Katharina Menzel-Ahr Lee Miller

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Lee Miller“ von Katharina Menzel-Ahr

Lee Miller schuf vor dem Zweiten Weltkrieg glamouröse Porträts und Modebilder sowie geheimnisvolle Fotografien, die sie im Umkreis der Surrealisten ausstellte. Nach einer frühen Karriere als Fotomodell führte sie ein schillerndes Leben in Paris, New York, Kairo und London. In den Kriegsjahren wurde weder von ihr, noch von ihrem Auftraggeber Vogue viel mehr als eine den Utility-Vorschriften angepasste Modeberichterstattung erwartet. Warum sich Lee Miller dennoch, akkreditiert als "War Correspondent", vielen Strapazen aussetzte, um ab 1944 die US-Infanterie durch Europa zu begleiteten und unzählige Filme, Notizen und Berichte an die britische und US-amerikanische Vogue zu schicken, und warum diese ihre erschütternden Texte und Bilder von Ruinen und Toten sowie Fotografien aus Hitlers und Eva Brauns Wohnungen und dem Konzentrationslager Buchenwald veröffentlichten, ist Thema dieser Arbeit. Lee Millers Werk und ihre glamouröse Person regten eine lebhafte Mythenbildung an, die hier kritisch untersucht wird. Thematisiert wird die Komplexität der Faktoren, die Lee Millers Fotografien in den Kriegsjahren bestimmten: die künstlerischen Traditionen des Surrealismus, Kriegspropaganda und Zensur sowie die Erwartungen von Vogue. Lee Millers Selbstinszenierungen und die beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten von Frauen im Kriegsjournalismus werden dargestellt. So wird der Mythos von ihrer Singularität entzaubert und ihre künstlerische Eigenständigkeit auch im Vergleich zu den Fotografien von Kolleginnen und Kollegen wie Margaret Bourke-White, Thérèse Bonney, Robert Capa oder George Rodger beschrieben. Grundlage ist die Analyse der Kontaktabzüge aus Deutschland, der Korrespondenz Lee Millers sowie der Vogue-Ausgaben aus den Kriegsjahren. Der Hauptteil der Arbeit ist den Fotografien aus Deutschland gewidmet und thematisch-motivisch gegliedert (Ruinen, Deutsche, Buchenwald und Dachau, "Hitleriana"). Abschließend steht die Analyse der Präsentation der Bilder in Vogue 1945.

Stöbern in Sachbuch

Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss

Kurzweilige, aber amüsante Lektüre über das Leben mit einem Kleinkind - auf jeden Fall lesenswert.

miah

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine imponierende Frau

    Lee Miller
    surrealist

    surrealist

    27. March 2013 um 18:01

    Ein starkes Buch! Fotomodell, Intellektuelle, Porträt-, Mode- und Kriegsfotografien...,  Lee Miller (1907-1977) gehört für mich zu den faszinierendsten der kreativen Frauen des 20. Jahrhunderts. Entscheidend geprägt wurde sie von dem klassischen Fotografen des Surrealismus Man Ray, mit dem sie einige Zeit zusammenlebte. Mit den siegreichen amerikanischen Truppen rückte sie nach Deutschland vor, um das Ende des Krieges in starken und aussagekräftigen Bildern zu dokumentieren. Dieses Buch vermittelt mit einem Einblick in das eindrucksvolle, tragische Leben einer imponierenden Frau auch interessante Aspekte der jüngeren Geschichte Europas. Jedem, der sich für Fotografie interessiert, kann dieses Buch empfohlen werden.

    Mehr
  • Rezension zu "Lee Miller" von Katharina Menzel-Ahr

    Lee Miller
    Shopgirl

    Shopgirl

    16. October 2009 um 19:39

    Das Buch ist ein Muss für jeden, der die Arbeit der US-amerikanischen Fotografin Lee Miller schätzt. Als Kriegsfotografin lieferte Miller einmalige Bilddokumente von der Invasion der Alliierten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, darunter auch Bilder über die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Dachau, welche das Grauen und das Elend der Häftlinge dokumentierten. Diese traumatischen Erlebnisse sollten bleibende Spuren in der Psyche Millers hinterlassen: Die fröhliche, mutige und engagierte junge Fotografin litt infolge der nicht verarbeiteten Erlebnisse zunehmend an einer Kriegsneurose, die sie letztlich tragischerweise zur unter Depressionen leidenden Alkoholikerin werden ließ. Ihre Fotografien, die größtenteils erst postum veröffentlicht wurden, dürfen, auch in künstlerischer Hinsicht, zu den eindrucksvollsten Fotoarbeiten des 20. Jahrhunderts gezählt werden. Der Autorin Menzel- Ahr ist es in ihrem Buch gelungen, Millers Fotografien mit zahlreichen Erklärungen sachlich und strukturiert festzuhalten. Darunter auch eine sehr bekannte Aufnahme, welche Miller selbst in einem gestellten Foto in Hitlers Badewanne in dessen eingenommener Münchner Residenz zeigt (fotografiert von David Sherman). Resümee: Sehr zu empfehlen!

    Mehr