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Knorke

vor 3 Wochen

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Ich habe leider ewig gebraucht, um das Buch durchzulesen und das, obwohl es wirklich für meine Verhältnisse echt dünn war. Das lag jedoch nicht an der Geschichte, sondern einfach daran, dass ich mich in den letzten Wochen kaum aufs Lesen konzentrieren konnte. Die Geschichte an sich hat mir ziemlich gut gefallen.

Emma wohnt in einem Land, in dem es immer kalt ist und schneit. Die Menschen, die eine andere Jahreszeit nie kennengelernt haben, haben sich im großen und ganzen damit abgefunden. Doch der Winter wird immer schlimmer und als immer mehr Menschen ums Überleben kämpfen, beschließt Emma, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und versucht ins Schloss und zum König zu gelangen. Dieser scheint jedoch so böse zu sein, wie man es in seinem Königreich munkelt und Emma begibt sich in große Gefahr.

Das Buch sorgt mit seinem Schreibstil für eine schöne, märchenhafte, aber auch kalte Atmosphäre. Die Autorin schreibt sehr wort- und bildgewand, weswegen man sich viele Szenen sehr detailreich vorstellen kann.

Auch die Figuren konnten mich begeistern, obwohl einige etwas blass geblieben sind. Emma und dem König haucht die Autorin jedoch viel Leben ein und beide wirkten sehr überzeugend auf mich. Die Nebenfiguren werden jedoch nicht näher beleuchtet und bleiben sehr stereotyp, was jedoch beim Lesen nicht weiter gestört hat.

Auch die Geschichte hat mir ziemlich gut gefallen. Ich mag es, wenn in einer Geschichte eine weitere Geschichte erzählt wird und hier bekommt der Leser noch ein weiteres Märchen geschenkt. Dieses steckt voller Metaphern auf die Welt, in der Emma lebt und so gibt es auch einiges an Interpretationsspielraum. Auch Emmas Geschichte hat mir gefallen, obwohl ich sagen muss, dass es etwas dauert, bis das ganze an Fahrt aufnimmt. Doch ungefähr ab der Hälfte war es wirklich schwierig, das Buch noch mal zur Seite zu legen, und das obwohl mir doch irgendwie klar war, wie das Buch endet.
Etwas schade fand ich, dass mich die Geschichte irgendwann sehr stark an eine andere Geschichte erinnert hat, die anscheinend gerade in Mode ist. Welche genau möchte ich nicht verraten, da das wirklich ein dicker Spoiler wäre, aber das hat mich einfach gestört.

Wie es sich für eine gute Geschichte gehört, gibt es natürlich auch noch mal ein sehr aufregendes Finale, bei dem man mit den Figuren noch mal bangen muss und schließlich ein abgeschlossenes Ende.

Fazit
Auch wenn die Rezension einige Kritikpunkte enthält, war es doch Jammern auf hohem Niveau. Mir hat das Buch wirklich Spaß gemacht beim Lesen und ich kann es jedem, der Märchen oder Fantasybücher mag, nur ans Herz legen. Nur für mich persönlich war das Buch eben nicht perfekt, sondern einfach "nur" gut. Deswegen gebe ich ihm unterhaltsame 4 Sterne.

Autor: Katharina Seck
Buch: Die silberne Königin
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