An dem Buch „Ich schenk dir Hoffnung“ von Kathe Wunnenberg hat mich das wunderschön gestaltete Cover sofort fasziniert. Vor ab sei schon mal geschrieben, dass mir das Buch nicht so gut gefallen hat, wie das Cover.
Im ersten Teil erzählt die Autorin wie sie selbst durch verschiedene Schicksalsschläge zur Hoffnungsstifterin für andere wurde. Ich finde es sehr ermutigend zu lesen, dass ihr durch Gott immer die richtigen Personen an die Seite gestellt wurden um die Schicksalsschläge zu überstehen. In diesem Teil finde ich die verschiedenen Bibelverse zum Teil sehr passend.
Im zweiten Teil beschreibt Kathe Wunnenberg, wie jeder es praktisch umsetzen kann eine Hoffnungsstifterin zu werden. Leider wiederholt sich in diesem Teil einiges aus dem ersten Teil. Beim Lesen hatte ich das Gefühl mit Bibelversen überschüttet zu werden und zum Teil finde ich diese sehr unpassend, da meiner Meinung nach nicht alles mit irgendeinem Bibelvers zu begründen ist.
Im dritten Teil gibt es dann gebündelte Tipps, wie der Leser anderen Hoffnung schenken kann bei verschiedenen Schicksalsschlägen. Dieser Teil eignet sich eher zum Nachschlagen, da sich viele Tipps aus den anderen beiden Teilen wiederholen. Gut gefallen hat mir, dass die Tipps in kleinen Erzählungen verpackt sind und unterschiedliche Autoren diese erzählen, dadurch bekommen die Tipps ein bisschen frischen Wind.
Beim Lesen hat mir gut gefallen, dass im ersten und zweiten Teil nach jedem Kapitel immer zwei Denkanstöße kommen und sie immer wieder schreibt, dass diese Tipps nur Anregungen sind und jeder nach individuellen Lösungen suchen soll. Außerdem eignet sich der dritte Teil gut als Nachschlagwerk. Für mich sind das (leider) schon alle positiven Punkte.
Es gibt viele Wiederholungen und einige Geschichten, die sie erzählt kommen mir unglaubwürdig vor, da sie wirklich alles auf Gott bezieht. Außerdem haben sie und ihre Freundinnen einige sehr merkwürdige Gebetsanliegen gehabt, die dann erfüllt wurden. Besonders hängen geblieben ist mir, dass eine Freundin um einen roten Bademantel gebetet hat. Ich denke es gibt nun wirklich genug wichtigere Dinge um die man bete sollte. Außerdem fehlt mir zwischendurch der Bezug zu anders- bzw. nichtgläubigen Menschen. In dem Umfeld der Autorin gibt es gefühlt nur gläubige Menschen. Durch so Ausführungen kommt mir die Autorin zum Teil sehr naiv vor, was mir zwischendurch beim Lesen echt genervt hat. Vielleicht liegt es auch daran, dass in Amerika die Uhren anders ticken als hier. Außerdem stört mich, dass die Autorin nur von FreundINNEN bzw. HofnungsstifterINNEN schreibt. Ich denke Männer können genauso gut trösteten und ich hätte es gut gefunden, wenn sie dazu wenigstens einmal etwas geschrieben hätte.
Alles in allem gibt es von mir nur drei Sterne.




