Katharina Maier Nscho-tschi und ihre Schwestern

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Inhaltsangabe zu „Nscho-tschi und ihre Schwestern“ von Katharina Maier

Jeder kennt Nscho-tschi, die schöne Schwester Winnetous. Aber wie steht es mit der Gebieterin des Hadschi Halef Omar? Oder der morgenländischen Königin und Großen Mutter Marah Durimeh? Und wer weiß schon, dass am Ende sogar Old Shatterhand unter einem zarten Pantöffelchen steht?
Tapfere Indianerkriegerinnen, betörende Schurkinnen, kluge Scheikinnen, robuste Schelminnen und weise Matriarchinnen – in der angeblichen „Männerwelt“ Karl Mays gibt es sie alle. Man muss nur manchmal etwas genauer hinsehen.
Aus weiblicher Perspektive erzählt Katharina Maier fundiert und mit viel Augenzwinkern die spannenden Geschichten der wichtigsten Frauenfiguren aus Orient- und Wild-West-Romanen, erklärt ihre Bedeutung innerhalb des May’schen Kosmos und fördert viel Erstaunliches über diese „Mayden“ und das Frauen-, Männer- und Menschenbild ihres Schöpfers zu Tage.

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  • Rezension zu "Nscho-tschi und ihre Schwestern" von Katharina Maier

    Nscho-tschi und ihre Schwestern

    Wolfgang Brunner

    04. November 2012 um 12:20

    Ein Buch über Frauen, die in Karl Mays „Männer-Abenteuerromanen“ eine wichtige Rolle spielen, mag im ersten Moment seltsam klingen. Vor allem, wenn man sich mit dem Autor nicht näher befasst hat, erliegt man schnell dem (Vor-)Urteil, Mays Geschichten wären lediglich spannende Abenteuer ohne Tiefsinn. Katharina Maier, Magistra der Philosophie, gelingt es schon auf den ersten Seiten, den Leser zu fesseln, in dem sie die Bedeutung der Frauen in Karl Mays Werken (den sogenannten „Mayden“) hervorhebt und erklärt. Mit Akribie stellt Maier Verbindungen zwischen den Orient- und Wildwestromanen her, die faszinieren und zum Nachdenken anregen. Fast meint man als Karl May-Interessierter, durch die fundierten Worte der Sachbuchautorin die Romane plötzlich aus anderen Augen zu sehen und die Geschichten besser zu verstehen. In der ersten Hälfte des Buches werden Männer (leider) so manches Mal als Menschen dargestellt, die der Liebe nicht fähig sind und nur ihre Macho-Qualitäten im Sinn haben. Das stieß mir (als Mann) hin und wieder sauer auf, obwohl ich (noch immer) nicht sicher bin, ob es Karl Mays „Absicht“ war, die Männer so darzustellen und ich Frau Maier hier Unrecht tue . Aber, wie gesagt, es sind nur ein paar Sätze und in der zweiten Hälfte des Buches sind die schnell wieder vergessen, weil Maier dann, zumindest aus meiner Sicht, so richtig zulegt. Besonders das Kapitel über Old Shatterhand und sein „Herzle“, die Klara, hat mich wirklich ergriffen. Die Empathie zwischen Shatterhand und „Herzle“ wird mit der Beziehung Karl Mays und seiner zweiten Frau Klara verglichen und „analysiert“. Und das auf enorm packende Weise. Das mag daran liegen, dass ich eine ähnliche „Symbiose“ in meiner Partnerschaft erleben darf, dennoch ist es Katharina Maier in diesem Kapitel hervorragend gelungen, die „wahre“ Meinung Karl Mays über Frauen darzustellen. Und ab diesem Kapitel geht es dann genauso spannend weiter. Maria Durimeh, die Große Mutter, ist nur eine der weiteren Frauengestalten, die Maier präzise über die Werke, in denen sie erscheint, verfolgt und deren Bedeutung aufs Genaueste erklärt. Der Leser/die Leserin nimmt teil an mystisch-philosophischen Interpretationen von Mays Spätwerk und entdeckt fesselnde, interessante Details. Wir lernen tapfere Kriegerinnen, kluge Scheikinnen und liebenswerte Matriarchinnen kennen. May verbaut diese Frauen immer nur kurz in seinen Geschichten, als verschaffe er ihnen Cameo-Auftritte, um durch dieses „rar machen“ ihre Bedeutung hervorzuheben. Wer Hintergründe über Karl Mays Romane erfahren möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient. Fazit: Ich vergebe 4 von 5 Sternen für diesen außergewöhnlichen Ausflug in die „Frauenwelt“ von Karl Mays angeblich von Männern dominierten Abenteuern. Katharina Maier hat mich mit ihren Interpretationen und Darstellungen der Frauengestalten in Karl Mays Werk gefesselt, fasziniert und überzeugt. Für Karl May-Interessierte, die nicht nur die Romane lesen, sondern auch die Bedeutung der „Weiblichkeit“ in Mays Gesamtwerk begreifen wollen, aus meiner Sicht ein Muss, denn Maier schafft Bezüge zwischen den verschiedenen Romanen (auch Orient- und Wildwestgeschichten), die man als „Laie“ wahrscheinlich niemals erkennen würde. Das Buch wurde dem Aussehen der Gesamtausgabe Karl Mays im Bamberg Verlag angepasst und findet somit einen perfekten Platz in der Sammlung. © cryptanus/Buchwelten 2012

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