Katharina Saalfrank Du bist ok, so wie du bist: Das Ende der Erziehung

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Inhaltsangabe zu „Du bist ok, so wie du bist: Das Ende der Erziehung“ von Katharina Saalfrank

Vor laufender Kamera hat diese Frau Gewalt gegen Kinder zugelassen und schreibt nun ein Buch über Erziehung?! Nein, danke!

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  • Rezension zu "Du bist ok, so wie du bist: Das Ende der Erziehung" von Katharina Saalfrank

    Du bist ok, so wie du bist: Das Ende der Erziehung
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    Als Super-Nanny ist sie über viele Jahre zwischen 2004 -2011 einem großen TV-Publikum bekannt geworden. Schon hier konnte sie ihre Kompetenz im Bereich der „Pädagogik bei Verhaltensstörungen“ unter Beweis stellen. Nun wendet sie sich in einem lesenswerten und auch für bildungsferne Schichten lesbaren Buch gegen einen weiteren problematisierenden Umgang mit schwierigen Kindern, die schon mal als Tyrannen bezeichnet werden, denen man dann mit einem „Lob der Disziplin“ begegnen sollte. Durchaus in der Tradition von Jesper Juul, auf den sie sich auch bezieht, spricht sie von einem Ende der Erziehung, die durch ein neues Verständnis von „Beziehung“ abgelöst werden sollte. In zehn Thesen rechnet sie mit dem alten Erziehungskonzept radikal ab nachdem sie in einem ersten Kapitel eine kritische Bestandsaufnahme unternommen hat: 1. Erziehung ist ein Anachronismus 2. Erziehung beruht auf Machtstrukturen 3. Erziehung ist Gewalt 4. Erziehung setzt auf Gehorsam 5. Erziehung ist unpersönlich und dient nur den Erwachsenen 6. Erziehung nimmt Eltern Verantwortung 7. Erziehung beschneidet Potenziale 8. Erziehung nivelliert 9. Erziehung macht schwach 10.Erziehung hat eine Lobby, Kinder haben keine. Es geht darum, eine Haltung zu entwickeln, die dem Kind vermittelt: Du bist ok, so wie du bist. Das erfordert aber nach Meinung des Rezensenten auch Väter und Mütter, die gelernt haben oder bereit sind es zu tun, auch sich selbst so anzunehmen wie sie sind, ihre Kinder nicht als Partner oder Freunde zu missbrauchen, und ihre Verantwortung für das Wohlergehen ihrer Kinder wahrzunehmen. So gelangen wir in einer Gesellschaft, in der sich auch Familien in ihrer Struktur verändern (z,b. die vielen Patchworkfamilien) von einer ER-ziehung zu einer BE-ziehung, in der dann auch die Schule als ein Ort der Begegnung den Kindern und ihren Eltern gerechter wird. „Das wird nicht von heute auf morgen geschehen. Es ist ein grundlegender Bewusstseinswandel, der sich in einem dynamischen Prozess vollzieht und der bei uns und in unserer eigener Familie beginnt.“ Und der jeden Tag aufrechterhalten werden muss und mit Liebe, Geduld, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit am Leben erhalten werden muss, für die Kinder und für ihre Eltern, deren Beziehung untereinander immer auch ein Vor- und Abbild ist für die Kultur der ganzen Familien.

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