Katharina Volk

 4 Sterne bei 27 Bewertungen

Lebenslauf

Katharina Volk ist Associate Professor of Classics an der Columbia University. Seit 2010 fungiert sie als Herausgeberin der Transactions of the American Philological Association.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Katharina Volk

Cover des Buches Das Wiegenlied (ISBN: 9783828974432)

Das Wiegenlied

(16)
Erschienen am 01.01.2003
Cover des Buches Finsternis soll dich umfangen (ISBN: 9783426633809)

Finsternis soll dich umfangen

(10)
Erschienen am 01.01.2007
Cover des Buches Ovid (ISBN: 9783805343688)

Ovid

(1)
Erschienen am 25.11.2011

Neue Rezensionen zu Katharina Volk

Cover des Buches Ovid (ISBN: 9783805343688)
Admirals avatar

Rezension zu "Ovid" von Katharina Volk

Admiral
Ovid, seine Werke und seine Zeit.

Ganz offen nennt Katharina Volk als Ausgang zum Schreiben dieses Buches ihr umfassendes Interesse an Ovid. Mit ihrer Freundin Christine habe ist oft die Metamorphosen gelesen. Aus langer Sicht entstand daraus dieses Buch: "Ovid. Dichter des Exils" (2012). Sie sagt ganz klar, dass es nicht für Wissenschaftler oder akademische Kenner Ovids sei, sondern für Normalsterbliche - wie auch mich. Tatsächlich schafft Katharina Volk es sehr gut, eine gewisse persönliche Offenheit mit einem eigenen INteresse zu befinden und hat ihr ein Buch präsentiert, das es versteht einem Interessierten, der nicht zum Fach gehört, Ovid näher zu bringen.


Oft beschränken sich Einführungswerke auf die grobe Gliederung Persob, Zeitgeschichte und chronologische Werkabhandlung. Das macht Katharina Volk zwar insgesamt auch, geht jedoch ovidspezifischer vor. Sie möchte nämlich in sein Gesamtwerk einführen und zum Lesen verleiten (S. 11f.).
Sie beginnt damit, uns Ovid zunächst in personam vorzuführen. Denn Ovid selbst sagt in einem Moment des gesunden Selbstbewusstseins, dass er mit seinen Metamorphosen unsterblich werden wird (S. 9). Folgerichtig beginnt sie dann mit seinen Werken und stellt erst im 2. Kapitel Ovids Zeit, Leben und Person näher vor. Doch artet die zeitgeschichtliche Darstellung nicht in einer groben und allgemeinen Geschichtsschreibung aus, sondern bleibt stark ovidbezogen. Allgemein wertvoll ist ihre anmahnende Vorsicht, das dichterische Ich in Ovids Werken nicht oder nur sehr vorsichtig mit Ovid als Mensch gleichzusetzen (S. 35-42). Das gilt beinahe umnfassend für alle Dichter der Zeit, denke ich, und ist damit rein methodisch sehr lesenswert. Die kurzangebundenen Einleitungen zu Ovids Werken (1. Kapitel; S. 15-30), die jeweils vielleicht eine halbe bis ganze Seite einnehmen, eignen sich hervorragend als Nachschlagewerk.

Der Rest und Großteil des Buches (S. 48-155) ist aufgegliedert nach einzelnen Themen, die als Aspekte aufgeführt werden, um darunter Ovid und sein Werk zu betrachten. Das hat zur Folge, dass Ovids Schriften immer wieder und unterschiedlich thematisiert werden. So sind im Kapitel "Die Elegie" und im Kapitel "Die Frauen" gleichermaßen die Amores zentrales Thema. Die Kapitel orientieren sich jedoch nicht an irgendwelchen Themen, sondern sind bewusste Aspekte, die in Ovid eine große Rolle spielen oder für die Autorin besonders interessant sind. So gibt es das Thema Philosophie bezeichnenderweise nicht, obwohl ich persönlich jedoch nicht weiß, ob es wegen Volks Desinteresse oder wegen der Irrelevanz im ovidianischen Werk fehlt. Das 4. Kapitel ("Der Mythos"; S. 67-83) thematisiert beispielsweise hauptsächlich die antike Mythologie, die besonders in den Metamorphosen eine große Rolle spielt. Mythen seien aitiologische Geschichten oder exemplarische Geschichten gewesen (S. 68), die besonders unterhalten sollen. Da jeder die Mythen kannte und zahlreiche Texte über Mythen existierten (Intertextualität), war es immer eine große Herausforderung, lockere Andeutungen, Neuinterpretationen und einen guten Schreibstil umzusetzen. Ovid habe dies meisterhaft umgesetzt. Ein zweites wichtiges Werk, das Volk in diesem Kapitel noch hauptsächlich miteinbezieht, sind Ovids Heroides, fiktive Briefe mythologischer Frauen an ihre Liebhaber. Hier lässt Ovid Frauen zu Wort kommen, die in den traditionellen Mythen sonst keine derartige Rolle wahrnahmen.

Ein weiteres Thema/Kapitel, das ich noch erwähnen möchte, ist das 6. Kapitel ("Die Frauen"; S. 102-117). Hier sind allein die Heroides der Hinweis darauf, welche wichtige Rolle Frauen als Personen und mythische Gestalten für Ovid spielten. Wie so vieles bei Ovid ist jedoch auch hier unklar, inwiefern Ovid über Frauen dachte. Die Alternativen reichen von protofeiministisch-gleichberechtigt, bis zu sexistisch oder misogyn (also vom einen Extrem zum anderen; S. 102). Jedenfalls schreibt er auch oft aus der Sicht der Frauen. Die Heroides habe ich bereits erwähnt, aber auch in seinem Werk Ars Amatoria (eine Art Handbuch für die Liebeskunst), ist das letzte Buch Frauen gewidmet, die damit ihre Attraktivität steigern können/sollen. Hier neigt er sogar dazu, für den sexuellen Spaß zum Ehebruch. Dabei ist jedoch eine gewisse Objektivierung von Frauen unverkennbar (S. 107), denn selbst das 3. Buch der Ars Amatoria soll Frauen begehrenswerter für Frauen machen.
Ein weiterer Aspekt ist Ovids Genderkonstrukt. Mittlerweile wird das Thema des Genderismus viel zu überspitzt und polarisiert, doch dieser Abschnitt (S. 113-117) des Kapitels zeigt hervorragend, wie nutzbar man die Methodik des Genderismus für andere Wissenschaften machen kann. Denn hier ist Ovid aus römischer Sicht ziemlich unorthodox: denn er ist rein heterosexuell. Römische Männlichkeit identifizierte sich hauptsächlich über die Dominanz über die Genderrolle "weiblich". Ein Mann musste andere Frauen, Männer oder Sklaven dominieren, indem er sie bspw. sexuell penetrierte und seine Lust daraus zog, während der andere gebende Part dabei keine Lust verspüren musste. Die lustgebende und penetrierte Frau oder der entsprechende Mann war in seiner Rolle als weiblich definiert. Dies versteht Ovid ezidiert so nicht, sondern versteht steht schlichtweg nur auf Frauen (ohne Männer !).


Das sollte nur ein kurzer (und chaotisch gewordener ?) Einblick in das Buch sein. Als Nachschlagewerk eignet es sich bzgl. der Kurzeinführungen zu den Werken hervorragend und ist wegen der thematischen Ordnung sehr interessant. Katharina Volks Schreibsteil kommt sehr locker und einnehmend rüber.

Wirklich lesenswert.

Cover des Buches Das Wiegenlied (ISBN: 9783426631904)
Aldonas avatar

Rezension zu "Das Wiegenlied" von Patricia MacDonald

Aldona
Rezension zu "Das Wiegenlied" von Patricia MacDonald

Das Buch hat mir sehr gefallen,es wurde aus verschiedenen Perspektiven berichtet und jede Person hatte ein Geheimnis. Wer war zum Schluss der Täter? Die Spannung war lange gehalten und man konnte nur erahnen aber sehr spät wer wohl der Mörder war !!!

Cover des Buches Finsternis soll dich umfangen (ISBN: 9783426633809)
L

Rezension zu "Finsternis soll dich umfangen" von Annie Solomon

leseratte2211
Rezension zu "Finsternis soll dich umfangen" von Annie Solomon

DIeses Buch ist eines der besten, was ich je gelesen habe. DIe Beschreibungen, wie Danny sich als Blinder zurrechtfinden muss, sind super, und gehen einem wirklich nah. Auch die Thriller-Seite kommt nicht zu kurz, ein gelunger Thriller, bei dem man das Gefühl hat, er könnte noch viel länger dauern. Ich habe ihn in einer Nacht gelesen, ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen.

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