Literatur!

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Ein schöne Auflistung von Autoren und deren Werke. Kurzweilig und informativ geschrieben.

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Kurzer Einblick in die Welt der Literatur - zum Schmökern und Schmunzeln

Alle 52 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Literatur!"

»Ein Klassiker ist ein Buch, das die Leute loben, aber nicht lesen«, sagte Ernest Hemingway einmal. Literatur! behebt dieses Problem sofort und liefert überraschende und unterhaltsame Fakten über Schriftsteller und ihre Werke, informativ, doch stets mit Witz und Charme. Ein Leitfaden durch die Weiten der Weltliteratur - für Neulinge wie auch für eingefleischte Kenner.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455001228
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Atlantik Verlag
Erscheinungsdatum:10.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Radagasts avatar
    Radagastvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein schöne Auflistung von Autoren und deren Werke. Kurzweilig und informativ geschrieben.
    Literaturempfehlungen mit Pfiff!

    Ich bin leidenschaftliche Leserin von Büchern, Zeitschriften und Zeitungen. Es gibt Momente da denke ich das ich viele Autoren und deren Bücher kenne. Weit gefehlt! Denn es kommt vor das ich über diverse Autoren oder Themen recherchiere und meine "Leseliste" schlagartig weiter wächst. Ich fand dieses Buch per Zufall in der Bibliothek. Ich blätterte es durch und es gefiel mir auf den ersten Blick.
    Die Einleitung ist kurz und informativ. Die Vorstellrunde beginnt mit Dante und seiner "Göttlichen Komödie". Diese ist in Inhalt, Small-Talk Informationen und ggf. eine Leseempfehlung für "Beginner" aufgereiht. Teilweise werden die Autoren/Literaten auch näher vorgestellt. Die comicartigen Zeichnungen passen gut zu diesen Buch. Ich fand sie amüsant. Neben den Zeichnungen ist eine Zeitlinie durch das Buch gezogen wo die wichtigsten Ereignisse unserer Geschichte aufgezeigt werden. Es wird dabei nicht alles berücksichtigt, aber ich fand das passend.
    Ein paar Seiten wurden dazu verwendet über Bücher allgemein zu informieren. Ich fand auch diese Abwechslung als gelungen.
    Dieses Buch endet bei der Autorin J. K. Rowling. Was ich schade fand, denn dieses Buch könnte noch einige Seiten mehr vertragen.
    Mit diesen Buch ist auch meine Liste weiter gewachsen (leider ;) und ein Geschenksidee reicher bin ich nun auch. Ich kann dieses Buch jeden empfehlen der auf unkomplizierte und lockere Art seine Literaturkenntnisse aufpolieren möchte.

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    Federfees avatar
    Federfeevor einem Jahr
    Witzig, übersichtlich, informativ, zum Nachschlagen, voller Anregungen


    4,5 von 5 Sternen

    Eine Reise durch die Welt der Bücher, so der Untertitel. Und welch' eine amüsante. Es gibt viele Bücher in dem Tenor: Das müssen Sie gelesen haben. Dieses hat mir besonders gut gefallen. Es ist salopp geschrieben, was ernsthaft literaturgeschichtlich Interessierten wahrscheinlich gegen den Strich geht. Vielleicht spiegelt es auch ein bisschen zu sehr die Meinung der beiden Autorinnen wieder. Mir hat es jedoch sehr gefallen und viele vergnügliche Stunden, Einsichten und Anregungen verschafft.

    Chronologisch werden wichtige Werke der Weltliteratur vorgestellt und kurz, fast schon respektlos vom Inhalt her wiedergegeben, manche ausführlicher, andere 'im Schnelldurchlauf'. Natürlich können nicht alle Werke vorgestellt werden, die es verdient hätten. Hier hilft eine Zeitleiste, die sich unten am Buchrand entlang zieht, bis zur letzten Seite. Dort ist das vorgestellte Werk in Rot, alle anderen sind in Schwarz aufgeführt, unterhalb des Zeitstrahls,oberhalb die jeweiligen politischen und kulturellen Ereignisse der Zeit. Das hat mir wegen des guten Überblicks ausnehmend gut gefallen.

    Die Aufteilung für jedes Werk, meist eine Seite: Inhalt, 'Smalltalk-Info' über die Hintergründe, Autor, Reaktionen, Zitate, eine Einschätzung, ob das Werk für Literatur-EinsteigerInnen geeignet ist, Hinweise auf andere Veröffentlichungen, alles prägnant, kurz und knapp.

    Aufgelockert wird das Ganze durch comic-hafte Zeichnungen und Doppelseiten mit Übersichten, z.B. über Nom de plumes (Pseudonyme), Literaturpreise, die Länge von Werken – und das alles grafisch sehr attraktiv und übersichtlich aufgemacht.

    Am Ende habe ich nur eines zu kritisieren: dass das Buch mit der Seite 194 zu Ende ist. So zitieren es die Autorinnen selbst: "Ich finde es schade, dass alles vorüber ist." (letzte Seite, Zitat Philipp Mannering, Vater aus einem Buch von Enid Blyton). Man hätte natürlich die ein oder andere Comicseite weglassen und statt dessen mehr Inhalt bringen können.

    Doch HALT! Gar nichts ist zu Ende. Das Autorenduo hat weitere Bücher geschrieben, von denen ich zwei schon da stehen habe: 'Krimi' und 'Schriftstellerinnen!'

    Kommentare: 4
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    Ascari0s avatar
    Ascari0vor 2 Jahren
    Literatur - einfach klasse und unterhaltsam!

    Schon das Vorwort bringt es schön auf den Punkt: Die Schule vermittelt einem erfolgreich, dass Literatur langweilig ist. Ellenlange Analysen, Aufsätze, Diskussionen zu Reclam-Heften, die man meistens eh nur halb, wenn überhaupt, gelesen hat ... Trotzdem haben viele dieser Stoffe eigentlich etwas Zeitloses an sich, wo es schade ist, dass sie heutzutage nur noch unter Zwang gelesen werden.

    Genau an diesem Punkt setzt "Literatur!" an und zeigt, dass es auch anders geht - selbst bei Sekundärwerken! Die kleinen comicartigen Zeichnungen lockern das Buch wunderbar auf, genauso wie die Statistiken und Zahlen dazwischen. Ein wenig weh wurde mir allerdings um Herz, als ich am Ende bei den Vorstellungen zu Günther Grass und Umberto Eco angekommen war ... Da merkte man das Erscheinungsdatum des Buches (2012), mittlerweile sind ja beiden Autoren nicht mehr unter uns.

    Fazit: Mir hat das Buch jede Menge Spaß gemacht und ich werde auch in Zukunft sicher wieder mal den einen oder anderen Autor nachlesen - genauso wie ich mir jetzt das nächste Buch des Autorenduos zum Thema "Krimi" holen werde :).

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr unterhaltsam und mit richtig viel Wissen.
    Was ist ein Klassiker?

    »Literatur ist viel mehr als Deutschunterricht und gar nicht quälend langweilig. Dieses Buch soll unterhalten und Spaß machen. Und ganz nebenbei richtig viel Wissen vermitteln. Worum es in den berühmten Romanen geht, warum sie überhaupt bedeutend sind und was an den Autoren so toll ist – alles ohne literaturwissenschaftliche Fremdwörter und in übersichtlicher Länge, dafür mit Illustrationen.«

     

    Auf dieses Buch war ich richtig neugierig und nach dem obigen Vorwort noch gespannter, was von den genannten Versprechungen eingehalten werden würde. Nun, nach dem Lesen, weiß ich: Im Grunde alles, es gibt nur ein paar kleine Einschränkungen.

     

    Aber natürlich möchte ich mit den schönen Dingen anfangen. In chronologischer Reihenfolge werden wichtige Werke der Weltliteratur aufgezählt. Die Reise beginnt im Jahr 1300 und endet 2011 und umfasst die ältesten Klassiker wie Dante Alighieris „Die Göttliche Komödie“ genauso wie Stephenie Meyer’s „Twilight“. Ich fand es richtig spannend, mich vorbei an Shakespeare und Goethe, Schrittchen für Schrittchen, über Poe, Wilde, Mann und Brecht, über Lenz und King zur Neuzeit vorzuarbeiten.

    Eine solche Auflistung kann unmöglich vollständig sein. Sicher wird jeder Leser bei dem ein oder anderen Werk den Kopf schütteln oder sich auch nur wundern, weil er (oder sie) zuvor noch nie davon gehört hat. Und andere Werke wird man vermissen, gar entrüstet sein, dass sie fehlen. Damit hätten wir übrigens gleich die erste kleine Einschränkung ;-)

     

    Zu den einzelnen Werken gibt es Inhaltsangaben. Wegen des Unterhaltungswertes sind diese meist – nun ja – unterhaltsam geschrieben. Das klingt zum Beispiel bei Hamlet so:

    »Hamlet ist ein dänischer Prinz. Eines Tages stirbt sein Vater – angeblich an einem Schlangenbiss. Bei der Totenwache erscheint plötzlich Papas Geist und erzählt, dass es sich in Wirklichkeit um Mord handelt! Hamlets Onkel Claudius (= Bruder des Vaters) hat dem schlafenden König ein tödliches Gift ins Ohr geträufelt. Hamlet muss dem Geist versprechen, den Vater zu rächen. Deshalb spielt Hamlet fortan den Wahnsinnigen, was zwar gut klappt, aber leider zu Verwerfungen mit der von Hamlet bis dato heftig umworbenen Ophelia führt. Zwar wird Hamlet auch immer von Zweifeln und Selbstmordgedanken geplagt, entschließt sich dann aber doch, Onkel Claudius zu erdolchen, als dieser sich hinter einem Vorhang versteckt. Leider handelt es sich bei dem Erstochenen um Polonius, den Vater von Ophelia. Die Situation wird zunehmend unübersichtlich: Ophelia wird nun ihrerseits wahnsinnig (aber wirklich) und bringt sich um. Ihr Bruder will Schwester und Vater rächen, es kommt zum Duell mit vielen Tricks und einer Menge Gift. Am Ende ist die Bühne voller Toter.«

    An dieser Stelle kommt kleine Einschränkung Nummer Zwei: Die Inhaltsangaben sind sämtlich voller Spoiler. Man kann nun einwenden, dass bei vielen Klassikern zumindest der grobe Inhalt bekannt ist,  es vielleicht schon eine (oder mehrere) Verfilmungen des Stoffs gibt. Trotzdem: Wer sich an Spoilern stört, sollte den Abschnitt „Inhalt“ besser nicht zu genau lesen.

     

    Es gibt aber bei den einzelnen Büchern noch mehr zu erfahren. Da gibt es zum Beispiel den Punkt „Smalltalk-Info“. Was steht denn da bei Hamlet?

    »Hamlet hat von allen Shakespeare-Helden den meisten Text und die meisten Monologe. Eine große Herausforderung an den Schauspieler. Aber Shakespeare wusste, dass Richard Burbage das auf jeden Fall hinkriegt. Burbage war Leiter der Theatergruppe „Lord Chamberlain’s Men“, der auch Shakespeare angehörte. Aber Will spielte nur Nebenrollen und schrieb Stücke, der Star war Burbage.«

    Ich habe speziell unter diesem Punkt viel Interessantes und Lesenswertes gefunden.

     

    Nächster Abschnitt: Zitate. Gut, da muss ich jetzt kein Beispiel bringen. Schon gar nicht aus Hamlet ;-) Aber der nächste Punkt bringt wieder interessante Infos. Er nennt sich „Same, same but different“ und erklärt (wieder am Beispiel von Hamlet):

    »Wenn Ihnen große Tragödien mit leicht absurder Handlung gefallen, versuchen Sie doch auch mal: Macbeth (Schotten, Hexen, Geister, sehr verwickelt), Romeo und Julia (Schlaftrunk, vorgetäuschter Tod, Gift, echter Tod, Verzweiflung, noch mal Tod) oder Othello (ein Taschentuch sorgt für Mord und Selbstmord).«

     

     Weiter geht es mit dem Abschnitt „Für Einsteiger“. Hier erfährt man schlicht und ergreifend, ob sich das jeweilige Werk für einen Einsteiger eignet. Wobei offen gelassen wird, ob es sich um einen Klassiker-Einsteiger generell, um vielleicht einen Dramen-Einsteiger oder um lediglich den ersten Kontakt mit dem jeweiligen Autor handelt. Klingt an unserem Beispiel Hamlet so:

    »Hamlet ist ein Hammer. Vielleicht lieber mit Shakespeare light beginnen, zum Beispiel mit „King Lear“ (auch tragisch, aber leichter) oder „Ein Sommernachtstraum“ (Komödie! Lustig!). Die beste Shakespeare-Erfahrung im 21. Jahrhundert bieten übrigens nicht moderne Verfilmungen mit Leonardo DiCaprio & Co., sondern schlichte CDs der „BBC Radio Collection“. Auch wenn man nicht alles versteht.«

     

    Nächster Punkt: Der Autor. Kann bei Autoren wie Shakespeare schon mal umfangreicher sein ;-) Manchmal gibt’s dazu noch eine ganz entzückende Illustration – wer schon mal ein Bild des Autors sah, wird ihn sofort wiedererkennen. Zu manchen Büchern gibt es zusätzlich noch eine zeichnerische Darstellung des Inhalts. Als ich diese Seite studierte, musste ich zum ersten Mal in meinem Leben bei Hamlet lachen.

     

    Sehr schön finde ich auch die „Timeline“, die sich durch das ganze Buch zieht. Dieser Zeitstrahl beginnt wie schon erwähnt im Jahre 1300. Oben auf dem Zeitstrahl kann man ablesen, was es an wichtigen Ereignissen gab, das können zum Beispiel politische Dinge sein oder berühmte Erfindungen. Unterhalb des Zeitstrahls sind die wichtigen literarischen Werke eingetragen. Diese Timeline habe ich ebenfalls sehr gerne verfolgt und nicht selten schmunzeln müssen. Blicken wir doch zum Beispiel mal ins Jahr 1969… Da steht bei den Ereignissen: Nixon wird US-Präsident, Willy Brandt wird Bundeskanzler, Die Mondlandung durch Neil Armstrong und das Woodstock-Festival. An wichtigen literarischen Werken wird erwähnt: „Schlachthof 5 oder der Kinderkreuzzug“ von Kurt Vonnegut, „Der Pate“ von Mario Puzo und „Die kleine Raupe Nimmersatt“ von Eric Carle :)

     

    Ergänzend finden sich noch Seiten mit beispielsweise einer Übersicht der Literaturhelden in Europa, mit Begriffserklärungen (Was ist eine Novelle?), es gibt Buchtipps, eine Übersicht von Autoren und ihren Pseudonymen, die meistverkauften Bücher aller Zeiten, die wichtigsten Literaturpreise oder eine Doppelseite „Alter und Tod von Autoren“. Da erfährt man neben den reinen Fakten auch solche Dinge wie letzte Worte („Entweder geht diese scheußliche Tapete oder ich“ – Oscar Wilde) oder kuriose Todesursachen wie den Erstickungstod Tennessee Williams an einem Nasenspraydrehverschluss.

     

    Kleine Einschränkung zu den vielen Infos: Ich bin nicht gut mit geschichtlichen Daten, aber Mark Twain (geboren 1835) kann nicht bis zum Ausbruch des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs (1775) Steuermann auf einem Mississippi Dampfer gewesen sein. Hier hätte es stattdessen amerikanischer Bürgerkrieg (ab 1861) heißen müssen. Ist sicher ein Schreibfehler gewesen, inwiefern es vielleicht noch weitere gibt, kann ich nicht beurteilen.

     

    Fazit: Wie versprochen – sehr unterhaltsam und mit richtig viel Wissen.

     

    »Ein Klassiker ist etwas, das jeder gelesen haben möchte, aber keiner lesen möchte.« (Mark Twain)

    »Ein Klassiker ist ein Buch, das die Leute loben, aber nicht lesen.« (Ernest Hemingway)

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    Gulans avatar
    Gulanvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Reise, noch eher ein Parforceritt durch die Literaturgeschichte. Amüsant und informativ. Es wird allerdings etwas zu viel gespoilert.
    Unterhaltsamer Schnelldurchlauf der Literaturklassiker

    „Literatur = laaaangweilig. NEIN!!!!!! Literatur ist toll! Spannend. Lustig. Interessant. Ein Abenteuer. Nicht jedes Buch natürlich.“ (S.10)

    Laut Ernest Hemingway ist ein Klassiker „ein Buch, dass die Leute loben, aber nicht lesen.“ Um das zu ändern, haben Katharina Mahrenholtz und Dawn Parisi eine Zusammenstellung der Buchklassiker veröffentlicht und geben einen kurzen, knappen und amüsanten Einblick in die Weltliteratur. Das Ganze wird garniert mit liebe- und humorvollen Illustrationen.

    Die Zeitreise beginnt im Jahr 1307 mit Dante Alighieris „Göttlicher Komödie“ und endet im Jahr 2012. Unten auf der Seite ist ein Zeitstrahl, der neben literarischen Ereignissen auch auf Ereignisse der Weltgeschichte hinweist. Die Bücher werden zum Teil ausführlich vorgestellt, mit Inhaltsangabe, Hinweisen zum Autor, kurzweilige Infos, Zitaten, Anekdoten oder Tipps für weitere Werke ähnlichen Inhalts oder des gleichen Autors. Einige Autoren werden separat noch ausführlicher präsentiert. Daneben werden zahlreiche Bücher in einer Spalte im Schnelldurchlauf vorgestellt. Dazu gibt es noch wissenswerte oder amüsante Listen und Schaubilder (z.B. Autorenpseudonyme, berühmte Buchanfänge oder Figurenkonstellationen berühmter Werke).

    Die beiden Autorinnen sind auf jeden Fall enthusiastisch, aber sind sie auch nicht gerade zimperlich mit den vorgestellten Büchern. Sie schrecken nicht davor zurück, ein Buch als anstrengend oder langweilig zu bezeichnen, haben aber immer noch einen Tipp parat, damit der Leser den Autor vielleicht doch noch für sich entdeckt (eventuell über ein anderes Buch?).

    Die Auswahl ist natürlich ein Stück weit subjektiv. Auf 200 Seiten sind halt nicht alle Werke unterzubringen, die es verdient hätten. Grundsätzlich ist die Bandbreite groß und schließt nahezu alle Genres mit ein. Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Auch wenn es sich um Klassiker handelt, deren Inhalt viele schon irgendwie kennen, obwohl sie das Buch nicht gelesen haben, haben die Autorinnen bei ihren Inhaltsangaben meines Erachtens häufig zu viel verraten.

    Ein ziemlich rasante Reise durch die Literaturgeschichte, aber amüsant, informativ und augenzwinkernd. Dabei wird definitiv kein literaturwissenschaftlicher Ansatz verfolgt. Mich hat es wirklich gut unterhalten. Wegen des oben beschriebenen Kritikpunkts ziehe ich aber einen Stern ab.

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    Zen-Colas avatar
    Zen-Colavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine interessante, unterhaltsame Herangehensweise.
    Raus aus dem Elfenbeinturm, rein in die Köpfe und Herzen ...

    Schon der Titel »Literatur! Eine Reise durch die Welt der Bücher« macht deutlich, womit man es hier zu tun hat: mit etwas sehr, sehr Schönem! Literatur eben. Und dann auch noch mit Ausrufezeichen, bähm! Worauf der Titel weniger vorbereitet, ist die Herangehensweise der Autorin plus Illustratorin. Hier wird nicht vor etablierten Literaten und deren Werken niedergekniet, stattdessen werden sie voller Elan vom hohen Ross getreten oder aus dem Elfenbeinturm gestürzt - voller Sympathie in einem saloppen, spaßigen und mitunter respektlosen Stil, dem die Illustrationen und Autorenportraits in nichts nachstehen ...

    Das mag nicht jedermanns Geschmack sein (dann und wann warnt die Autorin sogar davor, ihre Ausdrucksweise in ernsteren Kreisen zu wählen), aber es untermauert das im Vorwort geäußerte Anliegen des Buches: Literatur ist schön und das Lesen soll nicht nur Anstrengung sein, sondern eben auch Spaß machen. Warum also nicht auch eine lockere Abhandlung, wenn es auch auf diesem Wege möglich ist, leicht fundiertes Wissen zu vermitteln? Zugegeben, immer würde ich diese Art nicht mögen, aber hier empfand ich sie als sehr gelungen und musste das eine oder andere Mal wirklich lachen.

    Das Buch weist fast durchgängig einen stringenten Aufbau auf. Viele Werke bekommen eine einzelne Seite; diese wird untergliedert in »Inhalt« (saloppe Inhaltswiedergabe, teilweise rotzig-frech kommentiert), »Das muss man noch wissen«, »Smalltalk-Info« (Anekdoten), »Für Einsteiger« (bei schwer zu lesenden Texten gibt es teilweise Empfehlungen für Comic-Veröffentlichungen), »Same, same but different« (vergleichbare Werke werden angeführt), »Zitate« (bekannte Textzitate) und »Autor« (knappe Vita). Oft schließt sich an eine solche Seite eine weitere zur Vita des/der Schriftstellers/-in an - in diesen Fällen fällt der Punkt auf der vorangehenden Seite weg. Regelmäßig werden komplexere Plots durch ein Comic-Storyboard dargestellt - und etwas auf die Schippe genommen. Dann wieder gibt es Seiten mit dem Titel »Kurz, wichtig - Literatur im Schnelldurchlauf«, wo mehrere Werke inhaltlich skizziert dargestellt werden. Eher selten: grafische Darstellungen, bspw. über Verkaufszahlen verschiedener Werke oder die angeblich letzten Worte vorm Ableben einiger Schriftsteller ...
    Immer: eine Zeitleiste am unteren Seitenrand, auf der verschiedene historische Ereignisse und Erfindungen ins zeitliche Umfeld des besprochenen Werkes eingeordnet werden.

    Die Auswahl der behandelten Werke und Autoren beruht wahrscheinlich auf einer Mischung aus persönlicher Vorliebe der Autorin, dem Kanon sowie aktueller Verkaufszahlen (ja, auch zeitgenössische Literatur findet ihren Platz - auch wenn der Begriff der Literatur hierbei teilweise von der engen zur weiten Definition ausgeweitet werden muss). Zu Großteilen ist sie nachvollziehbar, wenngleich Schiller bspw. nur auf einer »Kurz, wichtig«-Seite Erwähnung findet und Eichendorff (exemplarisch) gar nicht vorkommt. Aber eine lückenlose Abhandlung würde wohl schwerlich mit 180 Seiten auskommen ...

    Von mir jedenfalls gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Interessierten, die sich dem Thema einmal etwas weniger konform nähern möchten. Neulinge werden schnell und unterhaltsam an wichtige, knappe Informationen kommen und bestenfalls neugierig auf einige der Texte werden. Literaturliebhaber werden sich wahrscheinlich über die Darstellungsweise befeiern können (denn: Ja, wenn man einen Plot so zusammenfasst, wie die Autorin es hier teilweise macht, dann merkt man erst, wie absurd die Handlung manchmal klingt ...) oder einfach ein paar nützliche oder einfach nur spaßige Anekdoten mitnehmen ...

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    books4lifes avatar
    books4lifevor 5 Jahren
    Klassiker der Weltliteratur

    In diesem Buch werden wichtige Klassiker der Weltliteratur kompakt zusammengepasst und per Zeitstrahl aufgelistet. Auch das Leben bestimmter Autoren werden beschrieben, wobei man hin und wieder auch schmunzeln muss. Das Buch wird von Grafiken und Zitaten noch anschaulicher und unterhaltsamer gemacht.

    Gedacht für alle, die sich zwar gerne im Beriech Weltliteratur weiterbilden würden, aber nicht die Zeit oder den nötigen Elan dazu haben.

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    gsts avatar
    gstvor 6 Jahren
    Ideal für Einsteiger

    Wem in der Schule die Freude am Lesen genommen wurde, wer aber trotzdem mitreden möchte, dem kann ich dieses Lexikon nur empfehlen. Noch nie habe ich eine so leicht lesbare, freudvolle Zusammenfassung der wichtigsten Werke aus über 700 Jahren in der Hand gehalten.

    Ein Zeitstrahl zeigt auf 180 Seiten, was zu der Zeit, als das Werk geschrieben wurde, noch so los war auf der Welt. Wussten Sie, dass „Die göttliche Komödie“ von Dante Alighieri schon geschrieben war, bevor die Pest nach Europa kam? Oder Benoite Groult ihr „Salz auf unserer Haut“ herausbrachte, als Steffi Graf den Grand Slam gewann? Für mich waren diese Gegenüberstellungen sehr interessant – auch wenn ich mir bestimmt nicht alles merken kann...

    Bisher habe ich Lexika als Nachschlagewerke benutzt, aber in diesem fing ich auf der ersten Seite zu lesen an und „fraß mich fest“. Ja, ich fand diese Lektüre über Lektüren sehr amüsant und es gefiel mir auch, dass ich nicht nur den Inhalt der wichtigsten Werke erfuhr, sondern auch die Lebensumstände des jeweiligen Autors kennenlernte.

    Nachdem meine Schulzeit schon ein paar Jahrzehnte hinter mir liegt, freute ich mich auch über Besprechungen der Bücher, die in der Zwischenzeit erschienen sind und große Leseerfolge aufwiesen (wie zum Beispiel Isabel Allendes „Das Geisterhaus“ oder Milan Kunderas „Die Unerträgliche Leichtigkeit des Seins“). Sogar Enid Blyton mit ihrer „fünf Freunde“-Serie (wie habe ich die als Kind geliebt, aber in der Schule nie etwas davon gehört) und Astrid Lindgren mit ihrer „Pippi Langstrumpf“ sind in diesem Lexikon behandelt, was mir zeigt, dass nicht nur die große Literatur wichtig genommen wird. Die wird manchmal sogar „auf die Schippe“ genommen, weil sie schwer zu lesen und damit nicht für jeden geeignet ist.

    Insgesamt ein Buch, das ich ohne Einschränkungen denjenigen weiterempfehlen kann, die sich nicht als literarische Wissenschaftler sehen, sondern einfach Freude an der Literatur haben oder entwickeln wollen.

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    54bookss avatar
    54booksvor 6 Jahren
    Rezension zu "Literatur!" von Katharina Mahrenholtz

    Ein wunderbares Buch randvoll mit Tipps, Anekdoten und Neuentdeckungen. Darüberhinaus mit schönen Zeichnungen. Absolute Kaufempfehlung.
    Meine ausführliche Rezension hier http://wp.me/p37mWY-3Z

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    lesemauss avatar
    lesemausvor 6 Jahren
    Rezension zu "Literatur!" von Katharina Mahrenholtz

    Einfach mal stöbern :-)

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hoffmann_und_Campe_Verlags avatar
    Vielleicht kennt Ihr schon unseren Ratgeber für alle Bibliophilen und Lesewütigen? Das Expertenbuch für alle Literaturbegeisterten? "Literatur!" von unseren Autoren Katharina Mahrenholtz und Dawn Parisi ist sicherlich bereits vielen Lesern ein Begriff - und jetzt gibt es endlich die passende Website dazu! 

    Auf www.superliteratur.de könnt Ihr ab jetzt stöbern und viel über die klassische Literatur erfahren - aber auch im Quiz Euer Wissen testen, beim Memory Autoren suchen oder die wichtigsten Fakten rund um Euer Lieblingsthema sammeln! 

    Diese Seite wird ab jetzt ständig von uns aktualisiert und mit neuen Informationen rund um Literatur gefüttert - dabei brauchen wir aber Eure Hilfe: 
    Wir verlosen 5x "Literatur!" unter allen, die uns hier bis einschließlich 30.11.2014 ihr Lieblingszitat rund ums Lesen posten. Dies kann von einem Autor sein, aber auch von einem Kritiker oder selbst aus einem Roman - Hauptsache rund um die fantastische Welt der Bücher!
    Wir sind gespannt auf Eure Sammlung und werden die besten Zitate dann auch auf der Homepage selbst veröffentlichen! 


    Karla & Ute 
    vom Superliteratur!-Team
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