Katharine Noel Unerwartet schöne Tage

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Inhaltsangabe zu „Unerwartet schöne Tage“ von Katharine Noel

»Ein umwerfendes Debüt in der Tradition von John Cheever und Rick Moody.« Library Journal Angie – Musterschülerin, Schwimmstar ihrer Schule und Anwärterin für eine Eliteuniversität – taucht während eines Wettkampfes zum Boden des Schwimmbeckens, rührt sich nicht, bis ihr Vater sie herauszieht und rettet. Von diesem Moment an verändert sich ihre Welt und die ihrer Familie.Die Voorsters leben in einer Kleinstadt in New Hampshire. Vater Pieter ist Cellist, seine Frau Jordana arbeitet in einem Krankenhaus, Angie ist ein Mädchen, dem alles leicht fällt, weshalb Luke, der kleine Bruder, ein wenig in ihrem Schatten steht.Während ihrer Vorbereitung auf die Universität erlebt Angie ihren ersten psychotischen Zusammenbruch. Eine bipolare Störung wird diagnostiziert und die Therapie eingeleitet. Es scheint, als könnte das Leben einfach so weitergehen. Doch der Wechsel von Manie und Depression reißt Angie und ihre Familie in einen unkalkulierbaren Strudel. Pieter flüchtet sich in die Musik, ihre Mutter beginnt eine Affäre mit einem jüngeren Mann. Luke geht Angie erst einmal aus dem Weg, bis er schließlich die Verantwortung übernimmt und sich um seine kranke Schwester kümmert.Von der einst »perfekten« Familie scheint wenig übrig zu sein. Die Versuche, den Anschein an Normalität zu wahren, scheitern kläglich. Und doch bleibt da die Sehnsucht nach dem »Vorher«, nach dem Ideal. Erst als sie alle anerkennen, dass dieses »Vorher« nicht wieder herzustellen ist, findet auch die Familie wieder zusammen.Mit Anmut und ungewöhnlicher Präzision führt Katharine Noel den Leser in eine Welt, wo aus Liebe Fehler gemacht werden und man sich zu lange an längst Verlorenes klammert. Sie schreibt von Familienbanden, die zu zerreißen drohen, aber stark und unzerstörbar sind.

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  • Rezension zu "Unerwartet schöne Tage" von Katherine Noel

    Unerwartet schöne Tage
    lucysnowe

    lucysnowe

    12. May 2012 um 22:30

    Angela, genannt Angie, sollte eigentlich keine Probleme im Leben haben. Sie ist erfolgreicher Schwimmstar und bricht Rekorde, ist gut in der Schule und hat eine liebevolle Familie. Doch als Angie einen Nervenzusammenbruch erleidet und in die Klinik eingewiesen wird, folgt die gravierende Diagnose. Angie hat Borderline und von da an bestimmen der Wechsel zwischen manischen und depressiven Stimmungsepisoden ihr Leben und das ihrer Familie. Bald schon stößt die ehemals heile Familie an ihre Grenzen: Durch die Belastungen von Angies Krankheit flüchtet sich ihre Mutter in eine Affäre mit einem jüngeren Mann, die Ehe der Eltern zerbricht langsam. Auch Angies Bruder hat unter der Situation zu leiden, denn schon immer stand Angie im Vordergrund. Trotz allem bleibt Angie die Unterstützung durch ihre Familie erhalten. Und gemeinsam erkennen sie, als die letzte Hoffnung aufgebraucht ist, dass auf die gemeinsam durchgestandenen Tiefpunkte, dem drohenden Zerbrechen Angies und ihrer Familie doch noch "unerwartet schöne Tage" folgen. Katherine Noel gelingt es in dem Buch gut, das Leiden der ganzen Familie unter der Krankheit darzustellen. Die psychische Krankheit der Tochter schafft es, dass ganze heile Familienleben von heute auf morgen auf den Kopf zu stellen und sogar die Beziehung der Eltern zu hinterfragen. Dabei erhält der Leser ausführliche Beschreibungen über das Beziehungsleben der Familie. Wie die Eltern sich kennenlernten, die Beziehungen des Bruders zu seinen Freundinnen, alles wird unter dem Kontext von Angies Erkrankung neu betrachtet und beeinflusst. Das hat jedoch oft ausschweifende Passagen zur Folge, die einen als Leser schnell langweilen, denn man möchte eingentlich mehr über Angies Umgang mit der Krankheit und ihr persönliches Empfinden, ihren persönlichen Kampf mit der Krankheit erfahren. Obwohl dies auch thematisiert wird, liegt der Schwerpunkt des Buches auf den Folgen der Krankheit für das Familienleben. Dabei spielt es meines Erachtens keine Rolle, dass Angie an Borderline erkrankt ist, genauso gut hätte sie an Schizophrenie oder einer anderen schwerwiegenden Erkrankung leiden können, die Folgen für die Familie wären sicherlich sehr ähnlich. Wer das Buch also aus Interesse an der Krankheit Borderline lesen möchte, wird sicherlich enttäuscht sein, das Buch ist eher als Lektüre über ein außergewöhnliches, schwer zu tragendes Familienschicksal zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Unerwartet schöne Tage" von Katherine Noel

    Unerwartet schöne Tage
    monitor

    monitor

    07. August 2009 um 09:57

    Den Klappentext des Buches hatte ich vor allem so verstanden, dass das Buch erzählt wie eine Familie wegen der psychischen Störung der Tochter Angie zunächst droht auseinander zu brechen, sich dann aber aufgrund starker Bande wieder fängt. Von dieser positiven Grundstimmung habe ich leider nichts bemerkt. Die verschiedenen Stationen von Angies Krankheit, von Psychiatrie bis betreutem Wohnen werden authentische beschrieben und erzählt. Das mag zwar realistisch sein, doch nach zweimal "ausrasten" und sich wieder "berappeln", hat man das Prinzip verstanden und es wird zäh. Parallel werden die Irrungen und Wirrungen der restlichen Familienmitglieder beschrieben. Diese Schilderungen geschehen aus deren Perspektive mit teilweise drastischen Handlungen und Gefühlen, die sicher stilistisch etwas aussagen sollen, sich mir aber nicht ganz erschlossen haben. Insgesamt konnte man das Buch ganz gut lesen, es hat meine Erwartungen aber nur teilweise erfüllen können.

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  • Rezension zu "Unerwartet schöne Tage" von Katherine Noel

    Unerwartet schöne Tage
    Dilbertine

    Dilbertine

    25. April 2009 um 13:04

    „Unerwartet schöne Tage“ beschreibt die Entwicklung einer Familie, die durch die aufgetretene psychotische Erkrankung der Tochter Angie aus den Fugen des Alltags gerät. Angie leidet unter einer bipolaren Störung. Ihr Leben ist durch extreme Emotionen, die zwischen Manie und Depression liegen, gekennzeichnet. Während der manischen Schübe hat Angie eine gehobene euphorische Stimmung, ist witzig und humorvoll, aber auch leicht reizbar. Sie hat ein geringes Schlafbedürfnis, ist übermäßig aktiv und ruhelos. Ihre Gedanken rasen, dass kaum jemand in der Lage ist, ihr zu folgen. In der depressiven Phase ist sie in niedergedrückter Stimmung, kann sich zu nichts aufraffen und ist extrem lethargisch. Sie erlebt Gedanken an autoaggressives Verhalten und Suizid. Das Buch zeigt den Weg und die Entwicklung der Familie im Umgang mit dieser Krankheit auf. Den Eltern und dem Bruder fehlt es zunächst am offenen Zugang des Verstehens dieser Störungen. Nach dem ersten Krankenhausaufenthalt und einer langen Therapie hoffen die Angehörigen darauf, dass nun alles wieder so wird vorher. Die Krankheit wird zur Belastungsprobe für die gesamte Familie. Das Thema des Buches, dass sicherlich viele Menschen beschäftigt und von dem einige betroffen sind, wurde leider nur durchschnittlich bearbeitet. Die Idee der Autorin die Perspektiven zwischen Betroffenen und Angehörigen zu wechseln ist gut, leider hat mir die Umsetzung nicht gefallen. Durch den häufigen Wechsel werden viele Probleme oberflächlich angerissen, die Ursachen, die Auseinandersetzung des Einzelnen und die möglichen Lösungen werden jedoch vernachlässigt. Damit war mir der Verlauf der Geschichte zu zähflüssig, streckenweise sogar langweilig. Meine Erwartung, mehr aus der Sicht und dem Erleben der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu erfahren, wurde leider nicht erfüllt. Ich würde dieses Buch nicht weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Unerwartet schöne Tage" von Katherine Noel

    Unerwartet schöne Tage
    ju_theTrue

    ju_theTrue

    21. October 2008 um 23:52

    Wer erwartet durch dieses Buch die Krankheit bipolare Störung besser kennen zu lernen, wird wahrscheinlich enttäuscht. Es ist eine gute, fesselnd geschrieben Familiengeschichte, aber die Krankheit von Angie, der Hauptperson, bildet leider nur den Hintergrund für die Geschichte.