Katharina Prager

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Lebenslauf

Katharina Prager ist Zeithistorikerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie leitet den Bereich Forschung und Partizipation an der Wienbibliothek im Rathaus.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Katharina Prager

Neue Rezensionen zu Katharina Prager

Cover des Buches Hotel Amerika (ISBN: 9783150114766)
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Rezension zu "Hotel Amerika" von Maria Leitner

LichtEngel
Von dem Buch „Hotel Amerika" von Maria Leitner hatte ich mir sehr viel mehr versprochen.

Von dem Buch „Hotel Amerika" von Maria Leitner hatte ich mir sehr viel mehr versprochen. Irgendwie konnte die Geschichte mich nicht richtig erreichen, obwohl ich sehr gerne diese Art von Geschichten lese. Ich kann auch gar nicht beschreiben, was genau mich daran nicht überzeugt hat. Der Plot an sich ist sehr gut, jede der Figuren hat eine eigene Geschichte, irgendwie konnte ich wohl mit dem eher trockenem Schreibstil  nicht so richtig warm werden.

Das Nachwort von Katharina Prager über die Autorin fand ich jedoch sehr lesenswert. Dieses Nachwort mit der Biografie über die Autorin Maria Leitner hat mir besser gefallen und war spannender als der Roman selbst.

"Hotel Amerika" gehörte zu den ersten Büchern, die von den Nationalsozialisten verbrannt wurden. Es ist schon zu erkennen, welche nach wie vor gültige gesellschaftskritische Kraft in diesem klugen Buch steckt.

Deshalb eine Leseempfehlung für Leser, die Interesse an den 1920 Jahren in Amerika haben.

Cover des Buches Hotel Amerika (ISBN: 9783150114766)
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Rezension zu "Hotel Amerika" von Maria Leitner

dunkelbuch
Etwas aus der Zeit gefallen, vor hundert Jahren sicher ein revolutionäres Buch.

Eingebettet in eine Kriminalhandlung wirft Maria Leitner in ihrem Roman einen Blick hinter die Kulissen eines amerikanischen Luxushotels aus der Perspektive der Angestellten. Am Abend soll ein reicher Verleger dort seine Hochzeit feiern und im Vorfeld entspinnen sich allerlei Verwicklungen, u.a. wird die Braut erpresst. Auch der harte Alltag der Mitarbeiter*innen spielt eine Rolle: Wir schauen den Zimmermädchen beim Putzen über die Schulter und erleben einen Aufstand in der Personalkantine. Das Personal des Hotels ist dabei so international wie New York selbst: Für die irische Wäscherin Shirley, das schwedische Zimmermädchen Ingrid oder den deutschen Küchenjungen Fritz hat sich der amerikanische Traum noch lange nicht erfüllt. Eine Handlung samt Romantik und Sozialkritik. 

Leider bleiben die Figuren etwas oberflächlich.

Eine Weisheit im Buch, auf S. 144, hat sich jedoch bis heute nicht verändert „Man sperrt nur die kleinen Diebe ein, während man die großen als Stützen der Gesellschaft ehrt.“ 

Das Nachwort mit der Biografie über die Autorin ist absolut gelungen. :-)

Empfehlung für Leser die interesse für die Zeit am Anfang des 20. Jahrhunderts haben.

Cover des Buches Hotel Amerika (ISBN: 9783150114766)
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Rezension zu "Hotel Amerika" von Maria Leitner

Elenchen_h
Hotel Amerika

Die Wäscherin Shirley träumt von einem besseren Leben als reiche Dame - dem Leben voller Entbehrungen und Schikanen als Angestellte in einem New Yorker Luxushotel möchte sie gerne entkommen. Einen vermeintlichen Ausweg bietet ihr der zwielichtige Mr. Fish, der jedoch ganz eigene Ziele verfolgt. Auch das schwedische Zimmermädchen Ingrid und der deutsche Küchenjunge Fritz haben mit der harten Arbeit und anstrengenden Hotelgästen zu kämpfen. Langsam spitzen sich die Ereignisse im Hotel zu, die Arbeitnehmenden werden immer unzufriedener und proben den Aufstand - aber ist die Zeit für einen Streik schon reif?


Maria Leitner beobachtet in ihrem 1930 erschienenen Debütroman "Hotel Amerika", der als eines der ersten Bücher von den Nationalsozialisten verboten wurde, durch die Augen ihrer Figuren hindurch einen Tag im Hotel aus Sicht der Angestellten. Sie beschreibt die Ausbeutung und die harte Arbeit, denen das Hotelpersonal täglich ausgesetzt sind und wie ausweglos die Situation für die meisten von ihnen ist. Streiks gestalteten sich zu dieser Zeit noch schwierig, eine Arbeit zu finden war fast unmöglich und schlechte Arbeitsbedingungen deshalb zu erdulden. Leitners Protagonist*innen hören trotzdem nicht auf zu träumen und sich solidarisch zu zeigen. Die Geschichte spitzt sich zum Ende hin immer mehr zu und gewinnt an Dynamik, die ich jedoch im Mittelteil des Buches etwas vermisst habe. Gestört hat mich, dass in dieser wirklich sehr schön gestalteten Neuauflage diskriminierende Sprache gebraucht wird - das ist in meinen Augen absolut nicht zeitgemäß und gerade bei einem neu aufgelegten Buch eine vertane Chance. Ich freue mich trotzdem, dass ich Maria Leitner durch die Reihe der Klassikerinnen des Reclam-Verlags kennen- und schätzen lernen durfte und finde gerade auch die Autorin selbst sehr spannend. Vielleicht werden weitere Werke Leitners wiederentdeckt, das würde mich freuen!

Gespräche aus der Community

Maria Leitners Debütroman war 1930 ein großer Erfolg und wurde in mehrere Sprachen übersetzt, bevor ihn die Nationalsozialisten aufgrund ihrer Herkunft verboten. In der neuen Ausgabe des Reclam Verlags zieht es die Leser*innen in eine pulsierende, faszinierende Stadt: New York City. Shirley, Ingrid und Fritz arbeiten in einem Luxushotel. Doch dann bricht ein Tag an, der allen Hotelgästen und dem Personal in Erinnerung bleiben wird. Eingebettet in eine Kriminalhandlung wirft Maria Leitner einen Blick hinter die Kulissen des Amerikanischen Traums.

478 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  Himmelfarb

Vielen Dank an den Reclam Verlag und an Lovelybooks für die Chance, diese Autorin zu entdecken!
https://www.lovelybooks.de/autor/Maria-Leitner/Hotel-Amerika-11559289049-w/rezension/13328662498/


Herzlich Willkommen!

Ab 01.04.2024 lesen wir gemeinsam Hotel Amerika von Maria Leitner. 

Jeder mit eigenem Exemplar.

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Letzter Beitrag von  JoBerlin

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