Demnächst in Tokio

von Katharina Seewald 
4,5 Sterne bei59 Bewertungen
Demnächst in Tokio
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„Demnächst in Tokio“ ist ein echtes Lesehighlight: spannend, gefühlvoll, lehrreich, fesselnd und zum Nachdenken anregend.

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Rundherum gelungenes Buchprojekt !!!

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Inhaltsangabe zu "Demnächst in Tokio"

Keine Widerworte: Elisabeth heiratet Ernst! Unbekannterweise. Die 18-jährige Elisabeth, behütet und aus gutem Hause, macht sich 1934 ins fremde Japan auf, um ihren Ehemann zu treffen: Ernst Wilhelm, 39, Diplomat in Tokio, der mit der Heirat seinen Posten im diplomatischen Dienst des Deutschen Reichs sichern will. Kaum reicht Elisabeths Fantasie, sich die Hochzeitsnacht mit einem gestandenen Mann vorzustellen. Umso erleichterter ist sie, dass Ernst freundlich auf Distanz geht. Doch findet sie sich unter Menschen wieder, deren Handeln und Gefühle sie nicht durchschaut. Während die Nazifizierung des Personals voranschreitet, gibt es Heimlichkeiten, Getuschel in der Botschaft. Warum wird Ernst vom japanischen Geheimdienst beobachtet? Ist sein Freund Alexander ein Spion? Sucht er deshalb Ernsts Nähe? Und wie soll sie damit umgehen, dass ihr Herz für den falschen Mann schlägt? Mit historischer Präzision und viel psychologischem Gespür zeichnet Katharina Seewald das Leben einer jungen Frau, die in turbulenten Zeiten ihren eigenen Weg geht. Als Alexander verhaftet wird und der Krieg in Japan seine böse Fratze zeigt, müssen Elisabeth und Ernst nach Peking ins Exil. Doch der größte Schlag steht ihnen noch bevor: Wie soll ihr Herz das überstehen, als die Nachricht eintrifft, Alexander sei als Spion hingerichtet worden?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958901063
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Europa Verlag
Erscheinungsdatum:27.03.2017

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: „Demnächst in Tokio“ ist ein echtes Lesehighlight: spannend, gefühlvoll, lehrreich, fesselnd und zum Nachdenken anregend.
    „Keine Widerworte: Elisabeth heiratet Ernst!“


    „Keine Widerworte: Elisabeth heiratet Ernst!“

    an diese Worte ihres Vaters kann sich die nunmehr 95 Jahre alte Elisabeth noch gut erinnern. In Erwartung ihres nahen Todes will sie ihrer Tochter Karoline endlich reinen Wein einschenken. Viele Briefe hat sie begonnen und wieder zerrissen. Diesmal, so hat sie sich fest vorgenommen, wird sie ihr Vorhaben zu Ende führen.

     

    Gesprochen wurden die oben erwähnten Worte im Deutschland von 1934. Auf Befehl des despotischen Vaters muss die noch nicht ganz 19-Jährige, den doppelt so alten Sohn des Firmenchefs, der ihrem invaliden, aber äußerst ehrgeizigen Vater Arbeit gibt, innerhalb weniger Stunden heiraten.

    Während die frisch angetraute Ehefrau noch in Deutschland alles zusammenpacken muss, ist Ernst Wilhelm mit Diplomatenpass bereits auf dem Weg nach Japan, um in Tokio seine Position als Botschafter einzunehmen. „So Gott will, sehen wir uns demnächst in Tokio!“ (S. 29)

     

    Elisabeth tritt die mühsame Reise mit der transsibirischen Eisenbahn in Begleitung einer Ordensfrau, Frl. Degenhardt, an. Frl. Degenhardt ist wortkarg. Die beiden Frauen stricken auf der langen Reise Socken für das Waisenhaus der Mission, in dem die Nonne arbeitet.

     

    In Japan angekommen, wartet die nächste Überraschung: Ernst Wilhelm hat ein eigenes Schlafzimmer und rührt seine Gemahlin nicht an. Der geneigte Leser wird sich darob seine Gedanken machen.

    Die deutsche Botschaft in Tokio ist ein Mikrokosmos wie auf einem anderen Stern. Doch langsam aber sicher ziehen auch hier die Sitten der NSDAP ein.

     

    Elisabeths Leben gerät dann aus den Fugen als Alexander, ein Freund von Ernst Wilhelm, in ihr Leben tritt. Anfangs spöttisch “Zwerg” gerufen, wächst Elisabeth über sich hinaus, als auch der Ferne Osten vom Kriegsgeschehen der Zweiten Weltkrieg erfasst wird.

    Dann wird Alexander der Spionage für Russland bezichtigt, verhaftet und zum Tode verurteilt.

     

    Meine Meinung:

     

    Ich habe das Buch in einer Nacht ausgelesen, weil ich von dieser Geschichte so fasziniert war. Die Entwicklung der quasi “verkauften” Tochter zu einer beeindruckenden Frau, die im fernen Japan ihren Mann steht, ist grandiose geschildert.

    Elisabeth ist an der neuen, fremden und manchmal Furcht einflößenden Umgebung interessiert. Unbedarft wie sie ist, hat sie keine Vorurteile und begegnet den Japanern auf Augenhöhe. Sie ist empathisch und kann dem hohlen Geschwätz der anderen Frauen, deren Männer in der Botschaft arbeiten nichts abgewinnen.

     

    Sehr interessant finde ich die Hinweise auf die damals aktuelle politische Lage. Sie ist völlig unaufgeregt in die Handlung eingewoben und macht einen großen Teil der Dynamik und Spannung aus. Es ist ja bekannt, wie der Wahnsinn des 1.000-jährigen Reiches geendet hat. Dennoch sind die Einblicke sehr aufschlussreich zu lesen.

     

    Wir Leser können uns zwar denken, wie es um die Verhältnisse zwischen Elisabeth – Alexander – Ernst bestellt ist. Das letzte große Geheimnis wird am Ende doch noch gelüftet.

     

    Die Charaktere sind allesamt sehr gut gelungen. Elisabeth macht naturgemäß die größte Wandlung durch. Deswegen kann sie ihre Mutter nicht verstehen, die nach dem Tod von Elisabeths Vater, einen ebenso despotischen Mann heiratet und mit ihm nach Palästina geht.

    Für Alexander hat der deutsche Spion Richard Sorge ein wenig Pate gestanden. Ein Grund, mich mit dieser schillernden Person in naher Zukunft weiter auseinander zu setzen.

     

    Das mag ich an diesem Roman, dass er Anregungen gibt, sich mit dem einen oder anderen Aspekt näher zu beschäftigen. Z.B. Röhm-Putsch, von Schleicher-Affäre oder eben Richard Sorge.

     

    Fazit:


    „Demnächst in Tokio“ ist ein echtes Lesehighlight: spannend, gefühlvoll, lehrreich, fesselnd und zum Nachdenken anregend. Mehr kann man von einem Buch kaum erwarten, daher verdient es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

     

     

     

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    robbylesegernvor einem Jahr
    eine Seite des Krieges, die ich noch nicht kannte

    Katharina Seewald hat mit ihrem Buch " Demnächst in Tokio " einen faszinierenden Roman geschrieben, der während der dreißiger und vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts in Tokio spielt.

    Die neunzehnjährige Elisabeth wird von ihrem Vater an einen doppelt so alten Mann " verkauft ", wie sie selbst sagt. Ernst Wilhelm, ihr zukünftiger Ehemann ist der Sohn von Elisabeths Vater, der mit dieser Eheschließung eine höhere Position bekleiden kann. Ernst Wilhelm muss wegen seiner Nähe zu Schleicher, die ein Attentat auf Hitler verüben wollten, das Land schnellstmöglich verlassen und geht als Botschafter nach Tokio. Elisabeth, das unbedarfte neunzehnjährige Mädchen , weiß nicht was sie erwartet. Doch die Ehe wird zwar anders , als sie sich sie vorstellt, aber sie wird glücklich. Kompliziert wird es erst, als der Freund von Ernst Wilhelm , Alexander , nach Tokio kommt und später als Spion verhaftet wird.

    Zu Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten in den Roman hineinzukommen, doch das hat sich schnell gelegt und ich war in dieser Geschichte gefangen. Spannend und vor allem auch informativ, wird nicht nur über die Kriegszeit in Japan berichtet, sondern auch eine außergewöhnliche Liebesgeschichte beschrieben, die so nur selten vorkommt.

    Die Figuren haben mir alle gut gefallen Interessant war mitzuerleben, wie Elisabeth vom unbedarften Mädchen zur selbstbewussten Frau wurde und ihre Erfahrungen in diesem für sie so fremdem Land mit einem noch fremderen Mann machte.Doch auch Ernst Wilhelm und Alexander werden gut beschrieben und ihr Geheimnis war für mich schon schnell durchschaut.

    Trotzdem eine interessante Dreiecksgeschichte, die es zu lesen lohnt.

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    HEIDIZvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Rundherum gelungenes Buchprojekt !!!
    wundervolle Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund

    Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Ich habe es kurzweilig und spannend unterhalten gelesen.

     

    ·  Gebundene Ausgabe: 368 Seiten

    ·  Verlag: Europa Verlag; Auflage: 1 (27. März 2017)

    ·  Sprache: Deutsch

    ·  ISBN-10: 3958901069

    ·  ISBN-13: 978-3958901063

    ·  Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 4 x 22,5 cm

     

    Preis: 18,90 €

     

    Elisabeth ist gerade mal 18 Jahre und muss von München nach Japan, um dort den viel älteren Ernst Wilhelm zu heiraten. Sie wird zur Diplomatengattin und es herrscht Krieg. Ihr Mann erweist sich als sehr zurückhaltend. Und dann lernen sich Elisabeth und Alexander kennen. Es soll schließlich alles ganz anders kommen als geplant. Alexander und Ernst sind Freunde und denken gleich, denken anders, als es die Nationalsozialisten es dulden. Der Journalist Alexander wird verhaftet und das Ehepaar Ernst und Elisabeth geht ins Exil nach Peking. Dann hören die beiden, dass Alexander hingerichtet wurde, verurteilt als Spion.

     

    Sehr hochwertig und tiefgründig nachdenklich geschrieben, spannend und vor historischem Hintergrund hat mich dieses Buch nachhaltig beeindruckt.

     

    Die Charaktere werden mit ihren Beweggründen sehr gut beschrieben und auch in ihrer Entwicklung im Lauf der Handlung authentisch nachvollziehbar und glaubwürdig dargestellt.

     

    Leseprobe:
    ========

     

    "Elisabeth! Mein Zwerg!" Er sprang so unvermittelt auf, dass ich ins Straucheln kam und mich am Schreibtisch halten wollte, doch er hatte mich schon bei den Schultern und drehte mich und drehte mich, bis ich begriff: Er tanzt! Er lacht! ...

     

    Rundherum gelungenes Buchprojekt !!!  

    Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Ich habe es kurzweilig und spannend unterhalten gelesen.

    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag: Europa Verlag; Auflage: 1 (27. März 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3958901069
    • ISBN-13: 978-3958901063
    • Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 4 x 22,5 cm

    Preis: 18,90 €

    Elisabeth ist gerade mal 18 Jahre und muss von München nach Japan, um dort den viel älteren Ernst Wilhelm zu heiraten. Sie wird zur Diplomatengattin und es herrscht Krieg. Ihr Mann erweist sich als sehr zurückhaltend. Und dann lernen sich Elisabeth und Alexander kennen. Es soll schließlich alles ganz anders kommen als geplant. Alexander und Ernst sind Freunde und denken gleich, denken anders, als es die Nationalsozialisten es dulden. Der Journalist Alexander wird verhaftet und das Ehepaar Ernst und Elisabeth geht ins Exil nach Peking. Dann hören die beiden, dass Alexander hingerichtet wurde, verurteilt als Spion.

    Sehr hochwertig und tiefgründig nachdenklich geschrieben, spannend und vor historischem Hintergrund hat mich dieses Buch nachhaltig beeindruckt.

    Die Charaktere werden mit ihren Beweggründen sehr gut beschrieben und auch in ihrer Entwicklung im Lauf der Handlung authentisch nachvollziehbar und glaubwürdig dargestellt.

    Leseprobe:
    ========

    "Elisabeth! Mein Zwerg!" Er sprang so unvermittelt auf, dass ich ins Straucheln kam und mich am Schreibtisch halten wollte, doch er hatte mich schon bei den Schultern und drehte mich und drehte mich, bis ich begriff: Er tanzt! Er lacht! ...

    Rundherum gelungenes Buchprojekt !!!

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    L
    leseratte_lovelybooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ungewöhnliche Liebesgeschichte zur Zeit des Zweiten Weltkrieges!
    Ungewöhnliche Liebesgeschichte zur Zeit des Zweiten Weltkrieges!

    Bereits das Cover verrät einiges: man sieht dort eine junge Frau zwischen zwei Männern! Elisabeth, die blutjung gegen ihren Willen von ihrem Vater mit dem wesentlich älteren Diplomaten Ernst verheiratet wird, muss ihrem Mann nach Japan folgen und erlebt während ihrer Zeit in Tokio dort die Schrecken des Zweiten Weltkrieges. Und sie verliebt sich in Alexander, den besten Freund ihres Mannes!
    Die Geschichte wird sehr geschickt in Form eine Rückblende erzählt. Elisabeth, über 90 Jahre alt, erzählt ihrer Tochter Katharina, die beruflich nach Japan gehen möchte, in Form eines Briefes ihre ungewöhnliche Lebens- und Liebesgeschichte. Man erlebt die Entwicklung vom schüchternen, folgsamen Mädchen, das wie die Mutter auch, unter der Fuchtel des Vaters, eines Kriegsveterans steht, hin zu einer selbstbewussten jungen Frau!

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    JessSouls avatar
    JessSoulvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eines der besten Bücher, das ich seit langem gelesen habe, über eine liebevolle Dreiecksbeziehung, die viele Tiefen des WWII überlebt hat...
    Liebe zu dritt...

    Eine Dreiecksbeziehung in Zeiten des zweiten Weltkriegs, in der deutschen Botschaft in Japan.
    Was im ersten Moment klingt, als wäre es weit hergeholt, um den Plot einen Blockbusters zu kreieren, ist in Wahrheit so natürlich und zurückhaltend geschrieben, dass es einen von der ersten Seite an  fesselt. Man fühlt sich sofort in die Lage von Elisabeth versetzt, die einen älteren, in ihren Augen langweiligen und nicht sonderlich attraktiven Mann heiraten soll. Und als wäre das nicht genug, soll sie Ernst kurz nach der Hochzeit nach Japan folgen, weil er dort in der Botschaft arbeitet. Was anfangs zum Scheitern verurteilt scheint, mit dem falschen Mann ganz allein in einer völlig fremden Welt gefangen zu sein, entwickelt sich zu einer sehr ausgewogenen Beziehung, in der aber auch die Liebe ihres Lebens einen Platz findet. Denn sie hat sich unsterblich in Ernsts Freund Alexander verliebt.
    Doch das Schicksal schlägt allzu bald zu: Sie verliert ihr sehnlichst erwartetes Kind und dann wird Alexander vorgeworfen, ein Spion zu sein, was sie  und Ernst zur Flucht ins Exil nach China zwingt.


    Ein toller Roman, der das Geschehen aus einem anderen Winkel der Welt zeigt und mit sehr authentischen Charakteren überzeugt. Die Menschlichkeit und Fürsorge der Protagonisten füreinander ist absolut ergreifend und mit Worten kaum zu beschreiben, weshalb dieses Buch für mich eines der besten des Jahres war.

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    Klassikfanvor einem Jahr
    eine Seite des Krieges , die ich noch nicht kannte

    Katharina Seewald hat mit ihrem Buch " Demnächst in Tokio " einen faszinierenden Roman geschrieben, der während der dreißiger und vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts in Tokio spielt.

    Die neunzehnjährige Elisabeth wird von ihrem Vater an einen doppelt so alten Mann " verkauft ", wie sie selbst sagt. Ernst Wilhelm, ihr zukünftiger Ehemann ist der Sohn von Elisabeths Vater, der mit dieser Eheschließung eine höhere Position bekleiden kann. Ernst Wilhelm muss wegen seiner Nähe zu Schleicher, die ein Attentat auf Hitler verüben wollten, das Land schnellstmöglich verlassen und geht als Botschafter nach Tokio. Elisabeth, das unbedarfte neunzehnjährige Mädchen , weiß nicht was sie erwartet. Doch die Ehe wird zwar anders , als sie sich sie vorstellt, aber sie wird glücklich. Kompliziert wird es erst, als der Freund von Ernst Wilhelm , Alexander , nach Tokio kommt und später als Spion verhaftet wird.

    Zu Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten in den Roman hineinzukommen, doch das hat sich schnell gelegt und ich war in dieser Geschichte gefangen. Spannend und vor allem auch informativ, wird nicht nur über die Kriegszeit in Japan berichtet, sondern auch eine außergewöhnliche Liebesgeschichte beschrieben, die so nur selten vorkommt.

    Die Figuren haben mir alle gut gefallen Interessant war mitzuerleben, wie Elisabeth vom unbedarften Mädchen zur selbstbewussten Frau wurde und ihre Erfahrungen in diesem für sie so fremdem Land mit einem noch fremderen Mann machte.Doch auch Ernst Wilhelm und Alexander werden gut beschrieben und ihr Geheimnis war für mich schon schnell durchschaut.

    Trotzdem eine interessante Dreiecksgeschichte, die es zu lesen lohnt.

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    K
    Klassikfanvor einem Jahr
    eine Seite des Krieges, die ich och nicht kannte

    Katharina Seewald hat mit ihrem Buch " Demnächst in Tokio " einen faszinierenden Roman geschrieben, der während der dreißiger und vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts in Tokio spielt.

    Die neunzehnjährige Elisabeth wird von ihrem Vater an einen doppelt so alten Mann " verkauft ", wie sie selbst sagt. Ernst Wilhelm, ihr zukünftiger Ehemann ist der Sohn von Elisabeths Vater, der mit dieser Eheschließung eine höhere Position bekleiden kann. Ernst Wilhelm muss wegen seiner Nähe zu Schleicher, die ein Attentat auf Hitler verüben wollten, das Land schnellstmöglich verlassen und geht als Botschafter nach Tokio. Elisabeth, das unbedarfte neunzehnjährige Mädchen , weiß nicht was sie erwartet. Doch die Ehe wird zwar anders , als sie sich sie vorstellt, aber sie wird glücklich. Kompliziert wird es erst, als der Freund von Ernst Wilhelm , Alexander , nach Tokio kommt und später als Spion verhaftet wird.

    Zu Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten in den Roman hineinzukommen, doch das hat sich schnell gelegt und ich war in dieser Geschichte gefangen. Spannend und vor allem auch informativ, wird nicht nur über die Kriegszeit in Japan berichtet, sondern auch eine außergewöhnliche Liebesgeschichte beschrieben, die so nur selten vorkommt.

    Die Figuren haben mir alle gut gefallen Interessant war mitzuerleben, wie Elisabeth vom unbedarften Mädchen zur selbstbewussten Frau wurde und ihre Erfahrungen in diesem für sie so fremdem Land mit einem noch fremderen Mann machte.Doch auch Ernst Wilhelm und Alexander werden gut beschrieben und ihr Geheimnis war für mich schon schnell durchschaut.

    Trotzdem eine interessante Dreiecksgeschichte, die es zu lesen lohnt.

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    Laudia89s avatar
    Laudia89vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Liebe zu einem Spion?
    Liebe zu einem Spion?

    In demnächst in Tokio geht es um Elisabeth von Trauenstein, die mit 15 „zwangsverheiratet“ worden ist. Nach und nach bekommt sie raus warum. Sie folgt ihrem Mann nach Tokio. Und wird hier nach und nach Erwachsen.
    Die Geschichte wird aus der Sicht von Elisabeth von Trauensstein erzählt und ist eine Mischung aus Tagebucheintragung und ein direkter Brief an ihre Tochter.
    Das Buch hat mehreren Kapitel mit Unterkapitel. Es ist sehr schön auf gebaut und birgt die Gefahr von. „eine Seite noch sind ja nur 5 Seiten“ und zack hat man die Hälfte des Buches an einem Abend gelesen. Dazu zu sagen ist das man auch ein bisschen Zeit braucht um sich ein zu lesen und mit der Art des Schreibens klar zukommen. Der Stil erinnert mich ein wenig an die Erzählungen meiner Oma, sehr ausführlich.
    Bei dem Schreibstil fühlt man sich selbst in die Zeit versetzt und lebt die Geschichte mit. Das Cover lässt erahnen um was es ungefähr gehen wird.
    Wer ein Fan von geschichtlichen Liebesgeschichten ist, kann dieses Buch ohne Reue kaufen.

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    Bokmalvor einem Jahr
    Lesegenuss mit Lerneffekt

    "Demnächst in Tokio" von der Autorin Katharina Seewald nimmt den Leser mit in die Jahre des Naziregimes. Die 18-jährige Elisabeth wird ungefragt von ihrem extrem dominanten Vater mit dem viel älteren Ernst Wilhelm verheiratet, einerseits zum geschäftlichen Vorteil des Vaters, andererseits benötigt Ernst Wilhelm aus politischen Gründen dringend eine Frau. Für Elisabeth bricht zunächst eine Welt zusammen. Und dann erfährt sie zu allem Überfluss noch, dass ihr gemeinsamer Weg sie nach Tokio führen wird, da Ernst Wilhelm dort einen Posten im diplomatischen Dienst übernehmen soll. 
    Ihr Leben wird ganz plötzlich umgekrempelt und während in der Welt die Nazis und der Krieg toben, lebt Elisabeth in Tokio wie in einem schützenden Kokon. Ihre Ehe mit Ernst Wilhelm ist unspektakulär, aber nicht unangenehm, bleibt jedoch ohne körperliche Nähe. Und dann taucht da noch Alexander, ein alter Freund von Ernst Wilhelm, auf, der eine große Rolle für ihr Leben spielen wird. Doch wer ist der geheimnisvolle Mann wirklich? 
    Ein wunderbares Buch! Anhand des Einzelschicksals von Elisabeth erfährt der Leser sehr viel über die Politik der damaligen Zeit und das Naziregime wird aus einem ganz anderen Blickwinkel deutlich. Was in den Nachrichten zu den im Ausland lebenden Deutschen dringt, scheint längst nicht das zu sein, was wirklich passiert ist. Außerdem wird Elisabeths Weg spannend und voller Mitgefühl erzählt, man kann sich gut in sie hineinversetzen und liebt und leidet mit ihr mit. 
    „Demnächst in Tokio“ ist ein äußerst empfehlenswertes Buch, bei dem man viel über die Geschichte Deutschlands und die damaligen Beziehungen Japans lernt, sich aber gleichzeitig mit der persönlichen Geschichte einer jungen Frau konfrontiert sieht. Spannend – und hält so manche Überraschung für den Leser bereit. 

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    Gisevor einem Jahr
    Berührende Lebensgeschichte

    Elisabeth wird 18jährig ganz überraschend verheiratet, und zwar mit Ernst Wilhelm, der gleich anschließend nach Tokio reist, wo er seine Stelle als Diplomat antritt. Elisabeth wird ihm nachreisen – und es beginnt eine Zeit für sie, die zunächst sehr einsam sein wird, doch bald wird sie ihren Platz in ihrem neuen Leben finden. Da passt es ganz gut, dass zwischen ihr und ihrem Mann eine platonische Freundschaft entsteht, während Elisabeth in Liebe zu Alexander entbrennt. Aus der Ferne erleben die drei die Nazifizierung Deutschlands, versuchen sich auf dem diplomatischen Parkett in Japan gekonnt zu bewegen. Doch es steckt viel mehr hinter all den Geschehnissen…

    Es ist Elisabeth, die rückblickend mit 95 Jahren diese Lebensgeschichte ihrer Tochter erzählt. So erlebt der Leser die Ereignisse mit Elisabeths Augen, bangt und hofft mit ihr, dass diese ganz besondere Dreierbeziehung zwischen ihr, Ernst Wilhelm und Alexander Bestand haben kann in einer Zeit voller Gefahren. Die Autorin Katharina Seewald bettet die Erzählung geschickt in das geschichtliche Umfeld ein, so dass ein exaktes Bild der damaligen Zeit entstehen kann. Und erst ganz zum Schluss werden auch die letzten Fragen aufgelöst, so dass die Spannung tatsächlich bis zur letzten Seite erhalten bleibt. Es war eine ergreifende Lektüre, ich habe gerne die Verwandlung Elisabeths von einem schüchternen Mädchen zu einer gereiften und selbstbewussten Frau gelesen. Eine eindeutige Leseempfehlung von mir.

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