aber trotzdem ist die Idee für die Krypto-Box schon genial.

a_boatfullof_books

vor 3 Jahren

Leseabschnitt 2 - "Analoge Störungen" - S. 93 bis 189, wie analoge und digitale Welten durcheinander geraten ...
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Ich glaube, Westermann hat mich dadurch "gekriegt", dass ich mich in seinen Gedanken so oft wiederfinde, obwohl das manchmal nicht sehr schmeichelhaft ist.
"Erst mal die anderen reden lassen und dann die situativ passenden Worte finden" Ich hab mich fast weggeschmissen.

Ich mag´s auch, wie er sich selbst immer Mut zu spricht. "auf Risiko zu spielen war man dem Leben schließlich schuldig, auch wenn die Aussichten auf Erfolg gering waren."

Ich glaub ich bin wirklich eine Westerfrau :) @KatharinaMuenk

Der Schreibstil, der mir am Anfang ein bisschen auf die Nerven viel (sorry) sorgt mittlerweile ordentlich für Erheiterung. Ist mir ehrlich selten so gegangen, dass ich angefangen habe und den Text doof finde, und dann fünfzig Seiten später stehe ich mit Cheeleader-Puschel neben Westermann und GO WESTERMANN GO!

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Leseabschnitt 2 - "Analoge Störungen" - S. 93 bis 189, wie analoge und digitale Welten durcheinander geraten ...
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Ich muss immer wieder schmunzeln. Es gibt so schöne Sprüche.
"Off sein. Wer konnte das schon. Man muss es nur aushalten können." Ja, das stimmt! Ist gar nicht so leicht. Ich habe erst seit ein paar Monaten ein Smartphone, weil ich nicht immer den Infos hinterherhinken wollte. Mittlerweile kann ich sogar emails abrufen und meine Lieblingsseiten im Netz besuchen. Da wird es dann schwierig länger off zu bleiben. :-)
Das getipperte "Shit" fand ich auch gut. Mehrfach ist es gleich ein Shitstorm. Wie genial! :-D
"Genausogut könntest du mir eine Trompete an den Blinddarm hängen". Hahaha. Der Spruch MUSS Einzug in meinen Alltag halten!
"Tastenanschlag statt Klangschale". :-)
"Nahm die Entscheidung kein Risiko einzugehen, nicht das Scheitern schon vorweg." Weise, weise. :-)
"Das Beste Mittel jemanden zu verfolgen ist ihm vorauszugehen." Gefällt mir auch sehr gut!
Und dann war da noch die vibrierende Decke... ;-)
Aber sehr lachen musste ich auch über den Schnappdaumen.
Die Kombinationen mit dem Namen von Herrn Wetter finde ich cool. Wetterstation ist mein Highlight. :-)

Die Geschichte ist irgendwie irrwitzig, besonders der Teil mit Gabriele. Ich weiß nicht wohin das noch führt. So ganz durchschaue ich Westermann noch nicht, und das macht es spannend.
Mir missfällt Dockhorns Einstellung zur Kryptobox. Er will sie nicht zum Nutzen der Enduser einsetzen, sondern als Ausspähorgan für die großen Konzerne, oder besser gesagt, den einen großen Konzern. Aber sind wir nicht längst soweit? Das ist doch alles keine Zukunftsvision mehr.
Bei einer Stelle kam ich ins Grübeln. Mit den Sensoren in Schuhen und Brille. Ja, wie wäre es denn, wenn man ein Gerät entwickelt um die Iris abzutasten und sie zu Rekonstruieren. Damit wäre die Iris-Abtastung als einzigartiger Ausweis (wie der Fingerabdruck) ja auch hinfällig. Gefährliche Sache, eigentlich!

Die arme Sekretärin tut mir auch irgendwie leid. Nicht weil Westermann sie so quält, nein, viel mehr weil sie schon total gefangen ist im Datenkonsum. Ein ausgedrucktes Dokument tut ihr schon fast körperlich weh! Mal sehen, wie sie sich bei Dockhorn macht. Vielleicht wird sie eine Verbündete, denn Dockhorn bietet ihr ja was sie braucht.

Man darf gespannt sein...

KatharinaMuenk

vor 3 Jahren

Leseabschnitt 2 - "Analoge Störungen" - S. 93 bis 189, wie analoge und digitale Welten durcheinander geraten ...

Liebe Westerfrauen, das sind ja wunderbare Feedbacks. Mir geht das Herz auf, wenn da jemand genau die Stellen zitiert, die mir beim Schreiben auch so wichtig waren. Meine Lektorin sagt immer, ich solle meine "Schatzkästchen" ("Nimmt die Scheu vor dem Risiko nicht das Scheitern vorweg?", die Sache mit dem Shitstorm etc.) nicht so im Text "verstecken". Ich finde aber, wer die Stellen finden will, findet sie auch und lässt sie nachhallen. Hat sich mit Euch bewahrheitet.

Westermann wird noch ganz "gefühlig" werden im weiteren Verlauf. Also mir ist er während der 1,5 Jahre des Schreibens wirklich ans Herz gewachsen. Die meisten meiner Protagonisten (außer beim Buch "Die Eisläuferin") sind tatsächlich Männer. Vielleicht auch, weil sie einen oft nicht gerade "überschütten" mit dem, was sie innerlich bewegt. Gefühle wie Angst, Zweifel, Traurigkeit äußern sich meist in einer großen Sprachlosigkeit, und dem nachzuspüren, was ungesagt ist, das ist ein großer Reiz beim Schreiben. Zudem mußte ich mich während des Schreibens von zwei lieben Menschen aus dem richtigen Leben für immer verabschieden. Meiner verstorbenen Freundin Susanne und Herrn Wilhelm habe ich ja das Buch gewidmet. Das Schreiben hat in dieser Zeit sehr geholfen, und auch der herbei geschriebene Westermann hat mich getröstet.

Zu den Daten-Themen: Im Übrigen habe ich heute gelesen, dass es einen neuen Algorithmus gibt, der individuelle Handschriften erkennen und nachvollziehen kann. Gesteuert wird dieser wiederum von einem weiteren Algorithmus. Die Sache mit der Iris des Auges ist also nur noch eine Frage der Zeit. Wahrscheinlich gibt es das Programm schon, wie eben auch die Datenbrille. Sicher ist nur, dass nichts sicher ist...
Viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Euch
Eure Katharina Münk

Gelsche

vor 3 Jahren

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@KatharinaMuenk

Liebe Katharina. Mir gefällt dein Buch , die Figur Westermann und seine Denkweise sehr gut. Auch die Schreibweise und die Sprüche. Da ich im Moment privat sehr viel um den Kopf habe, bin ich im Moment aber nicht mit der vollen Aufmerksamkeit hier, dass tut mir leid. Ich hoffe ich bin nach Weihnachten wieder da.

hasirasi2

vor 3 Jahren

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Westermanns Welt entschleunigt sich ganz schön durch Gabriele. Auch seinem Sohn kommt er durch sie näher. Der ist von Gabrieles Handhabung („Weißt Du, dass ist wie durch Schlamm zu stapfen beim Schreiben. Herrlich.“) und Geräuschen ganz fasziniert. Paul scheint überhaupt nicht der typische Jugendliche zu sein – er sammelt Geräusche, die langsam aus dem Alltag verschwinden und hat sogar eine Website dazu eingerichtet.
Yolande hingegen will endlich im Hier- und Jetzt ankommen und kämpft gegen jeden Tipp weiter mit dem Rechner im Allgemeinen und Internetanbieter im Besonderen. Dabei gibt sie viel mehr Daten preis, als ihr bewusst ist. Westermann bekommt bestimmt noch einen Nervenzusammenbruch wegen ihr.
Auch in der Firma sorgt er mit Gabriele für Aufregung. Seine Sekretärin kündigt kurzerhand, sie will keine Seiten kopieren und austragen! („Sie tun ja gerade so, als hätte ich sie aufgefordert, mit einer Ladung Schriftrollen ins nächste Fürstentum zu reiten!“) Natürlich wechselt sie zu Dockhorn, Westermanns neuem Vorgesetzten. Die Idee, dass Treffen mit diesem auf einer Picknickdecke unter einen Baum abzuhalten war genial – er predigt doch immer Open Space! Er schlägt ihn also mit seinen eigenen Waffen „LSD. Lesen, Schreiben, Denken. Sollten sie auch mal ausprobieren ...“ Seine Chefs nehmen so ziemlich alles hin bzw. reden es sich schön, so lange er nur an der Krypto-Box weiter arbeitet und damit die Fusion unterstützt. Mal sehen, wie lange er noch geheim halten kann, dass sie gehackt wurden und wer dahinter steckt.
Höfers will seinen Vater anscheinend wirklich komplett auslöschen, weil er immer nur eine öffentliche Person und für andere da war, nie für ihn. Dessen Olympia ist übrigens defekt und Westermann will „seine“ Olympia genau so anpassen lassen.
PS: Mal sehen, was das mit der neuen Nachbarin wird. Sie schreibt noch Briefe von Hand. Nachtigall, ick hör dir trapsen.

FrolleinJott

vor 3 Jahren

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Auch diesen Abschnitt finde ich unterhaltsam und kurzweilig. Den Charakter des Schriftstellersohns Höfer finde ich etwas überzogen, da mir er zu hysterisch rüberkommt.

Am meisten amüsiert mich weiterhin die Firmenterminologie bei IBT, da mir das alles sehr bekannt vorkommt, vor allem die vielen englischen Begriffe. Das wird hier wirklich wunderbar aufs Korn genommen.

Wie Westermann die Kollegen mit seiner Schreibmaschinen-Nummer hinters Licht führt, ist schon ziemlich skurril. Bin gespannt, wie es für ihn in der Firma weitergeht, ob er mit der Nummer durchkommt und ob er gegen den neuen Konkurrenten eine Chance hat.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

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FrolleinJott schreibt:
Am meisten amüsiert mich weiterhin die Firmenterminologie bei IBT, da mir das alles sehr bekannt vorkommt, vor allem die vielen englischen Begriffe. Das wird hier wirklich wunderbar aufs Korn genommen.

Ja, das fand ich auch so wunderbar. Ich kannte diesen "Sprech" so gar nicht, habe mir aber vor Kurzem ein Wörterbuch aus diesem Büroalltags-Sprech ausgeliehen und habe da mal quergeschnuppert.
Es war so irrwitzig was da an Anglizismen verwendet wird.
Sie in diesem Buch wiederzufinden hat mich extrem amüsiert.
Die Terminologien sind wirklich absurd. Ich weiß leider nicht, wie das Buch heißt.

KatharinaMuenk

vor 3 Jahren

Leseabschnitt 2 - "Analoge Störungen" - S. 93 bis 189, wie analoge und digitale Welten durcheinander geraten ...

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,
was für schöne Rezensionen bis hierher! Ich freue mich sehr, denn ich weiß auch, dass meine Sprache bisweilen ein bisschen "dicht" ist und die Protagonisten durch die leichte Überzeichnung (die Satire grüßt...) immer ein wenig "eigensinnig" wirken. Man muss sich auf das alles erst einmal einlassen und einlesen. Doch ich muss sagen, dass ich solchen Menschen-Exemplaren wie in meinen Büchern - mitsamt ihrer Sprache und ihrer Sicht auf die Welt - im beruflichen Alltag im so genannten "Management" bisweilen wirklich begegnet bin. Es sind allesamt kleine Mikrokosmen, die sich da tagtäglich in die Büros begeben. Manche können ihren ganz persönlichen Kosmos im Job ausleben, andere weniger.
Für die von Euch mehrfach benannte Büro- und IT-Terminologie musste ich daher nur meine interne Festplatte (Gedächtnis) aktivieren.... Der Rest war Recherche, speziell was die Thematik "IBT und Happle" angeht. Die Kooperation zwischen den beiden gibt es im Übrigen im wirklichen Leben. Die Kryptobox ebenso (McAfee war hier meine ursprüngliche Quelle), ebenso die Bestellung der mechanischen Schreibmaschinen deutschen Fabrikats durch den russischen Geheimdienst vor zwei Jahren. Doch meine große Zuneigung gilt meinem Westermann, der beim Schreiben über sich hinaus wuchs.... Eure Katharina Münk

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